{"id":21555,"date":"2025-02-07T19:46:54","date_gmt":"2025-02-07T18:46:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=21555"},"modified":"2025-02-07T19:50:37","modified_gmt":"2025-02-07T18:50:37","slug":"mahnung-zur-bruederlichkeit-andacht-zu-galater-610","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=21555","title":{"rendered":"&#8222;Mahnung zur Br\u00fcderlichkeit&#8220; Andacht zu Galater 6,10"},"content":{"rendered":"<p><strong>Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen (Gal. 6,10)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Macht Gott etwa Unterschiede? Gibt es den N\u00e4chsten Erster und den N\u00e4chsten Zweiter Klasse? Fast k\u00f6nnte man das meinen, wenn man diesen Vers liest. Deshalb ist es wichtig, diesen Vers in den Gesamtzusammenhang zu stellen. Der Abschnitt, in dem dieser Vers steht, hat die \u00dcberschrift \u201eMahnung zur Br\u00fcderlichkeit\u201c. Dabei geht es um die Christen, die aufgefordert sind, sich gegenseitig beim Tragen der allt\u00e4glichen Lasten zu helfen. Dabei geht es auch darum, denen ihren Lohn zu geben und an allem Guten teilhaben zu lassen, die das Wort Gottes lehren. Ferner sollen wir darauf zu achten, wie und auf was wir s\u00e4en. Auch Christen s\u00e4en unaufh\u00f6rlich durch das, was sie reden und tun. S\u00e4en wir auf das Verg\u00e4ngliche oder auf das Ewige? Bauen wir auf Sand oder auf Fels? Im Text wird darauf hingewiesen, dass unser S\u00e4en entweder gute Fr\u00fcchte tr\u00e4gt oder b\u00f6se Folgen hat, je nachdem, wie und was wir ges\u00e4t haben. Im Vers 9 wird dann dazu aufgefordert, Gutes zu tun und dabei nicht m\u00fcde zu werden.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie passen nun die \u201eGenossen des Glaubens\u201c, die anscheinend bevorzugt werden, in diesen Zusammenhang? Ich m\u00f6chte es hier einmal mit folgender Deutung versuchen, die sicher nur eine von verschiedenen M\u00f6glichkeiten ist: Ich denke dabei an Christen, deren Interesse haupts\u00e4chlich den \u201efernen N\u00e4chsten\u201c gilt, die dabei die unterschiedlichsten Aktionen unterst\u00fctzen, dabei aber den \u201enahen N\u00e4chsten\u201c, das, was unmittelbar um sie herum geschieht, nicht mehr wahrnehmen. Das Gleiche ist es, wenn sich jemand haupts\u00e4chlich um die N\u00f6te anderer k\u00fcmmert und dabei die N\u00f6te seiner Glaubensgeschwister und oftmals sogar die seiner eigenen Familie \u00fcbersieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der heutige Vers will uns sagen, dass wir unsere Mitchristen und diejenigen, die uns am n\u00e4chsten stehen, nicht schlechter als unsere \u00fcbrigen Mitmenschen stellen sollen. Ja mehr noch, dass uns die Glaubensgeschwister eigentlich besonders am Herzen liegen m\u00fcssten. In der Apostelgeschichte wird in vielerlei Weise davon berichtet, wie Christen zusammenstehen und einander helfen. In den Briefen werden die Christen immer wieder zu einem geschwisterlichen Miteinander aufgefordert. Die Gemeinschaft wird hervorgehoben. Sie soll gest\u00e4rkt werden. Neben den Vorteilen, die eine Gemeinschaft dem Einzelnen bietet, hat es bis heute eine missionarische Au\u00dfenwirkung, wenn Menschen sp\u00fcren, dass es unter Christen anders zugeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Bibel ist durchaus ein Gef\u00e4lle zu erkennen, wonach man zuerst im eigenen Bereich f\u00fcr klare Verh\u00e4ltnisse sorgt, bevor man sich anderen Dingen zuwendet. Gott m\u00f6chte, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, und vor Gott gibt es kein Ansehen der Person \u2013 das ist die eine Seite. Die andere Seite ist die, dass die Christen untereinander noch einmal auf eine besondere Weise verbunden sind und als Kinder Gottes eine besondere Stellung haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott ist, auch wenn vor ihm alle Menschen gleich sind, trotzdem kein Gott der Gleichmacherei! Daran werden wir durch den heutigen Vers wieder erinnert. Ebenso wird unsere begrenzte Zeit angesprochen, die es mit guten Taten zu f\u00fcllen gilt. Nicht weil wir uns damit den Himmel verdienen k\u00f6nnten, sondern um durch S\u00e4en auf den Geist Frucht f\u00fcr die Ewigkeit zu wirken, solange wir noch Zeit dazu haben, damit unser Werk vor dem Richterstuhl Christi, beim Preisgericht, Bestand hat.<\/p>\n<p><em>In allen meinen Taten lass ich den H\u00f6chsten raten, der alles kann und hat;<\/em><br \/>\n<em>er muss zu allen Dingen, solls anders wohl gelingen, mir selber geben Rat und Tat.<\/em><\/p>\n<p><em>Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen und was mir selig ist.<\/em><br \/>\n<em>Ich nehm es, wie ers gibet; was ihm von mir beliebet, dasselbe hab auch ich erkiest.<\/em><\/p>\n<p><em>Er wolle meiner S\u00fcnden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld;<\/em><br \/>\n<em>er wird auf solch Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und haben noch mit mir Geduld.<\/em><\/p>\n<p><em>So sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat.<\/em><br \/>\n<em>Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der H\u00f6he, der wei\u00df zu allen Sachen Rat.<\/em><\/p>\n<p><strong>In allen meinen Taten (Paul Fleming 1609 &#8211; 1640)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen (Gal. 6,10) Macht Gott etwa Unterschiede? 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