{"id":310,"date":"2009-06-24T15:17:34","date_gmt":"2009-06-24T13:17:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=310"},"modified":"2009-09-01T14:45:52","modified_gmt":"2009-09-01T12:45:52","slug":"meine-verantwortung-als-mann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=310","title":{"rendered":"Meine Verantwortung als Mann"},"content":{"rendered":"<p><strong>Meine Verantwortung als Mann<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIch lasse euch aber wissen, da\u00df Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.\u201c (1. Korinther 11,3)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist Schlimmes daran, da\u00df Christus ein Haupt \u00fcber sich hat? Ist Christus, unser Herr, deswegen weniger wert? Nein, absolut nicht! Und was ist Schlimmes daran, da\u00df die Frau ein Haupt \u00fcber sich hat? Ist sie deswegen weniger wert? Nein, absolut nicht. Die Bibel sieht eine Analogie in beidem und eine gesegnete Ordnung darin.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn von dem Mann als Haupt gesprochen wird, m\u00fcssen wir uns das n\u00e4her anschauen und lernen, wie die Bibel ihn sieht. Wir lesen in der Sch\u00f6pfungsgeschichte, da\u00df Gott Adam zuerst geschaffen hat, und erst eine gewisse Zeit sp\u00e4ter wurde ihm die Frau erschaffen. \u201eDa lie\u00df Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schlo\u00df die Stelle mit Fleisch. Und Gott der Herr baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm\u201c (1. Mose 2,21-22). Aus dieser Reihenfolge der Erschaffung leitet Paulus die F\u00fchrungsrolle des Mannes ab und sagt: \u201eDenn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva\u201c (1. Timotheus 2,13). Dieses Prinzip wird uns in der Bibel folgerichtig auch anhand des Erstgeburtsrechts gezeigt. So wie es Gott gefiel, jeweils dem erstgeborenen Sohn einen Vorrang zu geben, so gefiel es Ihm in Seiner souver\u00e4nen Sch\u00f6pfungsgewalt auch, den Mann als das Haupt zu bestimmen. Diese Ordnung begr\u00fcndet der Apostel auch damit, da\u00df die Frau auf Adam hin geschaffen wurde. Denn es hei\u00dft im Sch\u00f6pfungsbericht: \u201eUnd Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, da\u00df der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei\u201c (1. Mose 2,18). Daraus leitet Paulus ab und schreibt: \u201eUnd der Mann ist nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen\u201c (1. Korinther 11,9). Wir m\u00f6gen das alles aus der heutigen Weltsicht bestreiten, aber wenn wir ganz objektiv den Befund der Heiligen Schrift sprechen lassen, kommen wir an diesen Worten nicht vorbei. Gott hat den Mann zum Leiter gesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das geht auch daraus hervor, da\u00df Er Eva den Namen Adams gegeben hat. Wir lesen: \u201eUnd Gott schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und gab ihnen den Namen \u00bbMensch\u00ab (w\u00f6rtlich: Adam)\u201c (1. Mose 5,2). Der Familienname, den Gott dem ersten Ehepaar gab, lautete also nicht Eva, sondern Adam. Er war Herr Adam, und sie war Frau Adam. Von daher leitete sich wohl auch der Gebrauch ab, da\u00df die Frau bei der Eheschlie\u00dfung den Namen ihres Mannes annahm. Also auch der Familienname, den beide tragen sollten, deutet auf die F\u00fchrungsrolle des Mannes hin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Konsequenz daraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht r\u00fchmen sich jetzt einige M\u00e4nner, und es schwillt ihnen die Brust an. Bitte seid nicht so voreilig. Denn die Stellung, die Gott euch innerhalb von Ehe und Familie gegeben hat, bringt Konsequenzen mit sich. Wer fing im Garten Eden eigentlich mit der S\u00fcnde an? Wer nahm als erstes die verbotene Frucht und a\u00df? Ich h\u00f6re einen Mann fl\u00fcstern: \u201eNat\u00fcrlich die Frau!\u201c Und das stimmt auch: Nicht Adam war der erste S\u00fcnder, sondern Eva. Aber als Gott den ersten beiden Menschen nach dem S\u00fcndenfall begegnete, rief Er nicht: \u201eEva, wo bist du?\u201c, sondern: \u201eAdam, wo bist du?\u201c (1. Mose 3,9). Wen machte Gott also f\u00fcr die ganze Geschichte verantwortlich? Den Mann! Warum? Weil Gott ihn zum Leiter seiner Familie gesetzt hatte. Deshalb war Adam nicht nur f\u00fcr sein eigenes Handeln verantwortlich, sondern auch f\u00fcr das seiner Frau und weitergehend auch f\u00fcr das seiner Kinder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist es auch heute noch. Wenn es in einem Ministerium in einer unteren Abteilung zu Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten oder Fehlern kommt, wird in den meisten F\u00e4llen der Minister daf\u00fcr verantwortlich gemacht und mu\u00df seinen Hut nehmen, auch wenn er von dem Treiben seiner Schreiberlinge gar nichts wu\u00dfte. Genau so war das auch beim S\u00fcndenfall \u2013 Eva s\u00fcndigte, und Adam mu\u00dfte Rede und Antwort stehen. Auch das Neue Testament macht keinen Hehl daraus, da\u00df die Menschen nicht wegen Eva, sondern wegen Adam als S\u00fcnder gerechnet werden. Der R\u00f6merbrief erkl\u00e4rt uns: \u201eDurch des einen S\u00fcndenfall sind die vielen gestorben\u201c (R\u00f6mer 5,15). Es steht dort nicht \u201edurch den S\u00fcndenfall der einen\u201c und auch nicht \u201edurch den S\u00fcndenfall der beiden\u201c, sondern \u201edurch den S\u00fcndenfall des einen\u201c. Gemeint ist selbstverst\u00e4ndlich Adam, wie der erste Korintherbrief auch explizit sagt: \u201eDenn wie sie in Adam alle sterben\u201c \u2013 aufgrund der S\u00fcnde \u2013 \u201eso werden auch in Christus alle lebendig gemacht\u201c (1. Korinther 15,22). Wir sehen auch hier, da\u00df Adam in seiner Eigenschaft als Leitfigur zur Rechenschaft gezogen wird. Das ist die Konsequenz der F\u00fchrungsrolle des Mannes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen heute h\u00e4ufig eine Mentalit\u00e4t, aus der heraus auch christliche Ehem\u00e4nner ihre H\u00e4nde in Unschuld waschen, wenn ihre Frauen ein liederliches Leben f\u00fchren. Sie sagen einfach: \u201eDa kann ich ja nichts daf\u00fcr!\u201c \u2013 so nach dem Motto Kains: \u201eSoll ich meines Bruders H\u00fcter sein?\u201c (1. Mose 4,9). Und der Ehemann meckert: \u201eSoll ich der H\u00fcter meiner Frau sein?\u201c Ja, nach Gottes Sch\u00f6pfungsordnung sollst du das! Du bist von Gott dazu berufen, dich um deine Frau zu k\u00fcmmern \u2013 um ihr leibliches, geistliches und emotionales Wohlergehen. Du tr\u00e4gst Verantwortung, da\u00df sie durch dein christliches Vorbild gerne ein Gott wohlgef\u00e4lliges Leben f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum stellt der Apostel ein wesentliches Kriterium f\u00fcr leitende Mitarbeiter in der Gemeinde auf. Es kann nur der ein \u00c4ltester oder Diakon sein, \u201eder seinem eigenen Haus gut vorsteht \u2026Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen wei\u00df, wie soll er f\u00fcr die Gemeinde Gottes sorgen?\u201c (1. Timotheus 3,4-5). Auch hier wird deutlich, da\u00df Gl\u00fcck und Segen einer Ehe und Familie wesentlich von der Art der F\u00fchrung des Familienoberhauptes abh\u00e4ngt. Er soll ein Priester Gottes in der Familie sein und alle Kraft darauf wenden, die Seinen mit Liebe und Weisheit zu einem g\u00f6ttlichen Leben zu f\u00fchren. Gott schenke uns mehr diese Art christlicher M\u00e4nner, die nicht die Untergebenheit ihrer Frauen einfordern, sondern die ihren Vorrang in der Pflicht sehen, als Leitperson vorbildlich in den Tugenden des christlichen Glaubens voranzugehen, damit Frau und Kinder ihnen freudig folgen k\u00f6nnen! Da\u00df auch christliche Familien zerr\u00fcttet sind, h\u00e4ngt sehr h\u00e4ufig damit zusammen, da\u00df der Mann sich nicht in der Gottseligkeit \u00fcbt und sich selbst und seine Unarten nicht in den Griff bekommt, da\u00df er sich nicht Gott weiht und Christus nicht sein wirkliches Haupt ist, sondern er sich selber lebt. Und dann mag ihm keiner mehr folgen, auch die Kinder nicht. Da haben wir dann ein Problem. Wir sehen daran, wie wichtig es f\u00fcr die Familie ist, da\u00df der Mann seine Rolle verantwortlich wahrnimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Vorbild des Mannes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir als M\u00e4nner nun eine solch schwere Aufgabe durch Gottes Sch\u00f6pfung zugeordnet bekommen haben, wer kann uns helfen? Wer ist unser Vorbild? Adam hat versagt. Er glaubte, sich aus der Verantwortung stehlen zu k\u00f6nnen, indem er einfach Eva beschuldigte. \u201eDas Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum, und ich a\u00df\u201c (1. Mose 3,12). Genauso reden viele M\u00e4nner heute \u2013 auch christliche. Sie sagen: \u201eIch bin ausgerastet, weil meine Frau mich provoziert hat!\u201c Immer und immer hat Eva schuld. Ist das bei dir zu Hause auch so? Das ist das Adamsprinzip \u2013 Bo\u00df sein wollen, aber keine Verantwortung \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">La\u00dft uns besser das richtige Vorbild anschauen. Das ist Jesus! Paulus versteht die Ehe als ein Gleichnis. Sie soll n\u00e4mlich die herrliche Beziehung, die Christus zu Seiner Gemeinde hat, abbilden. Christus ist der Br\u00e4utigam, der Ehemann, und die Gemeinde ist die Braut, die Ehefrau. Diese Erkenntnis \u00fcberw\u00e4ltigte den Apostel so sehr, da\u00df er von einem gro\u00dfen Geheimnis sprach (Epheser 5,32). Und in diesem Geheimnis zeigt er die F\u00fchrungsrolle des Mannes in der Ehe, so wie Christus die F\u00fchrungsrolle in der Gemeinde hat, und schreibt folgende herausfordernden Worte: \u201eIhr M\u00e4nner, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst f\u00fcr sie dahingegeben, um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. So sollen auch die M\u00e4nner ihre Frauen lieben\u201c (Epheser 5,25-28). Worin bestand und besteht die Liebe Christi zu Seiner Braut und Gemeinde? Er hat sich f\u00fcr sie aufgeopfert. Er hat alles in sie investiert, bis hin zu Seinem Blut und Leben. Er hat die Gemeinde nicht beschuldigt, sie wegen ihrer S\u00fcnden und Fehler gerichtet und verdammt, sondern Er hat die Schuld Seiner \u201eFrau\u201c auf sich genommen, daf\u00fcr verantwortlich gezeichnet und sie ans Kreuz getragen. So leb auch du in deiner Ehe das Evangelium aus, indem du verzeihst, nicht nachtr\u00e4gst und geduldig bist. Wie die Liebe ist, mit der Christus liebt, ist in 1. Korinther 13 aufgez\u00e4hlt. Hier Ausz\u00fcge: \u201eDie Liebe ist langm\u00fctig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen \u2026sie verh\u00e4lt sich nicht ungeh\u00f6rig, sie sucht nicht das Ihre, sie l\u00e4\u00dft sich nicht erbittern, sie rechnet das B\u00f6se nicht zu \u2026sie ertr\u00e4gt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles\u201c (V.4-7).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und es wird von der Liebe auch gesagt: \u201eSie freut sich nicht \u00fcber die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit\u201c (V.6). Nat\u00fcrlich spricht ein christlicher Ehemann mit seiner Frau auch \u00fcber ihre S\u00fcnden, denn er kann sich nicht \u00fcber Ungerechtigkeit freuen. Er h\u00f6rt aber auch gerne zu, wenn die Frau mit ihm \u00fcber seine Unarten spricht. Er stellt sich selbst unter Christus, sein Haupt, und bem\u00fcht sich, Ihm in seinem Wesen immer \u00e4hnlicher zu werden. Und dann setzt er alles daran, seine geliebte Frau und seine Kinder durch sein Vorbild in ein geheiligtes Leben nachzuziehen. Denken wir doch auch daran, wie viel Zeit und Kraft Jesus investiert, um an Seiner Gemeinde zu arbeiten. Er hat sich selbst f\u00fcr sie dahingegeben, um sie zu heiligen, um sie herrlich zu machen, ohne Flecken und Runzel, da\u00df sie heilig und untadelig sei. Und so wie Jesus mit Liebe und Geduld an Seiner Gemeinde arbeitet, darfst auch du als Familienoberhaupt dir Zeit nehmen, mit deiner Frau die Bibel zu lesen, mit ihr zu beten und offene, ehrliche Gespr\u00e4che mit ihr zu f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das bedeutet auch, da\u00df ein christlicher Ehemann sich nicht gehen l\u00e4\u00dft. Er verschwendet nicht seine Zeit, sondern er erkennt seine Verantwortung. Er ist ein Beter und lebt selber vor dem Angesicht des Herrn. Gott wird uns M\u00e4nner einmal rufen und sagen: Adam, wo bist du? Was hast du mit deiner Familie gemacht? Hast du dich ihr hingegeben, zusammen mit deiner Frau die Kinder erzogen, ihnen das Evangelium erkl\u00e4rt und es ihnen vorgelebt? O Br\u00fcder, la\u00dft das Herrengehabe in eurer Familie fahren und seid vielmehr ein Oberhaupt, wie Christus es ist. Er hat von sich gesagt: \u201eDes Menschensohn ist nicht gekommen, da\u00df er sich dienen lasse, sondern da\u00df er diene und gebe sein Leben zu einer Erl\u00f6sung f\u00fcr viele\u201c (Matth\u00e4us 20,28). Christus sah Seinen Vorrang als Haupt der Gemeinde nicht darin, da\u00df Er herrschte, sondern da\u00df Er diente. Die Geschichte der Fu\u00dfwaschung (Johannes 13) ist ein starker Ausdruck der inneren Haltung, die Jesus als das Haupt uns zeigt. Und an einer anderen Stelle ermahnt uns der Heiland: \u201eWer unter euch gro\u00df sein will, der sei euer Diener\u201c (Matth\u00e4us 20,26).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr lieben Frauen, gef\u00e4llt euch diese Predigt? Seid ihr froh, da\u00df dem Mann mal eine richtige Lektion erteilt wurde? Aber bitte \u00fcberhebt euch nicht, sondern anerkennt seine schwere Aufgabe und seid ihm die biblische Gehilfin, so da\u00df er durch Gottes Gnade leisten kann, wozu er berufen ist. Beugt beide miteinander eure Knie, bittet beide um Vergebung. Und dann achte einer den anderen h\u00f6her als sich selbst, und zwar in der Aufgabe, die einem jeden von Gott bestimmt ist. Ein herrlicher Segen wird dann in alle unsere Familien flie\u00dfen. Gott schenke uns das. Amen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pastor Wolfgang Wegert,\u00a016.3.09, Arche Hamburg<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Verantwortung als Mann \u201eIch lasse euch aber wissen, da\u00df Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.\u201c (1. Korinther 11,3) Was ist Schlimmes daran, da\u00df Christus ein Haupt \u00fcber sich hat? Ist Christus, unser Herr, deswegen weniger wert? Nein, absolut nicht! 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