{"id":3724,"date":"2009-10-20T06:25:32","date_gmt":"2009-10-20T04:25:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=3724"},"modified":"2009-10-20T06:25:32","modified_gmt":"2009-10-20T04:25:32","slug":"die-chance-zum-frieden-und-zur-versohnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=3724","title":{"rendered":"Die Chance zum Frieden und zur Vers\u00f6hnung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Chance zum Frieden und zur Vers\u00f6hnung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Riss traf Land und Leute, von Dauer unbekannt. Wir beteten f\u00fcr Deutschland, geteiltes Vaterland.&#8220; So lautet der Anfang eines Liedes, das J\u00f6rg Swoboda, Liedermacher und fr\u00fcher Jugendpfarrer in der DDR, aus Anlass des zwanzigsten Jahrestags des Mauerfalls gedichtet hat. Unser Volk denkt in diesen Wochen besonders an die friedliche &#8222;Revolution&#8220;, die uns vor zwanzig Jahren die Wiedervereinigung unseres Landes gebracht hat. Im Nachhinein kann man immer nur neu dar\u00fcber staunen, wie das m\u00f6glich war.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Politiker der DDR feierten damals gro\u00df das vierzigj\u00e4hrige Bestehen ihres Staates. Wenige Tage sp\u00e4ter war ihre Staatsmacht erloschen. Nur ein Beispiel des Unrechtsstaates: Der Journalist Ulrich Schacht ist im Gef\u00e4ngnis in Bautzen geboren, weil seine Mutter wegen einer Lappalie in Haft war. Schacht wurde sp\u00e4ter selbst inhaftiert, weil er bei einem Verh\u00f6r den Mut hatte zu sagen: &#8222;Ihr m\u00fcsst weg!&#8220; Daf\u00fcr bekam er sieben Jahre Gef\u00e4ngnis. 1976 wurde er von der Bundesrepublik freigekauft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwischen 1949 und 1989 wurden in der DDR rund 280 000 Menschen verhaftet, wie Experten ermittelten. Durch gro\u00dfe Demonstrationen mutiger DDR-B\u00fcrger entstand eine Bewegung, die die Machthaber zur Aufgabe zwang. Aus dem Ruf &#8222;Wir sind das Volk&#8220; wurde der Ruf &#8222;Wir sind ein Volk!&#8220; Gorbatschow, der Ministerpr\u00e4sident der UdSSR, hat gro\u00dfen Anteil an der Wiedervereinigung. Er lie\u00df die angeforderten Panzer nicht zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">40 Jahre Spannungen zwischen Ost- und Westdeutschland. 40 Jahre kalter Krieg. 40 Jahre Ungewissheit, wie das ausgehen wird. 40 unselige Jahre mit vielen Toten, Trennungen, Herzeleid, Unfreiheit und Tr\u00e4nen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was in der deutschen Geschichte durch die Trennung traurige Realit\u00e4t war und heute in manchen anderen Staaten noch vielfach ist, das gibt es auch im Kleinen. Wie viel Meinungsverschiedenheiten und Streit trennen Menschen voneinander! Manche Nachbarn, Kollegen, ja n\u00e4chste Angeh\u00f6rige sind oft weit voneinander entfernt und leben unvers\u00f6hnlich ihre Tage. Nicht wenige Politiker, ja selbst Parteigenossen sind sich spinne Feind. Mauern der Unvers\u00f6hnlichkeit sind wie undurchl\u00e4ssige Trennw\u00e4nde. Immer wird die Schuld beim Anderen gesucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das blockiert, zementiert und f\u00fchrt nicht zu einer Vers\u00f6hnung. Nur wenn &#8222;Mauern&#8220; \u00fcberwunden, niedergerissen, gesprengt werden, haben wir eine Chance zum Frieden, zur Vers\u00f6hnung, zur entlastenden und befreienden Vergebung und zum Neuanfang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder &#8222;kalte Krieg&#8220; zwischen Menschen kann beendet werden. Jede Unvers\u00f6hnlichkeit, ja auch die tiefste Feindschaft kann ausgemerzt werden. Jede Schuld, die trennt, kann \u00fcberwunden und vergeben werden. Es bedarf nur des gro\u00dfen Wunsches, des tiefen Sehnens und des entscheidenden Willens nach Auss\u00f6hnung und Frieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie hei\u00dft es doch in dem bewegenden Lied von Manfred Siebald: &#8222;Friede, Friede, Friede sei mit dir!&#8220; Wie w\u00fcrde manches harte Herz weich werden, wie w\u00fcrde manche Hand entgegengestreckt, wenn Menschen mit diesen Worten und mit diesem ehrlichen Wunsch aufeinander zugehen w\u00fcrden!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber nicht nur der Friede zwischen Menschen ist hilfreich und befreiend. Vor allem auch der Friede zwischen Menschen und Gott ist entscheidend. Der lebendige Gott hat in Jesus Christus schon lange seine liebende Hand nach uns ausgestreckt. Diese vers\u00f6hnende Hand, die sich aus lauter Liebe f\u00fcr uns ans Kreuz schlagen lie\u00df. Diese Hand, die es nur gut mit uns meint, die harte Herzen erweichen und vers\u00f6hnen will und kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie sagte doch unser erster Bundespr\u00e4sident, Theodor Heuss: &#8222;Europa ist auf drei H\u00fcgeln gebaut: Auf der Akropolis in Athen, auf den H\u00fcgeln von Rom und auf dem H\u00fcgel Golgatha in Jerusalem.&#8220; Manche Menschen f\u00fchren einen &#8222;kalten Krieg&#8220; gegen Gott, obwohl er ihnen, durch Jesus Christus, schon lange entgegengekommen ist und ihnen den Weg des Frieden gebahnt und gebaut hat. Wer &#8222;diesen Krieg&#8220; nicht beendet, wird den Kampf gegen Gott in jedem Fall verlieren. Kein sterblicher Mensch kann je gegen Gott gewinnen. Deshalb gibt es nur einen Weg, nur eine M\u00f6glichkeit, nur eine Chance: Die Vers\u00f6hnung! Die Auss\u00f6hnung mit Gott und mit Menschen! Jesus hat diesen Weg schon lange beschritten und wartet in geduldiger Liebe auf uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Friedemann H\u00e4gele<br \/>\nSulzbach-Laufen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Chance zum Frieden und zur Vers\u00f6hnung Der Riss traf Land und Leute, von Dauer unbekannt. Wir beteten f\u00fcr Deutschland, geteiltes Vaterland.&#8220; So lautet der Anfang eines Liedes, das J\u00f6rg Swoboda, Liedermacher und fr\u00fcher Jugendpfarrer in der DDR, aus Anlass des zwanzigsten Jahrestags des Mauerfalls gedichtet hat. 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