{"id":3943,"date":"2008-12-30T21:53:14","date_gmt":"2008-12-30T19:53:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=3943"},"modified":"2009-12-30T21:53:59","modified_gmt":"2009-12-30T19:53:59","slug":"botschaft-zum-christfest-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=3943","title":{"rendered":"Botschaft zum Christfest 2008"},"content":{"rendered":"<p><strong>Botschaft zum Christfest 2008 von Erzbischof J\u0101nis Vanags, Riga<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Christus Geliebte, ich w\u00fcnsche Euch allen ein gesegnetes und freudevolles Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus! In diesem Jahr ist das Christfest bei uns in einer Zeit eingetroffen, in der es rundherum viel Kummer und Sorgen, Unfrieden und Verurteilungen gibt. Wir k\u00f6nnten sogar fragen, ob dieses die rechte Zeit zum Feiern ist? Wie ist es eigentlich mit der Bewirtung und dem reichen Gabentisch? Wie kann da Weihnachtsfreude aufkommen, wenn wir uns das nicht mehr leisten k\u00f6nnen, sondern unser Herz voller Sorgen ist, was der morgige Tag wohl bringen k\u00f6nnte?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus kam in einem Stall zur Welt und seine Wiege war eine Krippe. Ihn pflegte Maria, fern von der Heimat, und auf ihn achtete Joseph, der wusste, dass er nicht der Vater des Kindes war. Das geschah in einem von einer fremden Macht besetzten Lande, und selbst aus diesem mussten sie fliehen, denn sie wurden von Hass und\u00a0 Todesgefahr seitens des m\u00e4chtigen K\u00f6nigs Herodes bedroht. Und dennoch fiel es weder Joseph und Maria noch den Hirten und den Weisen aus dem Morgenlande ein, dass sie vielleicht in einer Krise stecken k\u00f6nnten. Ganz im Gegenteil, die Engel sangen: \u201eEhe sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens. Ich verk\u00fcndige allen Menschen gro\u00dfe Freude \u2013 Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Verhalten der Engel und der heiligen Familie gegen\u00fcber der Situation dieses Augenblicks ruft uns auf, unsere Augen zu \u00f6ffnen und das Wesentliche zu entdecken, worauf sich unser Leben gr\u00fcndet, und das\u00a0 richtig einzuordnen, was eigentlich nur Begleiterscheinungen sind, auch wenn sie noch so bedrohlich und dramatisch erscheinen. Was ist im Leben eines Menschen wirklich wesentlich, und was l\u00e4sst sich ertragen, l\u00f6sen oder\u00a0 abstreifen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Geschichte wird \u00fcber einen Mann berichtet, der nach einem\u00a0 Schiffsungl\u00fcck auf eine einsame Insel verschlagen wird. Von den \u00dcberbleibseln des Schiffes erbaute er sich eine H\u00fctte und sammelte angeschwemmte Dinge zum \u00dcberleben zusammen. Jeden Tag begab er sich auf die Suche nach Nahrung und bat Gott um Errettung. Es vergingen Woche und Monate, Hilfe war weit und breit nicht zu sehen. Eines Tages kehrte er von seiner Jagd zu seiner H\u00fctte zur\u00fcck und sah, dass seine Behausung und seine ganze Habe sich in ein gewaltiges Flammenmeer verwandelt hatten. \u201eHerr!\u201c schrie er zu Gott, \u201eweshalb geschieht mir das?! Habe ich noch immer nicht den Becher meines Ungl\u00fccks leer getrunken?\u201c\u00a0 Er wusste wirklich nicht, wie er weiter leben sollte. Unter gro\u00dfem Jammern fiel der Mann ohnm\u00e4chtig in den Sand. Er erwachte durch ein Ger\u00e4usch, das ihm bekannt vorkam. Er stand auf und sah, dass ein sch\u00f6nes gro\u00dfes Schiff sich der Insel n\u00e4herte. \u201eWie habt ihr mich gefunden?\u201c fragte er seine Retter. \u201eWir haben ein gro\u00dfes Feuer gesehen.\u201c, antworteten sie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn in unserem Leben solche Signalfeuer zu brennen beginnen, dann ist die Rettung nahe. Wenn alles Nichtige zu Rauch und Asche wird, auf das wir unsere unsicheren Hoffnungen gesetzt haben, haben wir die M\u00f6glichkeit, die wahre Weihnachtsbotschaft zu vernehmen : \u201eChrist der Retter ist da!\u201c Dieser Ton ist uns gut bekannt, denn Christus war uns immer nah<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist bezeichnend und von gro\u00dfer Symbolik, dass Jesu erste Ruhest\u00e4tte nach seiner Geburt als Mensch, eine Krippe war \u2013 die Stelle, an der man die Herde mit Futter versorgt. Ein wenig sp\u00e4ter wird Er \u00fcber sich selbst sagen: \u201eIch bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr d\u00fcrsten.\u201c Am Christfest schenkt Gott der Menschheit und jedem, der glaubt, Sein Brot, das Brot des Himmels. Jeder, der dieses Brot isst, wird nicht mehr hungern, und wer vom Wasser des Lebens trinkt, dem wird nicht mehr d\u00fcrsten. Das ist die Wahrheit, die frei macht. Das ist der Weg zur Ewigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die T\u00fcr, die sich zum Himmel \u00f6ffnet. Das kann uns niemand und nichts wegnehmen. Deshalb sagt Gott: F\u00fcrchtet euch nicht! Sorget nicht f\u00fcr den morgigen Tag, sondern blickt umher! Vielleicht ist da jemand, der Hilfe braucht, und bei dem du nur der Einzige bist, der helfen kann. Reiche ihm deine Hand, und ein anderer wird dir seine Hand reichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00f6gen die Weihnachtskerzen auch in uns das Feuer entz\u00fcnden, welches unser Klagen und unsere Unruhe verbrennt und uns von allem befreit, was wir unn\u00fctz begehren. Und m\u00f6ge diese heilige Flamme Gott ein Zeichen geben: \u201eKomm, Herr, errette mich! Ich warte auf Dich!\u201c Und der Friede\u00a0 Gottes, welcher h\u00f6her ist als unser Wissen und Begreifen, bewahre Eure Herzen und Gedanken in Christus Jesus.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbersetzung aus dem Lettischen: Johannes Baumann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Botschaft zum Christfest 2008 von Erzbischof J\u0101nis Vanags, Riga In Christus Geliebte, ich w\u00fcnsche Euch allen ein gesegnetes und freudevolles Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus! 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