{"id":4354,"date":"2010-03-19T10:33:01","date_gmt":"2010-03-19T08:33:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4354"},"modified":"2010-03-19T10:36:07","modified_gmt":"2010-03-19T08:36:07","slug":"kultur-des-todes-oder-kultur-der-barmherzigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4354","title":{"rendered":"Kultur des Todes oder Kultur der Barmherzigkeit?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kultur des Todes oder Kultur der Barmherzigkeit?<\/strong><br \/>\n<strong>Ein Beitrag zur Debatte um die Sterbehilfe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eHerr, \u2026du hast mich gebildet im Mutterleib\u2026, deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war\u2026Erforsche mich, Gott,\u00a0 \u2026und sieh, ob ich auf b\u00f6sem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.\u201c (Psalm 139)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><br \/>\nEuthanasie &#8211; Eine Tat der Liebe?<br \/>\n<\/strong>Vor kurzem gingen durch die britischen Medien folgende zwei Nachrichten, die brennpunktartig die Brisanz des Themas erfassen und zugleich die Motivation zur Sterbehilfe und die \u00fcbliche Reaktion darauf illustrieren:<!--more--><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Eine 57 j\u00e4hrige Mutter t\u00f6tete ihren geistig behinderten 22j\u00e4hrigen Sohn und erkl\u00e4rte \u00f6ffentlich, dass sie ihn von seinem Leiden \u201ebefreien\u201c wollte. Angeh\u00f6rige und Freunde der Frau sagten, was sie tat, das war kein Mord, sondern \u201ea loving and courageous act\u201c und forderten die gesetzliche Freigabe f\u00fcr solche T\u00f6tungen von Behinderten.<\/li>\n<li>Ein BBC-Reporter trat nach vollbrachter Tat freiwillig an die \u00d6ffentlichkeit und berichtete: Sein AIDS-kranker Liebhaber war zur Behandlung in die Klinik gekommen.\u00a0 Er hatte zuvor mit ihm vereinbart, \u201eto act if his suffering increased\u201c. Als dann eines Tages der Arzt dem Reporter erkl\u00e4rte, dass man seinem Freund medizinisch nicht mehr helfen k\u00f6nne, nahm der Reporter das Kopfkissen seines Liebhabers und erstickte ihn damit. Er zeigte danach keinerlei Reue, im Gegenteil, er betonte kr\u00e4ftig den hilfreichen Charakter seiner Tat. Und in den Medien war danach zu lesen, dieser Fall zeige doch, wie notwendig ein Gesetz zur Regelung von \u201eassisted dying\u201c (Sterbehilfe) sei.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier haben also zwei Personen selber in die Hand genommen, was in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern per Gesetz bei Beachtung bestimmter Regeln dem Arzt vorbehalten bleiben soll. Aber selbst bei eigenm\u00e4chtigem Handeln kann der Sterbehelfer im Allgemeinen mit einer gro\u00dfen \u00a0Zustimmung rechnen. Und das ist auch kein Wunder. Denn wenn von Sterbehilfe gesprochen wird, werden \u2013 subjektiv vermutlich meistens ehrlich &#8211; \u00a0die h\u00f6chsten menschlichen Werte in Anspruch genommen. Da ist von Liebe die Rede, von Mut und von Befreiung, von Mitleid und von Humanit\u00e4t, meistens aber von Menschenw\u00fcrde. Es geht beim Thema Sterbehilfe in der Tat um das rechte Verst\u00e4ndnis von Menschenw\u00fcrde. Das ist symptomatisch am Firmennamen jener bekanntesten, kommerziell arbeitenden Schweizer Sterbehilfeorganisation abzulesen, die immer mehr von sich reden macht. Sie tr\u00e4gt den programmatischen Namen \u201eDignitas\u201c \u2013 zu deutsch W\u00fcrde, gemeint ist Menschenw\u00fcrde. Die Firma stellt ihr Programm im Internet selbstbewusst unter das Motto: Dignitas \u2013 menschenw\u00fcrdig leben und menschenw\u00fcrdig sterben. Die andere, ebenfalls in der Schweiz beheimatete Sterbehilfeorganisation gibt sich in ihrer Selbstbezeichnung etwas sachlicher \u2013 sie nennt sich schlicht \u201eExit\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet &#8222;Sterbehilfe&#8220;?<\/strong><br \/>\nDie folgenden Bezeichnungen werden zwar von Juristen und Medizinern nicht gerne gebraucht, in der \u00f6ffentlichen Diskussion aber stehen sie nach wie vor \u00a0im Vordergrund.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die sog. \u201epassive Sterbehilfe\u201c konzentriert sich auf palliative (die Beschwerden lindernde) Ma\u00dfnahmen und m\u00f6chte so dem sterbenden Menschen ein nat\u00fcrliches Sterben erm\u00f6glichen, ihm also eine k\u00fcnstliche Verl\u00e4ngerung seiner Leiden ersparen. Gegen diese Form der Sterbehilfe gibt es grunds\u00e4tzlich weder moralische noch rechtliche Bedenken. Dennoch ist dieser Handlungsbereich ganz und gar nicht unproblematisch. Verwerflich wird das Sterbenlassen nat\u00fcrlich dann, wenn der Behandelnde eine Therapie, die Leben retten oder erhalten k\u00f6nnte, ablehnt oder abbricht. Rechtlich eindeutig ist die Situation dann, wenn der Patient eine Behandlung ablehnt. Der Arzt ist an die Entscheidung des Patienten gebunden. Das hat der deutsche Gesetzgeber im September vorigen Jahres im Blick auf Patientenverf\u00fcgungen abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt (\u201eDrittes Gesetz zur \u00c4nderung des Betreuungsrechts\u201c). Vom christlich-ethischen Standpunkt aus gesehen, w\u00fcrde der Patient aber mit der Ablehnung einer lebensrettenden oder \u2013 erhaltenden Ma\u00dfnahme dann unrecht tun, wenn er damit den Tod selber herbeif\u00fchrt, also im Grunde Suizid begeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der sog. \u201eindirekten Sterbehilfe\u201c geht es allein um die Minderung der Schmerzen des Patienten, wobei der Patient und der Arzt eine eventuell durch Nebenwirkungen der Schmerzmittel verursachte Beschleunigung des Todeseintritts in Kauf nehmen. Auch diese Form der Sterbehilfe ist, wieder grunds\u00e4tzlich gesehen, weder moralisch noch rechtlich bedenklich. Recht gesehen, kann sie sogar moralisch geboten sein. Und ein beschleunigter Todeseintritt ist bei fachlich qualifizierter Schmerztherapie auch viel seltener als man denkt oder bef\u00fcrchtet. (Man kann nur hoffen, dass die Schmerztherapie in D Fortschritte macht &#8211; ). Freilich \u2013 hinter dem Schutzmantel dieser zurecht anerkannten Form der indirekten Sterbehilfe kann sich, wie im Fall der passiven Sterbehilfe, auch ein schlimmer Missbrauch verstecken, wenn n\u00e4mlich der Arzt bewusst eine so hohe Dosis Schmerzmittel verabreicht, die direkt zum Tode f\u00fchren muss. Auf diesem Gebiet liegen gro\u00dfe Gefahren!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nun zur sog. \u201eaktiven Sterbehilfe\u201c:\u00a0 der Begriff Sterbehilfe klingt ja f\u00fcr sich allein schon nur positiv. Es gibt doch nichts Humaneres als dem Mitmenschen in einer Not Hilfe zu leisten. Und nun dem Mitmenschen gerade in der Phase seiner tiefsten Schwachheit, also im Zusammenhang seines Sterbens, beizustehen \u2013 ist das nicht ein noch st\u00e4rkeres Zeichen wahrer Humanit\u00e4t? Und diese Hilfe schlie\u00dflich nicht nur theoretisch oder passiv oder indirekt, sondern praktisch, also direkt, aktiv zu \u00fcben \u2013 ist das nicht der reinste Ausdruck von Humanit\u00e4t?\u00a0 Der besch\u00f6nigende, verh\u00fcllende Begriff \u201eaktive Sterbehilfe\u201c suggeriert solche Schl\u00fcsse und soll sie auch ausl\u00f6sen. Wer diesen Begriff h\u00f6rt, soll ihn nicht nur unbewusst den anderen, legalen und legitimen Formen der Sterbehilfe zuordnen, sondern ihn sogar noch diesen empfindungsm\u00e4\u00dfig vorordnen (vgl. die \u00e4hnliche bewusste sprachliche Fehlsteuerung bei den \u00a0Begriffen \u201eSchwangerschaftsabbruch\u201c oder gar \u201eSchwangerschaftsunterbrechung\u201c, als ginge es bei der Abtreibung lediglich um die Beendigung bzw. Unterbrechung des Zustandes einer Frau!). Der gleiche verf\u00fchrerische Euphemismus liegt auch bei dem Begriff Euthanasie (sch\u00f6ner, leichter Tod) vor, der in Deutschland nach den Erfahrungen der Nazi-Diktatur kaum, in anderen L\u00e4ndern jedoch \u00fcblicherweise verwendet wird. Er ist bedeutungsgleich mit aktiver bzw. \u00a0direkter Sterbehilfe. Es geht aber bei der aktiven Sterbehilfe = Euthanasie gar nicht um irgendeine Hilfestellung beim Sterben eines Menschen, sondern um ein von au\u00dfen gefasstes negatives Urteil \u00fcber ein Menschenleben bzw. \u00a0um die \u00dcbernahme der negativen Selbstbeurteilung eines Patienten mit der Folge einer gezielten T\u00f6tung des Patienten , freilich unter dem moralischen Anspruch, ihm dadurch ein menschenw\u00fcrdiges Sterben zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frage nach der aktiven Sterbehilfe wird in Europa immer dr\u00e4ngender gestellt. Genau besehen, muss man sogar sagen: der Zeitgeist fragt gar nicht mehr, er fordert regelrecht die aktive Sterbehilfe, oder aber er hat sie bereits durchgesetzt \u2013 wie in den Niederlanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Entwicklung in den Niederlanden &#8211; Ein warnendes Beispiel<br \/>\n<\/strong>1973: In aller Welt beachteter Prozess gegen die \u00c4rztin Postma-van Boven wegen T\u00f6tens auf Verlangen. Sie hatte ihre eigene Mutter (78), die nach einem Schlaganfall gel\u00e4hmt war, auf deren Bitte hin mit einer \u00dcberdosis Morphium eingeschl\u00e4fert. Eine Welle der Sympathie schlug der Angeklagten im ganzen Land entgegen, tausende Unterschriften wurden zu ihrer Unterst\u00fctzung gesammelt. Auch Vertreter der \u00e4rztlichen Standesorganisation erkl\u00e4rten sich solidarisch mit ihr. Eine Reihe von \u00c4rzten bekannten freim\u00fctig, auch schon euthanasiert zu haben. Manche Politiker prophezeiten einen Sturm der Entr\u00fcstung im Volk im Falle einer Verurteilung der \u00c4rztin. Auch Pfarrer der protestantischen Kirche pl\u00e4dierten f\u00fcr Freispruch. Die Verteidigung vertrat den Standpunkt, Barmherzigkeit k\u00f6nne nicht bestraft werden. Die Bev\u00f6lkerung sp\u00fcrte, dass der Ausgang dieses Prozesses dar\u00fcber entscheidet, ob Euthanasie in Holland danach geduldet wird. Und die Welt\u00f6ffentlichkeit ahnte und \u00e4u\u00dferte, dass die Folgen des Prozessausgangs keine interne Angelegenheit der Niederlande bleiben werden. Die \u00c4rztin bekam schlie\u00dflich statt einer Gef\u00e4ngnisstrafe von bis zu 12 Jahren, wie sie nach dem damals geltenden Recht zu erwarten gewesen w\u00e4re, lediglich eine symbolische Strafe von 1 Woche Haft. Damals war zu lesen: \u201e Das Gericht ber\u00fccksichtigte bei der Urteilsfindung die ver\u00e4nderten Auffassungen in der \u00c4rzteschaft \u00fcber Sterbehilfe\u201c. Die ver\u00e4nderten Auffassungen in der Bev\u00f6lkerung insgesamt d\u00fcrften aber letztlich den Ausschlag gegeben haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So kam also der Schneeball ins Rollen! Schnell wuchs er zur Lawine.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1985: Die Synoden von zwei reformierten Kirchen der Niederlande bejahen, dass die Entscheidung, das eigene Leben zu beenden oder beenden zu lassen (!), vom christlichen Standpunkt gesehen, verantwortet werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie zu bef\u00fcrchten, so geschah es also: die Kirche hechelte dem Zeitgeist hinterher und sanktionierte noch den Trend mit theologischen Argumenten. Hier geschah der eigentliche Dammbruch. Wer oder was sollte daraufhin noch die drohende Flut abwehren?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1990: Bei einer vom Staat in Auftrag gegebenen statistischen Erhebung werden f\u00fcr dieses Jahr 2300 sichere F\u00e4lle von Euthanasie erfasst. Eine hohe Dunkelziffer wird angenommen (\u201eWir helfen im Stillen\u201c, meinte ein Euthanasie-Arzt). Was unter den 22500 in jenem Jahr erfassten F\u00e4llen von Behandlungsabbruch bzw. \u2013 verzicht i.e. geschah, wei\u00df man nat\u00fcrlich nicht, mit Sicherheit verbargen sich darunter aber auch viele F\u00e4lle von getarnter Euthanasie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1993\/94:\u00a0 Vom holl\u00e4ndischen Parlament wird ein Gesetz verabschiedet (1994 in Kraft getreten), das die bereits bestehende Euthanasie-Praxis duldet, aber gewissen Regeln unterwirft. Euthanasie bleibt im Grundsatz verboten, steht aber unter Beachtung der Regeln unter Straffreiheit. Die meisten \u00c4rzte in den NL bejahen dieses Gesetz, der Welt\u00e4rzteverband lehnt anl\u00e4sslich der nl. Entscheidung die Euthanasie als unethisch ab (noch!).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Holl\u00e4ndische Katholiken reagieren mit der Credo Card, mit der sie f\u00fcr sich Euthanasie entschieden ablehnen. Tausende solcher Karten werden in k\u00fcrzester Zeit bestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1995: \u00c4rzte, die au\u00dferhalb des gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrens aus \u201ehumanit\u00e4ren Gr\u00fcnden\u201c euthanasierten, blieben dennoch vor Gericht straffrei. Die Regierung sieht sich unter Druck, ein neues, erweitertes Sterbehilfegesetz einzubringen (s. 2001\/2). Die Zahl der T\u00f6tungen auf Verlangen nimmt stetig zu (1995: 3200 im Vgl. zu 2300 im Jahr 1990). Der Deutsche \u00c4rztetag reagiert auf die neuerliche Tendenz in den NL mit der Erkl\u00e4rung, allen Bestrebungen zur Durchf\u00fchrung aktiver Sterbehilfe entschieden entgegenzutreten (noch!).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1997: Andersdenkende niederl\u00e4ndische \u00c4rzte berichten, sie gerieten mittlerweile unter Druck, wenn sie Sterbehilfe ablehnen. Man bedenke den Wandel im Bild des Arztes: bis in die 70er Jahre galt ein Arzt, der Euthanasie praktizierte, moralisch als M\u00f6rder und bis in die 90er Jahre rechtlich als Straft\u00e4ter, jetzt aber als Wohlt\u00e4ter! Bef\u00fcrworter einer noch erweiterten gesetzlichen Erlaubnis f\u00fcr Euthanasie setzen erfolgreich folgende strategische Mittel ein:<\/p>\n<p>1. \u00d6ffentliche \u201eGest\u00e4ndnisse\u201c von \u00c4rzten<br \/>\n2. Ver\u00f6ffentlichung der Meinung einflussreicher F\u00fcrsprecher<br \/>\n3. regelm\u00e4\u00dfige Umfragen, um so auf das Volk und die Politik Einfluss zu nehmen.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Hartmannbundes stellt in Deutschland Entwicklungen fest, die eine Euthanasie wieder gesellschaftsf\u00e4hig machen k\u00f6nnten (Mentalit\u00e4tswandel)!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2001: Das nl Parlament verabschiedet ein erweitertes Gesetz zur Euthanasie (am 1.4.2002 in Kraft getreten), das weltweit Aufsehen erregt: \u201cGesetz \u00fcber die Kontrolle der Lebensbeendigung auf Verlangen und der Hilfe bei der Selbstt\u00f6tung\u201c. Euthanasie-Handlungen, seit 1994 unter best. Voraussetzungen geduldet, werden jetzt entkriminalisiert bzw. legalisiert und ihre M\u00f6glichkeiten erweitert, z.B. Euthanasie f\u00fcr 12-16-J\u00e4hrige mit Zustimmung der Eltern; Euthanasie f\u00fcr 17-18-J\u00e4hrige mit Einbeziehung (Information) der Eltern; Euthanasie per Verf\u00fcgung ab dem 17. Lebensjahr. Das neue Gesetz verlangt nicht mehr grunds\u00e4tzlich die\u00a0 Meldung einer Euthanasie an den Staatsanwalt, sondern lediglich an eine staatliche Kommission, die nur in bedenklichen F\u00e4llen an den Staatsanwalt weiterleiten muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach wie vor wird kein Arzt zur Euthanasie\u00a0 gezwungen, aber der \u00f6ffentliche Druck w\u00e4chst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2004: Zwischen der nl \u00c4rzteschaft und den Justizbeh\u00f6rden wird eine Vereinbarung getroffen, die eine Ausweitung der M\u00f6glichkeit zur Euthanasie auch bei Kindern unter 12 Jahren bis zum S\u00e4uglingsalter regelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende 2004: Ein von der gr\u00f6\u00dften \u00c4rzteorganisation der NL eingesetztes Gremium kommt zum Ergebnis, es gebe keinen Grund, Euthanasie f\u00fcr Personen auszuschlie\u00dfen, die an Lebensm\u00fcdigkeit leiden (- aber bereits Anfang 2001 hatte ein Gericht in Haarlem einen Arzt freigesprochen, der einen \u00fcber 80j\u00e4hrigen ehemaligen Politiker auf dessen wiederholte Bitte hin get\u00f6tet hatte; der alte Mann, der nicht erkrankt war &#8211; ! &#8211; , hatte beklagt, dass er v\u00f6llig vereinsamt sei &#8211; ! \u2013 und das Leben nicht mehr ertr\u00fcge! Ein selbstbestimmter Tod?)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2006:\u00a0 Erneuter gesetzgeberischer Vorsto\u00df \u00a0\u2013 die T\u00f6tung unheilbar kranker Neugeborener soll gesetzlich geregelt werden; der Arzt soll straffrei bleiben, wenn er Sorgfaltskriterien beachtet; das Kind muss unertr\u00e4glich leiden, und die Eltern m\u00fcssen der T\u00f6tung zustimmen; dasselbe soll gelten, wenn \u00c4rzte Kinder im Mutterleib nach der 24. Schwangerschaftswoche t\u00f6ten wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis heute: Euthanasie-Bef\u00fcrworter in den NL sehen die bisherigen gesetzlichen Regelungen als Zwischenstufe. Eine weitergehende Forderung der Euthanasie-Bef\u00fcrworter ist beispielsweise die Ausgabe von Giftkapseln an alte Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei Beispiele, die illustrieren, wie die Praxis in den NL aussehen kann: a) Eine Frau wollte nicht mehr l\u00e4nger f\u00fcr ihren Ehemann sorgen. Sie stellte ihn vor die Wahl zwischen Euthanasie oder Pflegeheim. Der Mann w\u00e4hlte den Tod. Obwohl der Arzt die Situation bestens kannte, hinderte ihn nichts daran, das Leben des Ehemanns zu beenden. b) Der Sohn eines kranken alten Mannes teilte dem behandelnden Arzt mit, dass er Urlaub geplant h\u00e4tte und nicht mehr absagen k\u00f6nnte, und plante die Beerdigung noch vor dem Urlaub. Daraufhin verabreichte der Arzt dem alten Mann eine sehr hohe Dosis an Morphin mit der klaren Absicht, ihn zu t\u00f6ten\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gibt es bei solchen Vorgehensweisen einen Wesensunterschied zu heidnischen Praktiken?\u00a0\u00a0 \u00a0Ein ehemaliger Pioniermissionar unter den Papuas erz\u00e4hlte mir, welchen Umgang mit den Alten er dort angetroffen hatte: sobald die Alten zur Last wurden, jagte man sie mit deren letzter Kraft in den Urwald. Unter Indianerst\u00e4mmen waren \u00e4hnliche Praktiken im Gange. Aber selbst in der griechischen und r\u00f6mischen Antike wurden solche Grunds\u00e4tze propagiert: \u201eDie Alten sollten, da sie doch keinen Nutzen mehr der Erde bringen, sterben und fortgehen und den Jungen nicht im Wege stehen\u201c (Euripides; \u00e4hnlich Plato und Aristoteles). Sogar in einem hochzivilisierten Land wie den USA gab es bereits in den 90er Jahren in j\u00e4hrlich tausenden F\u00e4llen das sog. \u201egranny dumping\u201c (Aussetzen von dementen alten Angeh\u00f6rigen), eine Vorstufe der Euthanasie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vgl. demgegen\u00fcber: 2006 Er\u00f6ffnung eines \u201eAltersheims\u201c f\u00fcr Affen in Almere\/NL!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Res\u00fcmee: Die Entwicklung in den NL zeigt klipp und klar, wie recht die Warner vor einem Dammbruch hatten. In Holland ist der Dammbruch geschehen, und die tr\u00fcbe Flut wird weit \u00fcber dieses Land hinausgesp\u00fclt. Und die Triebkraft hinter diesem Trend ist mit H\u00e4nden zu greifen: die Gesellschaft entlastet sich von Mitmenschen, die ihre besondere Zuwendung br\u00e4uchten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Folgen einer staatlich geduldeten (gef\u00f6rderten?) Euthanasie<\/strong><br \/>\n1)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vor Jahren schon sprach der damalige Papst Johannes Paul II mit guten Gr\u00fcnden von einer heute um sich greifenden \u201eKultur des Todes\u201c. Mit diesem Begriff sind gesellschaftliche Str\u00f6mungen und rechtliche Strukturen gemeint, die dahin ausgerichtet sind, das T\u00f6ten gesellschaftsf\u00e4hig zu machen, indem es als medizinische oder sonstige soziale Dienstleistung getarnt wird. Wohlgemerkt: in dieser \u201eKultur des Todes\u201c wird sehr wohl und sehr betont von Menschenw\u00fcrde gesprochen, sie wird allerdings neu definiert, und das hei\u00dft, sie wird relativiert und reduziert. Mit der Abtreibung wurde diese \u201eKultur des Todes\u201c er\u00f6ffnet, mit der Euthanasie wird sie fortgesetzt und verst\u00e4rkt. Sie schafft ein Klima, in dem das Leben nicht mehr heilig ist und in dem der schwache und hilfsbed\u00fcrftige Mensch immer st\u00e4rker bedroht und schlie\u00dflich seines Lebens nicht mehr sicher ist. Wer will den Menschen vor dem Menschen sch\u00fctzen, wenn die moralischen und dann auch noch die gesetzlichen Schutzd\u00e4mme abgetragen werden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Majorit\u00e4t der Bev\u00f6lkerung bezieht ihre moralische Orientierung aus den Gesetzen des Staates, das bedeutet: was nicht verboten ist und mit Strafe belegt wird, das ist erlaubt, und das entsprechende Verhalten wird dann schnell zur ungepr\u00fcften Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Das hei\u00dft im Zusammenhang unseres Themas: die Euthanasie wird zur nicht mehr hinterfragten Praxis. Wer sie dennoch hinterfragt, der st\u00f6rt und wird missliebig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie wollen einzelne Menschen in diesem Klima vor der Gesellschaft bestehen, wenn sie sich dem gegebenen Trend schon immer oder spontan widersetzen und als Schwerkranke weiterleben wollen? Oder wie mag es den Angeh\u00f6rigen eines Schwerkranken unter den anklagenden Blicken und \u00c4u\u00dferungen ihrer Mitmenschen ergehen, wenn sie einen schwerkranken Angeh\u00f6rigen am Leben erhalten wollen, aber daf\u00fcr nat\u00fcrlich die Hilfe der Gesellschaft in Anspruch nehmen m\u00fcssen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Verh\u00e4ltnis zwischen Gesellschaft und Patient \u00e4ndert sich grundlegend. Aus der Solidargemeinschaft, die verpflichtet ist,\u00a0 f\u00fcr ihr schwaches Glied einzutreten, wird ein m\u00e4chtiges und bedrohliches Gegen\u00fcber, das mit den gesetzlich geschaffenen M\u00f6glichkeiten auch Erwartungen verbindet. Wo will der Schwerkranke noch R\u00fcckhalt und Geborgenheit finden? Sollte nicht er jetzt seine Solidarit\u00e4t, seine R\u00fccksicht und Selbstlosigkeit mit einer \u00fcberalterten Gesellschaft unter Beweis stellen?! Erst recht, wenn diese Gesellschaft finanzschwach ist!\u00a0 Die M\u00f6glichkeit zur Euthanasie wird zur Verpflichtung, insbesondere den Angeh\u00f6rigen gegen\u00fcber. Muss man als moralisch empfindender Mensch nicht die Kraft und Lebensqualit\u00e4t der Angeh\u00f6rigen und deren Verm\u00f6gen schonen? Und vielleicht doch auch auf\u00a0 ungeduldige Erben R\u00fccksicht nehmen? Wie kann ein sensibler Mensch seiner Mitwelt noch die teure Pflege zumuten, wenn die Gesellschaft einen Ausweg aus dieser Misere geschaffen hat? So verwandelt sich die \u201eT\u00f6tung auf Verlangen\u201c in eine N\u00f6tigung des Verlangens, und \u00a0die vermeintliche Selbstbestimmung wird zur \u00a0puren Fremdbestimmung. Johannes Rau sagte einmal: \u201eWo das Weiterleben nur EINE von ZWEI legalen Optionen ist, wird jeder rechenschaftspflichtig, der anderen die Last seines Weiterlebens aufb\u00fcrdet. Was die Selbstbestimmung des Menschen zu st\u00e4rken scheint, kann ihn in Wahrheit erpressbar machen.\u201c\u00a0 So ist es. &#8211; \u00a0Wenn einmal einzelne Menschen in bestimmten Lebenslagen aus dem grunds\u00e4tzlichen Schutz durch die Gesellschaft hinausdefiniert wurden, gibt es \u2013 fr\u00fcher oder sp\u00e4ter \u2013 kein Halten mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wenn es nach allgemeinem Verst\u00e4ndnis eine anerkannte Hilfe ist, eine zustimmungsf\u00e4hige Person auf deren Bitte hin zu t\u00f6ten, warum sollte man dann diese \u201eWohltat\u201c gerade Behinderten und Nichtzustimmungsf\u00e4higen vorenthalten? Sollte man hier nicht generell deren Zustimmung schlichtweg voraussetzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine Legalisierung der Euthanasie sch\u00fctzt letztlich den Arzt, nicht den Patienten! Und der Arzt wird \u2013 viel st\u00e4rker noch als in patriarchalischen Zeiten \u2013 zum Herrn \u00fcber den Patienten. Wenn bei Befragungen unter nl. \u00c4rzten, die Patienten euthanisiert hatten, als Hauptgrund f\u00fcr ihr Vorgehen nicht etwa unbehandelbare Schmerzen genannt werden, sondern die Aussichtslosigkeit der Behandlung, eine elende Lebensqualit\u00e4t des Patienten, aber auch die Unf\u00e4higkeit der Familie des Patienten, mit der Lage umzugehen, dann manifestiert sich dabei die den Patienten beherrschende Position des Arztes. Zwangsl\u00e4ufig ver\u00e4ndert sich auch die Rolle des Arztes und sein Bild in der Bev\u00f6lkerung. \u00a0Der ber\u00fchmte deutsche Arzt Hufeland hat schon im Jahr 1836 gesagt: \u201e Der Arzt soll und darf nichts anderes tun als Leben erhalten, ob es Gl\u00fcck oder Ungl\u00fcck sei, ob es Wert habe oder nicht. Dies geht ihn nichts an. Und ma\u00dft er sich einmal an, diese R\u00fccksicht mit in sein Gesch\u00e4ft aufzunehmen, so sind die Folgen unabsehbar, und der Arzt wird der gef\u00e4hrlichste Mensch im Staate.\u201c So ist es. Muss denn der Patient in einer \u201eKultur des Todes\u201c nicht das Vertrauen in seinen Arzt verlieren und bef\u00fcrchten, wenn der Arzt kommt, dass dieser als Handlanger der Gesellschaft bzw. der Verwandten erscheint, die sich seiner entledigen m\u00f6chten, dass er also kommt, um die Lage und den Patienten zu \u00fcberpr\u00fcfen und dabei ein Urteil \u00fcber Leben und Tod zu f\u00e4llen? Schrecklich, wenn man solche Gedanken hegen muss in einer Situation, in der man am allermeisten Schutz und Vertrauen, Solidarit\u00e4t und Zuwendung br\u00e4uchte!\u00a0 Und wird sich nicht auch \u2013 ob bewusst oder unbewusst \u2013 die eigene Berufsethik des Arztes ver\u00e4ndern? Das T\u00f6ten geh\u00f6rt ja nun zu seinen beruflichen T\u00e4tigkeiten! Im Eid des Hippokrates hei\u00dft es: \u201e\u2026Ich will meine Ratschl\u00e4ge und Verordnungen zum Heil der Kranken nach bestem Wissen und K\u00f6nnen geben. Meine Patienten werde ich dabei sch\u00fctzen vor allem, was ihnen schaden k\u00f6nnte oder Unrecht t\u00e4te. Niemals werde ich ein t\u00f6dlich wirkendes Mittel verabreichen noch einen Rat dazu erteilen, selbst wenn man mich dazu auffordern sollte\u2026\u201c.\u00a0 Was ist daraus geworden? Wird unter den neuen Gegebenheiten ein Arzt noch sein Bestes geben und alle seine Kr\u00e4fte einsetzen, um auch den alten, kranken Menschen wirklich zu kurieren?\u00a0 Werden die neuen M\u00f6glichkeiten von der ihnen innewohnenden Konsequenz her nicht eher den Willen des Arztes \u2013 und nat\u00fcrlich auch den der Angeh\u00f6rigen! \u2013 schw\u00e4chen, umfassend zu helfen?\u00a0 Dasselbe gilt auch f\u00fcr die anderen Gesundheitsberufe: werden alle motiviert an 1 Strang ziehen, wenn ein schwerkranker Patient gegen den Trend weiterbehandelt werden m\u00f6chte? Ich glaube es nicht.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0Der Aachener Medizinprofessor Radbruch, Pr\u00e4sident der Europ. Gesellschaft f\u00fcr Palliativmedizin, erhob im vergangenen Jahr warnend seine Stimme und sagte: \u201eDie \u00dcberlegungen zur Legalisierung der sogenannten Euthanasie und der \u00e4rztlichen Hilfe zum Suizid sind und bleiben eine anhaltende Bedrohung f\u00fcr die wirklich konsequente und humanit\u00e4re Versorgung der Menschen am Lebensende.\u201c\u00a0 Wenn bereits \u00dcberlegungen, die in die besagte Richtung gehen, solche Gefahren beinhalten, wie viel mehr dann eine bereits verwirklichte Legalisierung der Euthanasie!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Kommerzialisierung der Euthanasie tut ein \u00dcbriges, um den Trend zu verst\u00e4rken. Verschiedene Anbieter treten auf dem Markt auf (so z.B. in der Schweiz beim assistierten Suizid), um sich Marktanteile zu sichern. Furchtbar!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Welche innerfamili\u00e4ren Prozesse m\u00f6gen sich abspielen, wenn einige Familienmitglieder auf die Euthanasie eines kranken Familienmitgliedes gedrungen haben? Ob man die Geister, die man rief, eines Tages nicht selber f\u00fcrchten muss angesichts der M\u00f6glichkeit, krank und pflegebed\u00fcrftig zu werden? Kann es in einer solchen Familie wirklich noch Vertrauen geben? Und wie m\u00f6gen sich solche h\u00e4uslich-atmosph\u00e4rischen Vorg\u00e4nge auf das gesamtgesellschaftliche Klima auswirken? Eine \u201eKultur des Todes\u201c hat immer destruktive und ruin\u00f6se Potenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das holl\u00e4ndische Beispiel zieht seine Kreise<br \/>\n<\/strong>Nur ein paar Monate nach der Legalisierung der Euthanasie in den NL \u00fcbernahm Belgien im Wesentlichen die nl. Konzeption (2002). Belgien ging freilich (Schneeballeffekt!) gleich noch einen Schritt weiter und regelte ausdr\u00fccklich, dass auch psychisch unheilbar Kranke euthanasiert werden k\u00f6nnen. Und im Fall einer physischen Erkrankung braucht der Patient nach dem belgischen Gesetz nicht im Endstadium der Erkrankung sein, um den freien Zugang zur Euthanasie zu bekommen, es muss lediglich eine \u201eunheilbare Krankheit\u201c vorliegen. (Welche Volkskrankheit ist denn heilbar?!!)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als symptomatisch kann man auch die Tatsache ansehen, dass das belgische Gesetz ein staatliches Melderegister mit allen Patientenverf\u00fcgungen verlangt, so dass \u00c4rzte bei nichteinwilligungsf\u00e4higen Personen z\u00fcgig handeln, also die Behandlung abbrechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anfang 2008 schloss sich Luxemburg dem Trend an und legalisierte die Euthanasie. Die Hauptargumente der Bef\u00fcrworter im Parlament waren: das Recht auf Selbstbestimmung, die M\u00f6glichkeit, in W\u00fcrde sterben zu k\u00f6nnen, und der Wunsch der Mehrheit in der Bev\u00f6lkerung. Ein paar Tage vor der Parlamentsentscheidung hatte eine gro\u00dfe Tageszeitung noch eine Umfrage publiziert, nach der \u00fcber 78 Prozent der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Euthanasie eingestellt seien. Die Stimme des Volkes lenkt die Gesetzgebung und die Rechtsprechung, aber die Stimme des Volkes kann sehr wohl durch gesellschaftliche Interessengruppen\u00a0 produziert und dirigiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der humanistische Pressedienst in Deutschland kommentierte damals die luxemburgische Entscheidung folgenderma\u00dfen: \u201eDie Legalisierung der passiven und aktiven Sterbehilfe ist ein weiterer Schritt in Richtung Selbstbestimmung des Menschen bis zum Tod und zugleich eine Befreiung von kirchlichen Wertvorstellungen und Diktionen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Regierungen anderer (europ\u00e4ischer) L\u00e4nder am konservativen und kirchendominierten Luxemburg ein Beispiel nehmen.\u201c\u00a0\u00a0 !<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem nl. Gesetz wurde eine Lawine losgetreten, die kaum mehr aufzuhalten sein d\u00fcrfte. Der Druck des Zeitgeistes auf die weiteren europ\u00e4ischen L\u00e4nder und die ganze westliche Welt nimmt zu. Anzeichen genug sind vorhanden (z.B.: Im Herbst 2001 sprachen franz\u00f6sische Richter einem behinderten Jungen eine Entsch\u00e4digung daf\u00fcr zu, dass er nicht in Mutterleib get\u00f6tet worden war. Eine absurde Entscheidung, die den Arzt zur pr\u00e4ventiven Abtreibung f\u00fchrt und die T\u00f6tungsmentalit\u00e4t vorantreibt. Im Fr\u00fchjahr 2005 verabschiedete das franz\u00f6sische Parlament ein Gesetz, das das \u201eRecht zum Sterbenlassen\u201c regelt, aber die aktive Sterbehilfe nach wie vor verbietet; im Fr\u00fchjahr 2007 erkl\u00e4rten jedoch \u00fcber 2000 \u00c4rzte und Pflegepersonen in Frankreich, dass sie bereits Sterbehilfe geleistet haben, womit sie dem Gesetzgeber einen Impuls zu einer weitergehenden Regelung vermitteln wollten. In der Schweiz haben seit 2001 im Kanton Z\u00fcrich Sterbehilfeorganisationen Zugang zu Alten- und Pflegeheimen. Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften, die sich 1995 noch f\u00fcr ein striktes Verbot der Euthanasie ausgesprochen hatte, bef\u00fcrwortet inzwischen eine Liberalisierung des \u00e4rztlich assistierten Suizids bei kranken und alten Menschen. In England gab es 2004 bereits ca. 3000 verbotene Euthanasien, davon 2\/3 ohne Zustimmung des Patienten! Im Herbst 2003 stellte ein Europaratsmitglied aus der Schweiz den Antrag zur Legalisierung der Euthanasie in Europa nach holl\u00e4ndischem Vorbild. Die Entscheidung steht noch aus\u2026) . Der Trend zur Euthanasie verbreitet sich still und schnell \u2013 parallel zum Schwinden christlicher Positionen. Und dies unter dem Vorzeichen der Selbstbestimmung und der Menschenw\u00fcrde!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und es ist zu bef\u00fcrchten, dass die \u00fcberall unter demselben Vorzeichen propagierten Patientenverf\u00fcgungen zumindest ansatzweise dem Euthanasietrend entgegenkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist beispielsweise in D\u00e4nemark zwar die aktive Sterbehilfe nicht erlaubt, aber schon seit 1992 gibt es in Kopenhagen, wie \u00e4hnlich sp\u00e4ter in Belgien,\u00a0 ein zentrales Register aller Patientenverf\u00fcgungen. In einem d\u00e4nischen Standardformular steht kennzeichnenderweise als Ablehnungsgrund f\u00fcr eine lebensverl\u00e4ngernde Behandlung auch dieser Aspekt vorformuliert, dass die betr. Person physisch oder geistig nicht mehr in der Lage ist, sich um sich selbst zu k\u00fcmmern. !!!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daraus l\u00e4sst sich kritisch folgern, zumindest aber ist zu bef\u00fcrchten, dass bei einer breiten Abgabe von Patientenverf\u00fcgungen ein Staat weiterhin Euthanasie vermeiden, aber teure Behandlungen dennoch auf dem Weg des gewollten Behandlungsabbruchs sparen kann. Denn die letzten 14 Tage im Leben eines Kranken sind die teuersten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Situation in Deutschland<br \/>\n<\/strong>Aktive Sterbehilfe ist nach wie vor gesetzlich verboten. Und die offiziellen Stellungnahmen der Kirchen sind hier erfreulich einm\u00fctig und eindeutig ablehnend. So haben die EKD und die Deutsche Bischofskonferenz im Jahr 1989 gemeinsam und zusammen mit den \u00fcbrigen Mitgliedskirchen der ACK eine inhaltlich klare und hilfreiche Erkl\u00e4rung herausgegeben unter dem sch\u00f6nen Titel \u201eGott ist ein Freund des Lebens\u201c. Und an dieser Position hat sich auf der offiziellen Ebene auch nichts ge\u00e4ndert. Dennoch verst\u00e4rkt sich in der Bev\u00f6lkerung der Trend, die aktive Sterbehilfe zu bef\u00fcrworten. Immer wieder werden Umfrageergebnisse mitgeteilt, die freilich je nach Fragestellung unterschiedlich aussehen. 2004 wurde z.B. behauptet, die Zustimmung liege zwischen 70 und 90 %. Interessant ist jedenfalls, dass die Bef\u00fcrworter der Euthanasie desto weniger waren, je \u00e4lter die Befragten waren!\u00a0 Das gibt zu denken. W\u00fcrde man nach dem g\u00e4ngigen Bild nicht das Gegenteil erwarten? Und Vertreter der Hospizbewegung berichten au\u00dferdem, dass der Wunsch nach Euthanasie bei Patienten fast immer verschwindet \u2013 er kann ja auch krankhaft sein! &#8211; , wenn sich andere Menschen liebevoll um sie k\u00fcmmern!!! Erschreckend ist, dass schon 2001 bei einer Emnid-Umfrage nur 14% der Protestanten und 18% der Katholiken dem Satz zustimmten: \u201e\u00dcber Leben und Tod darf nur Gott entscheiden. Das Leben ist heilig und muss es bleiben.\u201c\u00a0 Hier, mitten in der Christenheit, liegt die eigentliche Not! Dass damals nur 4% der Konfessionslosen die Euthanasie ablehnten, ist dagegen ganz und gar nicht verwunderlich, es ist im Gegenteil zu erwarten. Die zunehmende S\u00e4kularisierung in unserem Land transportiert die \u201eKultur des Todes\u201c und somit auch eine Zunahme der Euthanasie-Bef\u00fcrwortung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prominente Stimmen verst\u00e4rken die Zustimmungstendenz in der Bev\u00f6lkerung. So haben die ber\u00fchmten T\u00fcbinger Professoren Hans K\u00fcng (Theologe) und Walter Jens (Rhetoriker) im Jahr 1995 ein Buch ver\u00f6ffentlicht mit dem Titel \u201eMenschenw\u00fcrdig sterben. Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr Selbstverantwortung\u201c. Darin behaupten sie, wir m\u00fcssten unser Sterben in die eigene Hand nehmen, wir seien als Menschen zur Selbstbestimmung und Selbstverantwortung berufen. Auch Philosophen und Schriftsteller melden sich zu Wort, so z.B. Martin Walser, der erkl\u00e4rt: \u201eWir wollen sterben d\u00fcrfen, wann und wie es uns passt. Solange eine Gesellschaft daf\u00fcr nicht jede erdenkliche Freiheit schafft, ist es keine freie Gesellschaft, sondern ein peinlicher Verein zur Einpferchung des Lebens.\u201c\u00a0 Man denke nicht, dass derlei \u00c4u\u00dferungen anerkannter Pers\u00f6nlichkeiten des kulturellen Lebens wirkungslos blieben. Intensiv trat seit den 80 er Jahren der \u00a0(australische, aber auch in D sehr aktive) Bioethiker Peter Singer in Ver\u00f6ffentlichungen und Vortr\u00e4gen f\u00fcr die Euthanasie ein. Er k\u00e4mpfte stets f\u00fcr den Unterschied zwischen lebenswertem und lebensunwertem Leben. So haben in seinem Wertesystem Neugeborene noch kein Recht auf Leben und bestimmte Geisteskranke oder Alte ohne Bewusstsein kein Recht auf Leben mehr. So sei die T\u00f6tung eines seiner selbst bewussten Schimpansen\u00a0 \u201eschlimmer\u2026als die T\u00f6tung eines schwer geistig gest\u00f6rten Menschen, der keine Person ist\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daneben denken aber manche \u00c4rzte und Politiker und auch einflussreiche Juristen \u00fcber m\u00f6gliche \u00a0Einschr\u00e4nkungen der Strafbarkeit bei T\u00f6tung auf Verlangen nach. So sagte die heutige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (die \u00fcbrigens zum Beirat der kirchenkritischen Humanistischen Union Deutschlands geh\u00f6rt!) im Jahr 2005:\u201cDer freie Wille von Schwerstkranken hat bis Schluss Priorit\u00e4t. Daher bef\u00fcrworte ich \u00dcberlegungen, in ganz schweren F\u00e4llen aktive Sterbehilfe zuzulassen.\u201c Und im Jahr 2004 forderten ca 80% (!) der Vormundschaftsrichter in D eine M\u00f6glichkeit, das Leben einheilbar Kranker straffrei beenden zu k\u00f6nnen, wenn ein Patient dies ausdr\u00fccklich w\u00fcnscht. &#8211; ! \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Im Jahr 2006 forderte der Deutsche Juristentag eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe, hier noch in dem Sinne, dass ein Behandlungsabbruch und das Unterlassen lebenserhaltender Ma\u00dfnahmen auch schon vor (!)\u00a0 der Sterbephase eines Patienten rechtlich m\u00f6glich sein soll. W\u00e4re das nicht im Grunde aktive Sterbehilfe?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im gleichen Jahr, 2006, ver\u00f6ffentlichte die Illustrierte \u201estern\u201c einen gro\u00dfen Beitrag unter dem Titel \u201eIn W\u00fcrde sterben\u201c , lie\u00df darin 12 deutsche Mitglieder der Sterbehilfeorganisation Dignitas zu Wort kommen und forderte, dass \u201edie gn\u00e4dige Hand, die Patienten das Glas mit dem t\u00f6dlichen Trunk reicht, den sie dann selbst leeren\u201c, nicht mehr bestraft werden d\u00fcrfe. Damit versuchte die ZS \u2013 wie 1971 mit dem Aufsehen erregenden Beitrag \u201eIch habe abgetrieben\u201c, in dem sich 374 Frauen und danach auch eine beachtliche Liste von M\u00e4nnern selbst der Abtreibung bezichtigten \u2013 auf die Politik und die Gesetzgebung Einfluss zu nehmen. Damals gelang die Bem\u00fchung. 1974 wurde die sog. Fristenl\u00f6sung (Straffreiheit bei Abtreibungen innerhalb der ersten drei Monate)vom Bundestag beschlossen, die sp\u00e4ter vom BVG wieder revidiert wurde. Die vom Geist der Zeit her selbstverst\u00e4ndliche Erwartung, \u00fcber den Anfang, den Verlauf und das Ende des Lebens selber bestimmen zu k\u00f6nnen, steht beherrschend im Raum der Gesellschaft.<\/p>\n<p>Im Juli 2007 war im Fernsehen die wegen f\u00fcnffachen Mordes zu einer lebensl\u00e4nglichen Freiheitsstrafe verurteilte sog. \u201eTodesschwester\u201c der Berliner Charite\u00b4 zu sehen und zu h\u00f6ren. Sie sagte u.a.: \u201eIch habe das Leben verk\u00fcrzt und ich stehe dazu\u201c, \u201eich denke nicht allein so\u201c, \u201eman muss die 10 Gebote ausdehnen, humaner verstehen\u201c, und sie berichtete, dass ihre Kollegen von ihrem Handeln wussten und sie deckten; so sagte sie einmal, als ein Patient nur noch st\u00f6hnte, laut und ungehindert vor anderen: \u201edas muss man beenden\u201c. Das Klima in manchen Intensivstationen der Republik ist nicht viel besser, wenn man dort z.B. ungehindert rufen kann \u201eLohnt sich das denn noch f\u00fcr den?\u201c oder \u201eWas? 90 Jahre alt? Was schafft denn die da?!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die allgemeine Einstellung zum alten Menschen ist eine atmosph\u00e4rische Vorstufe zur aktiven Sterbehilfe ( SymptomatischeZeitungs- bzw. Zeitschriften\u00fcberschriften und Filmtitel: \u201eWohin mit Oma?\u201c \u201eWohin mit den Eltern?\u201c \u201eWohin mit den Alten?\u201c \u201eDie Zeitbombe tickt weiter\u201c \u201eRasanter Zuwachs von Pflegebed\u00fcrftigen\u201c \u201eHohe Krankheitskosten f\u00fcr \u00c4ltere\u201c \u201eDie Altenrepublik Deutschland\u201c \u201eAufstand der Alten\u201c \u201eGiftm\u00fcll der Gesellschaft\u201c usw. Wenn dann noch vom \u201eAltenberg\u201c, von der \u201eRentnerschwemme\u201c oder gar von einem \u201eKostenfaktor auf zwei Beinen\u201c gesprochen wird, muss man sich da wundern, wenn einzelne sich gedr\u00e4ngt f\u00fchlen, konkrete Schritte im Sinne dieser ver\u00f6ffentlichten Meinung zu unternehmen? Frank Schirrmacher in \u201eDas Methusalem-Komplott\u201c: \u201eDie Jungen t\u00f6ten die Alten, indem sie die Identit\u00e4t der Alten zerst\u00f6ren. Das geschieht fast ausschlie\u00dflich mit den Mitteln der Sprache und der Bilder\u201c \u2013 zun\u00e4chst!).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Symptomatisch mag auch das mehrfach ver\u00f6ffentlichte Ergebnis der Debatte einer Jugendgruppe zum Thema \u201ePflegenotstand\u201c sein. Die jungen Leute sagten \u2013 schon 1995! : \u201eVon \u201alebensunwertem Leben\u2019 und \u201aBallastexistenzen\u2019 sprechen wir nicht, wir raten aber dringend zur Lockerung der Strafandrohung bei erlaubter Sterbehilfe\u2026Die Menschen d\u00fcrfen nicht zu alt werden, dann werden alle Probleme auf einmal gel\u00f6st.\u201c Hier sind wir bei des Pudels Kern. So offen wie Jugendliche reden andere nicht. Hier sind wir bei der katastrophalen Verkehrung der christlichen Gesinnung in ihr glattes Gegenteil: Wer das Leben eines anderen nimmt, der wird sein eigenes Leben gewinnen. Und in dieser Atmosph\u00e4re w\u00e4chst eben der Druck auf den alten oder schwerkranken Menschen, sich das Leben lieber zu nehmen bzw. es sich zeitig nehmen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der alten Bitte des Glaubens \u201eMein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach\u2019s nur mit meinem Ende gut!\u201c (\u00c4.J.v.Schwarzburg-Rudolstadt; EG 530 \u201eWer wei\u00df, wie nahe mir mein Ende\u201c), die in der Abh\u00e4ngigkeit von Gott und in der Geborgenheit bei Gott ausgesprochen wurde, entwickelt sich inzwischen unter dem Vorzeichen der Autonomie die Abh\u00e4ngigkeit von der Medizin und so die neue Bitte: \u201eMein Arzt, mein Arzt, bei dir mein Leben ruht. Machst du\u2019s nicht heil, mach\u2019s Ende gut!\u201c. Aber auch auf \u00e4rztlicher Seite steht nicht mehr das alte, bew\u00e4hrte Prinzip \u201eSalus aegroti suprema lex\u201c (oberstes Handlungsgesetz ist das umfassende Heil des Patienten) im Vordergrund, dieses wurde vielmehr abgel\u00f6st durch das zeitgen\u00f6ssische Prinzip\u00a0 \u201evoluntas aegroti suprema lex\u201c (oberstes Gesetz ist der Wille des Patienten), hinter dem aber letztlich die voluntas populi, der Wunsch der \u00a0Mitmenschen und der Gesellschaft, steht. Ob die bei uns auf den Thron gesetzte Autonomie des Menschen sich \u00fcberhaupt noch b\u00e4ndigen l\u00e4sst, oder ob sie zum Schaden des Menschen immer weiteres Terrain erobert?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pr\u00fcfen Sie einmal: welchen Klang hat das Wort \u201eLebensschutz\u201c in unserer Bev\u00f6lkerung? Hat es nicht den Geruch von gef\u00e4hrlichem, nicht akzeptablem Fundamentalismus? Und wie klingen demgegen\u00fcber Begriffe wie \u201eUmweltschutz\u201c oder \u201eTierschutz\u201c? (Aufkleber \u201eRecht auf Leben\u2013 Aktion Kr\u00f6tenschutz\u201c !). 2002 wurde in D der Verfassungstext erweitert und der Schutz der Tiere von Staats wegen in den Katalog der rangh\u00f6chsten Werte aufgenommen. Tierschutz geh\u00f6rt seither zu den Staatszielen. Dar\u00fcber hinaus fordert die Tierrechtsbewegung, die bisher auf den Menschen beschr\u00e4nkten elementaren Rechte auf Leben, k\u00f6rperliche Unversehrtheit und Freiheit auch auf die Tiere zu erweitern! Wo sind wir hingekommen? Und wie lange mag die rechtliche Ablehnung der Euthanasie in D noch halten? Die Medizin wird den Schutzdamm nicht halten, sie wird dem Trend folgen, wenn auch die offiziellen Verlautbarungen der deutschen \u00c4rzteschaft \u2013 Gott sei Dank \u2013 im Augenblick noch anders klingen. Aber wie sich unter den j\u00fcngeren \u00c4rzten im Vergleich zu den \u00e4lteren ein gewaltiger Gesinnungswandel hinsichtlich der Abtreibung vollzogen hat, so ver\u00e4ndert sich auch die Einstellung zur Euthanasie und zun\u00e4chst zu deren Vorstufe, dem \u00e4rztlich aussistierten Suizid. Der Zeitgeist diktiert die Wertvorstellungen auf allen Ebenen. Moral ist dann ein sehr dehnbarer Begriff, wenn er nicht von der absoluten G\u00fcltigkeit des g\u00f6ttlichen Gebots abgeleitet wird. Wellness,fitness, fun sind die gro\u00dfen Ideale unserer Zeit. Man meint, nur ein gesundes, gl\u00fcckliches Leben sei lebenswert, und man habe ein Recht darauf, von Kummer und Leid befreit zu werden bzw. sich selbst zu befreien. \u00a0Egoismus, Hedonismus und Utilitarismus geben den Ton an. In einer vermeintlich sch\u00f6nen, neuen Welt der Gesunden und Starken, in der die Schwachen und Behinderten nicht mehr die besondere Zuwendung und Unterst\u00fctzung der Allgemeinheit erfahren, herrscht sicher nicht der erhoffte humane Fortschritt, sondern ein menschenverachtender Geist. Unser Herr sagt: \u201eWeil die Ungerechtigkeit \u00fcberhandnehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten\u201c (Mt 24,12). In dieser K\u00e4lteperiode, die zur Eiszeit werden k\u00f6nnte, leben wir.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktive Sterbehilfe und Menschenw\u00fcrde<\/strong>\u00a0<br \/>\nWir stie\u00dfen schon wiederholt darauf: Bef\u00fcrworter der aktiven Sterbehilfe betonen gerade die Bewahrung der Menschenw\u00fcrde am Lebensende als ihr fundamentales Anliegen . Ein Theologe\/Ethiker (Joseph Fletcher, USA) erkl\u00e4rte: \u201eTodeskontrolle ist wie Geburtenkontrolle eine Sache menschlicher W\u00fcrde. Ohne sie verkommen Menschen zu Marionetten.\u201c Wer Euthanasie ablehnt, lebt nach diesem Urteil fremdbestimmt, nicht selbstbestimmt, also gar nicht wirklich als Mensch, sondern als Marionette und damit unterhalb der Menschenw\u00fcrde. Und in der Zeitung war zu lesen, ein deutscher Politiker habe \u2013 etwas milder als jener Ethiker \u2013 behauptet, es g\u00e4be \u201eunheilbare Krankheiten, welche mit fortschreitender Entwicklung die W\u00fcrde des Menschen in schwerer Weise beeintr\u00e4chtigen\u201c, und deswegen h\u00e4tten immer mehr Menschen \u201eden Wunsch, selber \u00fcber ihr Ende mitbestimmen und in W\u00fcrde sterben zu k\u00f6nnen.\u201c Wer so argumentiert, ist offenbar \u00fcberzeugt, dass der Mensch seine W\u00fcrde durch Krankheit und Schmerzen verlieren k\u00f6nne, vor allem aber dann \u2013 und darin sind sich die beiden Positionen einig &#8211; , wenn man seine Autonomie nicht mehr wahrnehmen kann. Die erste logische Folgerung aus diesem Ansatz lautet: es sichert die Menschenw\u00fcrde und die W\u00fcrdehaftigkeit des Sterbens, wenn der Mensch \u00fcber seinen Tod selbst bestimmt. Und die zweite, f\u00fcr unser Thema besonders wichtige logische Folgerung lautet schlie\u00dflich: Wer den angeblich autonomen Wunsch eines Patienten ausf\u00fchrt, der hilft dadurch, dessen Menschenw\u00fcrde zu wahren. Er handelt also im Sinne des h\u00f6chsten Wertes unserer Verfassung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesem Bewusstsein treten die Bef\u00fcrworter der aktiven Sterbehilfe auf und warten nur darauf, dass endlich auch die deutsche Legislative die entsprechende, nach der eben vorgetragenen Logik sogar zwingende Euthanasie-Regelung zum Schutz der Menschenw\u00fcrde schafft. Damit sind wir im Kernbereich der Sterbehilfe-Debatte. Denn es bleibt die Frage: Was ist Menschenw\u00fcrde und worin besteht sie?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Jurisprudenz findet keine eindeutige Antwort darauf. Die Philosophie hat sich immer wieder bem\u00fcht, eine Eigenschaft zu finden, die den Menschen f\u00fcr die unantastbare W\u00fcrde qualifiziert. Seit Kant wird hier normalerweise die Autonomie genannt, die auf den Gebrauch des eigenen Verstandes gegr\u00fcndete F\u00e4higkeit zur Selbstbestimmung des Individuums. Aber kann dieses ohne Zweifel hohe Gut der F\u00e4higkeit des Menschen zur Selbstbestimmung wirklich und letztlich die Unantastbarkeit der Menschenw\u00fcrde tragen? Was ist etwa mit solchen Menschen, die diese F\u00e4higkeit noch nicht oder nicht mehr haben? Was w\u00e4re bei einer solchen Einschr\u00e4nkung die Menschenw\u00fcrde noch wert?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir alle kennen den ber\u00fchmten Art.1 Abs.1\u00a0 unseres Grundgesetzes: \u201eDie W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch\u00fctzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.\u201c\u00a0 Seit \u00fcber 60 Jahren steht nun dieser Leitsatz unserer Rechtsordnung in der Verfassung. Die V\u00e4ter des Grundgesetzes reagierten damit auf die ins Unermessliche gehende Entw\u00fcrdigung des Menschen w\u00e4hrend der Nazidiktatur. Nach dieser schrecklichen Erfahrung sollte ein neues Staatswesen entstehen, dessen Basis der Schutz der Menschenw\u00fcrde ist. Und dieser Schutz sollte \u201eim Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen\u201c geleistet werden. Der Staatsrechtler Paul Kirchhof hat wiederholt in den letzten Jahren in der \u00d6ffentlichkeit betont: \u201eDie unantastbare W\u00fcrde der Person, Fundamentalnorm unserer Verfassung, hat ihre Grundlage im biblischen Menschenbild\u2026.Deshalb ist und bleibt das Christentum \u2026das Fundament unseres Verfassungsrechts.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist eindeutig: nach dem Zusammenbruch des NS-Systems hatte man sich wieder auf die christlichen Wurzeln unserer Gesellschaft besonnen. Diese sollten den neuen Staat tragen. UND AUS DIESEN WURZELN KANN NIEMALS EUTHANASIE WACHSEN. Wer \u201ein der Verantwortung vor Gott\u201c leben m\u00f6chte, der muss konsequenterweise nach Gottes Willen fragen. Und der lautet in diesem Zusammenhang kurz und pr\u00e4gnant \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten!\u201c. Von Gott kommt das Leben, dann k\u00f6nnen wir es nicht eigenm\u00e4chtig beenden, auch nicht auf Wunsch oder aus subjektiv ehrlichem Mitleid. Wir haben zu warten, bis Gott ruft \u201eKommt wieder, Menschenkinder!\u201c (Ps. 90,3), und d\u00fcrfen nicht von uns aus rufen \u201eGeht endlich, Menschenkinder!\u201c (Im selben Psalm 90 steht \u00fcbrigens auch die Bitte zu Gott, \u201edas Werk unsere H\u00e4nde wolle der Herr f\u00f6rdern\u201c \u2013 soll diese Bitte dann auch gelten f\u00fcr \u201edas Werk der H\u00e4nde\u201c, wenn jemand den Menschen, den er liebhat, mit dem Kopfkissen erstickt?)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber in j\u00fcngerer Zeit findet in der juristischen Lehre und in der \u00f6ffentlichen Diskussion eine Denkrichtung immer mehr Anh\u00e4nger, die f\u00fcr ein sog. \u201emetaphysikfreies Recht\u201c eintritt. Man kann von einem ma\u00dfgebenden dt. Rechtswissenschaftler z.B. lesen, man m\u00fcsse von einem \u201egestuften Schutz der Menschenw\u00fcrde\u201c ausgehen, und \u201eArt und Weise des W\u00fcrdeschutzes\u201c m\u00fcsse \u201e f\u00fcr Differenzierungen durchaus offen\u201c sein! Inhaltlich parallel r\u00fcttelte auch die im letzten Jahr abgel\u00f6ste Bundesjustizministerin Brigitte Zypries am Schutz der Menschenw\u00fcrde f\u00fcr den Embryo und sah bei ihm einen \u201eSpielraum f\u00fcr Abw\u00e4gungen\u201c !!!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen: das Verst\u00e4ndnis von Menschenw\u00fcrde wandelt sich. Wenn der gesellschaftliche Trend immer mehr bejaht, dass man Embryos \u201everwerfen\u201c bzw. \u201everbrauchen\u201c k\u00f6nne, weil sie noch nicht die volle Menschenw\u00fcrde besitzen w\u00fcrden, dann hat das zwingende Konsequenzen f\u00fcr die Position des behinderten, des unheilbar kranken, des alten und des sterbenden Menschen. M.a.W.: die Frage, ab wann ist der Mensch wirklich ein Mensch und besitzt schon die volle Menschenw\u00fcrde?, f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig zu der Frage, wie lange ist der Mensch wirklich ein Mensch und besitzt noch die volle Menschenw\u00fcrde?\u00a0 Unsere Gesellschaft wei\u00df einfach nicht mehr, was den Menschen ausmacht, dessen W\u00fcrde zu sch\u00fctzen ist. Das im Christentum verankerte W\u00fcrdeverst\u00e4ndnis wird unter der Hand durch ein anderes, im Grunde heidnisches W\u00fcrdeverst\u00e4ndnis abgel\u00f6st. Nach dessen Logik ist aktive Sterbehilfe der elementare Ausdruck von Humanit\u00e4t und Menschenw\u00fcrde. AUS DIESER HEIDNISCHEN WURZEL WUCHS UND W\u00c4CHST DIE EUTHANASIE.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Antwort der christlichen Gemeinde auf die Kultur des Todes:<br \/>\nEine Kultur der Barmherzigkeit<br \/>\n<\/strong>Mitten in der Kultur des Todes, die uns mit ihrer K\u00e4lte umgibt, wissen und erfahren wir Christen eine andere Wirklichkeit, die Paul Gerhardt so besingt: \u201eDie Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesu Christ\u201c. Von dieser Sonne empfangen wir Licht und Klarheit, aber auch W\u00e4rme, also Liebe und Barmherzigkeit, um sie an andere weiterzugeben. So stellen wir uns der Kultur des Todes mit einer Kultur des Lebens und das hei\u00dft mit einer Kultur der Barmherzigkeit entgegen. Wenn wir nicht kompromisslos f\u00fcr den Lebensschutz der Schwachen und Schw\u00e4chsten eintreten, wer sollte es dann tun?! Hier gilt es heute, seinen Mund aufzutun f\u00fcr die Stummen (Spr.31,8). Unser Herr ist der Anwalt des Lebens und der Anwalt der Schwachen, also sind wir es auch. Das Zeichen des Kreuzes ist das g\u00f6ttliche Garantiezeichen f\u00fcr die W\u00fcrde des Menschen von der Empf\u00e4ngnis bis zum Tod, unabh\u00e4ngig von der konkreten gesundheitlichen Verfassung. Wir Christen entscheiden also nicht \u00fcber den Wert oder Unwert eines anderen menschlichen Lebens, auch nicht des eigenen, und wehren uns dagegen, dass andere sich ein solches Urteil anma\u00dfen. Leid und Behinderung geh\u00f6ren zum Menschsein, und wahre Menschlichkeit erweist sich im helfenden Umgang mit dem Leidenden und nicht in seiner Ausl\u00f6schung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch f\u00fcr diesen Zusammenhang gilt das Wort unseres Herrn, \u201eunter euch soll es nicht so sein\u201c (Lk 22,26 par). Wir sollten also in Wahrheit alternativ denken, reden, handeln \u2013 der Gemeinde zur Ermutigung, der Welt zur Korrektur und Richtungsanzeige. Nur mit einem klaren Profil k\u00f6nnen wir \u201eStadt auf dem Berge\u201c sein f\u00fcr die Menschen, die unterwegs sind und nach Orientierung suchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr uns gr\u00fcndet die Menschenw\u00fcrde in der Gottebenbildlichkeit des Menschen sowie in der Tatsache, dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde, uns Menschen zugute, Mensch wie wir. Damit ist unser Menschsein gew\u00fcrdigt, wie es h\u00f6her nicht sein k\u00f6nnte.\u00a0 Diese W\u00fcrde ist also vorgegeben und mitgegeben, zugeeignet und damit unabh\u00e4ngig davon, ob sie jemand zuerkennt, und unabh\u00e4ngig von Qualit\u00e4ten und F\u00e4higkeiten. Deswegen ist sie auch unver\u00e4u\u00dferlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sobald nun diese Verankerung der Menschenw\u00fcrde in Gott verlassen wird, gilt die Menschenw\u00fcrde nicht mehr absolut. Dann k\u00f6nnte heute eine demokratische Mehrheit entscheiden, wo fr\u00fcher ein Diktator entschied, welchen Menschen die W\u00fcrde zuerkannt wird, welchen weniger und welchen gar nicht. Wo es Zuerkennung gibt, gibt es auch Aberkennung. Nach der Bibel aber hat der Mensch seine W\u00fcrde einfach als Mensch ohne jede Einschr\u00e4nkung. Unter der biblischen Botschaft allein ist Raum f\u00fcr das Fragmentarische, Mangelhafte und Schwache, das wir alle in uns tragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So kann es f\u00fcr uns Christen angesichts der Situation eines sterbenden Menschen ausschlie\u00dflich nur darum gehen, ihm durch Zuwendung und ein liebevolles Geleit Hilfe beim Sterben zu geben mit dem Ziel, die \u00e4u\u00dfere Not des Sterbenden zu lindern und ihn auf die Ewigkeit vorzubereiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und in allgemeiner Hinsicht sollten wir schlie\u00dflich die Palliativmedizin und die Hospizarbeit unterst\u00fctzen, die nachgewiesenerma\u00dfen die beste praktische Euthanasieprophylaxe darstellen. Und wir sollten nat\u00fcrlich auch auf der politischen Ebene unsere Stimme erheben und nicht einfach den Trend laufen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der lebensgef\u00e4hrdete Mensch unsere Tage braucht in der Kultur des Todes einen Ort der Geborgenheit, an dem er Heil und Heilung, St\u00e4rkung und Ermutigung, Selbstwert und Lebensmut gewinnt. Und dieser Ort soll nach Gottes Willen die christliche Gemeinde sein. So wollen wir unter der \u201eSonne, die mir lachet\u201c unseren Mitmenschen praktisch und seelsorgerlich zum Leben helfen und dabei ein besonderes Augenmerk auf diejenigen richten, die von anderen leicht \u00fcbersehen oder an den Rand gedr\u00e4ngt werden. Wir sollten also Einsame besuchen, Kranken beistehen, verzweifelten Pflegebed\u00fcrftigen das Empfinden der Wertlosigkeit nehmen, Sterbende begleiten, Trauernde tr\u00f6sten und schlie\u00dflich \u201eheben, tragen und erretten\u201c (Jes. 46,4). Wenn Gott selber so handeln m\u00f6chte, sollte es dann nicht auch f\u00fcr uns das sch\u00f6nste Handeln sein? Und der Herr verspricht: \u201eWas ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Br\u00fcdern, das habt ihr mir getan!\u201c (Mt 25,40). Nur mit ihm k\u00f6nnen wir uns dem gewaltigen Trend entgegenstellen. Aber mit Ihm sind wir in der Mehrzahl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">UNSER PROGRAMM HEISST DARUM: AKTIVE LEBENSHILFE STATT AKTIVER STERBEHILFE, KULTUR DER BARMHERZIGKEIT STATT KULTUR DES TODES!<em><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dr. Otto W. Hahn, Eppingen-Adelshofen, Vortrag w\u00e4hrend der\u00a0Tagung &#8222;Verf\u00fcgungsmasse Mensch? Lebensanfang und Lebensende im Licht der christlichen Ethik&#8220; am\u00a006.03.2010, Bad Teinach-Zavelstein (Veranstalter: Gemeindehilfsbund \/ Gemeindenetzwerk)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kultur des Todes oder Kultur der Barmherzigkeit? Ein Beitrag zur Debatte um die Sterbehilfe \u201eHerr, \u2026du hast mich gebildet im Mutterleib\u2026, deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war\u2026Erforsche mich, Gott,\u00a0 \u2026und sieh, ob ich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":251,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8,24],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4354"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/251"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4354"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4354\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4359,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4354\/revisions\/4359"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}