{"id":2163,"date":"2007-10-17T15:31:41","date_gmt":"2007-10-17T13:31:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2163"},"modified":"2009-09-04T12:21:13","modified_gmt":"2009-09-04T10:21:13","slug":"schafe-unter-wolfen-wenn-es-christen-in-europa-an-den-kragen-geht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2163","title":{"rendered":"Schafe unter W\u00f6lfen &#8211; wenn es Christen in Europa an den Kragen geht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schafe unter W\u00f6lfen &#8211; wenn es Christen in Europa<br \/>\nan den Kragen geht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu diesem plakativ formulierten Thema bin ich als Vorsitzender des Arbeitkreises f\u00fcr Religionsfreiheit der Deutschen Evangelischen Allianz von der Katholischen Hochschulgemeinde und der \u00d6sterreichischen Evangelischen Allianz eingeladen worden.<!--more-->\u00a0Auch wenn der Titel \u00fcberzogen klingen mag, sp\u00fcren doch alle etwas von der Brisanz der dadurch zum Ausdruck gebrachten Problematik: Ihr reges Interesse an diesem Thema zeigt, da\u00df wir es mit einem Ph\u00e4nomen zu tun haben, das uns interessiert, ja, vielleicht sogar beunruhigt. Bevor ich in die genannte Problematik einsteige, m\u00f6chte ich in aller Deutlichkeit dankend vorweg nehmen, da\u00df wir in Europa noch Religionsfreiheit haben. Noch gibt es immer wieder F\u00e4lle, in denen der Europ\u00e4ische Gerichtshof f\u00fcr Menschenrecht (ECHR) gegen Unrecht in einzelnen L\u00e4nder bei Verst\u00f6\u00dfen gegen die Religionsfreiheit seine Urteile f\u00e4llt. So auch in den letzten Tagen wieder zum Schutz einer Gemeinde von Geh\u00f6rlosen Zeugen Jehovas in Tscheljabinsk.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Religionsfreiheit ist ja ein zutiefst europ\u00e4isches Gut. Wir sind hier in der Wiege der Religionsfreiheit. Die Ausweitung der christlichen Botschaft auf die europ\u00e4ischen V\u00f6lker und die Etablierung der christlichen Kirchen haben dazu beigetragen, da\u00df die im christlichen Glauben verankerten Werte der unantastbaren W\u00fcrde eines jeden Menschen und seines Gedankengutes, auch seines Rechtes zu freien Meinungs\u00e4u\u00dferung, all das ist nicht zu denken ohne die christlichen Werte, die sie hervorgebracht haben. Religionsfreiheit ist ein abendl\u00e4ndisches Exportgut geworden, das allerdings nicht \u00fcberall auf der Welt gesch\u00e4tzt wird. So ist gegenw\u00e4rtig 25 Jahre nach der Verabschiedung der Islamischen Menschenrechtsdeklaration immer noch keine Garantie der Religionsfreiheit, d.h. auch das Recht, seine Religion zu \u00e4ndern, in der islamischen Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei meiner Arbeit f\u00fcr die Religionsfreiheit als Vorsitzender des AKREF und als Herausgeber von\u00a0deren Nachrichten und Gebetsanliegen besch\u00e4ftigen mich in der Regel Meldungen aus nicht europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Im Vergleich zu vielen L\u00e4ndern der Welt haben wir nahezu traumhafte Bedingungen, in Europa unseren Glauben in unserem Alltag zu leben, im gelebten Leben umzusetzen. Diese Rechte sind in den allgemeinen Menschenrechten und somit im Grundgesetz der europ\u00e4ischen L\u00e4nder und der noch im Werden befindlichen europ\u00e4ischen Verfassung garantiert. Und dennoch l\u00e4\u00dft sich nicht bestreiten, da\u00df das \u201cKlima\u201d in Europa, was die Religion im Allgemeinen und die Religionsfreiheit im Einzelnen betrifft, sich ver\u00e4ndert, rauer geworden ist. Es sind vielfach atmosph\u00e4rische Dinge, die uns im Blick auf diesen Sachverhalt beunruhigen, ja Sorgen machen. Hat man im Zuge der neuen Philosophie sich daran gew\u00f6hnen m\u00fcssen &#8211; etwa in den Auswirkungen der Frankfurter Schule auf die Denkstrukturen vieler Zeitgenossen &#8211; , da\u00df aufgrund der Presse- und Meinungsfreiheit christliche Werte und Glaubensgef\u00fchle verh\u00f6hnt, bespottet, mit F\u00fc\u00dfen getreten werden, so merken wir jetzt, im kulturell und religi\u00f6s aufgemischten Europa es Anh\u00e4nger einer anderen Religion gibt, die in keiner Weise bereit sind, solche H\u00e4me im Blick auf ihre religi\u00f6se Identit\u00e4t in christlicher Manier zu dulden. Im Gegenteil, ein bestimmter Fl\u00fcgel der in Europa lebenden Muslime testen die Grunds\u00e4tze der Religionsfreiheit auf ihre Belastbarkeit und fordern lautstark ihre Rechte, wie sie sie sehen gegen bestehendes Recht, ein. Nehmen wir beispielsweise das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Januar 2002 zum Thema Sch\u00e4chten ohne Bet\u00e4ubung, so wurden die entsprechenden Gesetze zu Tierschutz als nachrangig zum Grundrecht der Religionsfreiheit gedeutet, obwohl es in der islamischen Jurisprudenz h\u00f6chst umstritten ist, ob ein Bet\u00e4ubungsverbot aus den Rechtstexten abgeleitet werden kann. Das kann einem auf der einen Seite Mut machen, da\u00df die Prinzipien der Religionsfreiheit hoch gehalten werden. Auf der anderen Seite wird erkennbar &#8211; wie etwa beim Kopftuchstreit, der nicht nur in verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, sondern sogar in den Bundesl\u00e4ndern Deutschlands unterschiedlich gel\u00f6st wird, das hei\u00dft zu l\u00f6sen versucht wird -, da\u00df unsere Europ\u00e4ische Rechtsprechung an ihre Grenzen gebracht wird und die Versuchung gro\u00df ist, was die Religionsfreiheit betrifft, quid pro quo Abstriche allgemein zu machen und sich am Ende beim geringsten gemeinsamen Nenner zutreffen. Und schon sind die zwei Wurzeln des gegenw\u00e4rtigen Dilemmas im Blick auf die Religionsfreiheit genannt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstens: Die aufkl\u00e4rerische Auffassung von Toleranz, und zweitens: eine Gesellschaft, die nicht mehr auf einer gemeinsamen religi\u00f6s-kulturellen Grundlage zur Vermittlung in Differenzen zur\u00fcckgreifen kann. Wenden wir uns dem ersten Themenkreis zu. Ich m\u00f6chte ihn \u00fcberschreiben:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wenn Toleranz zur Ideologie wird<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es mag wie eine Binsenweisheit klingen, aber eine Gesellschaft lebt davon, da\u00df Menschen bzw. Menschengruppen zu ihr geh\u00f6ren. Im Umkehrschlu\u00df bedeutet dies, da\u00df es auch Menschen oder Menschengruppen gibt, die nicht zu einer Gesellschaft geh\u00f6ren, ja, schlechterdings auch in einer Gesellschaft nicht gewollt werden. Nach den Religionskriegen des 17. Jahrhunderts in Europa ist durch die Diversifizierung Europas eine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Notwendigkeit, mit Andersdenkenden und Anderslebenden friedlich auszukommen, offenbar geworden. Im Zuge von Reformation, Renaissance und Aufkl\u00e4rung und dem Blick auf die praktischen Notwendigkeiten hat der Toleranzgedanke seine Geburtsstunde erlebt. Das Laissez-faire, das \u201cleben und leben lassen\u201d, h\u00e4ngt direkt mit der Betonung des Individuums und seiner unantastbaren W\u00fcrde zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Entwicklung bis zur Aufkl\u00e4rung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Dominanz der Kirche in der europ\u00e4ischen Geschichte ist als ambivalent zu bewerten. Die Kirche hat einen Segen bewirkt, der nicht hoch genug gesch\u00e4tzt werden kann. Es gab aber auch Schattenseiten dieser Geschichte. Bis zur Reformation gab es ein andauerndes Tauziehen zwischen Kaiserkrone und Papstmitra. Die P\u00e4pste beanspruchten nicht nur eine geistliche Vollmacht, sondern auch die politische Oberhoheit \u00fcber alle weltlichen Herrscher (Bulle \u201eunam sanctam&#8220;, 1302). So wurde die Kirche von manchen auch als Machtbasis mi\u00dfbraucht &#8211; bis hin zum Kirchenbann als Mittel der Politik. Erst durch die Spaltung der Kirche und des r\u00f6mischen Reichs deutscher Nationen in der Reformation und die daraus resultierende Schw\u00e4chung der Kirche und der Staatsgebilde bekam die Staatsmacht in religi\u00f6sen Angelegenheiten die Oberhand: Der 30j\u00e4hrige Krieg (1618-48) mit seinen verheerenden Auswirkungen lie\u00df erkennen, da\u00df einerseits die jeweiligen religi\u00f6sen Absolutheitsanspr\u00fcche um des Friedens willen politisch begrenzt werden mu\u00dften. Anderseits gew\u00e4hrleistete das s\u00e4kulare Recht erst die friedliche Entfaltung der jeweiligen \u201eReligionspartei&#8220;. In den einzelnen Territorien des Reiches bestimmte der Landesherr \u00fcber die Konfession der Bev\u00f6lkerung (Landesherrliches Kirchenregiment): Die \u201eToleranz&#8220; gegen\u00fcber dem einzelnen beschr\u00e4nkte sich darauf, da\u00df ihm das Recht auszuwandern einger\u00e4umt wurde. War im Westf\u00e4lischen Frieden (1648) das Existenzrecht andersgl\u00e4ubiger Teilstaaten lediglich als \u201eNotrecht&#8220; anerkannt worden, wobei die eigene Konfession selbstverst\u00e4ndlich als die alleinseligmachende verstanden wurde, so brachte die Aufkl\u00e4rung einen v\u00f6lligen Umbruch im religi\u00f6sen Denken. Das neue Zeitalter widersprach im Namen der Vernunft dem jeweils exklusiven Offenbarungsanspruch der Religionen und setzte den Praxisausweis zum Ma\u00dfstab ihres Wahrheitsgehaltes (vgl. z.B. Lessings Ringparabel in \u201eNathan der Weise&#8220;).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Franz\u00f6sische Revolution (1789)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frankreich, als Ausgangspunkt aller europ\u00e4ischen Revolutionen und Vorreiter in Sachen Sozialismus (Freiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit), hatte schon vor der Revolution Andersglaubende verfolgt (Waldenser und Hugenotten) und war tief im politisch-kirchlichen Machtgerangel verstrickt (z.B. Nebenp\u00e4pste in Avignon, 1309-1377). Das B\u00fcndnis von Thron und Altar im absolutistischen Staat (Kardinal Richelieu, \u20201642), das schlie\u00dflich zum Antiklerikalismus in revolution\u00e4ren Kreisen Frankreichs f\u00fchrte, hatte auch eine Anti-Glaubens-Haltung zur Folge. Unterschiedslos wurde mit der kirchlichen Institution auch der christliche Glaube abgelehnt. Die Entchristianisierung Frankreichs im Zuge der Revolution hat bis heute Folgen f\u00fcr das gesellschaftliche Leben in ganz Europa, und zwar proportional zur r\u00e4umlichen und politischen N\u00e4he zur belle republique. Eines der Hauptdogmen der Staatsraison in Frankreich ist der Laizismus geworden. Die Prinzipien des Laizismus nach franz\u00f6sischem Muster haben sich auch im Denken der politischen Elite in den Kernl\u00e4ndern Europas weitgehend durchgesetzt, ganz zum Leidwesen etwa eines Papst Pius X schon im Jahre 1905, wie er in seiner Enzyklika ACERBO NIMIS zum Ausdruck bringt. Was aber genau im Europa des beginnenden 21. Jahrhunderts unter Toleranz verstanden wird, soll zun\u00e4chst durch die schlaglichtartige Beleuchtung einzelner politischer Vorg\u00e4nge exemplarisch verdeutlicht werden &#8211; somit w\u00e4ren wir auch schon beim zweiten Teil:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2: Wir haben eine Gesellschaft, die nicht mehr auf einer gemeinsamen religi\u00f6s-kulturellen Grundlage zur Vermittlung in Differenzen zur\u00fcckgreifen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kein Gottesbezug in der Verfassung der EU<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jahrelang k\u00e4mpft man in Europa um die EU-Verfassung. Die damals noch 25 Staats- und Regierungschefs der Europ\u00e4ischen Union hatten sich nach langer Diskussion am 29. Oktober 2004 auf eine gemeinsame Verfassung geeinigt &#8211; ohne Gottesbezug in der Pr\u00e4ambel und ohne Erw\u00e4hnung des j\u00fcdisch-christlichen Erbes. Den Entwurf &#8211; der inzwischen vom Europ\u00e4ischen Rat ratifiziert, aber in den Volksentscheiden in Frankreich und den Niederlanden abgelehnt \u2013 gab es ohne Gottesbezug im &#8222;Geiste des Humanismus und der Aufkl\u00e4rung&#8220;, so etwa Alt-Bundeskanzler Schr\u00f6der. Dies sind die Dogmen der Postmoderne, in der wir leben. Wo kein Bekenntnis zum religi\u00f6sen Erbe m\u00f6glich war, ist aber doch eine breite \u00dcbereinstimmung vorhanden, was den Humanismus und die Religionskritik der Aufkl\u00e4rung betrifft. Wir sind nicht nur eine &#8222;nach-christliche&#8220; Gesellschaft, wie der niederl\u00e4ndische Missiologe Johannes C. Hoekendijk in den 60er Jahren postulierte, sondern wir sind weithin eine Gesellschaft geworden, die keine wirkliche Erinnerung daran hat, da\u00df sie vom christlichen Glauben gepr\u00e4gt und gestaltet worden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Fall Buttiglione<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Fall um Rocco Buttiglione hat gezeigt, wie erbittert im Europ\u00e4ischen Parlament gegen christliche Ansichten und Standpunkte gek\u00e4mpft wird. Die Vertreter des Europaparlaments hatten argumentiert, Buttigliones pers\u00f6nliche, von seiner christlichen \u00dcberzeugung abgeleitete Einstellung zu Abtreibung und Homosexualit\u00e4t mache ihn f\u00fcr den Dienst f\u00fcr die Gerechtigkeit, Freiheit und Sicherheit der Europ\u00e4ischen Union ungeeignet &#8211; und da\u00df, obwohl er klar und wiederholt zum Ausdruck gebracht hatte, da\u00df er als Justizkommissar nicht seine eigene Meinung, sondern das Gesetz der EU vertreten werde. W\u00e4hrend einer \u00f6ffentlichen Rede sagte Buttiglione: &#8222;Wenn du an deinem religi\u00f6sen Glauben festh\u00e4ltst, pa\u00dft du nicht in die Rolle eines Europ\u00e4ischen Kommissars.&#8220; Nun will er den &#8222;schleichenden Totalitarismus&#8220; bek\u00e4mpfen, den er erst k\u00fcrzlich am eigenen Leib gesp\u00fcrt hat. Unter dem Strich bleibt: wer traditionelle christliche Werte auch in der \u00d6ffentlichkeit vertritt, ist als politische F\u00fchrungskraft in der EU unvermittelbar. In Anlehnung an V. I. Lenin lie\u00dfe sich im Blick auf die gegenw\u00e4rtige Auffassung von Toleranz in Europagremien sagen: \u201eToleranz ist gut, Kontrolle ist besser\u201d. Es gibt n\u00e4mlich in Wahrheit nicht die grunds\u00e4tzliche Toleranz f\u00fcr jedwede Position, sondern nur eine Toleranz f\u00fcr bestimmte Ansichten, die notfalls anderen auch aufgezwungen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Mord an Theo van Gogh und die Bedrohung der Pressefreiheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mord an Theo van Gogh am 2. November 2004 in Amsterdam hat ganz Europa schockiert. W\u00e4hrend Gr\u00fcne und Rote das Ende von &#8222;Multikulti&#8220; beweinen, prangern andere dessen Verlogenheit an. Um die viel gepriesene Toleranz ist es schlecht bestellt. Eine Gruppe von in D\u00e4nemark lebenden Moslems hat nach diesem tragischen Fall Strafanzeige gegen zwei staatliche Fernsehsender gestellt, weil diese wiederholt Ausz\u00fcge eines islamkritischen Films des ermordeten niederl\u00e4ndischen Regisseurs gezeigt hatten. Der zw\u00f6lfmin\u00fctige Film setzt sich vor allem mit der Diskriminierung von Frauen im Islam kritisch auseinander. Der Anwalt der d\u00e4nischen Moslem-Gruppe, die anonym bleiben wollte, kritisierte in einem Schreiben an die Polizei die massive Berichterstattung \u00fcber den Mordfall van Gogh und die wiederholte Ausstrahlung von Ausz\u00fcgen seines Films. Diese scheine dazu angetan, Vorurteile gegen die Moslems in D\u00e4nemark zu sch\u00fcren. Die beiden betroffenen Fernsehsender wiesen die Vorw\u00fcrfe unter Hinweis auf die Pressefreiheit zur\u00fcck. Auf der einen Seite erschrecken Europ\u00e4er \u00fcber das Unverst\u00e4ndnis, das manche europ\u00e4ische Muslime f\u00fcr die Kritik am gewaltbereiten Islam zeigen, aber auch \u00fcber die wachsende Intoleranz und Gewaltbereitschaft von Europ\u00e4ern gegen einen solchen Islam. Auf der anderen Seite erschrickt man \u00fcber den drohenden Verlust des Rechts der freien Meinungs\u00e4u\u00dferung wegen dieser Intoleranz. Inzwischen hat sich die Situation um die Mohammed-Karikaturen ausgeweitet und eskaliert. Ein \u00fcber ein Jahr lang schwelender Streit zwischen radikalen Muslimen und den Medien war der bei uns allgemein nicht bekannte Hintergrund der Karikaturen. Nach der Regensburger Rede Papst Benedikts\u00a0XVI ist eine Kontroverse entbrannt &#8211; nicht nur um die Pressefreiheit, sondern um die Redefreiheit allgemein. Auch die Auff\u00fchrung der Idomeneo-Inszinierung in Berlin geh\u00f6rt hierher. Man kann ja geteilter Meinung dar\u00fcber sein, was klug oder vern\u00fcnftig ist &#8211; de gustibus non est disputandum \u2013 aber das Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung sollte nicht umstritten sein. In Gro\u00dfbritannien lag bis vor kurzem ein Gesetzesentwurf vor, der negative Aussagen \u00fcber andere Religionen unter Strafe stellen soll. Der Gesetzesentwurf wurde nach dem 11.9.2001 in die Wege geleitet, um britische Muslime vor Ha\u00df-Tiraden und Diskriminierung zu sch\u00fctzen. Man hatte bef\u00fcrchtet, da\u00df die teils angespannte Situation zwischen Muslimen und anderen sich hochschaukeln k\u00f6nnte. Menschenrechtsforen wiesen darauf hin, da\u00df es jetzt schon ausreichende Gesetze gibt, um die Individuen und Religionsgemeinschaften vor Agitation zu sch\u00fctzen \u2013 da\u00df es aber um die Meinungs- und Pressefreiheit geschehen w\u00e4re, wenn man nicht mehr einen Religionsstandpunkt ablehnen oder kritisieren d\u00fcrfe. Nach massiven Protesten seitens Menschenrechtler wurde der Entwurf vorerst zur\u00fcckgezogen, jedoch auch angek\u00fcndigt, da\u00df ein solches Gesetz kommen wird. Inzwischen wird der Entwurf zum vierten Mal zur erneuten Vorlage \u00fcberarbeitet. Befremdend wirkt, da\u00df mit diesem Vorhaben offensichtlich um die Gunst der in Gro\u00dfbritannien lebenden Muslime gebuhlt wird. Das Sonderbare an dem Ganzen ist, da\u00df sich Christen in Europa schon Jahrhunderte lang &#8211; seit der Aufkl\u00e4rung &#8211; Kritik an ihrem Glauben gefallen lassen: Es mu\u00df ja niemand so denken oder leben wie ein Christ in Europa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie steht es um Europa heute hinsichtlich der Glaubens- und Religionsfreiheit?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anti-Sekten-Gesetzgebung Frankreichs der letzten Jahre macht es religi\u00f6sen Minderheiten zunehmend schwerer frei zu fungieren. Pastoren und Pfarrer, die ohne Abstriche biblische Kernaussagen wie die Verlorenheit des S\u00fcnders in ihrer Verk\u00fcndigung und Seelsorge betonen, k\u00f6nnen unter dem wegen Gehirnw\u00e4sche und psychologischer Druckaus\u00fcbung vor Gericht verklagt werden. Dies ist auch schon geschehen. Die so genannte Trennung von Kirche und Staat ist in Frankreich in Wirklichkeit weithin eine Kontrolle von Religion durch den Staat. Da der Islam inzwischen die zweitgr\u00f6\u00dfte religi\u00f6se Gruppierung in Frankreich darstellt, schickt sich der Staat an, durch &#8222;Privilegien&#8220; den Islam &#8211; wie auch den Protestantismus im Elsa\u00df &#8211; an sich zu binden und so auch zu kontrollieren. Das &#8222;Kopftuchverbot&#8220; an den Schulen Frankreichs \u2013 auch f\u00fcr Sch\u00fclerinnen \u2013 zielt dort nicht auf die Abwehr verfassungsfeindlicher religi\u00f6s-politischer Einflu\u00dfnahme, sondern ist in Wahrheit ein Verbot aller \u00e4u\u00dferen religi\u00f6sen Merkmale, worunter auch &#8211; quid pro quo &#8211; Kreuz und Kippah fallen. Frankreich (wie auch Belgien) haben eine zwiesp\u00e4ltige Beziehung gegen\u00fcber der verfa\u00dften Religion. Die Entchristianisierung der Gesellschaft w\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Revolution wandte sich vor allem gegen die katholische Kirche. Heute sehen sich eher kleinere religi\u00f6se Gemeinschaften bedr\u00e4ngt, indem sie als &#8222;Sekten&#8220; diffamiert und unterdr\u00fcckt werden. In Belgien wird der CVJM sogar vom Verfassungsschutz \u00fcberwacht. Eine Gruppe von jungen Nordamerikanern, die in Belgien Stra\u00dfenevangelisation betrieben, wurde kurzerhand ohne Verfahren deportiert. Spanien ist durch den Wahlsieg Aznars und seiner sozialistischen Partei infolge der Terroranschl\u00e4ge von Madrid einen gro\u00dfen Schritt in Richtung Laizismus ger\u00fcckt. Demgegen\u00fcber ist eine landesweite Bewegung (\u201eHatze oir\u201c) zum Schutz der Rechte katholischer Christen gegr\u00fcndet worden. Manche Freikirchen begr\u00fc\u00dfen den Verlust von unberechtigten Privilegien, die die r\u00f6misch-katholische Kirche in Spanien seither genossen hatte, doch greift diese Deutung zu kurz: es handelt sich seitens der Regierung nicht um eine freiheitliche \u00d6ffnung f\u00fcr Religion und Glaube, sondern um eine Einengung religi\u00f6ser Freiheiten. Der zweite \u00f6kumenische Kongre\u00df im \u201cCentro ecumenico\u201d, der neulich zu Ende ging, hatte zum Resultat, da\u00df sowohl die r\u00f6misch-katholischen, die orthodoxen als auch die protestantischen Teilnehmer sich darin einig waren, eine vereinigte Front gegen \u201cden aggressiven Laizismus\u201d, die neue Staatsreligion, wie sie von der spanischen sozialistischen Regierung propagiert wird, zu ben\u00f6tigen. Das ist in Spanien vielleicht extremer als in \u00d6sterreich etwa, aber auch der ehrw\u00fcrdige Kardinal Wiens hat k\u00fcrzlich darauf hingewiesen, da\u00df wir als Christen in der modernen Gesellschaft, auch hier in \u00d6sterreich, zu einer Minderheit geworden sind, die Bereitschaft zum Martyrium n\u00f6tig hat. Den zweiten Wiener Laientag hat er Ende November zum Anla\u00df genommen, um die Gl\u00e4ubigen seiner Erzdi\u00f6zese zu ermutigen, in der Gesellschaft als \u201ckreative Minderheit\u201d zu wirken. Die dazu erforderliche \u201cSpiritualit\u00e4t in einer postmodernen Welt\u201d sollte Barmherzigkeit, Stellvertretung und Martyrium beinhalten. Ihm ist in dieser, seiner Analyse, nur bei zu pflichten! Zwar machte er in seinen Ausf\u00fchrungen deutlich, da\u00df das Martyrium in erster Linie das christliche Zeugnis abzulegen bedeute, und da\u00df es sich immer deutlicher herauskristallisiere, da\u00df auch die Laien einen Auftrag dazu haben, aber der Kontext ist klar: Als gl\u00e4ubige Christen sind wir eine Minderheit, eine Minderheit, die auch zum Leidenszeugnis f\u00fcr Jesus Christus bereit sein mu\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es wird f\u00fcr traditionell gepr\u00e4gte und konservativ ausgerichtete Christen ungem\u00fctlicher<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem der private Sender RTL im Herbst einen Themenabend den angeblichen \u201cEvangelikalen\u201d gewidmet hat, zog k\u00fcrzlich 3sat nach mit einem ganzen Thementag zum Thema \u201cReligi\u00f6ser Extremismus\u201d. Fazit beider Sendungsreihen sollte sein, da\u00df der Glaube, wenn der Mensch ihn ernst nimmt, gef\u00e4hrlich sei. Abgesehen davon, da\u00df in gro\u00dfer Unkenntnis der Sachverhalte Dinge in einen Topf geworfen wurden, die nicht zusammen geh\u00f6ren (zum Beispiel Teufelsaustreibung durch Taubenopfer in Indepenent African Churches und evolutionskritische Aussagen evangelikal gepr\u00e4gter Wissenschaftler. Auch der Wiener Kardinal, der den offiziellen katholischen Standpunkt zur Vereinbarkeit der Evolutionstheorie mit dem Sch\u00f6pfungsglauben darlegte, wurde insofern m.E. instrumentalisiert, als durch den Kontext suggeriert werden sollte, da\u00df auch von wissenschaftlicher Seite die Evolutionstheorie die Pr\u00e4misse eines Sch\u00f6pfergottes nicht ausschlie\u00dfe.) Besorgniserregend f\u00fcr mich ist in erster Linie die Tatsache, da\u00df konservativ-christliche Positionen als gemeingef\u00e4hrlich an den Pranger gestellt werden. Solche Positionen, die nicht dem allgemeinen Trend des postmodernen Denkens entsprechen, seien nicht nur dumm, sondern eben auch gemeingef\u00e4hrlich. Diese Behauptung beziehungsweise \u201cWarnung\u201d kommt indes nicht allein von Gegnern des christlichen Glaubens, sondern mittlerweile auch von hochrangigen Vertretern christlicher Kirchen. So zum Beispiel k\u00fcrzlich auf dem Jahrestag der offenen Kirche der W\u00fcrttembergischen Landeskirche durch die Bischofskandidatin, oder durch den ehemaligen Generalsekret\u00e4r des \u00f6kumenischen Rates der Kirche beim Evangelischen Pfarrertag in Kiel. In einer Pressemeldung vom17.01.2007 G \u00f6 t t i n g e n (idea) steht: \u201eDer umstrittene Theologieprofessor Gerd L\u00fcdemann, der sich 1998 vom christlichen Glauben losgesagt hat, erh\u00e4lt Unterst\u00fctzung von einem fr\u00fcheren hochrangigen Kirchenmann. L\u00fcdemann bezweifelt zentrale Glaubensaussagen. Aufgrund seiner Forschungen sei er zu dem Ergebnis gekommen, da\u00df Jesus nicht der Sohn Gottes sei. Seine Auferstehung von den Toten sei nur ein frommer Wunsch\u201c. Zu \u00e4hnlichen Erkenntnissen ist der fr\u00fchere Wolfsburger Superintendent der Hannoverschen Landeskirche Herbert Koch (Garbsen bei Hannover) gekommen, der jedoch der Kirche die Treue h\u00e4lt. Der pensionierte Theologe und Buchautor pl\u00e4diert daf\u00fcr, da\u00df sich die Kirchen von seiner Ansicht nach \u00fcberholten unwissenschaftlichen Vorstellungen verabschieden. Immer mehr Christen zweifelten an den landl\u00e4ufigen Glaubensvorstellungen, etwa da\u00df Jesus Christus Gott sei. Koch ist \u00fcberzeugt, da\u00df Jesus nicht auf dem Wasser gegangen ist, da\u00df er nicht f\u00fcr die S\u00fcnden der Menschen am Kreuz gestorben ist und es auch keine Jungfrauengeburt gegeben habe. Dennoch gebe es ein Evangelium, n\u00e4mlich das von der grenzenlosen Liebe Gottes zu den Menschen. &#8230; Allerdings k\u00f6nne er den Weg L\u00fcdemanns, sich vom Christentum loszusagen, nicht nachvollziehen: \u201eMein Platz als liberaler Theologe ist in der Kirche.\u201c Dort k\u00e4mpfe er f\u00fcr seine \u00dcberzeugungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konservative Christen, ob katholisch, orthodox oder evangelisch-evangelikal haben nur das Anliegen, das althergebrachte Gut zu \u201ckonservieren\u201d, zu bewahren. Sie werden aber neuerdings beschimpft als Neo-Konservative, Neo-Evangelikale und Neo-Charismatiker, als ob das Neo- eine Affinit\u00e4t zum Faschistischen nachweise. Konservative, ob Katholik, orthodox oder evangelisch-evangelikal, f\u00fchlen sich zunehmend in dieser Welt mi\u00dfverstanden. Sie werden allgemein f\u00fcr borniert, ha\u00dferf\u00fcllt, machtl\u00fcstern und kriegerisch in den Medien dargestellt. Und das nicht nur in eher skurril anmutenden F\u00e4llen wie neulich in Moskau, wo der Heilsarmee die Betriebserlaubnis entzogen wurde, weil sie eine \u201cmilitaristische Organisation\u201d sei. Speziell die Evangelikalen werden als politische Macht dargestellt, die \u201cmit ihren Dollars die Kriegsmaschinerie f\u00f6rdert und milit\u00e4risch verstandene Kreuzz\u00fcge veranstalte\u201d. Konservative Christen, die den Modernismus und speziell den Postmodernismus f\u00fcr eine Verfehlung halten, werden generell als suspekt betrachtet. Als die Shelter Now-Mitarbeiter im August 2001 von der Taliban entf\u00fchrt und gefangen gehalten wurden, wurde ich als Islamkenner und ehemaliger Geisel von Paschtunen immer wieder von den Medien angerufen, um eine Stellungnahme bzw. Hintergrundinformation zu geben. Immer wieder wurde in f\u00fcr mich v\u00f6llig unverst\u00e4ndlicher Weise die Frage gestellt, ob die Shelter Now-Mitarbeiter denn nicht selbst schuld an ihrer Entf\u00fchrung seien, schlie\u00dflich seien sie ja bekennende Christen in einem islamischen Land. Als ob es etwas Verwerfliches sei, als bekennender Christ aus Motivation der N\u00e4chstenliebe in einem islamischen Land Entwicklungs- und Wiederaufbauhilfe zu leisten. In solchen Augenblicken fragt man sich, wo es mit dem Toleranzgedanken denn hin ist. In unserem Nachbarort Bissingen sind Kinder, die Hausunterricht von ihren Eltern bekamen, von der Polizei gewaltsam ihren Eltern entrissen und in die Schule gebracht worden. Eine Mutter von 12 Kindern ist zu einer Haftstrafe ohne Bew\u00e4hrung verurteilt worden &#8211; ohne R\u00fccksicht auf die Kinder zu Hause. Inzwischen ist das Thema Hausunterricht in christlichen Familien in Deutschland auch international bekannt geworden. Die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat sich zu dem Thema in dem Sinne ge\u00e4u\u00dfert, da\u00df sie es nicht f\u00fcr notwendig h\u00e4lt, mehr Religionsfreiheit einzur\u00e4umen, sondern eher die Gesellschaft vor extremen religi\u00f6sen Formen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ausblick<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Toleranz wird in Europa zunehmend nicht mehr als Gewissensfreiheit in religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen verstanden, sondern als fortschreitende Losl\u00f6sung von religi\u00f6sen Normen auf der einen Seite und als ein Verbot von \u201ezwanghaften\u201c religi\u00f6sen Elementen, um vor dem (islamistischen) Extremismus zu sch\u00fctzen. Im Namen der \u201eToleranz\u201c wird religi\u00f6se Aktivit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt und das Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung ausgeh\u00f6hlt. Die Regierungen Westeuropas scheinen den Weg eingeschlagen zu haben, da\u00df im Namen der \u201eGleichbehandlung\u201c die Rechte von Christen beschnitten werden m\u00fcssen im gleichen Ma\u00dfe wie Freiheiten von Muslime aus Staatssicherheitsgr\u00fcnden eingeschr\u00e4nkt werden. Wo der extremistische Islam kritisiert wird, ist man im Geiste der \u201epolitisch korrekten Sprache\u201c bem\u00fcht, konservative Formen des christlichen Glaubens mit zu verurteilen. So zuletzt beim Vortrag von Prof. Konrad Raiser, ehemaliger Generalsekret\u00e4r des \u00d6RK, auf dem letzten deutschen Pfarrertag, der die \u201eGefahr\u201c von christlichen Fundamentalisten mindestens so hoch einsch\u00e4tzt, wie die von islamischen Fundamentalisten. Will man sich beim geringsten gemeinsamen Nenner, was Religion angeht, treffen? &#8222;Toleranz&#8220; ist schon l\u00e4ngst zu einer Ideologie in Europa geworden &#8211; nur wei\u00df keiner, was daraus werden soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schafe unter W\u00f6lfen &#8211; wenn es Christen in Europa an den Kragen geht Zu diesem plakativ formulierten Thema bin ich als Vorsitzender des Arbeitkreises f\u00fcr Religionsfreiheit der Deutschen Evangelischen Allianz von der Katholischen Hochschulgemeinde und der \u00d6sterreichischen Evangelischen Allianz eingeladen worden.<\/p>\n","protected":false},"author":206,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2163"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/206"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2163"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2163\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2857,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2163\/revisions\/2857"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2163"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2163"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2163"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}