{"id":2284,"date":"2009-08-23T15:00:26","date_gmt":"2009-08-23T13:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2284"},"modified":"2009-09-01T11:25:46","modified_gmt":"2009-09-01T09:25:46","slug":"auswirkungen-der-gender-ideologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2284","title":{"rendered":"Auswirkungen der Gender-Ideologie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auswirkungen der Gender-Ideologie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor einiger Zeit kam ich mit einem Mann an einer Imbissbude ins Gespr\u00e4ch \u00fcber Opernmusik, die er sich gerade lautstark anh\u00f6rte. Dabei erz\u00e4hlte er mir etwas \u00fcber seine Schwiegermutter, die solche Musik gar nicht m\u00f6gen w\u00fcrde und dann redete er immer von &#8222;meinem Br\u00e4utigam&#8220;, der seine Vorlieben teilen w\u00fcrde. Nach dem Gespr\u00e4ch fragte ich erst einmal meine Freundin, ob ich das richtig verstanden hatte mit &#8222;dem Br\u00e4utigam&#8220; und dann fiel uns beiden auf, dass dieser Mann wohl in einer homosexuellen Lebenspartnerschaft leben w\u00fcrde. <!--more-->Durch dieses Erlebnis wurde mir bewusst, auf welchem Weg durch Sprache ein neues Denken in unsere Gesellschaft hinein gebracht wird: Es geschieht durch die Umdeutung von Begriffen. Die W\u00f6rter: Ehe, heiraten, Familie, Geschlecht und Ehepartner, haben l\u00e4ngst ihre Eindeutigkeit verloren. Im Stern antwortete bei einem Zukunftsinterview ein Teenager: &#8222;Wenn ich bis 28 keinen Mann geheiratet habe, heirate ich meine Freundin.&#8220; Es gibt keine klaren Aussagen mehr, keine klare Definition mehr f\u00fcr Ehe und Familie &#8211; alles ist m\u00f6glich. Unbemerkt von den meisten B\u00fcrgern wird so \u00fcber neue Begriffe oder die Umdeutung vorhandener Begriffe eine neue Ideologie (Denk- und Wertvorstellung) in die Gesellschaft hineingebracht, die letztendlich das Bild Gottes, das sich in der Unterschiedlichkeit von Mann und Frau widerspiegelt, zerst\u00f6rt. Mann und Frau soll es als Unterscheidung gar nicht mehr geben. Viele Schritte sind auf diesem Weg schon gegangen worden, die darauf abzielen, die biblischen Vorstellungen von Mann und Frau, Ehe und Familie v\u00f6llig zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stufe eins: Der Begriff Gender<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Englische unterscheidet sprachlich zwischen &#8222;sex&#8220;, dem biologischen Geschlecht (Geschlechtsmerkmale &amp; k\u00f6rperliche Funktionen) und &#8222;gender&#8220; [Aussprache: dschender], dem sozialen Geschlecht. Mit Gender (Siehe auch Politische Seite Dez 2007\/Jan 2008 Gender-Mainstreaming &#8211;\u00a0 was ist das?) sind die gesellschaftlichen Geschlechterrollen gemeint, die Vorstellungen und Erwartungen, wie Frauen und M\u00e4nner sind bzw. sein sollten. Der Begriff umfasst jedoch nicht nur die zwei Kategorien, sondern eine Vielfalt von Geschlechtern (Transgender). Geschlechterrollen k\u00f6nnen sich im Lauf der Zeit \u00e4ndern und innerhalb und zwischen den Kulturen unterschiedlich sein (<a href=\"http:\/\/www.lustaufgender.ch\/index.php?page=10.10\">http:\/\/www.lustaufgender.ch\/index.php?page=10.10<\/a>). Gender &#8211; dies ist ein sehr schillernder, unklarer Begriff, der im Anfang von Feministinnen gebraucht wurde, um mit dieser Trennung von biologischer Anatomie und Rolle ihre Forderungen nach Ver\u00e4nderung zu unterst\u00fctzen. Aber genau diese Unklarheit ist gewollt, damit unter diesem Begriff weit reichende gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen m\u00f6glich w\u00fcrden. Es gibt inzwischen an vielen Universit\u00e4ten so genannte &#8222;Gender&#8220; Studienangebote. Auch in der Politik hat dieser Begriff Einzug gehalten. Anfangs ging es noch darum, Forderungen nach einer Gleichstellung der Frau mit dem Mann durchzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt inzwischen in allen Beh\u00f6rden Gender-Beauftragte, die alle Ma\u00dfnahmen darauf pr\u00fcfen sollen, ob Frauen benachteiligt werden. Auch wenn alle den gleichen Begriff verwenden, ist damit noch nicht gesagt, dass alle den gleichen Inhalt meinen. Die feine Unterscheidung zwischen &#8222;sex&#8220; und &#8222;gender&#8220; hat jedoch weit reichende Konsequenzen. Sie erm\u00f6glicht n\u00e4mlich die Wahl, was ich &#8222;geschlechtlich&#8220; sein m\u00f6chte, ganz egal, ob ich das biologisch bin oder nicht. Mann und Frau sind nach einer radikalen Gender-Theorie nicht mehr der Wille Gottes in ihren Unterschieden, sondern die Unterschiede sind einfach eine soziale Konstruktion, die durch die Verwendung des Begriffs &#8222;gender&#8220; \u00fcberwunden werden kann. Eine Bandleaderin, die als lesbische Frau mit einer Transsexuellen zusammenlebt, dr\u00fcckte die Botschaft der Gender-Ideologen in einem Zeitungsinterview folgenderma\u00dfen aus: &#8222;Es geht nicht darum, sich auf \u00e4u\u00dferliche Unterschiede zu konzentrieren, sondern dein eigenes Geschlecht zu entwerfen.&#8220; (Beth Ditto in Berliner Zeitung vom 20.\/21. Mai 2009 Seite 31)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stufe zwei: Ver\u00e4nderung des Rechts<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gesetze erm\u00e4chtigen den Staat, das Geschlecht einer Person festzulegen. Deswegen ist das Ziel der Gender-Ideologen, das Recht des Staates, eine bestimmte Definition bez\u00fcglich Geschlecht, Geschlechtsidentit\u00e4t und sexueller Orientierung durchzusetzen, abzuschaffen. Jeder soll die M\u00f6glichkeit haben, sein &#8222;gender&#8220; selbst zu konstruieren (Zeitschrift der Offensive Junger Christen (OJC) Salzkorn Nr. 24, S. 243). Der Begriff &#8222;gender&#8220; kommt nun der Homosexuellenbewegung entgegen als willkommene M\u00f6glichkeit, ihre eigenen Forderungen nach rechtlicher Gleichstellung durchzusetzen. Homosexuelle f\u00fchren daf\u00fcr noch neue Begriffe ein:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Homophobie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 18.1.2006 wurde im EU Parlament ein Antrag angenommen, der den Titel hatte: Entschlie\u00dfung des Europ\u00e4ischen Parlaments zur Homophobie in Europa. Dort wird Homophobie definiert als: &#8222;Auf Vorurteilen basierende irrationale Furcht vor und Abneigung gegen Homosexualit\u00e4t und Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle, \u00e4hnlich wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Sexismus&#8220;. Die Gleichstellung von Homophobie mit Antisemitismus und Rassismus wird inzwischen auch von Politikern in unserem eigenen Land (z.B. Volker Beck) vorgenommenen. Das ist eine Ungeheuerlichkeit, wenn man sich einmal ansieht, was dieses Wort bedeutet und wo es her kommt. Es wurde 1966 von einem amerikanischen homosexuellen Psychotherapeuten erfunden, um eine Begr\u00fcndung f\u00fcr ein ablehnendes Verhalten von heterosexuellen M\u00e4nnern gegen\u00fcber Homosexuellen zu konstruieren. In der psychologischen Sprache sind Phobien krankhafte, zwanghafte und v\u00f6llig \u00fcberzogene \u00c4ngste. Die sich in B\u00fcrgerrechtsbewegungen organisierenden Lesben und Schwulen haben den Begriff Homophobie sehr schnell \u00fcbernommen, um damit jegliche Ablehnung homosexuellen Verhaltens, aus welchem Grund auch immer, zu bezeichnen. Das bedeutet im Klartext: Jeder B\u00fcrger, der aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, Homosexualit\u00e4t ablehnt, hat eine Homophobie. Homosexuelle sehen sich gegen\u00fcber Heterosexuellen in der Opferrolle. Deswegen stellen sie die Ablehnung ihrer Lebensweise mit Rassismus und Antisemitismus gleich. Die T\u00e4ter, gegen die es gesetzliche Ma\u00dfnahmen einzuleiten gilt, sind all jene, die Homosexualit\u00e4t nicht akzeptieren. Homosexualit\u00e4t ist auf diese Weise kein ethisch bewertbares Verhalten mehr, sondern durch Gleichstellung der Homophobie mit Rassismus und Antisemitismus wird Homosexualit\u00e4t als ein unver\u00e4nderbares Merkmal eines Menschen deklariert. Nach dieser &#8222;Logik&#8220; ist also jede \u00c4u\u00dferung oder Handlung, durch die diese L\u00fcge der Unver\u00e4nderbarkeit in Frage gestellt w\u00fcrde, eine Diskriminierung. Im Artikel 13 des Vertrages \u00fcber die Europ\u00e4ische Union wurde nach erfolgreicher Lobbyarbeit der Homo-, Bi- und Transsexuellenbewegung das Prinzip der Antidiskriminierung auf die sexuelle Orientierung angewandt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Heterosexismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das n\u00e4chste neue Wort &#8222;Heterosexismus&#8220; wurde bald erfunden. Es dient wie der Begriff Homophobie dazu, die Homosexuellen als Opfer zu beschreiben. Sie sind Opfer einer Denk- und Wertvorstellung der Heterosexuellen &#8211; also einer Ideologie. Da diese Wertvorstellung den Homosexuellen nicht den gleichen Rechtsraum gew\u00e4hrt wie den Heterosexuellen, werden sie also ihrer Meinung nach unterdr\u00fcckt. Eine andere Wertvorstellung und eine andere Denkweise gegen\u00fcber Homosexualit\u00e4t ist also eine unterdr\u00fcckende und gef\u00e4hrliche Ideologie. Das ist der &#8222;Heterosexismus&#8220; und er wird ebenso gleichgestellt mit Rassismus und Antisemitismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit: <\/strong>Es gibt inzwischen eine neue Ideologie, deren Denk- und Wertvorstellung die v\u00f6llige Abl\u00f6sung des Menschen aus seinen sch\u00f6pfungsm\u00e4\u00dfigen und gottgegebenen biologischen Bedingungen bezweckt. Sie hat nicht nur unter den Homosexuellen Anh\u00e4nger gefunden, sondern verbreitet sich besonders \u00fcber die Gender-Studieng\u00e4nge und politischen Instanzen. In der Logik dieses Denkgeb\u00e4udes wird jeder ethische Gedanke bez\u00fcglich gelebter Sexualit\u00e4t verworfen und als Diskriminierung betrachtet. Ungleiches wird als gleich erkl\u00e4rt und Strafandrohungen in der EU durchgesetzt, um jeglichen Widerspruch zu unterdr\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Werkzeug: Antidiskriminierungsgesetze<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Entschlie\u00dfung des Europ\u00e4ischen Parlaments zu &#8222;Homophobie in Europa&#8220; von 2006 hei\u00dft es: &#8222;Mit Hinweis auf Art. 13 des Vertrages \u00fcber die Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft wird der Gemeinschaft die M\u00f6glichkeit einger\u00e4umt, Normen zur Bek\u00e4mpfung von Diskriminierungen, u.a. aus Gr\u00fcnden der sexuellen Ausrichtung, zu beschlie\u00dfen und den Grundsatz der Gleichheit zu f\u00f6rdern.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wird in dieser Entschlie\u00dfung von allen L\u00e4ndern, die der EU angeh\u00f6ren, gefordert, dass sie<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Familien gew\u00e4hrleisten,<\/li>\n<li>Homophobie ausmerzen,<\/li>\n<li>den Kampf gegen Homophobie durch Bildungsma\u00dfnahmen, wie Kampagnen gegen Homophobie in Schulen, Universit\u00e4ten und die Medien, sowie durch administrative, juristische und Legislativma\u00dfnahmen verst\u00e4rken,<\/li>\n<li>Rechtsvorschriften verabschieden, die der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partner in den Bereichen Erbrecht, Eigentumsregelung, Mietrecht, Ruhegehalt, Steuern, soziale Sicherheit usw. ein Ende setzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">In England sieht das Gesetz eine Haftstrafe f\u00fcr Leute vor, die eine &#8222;Atmosph\u00e4re oder ein Klima&#8220; erzeugen, das Hass aufgrund von sexueller Ausrichtung f\u00f6rdert. \u00c4hnliche Gesetze gibt es bereits in Kanada und Frankreich. Was erzeugt aber nun ein Klima von Hass? Wenn es nach der Interpretation der Homosexuellenverb\u00e4nde geht, dann geh\u00f6rt das Aussprechen biblischer Aussagen \u00fcber Homosexualit\u00e4t dazu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Homosexuellenideologen behaupten, es sei unm\u00f6glich, die homosexuelle Neigung zu ver\u00e4ndern. Ihre Meinung aber darf nicht in Frage gestellt werden. Auf der einen Seite vertreten sie das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung im Sinne der Gender-Ideologie &#8211; auf der anderen Seite verweigern sie aber das Recht f\u00fcr einen Homosexuellen, sich Richtung Heterosexualit\u00e4t zu ver\u00e4ndern. Weder d\u00fcrfen Angebote in dieser Richtung gemacht werden, noch irgendwelche seelsorgerlichen Hilfen angeboten werden. Wir stehen kurz davor, dass es dieser Lobby gelingt, per Gesetz verbieten zu lassen, dass Menschen sich in dieser Richtung \u00f6ffentlich \u00e4u\u00dfern. Die Antidiskriminierungsrichtlinien der EU bilden die Grundlage daf\u00fcr, den rechtlichen Rahmen f\u00fcr Homosexuelle immer weiter auszudehnen und f\u00fcr Christen zu beschneiden. Wer etwas anderes zu denken wagt, als es in den Rahmen der Homosexuellenideologie hinein passt, diskriminiert. Damit kann man jede andere Meinungs\u00e4u\u00dferung kriminalisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig f\u00e4llt niemandem die Unlogik dieser Denkweise auf. Auf der einen Seite wird das Geschlecht als eine Konstruktion angesehen und daf\u00fcr gek\u00e4mpft, dass alles als beliebig leb- und ver\u00e4nderbar angesehen wird &#8211; auf der anderen Seite wird aber eine selbstgew\u00e4hlte Ver\u00e4nderung hin zur Heterosexualit\u00e4t ausgeschlossen und vehement bek\u00e4mpft. Ein Widerspruch in der Argumentation!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rechtsangriff auf die Ehe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die in Deutschland durch das Grundgesetz staatlich besonders gesch\u00fctzte Ehe ist in den Augen der Homosexuellen eine besondere Form des Heterosexismus und wird von ihnen scharf bek\u00e4mpft. Tats\u00e4chlich ist es den Homosexuellen schon gelungen, das Monopol der heterosexuellen Ehe als die alleinige Rechtsform f\u00fcr Lebenspartnerschaften aufzubrechen. Dem Ziel, eine v\u00f6llige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe durchzusetzen, sind die Homosexuellen in Europa schon sehr nahe gekommen. Am 14. 1. 2009 wurde im Europ\u00e4ischen Parlament eine Entschlie\u00dfung zur Lage der Grundrechte in der EU mit gro\u00dfer Mehrheit angenommen, die unter anderem auf eine Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe abzielen. Dort hei\u00dft es im Punkt 77: Das Europ\u00e4ische Parlament fordert die Mitgliedstaaten, die dies noch nicht getan haben, auf, den Grundsatz der Gleichheit anzuwenden und gesetzgeberisch t\u00e4tig zu werden, um Diskriminierung von Paaren aus Gr\u00fcnden der sexuellen Orientierung der Partner zu beseitigen. Das bedeutet im Klartext: Falls diese Entschlie\u00dfung in EU-Recht umgesetzt wird, darf die Ehe vom Gesetzgeber nicht mehr von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften unterschieden werden. Ehe und Familie w\u00fcrden damit ihren besonderen Status verlieren, der in Deutschland z.Zt. grundgesetzlich gesch\u00fctzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und zum 60. Geburtstag der Verk\u00fcndigung des Grundgesetzes forderte nun Justizministerin Zypries (SPD) am 22. 5. 2009, die sogenannten &#8222;Homo-Ehen&#8220; unter den Schutz des Grundgesetzes zu stellen. Ihre Begr\u00fcndung: &#8222;Weil Lebenspartner nicht weniger Respekt und rechtliche Anerkennung verdienen als Ehepartner, sollte hier das Grundgesetz erg\u00e4nzt und neben der Ehe auch die eingetragenen Partnerschaft gesch\u00fctzt werden.&#8220; Frau Zypries erweist sich damit als Sprachrohr des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), der seit einiger Zeit vehement eine \u00c4nderung des Grundgesetzes fordert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Berlin als Vorreiter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Umsetzung der EU-Richtlinie 2000\/78\/EG im Beamtenrecht hat Berlin bereits eine Vorreiterrolle in Bezug auf die F\u00f6rderung der Gleichstellung von eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe eingenommen. Diese Rolle soll jetzt weiter ausgebaut werden. Die Mittel, die dabei eingesetzt werden, geben Hinweise darauf, was wir bald in der ganzen Bundesrepublik erfahren werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 2. April wurde im Berliner Abgeordnetenhaus von allen Parteien (!!) ein Antrag der Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE angenommen mit dem Titel: &#8222;Initiative Berlin tritt ein f\u00fcr Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt&#8220;. Schon im Namen des Programms wird deutlich, um was es geht: Nicht mehr Toleranz ist das Ziel, sondern Akzeptanz. Berlin hat mit dieser Initiative ein ausgefeiltes Programm erarbeitet, wie diese Akzeptanz auch in der Bev\u00f6lkerung durchgesetzt werden soll. In dieser Initiative wird ausdr\u00fccklich Folgendes beschlossen (die Unterstreichungen sind meine Hinzuf\u00fcgungen): &#8222;Berlin wird sich auch zuk\u00fcnftig im Bundesrat und in \u00f6ffentlichen Debatten deutlich vernehmbar daf\u00fcr einsetzen, dass [\u2026], die Gleichstellung tats\u00e4chlich vollzogen und Diskriminierungen wirksam entgegengetreten wird. In gleicher Weise wird Berlin aktiv, wenn es darum geht, andere Belange von LSBTTI zu vertreten, etwa bei der Modernisierung des Personenstands- und Namensrechts. Die Rehabilitierung und Entsch\u00e4digung der nach \u00a7 175 StGB verurteilten Menschen in beiden deutschen Staaten ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Der progressive Weg in die Zukunft kann nur dann nachhaltige Wirkungen auf das gesellschaftliche Klima zeitigen, wenn auch mit den dunklen Seiten der Vergangenheit und ihren bleibenden Wirkungen in der Gegenwart aufger\u00e4umt wird.&#8220; Bedauernd wird vermerkt: &#8222;Im Bundesma\u00dfstab sieht die bisherige Bilanz deutlich anders aus. Der Bundesgesetzgeber hat sich &#8211; anders als andere EU-Mitgliedstaaten &#8211; nicht zu einem Konzept der Institutsausweitung der Ehe entschlossen, sondern ein neues Institut geschaffen. Nach und nach wird jetzt in m\u00fchsamen Einzelschritten der Weg der Angleichung gegangen, gegen nach wie vor beachtliche Widerst\u00e4nde vor allem des konservativen gesellschaftlichen und politischen Spektrums. Auch die europ\u00e4ischen Ma\u00dfnahmen zur Antidiskriminierung werden in Deutschland verz\u00f6gert, verhindert und unterlaufen.&#8220; (Initiative S. 18). Wie soll das Ziel einer Akzeptanz nun erreicht werden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Durch Umerziehung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schl\u00fcssel f\u00fcr jegliche Durchsetzung einer Ideologie ist immer Bildung und Erziehung, insbesondere die Jugendarbeit. Wer die K\u00f6pfe der n\u00e4chsten Generation erreicht, hat eine bleibende Saat ges\u00e4t. Damit auch nichts dabei ausgelassen wird, werden nun verpflichtende Weiterbildungen f\u00fcr die &#8222;Berliner Lehrkr\u00e4fte, P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen sowie (Schul-)Psychologinnen und -psychologen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Erzieherinnen und Erzieher, in der Landesverwaltung und bei freien Tr\u00e4gern in ad\u00e4quater Form zu den Themen Diversity und &#8222;Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt&#8220; (a.a.O. S.2) angeordnet. F\u00fcr Jugendhilfe und Schule sollen verantwortliche Schl\u00fcsselpersonen geschult werden. Die Ausbildung soll von freien Einrichtungen der Lesben- und Schwulenorganisationen durchgef\u00fchrt werden. In der Initiative wird das verschleiernd so ausgedr\u00fcckt: &#8222;Dies muss in Kooperation mit den qualifizierten Einrichtungen freier Tr\u00e4ger geschehen, die \u00fcber Erfahrungen und nachgewiesene Expertise in diesem Bereich verf\u00fcgen und die hierf\u00fcr gest\u00e4rkt werden m\u00fcssen.&#8220; (a.a.O. S.2). St\u00e4rkung bedeutet, dass im Haushalt mehr Finanzen daf\u00fcr eingestellt werden! Alle B\u00fcrger m\u00fcssen also noch daf\u00fcr mit ihren Steuern bezahlen, dass sie und ihre Kinder umerzogen werden sollen! In der p\u00e4dagogischen Ausbildung an den Universit\u00e4ten soll &#8222;Umgang mit sexueller Vielfalt&#8220; verbindliches Thema werden. Ma\u00dfnahmen sollen ergriffen werden, damit das Thema nicht l\u00e4nger &#8222;randst\u00e4ndig&#8220; bleibt. F\u00fcr Kontrolle wird bei diesem und den folgenden Themen vielf\u00e4ltig gesorgt: Dem Senat ist schon zum Ende 2009 \u00fcber die Umsetzung und den Erfolg der Ma\u00dfnahmen zu berichten, desgleichen dann im Jahr darauf. Jede Ma\u00dfnahme wird unter Evaluationszwang gestellt, denn man will ja sicher gehen, dass diese Initiative erfolgreich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle p\u00e4dagogischen Einrichtungen sollen mit &#8222;zielgruppenspezifischem Informationsmaterial&#8220; zum Thema &#8222;sexuelle Vielfalt&#8220; versorgt werden (nat\u00fcrlich auch aus Steuergeldern). An den Schulen muss ein Ansprechpartner mit &#8222;entsprechender Qualifikation&#8220; zur Verf\u00fcgung stehen, dessen Aufgabe auch in der \u00dcberwachung der Kollegen\/innen besteht Es hei\u00dft n\u00e4mlich w\u00f6rtlich: &#8222;Sie soll auch darauf achten, dass AV 27 im Rahmen der Schulpraxis Beachtung findet.&#8220; AV 27 ist eine weit reichende Vorschrift, wie an der Schule der Umgang mit sexueller Vielfalt zu lehren ist. Da die Lehrer\/innen diese bis jetzt weitgehend ignoriert haben, muss nun Druck und Kontrolle aufgebaut werden! Es soll au\u00dferdem gepr\u00fcft werden, &#8222;inwieweit der Umgang mit sexueller Vielfalt zum verbindlichen Gegenstand des Schulprofils gemacht werden kann.&#8220; Bei der Schulinspektion soll dann die Schulaufsicht darauf achten, ob diese Umsetzung auch gelungen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Durch finanziellen Druck<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn mit \u00f6ffentlichen Mitteln Projekte finanziell unterst\u00fctzt werden, ist darauf hinzuwirken, dass die Projekte [\u2026], die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Fokus ihrer Arbeit qualifiziert und nachweisbar verfolgen. Dies gilt nicht nur f\u00fcr &#8222;klassische&#8220; Jugend-, Bildungs- und Sportprojekte\u2026 Im Rahmen der F\u00f6rderung von Jugendarbeit muss ein besonderer Fokus auf die geschlechterreflektierende Arbeit vor allem mit Jungen gelegt werden. Es sind Standards zu entwickeln, auf die die Empf\u00e4ngerinnen und Empf\u00e4nger von \u00f6ffentlichen F\u00f6rdermitteln im Rahmen der Mittelvergabe verpflichtet werden. Es ist ein Qualit\u00e4tsmanagement zu entwickeln, welches es erm\u00f6glicht, die Einhaltung und Ber\u00fccksichtigung der Ziele der Akzeptanzf\u00f6rderung sexueller Vielfalt zu kontrollieren (a.a.O. S. 5). Damit w\u00e4re die Grundlage gelegt, christlichen Einrichtungen \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung zu entziehen, denn noch einmal: die F\u00f6rderung von Akzeptanz ist nicht zu vergleichen mit der F\u00f6rderung von Toleranz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Durch Ausnutzung aller M\u00f6glichkeiten der Beeinflussung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von den \u00f6ffentlichen Vertreterinnen und Vertretern des Landes Berlin wird erwartet, dass sie in der \u00d6ffentlichkeit &#8222;deutliche Zeichen&#8220; f\u00fcr das Erfordernis von Akzeptanz der sexuellen Vielfalt setzen: &#8222;Der Senat von Berlin und das Abgeordnetenhaus sind in der Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen, indem sie diese Botschaft bei jeder geeigneten Gelegenheit im st\u00e4dtischen bis hin zum internationalen Rahmen nachdr\u00fccklich \u00f6ffentlich vertreten.&#8220; Der Senat von Berlin soll f\u00fcr die &#8222;Entwicklung einer gemeinsamen gesamtst\u00e4dtischen Akzeptanzkampagne&#8220; werben. Dabei soll das gemeinsame Bekenntnis zu einer Wertsch\u00e4tzung von Vielfalt \u00f6ffentlichkeitswirksam zum Ausdruck gebracht werden.&#8220; Berlin hat schon seit l\u00e4ngerer Zeit eine Landesstelle f\u00fcr Gleichbehandlung &#8211; gegen Diskriminierung (LADS) eingerichtet, das unter anderem die &#8222;F\u00f6rderung der Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen und den Abbau von Vorurteilen&#8220; zur Aufgabe hat. Aber obwohl durch diese Landesstelle schon sehr viele Projekte und Initiativen gef\u00f6rdert werden, um das Klima in den Bezirken zu Gunsten sexueller Vielfalt zu ver\u00e4ndern, wird dennoch beklagt, dass diese noch nicht den gew\u00fcnschten Erfolg gehabt haben. &#8222;Angesichts des Ausma\u00dfes der Ablehnung&#8220; werden daher alle Anstrengungen verst\u00e4rkt. Obwohl man zugibt: &#8222;Akzeptanz l\u00e4sst sich nicht anordnen&#8220; &#8211; wird sie dennoch angeordnet und versucht, mit Druck zu erzwingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Durch \u00f6ffentliche Abstrafung bei Nichtakzeptanz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verwaltung Berlins soll daf\u00fcr sensibilisiert werden, &#8222;jegliche Form der Diskriminierung und Ausgrenzung, der Nichtakzeptanz sexueller Vielfalt, in \u00f6ffentlich erkennbarer Weise zu \u00e4chten&#8220;. Welche moderne Form von Pranger daf\u00fcr gefunden wird, bleibt der Fantasie des Lesers \u00fcberlassen. Im \u00f6ffentlichen Dienst soll auch \u00fcberlegt werden, ob man einen besonderen Einstellungskorridor f\u00fcr die Menschen aus der Gruppe der sogenannten LSBTTI einrichtet = Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgenders und Intersexuelle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit: <\/strong>Akzeptanz ist nicht das gleiche wie Toleranz. Toleranz ist eine grundlegende Haltung gegen\u00fcber Menschen, die andere Ansichten haben. Deswegen muss man aber ihre Ansichten noch lange nicht akzeptieren (auf Deutsch: annehmen). So kann mit &#8222;Toleranz&#8220; eine Haltung beschrieben werden, dass zwar eine Person bzw. Personengruppe nicht mit einer bestimmten Meinung \u00fcbereinstimmt, diese aber dennoch duldet. Nach der Gender-Ideologie muss Homosexualit\u00e4t akzeptiert werden. Toleranz reicht nicht und ist kein erw\u00fcnschtes Ziel. Jede Ideologie, sei es der Kommunismus oder der Nationalsozialismus, versucht immer ihr Denken der n\u00e4chsten Generation aufzupressen. Je j\u00fcnger ein Mensch ist, desto weniger kann er sich dagegen wehren. Die demokratische Staatsform sollte eigentlich den B\u00fcrger davor bewahren, unter ideologischem Zwang leben zu m\u00fcssen. Nach der Erfahrung des Faschismus hat der Parlamentarische Rat vor 60 Jahren daher ein Grundgesetz ausgearbeitet, das den B\u00fcrger davor sch\u00fctzen sollte, noch einmal Opfer einer totalit\u00e4ren Ideologie zu werden und in einem Staat leben zu m\u00fcssen, der ihm gewaltsam vorschreibt, wie er zu denken habe. Zur Zeit erleben wir nun aber, dass die Gender-Ideologen den demokratischen Staat gebrauchen und mit Staatsmitteln versuchen, ihre totalit\u00e4ren Ziele durchzubringen. Grundlegende Rechte, wie z.B. Artikel 4 GG,1 &#8222;Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religi\u00f6sen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich&#8220;, sowie die Meinungsfreiheit (Art. 5 GG,1) und die Freiheit der Wissenschaft, Forschung und Lehre (Art. 5 GG,2) werden von den Gender-Ideologen Andersdenkenden nicht mehr zugestanden. Dagegen erhebt sich nun Widerstand.<strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kampf um die Freiheit der Meinungs\u00e4u\u00dferung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kampf um die Freiheit der Meinungs\u00e4u\u00dferung ist seit dem letzten Jahr voll entbrannt. Es begann im Herbst 2007: Die Grazer Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Psychiatrie hielt einen Kongress zum Thema &#8222;Religiosit\u00e4t in Psychiatrie und Psychotherapie&#8220; ab. Dort sollte es unter vielen anderen Workshops auch zwei Angebote von Markus Hoffmann geben, dem Leiter des christlichen Vereins W\u00fcstenstrom. Er wollte \u00fcber Erfahrungen in der Begleitung von Menschen berichten, die unter ich-dystoner Sexualorientierung leiden. Dazu geh\u00f6ren alle Menschen, die mit ihrer sexuellen Orientierung oder Pr\u00e4ferenz nicht klar kommen. Er wollte daneben sein Seelsorgeprogramm &#8222;Aufbruch Leben&#8220; vorstellen, welche das Ziel verfolgt, die Identit\u00e4t von Frau- und Mannsein zu f\u00f6rdern. Die Arbeit des Vereins W\u00fcstenstrom richtet sich unter anderem auch an Menschen, die f\u00fcr sich pers\u00f6nlich einen Ausweg aus gelebter Homosexualit\u00e4t suchen. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) erreichte mit einer medialen Hetzkampagne, dass dieser Workshop abgesagt wurde. Dem Verein wurde unterstellt, dass er Homosexuelle unter Druck setzen w\u00fcrde, sich &#8222;heilen&#8220; zu lassen. Als es im Jahr 2008 auf dem Christival einen Workshop des Deutschen Instituts f\u00fcr Jugend und Gesellschaft (DIJG) zum Thema &#8222;Homosexualit\u00e4t verstehen &#8211; Chancen der Ver\u00e4nderung&#8220; geben sollte, wurde durch eine gro\u00df angelegte Medienkampagne und 27 Fragen der Bundestagfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen an die Bundesregierung \u00fcber christliche Gruppen und deren Verh\u00e4ltnis zur Homosexualit\u00e4t, erreicht, dass auch dieser Workshop nicht stattfand. Das DIJG zog ihn zur\u00fcck. Die Situation spitzte sich dennoch so zu, dass zwei andere Workshops, einer zum Thema &#8222;Sexueller Missbrauch an Jungen&#8220; (W\u00fcstenstrom) und ein anderer zu den psychischen Folgen von Abtreibung (AMSEL) nur unter massivem Polizeischutz stattfinden konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Angriff auf die Evangelikalen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seitdem nahm der Druck auf Referenten von W\u00fcstenstrom und DIJG massiv zu und entwickelte sich zu einer Kampagne gegen die Evangelikalen. Vom 20. &#8211; 24. Mai 2009 fand in der Stadthalle und Universit\u00e4t von Marburg der 6. internationale Kongress f\u00fcr Psychotherapie und Seelsorge statt. Er wollte christlichen Seelsorgern und Therapeuten aller Konfessionen eine Gespr\u00e4chsplattform bieten. Zu dem Oberthema &#8222;Identit\u00e4t&#8220; waren auch Referenten von W\u00fcstenstrom und DIJG eingeladen. In einem offenen Brief an den Oberb\u00fcrgermeister der Stadt, sowie den Pr\u00e4sidenten der Universit\u00e4t Marburg forderte im April nun wiederum Volker Beck von den Gr\u00fcnen und der LSVD, diese Referenten auszuladen. Nachdem den Forderungen nicht nachgegeben wurde, wurde der politische Druck t\u00e4glich erh\u00f6ht. Es wurde ein Aktionsb\u00fcndnis &#8222;Kein Raum f\u00fcr Sexismus, Homophobie und religi\u00f6sen Fundamentalismus&#8220; begr\u00fcndet, dem die bereits erhobene Forderung, die Seminarveranstaltungen mehrerer Referenten abzusetzen, schnell nicht mehr ausreichend war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Aktionsb\u00fcndnis dazu in einer Pressemitteilung: &#8222;Dem B\u00fcndnis &#8218;Kein Raum f\u00fcr Sexismus, Homophobie und religi\u00f6sen Fundamentalismus&#8216; ist das zu wenig. Unser Protest richtet sich explizit gegen den Kongress als ganzen. Nicht drei Seminare oder ReferentInnen sind das Problem, sondern die homophobe Grundausrichtung der evangelikalen Bewegung. Statt religi\u00f6s-fundamentalistischen Positionen eine B\u00fchne zu bieten, sollten Stadt und Universit\u00e4t sich f\u00fcr Gleichberechtigung und die Bek\u00e4mpfung von Homophobie einsetzen.&#8220; &#8222;Homophobie&#8220; sei &#8222;menschenverachtendes&#8220; Denken &#8211; und habe als solches &#8222;in einer Universit\u00e4t und anderen \u00f6ffentlichen R\u00e4umen nichts verloren&#8220;. Homosexualit\u00e4t sei &#8222;weder krankhaft, noch einer Therapie zug\u00e4nglich&#8220;. Der wissenschaftliche Mainstream habe das schon vor 30 Jahren erkannt &#8211; &#8222;die Evangelikalen offenbar immer noch nicht&#8220;, erkl\u00e4rte Nebenberg, die Sprecherin des B\u00fcndnisses. Dieses Aktionsb\u00fcndnis wurde von \u00fcber 55 Gruppen unterst\u00fctzt. Ihm geh\u00f6rten neben Lesben- und Schwulenorganisationen, Antifa-Gruppen, AStAs und Fachschaften verschiedener Universit\u00e4ten auch Gruppierungen des DGB und der Partei DIE LINKE an. In dem &#8222;konservativen&#8220; Weltbild der heterosexuellen Ehe&#8220; sah das B\u00fcndnis ein Problem f\u00fcr Homosexuelle, weil ein &#8222;heterosexistisches&#8220; Umfeld ein &#8222;freies Ausleben homosexueller Neigungen stark erschwere&#8220;, so die Aktion, die damit die Zielsetzung rechtfertigt, den Kongress zu verhindern. Das B\u00fcndnis dazu: &#8222;Wir wollen den Kongress in seiner Gesamtheit verhindern und ihn als Symbol einer rechtskonservativen Meinungsmache bek\u00e4mpfen.&#8220; Kongressgegner beschmierten H\u00e4user, Schilder und Schauk\u00e4sten evangelikaler Einrichtungen mit ihren Parolen und diffamierenden \u00c4u\u00dferungen zu Religion. Es kam zu Sachbesch\u00e4digungen. Im Flugblatt hie\u00df es weiter: &#8222;Evangelikale sind eine r\u00fcckw\u00e4rtsgerichtete Str\u00f6mung innerhalb des Protestantismus, die sich durch fundamentalistische Bibelauslegung, Absolutheits- und Missionierungsanspruch auszeichnet und die nach gesellschaftlichem Einfluss streben.&#8220; Solche Behauptungen finden sich auch in dem Buch &#8222;Mission Gottesreich &#8211; Fundamentalistische Christen auf dem Vormarsch&#8220; von zwei ARD-Journalisten, die daf\u00fcr pl\u00e4dieren, evangelikale Institutionen zu verbieten und zu verhindern, dass sie sich \u00f6ffentlich \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen. Die Forderungen des Aktionsb\u00fcndnisses lagen daher auf der gleichen Linie: Es geht darum, eine unbequeme Meinung zum Schweigen zu bringen. Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Rektor des Martin Bucer Seminars, schreibt dazu: &#8222;Verfolgung religi\u00f6ser Minderheiten (wie von Minderheiten \u00fcberhaupt) beginnt weltweit mit Desinformation, geht dann in konkrete Diskriminierung \u00fcber und endet mit konkreter Verfolgung. Die Autoren betreiben die Desinformation bereits im gro\u00dfen Stil und fordern unverbl\u00fcmt die Diskriminierung im gro\u00dfen Stil (Evangelikale sollten keine Medien, keine Politikerkontakte, keine Ver\u00f6ffentlichungsm\u00f6glichkeiten haben, ihnen sollten Gemeinn\u00fctzigkeit und Unterst\u00fctzung aus Steuergeldern entzogen werden, ihre Schule sollten strenger reglementiert werden usw.) Solch weitgreifende Beschr\u00e4nkungen hat in Deutschland schon lange keiner mehr gegen eine Religionsgemeinschaft gefordert.&#8220; Die Publizistin Gabriele Kuby meint: &#8222;Wer in Wahrheit diskriminiert wird, sind nicht die Homosexuellen, sondern jene, die das sittliche Fundament erhalten wollen, auf denen allein die Gesellschaft, die Familie und das Christentum bestehen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Christen werden politisch aktiv<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einer \u00f6ffentlichen Erkl\u00e4rung traten mehr als 370 B\u00fcrger und eine Vielzahl namhafter Personen am 20. April 2009 an die \u00d6ffentlichkeit und forderten, dem Druck auf den Marburger Kongress nicht nachzugeben. Die Unterzeichner der Initiative &#8222;F\u00fcr Freiheit und Selbstbestimmung&#8220; sahen in der Aktion gegen den Kongress und seine Referenten einen Angriff auf Grundfreiheiten. Eine der Erstunterzeichnerinnen, die Publizistin Gabriele Kuby, hatte sich auch mit einem offenen Brief an den Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Marburg gewandt und ihn darin best\u00e4rkt, sich nicht dem Druck auf den Kongress zu beugen. Die Erkl\u00e4rung war ein wichtiges Signal, dass B\u00fcrger ihre Grundrechte verteidigen. Sie st\u00e4rkte die Politiker der Stadt, die sich f\u00fcr den Kongress einsetzten, bewirkte auf der anderen Seite aber auch weitere Kontroversen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit:<\/strong> Es ist allerh\u00f6chste Zeit aufzuwachen, um dieser Ideologie zu widersprechen und den totalit\u00e4ren Anspr\u00fcchen auch politisch entgegenzutreten. Dietrich Bonhoeffer lehrt uns: &#8222;Tatenloses Abwarten und stumpfes Zuschauen sind keine christlichen Haltungen.&#8220; Wir m\u00fcssen Gott best\u00fcrmen, dass er sein Licht und seine Wahrheit sendet und dieses l\u00fcgenhafte Denknetz, das \u00fcber ganz Europa ausgespannt wurde und auf dem Weg ist, die ganze Welt einzuspinnen, zerrei\u00dft. Wir sollten, so weit wir dazu in der Lage sind, Politiker kontaktieren und ihnen helfen, diese neue Ideologie zu durchschauen. Wir m\u00fcssen uns dagegen wehren, dass Meinungsfreiheit in einem demokratischen Staat nicht mehr m\u00f6glich sein soll. Es geht um die n\u00e4chste Generation und die Zukunftsf\u00e4higkeit unserer Gesellschaft!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>GEBET<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Bitten wir Gott um Vergebung, wo wir uns als Christen zur\u00fcckgezogen haben, anstatt mutig f\u00fcr die Wahrheit des Evangeliums in Liebe aufzustehen.<\/li>\n<li>Bitten wir darum, dass die L\u00fcgen dieser Gender-Ideologie aufgedeckt werden. M\u00f6ge der Heilige Geist viele Menschen wachr\u00fctteln, damit sie ihren gottgegebenen Verstand einsetzen, um diese L\u00fcgen auch an den Universit\u00e4ten zu entlarven. Christus ist gekommen, um die Werke der Finsternis zu zerst\u00f6ren!<\/li>\n<li>Bitten wir um eine Salbung von K\u00fchnheit auf Christen, die Wahrheit des Evangeliums bei allem Widerstand zu verk\u00fcndigen.<\/li>\n<li>Bitten wir f\u00fcr einen wirksamen Widerstand von Christen und Nichtchristen gegen alle Versuche, unliebsame Meinung zu unterdr\u00fccken (Psalm 12).<\/li>\n<li>M\u00f6ge der Heilige Geist viele Menschen bef\u00e4higen, sich aktiv f\u00fcr den Erhalt der grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit (Art. 5,1) und der Freiheit der Forschung (Art.5,3) einzusetzen.<\/li>\n<li>Beten wir f\u00fcr die Referenten von W\u00fcstenstrom und DIJG, dass sie vielf\u00e4ltige St\u00e4rkung und Zuspruch erfahren und auch weiterhin zu relevanten Kongressen und Veranstaltungen eingeladen werden. Die Taktik der Einsch\u00fcchterung soll nicht zum Ziel kommen!<\/li>\n<li>Beten wir um eine gewaltige Erweckung besonders unter der Gruppe der Homosexuellen. Was Gott in den 70er Jahren unter den Drogenabh\u00e4ngigen getan hat, m\u00f6ge er diesmal unter den Homosexuellen\/Lesben etc. tun. Beten wir um Bekehrungen von Schl\u00fcsselpersonen aus der Szene!<\/li>\n<li>Beten wir um wirksame Hilfsangebote f\u00fcr Menschen, die einen Ausweg aus Homosexualit\u00e4t suchen.<\/li>\n<li>Beten wir f\u00fcr die n\u00e4chste Generation. Sie braucht Orientierung und Ma\u00dfst\u00e4be aus dem Evangelium! Beten wir f\u00fcr die Lehrer\/innen, dass sie sich dem Druck verweigern, diese Generation durch Lehre in die Irre zu f\u00fchren.<\/li>\n<li>M\u00f6ge der Heilige Geist vielen jungen M\u00e4nner und Frauen helfen, sich dem Druck der Gruppe und Gesellschaft in Bezug auf ein z\u00fcgelloses Ausleben von Sexualit\u00e4t zu widersetzen.<\/li>\n<li>Fragen wir den Herrn, was unser Anteil im Gebet und im Tun sein kann, um Widerstand zu leisten. Was ist meine Gabe? Wie kann\/soll ich sie einsetzen?<\/li>\n<li>Beten wir um gelingende Kontakte zu Politikern und dass diese den Mut haben, sich mit der Gender-Ideologie auseinanderzusetzen.<\/li>\n<li>David konnte Goliath widerstehen, weil er seinen Gott kannte. Beten wir darum, dass es zu einer davidischen Widerstandsbewegung und Vernetzung von Menschen in unserem Land kommt, die sich nicht einsch\u00fcchtern lassen, weil sie ihren Gott kennen! Menschen, die bereit sind, auch gegen den &#8222;Riesen&#8220; Gender-Ideologie anzutreten.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><a href=\"mailto:r-stresemann@versanet.de\">r-stresemann@versanet.de<\/a><br \/>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.beter-im-aufbruch.de\">www.beter-im-aufbruch.de<\/a><br \/>\nlink: Politische Seite Juli\/August 2009<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auswirkungen der Gender-Ideologie Vor einiger Zeit kam ich mit einem Mann an einer Imbissbude ins Gespr\u00e4ch \u00fcber Opernmusik, die er sich gerade lautstark anh\u00f6rte. Dabei erz\u00e4hlte er mir etwas \u00fcber seine Schwiegermutter, die solche Musik gar nicht m\u00f6gen w\u00fcrde und dann redete er immer von &#8222;meinem Br\u00e4utigam&#8220;, der seine Vorlieben teilen w\u00fcrde. 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