{"id":20968,"date":"2024-06-03T11:54:12","date_gmt":"2024-06-03T09:54:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20968"},"modified":"2024-06-03T11:54:12","modified_gmt":"2024-06-03T09:54:12","slug":"gott-persoenlich-kennen-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20968","title":{"rendered":"Gott pers\u00f6nlich kennen lernen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Monika hatte mir ein Traktat gegeben. \u201eGott pers\u00f6nlich kennen lernen\u201c stand darauf. Monika nervte mich ohne Ende mit solchen Sachen. Immer wieder wollte sie mit mir reden. Immer wieder erschien sie an meiner Seite und erz\u00e4hlte vom Glauben, von Jesus, von lebendiger Hoffnung. Ich konnte es nicht mehr h\u00f6ren. Aber es imponierte mir doch, dass sie so best\u00e4ndig auf mich zu kam und freundlich war, obwohl doch sonst keiner etwas mit mir zu tun haben wollte. Daf\u00fcr hatte ich schon gesorgt. Und nun dieses Traktat. Ich nahm es, bedankte mich zwischen zusammengebissenen Z\u00e4hnen und ergriff die Gelegenheit zur Flucht.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kann man Gott pers\u00f6nlich kennen lernen? Gibt es Gott, und wenn ja, interessierte der sich f\u00fcr mich?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch vor zwei Jahren h\u00e4tte ich \u00fcber diese Fragen nur lachen k\u00f6nnen. Ausgeschlossen, so etwas. Doch dann habe ich mich in einer Notsituation zu einem Gebet hinrei\u00dfen lassen, meinem ersten Gebet \u00fcberhaupt, und dann wurde das sofort erh\u00f6rt, und seither war ich mir nicht mehr so sicher. Seither besuchte ich den Gottesdienst und den Bibelkreis und war eigentlich irgendwie auf der Suche nach Gott. Nur dadurch erst ist Monika auf mich aufmerksam geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuhause las ich das Traktat durch. Was da stand, irgendwie weckte es eine unbestimmte Sehnsucht in mir. Gott liebt mich? Kann denn das wahr sein? Mich?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Papier ist geduldig, dachte ich mir, und kramte meine alte Konfirmandenbibel hervor. Dann machte ich mich daran, jede einzelne der angegebenen Bibelstellen nachzuschlagen. Das war m\u00fchsam und dauerte lange. Ich kannte mich in der Bibel nicht aus. Aber es lohnte sich. Am Ende hatte ich begriffen, was mir da gesagt wurde: Gott liebt mich, er hat einen Plan f\u00fcr mein Leben, er m\u00f6chte mir vergeben was ich falsch gemacht habe, und er m\u00f6chte, dass ich ihn in mein Leben einlasse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott in mein Leben einlassen geht ganz einfach, mit einem Gebet zur Lebens\u00fcbergabe, das in diesem Traktat gleich mit abgedruckt war. Ich las es durch. Wollte ich dieses Gebet wirklich beten? Das w\u00fcrde doch bedeuten, ich m\u00fcsste die Herrschaft \u00fcber mein Leben abgeben?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein, ich will selbst mein Leben bestimmen. Dieser Schritt ist nur etwas f\u00fcr Schw\u00e4chlinge und Versager. Das hatte ich nicht n\u00f6tig. Und ich pfefferte das Traktat und die Bibel auf den Wohnzimmertisch und wandte mich ab. Dort blieb es unbeachtet liegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich f\u00fchrte mein Leben weiter wie bisher. Es war ein Leben voller Einsamkeit, Angst und Alkohol, aber es war meines. Was sollte sich daran schon \u00e4ndern?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur wenige Tage sp\u00e4ter hatte ich am Morgen eine Auseinandersetzung mit meiner Mutter. Was hielt sie mir da alles vor \u2013 wie haltlos ich sei, wie oft betrunken, wie verantwortungslos, wie wenig ein Vorbild f\u00fcr meinen kleinen Sohn. Ich rannte wutentbrannt davon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unterwegs legte sich die Wut. Es stimmt doch, rasten die Gedanken in meinem Kopf, ich bin ein Versager. Ich habe mein ganzes Leben jetzt schon in den Sand gesetzt. Ohne mich w\u00e4ren doch alle besser dran, vor allem mein Junge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schwer depressiv beschloss ich, diesem Leben ein Ende zu bereiten. Doch wie? Ich w\u00fcrde mich aus dem Fenster st\u00fcrzen. Ich wohnte in der dritten Etage. Das m\u00fcsste doch hoch genug sein? Ich mache Schluss mit allem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Letzten entschlossen und von tr\u00fcben Gedanken geplagt, eilte ich heim, die Treppe hinauf in meine Wohnung. Nur eines meiner Fenster war f\u00fcr mein Vorhaben breit genug, das im Wohnzimmer. Ich ging dorthin, doch konnte ich das Fenster nicht \u00f6ffnen, weil der Tisch davorstand. Ich wollte ihn beiseite r\u00fccken. Da fiel mein Blick auf das Traktat, das dort hingefallen war. Es hatte sich dabei ge\u00f6ffnet, und ich las:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eDenn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn f\u00fcr uns in den Tod gegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.\u201c (Johannes 3 Vers 16)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erstarrte. Verloren gehen, aus dem Fenster gehen, ist das nicht eins? Bin ich nicht gemeint? Wenn ich sowieso mein Leben wegwerfen will, dann kann ich das auch tun, indem ich es an Jesus abgebe. Er selbst streckte hier die Hand nach mir aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich heulte los. Schnell hatte ich das \u00dcbergabegebet gefunden. Ich betete es hastig, wie in letzter Rettung. Es war mein zweites Gebet. Dann ging ich ins Bett.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch dieses Gebet wurde sofort erh\u00f6rt. Das begriff ich voller Verwunderung und Staunen, als ich am n\u00e4chsten Morgen aus dem Fenster sah und die Sonne schien. Es war so wundersch\u00f6n. Wie lange hatte ich keine Sch\u00f6nheit mehr wahrgenommen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich lernte Gott pers\u00f6nlich kennen. Das hat mein Leben von Grund auf ver\u00e4ndert. Alkohol war bald kein Thema mehr. Die Haltlosigkeit, die mein Leben bis dahin gepr\u00e4gt hat, h\u00f6rte auf. Ich hatte es nicht mehr n\u00f6tig, andere Menschen aus Angst von mir zu weisen, und es entstanden wieder tragf\u00e4hige Beziehungen. Und, was in meinem Leben am meisten fehlte \u2013 Liebe! Ich fand den Weg zu einem Vater im Himmel, der mich unendlich liebt, und ich kann endlich auch wieder Liebe weitergeben. Das hat mich so frei gemacht \u2013 frei von dem Verlangen nach Geld, Karriere und der Meinung anderer Menschen \u00fcber mich. Ich will jetzt so leben, dass es dem Herrn Jesus gef\u00e4llt, ihm immer wieder meine Schuld bringen und aus seiner Vergebung heraus ihm dienen und von ihm Zeugnis geben. Alles andere z\u00e4hlt nicht mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Astrid Borower<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcbergabegebet:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vater im Himmel, <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>mir ist klar geworden, dass ich mein Leben selbst bestimmt habe und von dir getrennt bin.<br \/>\nVergib mir meine Schuld.<br \/>\nDanke, dass du meine S\u00fcnden vergeben hast,<br \/>\nweil Christus f\u00fcr mich gestorben und mein Erl\u00f6ser geworden ist. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Herr Jesus, bitte \u00fcbernimm die Herrschaft in meinem Leben<br \/>\nund ver\u00e4ndere mich so, wie du mich haben willst.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Amen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Aus: Gott pers\u00f6nlich kennenlernen. Traktat, Campus f\u00fcr Christus)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monika hatte mir ein Traktat gegeben. \u201eGott pers\u00f6nlich kennen lernen\u201c stand darauf. Monika nervte mich ohne Ende mit solchen Sachen. Immer wieder wollte sie mit mir reden. Immer wieder erschien sie an meiner Seite und erz\u00e4hlte vom Glauben, von Jesus, von lebendiger Hoffnung. Ich konnte es nicht mehr h\u00f6ren. 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