{"id":3442,"date":"2009-09-14T11:02:55","date_gmt":"2009-09-14T09:02:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=3442"},"modified":"2009-09-15T15:38:27","modified_gmt":"2009-09-15T13:38:27","slug":"wann-ist-ein-mann-ein-mann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=3442","title":{"rendered":"Wann ist ein Mann ein Mann?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wann ist ein Mann ein Mann?<br \/>\nEin Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine christusorientierte M\u00e4nnlichkeit<\/strong><\/p>\n<p><strong>1 Der verunsicherte Mann<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1 M\u00e4nner ohne Leitbild<br \/>\n<\/strong>In seinem Buch \u201cDeutschland auf der Couch\u201d beschreibt Stephan Gr\u00fcnwald die Verunsicherung des modernen Mannes. Er ist einerseits gepr\u00e4gt von traditionellen, patriarchalischen Rollenbildern, die er aber im Einklang mit dem Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung ablehnt. Andererseits ist er gepr\u00e4gt vom Bild des \u201cneuen Mannes\u201d, der weicher, femininer und flexibler ist. Ein Bild vom muskelbepackten Arnold Schwarzenegger, der\u00a0&#8222;Ikone der M\u00e4nnlichkeit&#8220;,\u00a0mit einem K\u00fcchenmixer in der Hand bringt diese verunsicherte Stimmungslage der M\u00e4nner auf den Punkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->Gr\u00fcnwald schreibt: \u201cF\u00fcr M\u00e4nner gibt es kein eindeutiges allgemein g\u00fcltiges Lebensbild mehr, dem sie sich f\u00fcgen m\u00fcssen.\u201d Die Vielfalt und Wahlfreiheit der Rollenbilder verunsichert die M\u00e4nner unserer Zeit. Mann-Sein ist schwer geworden, weil der Mann kein g\u00fcltiges Leitbild mehr hat, an dem er sich orientieren kann. Die Zeitschrift Freundin fragt: \u201cWas ist nur mit den M\u00e4nnern los?\u201d Die Zeitschrift Brigitte schreibt \u00fcber die \u201cHerren der Ersch\u00f6pfung.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2 Frauen auf der \u00dcberholspur<br \/>\n<\/strong>Die Verunsicherung des Mannes wird nun durch eine Parallelentwicklung bei den Frauen verst\u00e4rkt. Auch hier hat es eine \u00d6ffnung der Rollenbilder gegeben. Viele Frauen wollen heute nicht Kinder, sondern Karriere. W\u00e4hrend der Mann seine Bet\u00e4tigungen in K\u00fcche und Kinderstube entdeckt, finden immer mehr Frauen den Weg nach oben auf der Karriereleiter. Massiv gef\u00f6rdert werden diese gesellschaftlichen Tendenzen durch politisch gesteuerte \u201cGender-Mainstreaming\u201d Programme. Frauen sollen auf allen Ebenen des Wirtschaftslebens in gleicher Zahl vertreten sein. Die Reaktion der M\u00e4nner ist oft weitere Verunsicherung, Anpassung an die Entwicklung oder R\u00fcckzugsmentalit\u00e4t. In einer Gemeinde waren nicht genug M\u00e4nner bereit, sich f\u00fcr das \u00c4ltestenamt in der Gemeinde berufen zu lassen. Aktive und engagierte Frauen standen zur Verf\u00fcgung. Alte Leitlinien, nach denen nur M\u00e4nner das \u00c4ltestenamt aus\u00fcben sollten, wurden durch Gemeindebeschluss au\u00dfer Kraft gesetzt. M\u00e4nner auf dem R\u00fcckzug, Frauen streben nach vorn. Diese Tendenzen sind auch in unseren Gemeinden zu beobachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3 Die sexuelle Verunsicherung<\/strong><br \/>\nEin dritter Bereich tr\u00e4gt stark zur Verunsicherung des Mannes bei. Sowohl die geschlechtliche Orientierung als auch die geschlechtliche Identit\u00e4t gelten heute als frei w\u00e4hlbar und ver\u00e4nderbar. Sp\u00e4testens seit Klaus Wowereits \u201cIch bin schwul &#8211; Und das ist gut so\u201d gilt es als schick und karrieref\u00f6rderlich, wenn man sich als homosexuell outet. W\u00e4hrend es akzeptiert und medial gef\u00f6rdert wird, wenn einst heterosexuell orientierte M\u00e4nner, sich homosexuell orientieren, wird es bek\u00e4mpft, wenn man von Ver\u00e4nderbarkeit und \u00dcberwindung der Homosexualit\u00e4t spricht und daf\u00fcr eintritt. Auch die geschlechtliche Identit\u00e4t gilt heute als w\u00e4hlbar und ver\u00e4nderbar. Der Mann, der sich als Frau f\u00fchlt, darf sich entsprechend umoperieren und hormonell behandeln lassen. Das staatlich verordnete Gender Mainstreaming destabilisiert die Geschlechterrollen und erstrebt in letzter Konsequenz die Aufl\u00f6sung und \u00dcberwindung der Zweigeschlechtlichkeit des Menschen. Die Verunsicherung der Geschlechter ist politisch gewollt und zwar von Kindheit und Jugend an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2 Die Ebenbildlichkeit des Mannes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1 Der Mann als Gesch\u00f6pf<br \/>\n<\/strong>\u201eUnd Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau\u201c (1Mose 1,27). M\u00e4nnlichkeit ist keine ver\u00e4nderbare gesellschaftliche Konstruktion, sondern eine unver\u00e4nderliche gesch\u00f6pfliche Vorgabe. Gott erschafft den Menschen und er erschafft ihn als Mann und als Frau. Wenn ein Mensch m\u00e4nnlich zur Welt kommt, dann ist er ein Mann. Das ist seine unver\u00e4nderliche Identit\u00e4t, die er weder frei w\u00e4hlen noch ver\u00e4ndern kann. Ein Mann kann seine M\u00e4nnlichkeit ablehnen und hassen, er kann sie durch feminines Verhalten und entsprechende Kleidung verbergen, aber er kann sie nicht \u00fcberwinden und absch\u00fctteln. Um aus der Verunsicherung herauszukommen ist es wichtig, dass der Mann sich als von Gott gewollter und Gott erschaffener Mann begreift. Der erste Schritt heraus aus der Identit\u00e4tskrise des Mannes ist der dankbare Aufblick auf den Sch\u00f6pfer, dem ich mein Mann-Sein verdanke. Wenn Gott nun meine M\u00e4nnlichkeit gewollt und erschaffen hat, dann hat er auch Wege, um mir zu zeigen, wie ich das Mann-Sein konkret leben und ausgestalten kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2 Der Verlust der Ebenbildlichkeit<br \/>\n<\/strong>\u201eUnd Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn\u2026\u201c (1Mose 1,27) In seinem Buch \u201cDeutschland auf der Couch\u201d schreibt Stephan Gr\u00fcnwald von den Leitbildern, die dem Manne abhanden gekommen sind. Weil er kein funktionierendes Leitbild mehr hat, sondern stattdessen eine un\u00fcberschaubare Vielfalt an m\u00f6glichen frei w\u00e4hlbaren Rollenbildern, verliert er die Orientierung und kann seine m\u00e4nnliche Identit\u00e4t nicht mehr an einem festen Leitbild ausrichten. Wenn ich als Mann den Sch\u00f6pfungsbericht lese, dann entdecke ich das Leitbild an dem ich mich orientieren kann und orientieren soll. Ich bin als Ebenbild Gottes geschaffen. Durch den S\u00fcndenfall sind wir von Gott getrennt, machen uns selbst zu G\u00f6ttern und bieten nur noch Zerrbilder der Ebenbildlichkeit und auch der M\u00e4nnlichkeit. Da gibt es Paschas, Machos, Weicheier und Warmduscher. Es gibt M\u00e4nner die ihre M\u00e4nnlichkeit durch die Anzahl der Frauen, mit denen sie Sex hatten, definieren. Andere M\u00e4nner protzen mit Macht, politischem Einfluss oder Geld. Andere wiederum definieren sich \u00fcber eine weiche, fast weibliche M\u00e4nnlichkeit. Durch den S\u00fcndenfall getrennt von Gott produzieren wir Zerrbilder M\u00e4nnlichkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3 Die Wiedergewinnung der Ebenbildlichkeit<br \/>\n<\/strong>\u201eWer mich sieht, der sieht den Vater\u201c (Joh 14,9). Erst in Jesus Christus k\u00f6nnen wir die Zerrbilder der M\u00e4nnlichkeit \u00fcberwinden. In der Begegnung mit Jesus Christus begegnen M\u00e4nner einem Mann, der ganz und gar Ebenbild Gottes auf Erden war, diese Ebenbildlichkeit vorgelebt hat und durch sein Sterben und Auferstehen den Weg zur Wiederherstellung der Ebenbildlichkeit frei gemacht hat. Indem M\u00e4nner von ihren eigenen Wegen und s\u00fcndigen Zerrbildern umkehren und mit Jesus Christus in Verbindung treten und ihr Leben mit ihm leben werden sie mehr und mehr zu Ebenbildern Gottes umgestaltet. \u201eDenn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Br\u00fcdern\u201c (R\u00f6 8,29). In Jesus Christus finden M\u00e4nner die Kraft sich von den s\u00fcndigen Zerrbildern der M\u00e4nnlichkeit zu l\u00f6sen und sich am Leitbild Gottes f\u00fcr ihre M\u00e4nnlichkeit zu orientieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3 Der Mann braucht die Frau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1 Die Einsamkeit des Mannes<br \/>\n<\/strong>\u201eEs ist nicht gut, das der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei\u201c (1Mose 2,18). Die Einsamkeit des Mannes ist eine Realit\u00e4t, die sich jeder Mann seit Adam stellen muss. Die allermeisten M\u00e4nner erleben die Einsamkeit als Last und suchen Auswege aus dieser Einsamkeit. Nur wenige sind dabei in der Lage, den Weg des Paulus zu gehen, der seine Einsamkeit ganz in der Beziehung zu Gott und im Dienst am Evangelium \u00fcberwunden hat und diesen Weg der Ehelosigkeit auch weiterempfehlen konnte (1Kor 7,26ff). Die Schwierigkeit des Mannes in der heutigen Zeit ist, dass er eine unendliche Vielfalt an Wahlm\u00f6glichkeiten hat, um seine Einsamkeit zu lindern. Wechselnde Beziehungen, die Liebe zu einem anderen Mann, der Flucht in die Welt der Pornographie sind unterschiedliche Wege, die M\u00e4nner heute einschlagen k\u00f6nnen, um der Einsamkeit zu entfliehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2 Die \u00dcberwindung der Einsamkeit<br \/>\n<\/strong>In der Orientierungslosigkeit unserer Zeit hilft dem Mann der Blick auf das Wort des Sch\u00f6pfers: \u201eEs ist nicht gut, das der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die zu ihm passt\u201c (1Mose 2,18). Gott wei\u00df um die Einsamkeit des Mannes und so erl\u00f6st er den Mann aus seiner Einsamkeit durch die Erschaffung der Frau. Der Mann antwortet mit dem Ausruf der Freude: \u201eDas ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie M\u00e4nnin nennen, weil sei vom Manne genommen ist\u201c (1Mose 2,23). Die Einsamkeit des Mannes wird durch die Begegnung mit seiner Frau \u00fcberwunden. Ehescheidungen, wechselnde Beziehungen, wilde Ehen, homosexuelle Beziehungen und die Flucht in die Pornographie helfen dem Mann nicht aus seiner Vereinsamung heraus, sondern vertiefen die Einsamkeit noch. Eine Ehe gef\u00fchrt nach Gottes Ma\u00dfst\u00e4ben und gepr\u00e4gt von der vergebenden und f\u00fcrsorglichen Liebe der Ehepartner f\u00fcreinander ist das beste Mittel gegen die Einsamkeit des Mannes auch im 21. Jahrhundert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3 Die \u00dcberwindung der Hilflosigkeit<br \/>\n<\/strong>\u201eEs ist nicht gut, das der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die zu ihm passt\u201c (1Mose 2,18). Der Mann ist nicht nur einsam, sondern er ist auch hilfsbed\u00fcrftig. Gott erschafft die Frau als Hilfe des Mannes. Eine Hilfe, die ihm gem\u00e4\u00df ist, zu ihm passt. Der Mann ist in seiner Hilfsbed\u00fcrftigkeit auf die Hilfe seiner Frau angewiesen. Es sollte sich von selbst verstehen, dass hier kein primitives Verst\u00e4ndnis von Hilfe gemeint ist, nach dem Motto: \u201cLauf in den Keller und hol mir ein Bier.\u201d Vielmehr ist der Mann nur begrenzt in der Lage, sein Leben alleine erfolgreich zu gestalten. Er ist begrenzt, er braucht Hilfe und muss deshalb erg\u00e4nzt werden. Die Frau in ihrer physischen und psychischen Gestalt ist die perfekte Erg\u00e4nzung des Mannes. Was er braucht, das hat sie. Der Mann, der echte M\u00e4nnlichkeit sucht, muss lernen, sich von seiner Frau helfen zu lassen. Er findet seine M\u00e4nnlichkeit durch die Hilfe der Frau und Gott will die Frau gebrauchen, um dem Mann seine Hilfe zuzuwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.4 Scheiternde Ehen<br \/>\n<\/strong>Die biblische \u201eHaupt\u201c-struktur, die sowohl im Miteinander der drei Personen der Dreieinigkeit Gottes anzutreffen ist als auch in der Zuordnung von Mann und Frau zueinander wird im Zuge der Emanzipation der Frau und der Verunsicherung des Mannes fast vollst\u00e4ndig abgelehnt. Wir wissen, dass in Parteien, Beh\u00f6rden, Wirtschaftsunternehmen nicht alle Beteiligten gleichzeitig f\u00fchren und Entscheidungen treffen k\u00f6nnen. Einer muss die F\u00fchrung \u00fcbernehmen und verantwortliche Entscheidungen treffen. F\u00fcr die Ehe wird dieses einsichtige F\u00fchrungsprinzip unter dem Stichwort Gleichberechtigung abgelehnt. Das Ergebnis sind Ehen und Familien die f\u00fchrungslos durch unsere Zeit getrieben werden, bis sie an den Klippen des Lebens zerschellen. Die Ehescheidungsraten sprechen eine deutliche Sprache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.5 M\u00e4nner, die F\u00fchrungsverantwortung \u00fcbernehmen<br \/>\n<\/strong>\u201eIhr Frauen ordnet euch euren M\u00e4nnern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erl\u00f6st hat. Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren M\u00e4nnern unterordnen in allen Dingen.\u201c (Eph 5,21ff) Gott hat die Ehe sehr einfach und doch so einleuchtend strukturiert. Der Mann braucht den Rat und die Hilfe der Frau, um f\u00fcr die gemeinsame Ehe und Familie gute Entscheidungen zu treffen und entsprechend zu handeln. Er hat Entscheidungen zu f\u00e4llen und er hat sie vor Gott und Mensch zu verantworten. Um sich f\u00fcr oder gegen eine bestimmte berufliche Neuorientierung zu entscheiden, ist der Mann auf den Rat seiner Frau angewiesen. Aber er soll am Ende die Entscheidung f\u00fcr seine Frau und die Familie treffen und steht f\u00fcr die Konsequenzen dieser Entscheidung gerade. Ob die Kinder eine staatliche Schule oder eine christliche Bekenntnisschule besuchen sollen, wird der Mann mit seiner Frau beraten, doch er trifft die Entscheidung und tr\u00e4gt die Verantwortung. Lassen wir heute den Gottesdienst sausen und machen stattdessen einen Familienausflug? Gibt es in der Familie eine Familienandacht, wird in der Familie zu Tisch gebetet? Der Mann hat von Gott die Last der verantwortlichen Entscheidung auferlegt bekommen, Gott hat ihm die F\u00fchrungsverantwortung innerhalb der Ehe und der Familie aufgetragen. Er soll dieses Amt nicht als Despot aus\u00fcben, sondern in der Verantwortung vor Gott und mit liebender F\u00fcrsorge f\u00fcr seine Frau und Kinder: \u201eIhr M\u00e4nner liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst f\u00fcr sie dahingegeben, um sie zu heiligen.\u201c (Eph 5,25.26) Funktionierende Ehen brauchen M\u00e4nner, die bereit sind auf den Rat ihrer Frauen zu h\u00f6ren, die bereit sind verantwortungsvolle Entscheidungen f\u00fcr ihre Frau und Kinder zu \u00fcbernehmen und sie brauchen Frauen, die bereit sind ihren M\u00e4nnern zu helfen und sich den Entscheidungen ihrer M\u00e4nner vertrauensvoll unterzuordnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4 Christusorientierte M\u00e4nnlichkeit<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>4.1 Christusorientierte M\u00e4nner<br \/>\n<\/strong>In Jesus Christus sehen wir einen Mann, der in der vollkommenen Abh\u00e4ngigkeit zu Gott lebte. Sein Hauptaugenmerk lag darauf, Gottes Willen zu kennen und zu tun: \u201eIch suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen der mich gesandt hat.\u201c (Joh 5,30). Jesus lebte in einer vollkommenen Beziehung der Liebe zu seinem g\u00f6ttlichen Vater, er wusste sich von Gott geliebt und liebte Gott den Vater von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Verstand (Mk 9,7; Joh 3,35; 5,20). Jesus Christus dr\u00fcckte diese Beziehung zu seinem Vater in einer sehr engen Gebetsbeziehung zum himmlischen Vater aus. Eine g\u00f6ttliche M\u00e4nnlichkeit lebt im Aufblick und in der Abh\u00e4ngigkeit zu Gott. In dieser engen Beziehung zu Gott erw\u00e4chst dann auch die Weisheit oder F\u00e4higkeit in den verschiedenen Situationen des Zusammenlebens richtig, also auch g\u00f6ttlich-m\u00e4nnlich zu reagieren und zu handeln. Paulus schrieb an die Galater: \u201eIch lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir\u201c (Gal 2,20). Das eigene Zerrbild des vermeintlich m\u00e4nnlichen Verhaltens und Inszenierens muss sterben und stattdessen soll eine g\u00f6ttliche Christus-M\u00e4nnlichkeit in mir Gestalt gewinnen. Die urspr\u00fcnglich von Gott gewollte wahre M\u00e4nnlichkeit entdeckt der Mann, wenn er sein Leben christusorientiert lebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.2 Christus als Vorbild des Mannes<br \/>\n<\/strong>Jesus war von Herzen dem\u00fctig und sanftm\u00fctig (Mt 11,29), er konnte aber auch in heiligem Zorn Tische umwerfen (Joh 2,15) und seine Gegner mit wenig schmeichelnden Titeln wie Otterngez\u00fccht und Schlangenbrut betiteln (Mt 23,33). Er konnte sich in das Denken einer Frau hineinversetzen, war aber kein \u201cFrauenversteher\u201d, der alles gutgehei\u00dfen h\u00e4tte, sondern deckte die S\u00fcnden seines weiblichen Gegen\u00fcbers schonungslos und doch liebevoll auf (Joh 4,18). Er hatte die innere Standfestigkeit sich um der Wahrheit und Liebe willen mit der m\u00e4chtigen religi\u00f6sen Elite Israels anzulegen und er konnte bittere Tr\u00e4nen um den Tod seines Freundes weinen (Joh 11,35). Er war bereit unter schweren Anfechtungen (Lk 22,39) sein Leben f\u00fcr seine Feinde (R\u00f6 5,10) und Freunde (Joh 15,13) zu opfern und den Tod f\u00fcr die S\u00fcnden der Menschheit zu erleiden. In Christus haben M\u00e4nner einen Mann vor Augen, der sexuell enthaltsam leben konnte. In einer stark sexualisierten Gesellschaft, in der die Sexualit\u00e4t verg\u00f6tzt wird, braucht es christusorientierte M\u00e4nner, die nicht Sex zu ihrem G\u00f6tzen machen. Es braucht christusorientierte M\u00e4nner, die bereit sind vor der Ehe auf Sex zu verzichten, um sich ganz der eigenen Ehefrau hingeben zu k\u00f6nnen. Es braucht M\u00e4nner, die auch in der Ehe treu und rein bleiben, indem sie auf Seitenspr\u00fcnge und Pornographie verzichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.3 Betende M\u00e4nner braucht das Land<br \/>\n<\/strong>\u201eSo will ich nun, dass die M\u00e4nner beten an allen Orten und aufheben heilige H\u00e4nde ohne Zorn und Zweifel\u201c (1Tim 2,8). Eine christusorientierte M\u00e4nnlichkeit ist nicht aus eigener Kraft machbar. Sie kann nur da erlangt und gelebt werden, wo M\u00e4nner zu Gott umkehren und sich im Gebet vor Gott beugen und f\u00fcr ihr Leben als Mann in Ehe, Familie, Gemeinde und Beruf beten. Es ist eine der gro\u00dfen Versuchungen des Mannes, dass er eigenm\u00e4chtig und aus eigener Kraft alles schaffen und erreichen will. Er hat es schwer, seine Hilfsbed\u00fcrftigkeit einzugestehen, sich helfen zu lassen, sei es von seiner eigenen Frau, sei es von seinem Gott. Gott l\u00e4dt uns M\u00e4nner ein, sich auf ihn einzulassen, ihm zu vertrauen und sich betend eine neue christusorientierte M\u00e4nnlichkeit schenken zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5 Fazit<br \/>\n<\/strong>Die un\u00fcbersehbare Vielfalt an m\u00e4nnlichen Rollenangeboten macht es den M\u00e4nnern unserer Tage schwer Mann zu sein. Hinzu kommt die Verunsicherung des Mannes durch die Folgen der Emanzipation der Frau und der v\u00f6lligen Einebnung sexueller Werte. Die Antwort auf die Frage \u201eWann ist ein Mann ein Mann?\u201c kann nur der geben, der am Anfang den Menschen schuf als Mann und als Frau. Erst in einer sch\u00f6pfungs- und christusorientierten M\u00e4nnlichkeit k\u00f6nnen M\u00e4nner die Zerrbilder der M\u00e4nnlichkeit \u00fcberwinden und zu einem Mannsein hindurchdringen, dass nicht l\u00e4nger aus eigener Kraft, sondern in der Kraft Gottes gelebt wird. Der Mann ist hierbei im Regelfall auf die Hilfe seiner Frau angewiesen. Wir M\u00e4nner m\u00fcssen begreifen lernen, dass wir\u00a0die Hilfe\u00a0unserer Ehefrauen brauchen, um wirklich M\u00e4nner zu sein.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Johann Hesse, 12.09.2009<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wann ist ein Mann ein Mann? Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine christusorientierte M\u00e4nnlichkeit 1 Der verunsicherte Mann 1.1 M\u00e4nner ohne Leitbild In seinem Buch \u201cDeutschland auf der Couch\u201d beschreibt Stephan Gr\u00fcnwald die Verunsicherung des modernen Mannes. Er ist einerseits gepr\u00e4gt von traditionellen, patriarchalischen Rollenbildern, die er aber im Einklang mit dem Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung ablehnt. 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