{"id":2097,"date":"2009-04-17T15:17:20","date_gmt":"2009-04-17T13:17:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2097"},"modified":"2009-09-04T15:09:44","modified_gmt":"2009-09-04T13:09:44","slug":"predigt-zum-karfreitag-lukas-2332-43","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2097","title":{"rendered":"Martin Luther, Predigt zum Karfreitag"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Predigt zum Karfreitag &#8211; Lukas 23,32-43<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Es wurden aber auch hingef\u00fchrt zwei andere \u00dcbelt\u00e4ter, da\u00df sie mit ihm abgetan w\u00fcrden. Und als sie kamen an die St\u00e4tte, die da hei\u00dft Sch\u00e4delst\u00e4tte; kreuzigten sie ihn da selbst, und die \u00dcbelt\u00e4ter mit ihm, einen zur Rechten, und einen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun. Und sie teilten seine Kleider, und warfen das Los darum. Und das Volk stand, und sah zu, und die Obersten samt ihnen spotteten sein und sprachen: Er hat anderen geholfen, er helfe ihn selber, ist er Christ, der Auserw\u00e4hlte Gottes. Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm, und brachten ihm Essig, und sprachen: Bist du der Juden K\u00f6nig, so hilf dir selber. Es war auch oben \u00fcber ihm geschrieben die \u00dcberschrift, mit griechischen, und lateinischen, und hebr\u00e4ischen Buchstaben: Dies ist der Juden K\u00f6nig. Aber der \u00dcbelt\u00e4ter einer, die da geh\u00e4ngt waren, l\u00e4sterte ihn und sprach: bist du Christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: Und du f\u00fcrchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Und zwar sind wir billig darinnen; denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und er sprach zur Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und Jesus sprach zu ihm: wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein.<!--more--><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Der Heilige Evangelist Lukas meldet hier zwei St\u00fccke, die sehr tr\u00f6stlich sind. Darum, obwohl Matth\u00e4us und die anderen solche St\u00fccke ausgelassen haben, wollen wir doch diese betrachten, auf das wir die Geschichte des Leidens Christi ganz haben. Das erste ist, da\u00df Christus, wie er an das Kreuz geschlagen und das Kreuz mit ihm aufgerichtet worden ist, kurz danach anf\u00e4ngt zu beten, und spricht: &#8222;Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun&#8220;. Das andere von dem Sch\u00e4cher, der solches Gebet geh\u00f6rt, und so viel daraus gelernt hat, da\u00df dieser Jesus Gottes Sohn und der rechte Christ sei, begehrt darum, da\u00df er sein nicht vergessen wolle, wenn er in sein Reich komme. Diese zwei St\u00fccke wollen wir jetzt vor uns nehmen; denn sie sind sehr tr\u00f6stlich, und k\u00f6nnen nicht von uns gen\u00fcgend bedacht und erkl\u00e4rt werden. Darum ist es n\u00f6tig, da\u00df wir nicht allein auf die Werke sehen, die dieser Mann tut, und auf sein Leiden, sondern auch seine Worte flei\u00dfig h\u00f6ren, die er predigt. Denn damit erkl\u00e4rte er sein Tun und Leiden, warum er da ist und was er macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Wir m\u00fcssen aber vor allen Dingen dies Leiden unterscheiden von aller anderen Menschen Leiden. Nicht allein der Person wegen, da\u00df Jesus Christus ewiger Gott ist, durch welchen Himmel und Erde erschaffen und alles gemacht ist; sondern auch der Ursache wegen seines Leidens, und den Nutzen oder der Frucht wegen, welche aus solchen Leiden, und sonst aus keines Menschen noch Engels, oder anderer Kreatur Leiden folgt. Denn er leidet (wie ihr geh\u00f6rt habt) nicht seinetwegen, sondern unseretwegen, da\u00df wir dadurch von S\u00fcnde und Tod befreit werden sollen. Solches h\u00f6ren wir auch hier in seinen Worten, die ein jeder Christ merken, und in sein Herz, als den h\u00f6chsten Schatz und Trost, einschlie\u00dfen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Denn da\u00df er da am Kreuze spricht: &#8222;Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun&#8220;; diese Worte zeigen deutlich, da\u00df er ist in seinem rechten priesterlichen Amt, und verbringe sein Werk, darum er auf Erden gekommen ist, nicht allein mit seinem Leiden, da\u00df er sich selbst aufopfert, sondern auch mit dem Gebet. Denn beides sind priesterliche Werke, Opfern und Beten. Das Opfer geht aber eigentlich dahin, das, wie er Johannes 17,19 sagte, er sich selbst f\u00fcr uns hat heiligen wollen, auf das wir in der Wahrheit und recht geheiligt w\u00fcrden; also, Johannes 10,12, da\u00df er sein Leben gebe f\u00fcr seine Schafe. Solche Spr\u00fcche findest du viel mehr, die alle bezeugen, da\u00df sein Leiden ein Leiden f\u00fcr uns hei\u00dfen soll, nicht f\u00fcr sich selbst oder seinetwegen. Dieses Werk des Opfers richtet er mit solchem Ernst aus, da\u00df er auch bittet, der Vater wolle denen, so ihn kreuzigen, vergeben, die S\u00fcnde nicht strafen, sondern nachlassen; auf das jedermann sehe, warum er hierher an das Kreuz gekommen sei, und sich dar\u00fcber tr\u00f6stet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. Darum sollst du aus solchen Gebet das lernen, da\u00df unser lieber Herr Jesus ein Priester sei, und da am Kreuz sein Priesteramt verrichtet habe. Denn f\u00fcr die S\u00fcnder bitten geh\u00f6rt eigentlich zum Priesteramt. Fragst du nun, was er f\u00fcr einen priesterlichen Schmuck oder Kleid habe, oder Altar, so magst du hier an das Kreuz sehen; da h\u00e4ngt er nackend und blo\u00df, voller Wunden, und hat nicht einen Faden an seinem Leibe. Und dennoch richtet er sein Priesteramt auf das beste und flei\u00dfigste aus, da\u00df er auch f\u00fcr seine Feinde bittet. Denn es hat mit diesem Priester einer anderer Meinung, denn mit den mit Priestern bei Mose.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5. Also siehst du, wie \u00fcber seinem Haupt die \u00dcberschrift steht, er sei der Juden K\u00f6nig, die er vor Pilatus \u00f6ffentlich und selbst klar bekannt hat. Dieser Titel reimt sich schlecht mit dem \u00e4u\u00dferlichen Ansehen. Denn anstatt eines sch\u00f6nen Kleides ist sein ganzer Leib blutig und voll Wunden und Striemen, und anstatt der goldenen Krone tr\u00e4gt er Dornen auf den Kopf geschlagen. Einen solchen Priester und K\u00f6nig findest du da am Kreuz, da\u00df die Welt sich sch\u00e4mt, verachtet ihn, will ihn weder f\u00fcr einen K\u00f6nig noch f\u00fcr einen Priester halten; wie Jesaja sagt: &#8222;Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, da\u00df wir sein h\u00e4tten m\u00f6gen begehren. Er war der Allerverachtetste und Unwertestste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, da\u00df man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn nicht geachtet&#8220;. Nun mag man es mit fleischlichen Augen sehen wie man will, so soll es doch uns der liebste, sch\u00f6nste, beste Schmuck sein, da\u00df dieser Priester seinen Leib selbst und sein Blut da am Kreuz geopfert, an einem verfluchtem Ort. Denn die Ochsen, K\u00fche, K\u00e4lber, die man im Tempel opferte, wurden auf einem geschm\u00fcckten Altar geopfert. Christus aber opfert sich selbst auf einem ungeweihten und verfluchten Altar. Denn also steht in Mose: &#8222;Verflucht sei, der am Holz stirbt&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6. Vor der Welt ist solches l\u00e4sterlich und unehrlich, da\u00df diesem Priester der Ort zu seinem Opfer nicht geg\u00f6nnt werden soll, welchen K\u00fche und K\u00e4lber hatten. Aber es geschieht alles um unseretwegen und uns zu gut, auf das wir lernen, da\u00df er ein v\u00f6lliges, gen\u00fcgendes Opfer f\u00fcr unsere S\u00fcnden getan habe. Denn wie unsere S\u00fcnden nicht vers\u00f6hnt oder bezahlt werden konnten, denn allein durch diesen Priester, der ewiger Sohn Gottes war: also hat dieser Priester um unsere S\u00fcnden willen keinen ehrlicheren Altar noch k\u00f6stlichen Schmuck haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7. Aber solches hindert sein Amt nicht. Er opfert nicht allein seinen Leib und Leben, sondern bittet auch f\u00fcr die armen, unwissenden S\u00fcnder. Darum sollen wir uns \u00fcber dieses Priesters und seines Amtes herzlich tr\u00f6sten. Denn gleichwie er leidet, also betet er auch, nicht allein f\u00fcr die, die damals dabei waren, und die H\u00e4nde an ihn legten, und ihn an das Kreuz schlugen (solches w\u00e4re das Gebet Christi viel zu eng gedeutet), sondern auch f\u00fcr uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8. Denn jene sind nur unseren S\u00fcnden, Knechte und Diener gewesen. Wo deine und meine S\u00fcnden Christum nicht h\u00e4tten an das Kreuz geschlagen, sie h\u00e4tten ihn wohl m\u00fcssen zufrieden lassen. Weil aber Christus als der rechte Priester und das Lamm Gottes da ist, f\u00fcr der ganzen Welt S\u00fcnde mit seinem Opfer oder Tod zu bezahlen, da\u00df macht, da\u00df Juden und Heiden Gewalt gegen ihn tun. Darum, wenn er f\u00fcr die betet, die ihn kreuzigen, betet er f\u00fcr uns Menschen alle, die wir mit unseren S\u00fcnden zu seinem Kreuz und Sterben Ursache geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9. Darum sollen wir den Galgen und das Kreuz, daran Christus gelitten hat, anders nicht sehen, denn einen Altar, da Christus sein Leben opfert, und sein priesterliches Amt auch mit dem Beten ausrichtet, und uns mit Gott vers\u00f6hnt, da\u00df wir von S\u00fcnden frei und von dem ewigen Tode befreit werden. Denn wer die S\u00fcnde wegnimmt, der nimmt auch den Tod weg. Ursache, der Tod hat keine Macht mehr, wo die S\u00fcnde weg ist; also die H\u00f6lle auch. Solches hat Christus, unser einiger und ewiger Priester,ohne unsere Werke, durch sein eigenes Leiden, da\u00df er f\u00fcr uns zum Fluch geworden und um unsere S\u00fcnden willen am Kreuz gestorben, und endlich noch f\u00fcr die S\u00fcnder gebeten hat. Da bedenke, das du ihm auch von Herzen daf\u00fcr dankst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10. Der Papst predigt solches auch. Aber sie verdrehen den Text, der doch eigentlich so klar und deutlich ist, da\u00df Christus sich selbst am Kreuz opfert und f\u00fcr uns gelitten hat, da predigen sie, wir selbst sollen Priester sein, sollen selbst opfern, und durch eigene Werke das ewige Leben erwerben. Unsere Lehre aber, da\u00df wir lehren, Christus, der einige, rechte Priester, habe uns von S\u00fcnden erl\u00f6st und das ewige Leben verdient, verfluchen und verdammen sie als Ketzerei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">11. Ist aber das nicht schrecklich? Ist solches nicht ein schrecklicher Zorn, Blindheit und Strafe \u00fcber die undankbare Welt, da\u00df die Katholiken predigen, Christus habe sich f\u00fcr uns am Kreuz opfert, und doch toben sie gegen uns, und vergie\u00dfen unschuldiges Blut, darum das wir solche Lehre treiben und die Leute auf solchen Trost weisen? Das hei\u00dft ja (wie Jesaja den Ver\u00e4chtern des Wortes Gottes droht) mit sehenden Augen blind sein und mit offenen Ohren nicht h\u00f6ren, und ein verstocktes, unverst\u00e4ndiges Herz haben. Denn wie k\u00f6nnte es sonst m\u00f6glich sein, da\u00df sie dieses Opfer so wenig achten, und dann Leben ihren Trost auf eigene Werke, auf Abla\u00df, und auf M\u00f6nchskappen setzen wollen? Warum tr\u00f6stet man sich nicht dessen hier, da\u00df Christus sein Leib und Leben opfert, und betet f\u00fcr uns, und spricht: Vater, hier bin ich, ein Mittler zwischen dir und den armen S\u00fcnden; ich sterbe f\u00fcr sie, ich opfere mich f\u00fcr sie, sei ihnen gn\u00e4dig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">12. Solches h\u00f6ren und sehen unsere Widersacher; und dennoch sollen sie noch dagegen schreien und toben, und uns als Ketzer verdammen. Nun, es ist ein schrecklicher Zorn Gottes, da m\u00f6chte Gott uns gn\u00e4diglich vor beh\u00fcten. Will er uns aber einmal fallenlassen, so m\u00f6chte er uns in solch eine S\u00fcnde fallen lassen, die wir f\u00fchlen und bekennen, und nicht in die, die der Gnade ganz und gar entgegen ist, und dennoch so geschm\u00fcckt und f\u00fcr eine Heiligkeit ger\u00fchmt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">13. Darum la\u00dft uns unsere Herzen auftun, und unseren Priester Christum in seinem rechten Schmuck anschauen. Mit den Augen wirst du keinen Schmuck an ihm finden; denn wie elend und j\u00e4mmerlich h\u00e4ngt er da, das siehst du wohl. Aber siehe ihm ins Herz, da wirst du einen solchen Schmuck und Schatz finden, f\u00fcr den du in deinem Leben nicht genug danken kannst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">14. Denn erstens ist er geschm\u00fcckt mit dem gro\u00dfen, herzlichen Gehorsam gegen seinen Vater, da\u00df der ihm zu ehren sich also l\u00e4\u00dft gei\u00dfeln und martern. Diesen Schmuck k\u00f6nnen wir in diesem Leben unm\u00f6glich sehen, aber dennoch, so viel k\u00f6nnen wir sehen, da\u00df alle Perlen und aller Samt und goldene St\u00fccke nichts dagegen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">15. Der andere Schmuck ist die gro\u00dfe Liebe gegen uns, da\u00df der Herr seines Lebens und Leidens so wenig gedenkt, sondern bedenkt nur unsere Sache und Not, bittet zuerst f\u00fcr uns eh er an sich selbst denkt. Wer kann solche Liebe gen\u00fcgend verstehen oder fassen, da\u00df der Herr ein solches Herz gegen uns hat, so voll Feuer, da\u00df er in seinem gr\u00f6\u00dften Leiden, Marter und Schmach sich stellt, als sehe oder f\u00fchle er nichts; er denkt aber, sieht und sorgt nur auf dein und mein Elend, Not und Herzeleid? Das mu\u00df doch eine gro\u00dfe, ernste Liebe sein, da\u00df er sich unser so annimmt, da\u00df er seiner Gefahr, Schaden und Leiden ganz und gar vergi\u00dft. Das ist gleichwie es sich mit den Kindern verh\u00e4lt, da\u00df Vater und Mutter durch ein Feuer laufen, sie zu erretten. Da ist die Liebe so gro\u00df, da\u00df das Herz auf die eigene Not nicht denkt, und allein sich darum annimmt, wie dem Kind geholfen werden kann. Also, sehen wir, brennt unseren lieben Herrn Christus sein Herz auch, da\u00df er durch das Leiden hindurch, wie durch ein Feuer, rennt und fa\u00dft uns in aller Liebe und Barmherzigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">16. Das ist nun der richtige Schmuck, dar unser hoher und ewiger Priester mit geschm\u00fcckt ist. \u00c4u\u00dferlich sieht man solchen Schmuck nicht; aber inwendig sieht man ihn, wie denn seine Worte gen\u00fcgend bezeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">17. Also soll man zuerst in allen St\u00fccken des Leidens auf die Hauptsache sehen, dieselbe fest fassen, und uns nicht nehmen lassen, da\u00df Christus f\u00fcr uns geopfert hat, auf das er uns errette, greift nach uns, und l\u00e4uft uns nach, durch alles Leiden, wie durch ein Feuer. Dieses bed\u00fcrfen wir nicht allein, um uns damit zu tr\u00f6sten, sondern auch zu st\u00e4rken gegen des Teufels Gift, welches der Papst in die Leute gie\u00dft, und sie durch eigene Gerechtigkeit, Werke und Verdienst in den Himmel bringen will. Aber wenn wir mit unseren Werken solches ausrichten k\u00f6nnten, warum sollte Christus, der Sohn Gottes, gelitten haben? Nun aber steht er hier, bringt sein Opfer, seinen eigenen Leib und Leben, in allem Gehorsam und Geduld, und bittet noch dazu seinen Vater, da\u00df er wolle gn\u00e4dig sein und vergeben. Das ist ein Zeichen, da\u00df wir mit unseren Werken nichts ausrichten k\u00f6nnen; denn Vergebung der S\u00fcnden ist ein Handel, der nicht so leicht zugeht, wie die Katholiken meinen. Es ist bald geschehen, da\u00df du eine Kappe anziehst, viel fastest, singst, solches ist alles noch wohl zu tun: aber Vergebung der S\u00fcnden bekommen, da geh\u00f6rt weit mehr und gr\u00f6\u00dferes dazu, denn deine eigenen Werke; Gott wird dein Fasten, Wachen, Beten wegen langsam erh\u00f6ren; sondern also hei\u00dft es, wie Jesaja sagt: &#8222;um unsere Missetat willen ist er verwundet, und um unsere S\u00fcnden willen zerschlagen. Er hat unserer aller Krankheit getragen&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">18. Nun m\u00fcssen ja die Katholiken selbst bekennen, da\u00df des Herrn Christi Leiden und Sterben etwas anderes ist, denn mein Gebet, meine guten Werke, meine Marter, mein Almosen geben, mein Fasten. Wer nun solches anstatt der S\u00fcnde setzen will, der wird es nicht ausrichten. Es geh\u00f6rt ein anderer Mann, andere Werke und Verdienst dazu, wie Jesaja klar sagt. Wer aber seine eigenen Verdienste geben und gegen die S\u00fcnde gebrauchen will, der l\u00e4stert der Sterben, Opfer und Gebet Christi; besonders weil er von seinem Opfer und Gebet genauso viel h\u00e4lt, als vom Opfer und Gebet unseres Herrn Jesus Christus. Vor diesem Greuel soll man sich flei\u00dfig h\u00fcten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">19. Nun betet aber der Herrn nicht schlecht in den Haufen hin, sondern setzt einen Unterschied derer, f\u00fcr die er bittet, und spricht: &#8222;Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun&#8220;. Will also damit zweierlei S\u00fcnder anzeigen. Etliche wissen, da\u00df sie Unrecht tun, und tun es dennoch und aller Scheu. Solches hei\u00dft dann wider den Heiligen Geist ges\u00fcndigt, wenn man in solcher wissentlichen S\u00fcnde beharren, sie nicht bekennen, davon nicht ablassen, noch Vergebung derselben bitten will; wie die Katholiken, jetzt tun. Die wissen, da\u00df unsere Lehre recht ist, da\u00df Christus das Sakrament ganz empfangen befohlen hat, die Ehe nicht verboten, und dennoch verdammen sie uns um solcher St\u00fccke willen als Ketzer, und Strafen ihre Untertanen, wo sie wissen, da\u00df sie unsere Lehre und Sakrament brauchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">20. Diese s\u00fcndigen nicht unwissend. Darum ist die Natur solcher S\u00fcnden so, da\u00df sie nicht vergeben werden kann; denn sie geht gegen die Vergebung der S\u00fcnden, besonders weil man nicht davon ablassen und sie nicht bekennen will. Denn Vergebung der S\u00fcnden will beides haben, da\u00df man das Unrecht bekennen und davon Abstand nimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">21. Die anderen S\u00fcnder sind, die unwissend s\u00fcndigen. Nicht also, als w\u00fc\u00dfte David nicht, da\u00df es S\u00fcnde w\u00e4re, dem Uria sein Weib nehmen und ihn erschlagen lassen. Er wei\u00df es sehr wohl. Aber da treibt und jagt ihn die S\u00fcnde und der Teufels so heftig, da\u00df er in solche S\u00fcnde f\u00e4llt, ehe er es denn recht bedenkt, was er tut. Danach aber bekennt er es, l\u00e4\u00dft es sich leid sein, wollte, er h\u00e4tte es nicht getan, und begehrt Gnade.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">22. Solche S\u00fcnde tragen wir alle am Halse, da\u00df wir leicht und unversehens bet\u00f6rt werden, und fallen h\u00e4ufig aus Furcht, wie Petrus, aus Unvorsichtigkeit und Schwachheit, oder aus Vermessenheit. Solche S\u00fcnde hat Christus mit sich an das Kreuz getragen und daf\u00fcr gebeten; denn es sind S\u00fcnden die nicht wider die Gnade sind; besonders wenn man sie erkennt und bekennt, und bittet um Vergebung. Also sieht man, da\u00df oft Huren und Buben, M\u00f6rder und andere b\u00f6se Leute zu Gnaden kommen; denn sie wissen, da\u00df sie Unrecht getan haben, und wollen es nicht verantworten. Solche bekannten S\u00fcnden haben das Opfer Christi zwischen sich und Gott; darum will Gott diese uns nicht zurechnen. Jene aber, die wissend unwillig nicht wollen anderes tun und ihre S\u00fcnden noch verteidigen, die s\u00fcndigen wider den Heiligen Geist und verleugnen die Gnade Gottes. F\u00fcr diese bittet Christus hier nicht, sondern f\u00fcr die, die nicht wissen, was sie tun, und aus Schwachheit fallen. Die soll dieses Opfer und Gebet tr\u00f6sten, und wissen, da\u00df ihnen die S\u00fcnden vergeben sind. Denn um solches hat Christus hier gebeten, und ist gewi\u00df vom Vater erh\u00f6rt worden; da sollen wir nicht daran zweifeln, sondern uns dar\u00fcber tr\u00f6sten und freuen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">23. Dieses sei in K\u00fcrze gesagt von dem Gebet Christi am Kreuz, damit er anzeigt, warum er da leide, da\u00df diese S\u00fcnder, die unwissend s\u00fcndigen und lassen es sich leid sein, sollen um des Herrn Christi willen einen gn\u00e4digen Gott haben, der ihnen ihre S\u00fcnde vergeben will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">24. Nun wollen wir auch ein wenig die Geschichte mit den Sch\u00e4cher zur rechten Hand betrachten. Das ist so ein sch\u00f6nes Beispiel, wie man es sonst nirgends findet. Denn erstens mu\u00df man sich dar\u00fcber wundern, der arme Mensch kann seine S\u00fcnden nicht leugnen, er wei\u00df, da\u00df er ges\u00fcndigt und wegen seiner S\u00fcnden den Tod leiden soll. Darum kann er sich gegen Gott keines guten Werkes noch Verdienstes r\u00fchmen; wie er zu seinem Gesellen sagt, der mit dem Herrn Jesus Christus \u00fcbel redet: &#8222;wir&#8220;, spricht er, &#8222;sind billig in solcher Strafe; denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind. Dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt&#8220;. Hier h\u00f6rst du, was er von sich selbst bekennt, da\u00df er diesen Tod wohl verdient habe. Das ist eines, dar\u00fcber man sich wundern kann, da\u00df er seiner S\u00fcnden wegen Ursache hat, sich vor Gott zu f\u00fcrchten; und dennoch fa\u00dft er, wie wir h\u00f6ren werden, den Gedanken, er werde noch in Gottes Reich kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">25. Zum anderen ist das auch ein gro\u00dfes Wunder, da\u00df dieser Mensch sich durch das gro\u00dfe \u00c4rgernis nicht anfechten l\u00e4\u00dft, da\u00df der ganze Rat zu Jerusalem, weltliches und geistliches Regiment, des Herrn Christi spottet und ihn l\u00e4stert. Die Obersten im geistlichen Regiment sprachen: &#8222;Er hat anderen geholfen, er helfe ihm selbst, so er Christus ist, der Auserw\u00e4hlte Gottes&#8220;. Die Kriegsknechte tun auch so:\u00a0&#8222;bist du der Juden K\u00f6nig, so hilf dir&#8220;. Denn das stand die \u00dcberschrift \u00fcber ihm: &#8222;der Juden K\u00f6nig&#8220;. Also der eine M\u00f6rder, der mit ihm gekreuzigt wurde, sprach auch: &#8222;bist du Christus, so hilf dir und uns auch&#8220;. Dieses redet er nicht nach der Meinung, da\u00df er Hilfe begehrte, sondern da\u00df er Christum spotten wollte. In der Summe, alle Welt \u00e4rgert sich an diesem Christus, der am Kreuz h\u00e4ngt, und h\u00e4lt nichts von ihm. Denn die J\u00fcnger selbst, ob sie wohl ein Teil bei dem Kreuz standen, hatten sie doch keine Hoffnung mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">26. Allein der arme M\u00f6rder zur rechten Hand rei\u00dft durch das ganze \u00c4rgernis hindurch, und darf Christum, der neben ihm am Kreuz h\u00e4ngt, einen Herrn und K\u00f6nig nennen. Dieser straft die ganze Welt l\u00fcgen, sieht nicht an, was andere Leute von ihm halten oder sagen, und ruft ihn f\u00fcr einen ewigen K\u00f6nig aus. Denn so lauten seine Worte: &#8222;Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst&#8220;. Er hei\u00dft ihn einen &#8222;Herrn&#8220;, und sagt, er habe ein &#8222;Reich&#8220;; und begehrt, wenn er im selben Reich werde sein, da\u00df er sein gedenken wollen. Nun war es ja um die Zeit, da\u00df von ihnen keiner den Abend mit dem Leben erreichen konnte. Darum glaubt er, Christus sei ein Herr eines anderen und ewigen Lebens. Das nenne ich einen gro\u00dfen, trefflichen Glauben und ein herrliches Bekenntnis, weil sonst alle Welt an Christus verzweifelt und nichts von ihm h\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">27. Hier gedenke bei dir selbst: Wo doch diesem M\u00f6rder so einer reichliche und klare Erkenntnis hergekommen ist, da\u00df er Christus f\u00fcr einen Herrn des ewigen Lebens erkennt und ausruft, und vom wem er solches gelernt hat? Aber da ist kein Zweifel, er hat es allein aus dem Gebet, da\u00df der Herr am Kreuz getan hat, gelernt. Im Propheten Jesaja, im 53. Kapitel, ist es beides geschrieben, da\u00df der Messias leiden und den \u00dcbelt\u00e4tern gleich gerechnet werden, und viele S\u00fcnden tragen und f\u00fcr die \u00dcbelt\u00e4ter beten werde. Da nun solches am Kreuz geschehen ist, er h\u00e4ngt da, der fromme Herr, der nichts B\u00f6ses getan hat, zwischen zwei M\u00f6rdern, und f\u00e4ngt an zu beten und spricht:\u00a0 &#8222;Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun&#8220;: da fa\u00dft der eine Sch\u00e4cher das Wort &#8222;Vater&#8220;. Denn auf diese Weise pflegen die Leute mit Gott nicht zu reden; Christus ist es allein, der mit Gott so reden kann, und hat es uns auch so gelehrt. Darum schlie\u00dft der Sch\u00e4cher, da\u00df er Gottes Sohn sei. Und weil er f\u00fcr die S\u00fcnder bittet, erkennt er ihn f\u00fcr den rechten Messias. Und es werden ihm ohne Zweifel diese Spr\u00fcche von Jesaja, und andere Prophezeiungen eingefallen sein, die er vielleicht in der Kirche geh\u00f6rt, da aber noch nicht verstanden hat. Diese fa\u00dft er nun zusammen, und der Heiligen Geist macht diese Weissagung in seinem Herzen licht und klar, da\u00df er nun nicht mehr an sich halten kann; er mu\u00df mit dem Mund bekennen, wie er im Herzen glaubt, und spricht: &#8222;Herr, gedenke mein, wenn du in dein Reich kommst&#8220;. Das ist als wollte er sagen: Du bist Gottes Sohn; hier auf Erden leidest du f\u00fcr unsere S\u00fcnde und mu\u00df unserer S\u00fcnden wegen sterben; aber danach wirst du auferstehen in ein ewiges Reich, und ein Herr sein \u00fcber alles. Oh Herr, da gedenke mein. Ich will den Tod jetzt gern leiden; denn ich habe ihn wohl verdient: la\u00df mich nur nicht, wenn du in dein Reich kommst. Siehe, so eine reiche Erkenntnis des Herrn Christi sch\u00f6pft dieser Mensch aus dem kurzen Gebet des Herrn; das ist die Predigt, da er diese Kunst von lernt. Gleichwie nun dieser M\u00f6rder am Kreuz Christum erkennt und bekennt: also will Gott auch noch heute seine christliche Kirche erhalten. Wenn auch gleich alles zu Tr\u00fcmmern geht, Kaiser, K\u00f6nige, Papst, Bisch\u00f6fe, so will doch Gott einen kleinen Haufen erhalten, die seinen Geist haben und ihn vor der Welt bekennen sollen. Wollen die J\u00fcnger, mit anderen, die mit dem Herrn Christus verwandt, nicht bekennen noch glauben, sondern aus Furcht leugnen und davon laufen: so mu\u00df ein M\u00f6rder kommen, diesen Christus bekennen, von ihm predigen, und andere Leute lehren, was man von ihm halten und warum man sich sein tr\u00f6sten soll; denn unser Herr Gott will Christus nicht ohne Leute lassen, sollte es gleich nur ein Dieb am Galgen, oder ein M\u00f6rder sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">28. Darum ist dies eine tr\u00f6stliche Geschichte, an der wir sehen k\u00f6nnen, was Christus f\u00fcr Leute hat, die sich zu ihm finden, und denen er alle Gnade beweisen will, n\u00e4mlich, die S\u00fcnder sind, und ihre S\u00fcnde bekennen und um Gnade bitten; diese sollen Gnade und Barmherzigkeit finden. Denn eben wie er vorher gebeten hat, also beweist er es hier mit der Tat, da\u00df er darum da sei und will S\u00fcnden vergeben. Und dieses ist nun sein erstes Werk, da\u00df er einen M\u00f6rder von S\u00fcnden und ewigen Tod erl\u00f6st und selig macht, auf das wir ja gewi\u00df werden und nicht zweifeln, weil er sich am Kreuz selbst geopfert, solches geschieht nicht um der Heiligen und Frommen willen, sondern um der S\u00fcnder willen. Denn um der S\u00fcnder willen ist er gekommen, sie zur Bu\u00dfe zu rufen, und nicht um der Gerechten willen; wie er und selbst sagt, Matth\u00e4us 9,13.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">29. Darum, wer da denkt, er will in den Himmel kommen als ein Heiliger Mensch und ohne alle S\u00fcnde, der wird betrogen. Denn wer nicht ein S\u00fcnder sein will, der bedarf des Herrn Christi nicht; denn er ist nicht um sein selbst willen, sondern um der S\u00fcnder willen gestorben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">30. Darum soll man diese Geschichte f\u00fcr ein Beispiel halten, in der Christus mit der Tat bewiesen, was er mit seinem Leiden gesucht und erworben hat, besonders weil er einen M\u00f6rder am Galgen zum Heiligen macht, und will ihn nicht in S\u00fcnden bleiben noch verderben lassen. Dieses aber tut er nicht darum, als h\u00e4tte er ein Wohlgefallen an den S\u00fcnden, oder da\u00df wir in S\u00fcnden bleiben und darin fortfahren sollten. Nein, weil er f\u00fcr die S\u00fcnder leidet, will er, da\u00df sie nicht mehr so bleiben, sondern fromm und heilig sind und sich bekehren sollen. Wie man hier an dem Sch\u00e4cher sieht: der kehrt um, und beschuldigt sich selbst seiner S\u00fcnden wegen; hofft aber, er werde des Herrn Christi geniesen, da\u00df seine S\u00fcnden am ewigen Lebens ihm nicht schaden sollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">31. Also wird ein ganz anderer Menschen aus ihm, und sein Tod, den er verdient hat, wird jetzt ein Gottesdienst, da\u00df er ferner nicht mehr leidet als ein M\u00f6rder, sondern als ein rechter Heiliger. Denn er stirbt in rechten Bekenntnis und herzlichen Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum, und l\u00e4\u00dft sich seine S\u00fcnde von Herzen leid sein; und wo Gott ihn noch l\u00e4nger auf Erden lie\u00dfe, w\u00fcrde er es nicht wieder tun, was er zuvor getan hat. Dieser Glaube an Christum macht ihn nicht allein zum Heiligen, sondern bringt ihn ins Paradies und zum ewigen Leben; wie der Herr Christus ihm sagt: &#8222;Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du bei mir sein im Paradies&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">32. Diesem Beispiel sollen wir folgen, und nicht denken, wie rohe, gottlose Leute pflegen: Ich will s\u00fcndigen, auf das mich Christus erl\u00f6se, und seine Gnade an mir beweise. Nein, so nicht; sondern denke so: Ich bin in S\u00fcnden geboren, ich bin voll b\u00f6ser L\u00fcste, mu\u00df nicht zuerst noch anfangen zu s\u00fcndigen, da\u00df ich mich f\u00fcr einen S\u00fcnder r\u00fchmen m\u00f6chte; ich bin schon vorher ein S\u00fcnder, ich liege immer in S\u00fcnden und dem Tod. Darum will ich mich an den halten, er durch sein Leiden f\u00fcr die S\u00fcnder bezahlt, und durch seinen unschuldigen Tod mich vom verdienten und l\u00e4ngst verschuldeten Tod erl\u00f6st und mit Gott vers\u00f6hnt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">33. Wer aber solche Gnadenpredigt mi\u00dfbrauchen, von S\u00fcnden nicht ablassen, diese nicht bekennen, noch sich dieses wollte leid sein lassen will, der mag mit dem M\u00f6rder zur Linken, die Obersten der Juden und die Kriegsknechte besehen, und bedenken, was ihnen geschehen und was sie mit dem unbu\u00dffertigen Leben verdient haben. Denn willst du des Herrn Christi und seines Leidens und Gebets geniesen, so mu\u00dft du des anderen Sch\u00e4chers Weise folgen, der seine S\u00fcnden bekennt, um Gnade bittet, und den Herrn Christum bekennt, er sei ein Herr und K\u00f6nig des ewigen Lebens. Das verleihe uns unser lieber Herr Christus, Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt zum Karfreitag &#8211; Lukas 23,32-43 Es wurden aber auch hingef\u00fchrt zwei andere \u00dcbelt\u00e4ter, da\u00df sie mit ihm abgetan w\u00fcrden. Und als sie kamen an die St\u00e4tte, die da hei\u00dft Sch\u00e4delst\u00e4tte; kreuzigten sie ihn da selbst, und die \u00dcbelt\u00e4ter mit ihm, einen zur Rechten, und einen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":20,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2097"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/20"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2097"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2097\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2891,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2097\/revisions\/2891"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}