{"id":4212,"date":"2010-02-17T15:42:42","date_gmt":"2010-02-17T13:42:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4212"},"modified":"2010-02-18T09:58:33","modified_gmt":"2010-02-18T07:58:33","slug":"das-leben-wahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4212","title":{"rendered":"Das Leben w\u00e4hlen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bischof Walter Obare Omwanza (Evang.-Luth. Kirche von Kenia)<br \/>\n<\/strong><strong>Das Leben w\u00e4hlen!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ansprache von Bischof Walter Obare Omwanza, Leitender Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kenia vor dem Rat des Lutherischen Weltbundes in Jerusalem, September 2005.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-4224\" title=\"Walter E. Obare Omwanza\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Walter-E.-Obare-Omwanza1.jpg\" alt=\"Walter E. Obare Omwanza\" width=\"150\" height=\"201\" \/>Ich bin heute hierher zitiert worden um mich gegen die Anklage \u201eunangemessene Einmischung in das Leben einer Schwesterkirche\u201c zu verantworten, welche \u201enegative Folgen f\u00fcr die Einheit des LWB als ganze Gemeinschaft von Kirchen\u201c habe. \u00a0Mein Verhalten vom 5. Februar 2005, als ich der Weihe von Bischof Arne Olsson<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn1\">[1]<\/a> der Missionsprovinz der Kirche von Schweden vorstand, sei inkompatibel mit meiner Rolle als \u201eBerater des Weltbundes, dem die Verantwortung, die Lutherische Gemeinschaft aufrecht zu erhalten und zu f\u00f6rdern anvertraut ist\u201c. <!--more-->Man hat mir Gelegenheit gegeben \u201eden Rat anzusprechen\u201c, wenn ich wollte, vermutlich um mein Verhalten zu verteidigen. Danke, \u00a0da\u00df Sie mir diese Gelegenheit gegeben haben, zu erkl\u00e4ren was ich getan habe und warum. Ich m\u00f6chte hier nicht vieles von dem wiederholen, was ich zu diesem Thema schon geschrieben und \u00f6ffentlich erkl\u00e4rt habe, aber etwas Wiederholung wird zweifellos notwendig sein. Des weiteren m\u00f6chte ich nicht nur das verteidigen, was ich getan habe, sondern auch an die leitenden K\u00f6pfe der lutherischen Kirchen weltweit appellieren, einige von denen hier um diesen Tisch versammelt sind. In vielerlei Beziehung ist dies ein weiterer Scheideweg f\u00fcr den LWB, wo dessen Tendenz sich vom geschichtlichen Christentum zu entfernen verst\u00e4rkt oder aufgehalten werden kann. Wie Moses an die Kinder Israels appellierte, als er sie ermahnte den Bund zu erneuern, so ermahne ich Sie: \u201eIch nehme Himmel und Erde heute \u00fcber euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit du das Leben erw\u00e4hlst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, indem ihr den HERRN, euren Gott liebt und seiner Stimme gehorcht und ihm anhanget. Denn das bedeutet f\u00fcr dich,\u00a0da\u00df du lebst\u2026\u201c (Deut 30,19fa) Viele glauben \u00a0da\u00df &#8211; wie Bischof Olssons Entfernung aus dem Priesteramt in der Kirche von Schweden \u2013 mein eigener Ausschlu\u00df aus diesem Gremium unvermeidlich sei. Aber, Br\u00fcder und Schwestern, das mu\u00df nicht sein! Bisch\u00f6fliche Tyrannei und Unterdr\u00fcckung verborgen unter dem, was ironischer Weise \u201eEinheit\u201c genannt wird, m\u00fcssen nicht die Lutherische Kirche der Gegenwart charakterisieren. Der Druck sein Gewissen zu vergewaltigen, den man in der gegenw\u00e4rtigen Politik der Kirchen von Schweden vorfindet, wo denen, die mit der Frauenordination nicht einverstanden sind, die Ordination verweigert wird, mu\u00df nicht fortgesetzt werden. Derartige Richtlinien sind kein Ausdruck von christlicher \u201eEinheit\u201c geschweige denn christlicher Liebe! Es ist doch nicht die Aufgabe von Bisch\u00f6fen, diejenigen zu verfolgen, die ihrer F\u00fcrsorge anvertraut sind, insbesondere diejenigen, deren Bekenntnis des Glaubens in v\u00f6lliger \u00dcbereinstimmung mit der allgemeinen Kirche \u00fcber die Jahrtausende und sogar bis heute ist. <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sage dies nicht um meinetwillen, oder f\u00fcr die Missionsprovinz, sondern um Ihretwillen. Ob ich weiterhin Mitglied dieses Rates bin oder nicht ist mir ziemlich unwichtig. Es ist dies im Kern nicht ein Streit \u00fcber weltliche Regeln, sondern eine Sache der Lehre und g\u00f6ttlicher Weisungen. Ich bin\u00a0zufrieden, den Fu\u00dfstapfen meines Herrn zu folgen. Aber wenn der Rat daf\u00fcr stimmt, mich auszuschlie\u00dfen, dann zeigt er seinen wahren Charakter und weist die klare Lehre der Schrift und der lutherischen Bekenntnisschriften zur\u00fcck. So ein Gremium w\u00fcrde dadurch seine Autorit\u00e4t verlieren, wenn es sich auf die Seite menschlicher Regeln und Unterdr\u00fcckung, gegen g\u00f6ttliche Weisungen und wahre Freiheit stellte. Der Lutherische Weltbund w\u00fcrde dann Komplize eines Schismas werden, das weder von den Gliedern der Missionsprovinz in Schweden verursacht wurde \u2013 die ja immer und immer wieder ihren Wunsch ge\u00e4u\u00dfert haben, in der Kirche von Schweden zu bleiben, ohne gegen ihre Gewissen zu versto\u00dfen \u2013 noch von meinem Handeln das unterdr\u00fcckte Volk Gottes zu unterst\u00fctzen. Vielmehr w\u00fcrde das Schisma von denen verursacht, die mehr an eine spezielle Ideologie glauben \u2013 die Ordination von Frauen (und bald die Segnung von gleichgeschlechtlichen Ehen und die Ordination Homosexueller) &#8211; als an wahre christliche Liebe und Einheit. Br\u00fcder und Schwestern; la\u00dft es nicht dazu kommen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu m\u00f6chte ich drei gr\u00f6\u00dfere Themenbereiche er\u00f6rtern. Erstens m\u00f6chte ich die biblische, konfessionelle, kontextuelle und missionarische Theologie der christlichen Einheit und Liebe vorbringen. Beachten Sie bitte, \u00a0da\u00df es keine Spannung zwischen all diesen Begriffen gibt. Zweitens m\u00f6chte ich im Gefolge Luthers unter Berufung auf\u00a0die Heidelberger Disputation und die Praxis der Reformatoren mich bem\u00fchen, \u201eeine Sache das zu nennen, was sie ist\u201c, indem ich offen von der Situation spreche, in der wir uns heutzutage befinden. Und schlie\u00dflich m\u00f6chte ich der Frage nachgehen: \u201eWohin gehen wir von hier aus?\u201c und eine Vision der Zukunft darlegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Christliche Einheit und Liebe <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Siehe, wie fein und lieblich ist&#8217;s, wenn Br\u00fcder eintr\u00e4chtig beieinander wohnen! (Ps 133,1) \u00a0Zweifelsohne ist es unm\u00f6glich dieses Thema ad\u00e4quat abzuhandeln. Daher m\u00f6chte ich so kurz wie m\u00f6glich die relevante Lehre vorlegen. Die Einheit der Kirche ist gottgegeben und nicht menschliche Leistung. In diesem Sinne ist es nicht falsch zu sagen, \u00a0da\u00df die Einheit der Kirche eine sakramentale Einheit ist, geschaffen durch den Heiligen Geist durch das \u201eWaschen\u201c durch Gottes Wort.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn3\">[3]<\/a> Wie der Psalmist schreibt: \u201e Erkennet, \u00a0da\u00df der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide\u201c .<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn4\">[4]<\/a> Die Kirche, die Gott geschaffen hat, wird im 1. Petrusbrief best\u00e4tigt: \u201e\u2026 die ihr einst \u00bbnicht ein Volk\u00ab wart, nun aber \u00bbGottes Volk\u00ab seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid\u201c.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn5\">[5]<\/a> Diese Einheit ist eine Einheit des Glaubens, d.h. der Glaube an etwas, n\u00e4mlich Jesus Christus.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn6\">[6]<\/a> Der Glaube, den man bekennt, ist eine Einwilligung mit der gesamten christlichen Kirche, wie sie der Apostel Paulus in 1. Kor. 1,10 anmahnt: \u201e Ich ermahne euch aber, liebe Br\u00fcder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, \u00a0da\u00df ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung.\u201c Die Reformatoren sahen ebenfalls die Notwendigkeit eines gemeinsamen Bekenntnisses wenn sie sagen die Kirche sei \u201edie \u00b4Gemeinschaft der Heiligen` (communio sancorum), damit hervorgehoben wird, was Kirche bedeutet, n\u00e4mlich eine Versammlung der Heiligen (congregatio sanctorum), die untereinander einen Bund desselben Evangeliums oder der Lehre und desselben Hl. Geistes haben, der ihre Herzen erneuert, heiligt und lenkt.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn7\">[7]<\/a> Christus verbindet sein Volk, seine Kinder<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn8\">[8]<\/a> miteinander zu einem Leib, ja seinem Leib.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn9\">[9]<\/a> Es wird uns klar und deutlich gesagt, \u00a0da\u00df wie in einem K\u00f6rper \u201e\u2026wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit\u2026\u201c <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn10\">[10]<\/a> Diesem Leib sind eine Vielzahl von Gaben gegeben, die geteilt werden sollen. <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn11\">[11]<\/a> Zu diesen Gaben geh\u00f6rt auch die Gabe des priesterlichen Amtes, die gegeben ist um sicherzustellen, \u00a0da\u00df das Evangelium im Volk Gottes rein verk\u00fcndigt wird. Die Reformatoren bekannten: \u201e(Um) diesen Glauben zu erlangen, hat Gott das Predigtamt eingesetzt, das Evangelium und die Sakramente gegeben, durch die er als durch Mittel den Heiligen Geist gibt, der den Glauben wo und wann er will (ubi et quando visum est Deo) in denen, die das Evangelium h\u00f6ren wirkt, das da lehrt, \u00a0da\u00df wir durch Christi Verdienst, nicht durch unser Verdienst, einen gn\u00e4digen Gott habe, wenn wir das glauben.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn12\">[12]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viel mehr lie\u00dfe sich hierzu sagen, aber dies sollte f\u00fcr unsere Zwecke hier heute gen\u00fcgen. Was zu allererst festgehalten werden sollte ist, \u00a0da\u00df, da die christliche Einheit eine Gabe Gottes ist, sie anzuerkennen ist, nicht zu schaffen. Im Gefolge der Worte seines Herrn im Johannesevangelium 10,3-5 und 16 sagt Luther, was die Kirche ist: \u201e\u2026die heiligen Gl\u00e4ubigen und die Sch\u00e4flein, die ihres Hirten Stimme h\u00f6ren.\u201c <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn13\">[13]<\/a> Also der Grund der Kirche ist der Glaube an Christus, ein Glaube der zu uns als eine Gabe kommt, und der die Stimme seines Hirten, die zu uns durch sein Wort kommt, erkennt. Es ist ebenso m\u00f6glich die Stimme des Hirten in dem Bekenntnis einer Schar von Gl\u00e4ubigen zu erkennen, die man nicht pers\u00f6nlich kennt. Das ist in der Apostelgeschichte vielfach vorgekommen. In gleicher Weise ist man in der Missionsprovinz von Schweden und ihrem Glaubensbekenntnis auf mich zugekommen. Ich h\u00f6rte meinen eigenen Glauben proklamiert. Ich h\u00f6rte die Stimme meines Hirten in ihren Stimmen. So erkannte ich Mitglieder desselben Leibes, Mitchristen, deren Einheit mit mir von Gott geschenkt war.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn14\">[14]<\/a> Das ist ein wichtiger Punkt. Ich habe nicht durch meine Annahme der Christen aus der Missionsprovinz Einheit zwischen mir und ihnen geschaffen, zwischen meiner Kirche und ihrer Kirche. Noch h\u00e4tte eine Zur\u00fcckweisung meinerseits irgend etwas Anderes als oberfl\u00e4chlich soziale Uneinigkeit geschaffen. Nein, die Einheit war bereits vorhanden. Es war eine vorgegebene dadurch, \u00a0da\u00df Gott Einheit schuf durch unseren gemeinsamen Glauben in Christus und unser gemeinsames Bekenntnis dieses Glaubens, basierend auf der Heiligen Schrift.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn15\">[15]<\/a> Alles was ich getan habe war zu erkennen, was schon vorhanden war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Des Weiteren wurde deutlich, \u00a0da\u00df diese Br\u00fcder und Schwestern in Christus der Missionsprovinz unter denen waren, denen Gaben, die Gott gibt, vorenthalten wurden. Ihnen wurde die Gabe von Pastoren f\u00fcr die Arbeit in ihrer Mitte vorenthalten, die ihnen das Evangelium rein predigen und die Sakramente recht reichen. Diese Situation war keine von ihnen gew\u00e4hlte. Die Glieder der Missionsprovinz hatten ein Bekenntnis in voller \u00dcbereinstimmung mit der allgemeinen Kirche durch die Jahrtausende. Nein, ihnen wurde die Ordination ihrer jungen M\u00e4nner verweigert, die den biblischen Anforderungen f\u00fcr die Ordination entsprachen, und dies auf Grund neuer Lehren in der christlichen Kirche \u00fcber die Frauenordination. Dies ist eine Position, die in Schweden bis 1958 nicht aufgekommen war. Wenn ein Mann mit dieser theologischen Position nicht einverstanden ist, dann kann er kein Kandidat f\u00fcr die Ordination sein.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn16\">[16]<\/a> \u00a0Dies durchkreuzt nicht nur das historische Verst\u00e4ndnis des christlichen Glaubens, sondern alle normalen Gesetze der menschlichen Rede.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn17\">[17]<\/a> Dies ist wahr, denn es wird auf die Kandidaten Druck ausge\u00fcbt gegen ihr eigenes Gewissen zu handeln.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn18\">[18]<\/a> Derart gestrenge Taktiken<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn19\">[19]<\/a> werden selbst von Nichtgl\u00e4ubigen verurteilt.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn20\">[20]<\/a> Dieses Bestehen auf dem \u201eLackmustest\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn21\">[21]<\/a> eines Einverst\u00e4ndnisses mit der Frauenordination hat nichts mit der Heiligen Schrift oder den Bekenntnisschriften zu tun. \u00a0Es ist eine menschenerfundene bisch\u00f6fliche Vorschrift, die mit kirchlicher Gewalt eine bestimmte Ideologie verbreiten soll, im Gegensatz zum historischen Bekenntnis der Kirche. In derartiger Lage ist es ein g\u00f6ttliches Gebot qualifizierte M\u00e4nner in das Amt zu ordinieren: \u201eHieraus ist ersichtlich, \u00a0da\u00df die Kirche das Recht behalten hat, Diener (der Kirche) zu w\u00e4hlen und zu ordinieren. Deshalb wenn die Bisch\u00f6fe H\u00e4retiker werden oder die Ordination verweigern wollen, sind die Kirchen kraft g\u00f6ttlichen Rechts gezwungen, ihre eigenen Pastoren heranzuziehen und die Pastoren und Diener (der Kirche) zu ordinieren. Schuld an der (Kirchen)Spaltung und der Zwietracht ist die Gottlosigkeit und Tyrannei der Bisch\u00f6fe. Denn Paulus ordnet an, \u00a0da\u00df Bisch\u00f6fe, die eine gottlose Lehre vertreten und verfechten sowie gottlose Gottesdienste (halten), gleichsam als verflucht gelten sollen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn22\">[22]<\/a> Daher verlangte die Lage, in der die Missionsprovinz sich fand, nach g\u00f6ttlichem Recht, \u00a0da\u00df sie geeignete M\u00e4nner in das Amt ordinierten, damit die Gabe des Wortes und der Dienst der Sakramente unter ihnen wieder zu finden seien. Aber sie wollten die rechtliche Praxis, die sich menschlich eingerichtet hat, auch nicht wegwerfen. Die Praxis der Apostolischen Sukzession ist ebenfalls nicht durch g\u00f6ttliches Recht geboten. Sie ist nach menschlichem Recht eine gute und n\u00fctzliche Tradition als ein Ausdruck der allgemeinen christlichen Kirche. Daher hat man sich nicht f\u00fcr eine presbyteriale Ordination entschieden, die man nach g\u00f6ttlichem Recht h\u00e4tte praktizieren k\u00f6nnen, sondern man hat sich entschieden dem g\u00f6ttlichen Auftrag zur Ordination zu folgen und nach menschlichem Recht der Universalit\u00e4t der Kirche Rechnung zu tragen, indem man Bisch\u00f6fe in der Apostolischen Sukzession bat ihren eigenen Bischof einzusegnen, der wiederum die Pastoren ordinieren kann. Als die Missionsprovinz mir ihre Pl\u00e4ne schrieb und mich bat, die Bischofsweihe vorzunehmen, da verstand ich ihr legitimes Anliegen. Aber ich z\u00f6gerte zuerst und fragte: \u201eWarum ich? Warum sollte ich derjenige sein, der das tut?\u201c Ich trug diesen Wunsch dann meiner Kirche vor, die von ganzem Herzen zustimmte. Aber ich z\u00f6gerte immer noch. Ich sagte der Missionsprovinz, \u00a0da\u00df ich es tun w\u00fcrde, falls zwei andere Bisch\u00f6fe mit Apostolischer Sukzession teilnehmen wollten. Als drei ihr Einverst\u00e4ndnis erkl\u00e4rten, entschied ich, \u00a0da\u00df Gott mich tats\u00e4chlich f\u00fchrte um diesen verfolgten Br\u00fcdern und Schwestern in Christus zu helfen. Schlie\u00dflich zwang mich christliche Liebe zur Hilfe. Das g\u00f6ttliche Gebot wird nicht durch menschliche Regeln durchkreuzt. Gott wird sein Volk aus seiner Gefangenschaft befreien. Wie Paulus schreibt: \u00bbEr ist aufgefahren zur H\u00f6he und hat Gefangene mit sich gef\u00fchrt und hat den Menschen Gaben gegeben.\u00ab (Eph 4,8) Ich habe schon gesagt, warum ich tat was ich tat. Ich habe der Einsegnung von Bischof Arne Olsson vorgestanden, weil christliche Liebe und Einheit mich dazu gen\u00f6tigt haben. Das Wort Gottes n\u00f6tigte mich. Die Bitte kam zu mir als ein g\u00f6ttliches Vorrecht, und ich folgte den Fu\u00dfstapfen meines Herrn. Diese Art von Praxis wird auch in den Bekenntnisschriften reflektiert, wo Luther schreibt: \u201e\u2026(die Bisch\u00f6fe) verfolgen und verdammen \u2026diejenigen, die ein solches Amt (als dazu) Berufene treiben. Trotzdem darf um ihretwillen die Kirche nicht ohne Diener (am Wort) bleiben. Darum wollen und sollen wir, wie die alten Vorbilder der Kirche und der V\u00e4ter es uns lehren, selber t\u00fcchtige Personen zu diesem Amt ordinieren.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn23\">[23]<\/a> Diese Handlungen waren das Ergebnis von Gehorsam dem Wort Gottes gegen\u00fcber. Sie waren ein klares Bekenntnis des Glaubens an ihn. Und ihr Ergebnis ist genau und pr\u00e4zise ein Ausdruck wahrer christlicher Einheit \u2013 einer Einheit die sogar \u00fcber Kontinente hinweg reicht. \u00a0Dieses kontextabh\u00e4ngige, machtvolle, biblische Bekenntnis in Wort und Tat ist auch missionarisch. Es ist missionarisch, weil die Verk\u00fcndigung von Gottes Wort in Reinheit in Kenya und in Schweden und bis an die Enden der Erde gef\u00f6rdert wurde.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn24\">[24]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eEine Sache das nennen, was sie ist\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEine theologia gloriae nennt das B\u00f6se gut und das Gute b\u00f6se. Eine theologia crucis nennt die Sache, was sie eigentlich ist.\u201c sagt Martin Luther. <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn25\">[25]<\/a> Statt dem Pfad der Treue zur Heiligen Schrift und den geschichtlichen Bekenntnissen der Kirche folgt die Kirche von Schweden einem Pfad der kirchlichen Tyrannei und Unterdr\u00fcckung durch die Erzwingung ihrer menschlich erfundenen Regeln und Bestimmungen. Statt wahre christliche Liebe und Einheit zu \u00fcben, f\u00f6rdert sie Spaltung und Konflikt. \u00a0Wie wahre Theologen der Gloria bestehen die F\u00fchrungen der Kirche von Schweden und anderer n\u00f6rdlicher liberaler Kirchen darauf das Schlechte gut und das Gute schlecht zu nennen. Der LWB ist nicht frei von dieser Anklage. Pr\u00fcfen wir einige der Dokumente solcher Theologen um zu sehen, ob dies der Fall ist. Nachdem ich die Bitte von der Missionsprovinz Bischof Olsson zu weihen erhalten hatte, schrieb Erzbischof Hammar einen breit ver\u00f6ffentlichten Brief an mich, der diese S\u00e4tze enthielt: \u201eIn der Kirche von Schweden gibt es viele innerkirchliche Bewegungen mit verschiedenen Perspektiven. Heute existieren diese Seit an Seite vereint vom Wunsch zusammenzubleiben obwohl es verschiedene Auffassungen \u00fcber viele dieser Perspektiven gibt. Wir scheinen die schmerzliche Situation erreicht zu haben, wo der Wunsch einiger zusammenzubleiben nicht mehr so stark ist wie die Notwendigkeit die eigene Perspektive zu betonen.\u201c Die Wahrheit ist, \u00a0da\u00df die Missionsprovinz niemals beabsichtigte die Kirche von Schweden zu verlassen. Sie haben immer ihren Willen als eine bekennende Reformbewegung in der Kirche von Schweden zu bleiben (eine von Erzbischof Hammars \u201einnerkirchliche Bewegungen\u201c), nicht als eine neue Kirche.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn26\">[26]<\/a> Ihr Wille zur Einheit mit einer Kirche, die ihren Glauben verfolgt hat, ist bemerkenswert f\u00fcr seine Verpflichtung, das Bekenntnis und die sichtbare Einheit der Kirche aufrechtzuerhalten. Aber was ist tats\u00e4chlich passiert? Die Kirche von Schweden entfernte Bischof Olsson aus ihren Reihen.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn27\">[27]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Seite ist es, deren Bed\u00fcrfnis \u201eihre eigene Perspektive zu beanspruchen\u201c den Willen zur Einheit \u00fcbertrifft ? \u00a0Erzbischof Hammar h\u00e4lt innerkirchliche Bewegungen f\u00fcr m\u00f6glich, aber wenn eine daherkommt, die der Kirchenleitung nicht passt, wird sie hinausgeworfen. Und dies trotz der Beteuerungen der sogenannten \u201eSchismatiker\u201c, die immer und immer wieder ihre Absicht in der Kirche von Schweden zu bleiben bekunden! Das Gute das historische christliche Bekenntnis des Glaubens zu erhalten wird nicht mehr toleriert und schlecht genannt. Das Gute, in der Kirche von Schweden bleiben zu wollen, um sie zu reformieren, wird schlecht genannt. Nietzsches \u201eWille zur Macht\u201c findet seinen Ausdruck durch die F\u00fchrung der Kirche von Schweden wenn Ordnungen gebraucht werden, nicht um die Einheit der Kirche zu f\u00f6rdern, sondern um sie aufzusplittern. Am Ende sucht eine bestimmte ideologische Agenda in ihrem Machtstreben alle Opposition zu vernichten. Meine Br\u00fcder und Schwestern, nennt die Sache, was sie ist! In der Ansprache des Vorsitzenden Bischofs Hanson an den LWB-Rat im September 2004 behandelte er die Vielfalt innerhalb der Kirche und rief nach \u201eErweiterung unseres Verst\u00e4ndnisses eines `differenzierten Konsenses\u00b4 und `vers\u00f6hnter Verschiedenheit\u00b4 als theologische Werkzeuge zur Vertiefung des Gespr\u00e4chs, die uns helfen in Einheit zu wachsen ohne Uniformit\u00e4t zu verlangen\u201c. Die theologische und logische Konfusion hinter solchen Ausdr\u00fccken wie \u201edifferenzierter Konsens\u201c und \u201evers\u00f6hnte Verschiedenheit\u201c ist offensichtlich.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn28\">[28]<\/a> Bischof Hanson gab der Hoffnung Ausdruck, \u00a0da\u00df die Kirchen verschiedene Meinungen in ihren Reihen erlauben w\u00fcrden. Das ist ein sehr anderes Ziel als Paulus\u2018 \u201eeines Sinnes sein\u201c,<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn29\">[29]<\/a> aber lasst uns schauen, wie sich dieser Wille in der Praxis auswirkt um zu sehen, ob sich etwas Unheimlicheres hinter diesen Ausdr\u00fccken verbirgt. Die Kirche von Schweden f\u00f6rdert Trennung und Schisma durch ihre intolerante Politik Priester nicht zu ordinieren, wenn sie nicht mit der Frauenordination einverstanden sind. Das ist ja wohl kaum ein Beispiel daf\u00fcr uns zu helfen \u201ein der Einheit zu wachsen ohne Uniformit\u00e4t zu fordern\u201c. Aber der LWB hat nichts getan um die Situation zu lindern. \u00a0Aus afrikanischem Blickwinkel scheinen die Gr\u00fcnde daf\u00fcr wahrscheinlich in dem Reichtum und der Macht der Kirche und der Weigerung des LWB, eines seiner reichsten und m\u00e4chtigsten Glieder direkt zu konfrontieren, zu liegen. \u00a0Aber schw\u00e4chere Glieder sind Freiwild. F\u00fcr meine Bereitschaft die Wahrheit zu sagen und auf dem Grund biblischen Bekenntnisses zu handeln stehe ich vor dem Rauswurf aus dem Rat des LWB. Die Kirche von Schweden hat Bischof Olsson schon rausgeworfen, wegen seiner Berufung auf Tolerierung seiner Position innerhalb der Kirche von Schweden. Offenbar ist Uniformit\u00e4t verlangt, aber es ist eine Uniformit\u00e4t bez\u00fcglich eines neuen Dogmas, das erst in den letzten 50 Jahren der Kirchengeschichte aufgekommen ist. Also, was sich hinter diesen Ausdr\u00fccken \u201edifferenzierter Konsens\u201c, \u201evers\u00f6hnte Verschiedenheit\u201c und \u201eEinheit ohne Uniformit\u00e4t zu verlangen\u201c versteckt ist etwas ganz Anderes, als was sie auf den ersten Blick zu sagen scheinen. Sie sind der Ausdruck eines beherrschenden Willens einer m\u00e4chtigen Elite, die ihre Ideologien dem Rest der Kirche aufzwingen will. Sie verbergen unter einem d\u00fcnnen Furnier den \u201eWillen zur Macht\u201c, der in der Kirche heutzutage aktiv ist. Wir haben das immer wieder im liberalen n\u00f6rdlichen Christentum beobachtet. Liberale theologische Trends \u00fcbernehmen nach und nach die F\u00fchrung nicht in den Gemeinden, aber in der Leitung. Sie werden den normalen Christen durch den \u201eWillen zur Macht\u201c, versteckt hinter angenehmen Formulierungen wie \u201edifferenzierter Konsens\u201c, durch die Aus\u00fcbung kirchlicher Herrschaft aufgezwungen. Sanft klingende Formeln werden die Waffen einer Politik des Ausschlusses, die liberale Kirchen dominiert.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn30\">[30]<\/a> Die Aus\u00fcbung dieses verborgenen \u201eWillens zur Macht\u201c ist wie ein Meuchelm\u00f6rder von Kirche zu Kirche geschlichen und hat viele geistliche Leichen hinter sich gelassen. Sogar mit finanziellen K\u00f6dern (eine Nettigkeit, die ich statt Bestechung verwende) hat man das den S\u00fcdkirchen verkauft. Wenigstens f\u00fcr Afrika stimmt das, wo es nicht ungew\u00f6hnlich ist, Geld mit einer liberalen Agenda zu verbinden. Aber nicht l\u00e4nger! Jetzt ist es Zeit \u201eNein!\u201c zu dieser Entwicklung zu sagen. Diese Besetzung und Beherrschung von Kirchen hat gen\u00fcgend Menschen wehgetan. Die intellektuelle und theologische Unehrlichkeit, die durch diese Doppelz\u00fcngigkeit verborgen wird, muss ein Ende finden. Nennt eine Sache, was sie ist!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein anderes Thema in Bischof Hansons Ansprache ist der Einsatz f\u00fcr die Verfolgten dieser Welt. Ein Beispiel ist seine Aussage: \u201e Haben wir die Toleranz als h\u00f6chsten Wert in eine pluralistischen Welt akzeptiert, so \u00a0da\u00df wir uns von der Verurteilung von Handlungen der Ungerechtigkeit, Gewalt und Intoleranz Abschied nehmen?\u201c Wieder einmal sehen wir ekklesiastische Doppelz\u00fcngigkeit ihr h\u00e4ssliches Haupt erheben. Was ich mit der Ordination von Bischof Olsson getan habe ist genau dieses: Ungerechtigkeit, theologische Gewalt und Intoleranz des historischen Bekenntnisses des christlichen Glaubens zu verurteilen. Und genau daf\u00fcr hat das Exekutivkomittee des LWB, dessen Vorsitzender Bischof Hanson ist, empfohlen mich aus dem Rat des LWB zu entfernen. Ein weiteres Beispiel ist Bischof Hansons Aussage zur Christenverfolgung: \u201eLasst uns nicht vergessen \u00a0da\u00df Christen und Menschen anderer Religionen Verfolgung und Diskriminierung erfahren. Unsere Unterlassung dagegen einzutreten wird bewirken, \u00a0da\u00df wir uns auseinander entwickeln. Wir m\u00fcssen Gewalt in all ihren Formen zur\u00fcckweisen auch wenn wir uns f\u00fcr Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.\u201c \u00a0Im Zusammenhang der Verfolgung von Pastoren, die an dem historischen Bekenntnis des christlichen Glaubens in der Schwedischen Kirche festhalten, habe ich mich daf\u00fcr eingesetzt, \u00a0da\u00df solche Akte aufh\u00f6ren. Ich habe durch Wort und Tat geredet, f\u00fcr den wahren Frieden in der Kirche, gegr\u00fcndet auf dem Wort unseres Herrn, wie auch auf Gerechtigkeit. Aber die diskriminierende Praxis der Kirche von Schweden und Erzbischof Hammar sind nicht kritisiert worden, sondern die kleinere, schw\u00e4chere Missionsprovinz und ich sind f\u00fcr Strafe herausgegriffen worden. Ist das gerecht? Ist das friedliebend? Ist das Einheit? Um Bischof Hansons eigene Worte aufzugreifen sage ich jetzt: \u201eAngesichts von Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Gewalt (habe ich) Worte von prophetischem Urteil (gesprochen)\u201c. Wird irgendjemand h\u00f6ren?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommen wir zu den Anklagen gegen mich. Die Empfehlung des Exekutivkomittees lautet: \u201eDie Bischofsweihe fand au\u00dferhalb aller Ordnungen in der Kirche von Schweden statt. Diese Handlung von Bischof Obare, gemeinsam mit denen, die ihm assistierten, muss als eine unangebrachte Einmischung in das Leben einer Schwesterkirche aufgefasst werden, mit negativen Folgen f\u00fcr die Einheit des LWB als eine Gesamtgemeinschaft von Kirchen.\u201c Dies bedeute, \u00a0da\u00df meine Handlungen unvereinbar seien mit meiner Rolle als ein \u201eBerater des Rates, dem die Verantwortung die Lutherische Gemeinschaft zu wahren und f\u00f6rdern anvertraut ist\u201c . Diese Aussagen sind erf\u00fcllt von Missverst\u00e4ndnissen dar\u00fcber, was wahre Einheit ist und worauf Entscheidungen in der Kirche beruhen sollten. Sie sind auch heuchlerisch. Zun\u00e4chst ist die Einheit gottgegeben, vom Heiligen Geist geschaffen und gegr\u00fcndet auf einem gemeinsamen Bekenntnis des Glaubens, wie er von der Heiligen Schrift her verstanden wird. Die Lutherischen Bekenntnisschriften helfen uns die Botschaft der Bibel zu verstehen und sind auch eine Hilfe zur Einheit. Wahre christliche Einheit und Lieben verlangen , \u00a0da\u00df Ungerechtigkeit angegangen und biblische Wahrheiten aufrechterhalten werden. Wenn das nicht getan wird, dann wird das Evangelium fr\u00fcher oder sp\u00e4ter aufs Spiel gesetzt. Das darf nicht sein. Also, wie gesagt, haben mich christliche Liebe und Einheit dazu getrieben der Missionsprovinz zu helfen, die treu sein wollte, sowohl dem g\u00f6ttlichen Auftrag der Ordination geeigneter M\u00e4nner in das Amt, wie der guten, menschlichen Tradition der Apostolischen Sukzession. Die Interaktion zwischen der Missionsprovinz und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kenya war eine der sch\u00f6nsten \u00c4u\u00dferungen von christlicher Einheit. Sie sollte hochgehalten werden als ein Modell wo eine Kirche eine andere ruft: \u201eKommt her\u00fcber und helft uns!\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn31\">[31]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und doch wird dieser wunderbare Ausdruck der una sancta vom Exekutivkomittee des LWB als \u201eunangemessen\u201c bezeichnet. Er wird verurteilt weil er angeblich \u201ealle Ordnungen in der Kirche von Schweden\u201c verletzt. Zun\u00e4chst muss festgehalten werden, \u00a0da\u00df die Frage, ob das wirklich eine Verletzung der Ordnung der Kirche von Schweden war, eine Frage der Interpretation und Diskussion ist.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn32\">[32]<\/a> Die Interpretation von Bischof Olsson und der Missionsprovinz argumentiert ganz stichhaltig, \u00a0da\u00df die Weihe nicht au\u00dferhalb der Kirchenordnung stattgefunden hat. Aber was wichtiger ist, sollte die Frage der Kirche nicht lauten: \u201eIst was Bischof Obare getan hat schriftgem\u00e4\u00df? Stimmt es \u00fcberein mit dem, wie Lutheraner den christlichen Glauben verstehen, wie er in den Bekenntnisschriften dargelegt ist?\u201c Aber diese Fragen werden als unwichtig f\u00fcr die Untersuchung angesehen. Es sind menschliche Regeln und Ordnungen, auf denen die Entscheidung basiert, selbst wenn diese Regeln mit der Schrift und dem historischen Verst\u00e4ndnis des christlichen Glaubens nicht \u00fcbereinstimmen. Und die Heuchelei des Exekutivkomittees des LWB ist offenbar. Der LWB ist eine Organisation, die weithin von den n\u00f6rdlichen, reichen, liberalen Kirchen dominiert wird.\u00a0 da\u00df diese dominierenden, m\u00e4chtigen Interessen nun einen s\u00fcdlichen Bischof der \u201eunangemessenen Einmischung in das Leben einer Schwesterkirche\u201c beschuldigen ist scheinheilig. \u00a0Ehe ich fortfahre, lassen Sie mich sagen wie dankbar wir in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kenya sind f\u00fcr die Missionsarbeit, die unter uns von den schwedischen Lutheranern getan wurde, die Gott gebraucht hat, um unsere Kirche zu gr\u00fcnden. Ihre Hingabe und Opfer tragen nun Fr\u00fcchte \u2013 ja drei\u00dfig-, sechzig- und hundertfach \u2013 indem Gott nun uns gebraucht f\u00fcr die reine Verk\u00fcndigung des Evangeliums in Schweden und hoffentlich bald auch in anderen Teilen der Welt. Nichtsdestotrotz haben die n\u00f6rdlichen Kirchen eine lange, bedeutende und fortw\u00e4hrende Tradition der \u201eunangemessenen Einmischung in das Leben einer Schwesterkirche\u201c. \u00a0Diese Einmischung nimmt vielerlei Formen an, aber weithin wirkt sie durch die Manipulation der finanziellen Kontrolle \/ die Vergabe von Mitteln. Es gibt Geld, wenn man mit der Agenda der liberalen n\u00f6rdlichen Kirchen \u00fcbereinstimmt. Mir selber wurden verschiedene \u201ePartnerschaften\u201c von LWB-\u201eSchwesterkirchen\u201c angeboten, wenn ich Bischof Olsson nicht weihen w\u00fcrde. Wir haben ein Wort f\u00fcr diese Art Angebot, ein Vorgang, der trauriger Weise f\u00fcr uns in Kenia nur allzu vertraut ist, wo wir uns tagt\u00e4glich mit den Auswirkungen von Bestechung herumschlagen m\u00fcssen. Eine andere Art von Einmischung ist die theologische. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Weihe eines geschiedenen, praktizierenden Homosexuellen zum Bischof in der Episcopal Church in den USA, die einen gro\u00dfen Einfluss auf alle christlichen Denominationen im ganzen S\u00fcden und, wie ich ganz sicher wei\u00df, in Afrika hat. Das hat die Glaubw\u00fcrdigkeit aller Christen besch\u00e4digt. Der Glaube eines neuen oder schwachen Christen ist schwer ersch\u00fcttert, und viele haben sich gefragt, ob die christliche Religion die richtige ist. Das hat auch die Ausbreitung der Muslime unterst\u00fctzt, die dies als ein Beispiel daf\u00fcr gebrauchen, wie korrupt das Christentum ist. Das w\u00e4re eines von vielen theologischen Beispielen. \u00dcbungen der liberalen lutherischen Kirchen wie die Frauenordination, die Segnung gleichgeschlechtlicher Ehen (wie diejenige, bei der Erzbischof Hammar anwesend war) und m\u00f6glicherweise irgendwann einmal die Ordination praktizierender Homosexueller sind ebenfalls furchtbare Einmischungen in das Leben der s\u00fcdlichen lutherischen Kirchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn das nicht \u201eunangemessene Einmischung\u201c ist, die den Leib Christi besch\u00e4digt, dann wei\u00df ich nicht was das ist. Lassen Sie mich nur ein neuerliches Beispiel von \u201eunangemessener Einmischung in das Leben einer Schwesterkirche\u201c aus meiner eigenen Kirche, der Evangelisch Lutherischen Kirche in Kenya (ELCK) bringen. Vor wenig mehr als einem Jahr plante und verursachte ein Missionar aus der Evangelical Lutheran Church in America (ELCA) ganz bewusst eine Spaltung in der wohl wichtigsten Gemeinde in der ELCK \u2013 der Uhuru Highway Lutheran Church, die nun Kathedrale genannt wird. Er reichte seinen R\u00fccktritt von dem englischen Gottesdienst ein zwei Wochen vor seinem Weggang. Am Sonntag nach seinem Weggang predigte er und begann eine neue Gemeinde, ebenfalls in Nairobi, in einer LWB-\u201eSchwesterkirche\u201c , der Kenya Evangelical Lutheran Church (KELC). Bevor er von der Uhuru Highway Gemeinde offiziell zur\u00fcckgetreten war, hatte er bereits einen Lenkungsausschuss f\u00fcr die neue Gemeinde organisiert, die er zu gr\u00fcnden beabsichtigte. Lange vorher hatte er begonnen an einer neuen Gottesdienstordnung zu arbeiten. Das Ziel war eindeutig nicht in der ELCK zu bleiben, sondern eine schmerzliche Spaltung in der Gemeinde. Der offizielle Vertreter der ELCA f\u00fcr Ostafrika war vor der Spaltung bei den Sitzungen des Lenkungsausschusses anwesend und half sie durchzuf\u00fchren. Der Bischof der KELC unterst\u00fctzte ebenfalls die Spaltung. \u00dcber sechs Monate nachdem die Spaltung stattgefunden hatte, entschied sich die ELCA diese neue Gemeinde mit 370 000 US Dollar (zweimal 185 000 f\u00fcr zwei Jahre) zu unterst\u00fctzen und derart die Spaltung zu garantieren und zu zementieren. Aber ich sehe Bischof Hanson von der ELCA als Pr\u00e4sident des LWB. Ich sehe nichts von Vorw\u00fcrfen einer \u201eunangemessenen Einmischung in das Leben einer Schwesterkirche\u201c gegen seine Kirche. Ich sehe nicht, \u00a0da\u00df Bischof Hansons Position als Pr\u00e4sident in Gefahr w\u00e4re. Meine Br\u00fcder und Schwestern, das ist Scheinheiligkeit. Die n\u00f6rdlichen Kirchen \u201emischen sich ein\u201c in das Leben der s\u00fcdlichen Kirchen, und zwar regelm\u00e4\u00dfig. Diese Einmischung, wie die Diskriminierung in der Kirche von Schweden gegen ihre eigenen Mitglieder, wird kommentarlos hingenommen, wegen des Reichtums und der Macht der Kirchen. Ist es das, was Kirche ist? Ist das die wahre Einheit?<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn33\">[33]<\/a> Schlie\u00dflich kann ich keinesfalls akzeptieren, \u00a0da\u00df mein Handeln eine \u201eunangemessene Einmischung\u201c gewesen sei. Es war erstens von christlicher Liebe motiviert, gut aus Bibel und Bekenntnis begr\u00fcndet, und von meiner eigenen Kirche, der ELCK, im Rahmen unserer Jahressynode durch einen Beschluss genehmigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich meine Begr\u00fcndung auf einer privaten Konferenz von ca. 17 afrikanischen lutherischen Kirchenf\u00fchrern (Bisch\u00f6fen und Pr\u00e4sidenten) w\u00e4hrend der Ratsversammlung von 2004 vorbrachte, gaben alle ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr meine Entscheidung und die der ELCK.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn34\">[34]<\/a> Wir sind nicht auf die Missionsprovinz zugegangen \u2013 sie kam zu uns, und wir reagierten lediglich auf Gottes F\u00fchrung in ihrem Ruf an uns. Die Missionsprovinz, anders als der ELCA-Missionar, der eine unserer Gemeinden spaltete, hat wiederholt ihren Willen in der Kirche zu bleiben, und nicht schismatisch zu werden, bekundet. Und, wie ich schon gesagt habe, die Situation, in der sich die Missionsprovinz fand, machte es notwendig, nach g\u00f6ttlichem Recht, \u00a0da\u00df sie Pfarrer ordiniert, was sehr angemessen verwirklicht wurde im Rahmen der Apostolische Sukzession. Das ist keine \u201eunangemessene Einmischung\u201c, sondern die geeignetste \u201eEinmischung\u201c, eine \u201eEinmischung\u201c in voller \u00dcbereinstimmung mit dem Auftrag unseres Herrn nach der Heiligen Schrift und den Bekenntnisschriften. Es tut mir leid, wenn meine Worte scharf gewesen sind. Aber die Wahrheit muss gesagt werden, und wenn das auszusprechen, was die Schrift sagt, und was der Gehorsam gegen\u00fcber dem Wort gebietet, Uneinigkeit verursacht, dann sei es so. Wie Jesus sagte: \u201eIhr sollt nicht meinen, \u00a0da\u00df ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird&#8217;s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird&#8217;s finden.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn35\">[35]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wohin gehen wir von hier aus?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Br\u00fcder und Schwestern, macht den LWB nicht im Namen der Starken zum Komplizen bei den Ungerechtigkeiten und der Verfolgung der Schwachen. Wegen der Empfehlung des LWB-Exekutivkomittees k\u00f6nnten manche meinen,\u00a0 da\u00df die Entscheidung schon beschlossene Sache sei. Aber es muss nicht so sein. Der LWB kann in der Tat f\u00fcr die reine Verk\u00fcndigung des Wortes Gottes in der Welt eintreten. Der LWB kann die Schrift als die einzige Norm des Glaubens, der Lehre und des Lebens festhalten.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn36\">[36]<\/a> Der LWB kann die Kontinuit\u00e4t mit dem historischen Verst\u00e4ndnis der christlichen Kirche, wie es in den Bekenntnisschriften zu finden ist, aufrecht erhalten. Der LWB kann auf g\u00f6ttliche Weisung schauen und sie menschlichen Ordnungen vorziehen. Der LWB kann seine Richtung \u00e4ndern und ein Leuchtturm der Hoffnung sein, als getreuer Knecht des Herrn in der Welt. Aber das braucht Mut. Es braucht Entschlossenheit. Es braucht die Aufgabe des Zweifels, der ein so bedeutendes Element der n\u00f6rdlichen intellektuellen Tradition seit Descartes ist. Es braucht ein Festhalten am Wort als das Wort. Es braucht das Herz eines Knechts, nicht eines Herren. Dient dem Volk. Reicht Gottes Gaben, vor allem die Gabe des getreuen Wortes und des sakramentalen Dienstes. Unterwerft euch nicht dem, was das Normalste in der menschlichen Geschichte ist \u2013 die Herrschaft Eines \u00fcber den Anderen, der \u201eWille zur Macht\u201c, der sich hinter so vielen theologischen Regeln und Schlagworten verbirgt. Habt keine \u201ej\u00fcckenden Ohren.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn37\">[37]<\/a> Seid offen f\u00fcr Gottes Wort. Br\u00fcder und Schwestern, ich bitte euch dringend die Stimme des Hirten zu erkennen in meinem Bekenntnis und im Bekenntnis unserer Br\u00fcder und Schwestern der Missionsprovinz von Schweden. Beide sind wohlgegr\u00fcndet auf dem Wort Gottes und den Bekenntnisschriften. \u00a0Ich mache mir Sorgen \u00fcber die Folgen, die das h\u00e4tte, wenn ihr abstimmt um mich aus diesem Rat zu entfernen. Es geht mir nicht um mich &#8211; mein Gewissen ist rein und mein Herz fr\u00f6hlich, \u00a0da\u00df ich unserem Herrn nahe stehe, der verurteilt wurde. Aber ich mache mir Sorge um euch und die Zukunft des LWB.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daher noch einmal: \u201eIch nehme Himmel und Erde heute \u00fcber euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit du das Leben erw\u00e4hlst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, indem ihr den HERRN, euren Gott, liebt und seiner Stimme gehorcht und ihm anhangt. Denn das bedeutet f\u00fcr dich, \u00a0da\u00df du lebst\u2026\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_edn38\">[38]<\/a><\/p>\n<p><em>Bischof Walter Obare Omwanza, September 2005, Jerusalem<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Nebenbei sei angemerkt, \u00a0da\u00df Bischof Arne Olsson auf jeden Fall Bischof ist. Seine Konsekration ist jenseits jeden Zweifels auf Grund vieler nachfolgend aufgef\u00fchrter Gr\u00fcnde g\u00fcltig. Es gen\u00fcge hier Luther in den Schmalkaldischen Artikeln zu zitieren: <em>\u201eDarum wollen und sollen wir, wie die alten Vorbilder der Kirche und der V\u00e4ter uns lehren, selber t\u00fcchtige Personen zu diesem Amt ordinieren. Und das haben sie uns nicht zu verbieten noch zu wehren, auch nach ihrem eigenen Rechte. Denn ihre Rechte sagen, \u00a0da\u00df auch diejenigen, die von Ketzern ordiniert worden sind, ordiniert hei\u00dfen und bleiben sollen.\u201c<\/em> (SA II, 10,3) Bekenntnisschriften im Folgenden zitiert nach: Unser Glaube. Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Bearbeitet v. Horst P\u00f6hlmann, G\u00fctersloh 1987<sup>2<br \/>\n<\/sup><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es ist bekannt, \u00a0da\u00df die Mehrheit der Christen auf der Welt die Frauenordination nicht praktizieren. Die R\u00f6misch-Katholische Kirche, die \u00f6stlichen Orthodoxen und viele protestantische Kirchen in Nord und S\u00fcd glauben diese Lehre nicht. Daher ist das Dogma der Frauenordination eine eigenwillige Lehre einiger weniger Liberaler aus n\u00f6rdlichen, protestantischen Kirchen, weitgehend durch die Dominanz einer m\u00e4chtigen Elite durchgesetzt, die keinen Widerspruch duldet.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eph 5,26 \u2013 ein klarer Hinweis auf die Taufe<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref4\">[4]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Psalm 100,3<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref5\">[5]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1. Pet 2,10<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref6\">[6]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Apg. 5,14 (\u03c0\u03c1\u03bf\u03c3\u03b5\u03c4\u03af\u03b8\u03b5\u03bd\u03c4\u03bf \u03c0\u03b9\u03c3\u03c4\u03b5\u03cd\u03bf\u03bd\u03c4\u03b5\u03c2 \u03c4\u1ff7 \u03ba\u03c5\u03c1\u03af\u1ff3); Gal 2:16 (\u03b4\u03b9\u1f70 \u03c0\u03af\u03c3\u03c4\u03b5\u03c9\u03c2 \u1f38\u03b7\u03c3\u03bf\u1fe6 \u03a7\u03c1\u03b9\u03c3\u03c4\u03bf\u1fe6, \u03ba\u03b1\u1f76 \u1f21\u00b5\u03b5\u1fd6\u03c2 \u03b5\u1f30\u03c2 \u03a7\u03c1\u03b9\u03c3\u03c4\u1f78\u03bd \u1f38\u03b7\u03c3\u03bf\u1fe6\u03bd \u1f10\u03c0\u03b9\u03c3\u03c4\u03b5\u03cd\u03c3\u03b1\u00b5\u03b5\u03bd)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref7\">[7]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Apol. VII\/VIII,8.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref8\">[8]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Joh 11,52<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref9\">[9]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eph 1,23; 1 Kor 12,12ff<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref10\">[10]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1. Kor 12,26<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref11\">[11]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1. Kor 12,27-31. Andere Gaben sind die Gabe eines mutigen Zeugnisses f\u00fcr die Wahrheit des Evangeliums und ein starker missionarischer Glaube. Diese Gaben sind der Kirche auf der ganzen Welt gegeben. K\u00fcrzlich stand in einer Presseverlautbarung des LWB vom 16. Juni 2005 zu einem Treffen in Reykholt, Island, \u00a0da\u00df es notwendig sei, \u00a0da\u00df die Europ\u00e4ischen Kirchen sich der Herausforderung durch die Kirchen des S\u00fcdens stellen m\u00fc\u00dften. Der Verlautbarung zufolge betonte Pfarrer Dr. Kjell Nordstokke<em>: \u201e\u2026 da\u00df das Kernland der Christenheit nicht mehr Europa, sondern Lateinamerika, einige Teile Asiens und Afrika sei. W\u00e4hrend Kirchenmitgliedschaft im S\u00fcden bedeutend zun\u00e4hme, s\u00e4hen sich die die europ\u00e4ischen Kirchen mit einer stetigen Abnahme konfrontiert. Mission k\u00f6nne daher nicht l\u00e4nger als eine Aktivit\u00e4t des Nordens im Blick auf den S\u00fcden verstanden werden. Im Gegenteil w\u00e4re es notwendig f\u00fcr die Kirchen im S\u00fcden denen im Norden als Beispiel zu dienen. Die Konzepte des S\u00fcdens sollten als Gaben und Potential f\u00fcr unsere Erneuerung als missionarische Kirche in unserer Kultur verstanden werden.\u201c<\/em> Wie sich zeigen wird, diente mein Handeln in Schweden genau den biblischen, missionarischen und bekenntnisorientierten Gr\u00fcnden. \u00a0Das ist ein Geschenk an die n\u00f6rdlichen Kirchen, das verstanden werden will in dem Zusammenhang, den diese Presseverlautbarung erl\u00e4utert. Aber das Ergebnis ist, \u00a0da\u00df trotz gegenteiliger Beteuerungen die m\u00e4chtige Elite im Norden nicht bereit scheint das volle Gewicht solcher Gaben zu akzeptieren.\u00a0(Vgl.<a href=\"http:\/\/www.lutheranworld.org\/News\/LWI\/EN\/1686.EN.html\">:www.lutheranworld.org\/News\/LWI\/EN\/1686.EN.html<\/a>)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref12\">[12]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 CA V,1-2<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref13\">[13]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 SA III, 12,2<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref14\">[14]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vgl. Apg 10,44-48<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref15\">[15]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eph 4,5-6a; Ap VII\/VIII,8<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref16\">[16]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wo eine derartige Situation aufkommt, da sind die Bekenntnisschriften klar und deutlich: <em>\u201eWenn daher die eingesetzten Bisch\u00f6fe zu Feinden des Evangeliums werden oder die Ordination verweigern wollen, behalten die Kirchen (trotzdem) ihr Recht. Denn wo auch immer Kirche ist, dort ist das Recht, das Evangelium auszurichten. Deshalb muss die Kirche das Recht behalten, Diener (der Kirche) zu berufen, zu w\u00e4hlen und zu ordinieren. Und diese Recht ist ein der Kirche vorzugsweise gegebenes Geschenk, das keine menschliche Autorit\u00e4t der Kirche entrei\u00dfen kann\u2026<\/em>\u201c Tr 66f<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref17\">[17]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zun\u00e4chst war es nicht so. 1958 wurden Versprechen gegeben, \u00a0da\u00df die neuen Regeln mittels einer \u201eGewissensklausel\u201c Kandidaten, die mit der Frauenordination nicht einverstanden waren, von der Ordination nicht ausschlie\u00dfen w\u00fcrden. Minister Edenmann erkl\u00e4rte offiziell,\u00a0 da\u00df die Kraft des Gesetzes hinter der Gewissensklausel stehen w\u00fcrde. Aber 1982 wurde die Gewissensklausel entfernt, und Priester, die mit der Frauenordination nicht einverstanden waren, wurden zunehmendem Druck ausgesetzt, bis der Punkt erreicht wurde, \u00a0da\u00df sie wegen ihrer Opposition gegen diese neue Doktrin nicht ordiniert w\u00fcrden. Vgl. Tighes Artikel \u201eSwedes Adrift\u201c (Schweden dahintreibend) <a href=\"http:\/\/touchstonemag.com\/archives\/article.php?id=16-02-036-f\">http:\/\/touchstonemag.com\/archives\/article.php?id=16-02-036-f<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref18\">[18]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Bekenntnisschriften sprechen den Fall des Vergehens gegen das Gewissen an: <em>\u201eWoher haben denn die Bisch\u00f6fe Recht und Macht, der Christenheit solche Vorschriften aufzuerlegen, um die Gewissen zu verstricken? Denn der hl. Petrus verbietet in der Apg 15, ein Joch auf die H\u00e4lse der J\u00fcnger zu legen. Und der hl. Paulus sagt zu den Korinthern, ihnen sei die Gewalt gegeben, um zu bessern und nicht um zu verderben. Warum vermehren sie dann die S\u00fcnde durch solche Vorschriften?<\/em>\u201c (CA XXVIII, 42 ; aber vgl. 39 \u2013 52). W\u00e4hrend die Reformatoren von Vorschriften reden, die ersonnen wurden um Gottes Gnade zu erlangen oder heilsnotwendig waren, kann man argumentieren, \u00a0da\u00df das Bestehen auf der Doktrin der Frauenordination, so wie es in der Kirche von Schweden zu finden ist, und die entsprechende Rhetorik drum herum, diese Angelegenheit tats\u00e4chlich als heilsnotwendige Vorschrift anzusehen ist.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref19\">[19]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u201e<em>Der Hl. Petrus verbietet den Bisch\u00f6fen die Herrschaft, als h\u00e4tten sie die Gewalt, die Kirchen, wozu sie wollen, zu zwingen. Es geht jetzt nicht darum, wie man den Bisch\u00f6fen ihre Gewalt nehme, sondern man bittet und begehrt, \u00a0da\u00df sie die Gewissen nicht zu S\u00fcnden zwingen. Wenn sie das aber nicht tun werden und diese Bitte verachten, m\u00f6gen sie bedenken, wie sie es vor Gott verantworten k\u00f6nnen, \u00a0da\u00df sie mit dieser ihrer H\u00e4rte die Spaltung und das Schisma (der Kirche) <strong>verursachen<\/strong>, was sie doch billigerweise verh\u00fcten helfen sollten<\/em>.\u201c (CA XXVIII, 76-78 )<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref20\">[20]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 William J. Tighe kommentiert: <em>\u201eSelbst einige liberale Kolumnisten kommentierten die Absurdit\u00e4t die Unterst\u00fctzung der Frauenordination zur <strong>einzigen<\/strong> glaubensm\u00e4\u00dfigen Voraussetzung f\u00fcr die Ordination oder Aufstieg in der Kirche zu machen.<\/em>\u201c (Betonung im Original) <a href=\"http:\/\/touchstonemag.com\/archives\/article.php?id=16-02-036-f\">http:\/\/touchstonemag.com\/archives\/article.php?id=16-02-036-f<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref21\">[21]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Und es ist ein Test. Au\u00dferordentliche Ma\u00dfnahmen werden angewandt um festzustellen\u00a0 da\u00df Kandidaten die Frauenordination akzeptieren. Dazu geh\u00f6rt: die Kommunion von einer Pfarrerin entgegenzunehmen; ein unterschriebenes Zeugnis der Akzeptanz zu liefern und ein Dokument zu unterschreiben, das die Akzeptanz aller Geistlichen in der Kirche von Schweden und deren sakramentaler Handlungen enth\u00e4lt. M\u00e4nner die schon Priester sind m\u00fcssen das gleiche Dokument unterschreiben und\/oder gemeinsam mit einer Pfarrerin das Abendmahl aus\u00fcben. Derart radikale Anforderungen sind unangemessen selbst in einer s\u00e4kularen, b\u00fcrgerlichen Gesellschaft, viel mehr noch in der Kirche.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref22\">[22]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Tr 72. Man kann die Situation in der Kirche von Schweden mit denen vergleichen, die im 16. Jahrhundert auf der Lehrmeinung des Z\u00f6libats bestanden. Wie die Frauenordination war auch das Z\u00f6libat eine neue Interpretation der Bibel und der Tradition. Des Weiteren ist die Praxis der Kirche von Schweden ein Spiegelbild der Verfolgung in der r\u00f6misch-katholischen Kirche des 16. Jahrhunderts derer, die gegen das Z\u00f6libat opponierten. Dazu sagten die Reformatoren: <em>\u201eDie Bisch\u00f6fe w\u00fcrden aber leicht den Gehorsam bekommen, wenn sie nicht darauf dringen w\u00fcrden, solche Satzungen einzuhalten, die doch ohne S\u00fcnde nicht eingehalten werden k\u00f6nnen. Jetzt aber handeln sie (anders) und verbieten (die Aussteilung) des heiligen Sakraments in beiden Gestalten, ebenso den Geistlichen den Ehestand, nehmen niemanden auf, der nicht zuvor einen Eid tut, er werde diese (unsere) Lehre nicht predigen, die doch ohne jeden Zweifel dem heiligen Evangelium gem\u00e4\u00df ist&#8230; (Unsere Kirchen) bitten allein darum, \u00a0da\u00df die Bisch\u00f6fe einige von den unangemessenen Beschwerungen aufheben, die es doch fr\u00fcher in der Kirche auch nicht gegeben hat und die im Gegensatz zum Brauch der christlichen allgemeinen Kirche (ecclesia catholica) \u00fcbernommen worden sind; \u2026 Kann man aber nicht einmal das bei ihnen erreichen, \u00a0da\u00df man derartige menschliche Satzungen m\u00e4\u00dfige und abtue, die man ohne S\u00fcnde nicht halten kann, dann m\u00fcssen wir die Regel der Apostel befolgen, die uns gebietet, wir sollen Gott mehr gehorchen als den Menschen.\u201c <\/em>(CA XXVIII 69-70.72.75)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref23\">[23]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 SA III, 10, 2-3<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref24\">[24]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Diejenigen, die bekenntnism\u00e4\u00dfige und kontextabh\u00e4ngige Theologie in Spannung sehen sind theologisch durcheinander. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Ansprache von Bischof Hanson vor dem LWB-Rat im September 2004 als er sagte: <em>\u201eWir werden zusammenwachsen und gest\u00e4rkt werden, indem wir Orthopraxis und Orthodoxie, kontextuelle und bekenntnisorientierte Theologie in gesunder Spannung und lebhaftem Austausch halten<\/em>.\u201c Die gleiche Verwirrung besteht, wenn bekenntnism\u00e4\u00dfige und missionarische Theologie gegeneinandergesetzt werden. Es gibt keine Spannung zwischen den beiden. Eine wirklich bekenntnism\u00e4\u00dfige Theologie ist beides, kontextuell und missionarisch. Die kontextuellen und missionarischen Auswirkungen eines wahrhaftigen Bekenntnisses des Glaubens finden tats\u00e4chlich Nachhall rings um den Globus, was man an Figuren wie Jesus, Stephanus, Paulus, Luther und vielen anderen sehen kann.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref25\">[25]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Martin Luther, Heidelberger Disputation, These 21<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref26\">[26]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kapitel 2 der \u201eSatzungen f\u00fcr die Missionsprovinz in Schweden\u201c am 17. Mai 2004 aufgezeichnet und am 15. Januar 2005 erg\u00e4nzt lautet: \u201e<em>Die Missionsprovinz ist ein Teil der \u00b4Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche\u00b4. Sie ist eine freie Provinz der Kirche und Gemeinde Gottes in Schweden, auf dem Fundament des unver\u00e4nderten Evangelisch-Lutherischen Bekenntnisses. Sie steht in Kontinuit\u00e4t mit der geistlichen Tradition, die in der Kirche von Schweden bewahrt und entwickelt wurde, und sieht sich als eine nichtterritoriale Provinz in ihr.\u201c<\/em> Dar\u00fcber hinaus definiert Bischof Olsson in seiner Berufung gegen seine Entfernung die Missionsprovinz folgenderma\u00dfen: <em>\u201eDie Missionsprovinz ist eine innerkirchliche Bewegung, eine freikirchliche Struktur innerhalb der Kirche von Schweden. Sie sieht sich als eine nichtterritoriale Di\u00f6zese innerhalb der Kirche von Schweden mit eigenem Bischof, Priestern und Abendmahlsgemeinschaften (oft koinonias genannt). Wir arbeiten in der geistlichen Tradition der Kirche von Schweden mit Glauben, Lehre und Bekenntnis der Kirche Schwedens als Fundament. Wir wollen eine Missionsbewegung sein, die f\u00fcr eine christliche Erneuerung in Schweden arbeitet. Wir wollen eine prophetische Stimme sein, die Gottes Wort ernst<\/em> <em>nimmt; eine reformierende Bewegung, die das Werk der Reformation fortsetzt. Wir wollen ein Refugium sein f\u00fcr diejenigen, die mehr und mehr frustriert mit der Kirche von Schweden sind wegen ihrer Lehre gegen den Herrn. Rechtlich gesehen ist die Missionsprovinz eine non-profit Organisation und eigene rechtliche K\u00f6rperschaft. Daher ist unsere T\u00e4tigkeit nicht von der Kirchenordnung, sondern von unserer eigenen Grundordnung geregelt. Und doch sehen wir uns als Teil der Kirche von Schweden im geistlichen Sinne. Wir sehen die Kirche von Schweden sowohl als geistliche Gemeinschaft wie als Organisation. \u00a0Wir sehen uns als Teil der geistlichen Gemeinschaft der Kirche von Schweden, aber nicht als Teil der Organisation der Kirche von Schweden. Daher wollen wir auch gute Beziehung zur Kirche von Schweden als Organisation. Die Kirche von Schweden hat nun die Gelegenheit ihre guten Absichten und ihre N\u00e4he zu uns zu zeigen, indem sie die<\/em> <em>Entscheidung des Kapitels der Karlstadt Kathedrale zur\u00fccknimmt, mir mein Recht auf die Aus\u00fcbung meines priesterlichen Amtes wegzunehmen.\u201c<\/em>\u00a0(vgl.: <a href=\"http:\/\/www.missionsprovinsen.se\/engelsk\/arne_olssons_appeal.htm\">www.missionsprovinsen.se\/engelsk\/arne_olssons_appeal.htm<\/a>)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref27\">[27]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bischof Olssons guter Wille kommt deutlich zum Vorschein in seiner Bitte nicht aus den Reihen der Priester in der Kirche von Schweden entfernt zu werden: <em>\u201eDas Kapitel der Kathedrale hat den Weg des Zersplitterns und Zerbruchs gew\u00e4hlt. Die Missionsprovinz m\u00f6chte kein Zersplittern. Wir wollen eine Erweckung \u2013 eine Erneuerungsbewegung innerhalb der Kirche von Schweden, eine Reformbewegung, die das Werk der Reformation fortsetzt. Wir wollen eine prophetische Stimme, die Gottes Wort in unserer Zeit erhebt f\u00fcr die Menschen unserer Zeit. Wir lieben die Kirche von Schweden und haben ihr Bestes und das der Menschen von Schweden vor Augen. Aber wir sehen keinen anderen Weg als selber Pastoren zu ordinieren wenn die Kirche von Schweden sich dem Evangelium in den Weg stellt. Dieser Schritt verlangt nicht, \u00a0da\u00df wir uns aufspalten. Im Gegenteil, es ist mit gro\u00dfer Sorge und Schmerz \u00a0da\u00df wir dazu gezwungen sind. Das ist auch der Grund, warum ich mein Amt als Pastor nicht aufgegeben habe. Ich m\u00f6chte Pastor der Kirche von Schweden bleiben. Diese Verbindung ist mir und der Missionsprovinz wichtig<\/em>.\u201c Siehe wieder: <a href=\"http:\/\/www.missionsprovinsen.se\/engelsk\/arne_olssons_appeal.htm\">http:\/\/www.missionsprovinsen.se\/engelsk\/arne_olssons_appeal.htm<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref28\">[28]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Neben dem \u201emodernen\u201c cartesianischen epistemologischen Dilemma gibt es jetzt auch eine m\u00e4chtige \u201epost-moderne\u201c relativistische Zwickm\u00fchle. Ein Gutteil der zeitgen\u00f6ssischen Theologie ist fasziniert von der M\u00f6glichkeit der G\u00fcltigkeit vielfacher, auch gegens\u00e4tzlicher Behauptungen. Phrasen wie \u201edifferenzierter Konsens\u201c und \u201evers\u00f6hnte Verschiedenheit\u201c zeugen von dieser Position. Vieles davon kommt aus der Existentialphilosophie (z.B. Heidegger und, in modifizierter Form, Gadamer), die durch Bultmann in die christliche Kirche Eingang fand, wo das Ziel nunmehr nicht so sehr die Treue gegen\u00fcber einer unwandelbaren, wenn auch anpassungsf\u00e4higen Botschaft (oder Verhei\u00dfung) ist, sondern eine gewisse \u201eErfahrung\u201c von \u201eAuthentizit\u00e4t\u201c. Das ist ein Ziel f\u00fcr die Philosophie, nicht f\u00fcr das Christentum. Aber sogar die Art und Weise, wie es in die Kirche importiert worden ist, verr\u00e4t ein grundlegende Missverst\u00e4ndnis der urspr\u00fcnglichen philosophischen Absicht, die weitgehend nicht v\u00f6llig relativistisch sein wollte. Vgl. John Milbanks Buch \u201eTheology and Social Theory\u201c.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref29\">[29]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Man vergleiche die Sprache von \u201edifferenzierter Konsens\u201c und \u201evers\u00f6hnte Verschiedenheit\u201c mit Paulus\u2018 <em>\u201eso macht meine Freude dadurch vollkommen, \u00a0da\u00df ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einm\u00fctig und eintr\u00e4chtig seid.<\/em>\u201c (Phil 2,2) Ich frage mich ob derartig geschmeidiges Reden vom LWB darauf abzielt \u201edie Herzen der Arglosen zu verf\u00fchren\u201c: <em>\u201c Ich ermahne euch aber, liebe Br\u00fcder, \u00a0da\u00df ihr euch in Acht nehmt vor denen, die Zwietracht und \u00c4rgernis anrichten entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und euch von ihnen abwendet. Denn solche dienen nicht unserm Herrn Christus, sondern ihrem Bauch; und durch s\u00fc\u00dfe Worte und pr\u00e4chtige Reden verf\u00fchren sie die Herzen der Arglosen.\u201c<\/em> (R\u00f6 16,17f)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref30\">[30]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mehrdeutigkeit ist eine weitere Waffe im Einsatz. K\u00fcrzlich auf der ELCA Gesamtversammlung in Orlando 8. bis 14. August 2005 versuchten Mitglieder zu kl\u00e4ren, was \u201eEmpfehlung 2\u201c der Empfehlungen zur Sexualit\u00e4t wirklich bedeutet &#8211; w\u00fcrde die Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen erlaubt sein oder nicht? Eine eindeutige Antwort wurde auf diese Frage nicht gegeben au\u00dfer, wie die Presseverlautbarung ausf\u00fchrte, \u00a0da\u00df man \u201c<em>den Begriff `Segnung` zugunsten seelsorgerlicher Ermessensfreiheit vermieden habe\u201c.<\/em> Dem Vorwurf, das sei wischiwaschi und gebe keine klare Antwort entgegnete Bisch\u00f6fin Margaret Payne (New England Synod): \u201e<em>Das ist es nicht. Das ist sehr lutherisch. Wir leben im Paradox. Das ist anders als wischiwaschi, Es liegt Kraft im Verstehen der Wirklichkeit im Paradox und einer Vielfalt von Aus\u00fcbungen<\/em>.\u201c Die Vieldeutigkeit ist also absichtlich und als Werkzeug gebraucht um eine unbiblische Praxis zu akzeptieren, ohne sie wirklich anzuerkennen. Was f\u00fcr ein Unterschied zur biblischen Sprache! Was ist passiert mit dem <em>\u201eEure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was dar\u00fcber ist, das ist vom \u00dcbel<\/em>.\u201c (Mt 5,37)? (Vgl.:<a href=\"http:\/\/www.elca.org\/scriptlib\/CO\/ELCA_News\/encArticleList.asp?a=3140\">www.elca.org\/scriptlib\/CO\/ELCA_News\/encArticleList.asp?a=3140<\/a>. Der Text zu den Empfehlungen zur Sexualit\u00e4t siehe: <a href=\"http:\/\/www.elca.org\/assembly\/05\/VotingMatters\/RecommendationsRelatedtoSexuality.pdf\">http:\/\/www.elca.org\/assembly\/05\/VotingMatters\/RecommendationsRelatedtoSexuality.pdf<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref31\">[31]<\/a>\u00a0\u00a0Apg 16,9<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref32\">[32]<\/a>\u00a0siehe <a href=\"http:\/\/www.missionsprovinsen.se\/engelsk\/arne_olssons_appeal.htm\">http:\/\/www.missionsprovinsen.se\/engelsk\/arne_olssons_appeal.htm<\/a> f\u00fcr Olsson\u2019s Widerspruch und Interpretation. Es ist interessant zu sehen \u00a0da\u00df die epistemologische Frage, die ein Gutteil der liberalen Theologie dominiert, hier nicht zu finden ist. W\u00e4hrend viele liberale Theologen behaupten es sei unm\u00f6glich mit Bestimmtheit sagen zu k\u00f6nnen, was die Bibel uns heute zu sagen hat, ist offenbar die Interpretation von menschlichen Regeln \u00fcber jeden Zweifel erhaben.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref33\">[33]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Lage in der Kirche in Korinth bietet hier eine interessante Parallele. Reiche Gemeindeglieder wurden den \u00e4rmeren, schw\u00e4cheren vorgezogen und manche a\u00dfen sich satt beim Abendmahl und betranken sich w\u00e4hrend andere nicht hatten (1. Kor 11,17-22). Es sieht so aus, als ob sich in der Kirchengeschichte nicht viel ge\u00e4ndert hat.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref34\">[34]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das ist ein weiteres Beispiel der Bedeutung des Nord-S\u00fcd-Grabens im Christentum. Die Anglican Church of Kenya hat sich aus der Gemeinschaft mit der Episcopal Church in den USA zur\u00fcckgezogen wegen derer Preisgabe des geschichtlichen Christentums. Gleicherweise zeigt sich die zunehmende Kluft innerhalb des LWB in der Tatsache,\u00a0 da\u00df alle 17 afrikanischen Bisch\u00f6fe meiner Konsekration von Bischof Olsson zustimmten, w\u00e4hrend das Exekutivkomittee sie verurteilte.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref35\">[35]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mt 10,34-39<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref36\">[36]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es hat einen langen, langsamen Abrutsch im theologischen Denken im LWB und anderswo gegeben. Es ist jetzt verbreitet, \u00a0da\u00df theologische Entscheidungen nicht auf der Schrift basieren, sondern nur auf dem Willen und Wollen der Theologen. Statt zu F\u00fc\u00dfen unseres Herrn zu sitzen, wollen viele unserem Herrn beibringen wie Theologie gemacht wird. Die epistemologische Frage hat die liberale Theologie derart dominiert, \u00a0da\u00df jetzt fast jede Aussage als g\u00fcltig akzeptiert wird, solange die Person, die sie vorbringt aufrichtig ist. Siehe den Text \u201eGl\u00e4ubig miteinander auf dem Weg\u201c (Journey Together Faithfully) der ELCA und die folgenden Empfehlungen der Arbeitsgruppe Sexualit\u00e4t in ihren FAQ: <em>\u201eMenschen verschiedener \u00dcberzeugungen in diesen Fragen st\u00fctzen sich jeder auf seine Weise auf das Wort Gottes als Grundlage ihrer Ansichten. Daher gibt es aufrichtige Unterschiede der Interpretation unter den Menschen dieser Kirche, die eine gemeinsame Verpflichtung gegen\u00fcber der Autorit\u00e4t der Schrift teilen.<\/em>\u201c Wie viele andere Aussagen, ermutigt diese auf tr\u00fcgerische Weise den Leser zu glauben, \u00a0da\u00df die Autorit\u00e4t der Schrift von der Arbeitsgruppe akzeptiert wird, aber es ist eine wirkungslose Autorit\u00e4t, denn sie kann auf die verschiedenste Weise ausgelegt werden. Aber die eigene Interpretation \u2013 aufrichtig oder nicht \u2013 kann schlichtweg falsch sein, und die Schrift (oder irgendeine andere) kann nicht gleichzeitig \u201eA\u201c und \u201enicht A\u201c sagen.\u00a0 Die tats\u00e4chliche Wirkung solcher Sprache ist es den Zweifel am eigenen Glaubensbekenntnis zu f\u00f6rdern. Ist es das, was Jesus und die Apostel wollten? Oder entspricht das nicht viel mehr dem Ziel der Schlange im Garten: \u201e<em>Sollte Gott gesagt haben\u2026\u201c?<br \/>\n<\/em><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref37\">[37]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <em>\u201eDenn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gel\u00fcsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren<\/em>.\u201c (2 Tim 4,3f)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ednref38\">[38]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Deut 30:19-20a<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bischof Walter Obare Omwanza (Evang.-Luth. Kirche von Kenia) Das Leben w\u00e4hlen! Ansprache von Bischof Walter Obare Omwanza, Leitender Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kenia vor dem Rat des Lutherischen Weltbundes in Jerusalem, September 2005. 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