{"id":3489,"date":"2009-09-15T09:58:56","date_gmt":"2009-09-15T07:58:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=3489"},"modified":"2009-09-16T11:04:13","modified_gmt":"2009-09-16T09:04:13","slug":"das-eva-prinzip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=3489","title":{"rendered":"Das Eva-Prinzip (Teil I)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Eva-Prinzip<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Verlust der Weiblichkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir Frauen haben viel erreicht. Wir leben in einer Zeit der unbegrenzten M\u00f6glichkeiten. Was darf es bitte sein? Abteilungsleiterin, Astronautin oder Bundeskanzlerin? Single, Lebensgef\u00e4hrtin, Ehefrau und \u201eNur-Mutter\u201c? Wir k\u00f6nnen einfach zugreifen, im Supermarkt der W\u00fcnsche ist alles zu haben. Brav, angepasst, unterdr\u00fcckt war gestern. Eva lie\u00df sich von der Schlange \u00fcberreden, verbotene Fr\u00fcchte abzupfl\u00fccken, und seit sie ihrem Adam den Apfel reichte und beide vom Baum der Erkenntnis a\u00dfen, haben wir Frauen die Welt erobert. Wir entscheiden selbstbewusst, was wir wollen und nehmen uns, was wir kriegen k\u00f6nnen auf dem Markt der M\u00f6glichkeiten. Also alles in bester Ordnung! Oder?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es stimmt, wir Frauen haben tats\u00e4chlich viel erreicht Wir marschieren im Stechschritt durch einen anstrengenden Alltag voller Widerspr\u00fcche. Wir sehnen uns verzweifelt nach Geborgenheit, Heim und Familie und k\u00e4mpfen t\u00e4glich unser einsames Gefecht in der m\u00e4nnlich gepr\u00e4gten Arbeitswelt. Unsere Beziehungen zerbrechen immer schneller. Wir verzichten auf Kinder, und wenn wir doch welche haben, dann geben wir sie so schnell wie m\u00f6glich in fremde H\u00e4nde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Spagat zwischen Privatleben und Karriere ist ein Extremsport, der uns aufreibt, statt uns zu befl\u00fcgeln. Wir sind \u00fcberfordert, ausgelaugt und m\u00fcde. Und fragen uns in stillen Momenten: Ist es das wert? Welchen Preis zahlen wir eigentlich daf\u00fcr, emanzipiert und selbstbewusst zu sein? Sind wir \u00fcberhaupt noch Frauen? Oder haben wir unsere Weiblichkeit verloren?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer solche Fragen laut stellt, bricht ein Tabu. Der gilt als Verr\u00e4ter an der Sache der Frau und muss mit Gegenwind rechnen in einer Gesellschaft, die nicht mehr zu diskutieren wagt dar\u00fcber, ob die Errungenschaften der Frauenbewegungen \u00fcberhaupt Errungenschaften sind. Aber die Sache ist zu wichtig, um sich einsch\u00fcchtern zu lassen. Zu wichtig, um einfach so weiterzumachen wie bisher. Denn es geht um unsere Zukunft, um die Zukunft unserer Kinder, um den Fortbestand unserer Gesellschaft. Werden wir tats\u00e4chlich aussterben, wird unser Land in wenigen hundert Jahren brachliegen? Im Moment sieht alles danach aus!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind im Begriff, uns selbst abzuschaffen. Und deshalb werden wir dar\u00fcber diskutieren und Wege suchen m\u00fcssen, die uns aus der Sackgasse heraushelfen. Und zwar so schnell wie m\u00f6glich. Die Diskussion geht jeden von uns an, denn wir alle tragen Verantwortung, jeder an seinem Platz in der Gesellschaft. Die heute noch Kinder sind, sie stehen morgen vor einer aussterbenden Welt. Und sie werden Fragen stellen, UNS werden sie sie stellen: Warum habt ihr das zugelassen? Was habt ihr uns angetan?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was bedeuten die so genannten gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen, auf die sich die Politik stets beruft, wenn es um nicht nachzuvollziehende Entscheidungen und Gesetze geht? Sie bedeuten nichts anderes, als dass auch die Menschen sich ver\u00e4ndern, wir alle ver\u00e4ndern uns! Und wir fragen oft nicht mehr, ob wir auch alles tun d\u00fcrfen, was wir tun k\u00f6nnten. \u201eEntwicklung\u201c nennen das die Einen. \u201eFortschritt\u201c &#8211; die Anderen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder, wie der deutsche Bundespr\u00e4sident K\u00f6hler es in seiner Berliner Rede Ende M\u00e4rz ausdr\u00fcckte: \u201eWir leben in dieser modernen Globalwelt &#8211; doch die gro\u00dfen R\u00e4der sind jetzt gebrochen, und wir erleben eine Krise, deren Auswirkungen das 21. Jahrhundert pr\u00e4gen kann.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir leben in der modernen Zeit, welche als Konsequenz moderne Zahlen und Fakten aufweist. Doch nicht umsonst ver\u00e4ndert sich der Inhalt des Begriffs \u201emodern\u201c, wenn wir ihn auf der ersten Silbe betonen: Modern! Denn unsere Gesellschaft beginnt mit diesen einschneidenden Ver\u00e4nderungen vor sich hin zu modern, menschliche Strukturen sind im Verfall begriffen. Zu pessimistisch ausgedr\u00fcckt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein kleiner Auszug von Fakten, die uns in den Nachrichten t\u00e4glich begegnen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; W\u00e4hrend im Jahr 1990 in Deutschland \u00fcber eine halbe Million Ehen geschlossen wurden, genauer 516.388, waren es im Jahr 2005 noch 388.451 Ehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; W\u00e4hrend die Scheidungsrate im Jahr 1990 nicht ganz ein Viertel, also 23,8 Prozent betrug, waren 2005 \u00fcber die H\u00e4lfte aller Ehepaare, genauer, 51,9 Prozent betroffen, meistens \u00fcbrigens durch das Unzufriedenwerden der Ehefrauen mit ihren M\u00e4nnern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Das dauerhafte Stechen der Trennungsschmerzen in den Kinderseelen, wenn Mutter und Vater auseinander gehen und die daraus entstehenden Folgen f\u00fcr das eigene Partnerschafts-Verhalten sp\u00e4ter nimmt mittlerweile verheerende Ausma\u00dfe an. Es zieht Bindungslosigkeit Generationen \u00fcbergreifend nach sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Das Zusammenw\u00fcrfeln von Kindern aus Scheidungsfamilien in sog. Patchworkfamilien, in denen nur selten der neu erhoffte Frieden einkehrt, steigt an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die von der Erziehung v\u00f6llig \u00fcberforderten Alleinerziehenden nehmen stetig zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die unendlichen Zerw\u00fcrfnisse zwischen Jugendlichen mit ihren Eltern oder auch der heute 40\u201360 j\u00e4hrigen mit ihren nun alten und hilfsbed\u00fcrftig werdenden Eltern \u2013 oft mit totaler Abkehr voneinander unter gegenseitigen Schuldzuweisungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die dauerhaft sinkende Geburtenrate (derzeit 1,35), die Ende letzten Jahres den tiefsten Stand der Nachkriegsgeschichte erreicht hat, und uns unf\u00e4hig macht, uns selbst zu erhalten, wird uns schon in absehbarer Zeit zum Aussterben zwingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Ferner fast vierzig Prozent der M\u00e4nner bis vierzig Jahre, die nicht heiraten, keine Kinder haben und keine Verantwortung mehr \u00fcbernehmen wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die zahlreichen Frauen, die sich desgleichen h\u00e4ufig gegen Kinder und f\u00fcr die Erwerbst\u00e4tigkeit entscheiden (etwa 40%).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die nur noch achtzehn Prozent Kinder, die in Hamburger Haushalten leben, 15\u00a0% \u00a0in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die immer weniger erfolgreichen Jungen und M\u00e4nner, die unser Land zu verzeichnen hat, sie befinden sich in einer auff\u00e4lligen und deutlichen Leistungskrise, dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die f\u00fcnfzehn Prozent weniger m\u00e4nnlichen Abiturienten, als wir weibliche haben, sorgen f\u00fcr eine dramatische Verschiebung der weiblichen und m\u00e4nnlichen Leistungstr\u00e4ger von morgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die achtzig Prozent der jungen Menschen ohne Schulabschluss, die m\u00e4nnlichen Geschlechtes sind, Tendenz steigend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenso schauen wir auf:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Epidemisch ansteigende Depressionsraten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Epidemisch ansteigende, psychologisch bedingte Fettleibigkeit und Magersucht bei Kindern und Jugendlichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die st\u00e4ndig anwachsenden Gewalt- und Krawallexzesse der Jugendlichen (noch nicht so schlimm wie in England\/Schottland, wo alleine in Glasgow innerhalb eines Dreivierteljahres 51 Kinder von Kindern ermordet wurden)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die stark ansteigenden Alkoholexzesse bei Kindern und Jugendlichen bis hin zum Komasaufen, sind keine Gro\u00dfstadterscheinung alleine mehr, sondern bitterer Zeitgeist allerorten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Frauen \u00fcberholen die M\u00e4nner, M\u00e4dchen h\u00e4ngen die Jungs ab, weiblich und m\u00e4nnlich stehen sich irritiert bis k\u00e4mpferisch gegen\u00fcber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies alles sind Zeichen unserer modernen Zeit! Diese moderne Zeit schreibt uns vor, dass wir nun zu den fortschrittlichen Menschen geh\u00f6ren, die sich durch politisch verordnete Gleichstellungspolitik und Gender Mainstreaming undiskutiert von ihrem sch\u00f6pfungsgem\u00e4\u00dfen Auftrag zu entfernen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sch\u00f6pfung &#8211; dieser selten benutzte Begriff ist altmodisch geworden, muss dem sich ins Unermessliche steigernden Konsumrausch weichen, die Ehrfurcht vor dem Leben verblasst &#8211; angesichts eines sich ewig drehenden Hamsterrades, in welchem wir inzwischen treten und treten, um den Globalisierungsanspr\u00fcchen von Gewinnmaximierung und Kostensenkung nachzukommen! Eine unendliche Spirale, die nun bereits erste, tiefe Risse zeigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie konnte es dazu kommen? Lassen Sie uns kurz in die 68-siebziger Jahre blicken: Zun\u00e4chst waren es einige Intellektuelle, Zeitgeistler und Feministinnen, die aus dem sozialistischen Gleichheitsgedanken vom Einkommen und dem Ende der Klassengesellschaft zum nur noch einzigen Gedanken von der Gleichheit f\u00fcr Frauen gelangten. Wohlgemerkt, es waren nur einige wenige, aber sie waren die Meinungsmacher! Sie schrieben in Zeitungen, Magazinen, B\u00fcchern &#8211; und sie gr\u00fcndeten EMMA. Sie beeinflussten die \u00f6ffentliche Meinung nachhaltig &#8211; bis heute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es waren nat\u00fcrlich nicht die M\u00fctter dieser Welt, die f\u00fcnf Kinder haben und in die Kirche gehen, sondern Intellektuelle mit guten Jobs. Sie hatten alle Freiheit &#8211; und sie hatten Macht. So sagten sie und uns: So muss man es machen! Jeder las es. Niemand sagte, Kinder zu haben sei ein bereicherndes Erlebnis, das uns wachsen l\u00e4sst, und das man auf keinen Fall missen sollte. Niemand sagte das!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war die Zeit, die unsere Gesellschaft nachhaltig zu ver\u00e4ndern begann. Weltweit. Es war auch die Zeit, in der die Frauen begannen, die M\u00e4nner in Frage zu stellen. Und in der M\u00e4nner begannen, die Achtung vor den Frauen zu verlieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Profitieren konnten und k\u00f6nnen bis heute alle diejenigen, die ein gutes Einkommen erzielen. Die Frau oder der Mann am Flie\u00dfband, oder in Teilzeit geh\u00f6rt sicher nicht dazu. Gleichzeitig erschuf der Feminismus die Idee der befreiten und emanzipierten Frau, die wirtschaftlich nicht von einem Mann abh\u00e4ngt. Unabh\u00e4ngigkeit hie\u00df die Zaubervokabel, doch f\u00fcr die meisten Frauen und M\u00e4nner, die f\u00fcr ein Gehalt arbeiten, wird die finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit begleitet vom Gehorsam gegen\u00fcber der macht des Vorgesetzten, mit allem, was in der heutigen, globalisierten Arbeitswelt dazu geh\u00f6rt, ebenso von der Unterwerfung unter Terminzwang, von der Unterw\u00fcrfigkeit gegen\u00fcber Kunden und Chefs, von der st\u00e4ndig wachsenden Unsicherheit des modernen Arbeitsplatzes. Ausnahmen sind &#8211; wie erw\u00e4hnt, die Leute an der Spitze der Wirtschaftspyramide, in der Politik, Kultur, in den Medien, im Management, eben DIE Berufseliten, die von sich alleine sprechen, wenn sie \u201eErm\u00e4chtigung durch die Arbeit\u201c propagieren. Die k\u00f6nnen das auch, denn SIE erleben in der Tat ein hohes Ma\u00df an Unabh\u00e4ngigkeit. Nicht so: ALLE ANDEREN! Die auf den unteren R\u00e4ngen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das also, die Ziele des Feminismus, der 68-er Elite, der Frankfurter Schule, war der erste, bedeutende Schritt in Richtung Ebnung der erwerbst\u00e4tigen Frau. Der zweite, wichtige und triftige Grund: Es fehlt an Geld! Fr\u00fcher schon, doch heute erst recht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sind die jungen Menschen, die gerade ihr Leben planen und ihre W\u00fcnsche umsetzen m\u00f6chten. Sie sind belastet durch Zukunfts\u00e4ngste, sei es im Beruflichen wie im Privaten. Sie m\u00f6chten eine Ausbildung beginnen oder studieren, doch sind sie unsicher, ob sich das alles noch lohnt, wenn es ohnehin zu wenige Arbeitspl\u00e4tze gibt. Sie wollen Kinder, doch sie z\u00f6gern mehr und mehr angesichts der wirtschaftlich unsicheren Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ist die mittlere Altersklasse, beeinflusst durch die Nachkriegsgeneration und die Achtundsechziger, schwankend zwischen Ideologien, Illusionen und Entt\u00e4uschungen. Sie haben oft neue Wege ausprobiert, haben sich von eingefahrenen Mustern gel\u00f6st und versucht, der Generation der Eltern etwas entgegenzusetzen. Nicht immer ist das gelungen, und nicht immer endete das Experiment erfolgreich. Stattdessen ist das Bed\u00fcrfnis nach Orientierung st\u00e4rker denn je.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und da sind schlie\u00dflich die \u00e4lteren Menschen. Sie f\u00fchlen sich noch jung und m\u00fcssen doch damit leben, dass sie f\u00fcr zu alt befunden werden, zu alt f\u00fcr den Beruf und f\u00fcr das gesellschaftliche Miteinander. H\u00e4ufig werden sie in Senioren- und Pflegeheime abgeschoben. Wie kann es sein, fragen sie sich h\u00e4ufig, dass sich ihre Kinder und Enkelkinder nicht mehr zust\u00e4ndig f\u00fcr sie f\u00fchlen, warum handeln sie anscheinend verantwortungslos, warum lassen sie keine gr\u00f6\u00dfere Bindung erkennen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die Kinder: M\u00fcssen wir uns nicht endlich fragen: Welchen Wert haben sie in unserer Gemeinschaft? Sind sie am Ende nur noch Dekoration? Der I- Punkt auf der Karriereleiter? Etwas, das man sich so nebenbei leistet, wenn man alles andere erreicht hat? Und das man wahlweise weggibt oder wieder abholt, je nachdem, wie es gerade in den Kram passt? Es sieht ganz danach aus. Aber auf Zierrat kann man verzichten. Und genau das tun immer mehr M\u00fctter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass immer weniger Frauen \u2013 und Akademikerinnen \u00fcberdurchschnittlich selten \u2013 Kinder wollen, \u00fcber 40 Prozent, sollte uns ebenso besch\u00e4ftigen. Nur zu deutlich treten die Gr\u00fcnde f\u00fcr das langsame Aussterben der Deutschen zutage. Klar, nach Meinung vieler ist die Politik Schuld, die fehlende Kinderbetreuung zum Beispiel, mangelnde Teilzeitangebote, zu wenig Erziehungsgeld.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Politiker geben den Ball zur\u00fcck und fordern, die Menschen sollten mehr Eigenverantwortung f\u00fcr ihre Lebensplanung \u00fcbernehmen. Gleichzeitig reden sie von der Erwerbst\u00e4tigkeit der Frau und von 750.000 Krippenpl\u00e4tzen als den Allheilmitteln, die alles retten sollen. Dabei wei\u00df jeder einigerma\u00dfen Interessierte l\u00e4ngst, dass das Gegenteil der Fall ist. Selbst der engste Mitarbeiter von Frau von der Leyen, Prof. Hans Bertram, musste vor wenigen Wochen einr\u00e4umen, dass man am Ende mit seinem Latein sei und tats\u00e4chlich nicht mehr mit Bestimmtheit sagen k\u00f6nne, ob Krippenpl\u00e4tze und Erwerbst\u00e4tigkeit wirklich die Geburtenzahlen steigern w\u00fcrden. Im letzten Halbjahr erreichte Deutschland die tiefste Geburtenrate seit der Nachkriegsgeschichte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Unternehmen winden sich ebenso unter der Forderung nach familiengerechten Arbeitsbedingungen. Frauen bem\u00e4ngeln, die laschen M\u00e4nner seien Schuld, die M\u00e4nner wiederum verd\u00e4chtigen uns, nicht gen\u00fcgend zu tun, um all unsere Ziele gleichzeitig zu erreichen. Au\u00dferdem, so ist immer wieder zu h\u00f6ren, liege es an der Antibabypille oder anderen Verh\u00fctungsmitteln, was uns zusehends dezimiere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es brodelt m\u00e4chtig in Deutschland &#8211; und in Europa! Und bei dieser Problematik ist das alte Spiel zu beobachten, dass jeder dem anderen die Verantwortung zuschieben m\u00f6chte. Neu ist daran, dass wir Frauen bewusst oder unbewusst viel verh\u00e4ngnisvoller an der Kinderlosigkeit und am gesellschaftlichen Niedergang mitgewirkt haben, als wir es zugeben wollen. Doch die Zahlen, Fakten und Erkenntnisse der vergangen Jahre sprechen f\u00fcr sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sollten aufr\u00e4umen mit den sch\u00f6nen Lebensl\u00fcgen und zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme bereit sein. Wie viel Arbeit vertr\u00e4gt eine Frau, ohne zu leiden und ohne ihre Familienpl\u00e4ne zu belasten? Wie gut ist f\u00fcr uns ein Doppelleben wirklich durchf\u00fchrbar? K\u00f6nnen wir mit Recht Begriffe wie Freiheit und Selbstverwirklichung anf\u00fchren, wenn wir uns die berufliche T\u00e4tigkeit von Frauen anschauen? Welche Unterst\u00fctzung, welche Wahlfreiheit, schenkt uns die Politik dabei?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sprechen wir Klartext: Die meisten Frauen k\u00f6nnen meist gar nicht frei entscheiden, ob sie zu Hause bleiben wollen oder arbeiten gehen m\u00fcssen, und zwar allein aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden. Das ist nicht Freiheit, es bedeutet Unterdr\u00fcckung! Die Befreiung der Frau, ihre Emanzipation, f\u00fcr die sie lange hart k\u00e4mpfte und die als Grunds\u00e4ule ihres Selbstverst\u00e4ndnisses beschworen wird, existiert \u00fcberhaupt nicht. Unsere materiell und global orientierte Gesellschaft, die kaum noch individuelle Interessen ber\u00fccksichtigt, hat sich die feministischen Glaubenss\u00e4tze einverleibt und benutzt sie nun als Alibi, um Frauen aus der Familie zu rei\u00dfen und sie auf den Arbeitsmarkt zu treiben. Ohne R\u00fccksicht auf Bindungen, Partnerschaften, Kinder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt nur noch zwei Maxime, die von Bedeutung sind und nach denen unser gesamtes Denken ausgerichtet wird: Gewinn und Kostensenkung. \u201eWir leben nun einmal in einer materialistischen Welt\u201c, schrieb mir einmal eine emp\u00f6rte Leserin. \u201eUnd dieser m\u00fcssen wir uns anpassen.\u201c Ich bin da v\u00f6llig anderer Meinung. Wir sind die materialistische Welt, wir machen sie selbst dazu. Genauso haben wir aber auch die Chance, uns diesen Mechanismen zu entziehen, wenn wir es nur wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Land ist keine abstrakte, anonyme Konstruktion, sondern jeder Einzelne von uns ist Teil dieser Gemeinschaft. Wir bestimmen mit, wir gestalten unser Leben, lassen Umst\u00e4nde zu oder verhindern Entwicklungen. Jeder Mensch tr\u00e4gt durch sein eigenes Verhalten dazu bei. Und wer glaubt, er allein k\u00f6nne nichts ausrichten, der irrt sich gewaltig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Faktoren sind daf\u00fcr verantwortlich, dass unsere Gesellschaft sich zurzeit in einer Krise befindet. Eines jedoch ist sicher: Wir k\u00f6nnen nur dann etwas ver\u00e4ndern, wenn wir es wirklich wollen. Dazu m\u00fcssen wir aber erkennen, wie notwendig und wie dringend eine Umkehr ist. Heute, jetzt, und nicht morgen oder \u00fcbermorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir Menschen haben die M\u00f6glichkeit zur freien Entscheidung, Doch wie nutzen wir diese Freiheit? Hat sie uns gl\u00fccklicher gemacht, zufriedener? Hetzen nicht gerade wir Frauen unter gro\u00dfem Druck diffusen Vorstellungen hinterher? Der Wunsch, einen Partner zu finden, mit ihm Kinder zu haben, sie zu bemuttern und aufzuziehen, das mag man als Instinkt abtun, der von der Sch\u00f6pfung vielleicht einmal so geplant wurde, dem wir uns jedoch heute nicht mehr unterwerfen m\u00fcssen. Doch was haben wir dem entgegenzusetzen? Ist es wirklich so erstrebenswert, als Single durchs Leben zu gehen? Als allein erziehende Mutter? Als rastlose Managerin einer Familie, die Mann und Kind wegorganisiert, um sich im Arbeitsleben zu beweisen? Ist es das, was uns der Verstand diktiert?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es stellt sich heraus, dass wir noch weitaus mehr vergessen haben als unsere urspr\u00fcnglichen Sehns\u00fcchte. Auch die Intuition wird immer st\u00e4rker verdr\u00e4ngt, jene wunderbare Gabe, mit der wir Menschen ausgestattet wurden, vor allem die Frauen. Wir alle kennen dieses \u201eBauchgef\u00fchl\u201c. Wir sp\u00fcren einfach, was gut und richtig ist, was uns gl\u00fccklich macht oder was gef\u00e4hrlich werden kann, Ungl\u00fcck heraufbeschw\u00f6rt. Doch die Stimme der Intuition wird immer wieder \u00fcbert\u00f6nt vom Kampfgeschrei der Einpeitscherinnen, die uns ein m\u00e4nnliches Rollenbild aufzwingen wollen: Ihr wollt alles? Gut so! Euch steht auch alles zu! Lasst euch nicht auf das Frausein reduzieren! Nehmt, was ihr kriegen k\u00f6nnt! Verdr\u00e4ngt Gef\u00fchle, Sehns\u00fcchte, W\u00fcnsche, klappt das Visier herunter und k\u00e4mpft wie M\u00e4nner! Werdet die perfekten Egoistinnen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gro\u00dfe Ganze ger\u00e4t dabei aus dem Blick. Verantwortung f\u00fcr die Gesellschaft mag niemand mehr \u00fcbernehmen. Jeder denkt zuerst an sich selbst. Die ichbezogenen Lebensentw\u00fcrfe sind l\u00e4ngst akzeptiert \u2013 und verfestigen sich mehr und mehr zur Norm. Welche junge Frau erntet denn heute Anerkennung, wenn sie bekennt, sie m\u00f6chte einfach nur heiraten und Kinder bekommen? Sie gilt als r\u00fcckst\u00e4ndig, beschr\u00e4nkt, fantasielos und oftmals auch als berechnend, weil man ihr unterstellt, sie wolle nur versorgt werden. Dass sie aber damit selbstlose und gesellschaftlich wertvolle Arbeit leistet, auch wenn kein gro\u00dfes B\u00fcro und keine beeindruckende Gehaltsabrechnung das dokumentieren, auf diese Idee kommt kaum jemand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben mit der Ordnung der Dinge gebrochen und zerbrechen nun selbst daran. Seltsamerweise sind die M\u00e4nner nur am Rande davon ber\u00fchrt. Ihre Rolle hat sich nicht wesentlich ver\u00e4ndert. Allenfalls hat uns der Feminismus verunsicherte Softies beschert, die sich aus ihrer Verantwortung zur\u00fcckziehen, eine bemerkenswerte Entwicklung, auf die ich in einem eigenen Kapitel eingehen werde. Viele M\u00e4nner lehnen Frau und Familie ab und tummeln sich in der Erfolgs- und Spa\u00dfgesellschaft, w\u00e4hrend die letzten M\u00e4nner traditioneller Pr\u00e4gung als Sp\u00e4tmachos verh\u00f6hnt werden. Von Frauen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00e4nner scheinen f\u00fcr viele Frauen l\u00e4ngst nicht mehr zu einem erf\u00fcllten Leben dazuzugeh\u00f6ren. Seit die traditionellen Lebensentw\u00fcrfe vom Familiengl\u00fcck als unzeitgem\u00e4\u00df hingestellt wurden, bestimmen Scheidungen, Singlefrauen mit Kindern, die bewusst auf das Zusammenleben mit dem Erzeuger verzichten, unser Gesellschaftsbild. Noch bestehende Partnerschaften und Ehen sind dagegen zum Schlachtfeld mutiert. Ein t\u00e4glicher Kampfplatz, auf dem unsere letzten Kr\u00e4fte vergeudet werden. F\u00fcnf Minuten, so fanden Soziologen heraus, sprechen deutsche Paare t\u00e4glich miteinander, mehr nicht. Und in diesen f\u00fcnf Minuten wird vornehmlich um famili\u00e4re Rechte und Pflichten gerangelt. Was hei\u00dft: Man lebt im Clinch oder aneinander vorbei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein \u00e4lterer Leser schrieb mir in einem langen Brief unter anderem folgenden Satz: \u201eMeine Gro\u00dftante, eine sehr feine, alte Dame, prophezeite mir vor \u00fcber drei\u00dfig Jahren, als der Feminismus sich seinen Weg bahnte: \u201aDie Emanzipation wird die M\u00e4nner unh\u00f6flicher machen.\u201c Diese Frau hatte die richtige Ahnung. Man k\u00f6nnte sogar vorsichtig fragen: Verlieren die M\u00e4nner am Ende die Achtung vor uns Frauen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir Frauen sind Heldinnen und zugleich Opfer der neuen Lebensformen. Wir verdr\u00e4ngen gern, dass wir biologisch gesehen eine andere Rolle als M\u00e4nner haben. Durch unsere von der Natur angelegte Unterschiedlichkeit der Geschlechter funktionieren wir anders, f\u00fchlen anders, lieben anders und reagieren anders als M\u00e4nner. Was aber tun wir, weil wir ja so emanzipiert und fortschrittlich sind? Wir orientieren uns stattdessen an der m\u00e4nnlichen Rolle. Unsere emotionalen, \u201eweichen\u201c Eigenschaften, die unsere Gesellschaft so dringend f\u00fcr einen gesunden, harmonischen Ausgleich ben\u00f6tigt, dr\u00e4ngen wir in den Hintergrund. Liebe und Zuwendung bleiben zunehmend auf der Strecke. Wir r\u00fcsten uns hoch mit m\u00e4nnlichen Verhaltensformen, werden streits\u00fcchtig, aggressiv, unerbittlich im \u00dcberlebenskampf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was geschieht mit unseren Kindern, sofern wir denn \u00fcberhaupt noch welche haben? Sie leiden. Stumm, selbstverst\u00e4ndlich, denn kaum jemand nimmt ihre Interessen wahr. Kinder haben keine Lobby. Keine Gewerkschaft legt Zeiten fest, wie lange sie ihre Eltern sehen d\u00fcrfen, kein Politiker interessiert sich daf\u00fcr, ob sie sich gut entwickeln, ob sie zu selbstbewussten, liebevollen, verantwortlichen Menschen heranwachsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst dann, wenn Kinder mit Messern und Pistolen zur Schule gehen, wenn sie ihre Lehrer bespucken, krankenhausreif schlagen und jede Erziehung verweigern, erhebt sich ein Lamento. Es ist bei uns politisch korrekt geworden, dass Kinder unter drei Jahren institutionell betreut werden. Niemand st\u00f6rt sich daran, dass Babys, die wenige Monate alt sind, in fremde H\u00e4nde gegeben werden, weil die Mutter wieder arbeitet, vielleicht aus einem wirtschaftlichen Druck heraus oder aber, weil sie \u201eetwas f\u00fcr sich tun\u201c will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den vergangen Jahren verbrachte ich einen gro\u00dfen Teil meiner Zeit mit dem Studium der Entwicklung von Kindern. Dabei besuchte ich zahlreiche Kongresse und Symposien von Kinder\u00e4rzten und -psychologen, Soziologen, Entwicklungsbiologen und Bindungsforschern. Bei der Recherche zu meinen B\u00fcchern fiel mir auf: Kaum anderswo in der zivilisierten Welt ist es um das Ansehen der Kinder derartig schlecht bestellt wie bei uns in Deutschland. Ihre Rechte auf Bindung und N\u00e4he zu den Eltern werden missachtet und beiseite geschoben, ja, sie sind nicht einmal im Grundgesetz verankert, wodurch wir uns von den meisten L\u00e4ndern in der ganzen Welt unterscheiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kinder, die keine liebevolle Zuwendung erleben d\u00fcrfen, entwickeln sich jedoch nachweislich anders als solche aus intakten Familien. Studien dar\u00fcber gibt es genug. Doch die passen nicht ins Bild der \u201emodernen\u201c, leistungsbetonten Gesellschaft mit emanzipierten, berufst\u00e4tigen Frauen \u2013 und werden deswegen auch nicht beachtet. Solange wir unsere Kinder aber so nachl\u00e4ssig behandeln, wie wir es zurzeit tun, und solange dieses Verhalten nicht diskutiert und ver\u00e4ndert wird, werden wir keinen Frieden in unserer Gesellschaft haben. Gewalt, Unsicherheit, K\u00e4lte und Bindungslosigkeit werden unsere Dauerbegleiter sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In kaum einer anderen Epoche als der heutigen wird so viel \u00fcber Werte und Zusammenhalt diskutiert, \u00fcber die Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, die uns abhanden gekommen sind. Auch wenn dies ein erster Schritt zu einer Umkehr sein k\u00f6nnte, die uns vom Kampfget\u00f6se der Feministinnen wegf\u00fchrt, erkennen wir doch gleichzeitig die Hoffnungslosigkeit, Zerst\u00f6rung und Desillusionierung, die um sich gegriffen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wissen wir eigentlich noch, was uns wirklich gl\u00fccklich machen k\u00f6nnte? Was unserem Dasein Sinn verleiht? Ist es ein Leben mit Kindern oder ohne, mit M\u00e4nnern oder nicht, w\u00fcnschen wir uns \u00fcberhaupt das, was man eine Familie nennt? Oder ist es die berufliche Selbstverwirklichung, die uns immer noch reizt, ohne eine Antwort auf die Frage zu haben, was sp\u00e4ter einmal sein wird?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Rolle spielen wir Frauen wirklich? Und was sind wir jenseits aller Rollen? Welche F\u00e4higkeiten machen uns aus und m\u00fcssen gelebt werden, damit wir uns entwickeln k\u00f6nnen? Haben wir leichtfertig Verhaltensweisen angenommen, die uns in die falsche Richtung f\u00fchren? Werden wir unserer Verantwortung noch gerecht? Ist es Zeit, die wahre Bestimmung der Weiblichkeit zu erkennen und in unserer Gesellschaft zu installieren, um uns zu retten? Sind Adam und Eva f\u00fcr immer aus dem Paradies vertrieben oder k\u00f6nnen und sollten wir das Rad der Geschichte zur\u00fcckdrehen? Und wenn ja, in welcher Weise?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es klingt absurd, aber es ist nicht von der Hand zu weisen: Wir Frauen haben vergessen, dass wir Frauen sind. Wir haben in vieler Hinsicht unsere Weiblichkeit verloren, das, was uns ausmachen k\u00f6nnte. Wir marschieren im Nadelstreifen durch eine k\u00fchle M\u00e4nnerwelt und unterdr\u00fccken unsere Gef\u00fchle. Wir k\u00e4mpfen, anstatt aufzubauen. Und wir vereinsamen, statt das zu tun, was wir am besten k\u00f6nnen: ein warmes Nest bauen, Netzwerke anlegen, einen Schutzraum zu bieten in einer r\u00fccksichtsloser werdenden Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir uns auf unsere wahren St\u00e4rken besinnen, k\u00f6nnen wir die Welt ver\u00e4ndern. Gro\u00dfe Worte? Vielleicht. Aber es sind nun mal Frauen, die durch soziale und emotionale Intelligenz ein menschlicheres Zusammenleben gestalten k\u00f6nnen. Ohne uns Frauen in den Himmel heben zu wollen: Wir haben eine ungeheure Kraft, die wir neu entdecken k\u00f6nnen. Sie wirkt ohne Machtspiele, denn sie will nicht siegen, sondern aufbauen. Sie will nicht wegdr\u00e4ngen, sondern vers\u00f6hnen. Wer, wenn nicht wir Frauen, sollen einen Gegenentwurf zu einer Welt des Konkurrenzkampfes, der Lieblosigkeit und der r\u00fccksichtslosen Ausbeutung entwickeln?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eva ist nicht Adam, auch wenn die Feministinnen uns gern einreden wollen, dass Gleichberechtigung auch Gleichheit bedeutet. Wir Frauen sind anders. Machen wir uns auf, dieses Anderssein zu entdecken und zu kultivieren. Deswegen sollten wir nicht weiter mit den selbstverst\u00e4ndlich gewordenen Waffen k\u00e4mpfen \u2013 weder gegen M\u00e4nner noch gegen Frauen, die sich f\u00fcr emanzipiert halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Die Rolle der Politik<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Wenn man sich die Bestandsaufnahme von eben n\u00e4her ansieht, entstehen Fragen: Wohin f\u00fchrt das alles? Und was bedeutet dieser Fortschritt eigentlich f\u00fcr uns &#8211; f\u00fcr jeden Einzelnen? Heute &#8211; und vor allem auch morgen? Hei\u00dft Fortschritt in diesem Zusammenhang nicht eher, dass wir fortschreiten &#8211; von jenem System, welches uns Menschen \u00fcber tausende Jahre lang das \u00dcberleben sicherte? Durch die Einrichtung der Ehe, durch Familien mit Kindern, durch die ethischen und moralischen Grundwerte wie Treue und Verantwortung, durch unseren Glauben, unsere Kultur und Tradition?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider sind die politischen Bestrebungen zurzeit alles andere als Hoffnung gebend. Im Gegenteil, es wird derzeit nichts getan, um die verheerenden Entwicklungen etwa zu stoppen. Das Gegenteil ist der Fall. Im Koalitionsvertrag unserer derzeitigen Bundesregierung von CDU, CSU und SPD steht der folgenschwere Satz, der als Richtschnur f\u00fcr die politischen Ziele gilt und der das derzeitige Handeln auf allen politischen Ebenen deutlich erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eKinder d\u00fcrfen k\u00fcnftig kein Hemmnis mehr sein f\u00fcr Beruf und Karriere\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies ist der Grund, warum alle Gesetzes\u00e4nderungen, Neuvorlagen und Entscheidungen in Deutschland heute gegen die Familie, gegen Kinder und gegen die Ehe als nat\u00fcrlicher Partnerschaftsform entschieden werden, doch F\u00dcR die Erwerbst\u00e4tigkeit der Frau, die den volkswirtschaftlichen Nutzen zu st\u00e4rken hat und die jetzt den Facharbeitermangel auffangen soll. Und F\u00dcR die Fremdbetreuung in Kinderkrippen, die nicht danach fragt, wie es den Kleinen dabei seelisch geht und welche enormen Risiken auf sie zukommen durch Fremdbetreuung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Matth\u00e4us 18, Vers 6, finden wir die Worte Jesu Christi, die eindeutiger nicht ausfallen k\u00f6nnten &#8211; er spricht \u00fcber die Kinder und ihr Wohlergehen: \u201eWer aber \u00c4rgernis gibt einem dieser Kleinen, die an mich glauben, dem w\u00e4re besser, dass ein M\u00fchlstein an seinen Hals geh\u00e4ngt und er ers\u00e4uft w\u00fcrde im Meer, wo es am tiefsten ist.\u201c Und es ist, als ob der Gottessohn auch die heutige Zeit im Blick hatte, als er anf\u00fcgte: \u201eWeh der Welt der \u00c4rgernis halben. Es muss ja \u00c4rgernis kommen; doch weh dem Menschen, durch welchen \u00c4rgernis kommt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte noch einmal den Satz aus dem Koalitionsvertrag unserer derzeitigen Bundesregierung dagegen halten:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eKinder d\u00fcrfen k\u00fcnftig kein Hemmnis mehr sein f\u00fcr Beruf und Karriere\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Woher kommt eine derartig fl\u00e4chendeckende, gesellschaftsvernichtende und vor allem unchristliche Grundeinstellung? Welche N\u00f6te stecken dahinter? Die Hauptgr\u00fcnde sind zun\u00e4chst einfacher als man denkt. Es fehlt an Geld!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die deutschen Sozialabsicherungssysteme wie Rentenkasse, Pflege- und Krankenversicherung und viele gesellschaftliche St\u00fctzsysteme mehr sind leer &#8211; und nicht \u201esischer\u201c. Wer heute seine Rentenbeitr\u00e4ge brav einzahlt, kann nicht davon ausgehen, dass seine Rente morgen gesichert ist. Im Gegenteil: Wir wissen heute bereits genau, dass in zwanzig Jahren eine kleine Gruppe junger Menschen f\u00fcr eine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Gruppe alter Menschen gerade stehen muss, sie pflegen soll und zahlen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deswegen m\u00fcssen die Frauen ran, und zwar ALLE! Sie sollen arbeiten gehen und ihre eigenen Beitr\u00e4ge bezahlen, ebenso ihre Steuern. Um den kranken Staat zu st\u00fctzen. Um dem billionenschwer verschuldeten Staat nicht zur Last zu fallen, indem sie nur zu Hause bleiben und sich \u201enur\u201c um ihre Kinder und den Haushalt k\u00fcmmern! Und auch der Gesellschaft d\u00fcrfen sie nat\u00fcrlich nicht zur Last fallen. Sie d\u00fcrfen keine Schmarotzer sein in dieser bienenflei\u00dfigen, erfolgsorientierten Welt, oder, wie die Bundesfamilienministerin es im siebten Familienbericht 2006 formulierte, hedonistisch in den Tag hinein leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem sind sie nat\u00fcrlich billige Arbeitskr\u00e4fte: Immer noch 23 Prozent weniger Geld verdienen sie als ihre m\u00e4nnlichen Mitbewerber. Dies sind die Gr\u00fcnde, warum Frauen heute in Deutschland auf jeden Fall (!) erwerbst\u00e4tig sein m\u00fcssen, und deswegen ist es altmodisch und unmodern geworden, Hausfrau und Mutter zu sein. Deswegen werden Hausfrauen und M\u00fctter inzwischen gesellschaftlich und politisch diskriminiert, finanziell ohnehin. Deswegen fallen alle Umfragen merkw\u00fcrdigerweise \u00a0f\u00fcr den Beruf und gegen die Familie aus. Wir haben sie gepr\u00fcft, sie sind manipulativ und suggestiv, die meisten sind \u201efrisiert\u201c!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und deswegen ist es \u00fcbrigens heute auch an der Tagesordnung, dass im linksfeministischen Lager der Begriff \u201eMutter\u201c direkt mit dem Nationalsozialismus in Zusammenhang gebracht wird. Um ihn zu beseitigen! Denn sie, die M\u00fctter, erhalten in unserem Lande weder f\u00fcr ihre Arbeit Anerkennung in Form einer monatlichen Bezahlung, noch irgendwelche steuerlichen Entlastungen, und auch f\u00fcr die Rentenabsicherung taugt diese \u201efreiwillige\u201c T\u00e4tigkeit nichts, Nullkommanull Euro kommen am Ende f\u00fcr jahrzehntelange Haus- und Familienarbeit heraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frauen wird nicht mehr erlaubt, bei ihren kleinen Kindern zuhause bleiben zu d\u00fcrfen, indem man sie finanziell unter Druck setzt. Sie k\u00f6nnen es sich wirtschaftlich nicht leisten. Denn ihr Daheimbleiben ist teuer. Und sie erhalten keinen Cent daf\u00fcr. Wahlfreiheit? Das monatliche Geld f\u00fcr einen Krippenplatz \u00a01000 bis 1500 Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die Kinder? Nun, kaum jemand erkundigt sich nach ihrem Wohlergehen. Ihre nat\u00fcrlichen Bed\u00fcrfnisse nach N\u00e4he, Liebe und Geborgenheit der dazu von der Natur ausgesuchten Person, der Mutter alleine, werden bei den staatspolitisch ausgerichteten Dringlichkeiten in keinerlei Weise ber\u00fccksichtigt. Die zum Teil verheerenden Folgen einer Trennung von der Mutter und ihrem Kleinkind sind durch internationale Studien und Untersuchungen wissenschaftlich l\u00e4ngst eindeutig erkannt und belegt: Die Entwicklung f\u00fcr das gesamte weitere Leben nimmt einen anderen, schwierigeren Verlauf, das Risiko f\u00fcr pers\u00f6nliche Probleme steigt. Dar\u00fcber m\u00fcssen wir auch nicht mehr diskutieren, wir wissen es! Kinder, die in den ersten drei, vier Lebensjahren gen\u00fcgend Zuwendung von ihren M\u00fcttern bekommen und deren Bed\u00fcrfnisse erf\u00fcllt werden, entwickeln f\u00fcr den Rest ihres Lebens ein stabileres Selbstbewusstsein und Urvertrauen als diejenigen, die fremd betreut wurden. Diese ersten Jahre werden in der Psychologie die \u201epr\u00e4genden Jahre\u201c genannt, denn hier wird angelegt, was f\u00fcr den Rest des Lebens gilt, wohlgemerkt, f\u00fcr den Rest des Lebens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jenen Kindern, deren Urbed\u00fcrfnisse nach N\u00e4he, Liebe, Zeit und Zuwendung durch die eigene Mutter nicht erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen &#8211; ihnen wird das ganze Leben grunds\u00e4tzlich schwerer fallen. Wenn sie zus\u00e4tzliche Risikofaktoren mitbringen wie eine Existenz als Scheidungskind, oder wenn Alkohol- oder Suchtprobleme eines der Elternteile oder psychische Schwierigkeiten vorhanden sind, werden die Hindernisse, gl\u00fccklich zu werden, wachsen. Es fehlt vielen Kindern, die fr\u00fchmorgens das Haus verlassen m\u00fcssen und zu fremden Leuten gebracht werden, bereits in jungen Jahren an Selbstbewusstsein, Lebensfreude und an menschlichem, beruflichem und gesundheitlichem Erfolg. Dabei gilt: Je mehr Risikofaktoren bestehen, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Gefahr der Unf\u00e4higkeit, sein Leben zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wer macht sich f\u00fcr die Kinder hier im Lande zum wahren Anwalt? Kaum Jemand! Au\u00dfer, es geht um pressewirksame TV-Charity-Aktionen f\u00fcr misshandelte oder schwerstkranke Kinder, wo man bei Lachs und Champagner \u00fcber die armen Kleinen mitleidig diskutiert! Daf\u00fcr steht dann auch die Presse dankbar zur Verf\u00fcgung. Doch wer h\u00e4lt schon seinen Kopf in den ung\u00fcnstigen Wind hier im Land, der zunehmend zum Sturm wird und bei dem man sich nicht nur die Frisur ruiniert, sondern wo einem der Kopf abgerissen werden kann\u2026?!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf dieses Thema werfen: Die Kleinen sind oft nur wenige Monate alt, wenn sie fr\u00fchmorgens aus dem Bettchen gerissen und in die Fremdbetreuung gebracht werden. Eine ungewisse Zukunft, weil man nicht wei\u00df, was in dieser Kinderkrippe alles geschieht. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es auch einige gute Einrichtungen, in denen man bem\u00fcht ist, das Beste f\u00fcr die Kleinen zu tun. Doch immer ist es eine ungewohnte Umgebung mit fremden Menschen, in der es keine individuellen R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Kinder gibt. Immer sind sie in der Gruppe und dem damit verbundenen Gruppenzwang verhaftet und in allt\u00e4glichen Konfliktsituationen k\u00f6nnen die Betreuerinnen nicht immer im Sinne und zum Wohl des einzelnen Kindes entscheiden. Auch hier fehlt es an Zeit, Raum und Geld. Und nat\u00fcrlich an der individuellen Liebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir schneiden bei den internationalen Vergleichsstudien, bei\u00a0 der OECD-Studie beispielsweise, was die Qualit\u00e4t der Betreuungsangestellten angeht, seit Jahren mit den Noten mangelhaft und ungen\u00fcgend ab! Nichts ist in Ordnung, weder die Ausbildung des Erziehungspersonals, noch der Betreuungsschl\u00fcssel und vieles mehr. Monatelang gingen in Deutschland die Erzieherinnen zu Zehntausenden auf die Stra\u00dfen &#8211; ausgebrannt, v\u00f6llig \u00fcberarbeitet und unterbezahlt. Die Erl\u00e4uterungen einzelner Erzieherinnen &#8211; haben Sie sie geh\u00f6rt? Sie halten es nicht mehr aus! Sie k\u00f6nnen das Elend der Kleinen, die nach ihren M\u00fcttern rufen, nicht mehr ertragen! Es sind zu Viele,\u00a0und sie, die Betreuerinnen, sind zu wenig, um sich der N\u00f6te annehmen zu k\u00f6nnen. Wir reden von Krippen, in denen Kinder von Null Jahren an betreut werden, meine Damen und Herren. Unsere Familienministerin jedoch bezeichnet den Aufenthalt in einer Krippe weiterhin ohne Probleme als \u201efr\u00fchkindliche Bildung\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abgesehen davon, dass kleine Kinder Bindung, aber nicht Bildung brauchen, au\u00dfer es handelt sich um Herzensbildung, sind wir in deutschen Kinderkrippen Lichtjahre entfernt von dieser wohl gepriesenen Bildung. Im besten Fall kann es sich meist um Aufbewahrung handeln, in nicht seltenen F\u00e4llen besteht die akute Gefahr der Vernachl\u00e4ssigung! Das ist die Wahrheit, die keiner h\u00f6ren will, und noch viel weniger aussprechen m\u00f6chte!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine pers\u00f6nliche Abneigung gegen Krippen hat neben den genannten Gr\u00fcnden ebenfalls mit ihrer in unserer Gesellschaft weit verbreiteten Glorifizierung zu tun, die derzeit durch die Politik und viele Medien stattfindet. Die Krippe gilt als Allheilmittel, als einziges Modell zur F\u00f6rderung der Kinder. Dies ist ausgemachter Humbug mit gef\u00e4hrlichen und verheerenden Folgen. Sie\u00a0 dient einzig und alleine dazu, kleine Kinder abzuschieben, damit die M\u00fctter arbeiten gehen k\u00f6nnen. Nicht genug, dass die Ausbildungsqualit\u00e4t f\u00fcr das Erziehungspersonal vieler Orten sehr zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst. Wir haben au\u00dferdem, wie erw\u00e4hnt, keinen geregelten Betreuungsschl\u00fcssel in Deutschland, jedes Bundesland kann ihn individuell handhaben, eingeschritten wird meist nicht. Ein gesetzlich geregelter Betreuungsschl\u00fcssel w\u00fcrde bedeuten, dass klar vorgegeben wird, wie viele Kinder maximal von einer Betreuerin versorgt werden d\u00fcrfen. Die fach\u00e4rztliche Empfehlung sind drei bis vier Kinder, die von einer Erzieherin betreut werden d\u00fcrfen, wenn es sich um Kinder unter drei Jahren handelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierzulande kann es jedoch durchaus passieren, dass eine nicht ausreichend ausgebildete Erziehungsperson zwischen 15 und 20 kleine Kinder, manchmal noch mehr, betreuen muss. Wenn wir uns vorstellen, dass es sich zum Teil um Kinder handelt, die nicht einmal ein Jahr alt sind, die gewickelt, getragen, geschaukelt werden m\u00fcssen, die dringend angewiesen sind auf die F\u00f6rderung ihrer Anlagen und vor allem auf die Liebe der Erwachsenen, ahnen wir das Drama.\u00a0 Die oft mangelhafte Ausbildung des Erziehungspersonals\u00a0, die Zeitnot und die massive \u00dcberlastung m\u00fcssten uns aufschrecken und uns dringend handeln lassen, denn es geht hier um das Wertvollste, was wir besitzen: Unsere Kinder.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man sich gleichzeitig klar macht, dass diese ersten drei Jahre die so genannten pr\u00e4genden Jahre f\u00fcr das ganze Leben eines Menschen sind, bekommt das Thema katastrophale Dimensionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mangelndes Selbstbewusstsein und fehlendes Urvertrauen sind st\u00e4ndige Begleiter. Die Sp\u00e4tfolgen wie Depression, Alkohol- und Drogenabh\u00e4ngigkeit, berufliche und partnerschaftliche Erfolglosigkeit, aber auch weitere soziale Probleme wie Gewaltbereitschaft und exzessives Leben werden durch die Wissenschaft als Folge best\u00e4tigt. Die ersten drei Jahre, so auch die internationale Bindungsforschung, sind das R\u00fcstzeug f\u00fcr uns. Stabile Zuwendung hat stabiles Urvertrauen zur Folge, Vernachl\u00e4ssigung wird immer zu Defiziten f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer heute dar\u00fcber spricht, dass wir belastungsf\u00e4hige, junge Menschen f\u00fcr das k\u00fcnftige Berufsleben brauchen, die die Qualit\u00e4t deutscher Erzeugnisse und innovativen Handelns und Entscheidens gew\u00e4hrleisten und die dem Facharbeitermangel entgegenwirken sollen, der muss wissen, dass wir die daf\u00fcr n\u00f6tigen Menschen nicht in Kinderkrippen heranziehen! Sondern einzig und allein in nat\u00fcrlichen, stabilen Familien, in denen Liebe, Zuwendung, auch Disziplin und Zuverl\u00e4ssigkeit, R\u00fccksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsgef\u00fchl erlernt und f\u00fcr das ganze Leben vermittelt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sollten uns dazu zwei Zitate ansehen, zum ersten jenes des 1820 geborenen Politikers Friedrich Engels, der gemeinsam mit Karl Marx den ber\u00fchmten \u201eMarxismus\u201c und die \u201eGrunds\u00e4tze des Kommunismus\u201c entwickelte und erarbeitete. Er sagte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Besch\u00e4ftigung der Frau in der Fabrik l\u00f6st die Familie notwendig g\u00e4nzlich auf, und diese Aufl\u00f6sung hat in dem heutigen Zustande der Gesellschaft, der auf der Familie beruht, die demoralisierendsten Folgen, sowohl f\u00fcr die Eheleute wie f\u00fcr die Kinder. Eine Mutter, die nicht Zeit hat, sich um ihr Kind zu bek\u00fcmmern, ihm w\u00e4hrend der ersten Jahre die gew\u00f6hnlichsten Liebesdienste zu erweisen, eine Mutter, die ihr Kind kaum zu sehen bekommt, kann diesem Kinde keine Mutter sein, sie muss notwendig gleichg\u00fcltig dagegen werden, es ohne Liebe, ohne F\u00fcrsorge behandeln wie ein ganz fremdes Kind, und Kinder, die in solchen Verh\u00e4ltnissen aufgewachsen, sind sp\u00e4ter f\u00fcr die Familie g\u00e4nzlich verdorben, k\u00f6nnen nie in der Familie, die sie selber stiften, sich heimisch f\u00fchlen, weil sie nur ein isoliertes Leben kennengelernt haben, und m\u00fcssen deshalb zur ohnehin schon allgemeinen Untergrabung der Familie bei den Arbeitern beitragen. Eine \u00e4hnliche Aufl\u00f6sung der Familie wird durch die Arbeit der Kinder herbeigef\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es folgt die Aussage des einstigen, sozialistisch-kommunistischen Kommissars f\u00fcr Erziehung in der damaligen Sowjetunion, Anatoli Lunacharski (1875-1933),\u00a0welche er vor fast hundert Jahren zum Ausdruck brachte. W\u00f6rtlich sagte er:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnsere jetzige Aufgabe ist die Zerst\u00f6rung der Familie und die Abl\u00f6sung der Frau von der Erziehung ihrer Kinder. Wenn wir in unseren Gemeinschaftsh\u00e4usern gut vorbereitete Abteilungen f\u00fcr Kinder organisiert haben, ergibt es sich zweifellos, dass die Eltern ihre Kinder von allein dorthin senden werden, wo sie durch medizinisch und p\u00e4dagogisch qualifiziertes Personal \u00fcberwacht sind. Dadurch werden zweifellos Ausdr\u00fccke wie meine Eltern oder unsere Kinder immer weniger gebraucht werden und durch Begriffe wie die Alten, die Kinder, die S\u00e4uglinge ersetzt werden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Michael Gorbatschow nahm etwa achtzig Jahre sp\u00e4ter in seinem Buch Perestroika zu jenen sowjetischen Familienma\u00dfnahmen, die den Staat jahrzehntelang ver\u00e4nderten und zerst\u00f6rten, klar und deutlich Stellung. Angesichts verfallener Familienstrukturen und u.a. 40 Millionen Alkoholikern schrieb Gorbatschow w\u00f6rtlich :<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir haben erkannt, dass viele unserer Probleme im Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher &#8211; in unserer Moral, der Kultur und der Produktion &#8211; zum gro\u00dfen Teil durch die Lockerung famili\u00e4rer Bindungen und die Vernachl\u00e4ssigung der famili\u00e4ren Verantwortung verursacht werden. Dies ist ein paradoxes Ergebnis unseres ernsthaften und politisch gerechtfertigten Wunsches, die Frau dem Mann in allen Bereichen gleichzustellen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Soweit die ehrlichen Worte eines anerkannten Politikers, der weltweit bekannt geworden ist f\u00fcr seinen Mut, umzudenken! \u00dcbrigens &#8211; nicht nur in der ehemaligen sozialistischen Sowjetunion kam man nach jahrzehntelanger Krippenkultur zu diesem Ergebnis, \u00e4hnliche Tendenzen beim aufrichtigen Bilanzieren der Frauenemanzipation zeichnen sich in Schweden ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schweden ist das Herzeigeland, welches wir immer als leuchtendes Beispiel f\u00fcr gelungene Familienpolitik heranziehen. Doch vor drei Jahren waren in diesem Land \u00fcber 80% der Bev\u00f6lkerung pl\u00f6tzlich daf\u00fcr, dass h\u00e4usliche Erziehung durch die Mutter finanziell gef\u00f6rdert werden solle. Bisher gab es nur Geld vom Staat, wenn beide Eltern berufst\u00e4tig waren. Dies hatte zur Folge, dass seit Anfang 2008 in Schweden 300 Euro f\u00fcr die ersten drei Jahre f\u00fcr jedes Kind bezahlt werden, die Zahl der M\u00fctter, die nun bei ihren kleinen Kindern zuhause bleiben, steigt stetig an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und vielleicht nicht ganz uninteressant: Aktuelle Studien der Cambridge University weisen auf eine wachsende Anzahl von Leuten in England hin, die besorgt sind \u00fcber die Auswirkungen der arbeitenden M\u00fctter auf das Familienleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zustimmung f\u00fcr die althergebrachte Sichtweise nimmt zu, eine Frau geh\u00f6re eher nach Hause als ins B\u00fcro. \u00dcbrigens fallen die Ergebnisse in den USA, wo ja auch bereits seit Jahrzehnten die Gleichstellung der Frau gef\u00f6rdert wurde, noch drastischer aus als in England.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kanada ist ebenso l\u00e4ngst zur\u00fcckgerudert, hier gibt es seit einigen Jahren erhebliche Bem\u00fchungen, Frauen das Zuhausebleiben zu erleichtern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann also deutlich beobachten, dass diejenigen L\u00e4nder, die die Gleichstellung der Frau mit aller Kraft vorantrieben, angesichts der zum Teil dramatischen gesellschaftlichen Folgen auf dem R\u00fcckzug sind bzw. haben sie erkannt, dass der einzig m\u00f6gliche Weg, um eine gesunde und stabile Gesellschaft zu formen, jener des Familienzusammenhaltes, der Kultur, der Tradition und der Liebe ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was machen wir hier in unserem sch\u00f6nen Lande? Wir h\u00e4ngen uns weiterhin beharrlich an die Rockzipfel von Br\u00fcssel, wir wollen nicht auf die Ver\u00e4nderungen der anderen sehen, sondern tapfer singen wir das Lied der Marktwirtschaft und des Kapitalismus, w\u00e4hrend wir dabei mit sozialistischen Instrumentarien unsere Gesellschaft umbauen. In Richtung Vollerwerbst\u00e4tigkeit der Frau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir bauen unser Krippennetz auf 750000 Pl\u00e4tze aus &#8211; ein Plan, den die SPD-Familienministerin Renate Schmidt einst in Br\u00fcssel entwarf und absegnete, und den die jetzige, christlich-demokratisch gew\u00e4hlte Familienministerin von der Leyen weiter eifrig und stolz in die Tat umsetzt. Und wenn es um die Erh\u00f6hung des Kindergeldes von zehn Euro geht, dann haben wir ein Staatsproblem,\u00a0und es wird dieser Erh\u00f6hung nicht stattgegeben, w\u00e4hrend wir Hunderte Milliarden den Banken und dem Finanzsystem zukommen lassen. Nun &#8211; einen Vorwurf kann man unserer Regierung bestimmt nicht machen, n\u00e4mlich, dass die Priorit\u00e4ten nicht klar w\u00e4ren. Deutlicher geht\u2019s nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Damen und Herren, die Werte, die als die gestrigen und verstaubten Werte bezeichnet werden, sind Urwerte, die zu unserem Sein in diesem Universum selbstverst\u00e4ndlich dazugeh\u00f6ren. Sie haben uns bis heute das \u00dcberleben gesichert. Aufgrund der dramatischen demografischen Negativkurven wissen wir aber: das System, mit und in welchem wir existieren, ist unbrauchbar &#8211; es funktioniert nicht. Wir sind im Begriff, uns selbst abzuschaffen, denn es gilt als unumst\u00f6\u00dfliche Tatsache: Wir schaffen die demographische Kurve nicht mehr aus eigener Kraft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was einer Gesellschaft verloren geht, wenn sie die Erwerbst\u00e4tigkeit \u00fcber die nat\u00fcrliche und sch\u00f6pfungsgewollte Aufgabe der Frau stellt, ist immens. Durch meine Karriereerfahrungen \u00fcber all die Jahre hinweg musste ich zunehmend feststellen, dass man als Frau mit all den typischen weiblichen Anlagen im harten Berufskampf nicht weit kommt. Vielmehr ist es erforderlich, dass Frauen sich in der immer noch m\u00e4nnlich dominierten Arbeitswelt die Instrumentarien der M\u00e4nner aneignen m\u00fcssen, um\u00a0 sich durchzusetzen. Um ein Beispiel zu nennen: Niemand kann\u00a0 in einer Konferenz, wo es hart hergeht, einfach in Tr\u00e4nen ausbrechen, nur weil einem etwas nicht in den Kram passt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Karrierefrau muss darauf verzichten, ihre Gef\u00fchle zu zeigen, wenn sie ernst genommen werden will.\u00a0 Es hei\u00dft vielmehr, sich durchsetzungsfreudig durch jeden Tag zu k\u00e4mpfen, stark und belastbar zu wirken und zu jeder Zeit jedem\u00a0geistesgegenw\u00e4rtig Paroli bieten zu k\u00f6nnen. Gefragt sind vorwiegend m\u00e4nnliche Eigenschaften, um da drau\u00dfen zu bestehen. Also eignet man sich diese an, und bemerkt dabei kaum, dass man als Frau seine weiblichen Anlagen zunehmend unterdr\u00fcckt und sie teilweise g\u00e4nzlich abschafft.\u00a0 Weibliche Eigenschaften sind nun einmal v\u00f6llig andere als m\u00e4nnliche, auch wenn die Gender-Experten heute steif und fest behaupten, es gebe keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alleine der Umstand, dass M\u00e4nner keine Kinder zur Welt bringen k\u00f6nnen und Frauen nun einmal f\u00fcr die Zeugung den k\u00f6rperlich komplett anders ausgestatteten Mann brauchen, ist f\u00fcr jedes Kleinkind bereits deutlich erkennbar. Die Hirnforschung, die nicht ideologisch \u00fcberfrachtet arbeitet, bringt zahlreiche glasklare Beweise \u00fcber die Differenzen des m\u00e4nnlichen und weiblichen Gehirns f\u00fcr diejenigen, die \u00fcberhaupt noch wissenschaftliche Erkl\u00e4rungen daf\u00fcr brauchen. Dies alles jedoch wird eisern ignoriert und es wird beharrlich weiterhin behauptet, Mann und Frau seien gleich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Eva-Prinzip 1. Verlust der Weiblichkeit Wir Frauen haben viel erreicht. Wir leben in einer Zeit der unbegrenzten M\u00f6glichkeiten. Was darf es bitte sein? Abteilungsleiterin, Astronautin oder Bundeskanzlerin? Single, Lebensgef\u00e4hrtin, Ehefrau und \u201eNur-Mutter\u201c? Wir k\u00f6nnen einfach zugreifen, im Supermarkt der W\u00fcnsche ist alles zu haben. Brav, angepasst, unterdr\u00fcckt war gestern. 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