{"id":21702,"date":"2025-04-07T18:13:06","date_gmt":"2025-04-07T16:13:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=21702"},"modified":"2025-04-07T18:14:46","modified_gmt":"2025-04-07T16:14:46","slug":"der-transhumanismus-stellt-die-menschliche-identitaet-infrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=21702","title":{"rendered":"Der Transhumanismus stellt die menschliche Identit\u00e4t infrage"},"content":{"rendered":"<div class=\"container__smallinner\">\n<p class=\"text\" style=\"text-align: justify;\">Die Ideologie des Transhumanismus gef\u00e4hrdet die Menschheit. Davor haben Redner beim diesj\u00e4hrigen Kongress des Gemeindehilfsbundes im Geistlichen R\u00fcstzentrum Krelingen\/Walsrode gewarnt. Er fand vom 4. bis zum 6. April mit rund 220 Teilnehmern statt. Der Leiter des Gemeindehilfsbundes, Pastor Stefan Felber (Walsrode), erl\u00e4uterte, dass Vertreter dieser Ideologie wie der israelische Historiker Yuval Noah Harari den Menschen als Maschine betrachteten. Sie gingen daher davon aus, dass man ihn \u201ehacken\u201c oder nachbilden k\u00f6nne.<!--more--><\/p>\n<\/div>\n<p class=\"text\" style=\"text-align: justify;\">Auch die Erstellung digitaler Kopien des menschlichen Bewusstseins stehe bereits im Raum. Allerdings gehe er nicht davon aus, dass Gott das zulassen werde, so Felber. Der Theologe verwies dazu auf 1. Korinther 2,11: \u201eDenn welcher Mensch wei\u00df, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So wei\u00df auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.\u201c<\/p>\n<p class=\"text\" style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem habe sich Gott laut vieler Aussagen in der Heiligen Schrift vorbehalten, die Herzen der Menschen zu kennen. Die Behauptung einer technischen \u00dcbertragbarkeit der menschlichen Gedanken leugne den Charakter des Menschen als leiblich-geistiger Einheit. Denkbar sei jedoch, dass Transhumanisten durch Experimente am Menschen Schaden anrichteten.<\/p>\n<p class=\"text\" style=\"text-align: justify;\">Das k\u00f6nne man bereits an den Auswirkungen der Transsexuellenbewegung erkennen. Beide Ideologien leugneten, dass Gott dem Menschen eine unverwechselbare Identit\u00e4t verliehen habe. Dem m\u00fcssten sich Christen und Juden energisch widersetzen, da sie w\u00fcssten, dass dem Menschen als Ebenbild Gottes eine unverlierbare W\u00fcrde zukomme.<\/p>\n<div class=\"container__smallinner\" style=\"text-align: justify;\">\n<h4 class=\"article_headline\">Gott setzt gottlosen Bewegungen Grenzen<\/h4>\n<p class=\"text\">Felber rief Christen angesichts der offenkundigen Gefahren des Transhumanismus jedoch auch zur Gelassenheit auf. \u201eGott wird eine gottlose Bewegung so weit und so kurz gew\u00e4hren lassen, wie er nach der Johannesoffenbarung allen gottlosen M\u00e4chten ihre Zeit zumisst und begrenzt.\u201c<\/p>\n<p class=\"text\">Christen d\u00fcrften zuversichtlich sein, dass Gott trotz aller S\u00fcnde selbst dar\u00fcber wache, dass der Mensch ein Mensch bleibe. Seine F\u00e4higkeiten und seine Intelligenz bezeugten die Sch\u00f6pferkraft und Weisheit Gottes. \u201eDass der Mensch zum Ebenbild des Teufels wird, ja dass der Teufel neue, andersartige Personen schaffen k\u00f6nnte\u201c, sei ausgeschlossen.<\/p>\n<p class=\"text\">Vielmehr seien bisher alle Sch\u00f6pfungen der K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) Plagiate aus vorhandenen Texten, Bildern und Filmen. Echte Neusch\u00f6pfung von Leben werde Gott nicht gestatten. Auch der Trans- oder der Posthumanismus (der den Menschen \u00fcberwinden wolle) w\u00fcrden das trotz der im Buch der Offenbarung \u201eerwarteten grauenhaften Gottlosigkeit\u201c nicht schaffen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"container__smallinner\" style=\"text-align: justify;\">\n<h4 class=\"article_headline\">Technik als Geschenk Gottes oder Werkzeug des Gr\u00f6\u00dfenwahns<\/h4>\n<p class=\"text\">Der Medizintechnik-Ingenieur Daniel Kley (Hannover) trat daf\u00fcr ein, KI verantwortungsvoll zu benutzen und zugleich die sich daraus ergebenden Gefahren zu beachten. Technische Entwicklungen seien ein Geschenk Gottes (1. Mose 2,15), allerdings in den H\u00e4nden von s\u00fcndigen Menschen mit negativem Vorzeichen behaftet (R\u00f6mer 1,30).<\/p>\n<p class=\"text\">Der ehrenamtliche Diakon der Bekennenden Evangelischen Gemeinde Hannover verwies dabei auf zwei Anwendungen der Technik in der Urzeit: den Bau der Arche Noah (1. Mose 6-8) und des Turms zu Babel (1. Mose 11,1-9).<\/p>\n<p class=\"text\">Sowohl Noah als auch die sich gegen Gott wendenden Rebellen von Babel h\u00e4tten ihre Konstruktion mit Pech abgedichtet. Der gottesf\u00fcrchtige Noah habe das Pech verwendet, um Gottes Auftrag nachzukommen. Die Erbauer des Turms zu Babel hingegen h\u00e4tten damit ihrem Gr\u00f6\u00dfenwahn Ausdruck verliehen, wie Gott sein zu wollen.<\/p>\n<p class=\"text\">Kley erinnerte in diesem Zusammenhang u. a. an den Apostel Paulus, der den Gl\u00e4ubigen im ersten Korintherbrief (7,29+31) geraten habe, die Mittel dieser Welt angesichts ihres Verfallsdatums achtsam zu nutzen. \u201eEs entscheidet sich im letzten daran, ob wir Pech reflektiert zur Abdichtung der Arche und Rettung von Menschen nutzen oder zum selbstverherrlichenden Turmbau unseres eigenen Egos.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"container__smallinner\" style=\"text-align: justify;\">\n<h4 class=\"article_headline\">Auf den Umgang kommt es an<\/h4>\n<p class=\"text\">Deshalb sei die Nutzung von KI an sich nicht verwerflich. Die Frage sei allerdings, wie bedacht und mit welcher Herzenshaltung Christen die einzelnen Technologien nutzten. In 1. Korinther 10,31 schreibe Paulus, dass Jesu Nachfolger alles zur Ehre Gottes tun sollten. In diesem Sinne k\u00f6nne auch ein KI-Entwickler arbeiten. Er m\u00fcsse dabei allerdings bedenken, dass er vor Gott Rechenschaft dar\u00fcber ablegen werde, wie er seine Zeit investiert habe.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"container__smallinner\">\n<h4 class=\"article_headline\" style=\"text-align: justify;\">Philosoph: Der Materialismus hat keine guten Argumente<\/h4>\n<p class=\"text\" style=\"text-align: justify;\">Der christliche Philosophieprofessor Daniel von Wachter (Mauren\/Liechtenstein) ermutigte Christen zum Widerspruch gegen\u00fcber den Materialisten. Diese glaubten, dass der Mensch keine Seele habe und nur eine Ansammlung von Atomen sei.<\/p>\n<p class=\"text\" style=\"text-align: justify;\">Unter Philosophen h\u00e4tten die Vertreter des Materialismus zwar heute die Mehrheit, aber nicht die besseren Argumente. Auch wenn sie darauf verwiesen, dass man heute die Gehirnstr\u00f6me des Menschen messen k\u00f6nne, sei dadurch die Existenz einer Seele nicht widerlegt.<\/p>\n<p class=\"text\" style=\"text-align: justify;\">Die Wissenschaft habe in keiner Weise plausibel machen k\u00f6nnen, dass rein materielle Dinge Bewusstsein und Denkf\u00e4higkeit haben k\u00f6nnten. Christen sollten sich daher durch selbstbewusste Behauptungen und durch Verweise auf \u201edie Wissenschaft\u201c nicht beeindrucken lassen, sondern Argumente fordern und selbst Untersuchungen anstellen.<\/p>\n<p class=\"text\" style=\"text-align: justify;\">In Bezug auf den Transhumanismus legte von Wachter dar, dass Gefahren dann entst\u00fcnden, wenn der Staat die Menschen dazu zwinge, etwas in ihren K\u00f6rper einspritzen oder einpflanzen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"text\" style=\"text-align: justify;\">Der Kongress wird vom 11. bis 13. April in Bad Teinach-Zavelstein erneut stattfinden. Der Gemeindehilfsbund wurde 1992 von Pastor Heinrich Kemner (1903\u20131993) gegr\u00fcndet, der auch das Geistliche R\u00fcstzentrum Krelingen ins Leben gerufen hatte. Er hat \u00fcber 1.000 Mitglieder.<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.idea.de\/artikel\/der-transhumanismus-stellt-die-menschliche-identitaet-infrage\">idea-Nachrichten, 7.4.2025<\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ideologie des Transhumanismus gef\u00e4hrdet die Menschheit. Davor haben Redner beim diesj\u00e4hrigen Kongress des Gemeindehilfsbundes im Geistlichen R\u00fcstzentrum Krelingen\/Walsrode gewarnt. Er fand vom 4. bis zum 6. April mit rund 220 Teilnehmern statt. 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