{"id":21773,"date":"2025-05-26T16:16:42","date_gmt":"2025-05-26T14:16:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=21773"},"modified":"2025-05-26T16:16:42","modified_gmt":"2025-05-26T14:16:42","slug":"95-thesen-fuer-heute-ein-erneuter-impuls-fuer-unseren-glaubenskampf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=21773","title":{"rendered":"95 Thesen f\u00fcr heute &#8211; Ein erneuter Impuls f\u00fcr unseren Glaubenskampf"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fcher schien mir die Mahnung des Apostels Judas, \u201ef\u00fcr den Glauben zu k\u00e4mpfen\u201d (Judas 1,3), etwas abstrakt. Wie k\u00f6nnte so ein Konflikt entstehen, dass man \u201emit besonderem Fokus und Ausdauer\u201c den Glauben verteidigen soll? Ein paar Verse sp\u00e4ter warnt uns aber der Heilige Geist vor Gottlosen, die \u201edie Gnade unseres Gottes in Ausschweifung verdrehen und Gott und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen\u201c. Kommt uns das nicht bekannt vor? Vielleicht haben wir uns allm\u00e4hlich daran gew\u00f6hnt, aber das ist heute unsere traurige Wirklichkeit, wenn im Namen Jesu Christi sexuelle Unmoral gesegnet wird oder wenn in unserer Kirche der dreieinige Gott mit anderen G\u00f6ttern gleichgestellt wird. Im Judasbrief sehen wir aber nicht nur eine Warnung, sondern einen klaren Hinweis, wie wir Halt, Perspektive und Kraft finden k\u00f6nnen, mitten in der Anfechtung, die wir in unseren evangelischen Landeskirchen in Europa erleben.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Glaube, f\u00fcr den wir eintreten, ist ein Schatz, den Gott uns und allen Heiligen vor uns geschenkt hat \u2013 er ist keine zeitgebundene, von uns erfundene Theorie. Das sollte uns Halt geben. Selbst das Einschleichen von Gottlosen in unsere Kirche ist nicht neu in der Geschichte: Judas erinnert uns an Kain, Bileam, Korach und weitere Angreifer, die Aufruhr erregt haben, aber von Gott gerichtet wurden. Lasst uns also diese Perspektive nicht vergessen. Vor allem aber finden wir Kraft im Gedenken, dass wir in Jesus Christus bewahrt sind, der uns vor Fehltritten beh\u00fcten kann. Deswegen sollen wir uns, wie am Ende des Briefes steht, flei\u00dfig im Heiligen Geist erbauen, indem wir unsere geistlichen Muskeln st\u00e4rken im Denken und Handeln nach dem Wort Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts der Ausgrenzung und Diskreditierung, die wir bei klarem Bekenntnis f\u00fcr unseren Herrn erleben, scheint es leichter, unsere Landeskirche als Ganzes aufzugeben. Ich kann die Frustration vieler nachvollziehen, die ausgetreten sind und eine andere Heimat gesucht haben. Jedoch m\u00f6chte ich hiermit einen Appell an alle evangelischen Christen richten, nicht zu fliehen, sondern das Feld zu behalten. Lasst uns ein klares \u201eich aber und mein Haus werden dem Herrn dienen\u201c in unseren Familien, Gemeinden und Synoden ausrufen. Geistlicher Konflikt ist unumg\u00e4nglich. Eine tiefe Kirchenkrise war die Realit\u00e4t f\u00fcr Elia, Jesaja, f\u00fcr den Herrn Jesus, f\u00fcr die niz\u00e4nischen V\u00e4ter, und auch f\u00fcr die Reformatoren. Aber sie alle haben f\u00fcr den Glauben gek\u00e4mpft. Au\u00dferdem ist die Pandemie der liberalen Theologie jetzt nicht mehr auf die Landeskirchen begrenzt: sie erreicht mehr und mehr Denominationen. Doch der Heilige Geist hat einen bew\u00e4hrten Impfstoff gegeben: die Heilige Schrift. Aus diesem Grund haben die \u201eCrossbearers\u201c (zu Deutsch: Kreuztr\u00e4ger) mit Unterst\u00fctzung des Gemeindehilfsbundes 95 Thesen an die evangelischen Landeskirchen in Europa formuliert, die wie eine sch\u00fctzende Spritze f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen wirken sollen, um sie zum mutigen Bekenntnis wachzur\u00fctteln. Nachdem man diese Thesen gelesen hat, kann man nicht neutral bleiben. Die theologische Pandemie des Liberalismus hat sich rasch verbreitet, aber wir hoffen, unserem Kontinent einen guten Impfstoff verabreichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Kirchenleitungen uns zuh\u00f6ren und sich neu besinnen, liegt in Gottes Hand. Was an uns liegt, ist, unsere eigene Kirche zu missionieren, um m\u00f6glichst viele \u201eaus dem Feuer\u201c zu retten, wie der Judasbrief sagt. M\u00f6ge Gott diese Thesensammlung als Z\u00fcndstoff gebrauchen, um Christen in ganz Europa zu vereinigen und zu st\u00e4rken. Wir beten auch daf\u00fcr, dass weitere Bekenntnis-Bewegungen im ganzen Kontinent sich dieser Initiative anschlie\u00dfen. Die liberalen Leitungen haben immer wieder von der Zersplitterung der bekennenden Bewegungen profitiert. M\u00f6ge dies jedoch ein weiterer Ansto\u00df sein f\u00fcr einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung. Auch Sie k\u00f6nnen einen Beitrag leisten, wenn Sie diese Thesen online <a href=\"https:\/\/chng.it\/7rNwWN7BDz\">unterschreiben<\/a> und weiterleiten. Aber nicht nur das: Ihre Kirche braucht Sie als Evangelist. R\u00fcsten Sie sich selbst aus und fassen Sie Mut, um christliche Werte in Ihrer Gemeinde zu verbreiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zeit ist reif f\u00fcr einen erneuten Thesenanschlag in Wittenberg. Wir haben es gewagt, die Stadtkirche am Samstag, den 1. November, f\u00fcr eine Veranstaltung zu reservieren. Pastor Dr. Felber hat zugesagt, einen inspirierenden Vortrag zur Zivilcourage zu halten. Ebenso wird ein Pastor von der Church of England, Mitglied unseres Netzwerkes, eine Predigt halten. Wir haben auch vor, am Freitag davor, also direkt am Reformationstag, einen Marsch zu organisieren. Wir haben hier eine einmalige Gelegenheit, um ein Zeichen f\u00fcr das Evangelium zu setzen. Ich lade Sie herzlich ein, diese Initiative zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die 95 Thesen sowie weitere Informationen zur Veranstaltung in Wittenberg finden Sie auf unserer Webseite <a href=\"http:\/\/www.crossbearers.eu\/de\">www.crossbearers.eu\/de<\/a>. Im Folgenden eine kleine Leseprobe:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><em> Als unser Herr und Meister Jesus Christus verk\u00fcndete, der Weg, die Wahrheit und das Leben zu sein, wollte er, dass wir ihn als solchen annehmen und bekennen, best\u00e4tigt durch seine glorreiche Auferstehung von den Toten.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"54\">\n<li><em> Es ist die heilige Aufgabe aller ordinierten Geistlichen, den Glauben an Jesus Christus rein zu verk\u00fcndigen: wie er in der Heiligen Schrift offenbart, in den christlichen Credos erl\u00e4utert, und in den Bekenntnissen ihrer Kirche bezeugt wird. Wer dies gelobt, und doch willentlich von der Kanzel andersartig lehrt, begeht falsches Zeugnis und erweist sich als unglaubw\u00fcrdig.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"95\">\n<li><em> Die Botschaft, die die Welt zum Zittern bringen sollte, die kritischer als jede Naturkatastrophe ist und die die Kirche verk\u00fcndigen muss, ist, dass es trotz der Zerbrochenheit unserer Welt eine feste und sichere Hoffnung gibt: das unausweichliche Kommen des K\u00f6nigs der K\u00f6nige, der die Lebenden und die Toten richten wird, und dessen Herrschaft kein Ende sein wird.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/echoingwittenberg.de\">Auf nach Wittenberg<\/a>! Soli Deo Gloria.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Jorge Mario Monsalve Guaracao, <\/em><em>Mitleiter der Bewegung Crossbearers Europe,\u00a0<\/em><em>auszubildender Diakon in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher schien mir die Mahnung des Apostels Judas, \u201ef\u00fcr den Glauben zu k\u00e4mpfen\u201d (Judas 1,3), etwas abstrakt. Wie k\u00f6nnte so ein Konflikt entstehen, dass man \u201emit besonderem Fokus und Ausdauer\u201c den Glauben verteidigen soll? 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