{"id":2862,"date":"2009-09-04T12:40:03","date_gmt":"2009-09-04T10:40:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2862"},"modified":"2009-09-08T13:04:11","modified_gmt":"2009-09-08T11:04:11","slug":"wird-der-schmale-weg-verbreitert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2862","title":{"rendered":"Wird der schmale Weg verbreitert?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wird der \u201eSchmale Weg\u201c verbreitert?<br \/>\nEin Wort zur evangelischen Jugendarbeit (1958)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schmerzerf\u00fcllt schrieb einst der Apostel Paulus von einem seiner bisherigen Mitarbeiter: &#8222;Demas hat mich verlassen und die Welt lieb gewonnen.&#8220; Wenn dieser Demas heute lebte, dann h\u00e4tte er es nicht n\u00f6tig, die christliche Gemeinde zu verlassen. Er w\u00fcrde bleiben, weil er in der Jugendarbeit der Christenheit ein gro\u00dfartiges Bet\u00e4tigungsfeld f\u00e4nde. Ja, er w\u00fcrde bald zu hohen Ehren aufsteigen. Und dann w\u00fcrde er in irgendeinem Jugendblatt einen Aufsatz schreiben, in welchem er dem Apostel Paulus nachweisen w\u00fcrde, da\u00df er eine &#8222;pietistische&#8220; oder gar &#8222;introvertierte&#8220; Theologie h\u00e4tte und da\u00df er, der Paulus, schuldig sei an dem gesetzlichen Wesen in der bisherigen Gemeindearbeit. <!--more-->In einem zweiten Aufsatz w\u00fcrde er den Aposteln sagen: Es geht nicht an, da\u00df ihr solch einen Trennungsstrich zieht zwischen Gemeinde und Welt, wie es der Johannes tut in dem Satz: &#8222;Habt nicht lieb die Welt!&#8220; So darf man nicht sagen und tun! Denn- so w\u00fcrde Demas ausf\u00fchren &#8211; &#8222;das Salz geh\u00f6rt in die Suppe und nicht neben den Suppentopf!&#8220; Ich sehe die Artikelserie des Demas vor mir. Darin w\u00fcrde er etwa schreiben: Es geht nicht an, da\u00df ihr zu den G\u00f6tzenfesten der Heiden einfach &#8222;Nein!&#8220; sagt. Ihr m\u00fc\u00dft mitfeiern und daf\u00fcr sorgen, da\u00df es h\u00fcbsche, nette und anst\u00e4ndige G\u00f6tzenfeste werden! So etwa w\u00fcrde Demas heute schreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Lage<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor mir liegt ein Bl\u00e4ttchen, darin hei\u00dft es: &#8222;Wir m\u00f6chten gern am kommenden Samstag ein kleines fest feiern, ein sommerfest.\u00a0wir w\u00fcrden uns freuen, wenn auch du, liebes M\u00e4del, und du, lieber Junge, und ihr, liebe Eltern und liebe Gemeindev\u00e4ter an unsrer Freude teilhaben k\u00f6nntet. &#8211; f\u00fcr den Magen und die Kehle ist eine Kleinigkeit vorbereitet. es soll euch nicht viel kosten. Wir wollen nat\u00fcrlich nicht nur essen und trinken, sondern auch tanzen und spielen. (Wem f\u00e4llt da nicht der Satz aus 1. Korinther 10, 7 ein: \u201eWerdet nicht Abg\u00f6ttische, gleichwie jener etliche wurden, wie geschrieben steht: Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und stand auf, zu spielen.\u201c Die Schriftleitung.) auch die \u00e4lteren unter uns sollen dabei zu ihrem recht kommen. also dann bis zum Samstag, den 22. 9., um 20 Uhr in unsrer Lutherkirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">es ladet herzlichst ein die jugend luther-s\u00fcd. programmfolge: polonaise \/ tanzserie f\u00fcr alle \/ totozettel \/ tanzserie f\u00fcr anf\u00e4nger \/ fu\u00dfballspiel\/volkstanz \/ gemeinschaftstanz \/ der widerspenstige besen \/ tanzserie f\u00fcr die halbw\u00fcchsigen \/ heute gehn wir bummeln \/ volkstanz \/ gemeinschaftstanz.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, hier kann sich Demas wohl f\u00fchlen. Wahrscheinlich f\u00fchrt er die Polonaise an. Es meine nur niemand, das sei eine einzelne Entgleisung. Nein! Das soll offenbar immer mehr der Kurs in der evangelischen Jugendarbeit werden. Und wer nicht mitmachen will, der ist &#8222;hoffnungslos r\u00fcckst\u00e4ndig&#8220;. Da schreibt mir ein Pfarrer einen notvollen Brief. Er schildert, wie sein bl\u00fchender Jugendkreis allm\u00e4hlich in die Br\u00fcche geht. Denn der Synodal-Jugendpfarrer holt an jedem Samstag die Jugend zusammen zu Tanzkreisen. Damit ist ein Geist in seinen Jugendkreis eingekehrt, der dem Heiligen Geist stracks zuwider ist. &#8222;Ich kann in den Bibelstunden kaum noch ein Lied ansagen\u201c, schreibt er, &#8222;ohne da\u00df noch ein paar sich schnell die Erlebnisse des letzten Samstag zufl\u00fcstern.\u201c Am meisten hat mich in seinem Brief die Bemerkung ersch\u00fcttert, da\u00df die ernsten, suchenden Seelen dem Kreis fernbleiben. Wohin gehen sie? Wenn&#8217;s gut geht, in die Freikirchen! Da sitze ich in einer Gro\u00dfstadt nach einer Bibelstunde noch ein wenig zusammen mit dem Sekret\u00e4r des CVJM und zwei Vorstandsmitgliedern. Sie berichten von einer Jugendwoche, die ein Landesjugendpfarrer in ihrer Stadt inszeniert hat. Man hatte sich Leute verschrieben, die gar nicht in der evangelischen Jugendarbeit stehen, die aber Volkst\u00e4nze und Gesellschaftst\u00e4nze lehren k\u00f6nnen. Man hat Diskussionen veranstaltet, in denen in h\u00f6chst unverbindlicher Weise \u00fcber dies und jenes geschw\u00e4tzt wurde. Es wurde unentwegt von \u201eneuen Wegen\u201c geredet. \u201eSehen Sie&#8220;, sagt der Jugendsekret\u00e4r, &#8222;ich bin durch Ihren Bruder zum Glauben gekommen. Damals habe ich mich entschlossen, mein Leben in den Dienst des Herrn Jesus zu stellen. Fr\u00fcher war ich in der Hitler-Jugend. Es ist also in meinem Leben durch eine klare Entscheidung gegangen. Wenn nun dieser neue Kurs in der evangelischen Jugendarbeit gesteuert werden soll, dann kann ich nicht mehr mitmachen. Meine Kreise jedenfalls werde ich von diesem Treiben fernhalten.&#8220; Ich sp\u00fcre seinen Worten an, wie unendlich einsam er geworden ist. Fast ist es, als fragte er mich: \u201eWar ich denn ein Narr, als ich mich zum Herrn bekehrte?\u201c Vor einiger Zeit fand ein Treffen von deutschen und holl\u00e4ndischen Jugendarbeitern und Mitarbeiterinnen statt. Bei diesem Treffen wurde es offen ausgesprochen: &#8222;Wir k\u00f6nnen doch nicht mit der Bibel zu den jungen Menschen von heute gehen! Wir k\u00f6nnen doch nicht mit der T\u00fcr ins Haus fallen. Wir m\u00fcssen mit ihnen tanzen und ins Kino gehen. Vielleicht ergibt sich dann die M\u00f6glichkeit, auch gelegentlich das Evangelium anzubringen.&#8220; Und fast alle stimmten dem zu. Im letzten Jahr erschien in der Tageszeitung einer Gro\u00dfstadt ein halbseitiger Bericht \u00fcber die Karneval-Veranstaltung des CVJM &#8211; &#8211; &#8211; Das ist die Lage: Demas \u00fcbernimmt die F\u00fchrung der evangelischen Jugendarbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was immer schon war<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist keine Frage, da\u00df zu evangelischer Jugendarbeit nicht nur Bibelstunden geh\u00f6ren. Es werden Fahrten unternommen. Es wird auch gespielt, Sport getrieben, es werden Filme gezeigt. Das ist seit Anfang aller Jugendarbeit schon so gewesen. Die evangelische Jugendarbeit ist aus der Erweckung entstanden. Darum wu\u00dfte sie klar, da\u00df sie eine einzige Aufgabe hat: junge Menschen zu Jesus zu f\u00fchren. Darum stand allezeit das Wort der Bibel im Mittelpunkt. An diesem Wort aber entsteht Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft will sich bet\u00e4tigen. Darum kam man schon in der ersten Christenheit zusammen zu &#8222;Liebesmahlen&#8220;. In Frauenvereinen bet\u00e4tigt sich die Gemeinschaft in Kaffeefesten, in der Jugendarbeit in Fahrten, Sport und Lager. Habe ich es deutlich ausgedr\u00fcckt? Es darf in der evangelischen Jugendarbeit solche Dinge nur geben als Bet\u00e4tigung der Gemeinschaft, die am Worte Gottes entsteht. Die Nationalsozialisten haben ganz genau gewu\u00dft, was sie taten, als sie der evangelischen Jugend alle &#8222;weltliche&#8220; Bet\u00e4tigung wie Spiel und Wanderungen verboten. Sie wollten uns die M\u00f6glichkeit nehmen, die am Worte Gottes entstandene Gemeinschaft zu bet\u00e4tigen. Wenn man wirklich das Wort der Bibel in den Mittelpunkt stellt und die &#8222;weltlichen Dinge&#8220; als Bet\u00e4tigung der Gemeinschaft versteht, dann wird ohne weiteres klar, da\u00df dabei gewisse Grenzen gesetzt sind. Es ist doch sehr interessant, da\u00df unsere Sportleute in der &#8222;Eichenkreuz-Bewegung&#8220; immer sehr mi\u00dftrauisch waren gegen den Fu\u00dfball. Pastor Weigle, der ja wirklich etwas von Jugendarbeit verstand, pflegte zu sagen: &#8222;Der Fu\u00dfball erweckt seltsamerweise Leidenschaften, die der Handball und andre Spiele nicht kennen. Also verzichten wir auf ihn!&#8220; Dasselbe gilt vom Tanzen. Hier mu\u00df eine Anmerkung gemacht werden, damit keine Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse entstehen: Selbstverst\u00e4ndlich haben wir in unserer Jugendarbeit allezeit junge Menschen, die von ihren Eltern aus die Tanzstunde besuchen m\u00fcssen. Davon ist jetzt nicht die Rede. Es ist eine seelsorgerliche Frage, wie wir den jungen Menschen hier raten. Und wir m\u00fcssen uns dabei vor einer \u00dcberforderung und vor Gesetzlichkeit h\u00fcten. In unserem Aufsatz geht es um die Frage: Was ist der Auftrag der evangelischen Jugendarbeit? Und das ist sicher: Tanzen und Kino und m\u00fc\u00dfige Diskussionen und all das, was uns unter dem Stichwort &#8222;Neue Wege&#8220; angepriesen wird, geh\u00f6ren nicht dazu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die &#8222;neuen Wege&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun schreit man heute lauthals immerzu nach &#8222;neuen Wegen&#8220;. Diese neuen Wege bestehen samt und sonders darin, da\u00df man den Geist der &#8222;Welt&#8220; (die Bibel sagt: das Schema der Welt) unsre Jugendkreise bestimmen l\u00e4\u00dft. Hierf\u00fcr hat man drei Gr\u00fcnde:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Man erkl\u00e4rt: &#8222;Wir m\u00fcssen zuerst mit der Jugend Kontakt suchen, ehe wir das Evangelium sagen k\u00f6nnen.&#8220; Ich finde, da\u00df diese Erkl\u00e4rung ein erb\u00e4rmliches Armutszeugnis ist. Ich habe alte Christen kennengelernt, die einen ungeheuren seelsorgerlichen Einflu\u00df auf junge Menschen aus\u00fcbten, nicht etwa dadurch, da\u00df sie &#8222;Kontakt suchten&#8220;, sondern dadurch, da\u00df sie eine gro\u00dfe Liebe hatten und eine gro\u00dfe Vollmacht. Der Mann, der den Berliner CVJM in der Wilhelmstra\u00dfe gepr\u00e4gt hat, Forstmeister von Rothkirch, konnte sich neben einen jungen Menschen setzen, der zum erstenmal kam. Und nach f\u00fcnf Minuten sprach er mit ihm von Jesus. Ich habe solche Leute sp\u00e4ter gesprochen. Und sie berichteten \u00fcbereinstimmend, wie ihnen bei von Rothkirch eine ganz gro\u00dfe Liebe und menschliche W\u00e4rme entgegengekommen sei, die sofort jeden Alters- und Standesunterschied \u00fcberbr\u00fcckt habe. Ja, wenn wir &#8222;Pfarrherren&#8220; sind, dann m\u00fcssen wir erst Kontakt suchen. Doch ich f\u00fcrchte, wir werden den Kontakt nicht dadurch finden, da\u00df wir auf das k\u00fcmmerliche Niveau unserer Zeit hinabsteigen. Ich habe einmal erlebt, wie mein Bruder Johannes einem wildfremden jungen Burschen auf die Schulter schlug und &#8222;Hallo!&#8220; sagte. Von dem Moment ab war &#8222;Kontakt&#8220; da.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Die zweite Begr\u00fcndung, die man f\u00fcr das Demas-Wesen der evangelischen Jugendarbeit h\u00e4ufig h\u00f6rt, lautet: &#8222;Die Kirche hat fr\u00fcher den Menschen gesagt, wie sie selig sterben k\u00f6nnen. Heute m\u00fcssen wir ihnen sagen, wie sie richtig leben k\u00f6nnen.&#8220; Nun will man ihnen also praktische Lebenshilfe bieten, indem man mit ihnen ins Kino geht und ihnen erkl\u00e4rt, was schlecht und was gut ist; indem man mit ihnen tanzt, um einen &#8222;anst\u00e4ndigen Karneval&#8220; zu demonstrieren. Die Folge ist, da\u00df man nicht mehr den Frieden mit Gott predigt, sondern Lebensfragen bespricht. Wissen wir, wohin das f\u00fchrt? Damit stehen wir wieder bei der &#8222;Aufkl\u00e4rung&#8220;. Das war eine geistige Bewegung, die um das Jahr 1800 die Kirche verw\u00fcstete, weil man nicht mehr Vergebung der S\u00fcnden predigen wollte, sondern &#8222;Lebenshilfe&#8220;. Klaus Harms hielt in jener Zeit eine Predigt \u00fcber das Thema: &#8222;\u00d6ffne dein Herz der Geselligkeit, aber halte dich auch zum Abschied bereit.&#8220; Sehen Sie, das waren praktische Predigten mit &#8222;Lebenshilfe&#8220;. Und es ist ja bekannt, da\u00df ein Bauernpfarrer in der Weihnachtspredigt \u00fcber den &#8222;Nutzen der Stallf\u00fctterung&#8220; predigte, weil ihm eine Predigt \u00fcber das Kind in der Krippe nicht &#8222;lebensnah&#8220; genug erschien. Ulkig ist \u00fcbrigens folgendes: Die &#8222;Aufkl\u00e4rung&#8220; l\u00f6ste das Zeitalter der Orthodoxie ab. Weil wir heute in schnellerem Tempo leben, machen wir Aufkl\u00e4rung und Orthodoxie auf einmal ab. Darum sieht ein modernes Programm f\u00fcr Jugendarbeit etwa so aus: Morgens eine orthodoxe Barth&#8217;sche Predigt mit Abendmahl, abends Tanzvergn\u00fcgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Die dritte Begr\u00fcndung, die uns f\u00fcr das Demas-Wesen in der evangelischen Jugendarbeit genannt wird, ist die k\u00fcmmerlichste. Ich habe sie oft genug, namentlich in S\u00fcddeutschland, geh\u00f6rt: &#8222;Wir m\u00fcssen doch beweisen, da\u00df wir in die Welt hineinpassen.&#8220; Ach du liebe Zeit! Dahinein passen wir (abgesehen von einigen komischen Typen) nur allzu gut! Die Frage ist vielmehr, ob wir in das Reich Gottes hineinpassen und ob an uns die Fr\u00fcchte des Heiligen Geistes, die in Galater 5, 22 genannt sind, sichtbar werden. Die moderne Jugend fragt uns nicht, ob wir in die Welt hineinpassen, sondern sie fragt uns, ob wir eine g\u00f6ttliche Botschaft f\u00fcr sie haben, die wirklich dem Menschen im tiefsten Grunde hilft. Darauf kommen wir noch zu sprechen. Wie sehen bei solchen Voraussetzungen die Jugendstunden der &#8222;neuen Wege&#8220; aus? Ein Pfarrer sagte mir: &#8222;Mensch! Bedenken Sie, da\u00df die jungen Leute den ganzen Tag gearbeitet haben. Da k\u00f6nnen wir ihnen doch nicht am Abend noch mit der Bibel kommen!&#8220; &#8211;\u00a0&#8222;Nun&#8220;, bat ich ihn, &#8222;erz\u00e4hlen Sie nur einmal, was Sie mit Ihrer Jugend in der letzten Stunde gemach haben.&#8220; &#8211;\u00a0&#8222;Oh, das war sehr nett&#8220;, berichtete er. &#8222;Da sind zwei, die auch noch zu den Naturfreunden geh\u00f6ren. Die waren an diesem Abend auf einem Maskenfest der Naturfreunde. Zwischendurch kamen sie zu uns und erz\u00e4hlten von ihrem Ball. Das wurde sehr lustig. Dann zogen sie wieder los, und wir anderen haben noch ein wenig Erinnerungen ausgetauscht an \u00e4hnliche Erlebnisse.&#8220; Evangelische Jugendarbeit?! Neue Wege sollen das sein? Das sind die uralten Wege des Rationalismus. Es sind die uralten Wege des Demas, der die Welt liebgewann. Es sind die uralten Wege der alttestamentlichen Gemeinde, die vom Herrn abfiel, die G\u00f6tzen anbetete und &#8222;dem Fleische&#8220; diente. Da entw\u00fcrdigen nun Pfarrer ihr kirchliches &#8222;Amt, das die Vers\u00f6hnung predigt&#8220; (2. Kor. 5,18) und machen sich endlich selbst zum &#8222;maitre de plaisir&#8220;, zum Vergn\u00fcgungsmeister. Da registrieren sie mit Begeisterung, wieviel Jugend sie &#8222;erreicht&#8220; haben und bedenken gar nicht, da\u00df es nicht ums &#8222;erreichen&#8220; geht, sondern um einen heiligen Auftrag: &#8222;Ihr sollt meine Zeugen sein.&#8220; Da werden Geld und Kraft verschwendet f\u00fcr Torheit und Allotria. Und die wirkliche Gemeinde seufzt und ist betr\u00fcbt. Die ernsten jungen Menschen aber wenden sich schaudernd ab von einer Christenheit, die selbst kein Vertrauen mehr zu ihrer Botschaft hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun, wir haben gegen diese sogenannten &#8222;neuen Wege&#8220; einiges einzuwenden. Nicht nur, weil wir hoffnungslos r\u00fcckst\u00e4ndig sind. (Es ist uns allerdings auch kein wichtiges Anliegen, als modern zu gelten.) Wir glauben vielmehr, etwas von Jugendarbeit zu verstehen und sind schlie\u00dflich auch Kinder unserer Zeit. (Wenn ich &#8222;wir&#8220; sage, meine ich die ganze gro\u00dfe Schar derer, denen dieses Treiben innerhalb der kirchlichen Jugendarbeit allm\u00e4hlich zuviel wird,\u00a0zuviel, weil es ungeistlich und t\u00f6richt ist. Und je ungeistlicher und t\u00f6richter, desto lauter ist es!) Was wir einzuwenden haben gegen die &#8222;neuen Wege&#8220;: Man verkennt v\u00f6llig die geistige Lage der heutigen Jugend. Da tun diese Leute, die ihre Jugendarbeit mit Tanz, Diskussionen und Kino bestreiten wollen, als wenn sie wunder wie modern seien. Und dabei ahnen sie gar nicht, da\u00df sie v\u00f6llig unmodern sind und keine Ahnung haben von der geistigen Lage der heutigen jungen Generation. Wie sieht es denn da aus? Die gr\u00f6\u00dfte Not der heutigen Jugend ist, da\u00df sie nichts mehr ernst nehmen kann. Ohne da\u00df sie es sich klarmacht, leidet sie darunter. Diese geistige Situation ruft nach nichts anderem als nach der klaren Verk\u00fcndigung des Evangeliums. Alle Werte und Lebensinhalte sind dieser Jugend zerbrochen. Nichts kann ihr Herz mehr richtig gefangennehmen. Und da stehen wir Christen da mit einer Botschaft, die man einfach ernst nehmen mu\u00df: da\u00df Gott in Jesus ein gro\u00dfes Heil geschenkt hat, und da\u00df dieser Jesus zur Nachfolge aufruft, und da\u00df ein ewiges Reich unter uns angebrochen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor einem Jahr sprach ich \u00fcber die geistige Lage der Jugend vor norwegischen Pfarrern in Oslo. (Hier ist zu bemerken, da\u00df viele norwegische Theologen, ehe sie ins Pfarramt gehen, erst einige Jahre sich in der Jugendarbeit bet\u00e4tigen.) Ich sagte ihnen das, was ich hier ausgef\u00fchrt habe: Die Jugend hat nichts, was sie ernst nehmen kann. Damit sind die T\u00fcren offen f\u00fcr die Botschaft des Evangeliums, die Tiefgang hat und das Leben in sich tr\u00e4gt. Darauf stand sehr \u00e4rgerlich ein \u00e4lterer Pfarrer auf und erkl\u00e4rte: \u201eWas Sie eben erz\u00e4hlt haben, mag f\u00fcr die deutsche Jugend zutreffen. Die norwegische Jugend kennt noch Werte, die ihre Begeisterung erwecken.\u201c Ich bat ihn, mir solche Werte zu nennen. Darauf sagte er: \u201eUnsere Monarchie.\u201c Es stimmt allerdings, da\u00df der K\u00f6nig von Norwegen, der vor kurzem verstorben ist, die Liebe seines Volkes hatte, weil er sich w\u00e4hrend der deutschen Besatzung heldenhaft benommen hat. Aber ich mu\u00dfte dem Pfarrer erwidern: \u201eBitte, nehmen Sie es mir nicht \u00fcbel, da\u00df ich als Deutscher Ihnen jetzt ein Erlebnis erz\u00e4hlen mu\u00df, das ich heute morgen hatte. Ich war zum Schlo\u00df hin\u00fcbergegangen, wo eine kleine milit\u00e4rische Zeremonie stattfinden sollte, weil der K\u00f6nig ausfuhr, um das norwegische Parlament zu schlie\u00dfen. Allerlei junges Volk zwischen 16 und 20 Jahren hatte sich angesammelt. Wir sahen neugierig zu, wie das Milit\u00e4r aufmarschierte, wie eine Musikkapelle heranzog &#8211; und dann, in diesem Augenblick, rannte auf einmal all das junge Volk weg nach der Stra\u00dfe, die auf die Schlo\u00dfterrasse hinauff\u00fchrt. Ich ging hinterher und sah, da\u00df im Mittelpunkt des Gew\u00fchls eine Dame stand mit leuchtend roten Lippen und violett untermalten Augen, in einem Pelzmantel von ungeheurem Wert. Mit m\u00fcder Hand gab diese junge Dame einige Autogramme und lie\u00df dann den F\u00fcller einfach auf den Boden fallen. Ich fragte: \u201eWer ist denn das?\u201c und bekam die Antwort: \u201eDas ist Sophia Loren.\u201c Den Namen dieser Filmschauspielerin hatte ich schon geh\u00f6rt, obwohl ich nicht ins Kino gehe&#8230; Inzwischen war der K\u00f6nig weggefahren &#8211; unbeachtet von der Jugend. Ihr galt eine Filmschauspielerin soviel wie ihr K\u00f6nig. Und ich f\u00fcrchte, da\u00df die vaterl\u00e4ndischen Werte, die uns Alte noch begeistert haben, dieser Jugend nicht mehr allzuviel bedeuten. Nein, ich bleibe dabei: Sie ist im Grunde ihres Herzens nihilistisch.\u201c Da sprangen die jungen Pfarrer auf und gaben mir leidenschaftlich recht. Und sie begriffen meine Forderung, dieser Jugend jetzt nichts anderes als die volle biblische Botschaft zu sagen. Sie hungert ja f\u00f6rmlich danach! Wir Christen sind die einzigen, die ihr noch etwas Wertbest\u00e4ndiges anzubieten haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lassen Sie mich noch ein Beispiel sagen: Der &#8222;Spiegel\u201c 11\/48 berichtet \u00fcber den jungen, erfolgreichen englischen B\u00fchnenschriftsteller John Osborne. Ein junger Mann zwischen 20 und 30 Jahren! In seinem St\u00fcck &#8222;Blick zur\u00fcck im Zorn\u201c, das ebenso in Moskau wie in London gespielt wird und die Jugend anlockt, zeigt er einen jungen Mann, der alles, aber auch alles verneint, l\u00e4stert und beschimpft. Ein entsetzlicher Nihilismus! Nur an einer Stelle ist ein anderer Klang zu h\u00f6ren: &#8222;Wie sehne ich mich nach etwas Enthusiasmus, ganz gew\u00f6hnlichem menschlichem Enthusiasmus! Einmal eine warme, begeisterte Stimme ,Halleluja!&#8216; in die Welt hinausschreien h\u00f6ren\u2026!\u201c Das hei\u00dft doch: Wo ist ein Mensch, der mit ganzer Gewi\u00dfheit eine ernstzunehmende Botschaft sagen kann? &#8222;Er spricht f\u00fcr unsere Generation&#8220;, sagen die jungen Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier sind nun doch die Christen gerufen; denn wir sind nun die einzigen, die noch eine wirkliche Botschaft haben. Sie hei\u00dft: &#8222;So sehr hat Gott die Welt geliebt, da\u00df er seinen eingeborenen Sohn gab, auf da\u00df alle, die sich dem anvertrauen, nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben.&#8220; Diese junge Generation fragt uns nicht, ob wir &#8222;weltoffen&#8220; sind. Das Elend aller Weltoffenheit kennt sie ja zur Gen\u00fcge. Sie fragt uns, ob wir eine wichtige Botschaft haben. Sie fragt uns nicht, ob wir mit ihr ins Kino gehen wollen. Das kann sie ohne uns. Sie fragt uns auch nicht, ob wir mit ihr tanzen wollen. Das kann sie sogar besser ohne uns. Nein! Sie fragt uns, ob wir unserer Botschaft ganz gewi\u00df sind. Das fragt sie. Und hier scheint mir die eigentliche Not zu liegen. Bibelkritik und theologische Spitzfindigkeiten entlassen den Pfarrer in seine Gemeinde so, da\u00df er keine gewisse Botschaft mehr hat. Aber nach unserer Gewi\u00dfheit fragt eben die junge Generation. Und wenn sie die bei uns findet, horcht sie auf. Im November 1957 wurde in N\u00fcrnberg ein k\u00fchner Vorsto\u00df gemacht. Man veranstaltete eine &#8222;Jugendwoche&#8220;, bei der nichts weiter geschah, als da\u00df an f\u00fcnf Abenden in der Messehalle das Evangelium verk\u00fcndigt wurde. Man fing mit 2500 St\u00fchlen an. Am n\u00e4chsten Abend wurden 1000 St\u00fchle dazugestellt, am dritten Abend noch einmal. Der vierte Abend hatte das Thema &#8222;Unser Recht auf Liebe&#8220;. Da kamen etwa 5500 junge Menschen. Die Alten wurden in eine nahegelegene Kirche verwiesen, wohin eine \u00dcbertragung stattfand. Es kamen solche Scharen von &#8222;Halbstarken&#8220;, da\u00df man f\u00fcrchtete, die Sache k\u00f6nne den Veranstaltern aus der Hand gleiten. Aber vom ersten Wort an war atemlose Aufmerksamkeit. Der letzte Abend hatte das Thema: &#8222;Kann man ohne Jesus leben?&#8220; Jeder erwartete bei diesem Thema ein Abflauen des Besuchs. Aber wieder kamen 5000 bis 6000 junge Menschen. Das ist die Lage! Die heutige Jugend fragt uns:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Habt Ihr eine ernst zu nehmende Botschaft?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Seid Ihr Eurer Botschaft gewi\u00df?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit Jahrhunderten war nicht eine solche geistige Situation. Aber statt da\u00df man diese von Gott gegebene Lage erkennt, glaubt man &#8222;modern&#8220; zu sein, wenn man diesem jungen Volk von Seiten der Kirche Tanz und Kino und Diskussionen bietet. Man wei\u00df wirklich nicht, ob man dar\u00fcber lachen oder weinen soll. So lassen die &#8222;modernen&#8220; (!) Vertreter der &#8222;neuen Wege&#8220; eine suchende Jugend verschmachten. Sie bieten ihnen Steine statt Brot und r\u00fchmen sich dessen sogar noch. Sie gehen an der eigentlichen Problematik der Jugend vorbei und finden sich enorm zeitgem\u00e4\u00df. Wen will man mit diesen Methoden erreichen? Ich will offen bekennen, da\u00df ich vor meiner Bekehrung zum Herrn Jesus gern getanzt habe. Als ich aber ernst machte mit der Nachfolge, war es damit zu Ende. Ich m\u00f6chte niemand richten, der als Christ tanzt. Es geht in diesem Aufsatz auch nicht um die Frage, ob ein Christ tanzen darf, sondern es geht um die Aufgaben der evangelischen Jugendarbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Essener Erweckungsprediger Julius Dammann wurde einmal gefragt: &#8222;Kann man als Christ tanzen?&#8220; Er antwortete: &#8222;Als ich ein kleiner Junge war, sah ich Seilt\u00e4nzer, die auf einem ganz d\u00fcnnen Seil tanzten. Ich kann das nicht. Genauso geht es mir mit allen Tanzvergn\u00fcgungen. Es mag Menschen geben, die auf dem schmalen Weg zum ewigen Leben tanzen k\u00f6nnen. Ich kann es nicht.&#8220; Nun stelle ich mir vor, es h\u00e4tte mir nach meiner Bekehrung jemand den Vorschlag gemacht: ich k\u00f6nnte ja unter der Aufsicht eines Jugendpfarrers oder Sekret\u00e4rs weitertanzen. Ach, da h\u00e4tte ich laut gelacht und gedacht: &#8222;Was m\u00fcssen das f\u00fcr komische Tanzklubs sein, die weder den Mut zum S\u00fcndigen, noch den Mut zum Ernstmachen haben!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin froh, da\u00df auch die Bibel gegen diese Halbheit Stellung nimmt. Der erh\u00f6hte Herr sagt: ,,O da\u00df du kalt oder warm w\u00e4rest!&#8220; Was mu\u00df das f\u00fcr eine Jugend sein, die man mit Halbheiten gewinnen will! Ja, was soll das f\u00fcr eine Jugend sein?! &#8222;Wir k\u00f6nnen doch nicht mit der T\u00fcr ins Haus fallen!&#8220;, erkl\u00e4rt man mir weise. Man sucht also zuerst Kontakt mit dieser Jugend, indem man sich auf ihre Ebene begibt. Und dann, so klammheimlich, kommt man allm\u00e4hlich damit heraus, was man wirklich will. Ich vermute, da\u00df jeder junge Mensch, wenn er einigerma\u00dfen normal reagiert, sagen wird: &#8222;Ihr habt wohl selber nicht viel Vertrauen zu Eurer Sache, da\u00df Ihr so heimlich damit herauskommt!&#8220; Ja, mir scheint in der ganzen Sache ein Widerspruch in sich selbst zu liegen: man begibt sich auf die &#8222;neuen Wege&#8220;, um das Vertrauen der Jugend zu gewinnen. Durch nichts aber verliert man das Vertrauen junger Menschen mehr, als wenn man nicht von vornherein offen sagt, wo man eigentlich hinaus will. Ein junger Mensch kann nur dann Vertrauen zu mir haben, wenn ich ihm von Anfang an offen sage: &#8222;Ich m\u00f6chte Dich gewinnen f\u00fcr den Herrn Jesus Christus.&#8220; Wenn ich diese Absicht verberge, mu\u00df das doch bei jedem normal reagierenden jungen Menschen h\u00f6chstes Mi\u00dftrauen erwecken. Und auf dem Wege will man sein Vertrauen gewinnen? Was soll das f\u00fcr eine Jugend sein, die man so zu &#8222;erreichen&#8220; hofft? Eines ist sicher: die hungrigen Seelen und die suchenden Herzen und die Verzweifelten und die M\u00fchseligen und Beladenen wird man so nie finden. Und gerade f\u00fcr die ist doch das Evangelium da.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Haben wir nicht einen Auftrag auszurichten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Herr hat seiner Kirche befohlen: &#8222;Ihr sollt meine Zeugen sein.&#8220; Das ist ein klarer Auftrag. Nun ist es doch einfach ungehorsam, wenn die Christen erkl\u00e4ren: &#8222;Herr, f\u00fcr unsere Zeit pa\u00dft das nicht mehr so ganz. Wir k\u00f6nnen nicht immer nur von Dir reden, denn wir m\u00fcssen den jungen Leuten heute helfen, richtig in das Leben hineinzufinden. Oder wir m\u00fcssen zumindest zuerst ziemliche Anmarschwege machen, ehe wir Dir, Herr, gehorchen k\u00f6nnen.&#8220; In meiner Bibel steht: &#8222;Predige zur Zeit und zur Unzeit!&#8220; Da haben wir die klare Anweisung, nicht nach dem Erfolg zu fragen, sondern unseren Auftrag auszurichten. Der Herr wird mich an jenem Tage nicht fragen, ob ich ungeschickt war, wenn ich mit der T\u00fcr ins Haus fiel und einem jungen Menschen sagte: &#8222;Du brauchst Jesus!&#8220; Aber Er wird mich richten, wenn ich in fleischlicher Klugheit meinen Auftrag zur\u00fcckstellte. Doch nun ist ja heute gar nicht &#8222;Unzeit&#8220;. Die T\u00fcren sind offen f\u00fcr das Evangelium! Im \u00fcbrigen: Gottes Wort kennt schon diese falschen Propheten der &#8222;neuen Wege&#8220;. Es sagt in Jeremia 6,16: &#8222;Tretet auf die Wege und schauet und fraget nach den vorigen Wegen, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden f\u00fcr eure Seelen! Aber sie sprechen: Wir wollen&#8217;s nicht tun.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die gro\u00dfe Not<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die eigentliche Not, die in dieser ganzen Sache offenbar wird, ist doch die, da\u00df man kein Vertrauen mehr hat in die &#8222;efficacia verbi divini&#8220;, das hei\u00dft in die Wirklichkeit des Wortes Gottes. Man traut dem Evangelium nicht mehr zu, da\u00df eine Jugend im Zeitalter der Technik und der Sputniks diese alte Botschaft h\u00f6ren k\u00f6nnte. Da kann man nur sagen: Arme Boten, die kein Vertrauen zu ihrer Botschaft haben! Arme Kirche! Gott hat ihr einen starken &#8222;Freudenwein&#8220; anvertraut &#8211; und sie macht eine d\u00fcnne Limonade daraus. Arme Christenheit! Gott hat ihr das &#8222;Dynamit&#8220; des Evangeliums anvertraut &#8211; und sie legt es beiseite und sucht die Steine mit einem H\u00e4mmerchen loszubrechen. Aber nun m\u00f6chte ich sehr laut rufen im Namen all derer, die noch etwas wissen von der Macht des Evangeliums &#8211; im Namen all derer, die heute seufzen \u00fcber all diese Allotria -: &#8222;Macht Schlu\u00df damit, da\u00df der Demas unsere Jugendarbeit f\u00fchrt und pr\u00e4gt! Wir wollen, da\u00df diese Arbeit gef\u00fchrt werde von dem Herrn der Kirche und gepr\u00e4gt werde von Seinem herrlichen Wort.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pastor Wilhelm Busch (1897-1966)<br \/>\nQuelle: &#8222;Verk\u00fcndigung im Angriff&#8220; (1958)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wird der \u201eSchmale Weg\u201c verbreitert? Ein Wort zur evangelischen Jugendarbeit (1958) Schmerzerf\u00fcllt schrieb einst der Apostel Paulus von einem seiner bisherigen Mitarbeiter: &#8222;Demas hat mich verlassen und die Welt lieb gewonnen.&#8220; Wenn dieser Demas heute lebte, dann h\u00e4tte er es nicht n\u00f6tig, die christliche Gemeinde zu verlassen. 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