{"id":20896,"date":"2024-04-25T11:00:57","date_gmt":"2024-04-25T09:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20896"},"modified":"2024-05-07T09:43:39","modified_gmt":"2024-05-07T07:43:39","slug":"studie-widerlegt-transkind-mythos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20896","title":{"rendered":"Studie widerlegt Transkind-Mythos"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Geschlechtsver\u00e4ndernde Therapien und Operationen an Kindern und Jugendlichen sind umstritten. L\u00e4ngst weisen kritische Wissenschaftler und Jugendpsychiater darauf hin, dass Geschlechtsverunsicherung bei vielen Kindern- und Jugendlichen ein vor\u00fcbergehendes Ph\u00e4nomen ist. Eine niederl\u00e4ndische <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s10508-024-02817-5\">Langzeitstudie<\/a> belegt nun empirisch, dass sich Geschlechtsverunsicherung bei den meisten jungen Menschen \u201eausw\u00e4chst\u201c.<\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Thema Transgender ist in aller Munde. Angeheizt durch eine Lobby, die viel mediale Unterst\u00fctzung erf\u00e4hrt, k\u00f6nnen Kinder und Jugendliche in der Schweiz und in Deutschland immer fr\u00fcher ihr Geschlecht \u00e4ndern. Der Deutsche Bundestag hat am 12. April 2024 das \u201e<a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/themen\/gleichstellung\/queerpolitik-und-geschlechtliche-vielfalt\/gesetz-ueber-die-selbstbestimmung-in-bezug-auf-den-geschlechtseintrag-sbgg--199332#:~:text=Das%20Selbstbestimmungsgesetz%20wurde%20am%2012,August%202024%20in%20Kraft%20treten.\">Selbstbestimmungsgesetz<\/a>\u201c angenommen. Bereits 14-J\u00e4hrige d\u00fcrfen nun \u00fcber eine \u00c4nderung ihres Geschlechtseintrags und ihres Vornamens entscheiden. Transgender im Kinder- und Jugendalter wird zu einem Mythos hochstilisiert, der weder angezweifelt noch kritisiert werden darf. Die am 17. Februar 2024 publizierte, niederl\u00e4ndische <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s10508-024-02817-5\">Langzeitstudie<\/a> \u201eEntwicklung der geschlechtsspezifischen Unzufriedenheit im Jugend- und fr\u00fchen Erwachsenenalter\u201c klassifiziert diesen Trend nun als bedenklich. Die in den \u201eArchives of Sexual Behavior\u201c ver\u00f6ffentlichten Ergebnisse belegen, dass Geschlechtsverunsicherung im Kindes- und Jugendalter in den allermeisten F\u00e4llen eine vor\u00fcbergehende Phase darstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Je \u00e4lter, desto weniger Geschlechtsverunsicherung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Forscher der Universit\u00e4t Groningen untersuchten f\u00fcr die Studie \u00fcber einen Zeitraum von 15 Jahren 2772 Jugendliche zwischen elf und 26 Jahren. Die Studienteilnehmer entstammten einer Stichprobe, die sowohl klinisch wie auch f\u00fcr die holl\u00e4ndische Bev\u00f6lkerung repr\u00e4sentativ ist. Die Kinder und Jugendlichen wurden w\u00e4hrend der Studiendauer sechsmal gefragt, ob sie gerne dem anderen Geschlecht angeh\u00f6ren w\u00fcrden. 78 Prozent der Befragten zeigten weder als Jugendliche noch als Erwachsene Unzufriedenheit mit dem eigenen Geschlecht. 19 Prozent berichtete im Jugendalter \u00fcber Geschlechtsunzufriedenheit, jedoch nicht mehr im fr\u00fchen Erwachsenenalter. Bei lediglich zwei Prozent stieg die Unzufriedenheit im Laufe der Zeit an. Generell scheint Geschlechtsverunsicherung gekoppelt zu sein mit mangelnder Selbstsicherheit und labiler psychischer Gesundheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kernaussage der sechsmaligen Befragung l\u00e4sst sich somit wie folgt zusammenfassen: Zweifel an Identit\u00e4t und Geschlecht kommen insbesondere in der Pubert\u00e4t h\u00e4ufig vor, gehen bei psychisch gesunden jungen Menschen jedoch von alleine wieder vorbei. Dass sowohl in der Schweiz wie auch in Deutschland an einer stetig zunehmenden Anzahl von Kindern und Jugendlichen noch immer geschlechtsver\u00e4ndernde Eingriffe vorgenommen werden, ist aufgrund dieser Erkenntnisse ein Skandal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kritik an TGNS-Leitfaden <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenfalls kritisiert werden muss im Licht der neuen Studie auch der Leitfaden, den das Transgender Netzwerk Schweiz (TGNS) an Schweizer Schulen und Bildungseinrichtungen verbreitet. Wie Zukunft CH in einem <a href=\"https:\/\/www.zukunft-ch.ch\/offener-brief-transgender-leitfaden-an-schulen-verbieten\/\">offenen Brief<\/a> an das EDI sowie an die kantonalen Bildungsdepartemente kritisierte, vertritt der Leitfaden unwissenschaftliche Ans\u00e4tze. Statt verunsicherten jungen Menschen ein breites Angebot an Hilfe anzubieten, empfiehlt das TGNS, Kinder und Jugendliche in ihrer noch unreifen Selbsteinsch\u00e4tzung zu best\u00e4tigen und bei geschlechtsver\u00e4ndernden Massnahmen zu unterst\u00fctzen. Bedauerlicherweise befolgen nicht wenige Schweizer Schulen die Empfehlungen des TGNS-Leitfadens \u2013 teilweise sogar gegen den Willen der Erziehungsberechtigten, wie die Elternvereinigung <a href=\"https:\/\/www.amqg.ch\/de\">AMQG<\/a> berichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Identit\u00e4tskrisen in der Adoleszenz normal <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verfasser der niederl\u00e4ndischen Studie schreiben: \u201eDie Ergebnisse der aktuellen Studie k\u00f6nnten Jugendlichen dabei helfen zu erkennen, dass es in diesem Alter normal und auch relativ h\u00e4ufig ist, Zweifel an der eigenen Identit\u00e4t und der eigenen Geschlechtsidentit\u00e4t zu haben.\u201c Die Erkenntnis, dass geschlechtsspezifische Unzufriedenheit in der fr\u00fchen Adoleszenz h\u00e4ufig vorkommt, k\u00f6nnte insbesondere Medizinern, die haupts\u00e4chlich mit betroffenen Kindern und Jugendlichen arbeiten, neue Perspektiven er\u00f6ffnen. Der umfassendere \u00dcberblick \u00fcber die Bandbreite der Entwicklungsmuster der Geschlechtsidentit\u00e4t in der Allgemeinbev\u00f6lkerung und bei Kindern in jugendpsychiatrischer Betreuung fordert klar zu mehr Differenzierung und Zur\u00fcckhaltung in der Behandlung auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Deutsches Selbstbestimmungsgesetz ist eine Katastrophe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor dem Hintergrund der Studie muss noch ein weiterer Blick auf das deutsche <a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/themen\/gleichstellung\/queerpolitik-und-geschlechtliche-vielfalt\/gesetz-ueber-die-selbstbestimmung-in-bezug-auf-den-geschlechtseintrag-sbgg--199332#:~:text=Das%20Selbstbestimmungsgesetz%20wurde%20am%2012,August%202024%20in%20Kraft%20treten.\">Selbstbestimmungsgesetz<\/a> geworfen werden. Laut diesem ist der Geschlechtseintrag eines Menschen k\u00fcnftig \u201enur vom Geschlechtsempfinden der antragstellenden Person abh\u00e4ngig\u201c. Dass ein Empfinden generell von sehr vielen Faktoren abh\u00e4ngt, d\u00fcrfte jedem klar sein. Dass das Geschlechtsempfinden konkret im Laufe eines Lebens schwanken kann, belegt die Studie. Das Gesetz behauptet, dieser Tatsache dadurch Rechnung zu tragen, dass Erwachsene nach einer Sperrfrist von einem Jahr ihren Geschlechtseintrag erneut \u00e4ndern k\u00f6nnen. Diese Sperrfrist gilt jedoch explizit nicht f\u00fcr Jugendliche. Bedeutet das nun, dass Minderj\u00e4hrige ihren Geschlechtseintrag nur einmal \u00e4ndern k\u00f6nnen \u2013 oder beliebig oft? Beides w\u00e4re verheerend. Eine einmalige \u00c4nderungsm\u00f6glichkeit erzeugt den Druck, bei der Entscheidung bleiben zu m\u00fcssen, auch wenn sich die Geschlechtsverunsicherung legt. Beliebig h\u00e4ufige \u00c4nderungsm\u00f6glichkeiten stellen den Jugendlichen vor die permanente Frage, f\u00fcr welches Geschlecht er sich nun entscheiden m\u00f6chte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses katastrophale neue Gesetz steht damit im Widerspruch zur aktuellen Forschungslage, die klar belegt, dass Jugendliche vor allem eines brauchen: eine normale Entwicklung in ihrem eigenen, naturgegebenen K\u00f6rper.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Um Kinder und Jugendlich vor fehlerhaften Trans-Diagnosen und deren irreversiblen Folgen zu sch\u00fctzen hat Zukunft CH das sechsseitige Infobulletin <a href=\"https:\/\/www.zukunft-ch.ch\/publikationen\/im-fokus\/\">\u201eIm Fokus \u201aTrans\u2018-Kind\u201c<\/a> sowie das ausf\u00fchrlichere Infodossier <a href=\"https:\/\/www.zukunft-ch.ch\/transkind-im-falschen-koerper-geboren\/\">\u201eTranskind: Im falschen K\u00f6rper geboren?\u201c<\/a> erstellt. Beide k\u00f6nnen, auch in gr\u00f6sseren Verteilmengen, \u00fcber das <u><a href=\"https:\/\/www.zukunft-ch.ch\/bestellformular\/\">Bestellformular<\/a><\/u> oder unter Tel. 052 268 65 00 bestellt werden.<\/em> (<em>Bestellungen aus dem Ausland nur bei \u00dcbernahme des Portos)<\/em><\/p>\n<p><em>Von Regula Lehmann und Ursula Baumgartner<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.zukunft-ch.ch\/studie-widerlegt-transkind-mythos\/\">www.zukunft-ch.ch<\/a>, 22.4.2024<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschlechtsver\u00e4ndernde Therapien und Operationen an Kindern und Jugendlichen sind umstritten. L\u00e4ngst weisen kritische Wissenschaftler und Jugendpsychiater darauf hin, dass Geschlechtsverunsicherung bei vielen Kindern- und Jugendlichen ein vor\u00fcbergehendes Ph\u00e4nomen ist. 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