{"id":21396,"date":"2024-12-08T06:00:50","date_gmt":"2024-12-08T05:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=21396"},"modified":"2024-12-06T10:47:34","modified_gmt":"2024-12-06T09:47:34","slug":"eine-jungfrau-ist-schwanger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=21396","title":{"rendered":"Eine Jungfrau ist schwanger!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Weihnachten r\u00fcckt n\u00e4her. Zum Christfest freuen wir uns \u00fcber die Geburt Jesu Christi. Der Geburt Jesu geht die Schwangerschaft Marias voraus. Mit Weihnachten sind untrennbar die Aussagen des Glaubensbekenntnisses \u201e\u2026empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria\u2026\u201c verbunden Doch was bedeuten diese Aussagen f\u00fcr uns? <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus \u2013 der ewige Gott<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem fr\u00fcheren Artikel dieser Gemeindebriefserie haben wir \u00fcber das Geheimnis nachgedacht, dass unser Gott der Dreieinige ist (Matth\u00e4us 28,19). Dabei wurde deutlich, dass Jesus Christus kein geringerer als Gott selbst ist.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben es in der Person Jesu Christi nicht nur mit einem halben Gott oder einem Gott irgendwie untergeordneten Wesen sondern mit dem vollkommenen Gott selbst zu tun (1. Johannes 5,20).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus existiert nicht erst seit seiner Geburt, sondern er ist ewig. Er ist ohne Anfang und ohne Ende. Zusammen mit seinem Vater und dem Heiligen Geist war er schon immer da und hat die Welt erschaffen ((Johannes 1,1-3; 8,58; 17,5).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine wunderbare Schwangerschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An Weihnachten feiern wir, dass dieser ewige Gott Mensch geworden ist, sozusagen in Fleisch und Blut geschl\u00fcpft ist und sichtbar und ber\u00fchrbar in diese Welt gekommen ist (Johannes 1,14+18; 1. Johannes 1,1+2). Genau genommen hat dies schon 9 Monate vorher begonnen, als Maria schwanger geworden ist (Lukas 1,26-33).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unmissverst\u00e4ndlich berichtet die Bibel die Tatsache, dass diese Schwangerschaft der Maria durch ein Wunder gewirkt wurde. Denn Maria, die mit Josef rechtsverbindlich verlobt aber noch nicht verheiratet war, war noch Jungfrau und hatte noch mit keinem Mann geschlafen (Matth\u00e4us 1,18+23; Lukas 1,27+34).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum sind die ersten Menschen, die fassungslos vor diesem Ereignis stehen Maria und Josef selbst (Matth\u00e4us 1,19; Lukas 1,34). Schlie\u00dflich wussten die Menschen auch damals, dass sowas eigentlich v\u00f6llig unm\u00f6glich ist. \u201eWie soll das zugehen?\u201c fragt Maria voller Erstaunen den Engel Gabriel, der ihr dieses Ereignis ank\u00fcndigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir uns heute fragen, wie das m\u00f6glich war, sind wir mit Maria und Josef in bester Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Horizonterweiterung!\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott schickt Engel, die Maria und Josef weiterhelfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cBei Gott ist kein Ding unm\u00f6glich.\u201c (Lukas 1,37) ist die pr\u00e4gnante Antwort des Engels Gabriel auf die Zweifel der Maria und alle unsere Zweifel. Damit rei\u00dft Gabriel uns den Horizont auf. Wir k\u00f6nnen uns nur das vorstellen, was wir Menschen kennen und was wir Menschen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gabriel stellt klar: \u201eDenkt nicht nur von Euch und von Euren begrenzten M\u00f6glichkeiten und F\u00e4higkeiten her. Denkt nicht so eng von Gott. Gott ist anders als Ihr Menschen. Darum kann er auch mehr als Ihr. Er kann auch die Naturgesetze, die er selbst geschaffen hat, durchbrechen, wann und wie er das will.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, Gabriel hat Recht! Wenn Gott wirklich Gott ist, dann ist es ja v\u00f6llig logisch, dass wir ihn nicht zur\u00fcckstutzen k\u00f6nnen auf das Ma\u00df unserer begrenzten M\u00f6glichkeiten und Vorstellungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott kann mehr als wir! Das trifft unseren Stolz. Das macht uns bescheiden und dem\u00fctig. Und das ist zugleich auch ein ganz gro\u00dfer Trost. Denn weil er mehr kann, kann er uns auch da helfen und beistehen, wo wir am Ende unserer Kr\u00e4fte und F\u00e4higkeiten sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gilt gerade f\u00fcr unsere Rettung und Erl\u00f6sung. Das Wunder der Jungfrauengeburt zeigt uns: F\u00fcr unsere Rettung sind Aktionen n\u00f6tig, die wir nicht selber machen k\u00f6nnen. Da muss der allm\u00e4chtige Gott pers\u00f6nlich mit seiner ganzen Macht aktiv werden. Und er tut es auch!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Erl\u00f6sung liegt nicht in unseren M\u00f6glichkeiten. Aber Gott macht es m\u00f6glich. Mit Maria d\u00fcrfen auch wir entdecken: \u201cBei Gott ist kein Ding unm\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sch\u00f6pferkraft &#8211; Sch\u00f6pfertat<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWas Maria empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist.\u201c (Matth\u00e4us 1,20) erf\u00e4hrt Josef vom Engel. Nicht durch die Kraft eines Menschen sondern durch die Kraft des Heiligen Geistes empf\u00e4ngt Maria das neue Leben in ihrem Leib.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Und Gabriel erkl\u00e4rt der Maria etwas genauer: \u201eDer Heilige Geist wird \u00fcber dich kommen, und die Kraft des H\u00f6chsten wird dich \u00fcberschatten.\u201c (Lukas 1,35). Diese Formulierung erinnert an den Bericht von Erschaffung der Erde am Anfang der Bibel: \u201eDer Geist Gottes schwebte \u00fcber dem Wasser.\u201c (1. Mose 1,2).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Geist Gottes bringt also die Sch\u00f6pfungskraft Gottes. Mit dieser Kraft hat er die Welt aus dem Nichts gemacht. Mit dieser Sch\u00f6pfungskraft Gottes kommt der Heilige Geist auch zu Maria und bewirkt, dass Maria neues Leben empf\u00e4ngt; dass aus einer unbefruchteten eine befruchtete Eizelle in ihrem Leib wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da geschieht kein Geschlechtsakt sondern eine Sch\u00f6pfungstat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gott wird Mensch<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist Jesus, der in der himmlischen Ewigkeit beim Vater war, aus seiner unsichtbaren Welt in unsere sichtbare Welt hin\u00fcbergekommen. Er brachte seine g\u00f6ttliche Pers\u00f6nlichkeit mit und nahm im Leib der Maria vom Leib der Maria Fleisch und Blut an (Johannes 1,14).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wurde er Mensch und blieb dabei doch gleichzeitig Gott. Wie es einmal in der Bibel \u00fcber Jesus hei\u00dft: \u201eIn ihm wohnt die ganze F\u00fclle der Gottheit leibhaftig.\u201c (Kolosser 2,9).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4re Josef der Vater von Jesus, dann w\u00e4re Jesus nur das Kind menschlicher Eltern und somit nur Mensch; vielleicht ein besonders geistbegabter und geistgeleiteter Mensch; aber eben nur ein Mensch. Doch nun ist Jesus 100% Gott und 100% Mensch in einer Person. Er ist \u201ewahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren\u201c (Martin Luther im Kleinen Katechismus).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber warum ist es denn so wichtig, dass Jesus ganz Gott und ganz Mensch in einer Person ist?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus &#8211; Gott zeigt sich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott ist eigentlich seiner Natur nach Geist \u2013 also f\u00fcr uns unsichtbar und unfassbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil in Jesus Gott als Mensch kam, wurde in ihm Gott sichtbar und fassbar. Weil Jesus selbst Gott ist, wird in seinen Worten und seinem Wirken auf Erden Gott selbst offenbar. Jesus ist Gott zum Anfassen. Wer wissen will, wer und wie der wahre Gott ist, halte sich an Jesus<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus &#8211; Gott kommt uns ganz nah<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil die Menschen Gott weglaufen und sich von ihm losrei\u00dfen, macht sich Gott auf den Weg. Jesus kommt in die Welt und geht uns sozusagen nach. So kommt er uns nahe, sucht mit uns Gemeinschaft und begibt sich sogar in die tiefsten Tiefen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht von sicherer Warte aus betrachtet unser Gott das Elend und die Not der Welt. Indem er selbst Mensch wird, wird er einer von uns. Er macht sich der Not und des Leides der Menschen selbst teilhaftig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Mensch wie wir erlebt er Schmerz und Einsamkeit, Traurigkeit und Tr\u00e4nen, Hunger und Durst, Anfechtung und Versuchung, Ablehnung und den bitteren Tod am Kreuz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum kann der uns in unserem Leiden verstehen und uns nahe sein (Hebr\u00e4er 2,17 + 4,15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jesus &#8211; Gottes rettet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur als der menschgewordene Gott konnte Jesus uns erl\u00f6sen. Denn nur weil er Mensch wurde, konnte er am Kreuz als unser Stellvertreter den Platz von uns Menschen einnehmen und unsere Strafe auf sich nehmen. Doch nur weil er dabei auch ganz Gott war, war er ohne S\u00fcnde und allm\u00e4chtig, so dass er mit seinem Leiden und Sterben f\u00fcr unsere Schuld Bezahlung und Wiedergutmachung bewirken konnte (1. Johannes 1,7).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenso hat er auch bei seiner Auferstehung als unser Stellvertreter gewirkt. Weil er Gott ist, konnte der Tod ihn nicht halten. Weil er Mensch ist, d\u00fcrfen wir wissen, dass er als unser Stellvertreter auferstanden ist und damit auch unseren Tod besiegt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenso bei der Himmelfahrt: Weil er Gott ist, hatte er Macht in die unsichtbare Herrlichkeit einzugehen. Weil er Mensch ist, d\u00fcrfen wir wissen: Bei seiner Himmelfahrt hat Jesus als unser Stellvertreter gehandelt und uns damit einen Platz in der Herrlichkeit reserviert (Epheser 2,6).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch das alles beginnt mit diesem machtvollen Wunder der rettenden Liebe Gottes:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201e\u2026empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfr. Matthias K\u00f6hler, Kirchengemeinde N\u00fcmbrecht<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Gemeindebrief, November-Dezember 2019<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weihnachten r\u00fcckt n\u00e4her. Zum Christfest freuen wir uns \u00fcber die Geburt Jesu Christi. Der Geburt Jesu geht die Schwangerschaft Marias voraus. Mit Weihnachten sind untrennbar die Aussagen des Glaubensbekenntnisses \u201e\u2026empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria\u2026\u201c verbunden Doch was bedeuten diese Aussagen f\u00fcr uns? 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