{"id":4254,"date":"2010-02-22T10:21:38","date_gmt":"2010-02-22T08:21:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4254"},"modified":"2011-03-14T15:12:52","modified_gmt":"2011-03-14T13:12:52","slug":"fromme-wunsche-die-reformvorschlage-der-pia-desideria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4254","title":{"rendered":"&#8222;Fromme W\u00fcnsche&#8220; &#8211; Die Reformvorschl\u00e4ge der Pia Desideria"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eFromme W\u00fcnsche\u201c \u2013 Die Reformvorschl\u00e4ge der Pia Desideria<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbIns Wasser f\u00e4llt ein Stein,<br \/>\nganz heimlich, still und leise,<br \/>\nund ist er noch so klein,<br \/>\ner zieht doch weite Kreise.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So beginnt ein bekanntes Lied von Manfred Siebald. Und so k\u00f6nnte man auch die Geschichte von Speners wichtigstem Werk, die \u00bbPia Desideria\u00ab, zu deutsch: \u00bbFromme W\u00fcnsche\u00ab nachzeichnen. Urspr\u00fcnglich war es noch nicht mal als eigene Schrift gedacht, sondern sollte lediglich eine kurze Vorrede zu einer Neuausgabe einer Predigtsammlung Johann Arndts sein. Keiner, am allerwenigsten Spener selbst, konnte ahnen, was f\u00fcr weite Kreise dies kleine Steinchen ziehen w\u00fcrde. Doch die Resonanz war gro\u00df. Bald schon mu\u00dften die \u00bbPia Desideria \u2013 oder Herzliches Verlangen nach gottgef\u00e4lliger Besserung der wahren Evangelischen Kirche\u00ab separat gedruckt werden. <!--more-->Auf jeder Seite sp\u00fcrt man, da\u00df hier jemand am Werke war, der nicht aus besserwisserischer N\u00f6rgelei schreibt, sondern getrieben ist von einer tiefen Liebe zu seinem Volk und seiner Kirche, an der und mit der er leidet. Nein, er m\u00f6chte keinen Meckerklub der Resignierten gr\u00fcnden, auch nicht revolution\u00e4re Visionen und Utopien einer makellosen Super-Kirche vor Augen malen, sondern kleine, realistische Schritte zur Erneuerung der Kirche anbieten, von denen er hofft, da\u00df der eine oder andere sie gehen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pastor Hans Bruns schreibt in seiner Spener-Biographie aus dem Jahre 1937 zu den Pia Desideria: \u00bbFast alles, was Spener schreibt, k\u00f6nnte und m\u00fc\u00dfte er auch heute noch schreiben, fast alle Vorschl\u00e4ge sind auch heute noch wahrhaft zeitgem\u00e4\u00df und notwendig.\u00ab Heute \u2013 noch einmal \u00fcber 60 Jahre sp\u00e4ter \u2013 kann man genau dasselbe sagen. Ich m\u00f6chte mich hier beschr\u00e4nken, einige f\u00fcr unsere Zeit wichtige Kerngedanken dieser Schrift, vor allem die konkreten Reformvorschl\u00e4ge, wiederzugeben. <em>32 Aufbruch zur Erneuerung <\/em>Das Werk besteht aus drei Teilen: Zun\u00e4chst eine Diagnose des notvollen Zustands der Kirche, dann die Hoffnung auf bessere Zeiten und schlie\u00dflich sechs konkrete Vorschl\u00e4ge zur Erneuerung der Kirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Not in der Kirche<br \/>\n<\/strong>Bei der Analyse des miserablen Zustands der Kirche trifft Spener die wichtige Unterscheidung zwischen Lehre und Leben. Beides ist getrennt zu beurteilen! Eine Erkenntnis, die heute bei \u00fcbereilter und allzu pauschaler Kirchenkritik h\u00e4ufig \u00fcbersehen wird. Spener stellt sich voll und ganz auf den Boden der lutherischen Lehre, wie sie in den Bekenntnisschriften zum Ausdruck kommt. Solange die biblisch-reformatorischen Bekenntnisse in Geltung stehen, kann in der lutherischen Kirche die wahre Kirche Jesu Christi sichtbar werden. Das Leben der Kirche allerdings zeigt einen erb\u00e4rmlichen Zustand. Hierf\u00fcr gibt es keine S\u00fcndenb\u00f6cke, sondern alle drei St\u00e4nde der Gesellschaft tragen hier Schuld.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">a. Die Obrigkeit. Weil sie die Kirche nur f\u00fcr ihre Zwecke instrumentalisiert, sich aber kein bi\u00dfchen um die Einhaltung der Gebote Gottes schert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">b. Der geistliche Stand. Weil es unter den Pfarrern und Kirchenleuten nur wenige gibt, die selber \u00fcberhaupt wiedergeboren sind. Schon vor Spener wurde der Vorwurf laut, da\u00df es viele Prediger gar nicht ernst meinten mit ihrem Beruf. So hie\u00df es gelegentlich: \u00bbDie meisten Pfarrer lieben kurze Predigten und lange Bratw\u00fcrste!\u00ab Spener konkretisiert: \u00bbDas Leben vieler Prediger und der Mangel an Glaubensfr\u00fcchten zeigen an, da\u00df es ihnen selbst am Glauben mangelt.\u00ab Er zitiert ein wichtiges Wort Luthers: \u00bbH\u00fctet euch! Satan hat es im Sinn, da\u00df er euch mit Unn\u00f6tigem aufhalte und das N\u00f6tige damit hindere.\u00ab Die Prediger sollten sich nicht mit unn\u00fctzen theologischen Diskussionen abgeben, sondern vielmehr nach 1. Kor. 11,1 Vorbilder ihrer Gemeinde sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">c. Die Gemeinden. Weil sich jeder \u00bbChrist\u00ab nennt und mit seiner Taufe begn\u00fcgt, aber kaum einer wirklich als Christ lebt. Spener erinnert an das weit verbreitete \u00dcbel der Trunkenheit, an \u00fcberfl\u00fcssige Rechtsprozesse, an das gierige Streben nach materiellem Wohlstand und an das \u00bbUnterdr\u00fccken und Aussaugen\u00ab der Armen. An anderer Stelle nennt er auch sexuelle Vergehen und gro\u00dfe Mi\u00dfst\u00e4nde in den Ehen. Das schlimmste aber ist, das dies alles gar nicht mehr als S\u00fcnde erkannt wird. S\u00fcnde wird nicht mehr beim Namen genannt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spener bedenkt bei den kirchlichen Mi\u00dfst\u00e4nden auch noch eine traurige Nebenwirkung: Welch ein sch\u00e4biges Zeugnis bietet eine so verdorbene Kirche doch f\u00fcr die Nichtchristen, vor allem f\u00fcr die Juden, die man ja eigentlich durch ein einladendes Leben und zeugnishaftes Christsein f\u00fcr Jesus zu gewinnen suchen sollte! Und auch f\u00fcr die Katholiken sei eine solch verkommene Kirche der Reformation absto\u00dfend und nur noch Anla\u00df zum Spott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hoffnung auf bessere Zeiten<br \/>\n<\/strong>Aus den biblischen Verhei\u00dfungen leitet Spener ab, da\u00df es f\u00fcr die Kirche Jesu bessere Zeiten geben wird. Er st\u00fctzt sich dabei auf R\u00f6mer 11,25f, wo die Bekehrung der Juden verhei\u00dfen ist. Dieses gro\u00dfartige, wunderbare Werk Gottes wird nicht ohne Folgen f\u00fcr die heidenchristliche Kirche bleiben, so da\u00df f\u00fcr jene Zeit zu hoffen ist, \u00bbda\u00df mit heiligem Eifer, gleichsam um die Wette, die gesamte aus Juden und Heiden versammelte Kirche Gott in einem einzigen Glauben und dessen reichen Fr\u00fcchten dienen und sich aneinander erbauen wird\u00ab (vgl. R\u00f6m. 11,15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Spener schon jetzt Anstrengungen zur Besserung der Kirche unternimmt, dann bezieht er Kraft und Mut dazu nicht allein aus der Zukunftsperspektive, sondern ebensosehr aus jenem \u00bbBlick zur\u00fcck\u00ab, zu dem wir uns eingangs ermuntert haben. Wer Speners Vorstellungen von einer gesunden Kirche f\u00fcr utopisch h\u00e4lt, den bittet er, nur mal einen Blick zur\u00fcck in die Urgemeinde und in die fr\u00fche Christenheit der ersten Jahrhunderte zu riskieren. Dort sei zwar auch keine heile Welt gewesen, aber im Unterschied zu heute habe man die Christen im allgemeinen \u00bban ihrem gottseligen Leben erkannt und von andern Leuten unterscheiden k\u00f6nnen.\u00ab Und wenigstens dies sei doch wirklich anzustreben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An die Adresse besonders frommer und noch fr\u00f6mmerer Gr\u00fcppchen gerichtet, die meinen, da\u00df sie vielleicht in einer freien und noch freieren Gemeinde die absolut reine Kirche verwirklichen k\u00f6nnten, stellt er n\u00fcchtern fest, da\u00df die Erde nicht der Himmel ist: Die angestrebte Vollkommenheit der sichtbaren Kirche kann niemals so weit gehen, \u00bbda\u00df kein einziger Heuchler mehr in ihr sei\u00ab, denn: \u00bbDer Weizenacker wird niemals so rein angetroffen, da\u00df sich nicht ein einziges Unkraut mehr auf demselben finde.\u00ab Doch liberale Kirchenleitungen und Pfarrer, die das Unkraut-im-Weizen-Gleichnis gelegentlich als Gegenargument gegen jegliche Kirchenkritik verwenden, kann man getrost darauf verweisen, da\u00df Spener fortf\u00e4hrt: Immerhin k\u00f6nnte man es mit Hilfe von seelsorgerlicher Aufmerksamkeit und Kirchenzucht dahin bringen, da\u00df Leute, die in offensichtlicher S\u00fcnde leben, ermahnt und \u2013 im \u00e4u\u00dfersten Notfall \u2013 auch ausgeschlossen werden. \u00bbDamit das Unkraut wenigstens nicht mehr den Weizen ganz zudeckt und verschwinden l\u00e4\u00dft, wie es leider jetzt oft geschieht, sondern da\u00df umgekehrt das Unkraut vom Weizen bedeckt wird und es nicht mehr so sehr ins Auge f\u00e4llt.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie es besser werden kann<br \/>\n<\/strong>N\u00f6rgeln und meckern kann jeder. Auch heute. Mit scharfem Blick die entscheidenden Defizite erkennen und kritisieren ist schon schwieriger. Aber erst, wenn man die wunden Punkte nicht nur erkennt und benennt, sondern auch zugleich Wege und Mittel zur Heilung aufzeigt, ist man eine echte Hilfe. An Spener k\u00f6nnen wir das lernen. Er nennt sechs Heilmittel, mit denen die Kirche \u2013 wenn auch nicht gleich als ganze und sofort, aber doch hier und da, und Schritt f\u00fcr Schritt \u2013 genesen k\u00f6nnte. Auch heute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00bbDa\u00df das Wort Gottes reichlicher unter uns wohne!\u00ab<br \/>\n<\/strong>An die allererste Stelle setzt Spener die Bibel. \u00bbDa\u00df man darauf bedacht w\u00e4re, das Wort Gottes reichlicher unter uns zu bringen.\u00ab Spener bedauerte es zutiefst, da\u00df man dem Wort Gottes nur noch sonntags im Gottesdienst begegnete. Vielmehr m\u00fcsse das Wort Gottes den Alltag jedes Christen bestimmen. Dabei betont Spener, wie wichtig es ist, da\u00df die ganze Heilige Schrift gelesen wird, nicht nur die wenigen Abschnitte der sonnt\u00e4glichen Perikopenordnung. Nur so w\u00fcrde der volle Schatz des Gotteswortes entdeckt werden, wie es 2. Timotheus 3,16 verhei\u00dft: \u00bbDenn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist n\u00fctzlich zur Lehre, Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.\u00ab Damit deckt Spener das Kernproblem kirchlicher Mi\u00dfst\u00e4nde auf. Er trifft einen h\u00f6chst empfindlichen Nerv \u2013 auch unserer heutigen Zeit: die Stellung der Bibel. W\u00e4hrend die r\u00f6misch-katholische Kirche auf zwei S\u00e4ulen ruht: Schrift und Tradition, haben die evangelischen Kirchen nur eine einzige Grundlage: die Bibel! Deshalb steht und f\u00e4llt unsere Kirche mit der Bibel. Keiner hat das so klar gesehen wie der Reformator Luther selbst: Er sagt mehr als einmal: \u00bbIch wollte lieber, da\u00df alle meine Schriften untergingen und daf\u00fcr nur die heilige Schrift gelesen werde!\u00ab<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn1\">[1]<\/a> 10 Und an andrer Stelle: \u00bbZuerst sollen wir die Schriften aller Menschen beiseite legen und allein an die heilige Schrift desto mehr und desto beharrlicher unsern Schwei\u00df setzen \u2026 Ich will, da\u00df die Schrift allein K\u00f6nigin sei!\u00ab <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Exkurs: Der Angriff auf die Bibel<br \/>\n<\/strong>Man mu\u00df es wohl als die verh\u00e4ngnisvollste Fehlentscheidung innerhalb der Kirche und Theologie bezeichnen, da\u00df seit \u00fcber 200 Jahren systematisch die Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift untergraben wird. Seit der Aufkl\u00e4rung wird die kritische Vernunft des Menschen zur letzten Instanz erhoben, vor der sich alles andere, eben auch die Heilige Schrift, zu rechtfertigen hat. Der K\u00f6nigsberger Philosoph Immanuel Kant (1724 \u2013 1804), der selber zur kaum mehr hinterfragbaren Autorit\u00e4t \u2013 auch in der Theologie \u2013 geworden ist, bringt es auf den Punkt: \u00bbUnser Zeitalter ist das eigentliche Zeitalter der Kritik, der sich alles unterwerfen mu\u00df.\u00ab<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn3\">[3]<\/a>Der menschliche Verstand spielt sich zum Richter \u00fcber die Heilige Schrift auf und ma\u00dft sich an, selber entscheiden zu k\u00f6nnen, was in ihr lediglich zeitgebundenes Menschenwort und was \u2013 falls \u00fcberhaupt! \u2013 g\u00fcltiges Gotteswort zu sein hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rudolf Bultmann hat es vielleicht gut gemeint, wenn er mit seinem Entmythologisierungsprogramm dem \u00bbmodernen Menschen\u00ab den Weg zum Glauben bahnen wollte, indem er alles, was der Vernunft anst\u00f6\u00dfig ist, de facto eliminiert hat (auch wenn er es lediglich \u00bbexistential interpretieren\u00ab wollte): \u00bbDie Wunder des NT sind damit als Wunder erledigt \u2026 Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsf\u00e4llen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben.\u00ab<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn4\">[4]<\/a> 13 Die stellvertretende S\u00fchne am Kreuz und Jesu Auferstehung seien dem heutigen Menschen nicht mehr zumutbar. Doch was bleibt \u00fcbrig? Der Glaube an ein blo\u00dfes, nebul\u00f6ses \u00bbDa\u00df\u00ab des irgendwie Gekommenseins Gottes in diese Welt, das aber nirgends geschichtlich konkret wird. Alles angeblich Unzumutbare und Unvern\u00fcnftige will man absch\u00e4len, um zu ewigen g\u00f6ttlichen Wahrheiten vorzudringen. Als wollte man eine Zwiebel sch\u00e4len, um einen harten Kern freizulegen. Doch was wird man am Ende in der Hand halten? Ein Nichts! Ein pures Nichts, g\u00e4hnende Leere im Glauben. Und g\u00e4hnende Leere in den Kirchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch den respektlosen Angriff der Vernunft auf die Bibel bringt man den Anspruch und Zuspruch des Wortes Gottes zum Schweigen. Damit wird Luthers Feststellung, da\u00df nicht die Menschen die Heilige Schrift zu beurteilen haben, sondern umgekehrt die Heilige Schrift die Menschen zu beurteilen hat, heute auf den Kopf gestellt! Nikolaus Ludwig von Zinzendorf dichtet dagegen aus tiefer Liebe zum Wort Gottes:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbWenn dein Wort nicht mehr soll gelten,<br \/>\nworauf soll der Glaube ruhn?<br \/>\nMir ist\u2019s nicht um tausend Welten,<br \/>\naber um dein Wort zu tun.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um keine Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse aufkommen zu lassen, sei deutlich gesagt, da\u00df wir nat\u00fcrlich sorgf\u00e4ltiges wissenschaftliches, historisches Arbeiten an der Bibel keineswegs ablehnen d\u00fcrfen (und es ist erfreulich, da\u00df es auch hier und da an den theologischen Fakult\u00e4ten, z.B. in T\u00fcbingen, noch einen ehrfurchtsvollen Umgang mit dem Wort Gottes gibt). Die Bibel ist ja nicht vom Himmel gefallen, sondern hat eine lange Geschichte, die es sich zu erforschen lohnt. Viele zun\u00e4chst dunkel erscheinende Stellen erhellen sich, wenn man den historischen Kontext erfa\u00dft. Schlie\u00dflich ist die Bibel, obwohl sie Gottes Wort ist, zugleich Menschenwort, waren es doch ganz normale Menschen, Schafz\u00fcchter, Priester, Fischer, K\u00f6nige, \u00c4rzte, die sie, durch den Heiligen Geist getrieben, niedergeschrieben haben. Es ist das unfa\u00dfbare Geheimnis der Selbsterniedrigung Gottes, da\u00df er, der allm\u00e4chtige Gott, sich zu den Menschen herabl\u00e4\u00dft, ganz menschlich wird und ganz menschlich zu uns spricht! So wie Jesus Christus ganz wahrer Gott und zugleich ganz Mensch war, so ist auch die Bibel g\u00f6ttlich und menschlich zugleich, 100 % Gotteswort und 100 % Menschenwort! Das \u00fcbersteigt die menschliche Vernunft! Erkannt hat dies ein Zeitgenosse und Freund Immanuel Kants, der gr\u00f6\u00dfte K\u00f6nigsberger Denker Johann Georg Hamann (1730 \u2013 1788), der mit 27 Jahren eine echte Bekehrung erlebte und zum lebendigen Glauben an Jesus Christus fand. Er schreibt \u00fcber die Bibel:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbGott \u2013 ein Schriftsteller! \u2013 Die Eingebung dieses Buches ist eine ebenso gro\u00dfe Erniedrigung und Herunterlassung Gottes wie die Sch\u00f6pfung des Vaters und die Menschwerdung des Sohnes. Die Demut des Herzens ist daher die einzige Gem\u00fctsverfassung, die zur Lesung der Bibel geh\u00f6rt. \u2026 Der Gipfel der Atheisterei und die gr\u00f6\u00dfte Zauberei des Unglaubens ist daher die Blindheit, wenn man Gott in der Offenbarung [n\u00e4mlich der Bibel] nicht erkennt, und der Frevel, dieses Gnadenmittel zu verschm\u00e4hen.\u00ab<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn5\">[5]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen, wie Spener in seinem geschenkten Weitblick mit der Bibelfrage die entscheidende Voraussetzung der Kirchenfrage ins Spiel bringt. Was schl\u00e4gt er nun konkret vor, damit \u00bbdas Wort Gottes reichlicher unter uns wohne\u00ab? Zum einen, da\u00df jeder einzelne Christ sich Zeit nimmt f\u00fcr das pers\u00f6nliche Bibelstudium. Da er aber darum wei\u00df, da\u00df manch einer Schwierigkeiten mit dem Lesen und Verstehen hat, schl\u00e4gt er Gemeindebibelstunden vor. Und zwar ganz nach dem Muster von 1. Korinther 14: Da\u00df nicht der Herr Pfarrer seine Sch\u00e4fchen eine Stunde lang mit langen Monologen qu\u00e4lt, sondern da\u00df auch andere, welche die Gabe und Erkenntnis dazu besitzen, das Wort ergreifen und ihre Gedanken zum Bibeltext \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen, \u00bbdie \u00fcbrigen aber dar\u00fcber urteilen m\u00f6chten\u00ab. Alles geschehe \u00bbjedoch ohne Unordnung und Zanken.\u00ab Jeder mu\u00df seine Fragen und Zweifel vortragen k\u00f6nnen, so da\u00df man br\u00fcderlich voneinander lernt und gemeinsam im Glauben wachsen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das allgemeine Priestertum<br \/>\n<\/strong>Spener diagnostiziert ein weiteres \u00dcbel: Das allgemeine geistliche Priestertum wird nicht mehr gelebt. Man sieht f\u00fcr alles Geistliche wie \u00bbdie Besch\u00e4ftigung mit dem g\u00f6ttlichen Wort, Beten, Studieren, Lehren, Vermahnen, Tr\u00f6sten usw. derma\u00dfen allein den Pfarrer zust\u00e4ndig, da\u00df andere sich nicht darum zu bek\u00fcmmern h\u00e4tten, ja wohl gar dem Pfarrer in sein Amt griffen, wenn sie damit irgendwie umgingen. Geschweige denn, da\u00df man selbst auf den Pfarrer mit achtgeben und, wo er nachl\u00e4ssig ist, ihn br\u00fcderlich ermahnen, insgesamt aber in allen Dingen ihm helfend zur Seite stehen sollte.\u00ab Jeder Christ ist aber berufen, Mitarbeiter im Reich Gottes zu sein! Auch heute noch. Sei es im Betrieb, in der Schule, in der Uni oder, und darauf legt unser Glaubensvater besonderen Wert: in der Familie. Jeder Christ habe n\u00e4mlich den Auftrag, \u00bbandere, insbesondere seine Hausgenossen, nach der Gnade, die ihm gegeben ist, zu lehren, zu strafen, zu ermahnen, zu bekehren, zu erbauen, an ihrem Leben Anteil zu nehmen, f\u00fcr alle zu beten und sich um ihre Seligkeit zu sorgen.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00bbDer Glaube, der durch die Liebe t\u00e4tig ist\u00ab<br \/>\n<\/strong>Dieses Zitat aus Galater 5,6 eignet sich gut als \u00dcberschrift f\u00fcr Speners dritten Wunsch: \u00bbDa\u00df man den Leuten einsch\u00e4rfe, da\u00df es mit dem Bescheidwissen im Christentum durchaus nicht genug sei, sondern es vielmehr in der Praxis bestehe.\u00ab Und das hei\u00dft: sowohl die br\u00fcderliche Liebe, als auch dann die Liebe zu allen Menschen ist gefragt (2. Petrus 1,7). Ein Glaube, der Hand und Fu\u00df hat. Ein Glaube, der hingeht und anpackt, so wie wir es an Speners eigenem Leben lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein konkretes Beispiel nennt Spener: \u00bbWo jemand beleidigt ist, soll er darauf achtgeben, sich nicht nur aller Rache zu enthalten, sondern sogar lieber etwas von seinem Recht nachlassen. Ja, es ist sogar n\u00f6tig, sich daran zu gew\u00f6hnen, dem Feinde Gutes zu tun, um damit auch den zur Rache geneigten alten Adam in uns ein bi\u00dfchen zu z\u00e4hmen und vor sich selbst zu sch\u00fctzen und die Liebe tiefer ins Herz einzudr\u00fccken.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Keine unn\u00f6tigen theologischen Streitereien<br \/>\n<\/strong>Spener selbst war mit flammendem Herzen Lutheraner. Er liebte seine lutherische Kirche \u00fcber alles. Von dieser kr\u00e4ftig pulsierenden lutherischen Ader in ihm hatte er sich im ersten Jahr seiner Frankfurter Zeit zu jener traurigen, sp\u00e4ter von ihm bitter bereuten Hetzpredigt gegen die Reformierten hinrei\u00dfen lassen. Umso beachtenswerter sind deshalb nun seine Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Lehrstreitigkeiten und den Umgang mit den anderen Konfessionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum einen gilt es, an der erkannten Wahrheit festzuhalten und sich und die Glaubensbr\u00fcder \u00bbvor aller Verf\u00fchrung mit gro\u00dfer Sorgfalt zu bewahren\u00ab. Deshalb k\u00f6nnen Lehrstreitigkeiten und K\u00e4mpfe durchaus n\u00f6tig sein, um Irrt\u00fcmer zu widerlegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum anderen aber, und das wird in der Hitze des Gefechts sehr leicht vergessen, haben wir uns \u00bbauch unserer Pflicht gegen\u00fcber den Irrenden zu erinnern\u00ab. Und die besteht 1. in eifrigem Gebet f\u00fcr sie. Und 2. \u00bbhaben wir ihnen mit gutem Beispiel voranzugehen und m\u00fcssen uns aufs eifrigste davor h\u00fcten, da\u00df wir sie ja nicht in irgendwas \u00e4rgern.\u00ab 3. Sie d\u00fcrfen uns nicht gleichg\u00fcltig werden. Es mu\u00df Ziel bleiben, sie zu gewinnen \u2013 aber nicht unbedingt in erster Linie f\u00fcr die eigene Konfession oder Meinung, sondern vielmehr f\u00fcr Jesus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedenfalls ist Johann Arndt zuzustimmen: \u00bbDie Reinheit der Lehre und des g\u00f6ttlichen Wortes wird nicht allein mit Disputieren und vielen B\u00fcchern erhalten, sondern auch mit wahrer Bu\u00dfe und heiligem Leben.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Theologen<br \/>\n<\/strong>Mit besonderer Aufmerksamkeit widmet sich Spener nun den Theologen und ihrer Ausbildung. Hier sieht er vieles im argen liegen, was ein Hauptgrund f\u00fcr die miserablen Zust\u00e4nde der Kirche sei. Er w\u00fcnscht sich, da\u00df die Universit\u00e4ten \u00bbPflanzg\u00e4rten der Kirche\u00ab und \u00bbWerkst\u00e4tten des Heiligen Geistes, nicht aber des Weltgeistes, ja des Ehrgeiz-Sauf-Balge-Zank-Teufels\u00ab seien. Bereits an der \u00e4u\u00dferlichen Lebensgestaltung der Studenten soll man ihre Berufung und den\u00a0k\u00fcnftigen Beruf ablesen k\u00f6nnen. \u00bbSie sollen dasjenige selber tun, was sie dermal einst andere lehren sollen.\u00ab Hierf\u00fcr ist wiederum die Gemeinschaft und der geistliche Austausch in Theologiestudentenkreisen eine wichtige Hilfe, wie es Spener in Stra\u00dfburg selber erfahren hat. Auch die Herren Professoren m\u00fc\u00dften mit gutem Beispiel vorangehen. Das lebendige eigene Beispiel erst gibt der Lehre und dem Unterricht die richtige Kraft und W\u00fcrze. So hei\u00dft es vom gro\u00dfen Kirchenvater Basilius von C\u00e4sarea (ca. 330 \u2013 379): \u00bbSeine Lehre hatte die Kraft wie ein Donner, weil sein Leben hell wie ein Blitz war.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00bbWir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christum\u00ab<br \/>\n<\/strong>Das war das Motto von Paulus (2. Korinther 4,5). Doch das heimliche Bekenntnis vieler Prediger zu Speners und zu unsern Zeiten ist wohl eher: Wir predigen nicht Jesum Christum, sondern uns selbst! Keiner soll sich zu vorschnell davon ausnehmen. Spener ruft deshalb in Erinnerung: \u00bbDer Zweck der Predigt ist, Glauben und Fr\u00fcchte des Glaubens bei den Zuh\u00f6rern zu f\u00f6rdern\u00ab \u2013 sonst nichts. Das bedeutet, da\u00df \u00bbdie Kanzel nicht der Ort ist, wo man seine Kunst mit Pracht sehen l\u00e4\u00dft, sondern das Wort des Herrn einf\u00e4ltig, aber gewaltig predigen soll.\u00ab Deutliche Worte gegen jede Art von Selbstdarstellung und frommer Nabelschau auf den Kanzeln. Wieviele Verk\u00fcndiger, gerade auch in den evangelikalen Kreisen, wollen im frommen Rampenlicht gl\u00e4nzen mit ihrer ausgefeilten Rhetorik und der bis ins letzte Amen durchgestylten Predigt, gespickt mit akrobatischen Wortspielen und ausgekl\u00fcgelten Metaphern! Nichts gegen eine sorgf\u00e4ltige, flei\u00dfige Predigtvorbereitung, doch immer sollte das selbstkritische Fragen mitschwingen: Um wen geht es hier eigentlich? Wer soll gro\u00df gemacht werden? Der Verk\u00fcndiger oder der Verk\u00fcndigte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbrigens gelten all diese \u00dcberlegungen ohne Abstriche auch f\u00fcr jede Art von Andachten, Bibelarbeiten, Jungscharstunden, Hauskreisabende,\u00a0usw.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wollen wir doch lieber mit Paulus bekennen: \u00bbWir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christum.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Brosch\u00fcre \u201eAufbruch zur Erneuerung \u2013 Was wir von Philipp Jakob Spener f\u00fcr unsere Kirche lernen k\u00f6nnen\u201c von Pastor Gero Cochlovius. Die Brosch\u00fcre hat 52 Seiten und kann gegen eine Spende von 2,00 \u20ac auf der <a href=\"http:\/\/www.gemeindehilfsbund.de\/\">Internetseite<\/a>\u00a0oder in der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes, M\u00fchlenstr. 42, 29664 Walsrode, Tel. 05161-911330, E-Mail: <a href=\"mailto:info@gemeindehilfsbund.de\">info@gemeindehilfsbund.de<\/a>\u00a0bezogen werden .<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<hr style=\"text-align: justify;\" size=\"1\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref1\">[1]<\/a> Martin Luther, Walch, 22,1768<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref2\">[2]<\/a> Martin Luther, Assertio omnium articulorum, 1520, WA 7,96ff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref3\">[3]<\/a> Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, hg. v. R. Schmidt, 1993 [1787], 7<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref3\">[<\/a><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref4\">4]<\/a> Rudolf Bultmann, Neues Testament und Mythologie, in: Kerygma und Mythos I, 1948, 18.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref5\">[5]<\/a> Johann Georg Hamann, \u00dcber die Auslegung der Heiligen Schrift, in: Johann Georg Hamann, Entkleidung und Verkl\u00e4rung. Eine Auswahl aus Schriften und Briefen des \u00bbMagus in Norden\u00ab, hg. v. M. Seils, 1963, 24.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eFromme W\u00fcnsche\u201c \u2013 Die Reformvorschl\u00e4ge der Pia Desideria \u00bbIns Wasser f\u00e4llt ein Stein, ganz heimlich, still und leise, und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise.\u00ab So beginnt ein bekanntes Lied von Manfred Siebald. Und so k\u00f6nnte man auch die Geschichte von Speners wichtigstem Werk, die \u00bbPia Desideria\u00ab, zu deutsch: \u00bbFromme W\u00fcnsche\u00ab [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":116,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,13],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4254"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/116"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4254"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4254\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6200,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4254\/revisions\/6200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}