{"id":21364,"date":"2024-11-28T10:40:18","date_gmt":"2024-11-28T09:40:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=21364"},"modified":"2024-11-28T11:38:10","modified_gmt":"2024-11-28T10:38:10","slug":"mit-menschen-oder-engelszungen-reden-die-umstrittene-gabe-der-zungenrede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=21364","title":{"rendered":"Mit Menschen- oder Engelszungen reden? &#8211; Die umstrittene Gabe der Zungenrede"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Begabungen spielen in unserem Leben eine wichtige Rolle. Musikalischen Menschen f\u00e4llt es leichter, ein Instrument spielen zu lernen. Andere haben eine sprachliche Begabung, sind sehr sportlich, verf\u00fcgen \u00fcber handwerkliche F\u00e4higkeiten oder k\u00f6nnen gut tanzen. Als Christen wissen wir, dass uns dies nicht zuf\u00e4llig zuteilwird. Wir sind einzigartige Gesch\u00f6pfe Gottes. Aussehen, Charakter, Pers\u00f6nlichkeit und Begabungen verdanken wir unserem Sch\u00f6pfer, der uns gewollt hat und von Anfang an einen guten Plan mit unserem Leben verfolgt. Darum wird beispielsweise bei der Berufswahl f\u00fcr jeden Christen die Frage eine Rolle spielen, welche Gaben er von Gott bekommen hat und wie er diese Gaben in guter Weise f\u00fcr seinen Herrn nutzen kann.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun zeigt uns die Bibel, dass es neben den nat\u00fcrlichen Begabungen noch besondere Gaben gibt, die sich nur bei Christen finden. Im 1. Korintherbrief nennt Paulus beispielsweise die geistliche F\u00e4higkeit, von Weisheit oder Erkenntnis zu reden. Dann gibt es sogar die Gabe, gesund zu machen, Wundert\u00e4tigkeit, prophetische Rede, Zungenrede oder die geistliche F\u00e4higkeit, Zungenrede auszulegen. Der Apostel stellt zusammenfassend fest: <em>\u201eEs sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Gott. In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller\u201c<\/em> (1Kor 12,4+7). Das griechische Wort an dieser Stelle (charisma) bedeutet \u201eGeschenk\u201c oder \u201eGnadengabe\u201c.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Durch besondere Gnadengaben offenbart sich der Heilige Geist also in oder durch die Gl\u00e4ubigen. Die anschlie\u00dfende Aufz\u00e4hlung verdeutlicht, dass diese geistlichen Begabungen ganz unterschiedlich ausfallen k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Der Heilige Geist gibt Christen verschiedene Gaben und F\u00e4higkeiten, damit sie f\u00fcr die Gemeinde genutzt und eingesetzt werden, um anderen Christen zu dienen.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Paulus stimmt hier ganz mit dem Apostel Petrus \u00fcberein, der an die Christen in Kleinasien schreibt: \u201eD<em>ient einander, ein jeder mit der Gabe (charisma), die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes\u201c<\/em> (1Petr 4,10). Eine dieser Gnadengaben, die sog. \u201eZungenrede\u201c, wollen wir im Folgenden n\u00e4her beleuchten. Da die Zungenrede heute noch f\u00fcr viele Christen besonders bedeutsam zu sein scheint, andererseits aber auch heftig umstritten ist, m\u00f6chten wir pr\u00fcfen, was Gott in seinem Wort dazu sagt. Immerhin wird diese besondere Gabe mehrfach in der Bibel erw\u00e4hnt. Sollte sie da nicht auch in der lutherischen Kirche eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen, die ja uneingeschr\u00e4nkt an der Bibel festhalten will?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Was ist Zungenrede?<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die neuzeitliche Ausbreitung der Zungenrede unter evangelischen Christen nahm ihren Anfang in den USA durch die Bewegung des sog. \u201eSecond Awakening\u201c (Zweite Erweckung). In diesem geistlichen Aufbruch spielte Charles Grandison Finney (1792-1875) eine bedeutsame Rolle. Er entwickelte besondere Methoden, die Menschen zu einem Bekehrungserlebnis f\u00fchren sollten. Zudem kn\u00fcpfte er an die Auffassungen des bekannten Methodistenpredigers John Wesley im Hinblick auf ein besonderes Heiligungserlebnis an, das zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt auf das Bekehrungserlebnis folge. Finney lehrte, dass es im Christenleben die besondere Erfahrung einer Krafttaufe oder Geistestaufe gebe. W\u00e4hrend des \u201eSecond Awakening\u201c kam es zu auff\u00e4lligen oder geradezu bizarren Erscheinungen, die man dann als ein besonderes Wirken des Heiligen Geistes deutete: Menschen brachten Tierlaute hervor, brachen in \u201eheiliges Gel\u00e4chter\u201c aus, kippten um oder redeten in Zungen.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Begriff \u201eGeistestaufe\u201c stammt allerdings nicht von Finney selber, sondern von dessen Freund und Kollegen Asa Mahan, der dem Erlebnis diesen Namen gab. Der Evangelist Reuben Torrey nahm den Begriff sp\u00e4ter auf und systematisierte ihn in seinem Lehrbuch. Er versteht unter der Geistestaufe eine besondere Erfahrung, die ein Christ nach seiner Bekehrung machen kann und die uns mit Kraft aus der H\u00f6he und mit Geistesgaben f\u00fcr den Dienst ausr\u00fcstet. Die sp\u00e4teren Gr\u00fcnder der Pfingstbewegung \u00fcbernahmen diese Auffassung und f\u00fcgten als weiteren Punkt hinzu, dass die Zungenrede das Zeichen ist, an dem wir erkennen k\u00f6nnen, dass wir eine solche Geistestaufe empfangen haben.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Dies erkl\u00e4rt, warum gerade die Zungenrede eine besondere Bedeutung unter den Geistesgaben bekam, \u2013 sieht man eben darin doch den Beweis daf\u00fcr, dass man mit dem Heiligen Geist getauft ist. Inwieweit sich dies aber biblisch begr\u00fcnden l\u00e4sst, bleibt zweifelhaft. Immerhin lehrt Paulus im 1. Korintherbrief: \u201eDenn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getr\u00e4nkt\u201c (1Kor 12,13). Doch im gleichen Kapitel f\u00fcgt er schlie\u00dflich noch folgende rhetorischen Fragen hinzu, die allesamt mit \u201eNein\u201c zu beantworten sind: \u201eHaben alle die Gabe gesund zu machen? Reden alle in Zungen? K\u00f6nnen alle auslegen?\u201c (1Kor 12,30). Wenn alle Christen mit dem Heiligen Geist getauft sind und trotzdem nicht alle Christen \u00fcber die F\u00e4higkeit der Zungenrede verf\u00fcgen, dann kann die Geistesgabe der Zungenrede jedenfalls nicht der ausschlie\u00dfliche und einzige Beweis daf\u00fcr sein, dass man eine Geistesgabe erhalten hat.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was man dabei unter Geistestaufe und Zungenrede versteht, kann ein Beispiel verdeutlichen, das man aus der Anfangszeit der Pfingstbewegung \u00fcberliefert. Thomas Ball Barratt (1862-1940) gilt als Pioniergestalt des europ\u00e4ischen Pentekostalismus<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>. Er wirkte als Prediger, Pastor und Gemeindeleiter in Norwegen und brachte die Pfingstbewegung nach Norwegen und Europa.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Er schildert mit eigenen Worten das Erlebnis seiner Geistestaufe, die er am 15. November 1906 empfing: <em>\u201eDie Kraft kam so pl\u00f6tzlich und m\u00e4chtig, dass ich am Boden lag und f\u00fcr einige Zeit unaufh\u00f6rlich in Zungen redete \u2026 Es schien, als ob eine eiserne Hand \u00fcber meinen Kiefern lag. Sowohl Kiefer als auch die Zunge wurden von dieser unsichtbaren Kraft bewegt.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Zungenrede ist also nach dieser Auffassung ein Reden, das man nicht bewusst oder aus eigener Kraft hervorbringt. Man wird von einer fremden Macht gesteuert und kontrolliert, wobei die Worte oder Laute, die man \u00e4u\u00dfert, anscheinend zumindest nicht immer eine bekannte menschliche Sprache darstellen. G.-F. Rendal, der selbst einmal \u00fcberzeugter Pfingstler war, erinnert sich: <em>\u201eWas mich beim Anh\u00f6ren von Zungenreden immer verunsichert hat, war die Tatsache, dass es immer unverst\u00e4ndlich war und nicht eigentlich einer gesprochenen Sprache glich. Ich selbst habe mehrere Sprachen studiert und fand diese Laute des Zungenredens eher ungew\u00f6hnlich. Ich vertraute mich einem bef\u00e4higten Pfarrer an, der mir erkl\u00e4rte, es k\u00f6nnte sich um einen Dialekt eines Stammes aus S\u00fcdamerika, aus dem Matto Grosso<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><strong>[11]<\/strong><\/a> oder Zentralafrika handeln.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Agnes N. Ozman, die nach Handauflegung durch Charles Fox Parham (1873-1929), dem Gr\u00fcnder der Pfingstbewegung, die Geistestaufe empfing und in Zungen redete, soll drei Tage lang nicht mehr f\u00e4hig gewesen sein, Englisch zu sprechen. Stattdessen sprach sie etwas, das sich wie Chinesisch anh\u00f6rte.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Und es soll Leute gegeben haben, die kein \u201eSterbensw\u00f6rtlein Pakistanisch konnten, sich angeblich in dieser Sprache oder in Altgriechisch so klar und sprachgewandt ausdr\u00fcckten, dass es selbst einem Universit\u00e4tsprofessor Ehre gemacht h\u00e4tte.\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Dennoch handelt es sich in den meisten F\u00e4llen offenbar um eine unbekannte und unverst\u00e4ndliche Sprache, die man deshalb auch mitunter als Sprache der Engel oder des Himmels bezeichnet.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Die Verbreitung der Zungenrede<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Muss man solch ein unerkl\u00e4rliches Ph\u00e4nomen zwangsl\u00e4ufig als ein besonderes Wirken des Heiligen Geistes auffassen? Immerhin gibt es eine solche Geistesgabe nach den Aussagen der Bibel. Paulus deutet sogar an, dass er selbst in Zungen redet (1Kor 14,18). Und er sagt: <em>\u201eIch wollte, dass ihr alle in Zungen reden k\u00f6nntet \u2026\u201c<\/em> (1Kor 14,15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings ist das Ph\u00e4nomen der Zungenrede keineswegs auf Pfingstler oder Charismatiker beschr\u00e4nkt. Es wird berichtet, dass schon die heidnische Priesterin Pythia \u00f6fters in Ekstase geriet und in Zungen redete, wenn man das Orakel in Delphi befragte. Bedenkt man, dass die Stadt Korinth genau wie Delphi am Golf von Korinth lag, dr\u00e4ngt sich die Frage auf, ob Zungenrede vielleicht infolge der r\u00e4umlichen N\u00e4he zu Delphi f\u00fcr die Korinther so bedeutsam war.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Dar\u00fcber hinaus gibt es Zungenrede aber auch im Islam oder im Hinduismus.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Und die Entstehung der Neuapostolischen Kirche begann ebenfalls damit, dass die Anh\u00e4nger Edward Irvings (1792-1834)<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> meinten, dem Weltende m\u00fcsse ein neues Pfingsten vorausgehen. Man erwartete eine neue Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes und die Wiedererweckung der apostolischen Geistesgaben. Daraufhin erhielt eine N\u00e4herin am 21. M\u00e4rz 1830 die Gabe des Zungenredens und sprach lallende, unverst\u00e4ndliche Gebete.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Sp\u00e4ter ging man den eingeschlagenen Weg konsequent weiter und setzte neue Apostel ein. Auch im Spiritismus<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> ist Zungenrede ein verbreitetes Ph\u00e4nomen.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Und selbst das Buch Mormon lehrt die Gabe der Zungenrede (Mormon 9,6-9).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entweder geht man davon aus, dass der Geist Gottes dann auch in all diesen Bewegungen, ja sogar in heidnischen Religionen in dieser besonderen Weise wirkt. Oder man gesteht sich n\u00fcchtern ein, dass das Ph\u00e4nomen der Zungenrede an sich noch kein zwingender Beweis f\u00fcr das Wirken des Heiligen Geistes ist. Vor allem muss hier aber bedacht werden, dass Paulus im 1. Korintherbrief klar bezeugt: <em>\u201eDie Geister der Propheten sind den Propheten untertan\u201c<\/em> (1Kor 14,32). Alexander Seibel stellt demzufolge zu Recht fest: <em>\u201eGott zwingt jedenfalls seine Gesch\u00f6pfe nie. Seine Liebe kennt ein Leiten, F\u00fchren \u2026, aber keinen Zwang.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> Beschreiben Menschen das Zungenreden so, dass sie dabei von einer fremden Macht gesteuert oder kontrolliert werden, erinnert dies jedenfalls mehr an d\u00e4monische Besessenheit oder Berichte \u00fcber Steuerung durch Geister aus dem Bereich des Spiritismus.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Die Bedeutung der Zungenrede<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Geistesgabe der Zungenrede oder Glossolalie<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> wird an verschiedenen Stellen in der Bibel erw\u00e4hnt: Mk 16,17; Apg 2,1-13; Apg 10,44-46; Apg 18,6; 1Kor 12-14. Die einzige Stelle in den Evangelien, die diese Gabe nennt, wird von Bef\u00fcrwortern des Zungenredens gern angef\u00fchrt, um die Gabe zu verteidigen und allen Gl\u00e4ubigen als besonders erstrebenswert nahezulegen: <em>\u201eDie Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie b\u00f6se Geister austreiben, in neuen Zungen reden \u2026\u201c <\/em>(Mk 16,17). Tats\u00e4chlich kann man aber aus diesen Worten Jesu nicht folgern, dass uns die Zungenrede besonders aufgetragen ist. Aufgetragen sind uns Evangeliumsverk\u00fcndigung und Taufe (Mk 16,15f). Jesus nennt daneben besondere Zeichen, die den Gl\u00e4ubigen folgen.<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Rolf Borszik folgert daher zu Recht:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Hier verhei\u00dft Christus als ein folgendes Zeichen auch die Zungenrede, befiehlt aber nicht, sie zu tun. Denn dieses und alle Wunderzeichen kann kein Mensch auf Befehl \u201emachen\u201c, sie \u201efolgen\u201c vielmehr, wann und wo Gott will. Darum schlie\u00dft Paulus 1Kor 12,11 die Aufz\u00e4hlung von Geistesgaben mit dem Satz ab: \u201eDies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Verhei\u00dfung Jesu hat sich in besonderer Weise am Pfingsttag in Jerusalem erf\u00fcllt (Apg 2,1-13). Gott machte seine Verhei\u00dfung wahr durch die Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes, der die Herzen der J\u00fcnger erf\u00fcllte. Dies darf man nicht so verstehen, als sei der Heilige Geist nun \u00fcberhaupt zum ersten Mal in Erscheinung getreten. Er wird auch schon im Alten Testament mehrfach erw\u00e4hnt. Im Alten Bund bekamen Gl\u00e4ubige den Heiligen Geist aber nur f\u00fcr eine bestimmte Zeit und f\u00fcr eine bestimmte Situation. Nun kommt der Heilige Geist dauerhaft, wie es Jesus verhei\u00dfen hat: <em>\u201eIch werde euch einen anderen Beistand geben, der bei euch bleiben wird in Ewigkeit\u201c<\/em> (Joh 14,16).<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erf\u00fcllt mit dem Heiligen Geist beginnen die J\u00fcnger, in anderen Sprachen die gro\u00dfen Taten Gottes zu preisen (Apg 2,4.11). Offensichtlich handelt es sich dabei allerdings nicht um Sprachen der Engel oder ein \u201ehimmlisches Kauderwelsch\u201c. Lukas berichtet: <em>\u201eAls nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde best\u00fcrzt; denn ein jeder h\u00f6rte sie in seiner eigenen Sprache reden\u201c<\/em> (Apg 2,6). In den folgenden Versen werden dann die verschiedenen Nationen aufgez\u00e4hlt, die hier zusammengekommen sind und sich nun dar\u00fcber wundern, dass die J\u00fcnger in all diesen Sprachen reden, obwohl sie alle aus Galil\u00e4a stammen. Daran schlie\u00dft sich dann erst die eigentliche Predigt des Petrus an (Apg 2,14-36). Er erkl\u00e4rt das Pfingstwunder, verk\u00fcndigt Jesu Tod und Auferstehung und verbindet die geschehene Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes mit dem erh\u00f6hten Jesus Christus. Als die Zuh\u00f6rer erschrocken fragen: <em>\u201eIhr M\u00e4nner, liebe Br\u00fcder, was sollen wir tun?\u201c, da antwortet Petrus: \u201eTut Bu\u00dfe und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer S\u00fcnden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes\u201c<\/em> (Apg 2,38). Rund 3.000 Menschen nehmen dieses Angebot an. Und Lukas berichtet von deren Taufe, dem folgenden Leben in der Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen, \u2013 aber von keinem weiteren Reden in fremden, nicht erlernten Sprachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Bedeutung hatte nun dieses Zungenreden am Pfingsttag? Offenkundig weckte es das Interesse der Zuh\u00f6rer, die kommen und der Predigt des Petrus bereitwillig folgen. Aber ersch\u00f6pft sich darin schon die Bedeutung des besonderen Zeichens? Rendal weist hier zu Recht auf die Frage der ratlosen Zuh\u00f6rer hin (\u201eWas will das werden?\u201c) und auf die Antwort, die Petrus in seiner Predigt darauf gibt. Der Apostel zeigt, dass sich mit der Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes und dem Zungenreden die alte Verhei\u00dfung aus Joel 3,1-5 erf\u00fcllt hat: <em>\u201e\u2026 ich will ausgie\u00dfen von meinem Geist auf alles Fleisch (V. 17) \u2026 Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden. (V. 21)\u201c<\/em> Rendal folgert: <em>\u201eJeder \u2013 jedes Fleisch- das ist die Antwort! Der Zweck? Diesen \u2026 Juden, die von \u00fcberall herbeigekommen waren, zu sagen, dass das Evangelium auch f\u00fcr die Menschen von \u00fcberall war!\u201c<\/em><a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a> Schon das alttestamentliche Buch Jona verdeutlicht beispielsweise, wie undenkbar es offenkundig f\u00fcr viele Israeliten war, dass Gottes Liebe und sein Heilsangebot nicht auf Israel beschr\u00e4nkt sind, sondern allen Menschen gilt. Und die Evangelien samt der Apostelgeschichte verdeutlichen, wie tief dieses Denken selbst in den J\u00fcngern Jesu sa\u00df und wieviel n\u00f6tig war, dass sie schlie\u00dflich die frohe Botschaft entsprechend dem Auftrag Jesu auch \u00fcber Israel hinaus in der Welt ausbreiteten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Beobachtung best\u00e4tigt sich auch an den wenigen anderen Stellen, an denen das Zungenreden in der Apostelgeschichte Erw\u00e4hnung findet. Ob man Apg 8,17 mit dazu z\u00e4hlt, ist eine Frage der Auslegung, denn die Zungenrede wird hier nicht explizit erw\u00e4hnt. Es geht um Samariter, die gl\u00e4ubig wurden und die Taufe empfingen. Als die Apostel in Jerusalem davon erfahren, senden sie Petrus und Johannes nach Samaria. Die erkennen, dass der Heilige Geist <em>\u201enoch auf keinen von ihnen gefallen\u201c<\/em> war (V. 16). So beten sie f\u00fcr die Samariter und legen ihnen die H\u00e4nde auf. Danach empfingen die Samariter den Heiligen Geist, was sich offenbar besonders nach au\u00dfen hin kundtat \u2013 also durch Zungenrede oder andere Geistesgaben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deutlicher liegt der Fall bei dem r\u00f6mischen Hauptmann Cornelius in C\u00e4sarea, einem geb\u00fcrtigen Heiden. Gemeinsam mit Verwandten und engen Freunden begegnet er dem Apostel Petrus, der mit einigen Mitarbeitern in sein Haus gekommen ist und nun die frohe Botschaft verk\u00fcndigt. Lukas berichtet: <em>\u201eW\u00e4hrend Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuh\u00f6rten\u201c<\/em> (Apg 10,44). Dabei l\u00f6st die Tatsache, dass auch die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes empfangen, bei Petrus und seinen Vertrauten Entsetzen aus. Aber woran haben sie das erkannt? <em>\u201eDenn sie h\u00f6rten, dass sie in Zungen redeten und Gott hoch priesen\u201c<\/em> (Apg 10,46). Aber wenn Petrus und die anderen gl\u00e4ubig gewordenen Israeliten diese Zungenrede verstehen konnten, handelte es sich hier doch offenbar ebenfalls um kein \u201ehimmlisches Kauderwelsch\u201c. Es scheint doch auch hier so zu sein, dass Cornelius und seine Verwandten und Freunde eine bekannte Sprache sprechen, die sie aber selbst nicht gelernt hatten. Diese Annahme best\u00e4tigt sich im folgenden Kapitel der Apostelgeschichte, wo wir h\u00f6ren, dass Petrus zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt in Jerusalem \u00fcber die Ereignisse bei Cornelius berichtete. Hier sagt er: <em>\u201eAls ich aber anfing zu reden, fiel der Heilige Geist auf sie ebenso wie am Anfang auf uns\u201c<\/em> (Apg 11,15). Petrus vergleicht<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a> also die Ereignisse in C\u00e4sarea mit der Geistausgie\u00dfung am Pfingsttag, die sich gerade durch das sich anschlie\u00dfende Sprachenwunder \u00e4u\u00dferlich manifestierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Bedeutung hatte nun diese Zungenrede in C\u00e4sraea? Ihr Zweck wird aus der Schlussfolgerung erkennbar, die Petrus zieht: <em>\u201eKann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, die den Heiligen Geist ebenso empfangen haben wie wir?\u201c<\/em><a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a> (Apg 10,47). Die Christen in Jerusalem gelangen zu einer \u00e4hnlichen Einsicht, als sie sp\u00e4ter den Bericht des Petrus h\u00f6ren: <em>\u201eSo hat Gott auch den Heiden die Umkehr gegeben, die zum Leben f\u00fchrt\u201c<\/em> (Apg 11,18). Rolf Borszik stellt fest:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Versetzt man sich nicht in die Lage der damaligen [Juden-]Christenheit, so bleibt einem die Spannung dieses Kapitels fremd. F\u00fcr einen Juden stand und fiel seit den Zeiten der Erzv\u00e4ter die Zugeh\u00f6rigkeit zum Volk Gottes mit der Beschneidung, wie sie Gott dem Abraham und seinen Nachkommen geboten hatte (1Mose 17). Dies war aber nun mit dem Kommen Christi abgetan (Gal 5,6), worauf schon das Sprachenwunder zu Pfingsten hingewiesen hatte \u2026 Trotzdem wehrten sich die Judenchristen \u2013 teilweise sehr hartn\u00e4ckig \u2013 gegen diese Wahrheit, dass durch Christus \u201eder Zaun abgebrochen\u201c war zwischen Juden und Heiden, zwischen B\u00fcrgern im Volk Gottes und Fremden ohne B\u00fcrgerrecht. Auch in Petrus musste diese Erkenntnis erst reifen. Gott musste bei ihm erst die Scheu \u00fcberwinden, das Haus des heidnischen Hauptmanns Cornelius zu betreten, indem er ihm ein mit unreinen Tieren gef\u00fclltes Tuch erscheinen lie\u00df und zu ihm sprach: \u201eSchlachte und iss!\u201c In seiner Treue zum alttestamentlichen Gesetz widerspricht Petrus dreimal sogar der Stimme Gottes.<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\"><strong>[31]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bedenkt man, welch tiefe Abneigung Juden zu biblischer Zeit gegen\u00fcber Samaritern hegten (die man letztlich auch als Heiden ansah), liegt auf der Hand, welchen Zweck das Zungenreden in Apg 8,15 erf\u00fcllt (sofern es hier tats\u00e4chlich um Zungenrede geht). Als Samariter einmal Jesus nicht gastlich aufnehmen wollten, da er sich auf dem Weg nach Jerusalem befand, schlugen Jakobus und Johannes vor, Feuer vom Himmel fallen zu lassen, um die Samariter zu richten. Nun kehren Petrus und Johannes zu den Samaritern zur\u00fcck, nicht um Feuer zu erbitten, das die Samariter richtet, sondern um daf\u00fcr zu beten, dass ihnen die Gnade des vollen Heils gegeben wird (Apg 8,15).<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein letztes Mal wird die Zungenrede in Apg 19,1-7 erw\u00e4hnt. Dieser Abschnitt w\u00fcrde eigentlich eine intensivere Behandlung erfordern, denn es stellen sich dazu einige Fragen \u2013 und nicht alle sind zufriedenstellend zu beantworten. F\u00fcr unsere Zwecke gen\u00fcgen aber folgende Beobachtungen, die v\u00f6llig klar sind und das bisher Erarbeitete best\u00e4tigen: (1) Lukas berichtet, dass der Heilige Geist auf die sog. Johannesj\u00fcnger fiel, woraufhin diese in Zungen redeten und weissagten. Zungenrede ist hier also offenbar ein f\u00fcr die H\u00f6rer verst\u00e4ndliches Weissagen in bekannten Sprachen.<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a> (2) Der Zweck der Zungenrede besteht offenkundig auch hier darin, dass Gott den \u00dcbergang des Alten Bundes in den Neuen Bund durch ein besonderes Zeichen best\u00e4tigt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Hier erfolgt schlie\u00dflich die Eingliederung der Johannesj\u00fcnger (V. 3) in die eine Gemeinde des Neuen Bundes. Ihnen ist die Zungenrede und Weissagung die Best\u00e4tigung f\u00fcr den Empfang des Heiligen Geistes und damit f\u00fcr die Richtigkeit des vollst\u00e4ndigen \u00dcbergangs zum Neuen Bund (vgl. Joh 3,30f; Hebr 8,13) sowie auch ein Zeichen f\u00fcr dessen weltweite Geltung. Apg 18,25ff zeigt, wie stark die Verquickung von Johannes- und Christusj\u00fcngerschaft sein konnte; ein deutliches Zeichen f\u00fcr den \u00dcbergang war notwendig.<\/em><a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich gibt es noch viele weitere Berichte in der Apostelgeschichte \u00fcber die Bekehrung von Menschen oder die Entstehung christlicher Gemeinden. Doch wir h\u00f6ren an keiner anderen Stelle etwas von der Zungenrede. Ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt ist diese besondere Geistesgabe nur an den geschilderten herausragenden Ereignissen der Heilsgeschichte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Zungenrede im 1. Korintherbrief<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bef\u00fcrworter der Zungenrede weisen manchmal darauf hin, dass sich die Aussagen des 1. Korintherbriefes in mancher Hinsicht von denen in der Apostelgeschichte unterscheiden. Zungenrede meine hier ein Reden in unbekannten Sprachen. Wieso w\u00fcrde Paulus sonst darauf bestehen, dass jemand die besondere Gabe der Auslegung besitzt? Offensichtlich geht es also nun um eine Sprache, die niemand einfach so kennt und versteht. Au\u00dferdem mache Paulus einen weiteren Zweck der Zungenrede deutlich, wenn er sagt: <em>\u201eWer in Zungen redet, der erbaut sich selbst\u201c<\/em> (1Kor 14,4a). Zungenrede definiert man dann folglich als ein Reden f\u00fcr Gott in unbekannten Sprachen, das der eigenen Erbauung dient. Und man folgert, Paulus ermutige ausdr\u00fccklich dazu, wenn er sagt: <em>\u201eIch wollte, dass ihr alle in Zungen reden k\u00f6nntet\u201c<\/em> (1Kor 14,5) oder: <em>\u201eStrebt nach den gr\u00f6\u00dferen Gaben!\u201c<\/em> (1Kor 12,31).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber hat Paulus an dieser Stelle tats\u00e4chlich ein Reden in unverst\u00e4ndlichen, unbekannten Sprachen vor Augen, dass sich von der in der Apostelgeschichte erw\u00e4hnten Sprachenrede (Glossolalie) unterscheidet? \u00a0Rendal spricht sich klar gegen diese Annahme aus. Denn Paulus deutet zwar in 1Kor 13,1 ein Reden in Menschen- oder Engelszungen an. Doch in 2Kor 12,4 bezeugt er, dass kein Mensch die Sprachen der Engel sprechen kann, die Paulus bei seiner besonderen Offenbarung im Paradies sprechen h\u00f6rte.<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a> Zudem weist Rendal auf die schlichte Tatsache hin, dass Lukas und Paulus die gleiche griechische Ausdrucksweise verwenden (<em>glossa lalein<\/em>). Wenn Verschiedenes gemeint w\u00e4re, m\u00fcsste dies auch durch verschiedene Ausdr\u00fccke oder durch andere klare Hinweise im Text deutlich werden. Dies ist aber nicht der Fall.<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a> Dass andere Korinther das bei dem Zungenreden Gesprochene ohne Auslegung nicht verstanden, gilt doch auch bei Fremdsprachen, die den Korinthern selbst nicht gel\u00e4ufig waren. Man muss also nicht zwingend von einem \u201ehimmlischen Kauderwelsch\u201c ausgehen. Sofern andere Korinther die betreffenden Sprachen nicht kannten, waren sie ihnen doch ebenso unverst\u00e4ndlich wie dem Zungenredner, der sie ja auch nur durch ein besonderes Wirken des Heiligen Geistes sprechen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber besteht der Zweck dieser Geistesgabe tats\u00e4chlich darin, dass sich der Sprecher durch Nutzung seiner Gabe selbst erbaut? Tats\u00e4chlich sagt Paulus: <em>\u201eWer in Zungen redet, der erbaut sich selbst, wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde\u201c<\/em> (1Kor 14,4). Das hei\u00dft: Der Zungenredner erbaut sich zwar selbst, wenn er seine Gabe in dieser Weise nutzt. Aber die Gemeinde wird dadurch nicht erbaut, sofern kein Ausleger da ist, der das Gesagte \u00fcbersetzen und erkl\u00e4ren kann. Darum zieht Paulus die Gabe des prophetischen Redens vor, da ein solches Reden schon von sich aus f\u00fcr alle verst\u00e4ndlich ist. Geistesgaben sind aber nicht in erster Linie f\u00fcr die eigene geistliche Bed\u00fcrfnisbefriedigung gedacht, sondern sie sollen zum Nutzen aller eingesetzt werden (1Kor 12,4ff). Und wenn Paulus sagt: <em>\u201eIch wollte, dass ihr alle in Zungen reden k\u00f6nntet\u201c<\/em>, dann f\u00fcgt er hinzu: <em>\u201e\u2026 aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch reden k\u00f6nntet. Denn wer prophetisch redet, ist gr\u00f6\u00dfer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, damit die Gemeinde dadurch erbaut werde\u201c<\/em> (1Kor 14,5). Die gr\u00f6\u00dfere Gabe, nach der wir streben sollen, ist nach dem Zusammenhang auch nicht die Zungenrede, sondern die Liebe, ohne die alles Reden in Menschen- und Engelszungen und selbst alles prophetische Reden nichts ist (1Kor 12,29 &#8211; 13,2).<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\">[37]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo Paulus dann tats\u00e4chlich auf den Zweck der Zungenrede zu sprechen kommt, da er\u00f6ffnet er eine Perspektive, die leider oft v\u00f6llig \u00fcbersehen wird: <em>\u201eDarum ist die Zungenrede ein Zeichen nicht f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen, sondern f\u00fcr die Ungl\u00e4ubigen; die prophetische Rede aber ein Zeichen nicht f\u00fcr die Ungl\u00e4ubigen, sondern f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen\u201c<\/em> (1Kor 14,22). Rendal, der fr\u00fcher selbst \u00fcberzeugter Pfingstler war, erinnert sich, dass er durch diese biblischen Aussagen ins Nachdenken gef\u00fchrt wurde:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>W\u00e4hrend Jahren hatte ich diesen Text gelesen, ohne ihn wirklich zu sehen; jetzt stach er mir f\u00f6rmlich in die Augen. Niemals hatte mich jemand auf diese Lehre des Heiligen Geistes aufmerksam gemacht. Was man in den Gemeinden lehrte, war meistens das Gegenteil. Immer hatte ich die Leute sagen h\u00f6ren, es sei ein Zeichen f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen, dass die Gl\u00e4ubigen dieses Zeichen f\u00fcr sich selbst suchen m\u00fcssten und vor allem, dass es das Zeichen daf\u00fcr sei, dass die Gl\u00e4ubigen die Geistestaufe empfangen h\u00e4tten.<a href=\"#_ftn38\" name=\"_ftnref38\"><strong>[38]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offenkundig ist also die Zungenrede kein Zeichen f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen, sondern f\u00fcr die Ungl\u00e4ubigen. Wer aber ist hier mit den Ungl\u00e4ubigen gemeint? Das ergibt sich aus dem \u201edarum\u201c zu Beginn von V. 22.<a href=\"#_ftn39\" name=\"_ftnref39\">[39]<\/a> Paulus begr\u00fcndet diese Schlussfolgerung mit einer Stelle aus dem Propheten Jesaja, die er vorher zitiert hat (Jes 28,11f). Mit den Ungl\u00e4ubigen sind folglich die ungl\u00e4ubigen Juden gemeint, denen Gott sein Wort verk\u00fcndigt hatte, aber die nicht glauben wollten. Rolf Borszik bemerkt dazu:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Entscheidend aber ist nun weiter, dass Gott in dem von Paulus zitierten Wort das Gericht ank\u00fcndigt, und zwar durch \u201edie Assyrer, die als Volk mit unverst\u00e4ndlicher Sprache das Gericht \u00fcber Israel ausf\u00fchren werden, nachdem es das verst\u00e4ndliche Wort der Propheten verachtet hat.\u201c<a href=\"#_ftn40\" name=\"_ftnref40\"><strong>[40]<\/strong><\/a> Ist aber die unverst\u00e4ndliche Sprache ein Gericht, dann sollte und w\u00fcrde sie bei dem ungl\u00e4ubigen Volk auch nicht Glauben wirken: \u201e\u2026 sie werden mich auch so nicht h\u00f6ren.\u201c Sie dient also zur Verstockung. Diese Tatsache wendet nun Paulus, vom Heiligen Geist geleitet, auf die Zungenrede an, die Gerichtszeichen f\u00fcr die ungl\u00e4ubigen Juden ist und als solches auch ungl\u00e4ubigen \u201eFremden\u201c nicht zum Glauben verhelfen kann.<\/em><a href=\"#_ftn41\" name=\"_ftnref41\">[41]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5. Das Ende der Zungenrede<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Paulus den 1. Korintherbrief schreibt, ist also aus dem Zeichen, das anfangs als Hilfe zum Glauben gegeben war, ein Gerichtszeichen geworden. Aber liegt dann nicht doch ein Widerspruch vor zwischen den Aussagen des 1. Korintherbriefes und der Apostelgeschichte? Dazu noch einmal Rolf Borszik:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wie dasselbe Gotteswort, das zum Heil gegeben ist, dennoch bei hartn\u00e4ckiger Verachtung Verstockung wirken kann, so kann das doch auch bei einem Zeichen sein. Paulus redet ja in 1Kor 14 nicht davon, wozu das Zeichen zuerst und eigentlich gegeben war, sondern davon, was es jetzt ist. Denn inzwischen hatte sich doch das Evangelium in den umliegenden heidnischen L\u00e4ndern ausgebreitet bis hin nach Europa. Gemeinden aus Juden und Heiden waren entstanden. Christen in verschiedenen L\u00e4ndern lobten Gott in ihren Sprachen f\u00fcr ihre Rettung und breiteten die frohe Botschaft in ihren Sprachen aus. Nun war das Zeichen nicht mehr n\u00f6tig, das gegeben war, um diese Wende vom alttestamentlichen Gottesvolk zur universalen (= weltweiten) einen Kirche des Neuen Testaments herbeif\u00fchren zu helfen. Das Evangelium in den vielen Sprachen war ja noch ein viel gr\u00f6\u00dferes Zeichen.<\/em><a href=\"#_ftn42\" name=\"_ftnref42\">[42]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus verbietet zwar im 1. Korintherbrief denen nicht die Aus\u00fcbung der Zungenrede, die diese Gabe noch haben. Aber er d\u00e4mmt den ausufernden Gebrauch der Zungenrede ein und lenkt den Gottesdienst der Korinther in geordnete Bahnen. Selbst, wenn jemand da ist, der \u00fcber die Gabe der Auslegung verf\u00fcgt, soll die Zungenrede trotzdem nur begrenzt gebraucht werden (1Kor 14,26-33). Die angesprochene Selbsterbauung verbietet Paulus nicht ausdr\u00fccklich. Aber er macht deutlich, dass demjenigen noch das Gr\u00f6\u00dfte fehlt, der nicht nach wertvolleren Gaben strebt, mit denen er anderen dienen kann. Hat Paulus damit nicht offenkundig bereits den Abbau des Gebrauchs dieser Gabe eingeleitet und vorbereitet? Man sollte hier doch auch beachten, dass die Zungenrede in all den anderen Briefen des Neuen Testamentes \u00fcberhaupt nicht erw\u00e4hnt wird, selbst da nicht, wo von Geistesgaben die Rede ist.<a href=\"#_ftn43\" name=\"_ftnref43\">[43]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kirchenv\u00e4ter Chrysostomus und Augustin best\u00e4tigen jedenfalls in ihren Bibelauslegungen, dass die Gabe der Zungenrede schon lange aufgeh\u00f6rt hatte. Augustin sagt beispielsweise in einer Homilie zum 1. Johannesbrief: <em>\u201eEs waren ihrer Epoche angepasste Zeichen. Sie dienten dazu, das Kommen des Heiligen Geistes den Menschen aller Sprachen anzuk\u00fcnden, um zu beweisen, dass Gottes Evangelium allen Sprachen der Welt gepredigt werden musste. Dieses Zeichen ereignete sich, um etwas anzuk\u00fcndigen, danach verschwand es.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn44\" name=\"_ftnref44\">[44]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freilich soll damit nicht gesagt sein, dass es nun den Heiligen Geist nicht mehr gibt oder dass es generell keine Geistesgaben g\u00e4be. Ganz im Gegenteil! Wir alle brauchen den Heiligen Geist, da ohne sein Wirken niemand an Jesus Christus glauben kann. Und ja, der Heilige Geist erf\u00fcllt uns auch heute noch mit Gaben und F\u00e4higkeiten, um die frohe Botschaft von Jesus Christus auszubreiten und um anderen zu dienen. Selbst im Hinblick auf das Reden in anderen Sprachen gibt er manchen Gl\u00e4ubigen besondere F\u00e4higkeiten, selbst, wenn das in der Regel nicht das Vokabellernen oder den Grammatikunterricht \u00fcberfl\u00fcssig macht. Aber es gibt keinen Grund, warum man darauf bestehen m\u00fcsste, dass besondere Gaben der apostolischen Zeit der Kirche aller Zeiten gelten oder dass man erkl\u00e4rt, jeder Christ solle und m\u00fcsse nach der Gabe der Zungenrede streben. Und es ist Vorsicht geboten, wenn man mit solchen Forderungen dann noch Vorstellungen verbindet, die klar den biblischen Aussagen widersprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfr. Holger Wei\u00df<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vortrag, gehalten bei \u201eTheologie f\u00fcr junge Erwachsene\u201c am 3.1.2024 in Dresden. Der Verfasser ist Dozent f\u00fcr Systematische Theologie und Rektor des Luth. Theol. Seminars in Leipzig<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Theologische Handreichung und Information 2024\/4<\/em><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Exegetisches W\u00f6rterbuch zum Neuen Testament, hg. Horst Balz\/Gerhard Schneider, Band 3, Stuttgart u.a.: Kohlhammer, <sup>2<\/sup>1992, 1102.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Eine \u00e4hnliche aber nicht v\u00f6llig identische Aufz\u00e4hlung verschiedener Geistesgaben findet sich in R\u00f6m 12,4ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> A. Kretzer macht deutlich, dass Paulus gerade durch den 1. Korintherbrief den selbsts\u00fcchtigen Gebrauch der Geistesgaben bei den Korinthern tadelt und korrigieren will. Vgl. A. Kretzer, Art. <em>\u201esymfero\u201c<\/em> in: Exegetisches W\u00f6rterbuch zum Neuen Testament, Bd. 3, 693.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Eine kurze Erkl\u00e4rung der Zungenrede inkl. H\u00f6rbeispiel ist online verf\u00fcgbar: <a href=\"https:\/\/prophetenschule.org\/2013\/04\/11\/horbeispiel-in-zungen-reden-und-singen-sprachengebet-sprachengesang\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/prophetenschule.org\/2013\/04\/11\/horbeispiel-in-zungen-reden-und-singen-sprachengebet-sprachengesang\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> John Brenner, Key Events in Church History: Part IV, in: Wisconsin Lutheran Quarterly 2001\/4, S. 296.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Alexander Seibel, Gemeinde Jesu \u2013 endzeitlich unterwandert? Wuppertal, Evangelische Gesellschaft <sup>2<\/sup>1977, S. 17f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Alexander Seibel weist nach, dass die von der Bibel erw\u00e4hnte Geistestaufe identisch ist mit der Bekehrung oder Wiedergeburt. Wer also zum rettenden Glauben an Jesus Christus gefunden hat, der ist mit dem Heiligen Geist getauft worden. Vgl. Alexander Seibel, aaO., S. 11ff. \u2013 Siehe auch: Holger Wei\u00df, Geistestaufe, Ruhen im Geist und Toronto-Segen: Was ist eigentlich die \u201eCharismatische Bewegung\u201c, in: Theologische Handreichung und Information, 2022\/2, 27-48.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Pentekostalismus = Pfingstbewegung (vgl. das englische \u201ePentecost\u201c = Pfingsten).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thomas_Ball_Barratt\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thomas_Ball_Barratt<\/a> (abgerufen 30.12.2023)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Zitiert nach: Seibel, aaO., S. 48.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Mato Grosso ist ein Bundesstaat Brasiliens.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> G.-F. Rendal, Ich rede mehr als ihr alle in Zungen, Amtzell\/Allg\u00e4u, Aktion biblisches Christentum, 1985, S. 18.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> John Brenner, aaO., 270.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> G.-F. Rendal, aaO., S. 18.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Ebd., S. 23.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> A. Seibel, aaO., S. 33f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Ebd., S. 56.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edward_Irving\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edward_Irving<\/a> (abgerufen 30.12.2023).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> A. Seibel, aaO., S. 161f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Spiritismus = Glaube an eine Kontaktaufnahme mit den Geistern Verstorbener.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Ebd., S. 56.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Ebd., S. 49.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Ebd., S. 45f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Von griechisch \u201eGlossa\u201c = Zunge, Sprache; und \u201elalein\u201c = reden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Das griechische Verb \u03c0\u03b1\u03c1\u03b1\u03ba\u03bf\u03bb\u03bf\u03c5\u03b8\u03ae\u03c3\u03b5\u03b9 ist Indikativ Futur Passiv von \u03c0\u03b1\u03c1\u03b1\u03ba\u03bf\u03bb\u03bf\u03c5\u03b8\u03ad\u03c9 = nachfolgen, begleiten, sich (als Folgeerscheinung) ergeben (Bauer-Aland, Griechisch-deutsches W\u00f6rterbuch, 1250). Jesus stellt hier schlicht fest, dass verschiedene Zeichen die Gl\u00e4ubigen \u201ebegleiten\u201c werden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Rolf Borszik, Ist Zungenrede eine Geistesgabe f\u00fcr die Kirche aller Zeiten? In: \u201eAuf dein Wort \u2013 50 Jahre Lutherisches Theologisches Seminar Leipzig, Zwickau: Concordia-Verlag, 2003, 43. \u2013 Siehe auch: THI 1990\/2 (THI-Archiv \u00fcber elfk.de).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Helge Stadelmann, Der Geist, das Wort und die Gemeinde: Ma\u00dfnehmen an Apg 2,1-41, In: \u201eBibel und Gemeinde\u201c 2001\/2, S. 15.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> G.-F. Rendal, aaO., S. 47.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Das griechische <em>\u201ehosper\u201c<\/em> hei\u00dft \u201egeradeso wie\u201c, \u201egleichwie\u201c (Bauer-Aland, Griechisch-deutsches W\u00f6rterbuch, 1794).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Hier ist diesmal die vergleichende Konjunkion <em>\u201chos\u201c<\/em> gebraucht: \u201ewie\u201c (Bauer-Aland, Griechisch-deutsches W\u00f6rterbuch, 1790). Petrus berichtet also, dass Cornelius mit seinen Verwandten und Freunden den Heiligen Geist empfing \u201ewie auch wir\u201c, d.h. in gleicher Weise wie die J\u00fcnger am Pfingsttag.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> R. Borszik, aaO., 44f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> G.-F. Rendal, aaO., S. 38f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> R. Borszik, aaO., 41f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> J. Lange, Die Theologie Paul Yonggi Chos, zitiert nach: R. Boszik, aaO., 45f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> G.-F. Rendal, aaO., S. 24.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Ebd., S. 27.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Das Hohelied der Liebe (1Kor 13) ist durch die abschlie\u00dfende Aussage in 1Kor 12,31 klar mit dem vorigen Abschnitt verbunden (\u201eUnd ich will euch einen noch besseren Weg zeigen \u2026\u201c).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> G.-F. Rendal, aaO., S. 35.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> Die griechische Konjunktion <em>\u201ehoste\u201c<\/em> bedeutet \u201eso dass\u201c oder \u201edaher\u201c. Sie hat konsekutive Bedeutung, d.h. sie dr\u00fcckt eine Folgerung aus. Vgl. Heinrich von Siebenthal, Griechische Grammatik zum Neuen Testament, Gie\u00dfen: Brunnen, 2011, \u00a7 252.62.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> Philipp Bachmann, Der erste Brief des Paulus an die Korinther, 1905, S. 420 (Neudruck: ISBN 978-116769924-5).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> R. Borszik, aaO., S. 47.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> Ebd., S. 49.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref43\" name=\"_ftn43\">[43]<\/a> R. Borszik, aaO., S. 49.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref44\" name=\"_ftn44\">[44]<\/a> Zitiert nach: \u00a0G.-F. Rendal, aaO., S. 81.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begabungen spielen in unserem Leben eine wichtige Rolle. Musikalischen Menschen f\u00e4llt es leichter, ein Instrument spielen zu lernen. Andere haben eine sprachliche Begabung, sind sehr sportlich, verf\u00fcgen \u00fcber handwerkliche F\u00e4higkeiten oder k\u00f6nnen gut tanzen. Als Christen wissen wir, dass uns dies nicht zuf\u00e4llig zuteilwird. Wir sind einzigartige Gesch\u00f6pfe Gottes. 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