{"id":22584,"date":"2026-05-22T14:59:38","date_gmt":"2026-05-22T12:59:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=22584"},"modified":"2026-05-22T15:00:39","modified_gmt":"2026-05-22T13:00:39","slug":"eine-biblische-besinnung-zur-ehe-eph-521-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=22584","title":{"rendered":"Eine Biblische Besinnung zur Ehe (Eph 5,21-33)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><sup>21<\/sup><\/em><em> Ordnet euch <strong>einander<\/strong> unter in der Furcht Christi.<br \/>\n<\/em><em><sup>22<\/sup><\/em><em> <strong>Ihr Frauen<\/strong>, ordnet euch euren M\u00e4nnern unter wie dem Herrn. <sup>23<\/sup>\u00a0Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erl\u00f6st hat. <sup>24<\/sup>\u00a0Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren M\u00e4nnern unterordnen in allen Dingen.<br \/>\n<\/em><em><sup>25<\/sup><\/em><em> <strong>Ihr M\u00e4nner<\/strong>, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst f\u00fcr sie dahingegeben, <sup>26<\/sup> um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er <sup>27<\/sup>\u00a0sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. <sup>28<\/sup> So sollen auch die M\u00e4nner ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. <sup>29<\/sup>\u00a0Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er n\u00e4hrt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde.\u00a0 <sup>30<\/sup> Denn wir sind Glieder seines Leibes. <sup>31<\/sup> \u00bbDarum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau h\u00e4ngen, und die zwei werden ein Fleisch sein\u00ab (1.Mose 2,24). <sup>32<\/sup> Dies Geheimnis ist gro\u00df; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. <sup>33<\/sup> Darum auch ihr: ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann. (<strong>Epheser 5,21\u201333<\/strong>)<\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><strong><em>Vers 21 <\/em><\/strong><em>Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter Christus zu stehen, ist das gemeinsame Dach, die gemeinsame Grundlage f\u00fcr alles weitere in diesen Ermahnungen. Wer nicht Christ ist, wird heute kaum Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diesen Abschnitt aufbringen. Darum sollte man, bevor die politisch-korrekt erz\u00fcrnte Schnappatmung \u00fcber die angeblich nur gesellschaftlich konstruierte Ungleichheit der Geschlechter einsetzt, erst h\u00f6ren, wie Paulus hier im Zusammenhang denkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Glaube an Christus, die \u201e(Ehr)Furcht\u201c ihm gegen\u00fcber ist die Klammer: Er ist der, der sich selbst f\u00fcr uns gegeben hat. Jesus, die zentrale Gestalt des Christentums ist (anders als Mohammed im Islam) kein Eroberer, sondern der, der sich selbst bis hin ans Kreuz gegeben hat, damit wir S\u00fcnder mit dem heiligen Gott leben k\u00f6nnen. Nehmt einander an, <em>wie Christus euch angenommen hat<\/em> zu Gottes Lob, sagt Paulus an anderer Stelle (R\u00f6m 15,7).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christus, der nicht aus Egoismus das Haupt seiner Gemeinde ist, sondern gerade im Verzicht, als Erl\u00f6ser am Kreuz, gerade im Sich-Hingeben, ist das Modell, nach dem Frauen und M\u00e4nner je ein besonderes Wort h\u00f6ren sollen. Paulus beschr\u00e4nkt sich nicht auf Mann und Frau, sondern geht weiter zu den Kindern, V\u00e4tern, Dienern und Herren. Wir beschr\u00e4nken uns hier auf den Abschnitt \u00fcber die Eheleute. Ich betone: Eheleute. Denn hier ist nicht allgemein vom Verh\u00e4ltnis von Mann und Frau <em>in der Gesellschaft<\/em> die Rede, sondern von <em>Eheleuten<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><strong>Verse 22\u201324: <\/strong><em><sup>22<\/sup><\/em><em> <strong>Ihr Frauen<\/strong>, ordnet euch euren M\u00e4nnern unter wie dem Herrn. <sup>23<\/sup>Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erl\u00f6st hat. <sup>24<\/sup>Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren M\u00e4nnern unterordnen in allen Dingen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e\u2026 wie dem Herrn\u201c: Paulus zieht das Verh\u00e4ltnis der Eheleute zueinander hinein in ihr jeweiliges Verh\u00e4ltnis zu Jesus Christus, und umgekehrt: die Ehe wird durchscheinend daf\u00fcr, dass sie einem dritten, h\u00f6heren geh\u00f6ren. Nur wer das Evangelium versteht, versteht auch den christlichen Sinn der Ehe: Sie geben sich hin, einer dem anderen, vorbehaltlos, lebenslang, und das ist dann nicht schwer, wenn sie wissen: der, an den ich mich binde, ist selbst ein in Gott und seinem Wort Gebundener. Er oder sie dient dem Herrn wie ich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Diene ich dem Ehepartner \u2013 so diene ich dem Herrn! <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So gibt es eine innere Beziehung von Kirche und Ehe. Wie die ersten beiden Menschen die erste Kirche darstellten, so soll ein christliches Ehepaar die Kirche und den Bund Gottes im kleinen darstellen. \u201eIch aber <em>und mein Haus<\/em>, ich mit meiner Familie: wir wollen dem Herrn dienen\u201c, sagt Josua einem Volk, dem er zugleich attestiert: \u201eIhr k\u00f6nnt dem Herrn ja gar nicht dienen\u201c (Jos 24,15+19).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass ein Ehemann das Haupt seiner Frau ist, ist darauf bezogen, dass er die Verantwortung zum Besten des Ganzen und nicht zum Besten seiner selbst \u00fcbernimmt. Freilich, wenn die Furcht Christi schwindet und der Egoismus Raum gewinnt, wird der Patriarch schlechten Stils Eph 5 mi\u00dfbrauchen, um Gehorsam einzufordern, statt selbst Verzicht zu leisten. 1.Mose 3 zeigt, wie die Einheit der urspr\u00fcnglich vertraulich-nackten Eheleute (Kap. 2) sich aufl\u00f6st: Das gemeinsame Dach unter Gottes Wort ist zerbrochen, sie bedecken ihre Scham, und vor Gott verklagt der Mann (statt sich selbst) die Frau (und damit letztlich Gott selbst: \u201edie Frau, die mir gegeben hast, gab mir \u2026\u201c). Die Frau verklagt (statt sich selbst) die Schlange, und damit letztlich den Sch\u00f6pfer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr ein rechtes Verst\u00e4ndnis eines guten Hauptseins insistiert Paulus auf dem Modell Jesu Christi:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\">\u201e<sup>23<\/sup>\u00a0<em>Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, <u>die er als seinen Leib erl\u00f6st hat<\/u><\/em>\u201c (w\u00f6rtlich: \u201eer als der Heiland des Leibes\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Ehemann zur Ehefrau: wie Christus zur Gemeinde. Das ist das Bild, das die Gleichmacher-Philosophie unserer Zeit zerst\u00f6ren will. Die Gender-Ideologie greift nicht weniger als das Gottesbild der Bibel an. <em>Denn jeder der Eheleute steht biblisch-theologisch f\u00fcr einen Aspekt der Beziehung innerhalb der Dreieinigkeit Gottes: Die Frau unter dem Mann steht f\u00fcr die Gemeinde, die sich Christus, der sie liebt, gerne unterordnet. Und der Mann als Haupt der Frau steht f\u00fcr Christus, der willentlich im Gehorsam gegen den Vater sich f\u00fcr die Gemeinde gibt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\">Dies bekr\u00e4ftigen auch die n\u00e4chsten Verse.<\/p>\n<p><strong>Verse 25\u201328<\/strong>: <em><sup>25<\/sup><\/em><em> Ihr M\u00e4nner, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst f\u00fcr sie dahingegeben, <sup>26<\/sup> um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er <sup>27<\/sup>sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. <sup>28<\/sup> So sollen auch die M\u00e4nner ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Merken wir, wie die Ehebeziehung durchscheinend wird f\u00fcr das Evangelium, ja f\u00fcr ganze Gef\u00fcge von Gott dem Vater, Gott dem Sohn, der Gemeinde als dem Leib Christi, und der (sich zur Familie weitenden) Ehe als Mini-Modell des ganzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer die Unterordnung aus der Ehebeziehung <em>prinzipiell<\/em> ausschlie\u00dfen und alle Partner auf die gleiche Stufe stellen will, hat letztlich das Evangelium vom Gehorsam des Sohnes gegen\u00fcber dem Vater nicht verstanden. Das Auf-die-gleich-Stufe-stellen-Wollen ist letztlich <em>motiviert von der Machtfrage<\/em>, davon, <strong><em>nur ja niemandem einen Vorrang einzur\u00e4umen<\/em><\/strong>. Doch die biblische Sicht der Unterordnung ist <em>motiviert davon, <strong>je den anderen zu erh\u00f6hen<\/strong><\/em>. Untergeordnetsein hei\u00dft nicht minderwertig sein, sondern hei\u00dft, die Ehre darin zu finden, den anderen zu erh\u00f6hen. Hat nicht Christus selbst seine gr\u00f6\u00dfte Erniedrigung am Kreuz als seine Erh\u00f6hung verk\u00fcndet? Vgl. Joh 8,28; 12,32f.; 13,13\u201315.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im letzten Teil des Abschnittes an die Ehem\u00e4nner macht Paulus nochmals die Verbindung zwischen den verschiedenen Beziehungsebenen deutlich: im Zwischenmenschlichen soll das Handeln Gottes abgebildet werden, so gut es denn dem gefallenen und erl\u00f6sten Menschen gelingt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><strong>Verse 28\u201333: <\/strong><em><sup>28<\/sup> So sollen auch die M\u00e4nner ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. <sup>29<\/sup> Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er n\u00e4hrt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde. <sup>30<\/sup> Denn wir sind Glieder seines Leibes. <sup>31<\/sup> \u00bbDarum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau h\u00e4ngen, und die zwei werden ein Fleisch sein\u00ab <\/em>(1.Mose 2,24)<em>. <sup>32<\/sup> Dies Geheimnis ist gro\u00df; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. <sup>33<\/sup> Darum auch ihr: ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus zitiert den Sch\u00f6pfungsbericht, der nicht nur \u00fcber die Anf\u00e4nge der Welt informiert, sondern auch das Heute formieren, normieren soll. \u201eEin Mann wird Vater und Mutter verlassen \u2026\u201c: Die Worte des Sch\u00f6pfungsberichts gehen direkt \u00fcber in seinen eigenen Text, ohne Kennzeichnung, als w\u00e4ren es die Worte des Paulus. Der bibelkundige Leser wird vorausgesetzt! Ein Mann wird Vater und Mutter verlassen, um der Liebe zu seiner Frau die Priorit\u00e4t \u00fcber alle anderen Beziehungen einzur\u00e4umen. Er k\u00f6nnte es nicht sch\u00e4rfer sagen: Wenn du deine Frau gegen\u00fcber den Eltern an die zweite Stelle setzt, sch\u00e4digst du dich selbst. Und wenn du deine Frau gegen\u00fcber einer anderen Frau an die zweite Stelle setzt, sch\u00e4digst du dich selbst. Das ist so unnat\u00fcrlich, das kann und darf, nicht sein. Es ist nicht deshalb unnat\u00fcrlich, weil es dem Egoismus des Mannes widerspr\u00e4che. Keineswegs. Dass das nicht stimmt, zeigt uns das Fernsehen deutlich, wo sich unl\u00e4ngst ein angeblich gl\u00fccklicher Mann mit drei l\u00e4chelnden Frauen pr\u00e4sentierte. Wenn es nach dem Egoismus geht, w\u00fcrde sich jeder mal hier und mal dort vergn\u00fcgen, ohne sich selbst anpassen und ver\u00e4ndern zu m\u00fcssen \u2013 letztlich ohne zu reifen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Nein, es ist deshalb unnat\u00fcrlich, weil es der besten Natur des Sch\u00f6pfers, n\u00e4mlich dem Wesen der Ehe bzw. der Retterliebe Christi nicht entspricht.<\/em> Denn die wahre Liebe will doch Christus entsprechen, sucht nicht das eigene, sondern sucht den anderen, treibt nicht Mutwillen, bl\u00e4ht sich nicht auf, l\u00e4sst sich nicht erbittern, ja rechnet nicht einmal das B\u00f6se zu, tr\u00e4gt also das B\u00f6se nicht hinterher, und freut sich nicht \u00fcber die Ungerechtigkeit, sondern freut sich an der Wahrheit (1.Kor 13). \u00dcbrigens: Diese Freude an der Wahrheit gibt allen unseren Beziehungen erst Tiefe, ja erm\u00f6glicht Heilung, wie ihr sie schon in wenigen Monaten Eurer Liebe erfahren durftet. Wer Vers\u00f6hnung nur mit dem Schwamm dr\u00fcber sucht oder wer Intimit\u00e4t auf Sex reduziert, wird bald merken, wie sich das Unangenehme wiederholt und nicht besser wird \u2026 Die Wahrheit macht frei \u2013 und um sie zu finden, m\u00fcssen wir das offene und freundliche Wort suchen, immer und immer wieder, auch wenn es m\u00fchsam ist, und auch wenn wir gerade in den m\u00fchsamen Gespr\u00e4chen den Unterschied der Geschlechter schmerzlich sp\u00fcren. M\u00e4nner reden anders \u2013 Frauen auch! Nur wer dranbleibt, erreicht wirklich Tiefe und Reife. Dann darf die leibliche Verbindung die geistige best\u00e4tigen und st\u00fctzten, ebenso auch umgekehrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\">Nochmals <strong>V. 32<\/strong>:<br \/>\n<em>Dies Geheimnis ist gro\u00df; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Geheimnis der wahren Ehe ist also, dass sie durchscheinend ist f\u00fcr Christus im Verh\u00e4ltnis zu seiner Kirche. Dieses Durchscheinen ist nicht blo\u00df eine Analogie. Eine Analogie w\u00e4re ein Gedankenspiel, aber kein Geheimnis (Hans Asmussen<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>). Mysterium hei\u00dft: <em>Hier ist eins im anderen pr\u00e4sent. Das Zeitliche und Leibliche macht das Ewige und Geistige sichtbar<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genau das Gegenteil versucht der gender-bestimmte Zeitgeist. Im Gender mainstreaming gilt der Leib nichts mehr, er wird beliebig: beliebig gestaltbar, ver\u00e4nderbar. Denn ein bestimmtes Geschlecht gilt hier nicht mehr als natur- oder besser: gottgegebene Aufgabe, sondern nur noch als kulturbedingt und darum wechselbar. Die verschiedenen leiblichen Gestalten von Mann und Frau sprechen nicht mehr, sind verstummt, sind keine Botschaft mehr auf die M\u00f6glichkeit zu Vaterschaft und Mutterschaft. Der Leib verkommt zum K\u00f6rper.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christlich gesehen ist die Familie eine Spiegelung der heiligen Dreifaltigkeit: Eine Gemeinschaft der Verschiedenen, die durch die Liebe eins sind.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leiterschaft und Hingabe Jesu, sein Hauptsein und seine Selbstunterwerfung Jesu \u2013 das ist f\u00fcr Mann und Frau pr\u00e4sent in je verschiedener, ihren gesch\u00f6pflichen Berufungen entsprechender, und einander erg\u00e4nzender Weise. Dieses Pr\u00e4sentsein ist nicht nur eine Analogie, ein Modell oder ein ethischer Imperativ nach dem Motto: Handle doch wie der Sohn Gottes! Nein, es geht hier nicht nur um Ethik im Sinne von \u201eDu sollst \u2026 !\u201c, \u201eDu sollst nicht \u2026!\u201c Es geht um die Gegenwart Gottes in unserem Leben. Es hei\u00dft Leben mit und in ihm. Gerade die Pr\u00e4senz Christi, des Heilands ist es, die die Ehe so weit hinaushebt \u00fcber alles Vertragliche, Papierene!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist es, was erst die Unterschiede nicht nur aushaltbar, sondern fruchtbar macht, und was das Bed\u00fcrfnis nach Gleichstellung und Gleichmachung (jedenfalls im Wesentlichen) verschwinden l\u00e4sst! Die <strong>Unterschiede<\/strong> zwischen den Geschlechtern bleiben, ja sie sollen bleiben, da Gott von Anfang an nicht Zwitter, sondern zwei Geschlechter gemacht hat, die beide zusammen sein Ebenbild sind. Darum sollen die Unterschiede einander <strong>erg\u00e4nzen<\/strong> und <strong>komplement\u00e4r<\/strong> werden. \u00dcber dieses einander Erg\u00e4nzen k\u00f6nnte hier sehr vieles gesagt werden (schade, dass nur wenig junge Leute Ehekurse besuchen!) \u2026 Ich muss mich auf weniges beschr\u00e4nken und versuche, das Aktuelle mit dem Grunds\u00e4tzlichen zu verbinden: Das Land Norwegen liegt in Sachen Gender-Gerechtigkeit weltweit auf Platz 1. Die Wahlfreiheit k\u00f6nnte nicht besser sein. M\u00e4dchen werden ermutigt, in M\u00e4nnerberufe einzusteigen, bekommen F\u00f6rderprogramme. Und dennoch: Dort sind seit 1980 durchg\u00e4ngig 90% der Ingenieure M\u00e4nner, und 90% aller Krankenpfleger weiblich.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Also: gerade wo die Geschlechter ideologiefrei w\u00e4hlen k\u00f6nnen, zeigt sich die Anlage des Sch\u00f6pfers. Man hat es l\u00e4ngst nicht nur an der Berufswahl gesehen, sondern bereits bei Neugeborenen: Die M\u00e4dchen reagieren st\u00e4rker auf Gesichter, die Jungs auf Objekte. Es entspricht der Genesis: Der Mann ist aus der Erde gemacht und wird in den Garten gesetzt, um ihn zu bebauen und zu bewahren. Da er eine Hilfe brauchte, die ihm entsprach, nahm Gott ein St\u00fcck \u2013 diesmal nicht von der Erde, sondern aus seiner Seite, formte die Frau und brachte sie zum Mann. Die Frau war vom Manne abgeleitet. Darum musste auch ihr Name vom Namen des Mannes abgeleitet werden. Als Gott die Frau dem Manne zuf\u00fchrte, jubelte dieser und gab ihr eben den Namen, der von seinem eigenen Namen abgeleitet war: M\u00e4nnin\/<em>ischa<\/em>, d.h. vom <em>isch<\/em>, vom Mann genommen. Die Frau stammt vom Mann und wird zu ihm gebracht. Englisch: \u201ewomen\u201c, d.h. \u201ewife of man\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Es gereicht dem Mann zur Ehre, <\/em>nicht zuerst f\u00fcr sich, sondern f\u00fcr das Ganze zu denken, in sein Denken hinein zu integrieren, wie die Frau empfindet und entscheiden w\u00fcrde. Darum richtet Paulus an die Ehem\u00e4nner den Imperativ, ihre Frauen zu lieben (wiederum: wie Christus die Gemeinde geliebt hat). Vielleicht hat eben deshalb Adam den Namen der Frau zuerst genannt und dann erst seinen eigenen: \u201eMan wird sie M\u00e4nnin nennen, weil sie vom Manne genommen ist\u201c (1.Mose 2,23b).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und es gereicht der Frau zur Ehre<\/em>, ihrem Mann zu vertrauen, sich zu \u00f6ffnen, Respekt zu geben, sich lieben zu lassen. Darum richtet Paulus an die Ehefrauen den Imperativ, ihren M\u00e4nner in Ehrfurcht zu begegnen (wiederum: wie die Gemeinde Christus ehrt als ihr Haupt).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bund oder Vertrag<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich und mein Haus, <\/em>sagt Josua,<em> wir wollen dem Herrn dienen. <\/em>Als er das sagte, erneuerte er den <em>Bund<\/em> zwischen dem Herrn und dem Volk Israel, nach dem Einzug ins Land Kanaan. Israel stimmte dem Bund zu, mu\u00dfte aber auch (wie schon angedeutet) Josuas Realismus zur Kenntnis nehmen: Ihr k\u00f6nnt den Bund nicht halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist es auch mit der Ehe: Sie ist ein Gnadenangebot Gottes, und das Modell ist der gegenw\u00e4rtige Christus \u2013 doch wir Egoisten werden immer wieder daran schuldig. Wir brauchen Vergebung. Und es gibt Vergebung \u2013 in Christus. Darum ist es so wichtig, dass Ehe kein Vertrag ist, der durch ein Vergehen einer Seite nichtig werden kann. Wenn ich meiner Bank die Zinsen f\u00fcr die Hypothek nicht mehr zahlen kann, dann wird sie den Hypothekenvertrag f\u00fcr null und nichtig erkl\u00e4ren und verlangen, dass das Haus verkauft wird. Doch Ehe ist kein solcher Vertrag, sondern ein Bund: Ein wunderbarer Bund, den nicht Menschen erdacht haben, sondern der Sch\u00f6pfer selbst! Deswegen gibt es an Eckpunkten der biblischen (Heils)Geschichte Hochzeiten! Die Bibel <em>beginnt<\/em> mit einer Hochzeit, als Eva dem Adam zugef\u00fchrt wurde (1.Mose 2). <em>In ihrer Mitte<\/em> hat die Bibel die Hochzeit zu Kana, wo Jesus sein erstes Wunder vollbrachte und Wasser in Wein verwandelte: Das Zeichen der neuen Heilszeit (Joh 2). <em>Am<\/em> <em>Ende<\/em> der Bibel steht das Hochzeitsmahl des Lammes mit seiner geschm\u00fcckten und bereiteten Braut (Offb 19 und 21). Somit ist jede Ehe nicht nur ein Hinweis auf die Erl\u00f6sung durch Jesus Christus, sondern zugleich ein Hinweis auf den Anfang, die Mitte und das Ziel aller Zeiten: die Gemeinschaft mit Gott, die einmal allen Gl\u00e4ubigen zuteil werden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Bund der Ehe hat Gott gestiftet. Darum darf er von Menschen nicht geschieden werden. <em>\u201eWas Gott zusammengef\u00fcgt hat, darf der Mensch nicht scheiden!\u201c<\/em> (Mt 19,6), sagt Jesus, nachdem er die gleiche Stelle aus 1.Mose 2,24 zitiert hat wie Paulus: <em>\u201e\u2026 und die zwei werden ein Fleisch sein.\u201c <\/em>Vertr\u00e4ge zwischen Menschen basieren auf ihrem eigenen Willen und vergehen unter neuen Bedingungen. Ohne Christus gibt es nur tempor\u00e4re Interessengemeinschaften, Vertr\u00e4ge auf Zeit, ohne innere Bindung. Ohne Christus bleibt alles leer, zusammengeklebt, aber nicht von innen her verbunden, damit unverbindlich. Stellen sich zwei Eheleute unter Christus, dann haben sie einen gemeinsamen Bezugspunkt, eine gemeinsame Mitte. Wer unter Christus steht, wei\u00df schon im Streit, dass am Ende Vers\u00f6hnung stehen muss und wird. Wer aber selbst K\u00f6nig(in) seines Lebens sein will, wartet stolz darauf, dass der andere sich dem\u00fctigt und zu Kreuze kriecht. Welch ein Leiden besteht an diesem Punkt f\u00fcr alle, die sich noch nicht Christus untergeordnet haben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ehe ist, <strong>juristisch gesehen<\/strong>, ein Vertrag zweier autonomer Menschen. Aber der Aufkl\u00e4rer Immanuel Kant will uns weismachen, sie sei <em>nur <\/em>ein Vertrag. Nach Kant schlie\u00dfen die Eheleute einen Vertrag \u00fcber den \u201ewechselseitigen Gebrauch ihrer Geschlechtseigent\u00fcmlichkeiten\u201c. Welch eine technische, welch eine im eigentlichen Sinn gott\u2013lose Sprache! Vielmehr ist es der dreieinige Gott, der den einen zu Nutzen und Segen f\u00fcr den anderen setzt. Wenn wir uns an seine guten Gebote halten, d\u00fcrfen wir glauben, dass er der Autor unserer Lebensgeschichte ist. E-H-E: In der Mitte der Ehe Christus der Herr, auf ihn zugeordnet die Ehegatten. <em>Gott<\/em> hat die Ehe gegeben und \u00fcber den S\u00fcndenfall hinweg erhalten, um uns in unserer Schwachheit zu tragen und Sicherheit zu geben. Die Ehe ist etwas \u00dcberpers\u00f6nliches, in das wir pers\u00f6nlich eintreten d\u00fcrfen und uns halten lassen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist das Ja beim Trauakt, das bekr\u00e4ftigt wird mit dem mutigen \u201ebis dass der Tod euch scheidet\u201c, ein Einstimmen in Gottes Ja und Gottes Bund. Es soll nicht aus \u00dcbermut gesprochen werden , sondern weil Gott selber dazu ermutigt, sich hinzugeben und das Versprechen auf Lebenszeit zu geben: Ja \u2013 <em>mit Gottes Hilfe<\/em>. In keinem anderen Bereich unseres Lebens gibt es das sonst: dieses lebensl\u00e4nglich. Die Entscheidung zum Lebensl\u00e4nglichen h\u00f6rt sich f\u00fcr manche nach Gef\u00e4ngnis an, doch sie bedeutet in Wahrheit gro\u00dfe Freiheit: Die Freiheit, dass nun in v\u00f6lliger Verl\u00e4\u00dflichkeit das Haus einer Familie gebaut werden darf, und die Frage nach dem n\u00e4chsten Partner gar nicht mehr gestellt zu werden braucht. Vielleicht gibt es unter den G\u00e4sten bei dieser Hochzeit auch Skeptiker gegen die christliche Ehe. Ich w\u00fcrde sie oder ihn gern einmal herausfordern und fragen, was man \u2013 auf einer atheistischen Basis \u2013 sinnvoll an die Stelle der Ehe setzen sollte. Dass die Lebensabschnittspartnerschaft keine Alternative ist gegen\u00fcber einer Ehe, die aus Gottes Hand empfangen wird und immer mehr Tiefe empf\u00e4ngt, sollte doch ins Auge fallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfr. Dr. Stefan Felber<\/em><\/p>\n<p><em>Zuerst erschinen in CA IV\/2017<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.stefan-felber.ch\"><em>www.stefan-felber.ch<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Asmussen, Hans Christian: Der Brief des Paulus an die Epheser. Eine Herausforderung an die Macht. Einf\u00fchrung \u2013 Gedankengang \u2013 Einzelauslegung. Die Lehre von der Kirche im Epheserbrief. Das Kerygma, Breklum 1949, S. 90.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Kuby, Gabriele: Die globale sexuelle Revolution. Zerst\u00f6rung der Freiheit im Namen der Freiheit, Ki\u00dflegg 2012, S. 273f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Angabe aus: Franz, Nicolai: Die Gender-Blender, in: Pro. Christliches Medienmagazin 1 (2013), 6\u20139, hier S. 6.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. 22 Ihr Frauen, ordnet euch euren M\u00e4nnern unter wie dem Herrn. 23\u00a0Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erl\u00f6st hat. 24\u00a0Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":207,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[14,11,13,17,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22584"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/207"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22584"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22584\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22591,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22584\/revisions\/22591"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}