{"id":22872,"date":"2026-08-05T14:12:13","date_gmt":"2026-08-05T12:12:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=22872"},"modified":"2026-08-05T14:12:13","modified_gmt":"2026-08-05T12:12:13","slug":"der-mensch-eine-geniale-konstruktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=22872","title":{"rendered":"Der Mensch &#8211; eine geniale Konstruktion"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Grundlegende Fragen des Lebens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war eines Abends, als der Vater seinen kleinen Sohn zu Bett bringen wollte und mit ihm das Abendgebet sprechen wollte. Da stellte der kleine Junge noch eine Frage und sagte: \u201ePapa, sag mal, woher kommen eigentlich die Menschen?\u201c Der Vater wollte es kurz machen, weil es schon sp\u00e4t war, und antwortete: \u201eWei\u00dft du, Gott hat die Menschen aus Staub gemacht.\u201c \u201eAha\u201c, sagte der Junge, \u201eaus Staub gemacht. Nun lass uns beten, es ist schon sp\u00e4t.\u201c Doch dann sagte der Junge: \u201eMoment, ich habe noch eine zweite Frage, die musst du mir noch beantworten. Sag mal, wohin gehen eigentlich die Menschen, wenn sie sterben?\u201c Der Vater gab wieder eine kurze Antwort: \u201eJa, wei\u00dft du, sie werden wieder zu Staub.\u201c In dem Moment fasste der kleine Junge unter das Bett, holte eine Handvoll Staub hervor und sagte: \u201ePapa, da ist einer. Ich wei\u00df nur nicht, ob er gerade kommt oder schon wieder geht.\u201c<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen, dieser Junge hat intensiv \u00fcber ganz grundlegende Fragen nachgedacht, die uns alle bewegen. Wir haben ja auch die Fragen: Woher kommen wir? Und wohin gehen wir? Gerade diese beiden Fragen wollen wir uns heute Abend einmal n\u00e4her anschauen. Woher kommen wir eigentlich? Das soll uns bewegen. Im letzten Teil werde ich auch eine Antwort auf die Frage geben, wohin wir gehen. Das sind ganz zentrale Fragen, die wir das ganze Leben lang mit uns tragen. Wir suchen eine verbindliche Antwort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Thema und Aufbau des Vortrags<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe das Thema einmal genannt: Der Mensch \u2013 Produkt des Zufalls oder geniale Konstruktion. Man k\u00f6nnte auch diesen Titel w\u00e4hlen: Was Darwin noch nicht wissen konnte. Dies werde ich heute erkl\u00e4ren. Darwin hatte von dem, was wir heute wissen, keinerlei Ahnung. H\u00e4tte er es gewusst, h\u00e4tte er diese Lehre sicherlich nicht in die Welt gesetzt. Davon bin ich zutiefst \u00fcberzeugt. Das, was uns heute Abend besch\u00e4ftigen soll, sind diese acht Punkte, die ich hier genannt habe. Von Punkt eins bis Punkt sechs werde ich nichts \u00fcber die Bibel sagen, nichts \u00fcber Gott. Wir wollen zun\u00e4chst zeigen, wie weit wir heutzutage wissenschaftlich denken k\u00f6nnen, um diese Antworten allein aus der Sicht der Wissenschaft zu geben. Wir werden jedoch feststellen, dass die Wissenschaft nicht alle Fragen beantworten kann. Deshalb werden wir diese Grenze \u00fcberschreiten. Im letzten Teil werden wir dann \u00fcber die Bibel sprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So viel zur Orientierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wissenschaftliche Perspektiven auf die Herkunft des Menschen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir betrachten zun\u00e4chst Systeme, die mit Information arbeiten. Hier sehen wir ein Bild von Darwin. Heutzutage folgen weltweit viele Menschen der Idee Darwins, n\u00e4mlich dass sich das Leben aus der Materie entwickelt hat. Es ist kaum nachvollziehbar, dass man im 21. Jahrhundert noch daran glaubt. Im Verlauf des Vortrags werde ich zeigen, warum man diese Vorstellung aus wissenschaftlichen Gr\u00fcnden heute nicht mehr akzeptieren kann. Zur Frage nach der Herkunft des Menschen gibt es nur zwei Antworten: Entweder, wie der Karikaturist auf dem linken Bild dargestellt hat, dass es eine Evolution \u00fcber Millionen von Jahren gab, bei der sich der Mensch aus dem Tierreich entwickelt hat. Oder, wie es der italienische K\u00fcnstler auf dem rechten Bild zeigt, dass es am Anfang ein erstes Menschenpaar gab, das von einem genialen Sch\u00f6pfer erschaffen wurde. Diese beiden Ideen stehen in Konkurrenz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wollen herausfinden, welche der beiden Ideen richtig ist. Am Ende des Vortrags hoffe ich, dass wir eine klare Antwort geben k\u00f6nnen. Wer an die Evolution glaubt, dem wurde beigebracht, dass das Leben durch Prozesse wie Mutation, Selektion, Isolation, lange Zeitr\u00e4ume, Zufall und Notwendigkeit entstanden ist. Ein oft vergessenes, aber grundlegendes Element des Evolutionssystems ist der Tod. Deshalb werden wir uns auch damit besch\u00e4ftigen m\u00fcssen. Definitionsgem\u00e4\u00df kennt die Evolution kein Ziel. Die Entwicklung verl\u00e4uft ziellos und weitgehend dem Zufall \u00fcberlassen. So lautet die Grundidee der Evolution. Ich selbst bin Informatiker und werde heute Abend aus meinem Fachgebiet heraus Antworten geben. Dabei hoffe ich, dass alle meinen Ausf\u00fchrungen folgen k\u00f6nnen, da ich viele Bilder zur Veranschaulichung verwenden werde. So wollen wir eine klare Sicht auf die Herkunft des Menschen gewinnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Materie, Information und Leben \u2013 eine Unterscheidung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Welt, in der wir leben, m\u00fcssen wir drei verschiedene Bereiche unterscheiden: Materie, Information und Leben. Die Idee des Materialismus besagt, dass es nur Materie in dieser Welt gibt und nichts anderes. Alles, was wir in dieser Welt vorfinden, sei demnach irgendwie aus Materie entstanden. Soweit die Idee des Materialismus. Diese Vorstellung ist jedoch \u00fcberholt und falsch. Wenn man sie an der Wirklichkeit misst, stellt man fest, dass es sich um eine Irrlehre handelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir diese drei Bereiche wirklich verstehen wollen, ist es sinnvoll, sich die Naturgesetze in diesen Bereichen anzusehen. Die Naturgesetze haben die h\u00f6chste Aussagekraft in der Wissenschaft. Keine Theorie, keine Spekulation und nichts anderes, was wir in der Wissenschaft kennen, kann mit der Aussagekraft der Naturgesetze mithalten. Wenn ein Naturgesetz zu einem bestimmten Vorgang \u201eNein\u201c sagt, dann ist das ein absolutes Nein. In diesem Fall kann der Vorgang nicht funktionieren. So werden wir heute Abend darauf hinarbeiten, die Naturgesetze der Information kennenzulernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Information als nicht materielle Gr\u00f6\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu zun\u00e4chst einmal ein Bild: Wir sehen eine Laufmaschine. Diese Maschine hat sechs Beine, also etwas, das man zum Laufen braucht. Aber egal, wie gut man sie konstruiert, die Maschine wird nicht laufen k\u00f6nnen. Sie braucht einen Computer und ein Programm. Mithilfe dieses Programms kann die Maschine laufen. Sie kann sogar auf einer ebenen Fl\u00e4che laufen, die Treppe hochgehen und auch wieder herunterkommen. Jetzt wollen wir ein Gedankenexperiment machen, das wir alle sehr leicht verstehen k\u00f6nnen. Stellen wir uns vor, wir legen das gesamte System auf eine sehr genaue Waage und wiegen die gesamte Masse. Wir verwenden eine Waage, die viele Stellen nach dem Komma anzeigt, sodass wir ganz genau wissen, wie gro\u00df die Masse des gesamten Systems ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann l\u00f6schen wir das Programm. Nat\u00fcrlich kann die Maschine dann nicht mehr laufen. Aber die Frage ist: Wenn wir das gesamte System jetzt noch einmal wiegen, was wird passieren? Wird die Anzeige auf der Waage kleiner sein als vorher, gleichgeblieben oder vielleicht sogar schwerer geworden sein? Das ist eine sehr wichtige Frage. Darum wollen wir einfach mal demokratisch abstimmen. Wir stellen die Frage: Wer ist daf\u00fcr, dass nach dem L\u00f6schen des Programms das gesamte System leichter geworden ist? Mal Handzeichen, bitte. Ich sehe keinen. Wer ist daf\u00fcr, dass es gleichgeblieben ist? Das ist die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit. Und wer ist der Meinung, dass es schwerer geworden ist? Eine Meldung. Ja, aber das ist gute Demokratie. Also haben wir jetzt durch demokratische Methode herausgefunden: Diese Maschine wird nach dem L\u00f6schen des Programms die gleiche Masse haben. Jetzt kann ich nur sagen zu allen, die so gestimmt haben: Herzlichen Gl\u00fcckwunsch! Wenn Sie bei mir in der Informatikpr\u00fcfung w\u00e4ren, w\u00fcrden Sie alle eine Eins bekommen \u2013 ganz hervorragend, das war die richtige Antwort. Was ist daran so wichtig? An dieser Antwort ist wichtig, dass wir erkennen, dass Information \u2013 wir haben ja Information gel\u00f6scht \u2013 eine nicht materielle Gr\u00f6\u00dfe ist. Information hat n\u00e4mlich mit der Materie absolut nichts zu tun. Das ist sehr wichtig: Information ist keine materielle Gr\u00f6\u00dfe. Diese Aussage ist so wichtig, dass wir sp\u00e4ter sehr weitgehende Schlussfolgerungen daraus ziehen k\u00f6nnen. Aber wir haben schon ein sehr weites St\u00fcck erkannt, und das ist wichtig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Komplexit\u00e4t und Informationsverarbeitung im Menschen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt schauen wir uns einige Details am Menschen an. Auf diesem Bild sehen wir das Gehirn. Das Gehirn hat etwa 100 Milliarden Neuronen, das sind diese Bauelemente. Das Entscheidende beim Gehirn ist, und das werden wir h\u00f6chstwahrscheinlich nicht vermutet haben: Das Gehirn ist in der Lage, 10^18 Rechenoperationen in einer einzigen Sekunde auszuf\u00fchren. Das ist eine Million mal eine Million mal eine Million. Das ist kaum zu fassen. Was rechnen wir eigentlich st\u00e4ndig? Rechnen wir st\u00e4ndig die 728. Wurzel aus 3.660.660,7 oder was tun wir? Das ist eine wichtige Frage, auf die ich sp\u00e4ter noch eine Antwort geben m\u00f6chte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier sehen wir ein Bauelement des Gehirns: ein Neuron oder eine Nervenzelle. Es ist ein sehr kompliziertes Gebilde, das einem Computer \u00e4hnlich ist, aber viel mehr leisten kann. Auf diesem Bild sehen wir den menschlichen K\u00f6rper und wie er durchzogen ist von vielen Nervenfasern. Allein im Gehirn haben wir Nervenfasern, die aneinandergereiht eine L\u00e4nge von 500 Kilometern ergeben. Das ist eine immense L\u00e4nge \u2013 nur im Gehirn. Wenn wir noch alles dazu nehmen, was im K\u00f6rper verdrahtet ist, also au\u00dferhalb des Gehirns, dann kommen wir auf eine L\u00e4nge von 380 Kilometern. Darwin wusste nichts davon, dass wir so intensiv mit Informationskabeln ausger\u00fcstet sind. Wir sehen also schon daran, dass Information in unserem Leben eine unvorstellbar gro\u00dfe Rolle spielt. Wir w\u00fcrden den Menschen ohne Information nicht verstehen. Das Gehirn hat hundert Milliarden Schaltelemente, sagte ich. Diese Zahl entspricht etwa der Anzahl der Sterne in unserer Milchstra\u00dfe. W\u00fcrde man einen Schaltplan des Gehirns kennen, br\u00e4uchte man mehrere Quadratkilometer eng beschriebenes Papier zur Darstellung. Ein Quadratkilometer sind eine Million Quadratmeter. Wer sich in der Technik auskennt, wei\u00df: Ein Quadratmeter entspricht gerade einer DIN-A0-Zeichnung, und darauf kann man schon sehr viel darstellen. Aber niemand kennt die Schaltung des Gehirns. Um uns eine Vorstellung von der Komplexit\u00e4t zu machen: Wenn man ein einziges Neuron beschreiben wollte, br\u00e4uchte man 40 DIN-A0-Seiten. Da wir 100 Milliarden Neuronen haben, w\u00e4ren das 4 Milliarden Seiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt k\u00e4me dabei eine Bibliothek heraus, die 500 Mal gr\u00f6\u00dfer ist als die Library of Congress in Washington. Diese gro\u00dfe Bibliothek, eine der gr\u00f6\u00dften der Welt, umfasst 20 Millionen B\u00e4nde. Anhand dessen sehen wir, wie komplex das Gehirn ist und warum die Wissenschaft bis heute keine Antwort darauf geben kann, wie das Gehirn wirklich funktioniert. Das geh\u00f6rt zu den gro\u00dfen wei\u00dfen Flecken des Unwissens in der Wissenschaft. Ich lese immer wieder neue Artikel \u00fcber das Gehirn, wenn ich sie finden kann. Doch wenn ich sie gelesen habe, stelle ich fest: Man ist keinen Millimeter weitergekommen. So kompliziert und unvorstellbar komplex ist das Gehirn. Das kann man daran deutlich erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geniale Konstruktionen im menschlichen K\u00f6rper<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gehirn steuert nun alle Organe unseres K\u00f6rpers. Hier sehen wir zum Beispiel die Niere. Pro Minute werden dort 1,2 Liter Blut durchgesetzt, das entspricht 1.700 Litern pro Tag. Dabei erzeugen wir t\u00e4glich 180 Liter Ultrafiltrat, was etwa 18 Eimern Prim\u00e4rurin entspricht. Wenn wir diesen Prim\u00e4rurin zur Toilette bringen m\u00fcssten, k\u00e4men wir \u00fcberhaupt nicht mehr von diesem Ort weg. Darum hat der Sch\u00f6pfer sich etwas unvorstellbar Geniales einfallen lassen. Er hat ein Prinzip entwickelt, mit dem das Wasser und alle lebensnotwendigen Stoffe zur\u00fcckgewonnen werden. Deshalb h\u00e4lt sich die Menge an ausgeschiedenem Urin in Grenzen, sodass wir sie gut ertragen k\u00f6nnen. Hier sehen wir ein Bild des menschlichen Herzens. Es schl\u00e4gt 100 Mal pro Minute, was in 70 Jahren etwa 2,5 Milliarden Schl\u00e4gen entspricht. Die t\u00e4gliche F\u00f6rdermenge betr\u00e4gt sieben Kubikmeter. In 70 Jahren h\u00e4tten wir, wenn wir dieses Alter erreichen, das gro\u00dfe Empire State Building in New York mit Blut vollgepumpt. Das ist eine unvorstellbare Leistung: siebzig Jahre ohne Reparatur und ohne Ersatzteile im Allgemeinen. Das ist eine technisch vollendete Erfindung, die wir hier sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun kommt ein weiterer genialer Aspekt: Wenn wir diesen an den roten Blutk\u00f6rperchen verstanden haben, k\u00f6nnen wir sofort erkennen, dass eine Evolution vollst\u00e4ndig unm\u00f6glich ist. Das m\u00f6chte ich ein wenig erl\u00e4utern. In unserem Blut schwimmen 25 Billionen U-Boote \u2013 so kann man die roten Blutk\u00f6rperchen nennen. Sie sind sehr klein, mit einer Dicke von zwei Mikrometern und einem Durchmesser von 7,5 Mikrometern. Ihre Aufgabe ist es, Sauerstoff \u00fcberall im K\u00f6rper an jede beliebige Stelle zu bringen und Kohlendioxid zur\u00fcck zur Lunge zu transportieren, wo es ausgeatmet werden kann. Das Besondere an den roten Blutk\u00f6rperchen ist das H\u00e4moglobin-Molek\u00fcl. Auf der linken Seite des Bildes sehen wir die Struktur eines solchen Molek\u00fcls. Dieses Molek\u00fcl hat vier Ketten, und diese Ketten bestehen aus Aminos\u00e4uren. Diese Aminos\u00e4uren haben eine bestimmte L\u00e4nge und eine bestimmte Reihenfolge. Das H\u00e4moglobinmolek\u00fcl mit seinen vier Ketten ist genau passend zum Sauerstoffbedarf der Luft, in der wir leben, konstruiert \u2013 ganz genau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt kommt Folgendes hinzu: W\u00e4hrend der Embryonalentwicklung ist ein anderer Sauerstoffbedarf erforderlich. Bis zum dritten Monat gibt es ein anderes H\u00e4moglobinmolek\u00fcl mit einer anderen chemischen Formel. Dieses muss in den chemischen Fabriken des K\u00f6rpers nach diesem Rezept hergestellt werden. Nach dem dritten Monat \u00e4ndert sich der Sauerstoffbedarf. Die gesamte Produktion der chemischen Fabriken stellt nun ein anderes, neuartiges H\u00e4moglobinmolek\u00fcl her. Das geht bis kurz vor der Geburt. Danach wird das erwachsene H\u00e4moglobin ben\u00f6tigt, das passend zum Sauerstoffgehalt der Luft ist. Schon im Vorgriff beginnt die gesamte Produktion, sich auf die neue Formel umzustellen. Bis heute ist kein Chemiker in der Lage, wenn man eine solche Formel vorgibt, vorauszuberechnen, welche Struktur dieses Gebilde im Raum annimmt. Das ist mit den heutigen Computern nicht m\u00f6glich. Das ist Fakt. Wie aber geschieht das im menschlichen K\u00f6rper? Wir k\u00f6nnen sofort erkennen: Diese drei H\u00e4moglobinmolek\u00fclarten m\u00fcssen von Anfang an, vom ersten Mal an, richtig sein. Es darf nichts ausprobiert werden mit Mutation und Selektion, denn das w\u00e4re der absolut sichere Tod. Doch wir leben. Was ist die Konsequenz? Es muss jemand ganz exakt programmiert haben, damit wir das Embryonalstadium durchlaufen und am Leben bleiben. Hier ist \u00fcberhaupt nichts m\u00f6glich mit dem Phantasiegebilde von Mutation und Selektion. Mutation und Selektion gibt es zwar, aber sie sind ungeeignet, um etwas so Kompliziertes zu konstruieren und zu bilden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist sehr wichtig, wenn wir das zur Kenntnis nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Informationsverarbeitung in der Embryonalentwicklung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier sehen wir ein Bild aus der Zeit der Embryonalentwicklung, oder ich m\u00f6chte sagen, ein Foto aus der Zeit, als wir noch alle gleich aussahen. Das hat sich nat\u00fcrlich inzwischen etwas ge\u00e4ndert, wie wir ganz schnell an unserem Nachbarn erkennen k\u00f6nnen. Das, was wir hier sehen, ist eines der wohl kompliziertesten Informationsverarbeitungssysteme, die wir \u00fcberhaupt in dieser Welt kennen. Hier geschieht nichts \u2013 aber auch absolut nichts \u2013 zuf\u00e4llig. Alles wird durch Information gesteuert. Unser Gehirn steuert alle Organe unseres K\u00f6rpers: die Niere, die Leber, alle unsere Muskeln. Alles wird vom Gehirn durch sehr komplizierte Programme kontrolliert. Aus diesem Grund brauchen wir eine so hohe Rechengeschwindigkeit. Das wird an den folgenden Beispielen noch einmal deutlich. Darum geht es jetzt: Ich m\u00f6chte kurz etwas \u00fcber das Auge sagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Komplexit\u00e4t des Sehens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben pro Quadratmillimeter 400 Sehzellen. Unser Auge ist in der Lage, eine Adaption bez\u00fcglich der Lichtst\u00e4rke um den Faktor eins zu einer Billion durchzuf\u00fchren. Das kleinste Licht, das wir gerade noch wahrnehmen k\u00f6nnen, stammt von weit entfernten Sternen, die wir als Lichtpunkte erkennen. Das hellste Licht, das wir hier in der Schweiz erleben k\u00f6nnen, ist das Sonnenlicht, das auf Gletschern scheint und dort reflektiert wird. Es gibt kein technisches Ger\u00e4t auf der Welt, das in der Lage ist, einen so weiten Bereich ohne Messbereichsumschaltung zu erfassen. Die Verarbeitung des Bildes geschieht im Gehirn. Wir machen gleichzeitig zwei Bilder, das hei\u00dft, wir haben zwei Kameras, mit denen wir filmen. Im Gehirn muss nun etwas unvorstellbar Pr\u00e4zises geschehen: Diese beiden unterschiedlichen Bilder werden zu einem einzigen Bild zusammengef\u00fcgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir uns hier umschauen, sehen wir immer nur ein Bild. Normalerweise m\u00fcsste man zwei Bilder sehen, und irgendwo w\u00e4re eine Nahtstelle. Doch das Programm ist so genial gemacht, dass dies in jedem Augenblick live geschieht. Die Bilder werden zusammengef\u00fcgt zu einem einzigen Bild. Das kostet, wer sich in der Technik auskennt, unvorstellbar viel Rechenzeit und Speicherkapazit\u00e4t, um so etwas auszuf\u00fchren. Deshalb braucht das Gehirn diese hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit. Hier sehen wir die Konstruktion der Augenlinse, ein ebenfalls sehr genial konzipiertes Gebilde. Diese Augenlinse ist eine Kamera, die in einer Kamera sitzt, mit nur einer Linse. Unsere modernen Kameras haben mehrere Linsen, die zueinander verschoben werden, um die Brennweite einzustellen. Im Auge wird die Brennweite durch Ver\u00e4nderung der Form eingestellt. Wir sehen das hier in der mikroskopischen Vergr\u00f6\u00dferung: Es sind Proteinschichten, die aufeinander gelagert sind. Zwischen jeder Proteinschicht gibt es ein Nahtsystem, sodass das Ganze elastisch gelagert ist. Aufgrund dieser elastischen Verbindungen ist es m\u00f6glich, die Form zu ver\u00e4ndern und damit die Brennweite des Auges so einzustellen, wie es gerade gebraucht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Komplexit\u00e4t des H\u00f6rens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt kommen wir zum H\u00f6ren. Auch hier ist es beeindruckend, was das Ohr leistet. Von der H\u00f6rschwelle bis zur Schmerzschwelle haben wir wieder einen Faktor von eins zu einer Billion. Wenn wir uns vorstellen, einen Menschen von der Gr\u00f6\u00dfe der Erde bis zum Mond zu vergr\u00f6\u00dfern \u2013 das entspricht einem Faktor von zweihundert Millionen \u2013 dann k\u00f6nnte dieser Mensch, in dieser vergr\u00f6\u00dferten Form, eine Trommelfellauslenkung von zwei Millimetern noch wahrnehmen. Das zeigt, wie empfindlich unser Ohr ist. Wenn wir einmal durchz\u00e4hlen, wie viele Ohren wir haben, kommen wir auf sechs Ohren. Das mag erstaunen, ist aber so: Zun\u00e4chst h\u00f6ren wir mit zwei Ohren. Der Schall trifft auf beide Trommelfelle, was zwei Signale ergibt. Etwa eine f\u00fcnftausendstel Sekunde sp\u00e4ter kommt der Schall, nachdem er in der Ohrmuschel umgelaufen ist, noch einmal auf das Trommelfell \u2013 also haben wir schon vier Signale, die zum Gehirn weitergeleitet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man vier Signalpunkte hat und alle miteinander verbindet, kommen wir auf sechs Verbindungen. Das bedeutet, dass das menschliche Ohr in Kombination mit dem Gehirn so konstruiert ist, als h\u00e4tten wir sechs Ohren, mit denen wir h\u00f6ren. Das ist notwendig, denn dadurch k\u00f6nnen wir die Richtung bestimmen, aus der der Schall kommt. Au\u00dferdem k\u00f6nnen wir etwas, was kein technisches Ger\u00e4t kann: Wenn sich eine Gruppe von Leuten unterh\u00e4lt, haben wir die M\u00f6glichkeit, uns auf eine Person zu konzentrieren und das, was sie gerade sagt, herauszufiltern. Alles andere wird unterdr\u00fcckt. Kein Mikrofon kann das leisten. Wir k\u00f6nnen das dank der sechs Ohren, die uns der Sch\u00f6pfer gegeben hat. Das Signal wird dreimal umgewandelt: zuerst von mechanisch in hydraulisch und dann noch einmal in elektrisch. Hier sehen wir einen Schnitt durch das Ohr. Besonders interessant ist das Innenohr. Im Innenohr haben wir sozusagen ein Klavier mit etwa 24.000 Tasten. Auf diesen Tasten spielen die hydraulischen Schwingungen und wandeln sie in elektrische Signale um. Dieses elektrische Signal wird zum Gehirn geleitet, und so h\u00f6ren wir elektrisch. All dies verarbeitet unser Gehirn in sehr komplizierten Programmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Bedeutung der Information f\u00fcr das Leben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben an diesen Beispielen gesehen, dass der Mensch vollst\u00e4ndig mit Informationsleitungen vernetzt ist. Alle Funktionen unserer Organe sind davon abh\u00e4ngig, dass sie informationsgesteuert sind. Wenn wir also etwas \u00fcber die Herkunft des Lebens erfahren wollen, m\u00fcssen wir die Frage stellen, woher die Information kommt. Wenn wir das wissen, sind wir der Antwort sehr nahe, woher das Leben stammt. Daraus ergibt sich die Frage: Was ist Information? Es gibt viele M\u00f6glichkeiten, Information zu definieren. Bei Definitionen ist man immer frei in der Wahl der Worte. Nun wollen wir etwas ganz Besonderes tun: Wir suchen eine spezielle Definition, mit der es m\u00f6glich ist, Naturgesetze der Information zu formulieren. Das ist jetzt unser Ziel. Der amerikanische Mathematiker und Kybernetiker Norbert Wiener sagte einmal: \u201eInformation ist Information, weder Materie noch Energie.\u201c Er hatte Recht. Er erkannte bereits, dass Information keine Gr\u00f6\u00dfe ist, die zur Materie geh\u00f6rt. Doch was Information genau ist, hat er uns leider nicht erkl\u00e4rt. Deshalb m\u00fcssen wir selbst herausfinden, was Information ist. Eine Frage ist, ob die Information das ist, was wir hier sehen, diese Hieroglyphen. Man k\u00f6nnte auch dagegen einwenden, dass es sich um ein Torpedenmuster handelt, das die alten \u00c4gypter sehr liebten. Darum haben sie solche Eulen und Grashalme als Verzierung in ihre Gr\u00e4ber eingemei\u00dfelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tats\u00e4chlich gab es mehrere Jahrhunderte, in denen niemand die Hieroglyphen lesen konnte. Erst mit dem Fund des Steins von Rosetta, auf dem drei verschiedene Sprachen eingemei\u00dfelt sind, konnte man durch Zuordnung und intensive Forschung die Bedeutung der Hieroglyphen entschl\u00fcsseln. Unten war die Schrift in Griechisch, oben die Hieroglyphen. Heute sind wir sicher: Es handelt sich um eine Schrift, die Information darstellt. Ein Programmierer hat sogar ein Programm geschrieben, mit dem man einen deutschen Text in den Computer eingibt und dieser dann die \u00dcbersetzung ins Hieroglyphische berechnet. So haben wir heute verstanden, dass es sich wirklich um Information handelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Definition und Ebenen der Information<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Definition in den Wissenschaften muss sehr pr\u00e4zise sein. Sie muss klar, exakt und eindeutig abgegrenzt sein, sodass nur die definierten Subjekte eingeschlossen sind und alles andere ausgeschlossen wird. Eine solche Definition suchen wir. Was also ist Information? Hier habe ich eine Definition, die ich nach langer Zeit der Forschung herausgefunden habe. Information hat f\u00fcnf Ebenen. Das l\u00e4sst sich gut anhand eines Buches erkl\u00e4ren. Ein Buch besteht aus einer Menge von Buchstaben. Wir k\u00f6nnen die A, die B und die C z\u00e4hlen und damit eine Statistik erstellen. Dabei sehen wir jedoch, dass die W\u00f6rter nicht willk\u00fcrlich angeordnet sind, sondern einer bestimmten Grammatik und einem Zeichensatz folgen. Diese Ebene nennen wir Syntax.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die n\u00e4chste Ebene ist die Semantik, also die Bedeutung. Wir lesen ein Buch, um die Bedeutung zu verstehen. Die dritte Ebene der Information ist die Pragmatik, was man mit dem deutschen Wort Handlung oder Tat \u00fcbersetzen kann. Wir haben beispielsweise gesehen, dass eine Laufmaschine eine Treppe hinaufgehen konnte, weil sie Informationen besa\u00df. Aufgrund dieser Information folgte eine Handlung, und das nennen wir Pragmatik. Jede Information, die irgendwo geschrieben oder verfasst wird, wird mit einem bestimmten Ziel ausgesandt. Wenn wir zum Beispiel im Urlaub sind und eine Postkarte an einen Freund schicken, teilen wir ihm mit, dass das Wetter gut ist oder wollen ihm damit eine Freude bereiten. Dieses Ziel, das Ergebnis, nennen wir mit dem griechischen Fremdwort Apobetik. Damit haben wir die Definition von Information. Nun ist es ganz einfach: Immer wenn wir ein unbekanntes System untersuchen, pr\u00fcfen wir, ob wir alle diese f\u00fcnf Ebenen finden. Wenn sie vorhanden sind, sagen wir: Ja, es ist Information, und dann gelten unsere Naturgesetze der Information. Fehlt eine der Ebenen, dann sagen wir, dass es in unserem Sinne keine Information ist. Es ist also gar nicht so schwierig, man kann das immer herausfinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Machen wir ein paar Beispiele, um das zu verdeutlichen. Im Bereich A sehen wir Systeme mit Information, in denen wir alle f\u00fcnf Ebenen finden, also ein Buch, eine Zeitung, ein Computerprogramm, Hieroglyphen und viele weitere Beispiele. Unten sind einige andere Beispiele angegeben, zum Beispiel eine Schneeflocke. Ein Physiker w\u00fcrde sagen: Ich schaue mir eine Schneeflocke an und informiere mich \u00fcber deren Form. Er verwendet das Wort Information, obwohl es in unserem Sinne keine Information ist, weil wir dort keine Kodierung finden. Es gibt keine Grammatik, sondern nur eine Ordnungsstruktur. Daher ist es sehr leicht zu entscheiden, ob etwas Information ist oder nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Information im Leben und DNS<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt n\u00e4hern wir uns immer mehr dem Leben selbst und betrachten die Informationen, die im Leben enthalten sind. Dieses Wissen haben wir erst seit der zweiten H\u00e4lfte des vergangenen Jahrhunderts. Darwin wusste davon \u00fcberhaupt nichts. Wir wissen heute, dass alle Informationen in sogenannten DNS-Molek\u00fclen gespeichert sind. In diesen Molek\u00fclen finden wir einen Code, der aus vier Buchstaben besteht: Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin. Mit Hilfe dieser vier Buchstaben wird alles geschrieben, was es zu schreiben gilt. Das ist also eine Vier-Buchstaben-Schrift. Im Computer hingegen haben wir nur eine Zwei-Buchstaben-Schrift, denn dort wird alles mit Nullen und Einsen dargestellt. Dieses Wissen hatte Darwin nicht, es ist aber sehr wichtig zum Verst\u00e4ndnis biologischer Systeme. Auf dem rechten Bild sehen wir noch einmal die Struktur dieses DNS-Molek\u00fcls. Es ist eine Doppelwendel, und dazwischen befinden sich die einzelnen Buchstaben. Auf der linken Seite ist die chemische Struktur dieser Buchstaben dargestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Naturgesetze der Information<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nun kommen wir zu einem entscheidenden Teil: Wir werden die Naturgesetze der Information kennenlernen. Diese sind nicht schwer, sondern leicht zu erlernen. Das kommt uns heute Abend sehr entgegen. Wenn ich in die Gesichter schaue, sehe ich, dass alle noch top frisch sind. Deshalb k\u00f6nnen wir mit Freude und Offenheit an die Sache herangehen und noch einiges Neues dazulernen. Zun\u00e4chst wollen wir festhalten: Naturgesetze kennen keine Ausnahme. Sie sind immer g\u00fcltig. F\u00fcr Bibelkenner sei angemerkt, dass dort von Wundern die Rede ist. Der Sch\u00f6pfer, der die Naturgesetze gemacht hat, kann nat\u00fcrlich seine Naturgesetze \u00e4ndern. Aber normalerweise l\u00e4sst er sie so, wie sie sind. Deshalb k\u00f6nnen wir Br\u00fccken bauen, Autos konstruieren und viele andere Dinge tun. Die Naturgesetze haben die wunderbare Eigenschaft, dass sie immer gelten und keine Ausnahme zulassen. Das ist sehr hilfreich, wenn wir gleich Schlussfolgerungen ziehen. Dann k\u00f6nnen wir sicher sein, dass diese Schlussfolgerungen wirklich wahr sind. Naturgesetze haben einen erlaubenden und einen verbietenden Charakter. Manche Dinge erlauben sie, andere verbieten sie. Ein Beispiel: Wenn eine Firma Coca-Cola herstellt und diese in einen Fluss sch\u00fcttet \u2013 sagen wir in die Aare, den n\u00e4chsten Fluss hier \u2013 dann h\u00e4tten wir bald einen Fluss aus Coca-Cola. Dagegen h\u00e4tte kein Naturgesetz etwas einzuwenden. Vielleicht w\u00fcrde der B\u00fcrgermeister des Ortes etwas dagegen haben, aber sonst w\u00e4re das kein Problem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt jedoch auch Dinge, die von Naturgesetzen verboten sind. Zum Beispiel das Bild, das wir hier sehen: Wasser l\u00e4uft an einer Rinne hoch, f\u00e4llt dann als Wasserfall wieder herunter, flie\u00dft erneut bergauf und f\u00e4llt wieder herunter. Haben wir so etwas schon einmal gesehen? Ich habe in diesen Tagen einige Wasserf\u00e4lle in der Schweiz gesehen, aber immer nur, dass das Wasser herunterfiel \u2013 nie, dass es von alleine bergauf floss. So etwas werden wir nirgendwo sehen, auch nicht, wenn wir bis nach Australien reisen. Das ist in dieser Welt ein unm\u00f6glicher Vorgang. Warum? Weil es ein Naturgesetz gibt, den Energieerhaltungssatz, der so etwas verbietet. Ein Naturgesetz erlaubt bestimmte Dinge und verbietet andere. Nun muss man etwas zum Begriff \u201everbieten\u201c sagen: Man f\u00e4hrt manchmal mit dem Auto auf eine Kreuzung zu, an der ein Stoppschild steht. Man sollte nat\u00fcrlich anhalten, bevor man weiterf\u00e4hrt. Prinzipiell k\u00f6nnte man aber auch dar\u00fcber hinwegfahren, ohne anzuhalten. Das ist m\u00f6glich, wenn auch nicht ratsam. Bei einem Naturgesetz ist das anders. Wenn ein Naturgesetz etwas verbietet, dann kann man das niemals \u00fcberschreiten. Das ist nicht m\u00f6glich. Diese Eigenschaft der Naturgesetze ist sehr wichtig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch ein kurzer Hinweis: In der Physik gibt es sieben Basiseinheiten: Kilogramm, Meter, Ampere, Kelvin, Mol, Candela und Sekunde. Mit diesen sieben Einheiten kann man jede beliebige Gr\u00f6\u00dfe der Materie beschreiben. Ob es sich um eine elektrische oder eine kalorische Gr\u00f6\u00dfe handelt \u2013 alles ist m\u00f6glich. Information l\u00e4sst sich jedoch mit diesen Basiseinheiten nicht beschreiben. Das ist ein weiterer wissenschaftlicher Beweis daf\u00fcr, dass Information eine nicht materielle Gr\u00f6\u00dfe ist. Das ist sehr wichtig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vier Naturgesetze der Information<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun haben wir bereits eine ganze Menge gelernt. Jetzt kommen wir zum ersten Naturgesetz: Etwas Materielles, wie physikalische oder chemische Prozesse, kann nichts Nichtmaterielles hervorbringen. So wie ein Pferd nur ein Pferdefohlen bekommen kann und Radieschen nur Radieschensamen produzieren, kann auch etwas Materielles nur Materielles hervorbringen \u2013 niemals etwas Nichtmaterielles. Das ist ein sehr einfaches und grundlegendes Gesetz, das man pr\u00fcfen kann. Dabei stellt man fest, dass es immer zutrifft. Dieses Gesetz werden wir gleich noch anwenden und sehen, wie viel wir daraus gewinnen k\u00f6nnen. Das zweite Gesetz lautet: Information ist eine nicht materielle, ja sogar fundamentale Gr\u00f6\u00dfe und keine Eigenschaft der Materie. Das haben wir bereits an der Laufmaschine erkannt. Nun formulieren wir es als Naturgesetz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das dritte Naturgesetz besagt: Information kann nicht in statistischen Prozessen entstehen, also niemals durch Zufallsprozesse. Durch Zufall kann keine Information entstehen. Wie kann Information dann entstehen? Das erkl\u00e4rt uns das vierte Gesetz. Es besagt: Information kann nur durch einen intelligenten Sender entstehen. Wir merken also: Das sind vier Gesetze, die gar nicht schwer sind. Wir haben sie alle gut abgespeichert und k\u00f6nnen nun damit arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wiederhole noch einmal: Etwas Materielles kann nichts Nichtmaterielles erzeugen. Information ist etwas Nichtmaterielles. Und Information kann nicht in Zufallsprozessen entstehen, sondern nur durch einen intelligenten Sender. Das ist gar nicht schwer, und jetzt werden wir diese Gesetze anwenden. Das ist das, was man in jeder Wissenschaft immer tun kann und soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich leite noch einen Satz C ab, hier C: Jede Informations\u00fcbertragungskette kann zur\u00fcckverfolgt werden bis zu einem intelligenten Sender. Das ist ein sehr wichtiger, abgeleiteter Satz. Was soll das bedeuten? In den meisten F\u00e4llen k\u00f6nnen wir den Urheber der Information gar nicht sehen. Zum Beispiel: Wir fahren mit dem Auto und h\u00f6ren im Radio die Nachrichten. Die Frage ist: Woher kommen diese Informationen? Aus dem Radioger\u00e4t? Nein, das ist ein materielles Ger\u00e4t. Man kann also nicht Information erzeugen, auch der Sender nicht. Am Anfang dieser Kette braucht es einen intelligenten Urheber, also jemanden, der sich das ausgedacht hat. Das Wichtige daran ist: In den meisten F\u00e4llen sehen wir den Urheber der Information nicht. Aber niemand w\u00fcrde sagen, diese Information brauche keinen Urheber. Das sagen wir bei den Hieroglyphen, das sagen wir bei jedem Buch. Denn jede Postkarte, die wir bekommen, hat einen Urheber. Das ist sehr wichtig zu wissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schlussfolgerungen aus den Naturgesetzen der Information<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun kommen wir zum entscheidenden Punkt. Jetzt wenden wir all das an, was wir m\u00fchevoll gelernt haben, und ziehen weitreichende Schlussfolgerungen. Erste Schlussfolgerung: Da der DNS-Code, den wir in allen Lebensformen finden, eindeutig innerhalb des Definitionsbereichs von Information liegt, k\u00f6nnen wir daraus schlie\u00dfen, dass es einen Sender geben muss. Wir haben erkannt, dass die DNS-Molek\u00fcle genau solche Informationen darstellen, wie wir sie definiert haben. Daf\u00fcr haben wir Naturgesetze gefunden. Nun k\u00f6nnen wir sagen: Es muss einen Sender geben. Die Information entsteht nicht von allein in der Materie. Damit haben wir automatisch den Atheismus widerlegt. Der Atheismus ist eine tote Idee. Wer ihm folgt, befindet sich nicht mehr auf dem wissenschaftlich richtigen Weg. Das m\u00fcssen wir klarstellen. Herr Dawkins, der in England ein 500 Seiten umfassendes Buch f\u00fcr den Atheismus geschrieben hat, liegt mit seinen Aussagen v\u00f6llig daneben. Es ist schade, wenn man sich so massiv irrt. Mit Hilfe von Naturgesetzen k\u00f6nnen wir sagen: Es stimmt nicht, was er behauptet. Der Atheismus ist wissenschaftlich widerlegt. Es handelt sich nicht um eine philosophische Streitfrage, sondern wir haben mit Naturgesetzen gezeigt, dass diese Idee unm\u00f6glich ist. Das ist eine wichtige und gute Schlussfolgerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommen wir zum zweiten Punkt: Weil die Dichte und Komplexit\u00e4t der DNS-Molek\u00fcle billionenfach gr\u00f6\u00dfer ist als unsere gegenw\u00e4rtige Technologie, k\u00f6nnen wir schlie\u00dfen, dass der Sender h\u00f6chst intelligent sein muss. Wer so etwas programmieren kann \u2013 zum Beispiel ein Gehirn oder eine Embryonalentwicklung \u2013, ben\u00f6tigt viel mehr Intelligenz, als wir Menschen \u00fcberhaupt besitzen k\u00f6nnen. Das ist klar erkennbar. Ich hielt diesen Vortrag an einer Universit\u00e4t. In diesem Moment meldete sich eine kluge Studentin. Ich hatte immer vom Sender gesprochen. Sie sagte: \u201eIch wei\u00df genau, was Sie sagen wollen. Sie wollen doch sagen, es muss einen Gott geben, der das gemacht hat.\u201c Ich antwortete: \u201eHerzlichen Gl\u00fcckwunsch, Sie haben sehr scharf mitgedacht. Ich habe zwar nicht \u00fcber Gott gesprochen, aber Sie haben es richtig erkannt.\u201c Ich freue mich \u00fcber diese pfiffige und kluge Jugend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daraufhin fragte sie: \u201eOkay, aber jetzt kommt meine entscheidende Frage: Sagen Sie mir doch einmal, woher wei\u00df Gott, wie man so etwas programmiert?\u201c Eine prima Frage, die Frage war super. Ich antwortete ihr: \u201eWarum schauen Sie hierher? Sie lernen ja hier, vielleicht studieren Sie Informatik, und haben einen Professor, von dem Sie lernen, wie man Programme schreibt. So haben Sie das richtig erkannt: Dieser Gott, der das programmiert hat, hat das auch von einem anderen Gott gelernt. Es gibt noch einen zweiten Gott, der kl\u00fcger ist als der erste Gott.\u201c Damit haben wir das Problem gel\u00f6st. Doch dann kam die n\u00e4chste Frage: \u201eWer hat denn diesen zweiten Gott, den \u00dcbergott, informiert?\u201c Kein Problem, wir nehmen einen dritten Gott dazu, einen \u00dcber-\u00dcber-Gott, der dann den zweiten Gott informiert. Doch hier merken wir, dass das Problem nicht verschwindet. Wer hat den dritten Gott informiert? Wir nehmen einen vierten dazu. Und so weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt sehen wir, was passiert: Wir brauchen unendlich viele G\u00f6tter, immer noch einer mehr. Doch wir wollen weiterdenken. So habe ich es der Studentin auch erkl\u00e4rt: \u201eWas k\u00f6nnen wir von diesem letzten Gott in der Reihe sagen?\u201c Mathematisch darf man das nicht so einfach formulieren, aber ich tue es mal vereinfacht. Was k\u00f6nnen wir von diesem letzten Gott sagen? Weil sich die Information st\u00e4ndig steigert und akkumuliert, kommen wir auf unendlich viel Information oder Allwissenheit. Das hei\u00dft, dieser letzte Gott muss wissen, was jedes Atom in der Sonne macht. Er muss wissen, was gerade im Andromedanebel bei einem bestimmten Stern geschieht. Er muss wissen, was jede Zelle meines K\u00f6rpers macht, was mein Leben bisher war und was ich je im Leben gedacht habe \u2013 und nicht nur ich, sondern alle Menschen. F\u00fcr diesen Gott, der alles wei\u00df, gibt es keine Frage, auf die er antworten m\u00fcsste mit \u201eDas wei\u00df ich nicht\u201c. Er muss alles wissen. Die Studentin stimmte zu. Ich sagte: \u201eSehen Sie, jetzt haben wir das Problem gel\u00f6st.\u201c In der Wissenschaft gilt: Wenn wir zwei gleichwertige Modelle haben, entscheiden wir uns immer f\u00fcr das einfachere Modell. Es muss jedoch inhaltlich gleichwertig sein. Ich fragte: \u201eWas w\u00e4re ein Modell, das gleichwertig ist mit dem Modell unendlich vieler G\u00f6tter?\u201c Wenn wir sagen, es gibt nur einen Gott, dann muss dieser eine Gott allwissend sein. Er muss alles wissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das haben wir jetzt mit Hilfe der Naturgesetze der Information herausgefunden: Es muss einen Gott geben, der allwissend ist. H\u00e4tten wir das gesagt, aufgrund der DNS-Molek\u00fcle und der Naturgesetze der Information, dann h\u00e4tten wir es mit Gewissheit gesagt. Das ist keine Spekulation, sondern ein Naturgesetz. Es muss diesen einen Gott geben. Gut, da sind wir schon sehr weit. Wir k\u00f6nnen noch nicht sagen, wer dieser Gott ist, aber es muss ihn geben. Wir k\u00f6nnen noch eine weitere Schlussfolgerung ziehen. Vielleicht haben wir im R\u00f6merbrief Kapitel 1 gelesen, dass man aus den Werken der Sch\u00f6pfung erkennen kann, dass ein ewiger Gott sein muss. Ich habe viele Jahre an diesem Text ger\u00e4tselt: Wie kann ich aus den Werken der Sch\u00f6pfung erkennen, dass dieser Gott ewig sein muss? Jetzt ist es ganz einfach. Wenn dieser Gott, der unbedingt sein muss, allwissend ist und es f\u00fcr ihn keine Frage gibt, auf die er antworten m\u00fcsste mit \u201eDas wei\u00df ich nicht\u201c, dann muss er alles wissen. Alles, was zur\u00fcckliegt, weit in alle Ewigkeit, muss er wissen. Und wie ist es mit der Zukunft? Muss er sie nicht auch wissen? Er muss wissen, was morgen ist, was \u00fcbermorgen ist, was in tausend Jahren ist, was in alle Ewigkeit ist. Wenn er also alles wei\u00df von Ewigkeit zu Ewigkeit, geht das nur, wenn er selbst ewig ist. Ganz einfach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So k\u00f6nnen wir schlie\u00dfen, aus den Werken der Sch\u00f6pfung, dass ein ewiger Gott sein muss. Wir haben also herausgefunden: Es muss einen Gott geben, er muss allwissend sein und er muss ewig sein. Bisher haben wir nur die Naturgesetze der Information angewandt. Wunderbar, machen wir weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kritik am Materialismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun kommen wir zum Materialismus. Dieser bildet die Grundidee des Kommunismus. Materialismus ist eine ganze philosophische Richtung. Er war auch die Basisidee des Nationalsozialismus. Viele Ideologien beruhen also auf dem Materialismus. Jetzt wollen wir den Materialismus genauer betrachten. Wir haben bereits gesagt, dass Information eine fundamentale, nicht materielle Gr\u00f6\u00dfe ist, die nicht aus einem materiellen Prozess stammen kann. Da der Mensch jedoch in der Lage ist, Information zu erzeugen, k\u00f6nnen wir daraus schlie\u00dfen, dass der Mensch eine nicht materielle Komponente besitzen muss. Das ist klar: Materie allein kann keine Information hervorbringen. Betrachten wir das einmal genauer. Ich habe hier einen Kugelschreiber und kann mit ihm Informationen aufschreiben. Ist der Kugelschreiber die Quelle der Information? Wohl kaum, denn er besteht aus Materie. Ist meine Hand die Quelle der Information? Auch nicht, denn sie ist ebenfalls materiell. Nun stellt sich die Frage: Ist vielleicht mein Gehirn die Quelle der Information? Die klare Antwort lautet: Nein. Das Gehirn kann niemals die Quelle der Information sein. Warum? Weil das Gehirn ebenfalls materiell ist. Das bedeutet, die Quelle der Information muss etwas Nichtmaterielles sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daraus folgt, dass wir einen Teil unseres Menschseins ben\u00f6tigen, der nicht materiell ist. Das ist die Seele. Mithilfe der Naturgesetze der Information konnten wir also herausfinden, dass wir eine nicht materielle Komponente besitzen \u2013 n\u00e4mlich die Seele. Das Gehirn zusammen mit dem Kugelschreiber ist ein gutes Werkzeug. Ohne Kugelschreiber geht es nicht, und ohne Gehirn auch nicht. Das Gehirn ist ein ausgezeichnetes Werkzeug, aber es ist nicht die Quelle der Information. Wenn wir das verstanden haben, haben wir schon viel von dem gelernt, was heute wichtig ist. Aber wir sind noch nicht fertig. Es w\u00e4re ja auch schade, wenn wir so schnell zum Ende k\u00e4men.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Evolution \u2013 eine wissenschaftliche Widerlegung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt kommen wir zur Evolution. Was hat es damit zu tun? Weil auch die biologische Information nur von einem intelligenten Sender stammen kann, und weil alle Theorien der chemischen und biologischen Evolution verlangen, dass Information von alleine aus Masse und Energie entstanden sein muss \u2013 also ohne Sender \u2013, k\u00f6nnen wir schlie\u00dfen, dass alle Theorien oder Konzepte der chemischen und biologischen Evolution falsch sein m\u00fcssen. Aber absolut und radikal falsch! Hier ist nichts mehr zu retten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum nicht? Weil ein Naturgesetz Nein sagt. Und das ist ein absolutes Nein, dagegen ist nichts mehr einzuwenden. Das muss ganz tief in unsere Herzen eingebrannt sein, damit wir das erkennen und nie wieder dieser falschen Idee in irgendeiner Weise nachlaufen. So deutlich muss man es sagen, weil wir es mit Naturgesetzen widerlegt haben. Diese Evolution kann nicht funktionieren. Denn alles, was wir im Leben sehen \u2013 das haben wir uns hinreichend angesehen \u2013 beruht auf Information, und diese kann nie in der Materie entstehen. Aber genau das ist die Aussage der Evolution: dass die Information in der Materie entstanden sein muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt m\u00fcssen wir zwei Begriffe unterscheiden. Es gibt Mikroevolution und Makroevolution. Wenn ich eben von Evolution gesprochen habe, dann meine ich damit die Makroevolution, also die Entwicklung \u00fcber das Tierreich hinweg bis zum Menschen, so wie sie postuliert wird. Das ist ein unm\u00f6glicher Prozess. Dann gibt es das Wort Mikroevolution. Mikroevolution ist keine Evolution, sondern etwas, das programmiert ist. Das hei\u00dft, Ver\u00e4nderungen innerhalb der Art sind m\u00f6glich. Nun, wenn ein Programmierer schon ein Programm schreiben kann und Verzweigungen macht \u2013 wenn dieser Datensatz so ist oder jener Datensatz so, und wir eine Verzweigung machen und dann ein Programm auf unterschiedliche Weise durchlaufen \u2013, wie viel mehr kann das ein allwissender Sch\u00f6pfer, der jede Situation der Zukunft bereits kennt und entsprechend ein Programm daf\u00fcr schon vorgesehen hat?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also diese Mikroevolution ist ein vom Sch\u00f6pfer vorausgesehener Vorgang in dieser Welt, bei dem eine Ver\u00e4nderung immer nur innerhalb einer Art m\u00f6glich ist. Zum Beispiel ist ein Polarfuchs, der dort oben im Norden wei\u00df aussieht, wohl aus einem braunen Fuchs entstanden. Warum? Weil der Sch\u00f6pfer, wenn die Umweltbedingungen alle so zusammenkommen, vorgesehen hat, dass er wei\u00df wird. Daf\u00fcr hat er ein Programm geschrieben. Ich bin davon \u00fcberzeugt, der Sch\u00f6pfer hat kein Programm geschrieben, dass ein Fuchs, der \u00fcber eine gr\u00fcne Wiese l\u00e4uft, gr\u00fcn wird. Das ist nicht vorgesehen vom Sch\u00f6pfer. So ist das vom Sch\u00f6pfer programmiert. Wir haben es also mit programmierter Information zu tun bei Ver\u00e4nderungen innerhalb einer Art, aber nie \u00fcber die Art hinaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also diese Evolution ist eine Irrlehre \u2013 und zwar die gr\u00f6\u00dfte Irrlehre unseres Jahrhunderts und des vorigen Jahrhunderts. So deutlich m\u00fcssen wir das formulieren: Diese Evolution hat nie stattgefunden. Das ist harter Tobak. Ich habe das an Universit\u00e4ten in Japan, in den USA und auf allen Erdteilen erz\u00e4hlt. Ich war an vielen Universit\u00e4ten, und kein Professor hat gesagt, was Sie da gesagt haben, stimmt nicht. Gegen Naturgesetze wollte niemand etwas einwenden. H\u00e4tte ich eine philosophische Idee pr\u00e4sentiert, h\u00e4tte man sofort gesagt: Ja, dar\u00fcber m\u00fcssen wir noch einmal richtig streiten. Bei Naturgesetzen aber gibt es nichts zu streiten, und dies ist ein Argument, das wir \u00fcberall leicht verwenden k\u00f6nnen und das man verstehen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Tod in der Evolutionstheorie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt muss ich noch etwas zum Thema Tod sagen. Der Tod spielt in der Evolution eine sehr wichtige Rolle. Es gibt vier Lehrs\u00e4tze \u00fcber den Tod aus der Sicht der Evolution. Erster Lehrsatz: Der Tod ist eine notwendige Voraussetzung f\u00fcr die Evolution. Der Biologe Hans Mohr sagt, g\u00e4be es keinen Tod, so g\u00e4be es kein Leben. Der Tod des Einzelnen ist die Voraussetzung f\u00fcr die Entwicklung des Stammes. Zweiter Lehrsatz: Der Tod ist eine Erfindung der Evolution. Hans Wittmar Tanner sagt: \u201eDie Erfindung des Todes hat den Gang der Evolution wesentlich beschleunigt.\u201c Nun frage ich mich, wie eine Evolution einen Tod erfinden kann. Wie soll so etwas denn gehen? Aber solche Dinge werden erz\u00e4hlt. Dritter Lehrsatz: Der Tod ist der Sch\u00f6pfer des Lebens. Haben wir das schon mal geh\u00f6rt? Aber so ist es. Ein Mikrobiologe, Reinhard Kaplan, sagt: \u201eDas eingebaute Altern und Sterben ist zwar leidvoll f\u00fcr das Individuum, besonders f\u00fcr das Menschliche, aber es ist der Preis daf\u00fcr, dass die Evolution unsere Art \u00fcberhaupt erschaffen konnte.\u201c Er sagt Folgendes: \u201eDas Wenige Angepasste in der Evolution muss durch Tod ausgemerzt werden, und die Lebewesen, die schon etwas weitergekommen sind, bekommen die Chance zur Vermehrung.\u201c Darum hat der Tod diese wichtige Funktion, das Wenige Angepasste auszumerzen, damit es bergauf geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also k\u00f6nnen wir auch so sagen: Lieber Tod, vielen Dank, du hast es so gemacht, dass wir heute hier sind. Das ist die Konsequenz, wir m\u00fcssen zu Ende denken. So etwas wird uns zugemutet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich komme zum vierten Lehrsatz \u00fcber den Tod: Der Tod ist das absolute Ende des Lebens. Das werden wir merken im Gespr\u00e4ch mit Leuten, die an die Evolution glauben. Sie sagen, mit dem Tod ist alles aus. So sagt es Manfred Eigen, ein Nobelpreistr\u00e4ger aus G\u00f6ttingen. Er sagt: \u201eDas Leben ist ein allein in den Gesetzen der Physik und Chemie begr\u00fcndeter Materiezustand.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich finde es sehr schade, dass ein Nobelpreistr\u00e4ger so etwas sagt, dass es nur Materie gibt. Nat\u00fcrlich, wenn es nur Materie gibt, dann ist mit dem Tod alles aus. Und das ist der Riesenirrtum, wie wir gesehen haben, der Materialisten. Bisher haben wir nur Naturwissenschaft betrieben und sehr viele Erkenntnisse gewonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Grenzen der Wissenschaft und die Rolle der Bibel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber jetzt bleiben einige Fragen offen. Wer ist denn der Sender? Diese Antwort haben wir bisher noch gar nicht gegeben. Das wollen wir wissen. Wir Menschen sind neugierig, und ich m\u00f6chte eine Antwort darauf haben: Wer ist dieser Sender, der unendlich intelligent und ewig ist? Das m\u00f6chte ich wissen. Wir haben ja gesagt, es gibt keinen Atheismus; das ist unm\u00f6glich. Nun merken wir, dass wir an eine naturwissenschaftliche Grenze sto\u00dfen. Die Naturgesetze der Information geben uns darauf keine Antwort. Wie in jeder Wissenschaft sto\u00dfen wir irgendwann an eine Grenze. Unsere Fragen gehen aber weit dar\u00fcber hinaus. Wo finden wir die Antwort? Das ist die entscheidende Frage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber jetzt kommt etwas ganz Besonderes: Die Bibel ist das einzige Buch der Weltgeschichte, in dem wir \u00fcber 3.000 prophetische Aussagen finden, die sich bereits erf\u00fcllt haben. Das gibt es in keinem anderen Buch der Weltgeschichte. Ich habe mehrere Vortr\u00e4ge in Kasachstan gehalten. Kasachstan ist ein muslimisches Land, und nach meinem Vortrag, in dem ich \u00fcber Naturwissenschaft und Bibel gesprochen habe, war immer irgendein Student dabei, der mir folgende Frage stellte: \u201eSie haben heute nur \u00fcber die Bibel gesprochen, warum haben Sie nicht den Koran erw\u00e4hnt?\u201c Ich dachte, das sei die beste Frage, die es gibt. Warum? Ich konnte sagen: Es gibt in dieser Welt kein zweites Buch, in dem wir erf\u00fcllte, wirklich erf\u00fcllte prophetische Aussagen finden. Aussagen, bei denen zu einem Zeitpunkt A etwas vorausgesagt wurde und exakt zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt eintraf. Das gibt es nur in der Bibel. Und da die Bibel ein so ausgezeichnetes Buch ist und alle anderen B\u00fccher dagegen wegfallen, habe ich auch nur \u00fcber die Bibel geredet. Ich wollte ja nichts Falsches anbieten. Damit war die Frage erledigt, und es gab keine Nachfrage mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir stehen auf unvorstellbar sicherem Boden, wenn wir \u00fcber die Bibel reden. Es gibt nichts Sichereres in dieser Welt als die Bibel. Jesus hat zum Vater gebetet: \u201eDein Wort ist die Wahrheit.\u201c Also sind wir hier wirklich an der Quelle der Wahrheit. Jetzt k\u00f6nnen wir nur noch hineinschauen, was dort steht, und dann haben wir die Antworten, die wir noch brauchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Sch\u00f6pfung aus biblischer Sicht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Woher kommt das Leben? 1. Mose 1,1: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Im ersten Vers erfahren wir noch nicht genau, wer dieser Gott ist. Doch in Spr\u00fcche 8,30 steht ein merkw\u00fcrdiger Vers: \u201eDa war ich der Werkmeister bei Gott.\u201c Was bedeutet das? Ein Werkmeister ist jemand, der etwas ausf\u00fchrt, der etwas macht. Das Alte Testament schweigt jedoch weiter \u00fcber diesen Werkmeister. Erst im Neuen Testament erfahren wir mehr dar\u00fcber. Im Johannes-Evangelium hei\u00dft es: \u201eAm Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier erfahren wir, dass alles, was wir in dieser Welt sehen \u2013 die Embryonalentwicklung, wir selbst, jede Ameise, jeder Baum, jede Blume, alles, was es in dieser Welt gibt, sogar jede Galaxie \u2013 durch das Wort gemacht ist. Nichts ist ausgenommen. Wenn wir weiterlesen, erkennen wir, dass dieses Wort eine Person ist: Jesus Christus. Durch ihn ist also alles gemacht. Im Kolosserbrief wird die Sch\u00f6pfung noch weiter ausgef\u00fchrt. Dort steht in Kolosser 1,16-17: \u201eDenn in ihm, in Jesus Christus, ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder M\u00e4chte oder Gewalten. Es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen, und es besteht alles in ihm.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Jesus k\u00f6nnen wir niemals zu gro\u00df denken. Er ist der Urheber aller Dinge, der Erfinder des Lebens und aller Programme, die wir in allen Lebewesen finden. Er ist der Urheber der gesamten Welt. Gott, der Vater, hat den Herrn Jesus als Werkmeister, als Sch\u00f6pfer eingesetzt. Im Englischen hei\u00dft es \u201ethe Craftsman\u201c, der Handwerker, der alles macht. Das ist Jesus. Jetzt wissen wir, wer dieser Urheber aller Dinge ist, den wir aufgrund der Naturgesetze der Information fordern mussten: Er ist ewig und wissend. Das ist Jesus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Bestimmung des Menschen und die Lehre \u00fcber den Tod<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist dann die Bestimmung des Menschen? Wir haben bereits die Lehre \u00fcber den Tod geh\u00f6rt, ebenso die Sichtweise der Evolution. Jetzt betrachten wir die Aussage der Bibel \u00fcber den Tod. Die Bibel enth\u00e4lt drei wichtige Lehrs\u00e4tze \u00fcber den Tod. Der erste Satz lautet: Der Tod ist durch die Trennung des Menschen von Gott verursacht. Der Tod ist ein Feind, also kein Freund, wie es die Evolution behauptet. Au\u00dferdem gibt es ein Leben nach dem Tod. Diese drei Aussagen sind sehr wichtig im Verst\u00e4ndnis des Todes. Der Tod in dieser Welt existiert, weil es S\u00fcnde gibt. Warum? Weil wir alle, wie die Bibel sagt, S\u00fcnder sind. Wir haben alle die Gebote Gottes \u00fcbertreten, ohne Ausnahme, und sind nicht so, wie Gott es wollte. Darum sind wir S\u00fcnder, und deshalb gibt es den Tod. Der Tod ist etwas Furchtbares, etwas Schreckliches in dieser Welt. Die Bibel sagt uns, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Nun wollen wir uns das in einem letzten Bild noch einmal genauer ansehen, denn das ist grundlegend f\u00fcr unsere Existenz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Tod kam durch den S\u00fcndenfall in diese Welt. Der Mensch tat nicht, was Gott sagte \u2013 das ist S\u00fcnde. Dadurch trennte sich der Mensch von Gott, und die Bibel nennt das den geistlichen Tod. Der geistliche Tod trat bei Adam und Eva ein. Das bedeutet, sie fielen nicht tot um, sondern lebten weiter. Aber sie waren geistlich tot, also von Gott getrennt. Diese Situation, diese Todeskette von Adam an, betrifft uns alle. Wir befinden uns alle in dieser Todeskette von Adam an. Wir kommen alle irgendwann durch nat\u00fcrliche Geburt in dieses Leben hinein. Das Rechteck, das ich gezeichnet habe, symbolisiert das irdische Leben, das wir durchlaufen \u2013 in unterschiedlicher L\u00e4nge. Manche werden nur zwanzig Jahre alt, sterben an einer Krankheit oder bei einem Unfall. Andere werden achtzig oder vielleicht neunzig Jahre alt. Dazwischen liegt unsere Lebensspanne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwann tritt der leibliche Tod ein \u2013 wir sterben. Die Bibel sagt uns, dass der Tod von Adam an f\u00fcr alle Menschen herrschte. Dann kommt das, was in Hebr\u00e4er 9,27 steht: \u201eEs ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.\u201c Wir alle, weil wir so gelebt haben, kommen in das Gericht. Das ist eine furchtbare Situation. Ich m\u00f6chte das mit einer schwarzen, dicken Linie darstellen \u2013 das ist der Zug des Todes, wie eine Eisenbahn mit der Aufschrift \u201eZug des Todes\u201c. In diesem Zug sitzen wir, und das ist schrecklich, wenn man sich das vorstellt. Wohin f\u00e4hrt dieser Zug? Was ist die Endstation? Das ist der ewige Tod, den die Bibel H\u00f6lle nennt. Die H\u00f6lle ist ein unvorstellbar schrecklicher Ort. Jesus hat beschrieben, wie es dort ist: Es ist hei\u00df, das Feuer h\u00f6rt nicht auf zu brennen, es ist ewig und ganz furchtbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die Situation des Menschen. Was sagt Gott dazu, wenn er das sieht? Es jammert ihn. Im Buch Jeremia steht, dass Gott weint. Gott weint \u00fcber uns, weil wir uns in so einen schrecklichen Zug begeben haben und munter darauf losfahren. Viele Menschen fahren ganz unbedarft in diesem Todeszug mit \u2013 wie schrecklich! Jetzt kommt der Sch\u00f6pfer selbst. Der Sch\u00f6pfer, n\u00e4mlich Jesus, ist traurig dar\u00fcber. Er hat gesagt: \u201eIch werde zu den Menschen auf dieser Erde gehen, wo sie ges\u00fcndigt haben. Ich werde an einem Kreuz f\u00fcr sie sterben. Ich liebe sie in unvorstellbarem Ma\u00dfe. Ich werde f\u00fcr die Menschen in den Tod gehen und alle ihre S\u00fcnden tragen.\u201c Jesus sagt nun: Wer zu mir kommt, den nehme ich an. Dieser Mensch wird von Neuem geboren, ein neuer Mensch entsteht, und ich nehme ihn auf ins Himmelreich. Das ist das, was wir sehen: Der andere Zug, der helle Zug. Wenn wir durch den Herrn Jesus von Neuem geboren werden, dann wird Gott unser Vater. Dann hei\u00dft es von uns: Auch wir m\u00fcssen durch den leiblichen Tod hindurch. Aber dieser leibliche Tod hat nicht die schreckliche Funktion mit dem Ziel H\u00f6lle. Sondern es steht in 1. Korinther 15,21: \u201eDenn gleichwie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht.\u201c In Christus werden wir alle lebendig gemacht. Wohin geht es dann? In den Himmel, zum ewigen Leben. Das ist der Wille Gottes \u2013 dass wir in den Himmel kommen. Das ist Gottes Plan, seine Bestimmung f\u00fcr uns, dass wir dieses Ziel erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einladung zur Entscheidung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Urheber, der uns gemacht hat, starb am Kreuz. Jetzt l\u00e4dt er uns ein und sagt: \u201eKomm, du bist eingeladen.\u201c Egal ob du in der zweiten, dritten, vierten oder ganz hinten in der Reihe sitzt \u2013 er m\u00f6chte, dass wir alle diese Botschaft annehmen und sagen: \u201eHerr, hier bin ich.\u201c Dann k\u00f6nnen wir heute nach Hause gehen als Menschen, die ihr Leben ihm f\u00fcr das ewige Leben \u00fcbergeben haben. Lass dich retten \u2013 heute ist Rettungstag! Dieser Sch\u00f6pfer ruft dich in Liebe und Barmherzigkeit und sagt: \u201eKomm, du bist viel zu schade f\u00fcr die H\u00f6lle. Komm in den Himmel!\u201c Deshalb veranstalten wir solche Treffen, um m\u00f6glichst viele Menschen f\u00fcr den Himmel zu gewinnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte ein Erlebnis erz\u00e4hlen, das ich in der vergangenen Woche hatte. Ein Mann aus S\u00fcddeutschland rief mich an und sagte, er habe eine DVD geh\u00f6rt, die ihm jemand gegeben hatte. Er fragte: \u201eWarum gibt es so viel Leid und Tod in unserer Welt?\u201c Ich kannte den Mann nicht. Er erz\u00e4hlte mir, dass er selbst in tiefer Not sei. Vor einiger Zeit habe sein Sohn, der gerade ein Studium in T\u00fcbingen begonnen hatte, sich am dritten Tag das Leben genommen. Das war sehr hart f\u00fcr ihn. Ich habe mit ihm gesprochen. Er hatte auch auf der CD geh\u00f6rt, dass man sich bekehren kann. Und er sagte: \u201eMir ist so zumute, wenn ich an den Gedanken der Bekehrung denke, als w\u00fcrde mich jemand an einem Kragen packen und davon abhalten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich antwortete: \u201eDas verstehe ich. Es gibt tats\u00e4chlich jemanden, der uns davon abhalten will.\u201c Dann sagte ich ihm, dass er jemanden braucht, der ihn in seiner schwierigen Situation mittr\u00e4gt. Er sei gar nicht in der Lage, so ein Schicksal allein zu tragen. Das ist sehr schwer. Ich schlug vor, gemeinsam zu beten. So haben wir gebetet und alles in die H\u00e4nde Gottes gelegt. Ich habe all das, wor\u00fcber wir am Telefon gesprochen hatten, hineingelegt. F\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter rief er zur\u00fcck und fragte: \u201eK\u00f6nnen Sie mir dieses Gebet aufschreiben und schicken?\u201c Ich sagte: \u201eDas mache ich gerne. Es wird nicht ganz w\u00f6rtlich sein, aber ich schreibe Ihnen genau auf, was ich gesagt habe.\u201c Au\u00dferdem k\u00fcndigte ich an, ihm zwei CDs mit Predigten zu schicken. Die Bibel sagt: \u201eDer Glaube kommt aus der Predigt.\u201c Ich bat ihn, sich diese Predigten anzuh\u00f6ren. Die CDs und das Gebet habe ich ihm geschickt. Ende der Woche rief ich ihn an, um nachzufragen, wie es ihm geht. Ich fragte, ob er die CDs geh\u00f6rt habe. Er sagte: \u201eJa.\u201c Ich fragte, ob ihm etwas klar geworden sei. Er antwortete: \u201eJa.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann fragte ich, ob es ihm immer noch schwerfalle, sich zu bekehren. Er sagte: \u201eJa.\u201c Ich sagte: \u201eDas geht. Gott verlangt nur einen einzigen kurzen Schritt von Ihnen: dass Sie \u201aJa\u2018 sagen. Mehr brauchen Sie nicht. Alles andere tut Gott in seiner Barmherzigkeit, weil er will, dass wir das ewige Leben haben.\u201c Ich fragte ihn, ob er einmal den Himmel sehen wolle. Er sagte: \u201eJa.\u201c Ich fragte, ob er eine Bibel habe. Er sagte: \u201eJa.\u201c Ich bat ihn, seine Bibel zu holen, und wir lasen gemeinsam einige Verse, die zeigen, wie wir zu Jesus kommen k\u00f6nnen. Ich fragte, ob er verstanden habe, was wir gelesen hatten. Er sagte: \u201eJa.\u201c Dann schlug ich vor, gemeinsam zu beten und das festzumachen. Wir beteten ungef\u00e4hr so: \u201eHerr Jesus, du kennst mein Leben und meine Not. Ich bin nicht in der Lage, das zu tragen. Hilf mir und vergib mir alle Schuld meines Lebens. Herr Jesus, nimm du mir alles ab und hilf mir, das zu tragen, was ich jetzt so schwer tragen muss und nicht allein kann. Komm in mein Leben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er sagte \u201eAmen\u201c, ich auch. Ich sagte: \u201eJetzt sind Sie durch. Sie sind Kind Gottes. Sie sind aus dem falschen Zug ausgestiegen und fahren nun im richtigen Zug. Sie sind ein erl\u00f6stes Kind Gottes und k\u00f6nnen sich auf den Himmel freuen. Das ist jetzt f\u00fcr Sie gebucht.\u201c Wir k\u00f6nnen nichts dazu beitragen, au\u00dfer unseren Willen zu zeigen: \u201eHier bin ich, Herr!\u201c Und er nimmt uns an. Jesus hat versprochen: Jeder, der zu ihm kommt, wird von ihm angenommen \u2013 egal wer er ist. Ist das nicht gro\u00dfartig? Wir haben einen gro\u00dfen Gott, der uns unvorstellbar liebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist das Gro\u00dfartige heute Abend. In dieser Halle sitzt nicht eine einzige Person, von der Jesus sagen w\u00fcrde: \u201eDich liebe ich nicht.\u201c Nein, er sagt: \u201eDich liebe ich auch, und ich m\u00f6chte dir alle Schuld vergeben. Komm, lass dir vergeben und gehe den Weg mit mir. Dann bist du mein Kind und geh\u00f6rst mir in Ewigkeit.\u201c Dazu schenkt er uns dieses Wort: \u201eFreut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind!\u201c Das ist heute m\u00f6glich. Wir m\u00fcssen es nur noch tun \u2013 mit k\u00fchnem Schwung: Hurra, auf zu Jesus, zum Himmel! In diesem Leben haben wir jemanden, der alles tr\u00e4gt. Niemand hier ist ohne Last. Wir alle haben etwas zu tragen. Aber da ist einer, der sagt: \u201eIch nehme das mit auf meine Schultern.\u201c Du hast einen Herrn in diesem Leben und in Ewigkeit. Du bist zu schade f\u00fcr die H\u00f6lle. Komm, mach das fest. Heute ist Entscheidungstag. Lass dich rufen von dem, der dich selbst geschaffen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schlussgebet und Einladung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wollen beten. Herr Jesus Christus, wir staunen \u00fcber deine Liebe und auch \u00fcber deine unvorstellbare Allmacht, mit der du ein Universum geschaffen hast \u2013 alles Leben, auch unser Leben. Du hast uns gekannt, als wir noch gar nicht geboren waren. Du wei\u00dft alles \u00fcber mein Leben. Herr Jesus, ich bitte dich: Hilf mir, dass ich bleibe und zu dir komme. Hilf mir, hier und heute das ewige Leben aus deiner Hand in Empfang zu nehmen. Gib mir die Kraft, keine Kehrtwendung zu machen und nicht von dir wegzugehen. Danke, Herr Jesus Christus, dass du mir jetzt den Mut gibst, zu bleiben und ein Ja zu sagen. Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne Telefon, ohne Handy oder sonst etwas \u2013 wir bleiben hier in diesem Bereich zur\u00fcck. Wer sagt: \u201eDiese Entscheidung, diese Gewissheit m\u00f6chte ich auch haben, dass ich in den Himmel komme\u201c, der kann jetzt dorthin kommen. Manchmal sagen wir: \u201eIch habe schon so viel geh\u00f6rt \u2013 27 Predigten oder vielleicht sogar 168 \u2013 und ich habe das nie gemacht.\u201c Dann komm jetzt. Mach das fest. Hier ist die Zeit. Ich werde meine Bibel aufschlagen. Ich werde den Weg erkl\u00e4ren, genau wie der Mann, der die CD geh\u00f6rt hat. Dann machen wir das fest, und dann gehen wir nach Hause als Kandidaten des ewigen Lebens, als Kandidaten des Himmels. Es gibt in dieser Welt nichts Gr\u00f6\u00dferes, was wir tun oder entscheiden k\u00f6nnen. Also auf, mit fliegenden Fahnen dorthin \u2013 zu Jesus!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vortrag vom 24.6.2011<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: crossland.org<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grundlegende Fragen des Lebens Es war eines Abends, als der Vater seinen kleinen Sohn zu Bett bringen wollte und mit ihm das Abendgebet sprechen wollte. 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