{"id":2377,"date":"2006-06-16T13:54:18","date_gmt":"2006-06-16T11:54:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2377"},"modified":"2009-09-05T20:56:48","modified_gmt":"2009-09-05T18:56:48","slug":"der-schillernde-begriff-%e2%80%9esexuelle-identitat%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2377","title":{"rendered":"Der schillernde Begriff \u201eSexuelle Identit\u00e4t\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der schillernde Begriff \u201eSexuelle Identit\u00e4t\u201c. Zum neuen Entwurf des sog. Gleichbehandlungsgesetzes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur logischen und ethischen Problematik schon von \u00a7 1 dieses Gesetzes(-entwurfs) geh\u00f6rt es, da\u00df Nicht-Vergleichbares und Nicht-Analoges auf ein- und dieselbe Ebene gestellt wird. Hierzu geh\u00f6rt die schwammige und tendenzi\u00f6se Kategorie &#8222;sexuelle Identit\u00e4t&#8220;. Mit diesem schein-wissenschaftlichen, k\u00fcnstlichen Begriff soll den B\u00fcrgern unseres Landes, zwar deutlich, aber doch fast beil\u00e4ufig, etwas unter die Weste gejubelt werden, was mit hoher Problematik belastet ist. Quasi im Kielwasser anderer Begriffe soll diese Kategorie mitschwimmen &#8211; und langsam den ethischen Kompa\u00df verwirren.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Praktisch aber machen sich Gesetzgeber und Staat damit zum willf\u00e4hrigen Diener der internationalen Schwulen-Lobby &#8211; ein Vorgang, von dem sich die Spitzen der gro\u00dfen Volksparteien SPD und CDU noch vor ca. 15 Jahren kaum h\u00e4tten tr\u00e4umen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wird darum h\u00f6chste Zeit, da\u00df sich die politischen Entscheidungstr\u00e4ger in unserem Land Rechenschaft geben, welche Lebensvorstellungen sie eigentlich mit diesem Konstrukt &#8222;sexuelle Identit\u00e4t&#8220; transportieren. Und: sie sollten sich endlich mit einem grundlegenden Unterschied vertraut machen, n\u00e4mlich dem zwischen dem Thema &#8218;Homosexualit\u00e4t&#8216; einerseits und den semantischen Irref\u00fchrungen der politischen Schwulenbewegung andererseits. Nur so k\u00f6nnen sie zu einer differenzierten Urteilsbildung kommen, und nur so k\u00f6nnen sie entdecken, auf welchem Irrweg sie sich mit dem gegenw\u00e4rtigen, hypertroph ausgestalteten Gesetzesvorhaben bewegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer sich vorurteilsfrei mit dem ideologischen Konzept und der Sprache der Schwulen-Lobby befa\u00dft, erkennt, da\u00df der schillernde Neologismus &#8222;sexuelle Identit\u00e4t&#8220;, mit dem die Aktivisten der politischen Schwulenbewegung seit Jahren international auf der politischen, publizistischen und kulturellen B\u00fchne an der Arbeit sind, ein willk\u00fcrliches, tendenzi\u00f6ses und anthropologisch t\u00f6richtes Konstrukt darstellt. Im Gesetzestext aber wird der Begriff &#8222;sexuelle Identit\u00e4t&#8220; unter \u00a7 3 &#8222;Begriffsbestimmungen&#8220; nicht einmal definiert! Zu deutsch: die Politiker sind sich selbst nicht im Klaren, wovon sie da eigentlich reden. Peinlich. Hierzu einige Hinweise:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus biologischer Sicht ist die Kategorie &#8222;sexuelle Identit\u00e4t&#8220; unwissenschaftlich. Die internationale fachliche Forschung hat l\u00e4ngst ausgewiesen, da\u00df es neben der rein geschlechtlichen Identit\u00e4t eine zus\u00e4tzlich fixierte &#8222;sexuelle Identit\u00e4t&#8220; gar nicht gibt. Vielmehr wird dieser Begriff inhaltlich innerhalb der Betroffenen-Szene mit verschiedenen Konkretionen und Verhaltensweisen gef\u00fcllt. Diese reichen ggf. von homo- und bisexuell \u00fcber p\u00e4dophil bis hin zu masochistisch. Soll dies etwa so sch\u00fctzenswert sein wie behinderte Menschen? Dieser Begriff \u00f6ffnet in unserem Land nur vermehrt T\u00fcr und Tor f\u00fcr eine breite ethische und juristische Irref\u00fchrung. Bleibt die Frage: Sollte dies den Gesetzgebern inzwischen zweitrangig sein?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Motiviert ist die sprachliche und politisch-ideologische Irref\u00fchrung von pers\u00f6nlich sehr notvollen Lebensproblemen. Diese sind Ausdruck einer gesch\u00e4digten und unausgereiften Geschlechtsidentit\u00e4t. Damit ist in jedem Fall behutsam, aber auch n\u00fcchtern umzugehen. Die phantasievolle Sprache der Schwulen-Lobby versucht, die N\u00f6te nur zu \u00fcberdecken und begrifflich zu rationalisieren. Ihren Vertretern geht es darum, verschiedene &#8211; z.B. homosexuelle (d.h. narzistisch und exhibitionistisch orientierte) oder auch bisexuelle &#8211; Handlungsweisen pseudowissenschaftlich zu rechtfertigen, diese mit Hilfe politisch-juristischer Gewalt moralisch aufzuwerten und somit eventuelle kritische Sachurteile immer weiter zu unterbinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die semantische, demagogische Irref\u00fchrung in unserem Land geht heute soweit, da\u00df viele Menschen gar nicht mehr in der Lage sind, den erforderlichen Unterschied zu machen zwischen: a.) dem sehr unterschiedlich zusammengesetzten Kreis derer, die von homophilen Gef\u00fchlen betroffen sind, und b.) jenen politischen Aktivisten der Schwulen-Lobby, die ihre &#8222;Identit\u00e4ts&#8220;-Philosophie propagieren. Auf diese Weise werden ganz verschieden handelnde, wertvolle einzelne Menschen alle miteinander in die gleiche irrige &#8222;Schwulen-Schublade&#8220; gedr\u00fcckt. Die Kategorie &#8222;sexuelle Identit\u00e4t&#8220; in einem Gesetz kann diesem Verhalten nur Vorschub leisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Gesetzgeber sollte klarwerden: Wer sich dem Kampf-Terminus angeblicher &#8222;sexueller Identit\u00e4t&#8220; ausliefert und anpa\u00dft, begibt sich nicht nur in ethischer, p\u00e4dagogischer und ordnungspolitischer Hinsicht auf die schiefe Bahn, sondern er konterkariert damit auch alle Bem\u00fchungen um eine tiefere Hilfe, um individuelle, seelsorgerisch-therapeutische Begleitung, die der Sache nach dringend erforderlich w\u00e4re und ist. Er macht sich mit einer derartigen Klientel-Politik (so Volker Kauder sehr treffend) einer umfassenden politischen Irref\u00fchrung schuldig. Dies mu\u00df soziale Fehlentwicklungen sowie wirtschaftliche Probleme nach sich ziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu deutsch, es gibt nur eine einzige vern\u00fcnftige L\u00f6sung: mindestens (!) dieser Passus mu\u00df ersatzlos gestrichen werden &#8211; selbst wenn die Vertreter der Schwulen-Lobby noch so sehr w\u00fcten und &#8222;toben&#8220; und dabei die breite Palette pressiver Instrumentarien einsetzen sollten. Falls sich die Spitzenpolitiker der gro\u00dfen Parteien auf die ersatzlose Streichung nicht einlassen wollen, dann wird dies langfristig gesellschaftlich gravierende Sch\u00e4den nach sich ziehen. Dann mu\u00df diesen Politikern schleunigst &#8211; und das hei\u00dft: schon heute &#8211; das Vertrauen entzogen werden. Irgendwann ist das Ma\u00df voll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den W\u00e4hlern bliebe dann nur noch die Alternative: Wahlverweigerung oder aber intensive Vorarbeit zur Gr\u00fcndung einer neuen Volkspartei, die nicht aparte Sonderw\u00fcnsche bedient, sondern die bewu\u00dft auf das Sozialethos des GG zur\u00fcckgreift und die &#8211; ihm entsprechend &#8211; endlich langfristig Zukunftsverantwortung auf sich nimmt. Zu dieser schlimmen Alternative mu\u00df es nicht unbedingt kommen, auch wenn sich allm\u00e4hlich Millionen von Mitb\u00fcrgern mit solchen Gedanken vertraut machen. Noch aber sollte es allen Verantwortungstr\u00e4gern darum gehen, mit den verbreiteten Irref\u00fchrungen und Irrwegen endlich aufzur\u00e4umen, ehe in der Gesellschaftspolitik die Weichen endg\u00fcltig in Richtung auf nachhaltig wirksame, beschleunigte Sozialsch\u00e4dlichkeit und eine noch weitergehende Zersetzung der Parteienlandschaft gestellt werden. Und noch darf man ggf. hoffen, da\u00df es in den zwei gro\u00dfen Parteien genug Kultur, Zivilcourage und gesunde Widerstandskraft gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der schillernde Begriff \u201eSexuelle Identit\u00e4t\u201c. Zum neuen Entwurf des sog. Gleichbehandlungsgesetzes Zur logischen und ethischen Problematik schon von \u00a7 1 dieses Gesetzes(-entwurfs) geh\u00f6rt es, da\u00df Nicht-Vergleichbares und Nicht-Analoges auf ein- und dieselbe Ebene gestellt wird. Hierzu geh\u00f6rt die schwammige und tendenzi\u00f6se Kategorie &#8222;sexuelle Identit\u00e4t&#8220;. 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