{"id":20867,"date":"2024-04-08T10:59:47","date_gmt":"2024-04-08T08:59:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20867"},"modified":"2024-04-08T11:03:43","modified_gmt":"2024-04-08T09:03:43","slug":"predigt-zu-psalm-110-der-ewige-priesterkoenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20867","title":{"rendered":"Predigt zu Psalm 110: Der ewige Priesterk\u00f6nig"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Psalm 110<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><sup>1<\/sup><\/em><em> EIN PSALM DAVIDS. Der HERR sprach zu meinem Herrn: \u00bbSetze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe mache.\u00ab <sup>2<\/sup> Der HERR wird das Zepter deiner Macht ausstrecken aus Zion. Herrsche mitten unter deinen Feinden! <sup>3<\/sup> Wenn du dein Heer aufbietest, wird dir dein Volk willig folgen in heiligem Schmuck. Deine S\u00f6hne werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenr\u00f6te.<\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0<sup>4<\/sup> Der HERR hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: \u00bbDu bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.\u00ab<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0<sup>5<\/sup> Der Herr zu deiner Rechten wird zerschmettern die K\u00f6nige am Tage seines Zorns.\u00a0 <sup>6<\/sup> Er wird richten unter den Heiden, wird viele erschlagen, wird H\u00e4upter zerschmettern auf weitem Gefilde. <sup>7<\/sup> Er wird trinken vom Bach auf dem Wege, darum wird er das Haupt emporheben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorblick:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Von den Umfragen zum Kreuz [der ntl. Rahmen]<\/li>\n<li>Vom Unglauben zum K\u00f6nig [falsche Deutungen]<\/li>\n<li>Vom Unwillen zu Klarheit und Heiligung [V. 3]<\/li>\n<li>Melchisedek, der unverg\u00e4ngliche Priesterk\u00f6nig [V. 4]<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>1. Von den Umfragen zum Kreuz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden Sonntag wird unserem Volk der politische Puls gef\u00fchlt: Wie sehen die aktuellen Stimmenverh\u00e4ltnisse aus, wenn n\u00e4chsten Sonntag Bundestagswahl w\u00e4re? Die Meinungsinstitute verdienen viel Geld damit \u2026 Und bekanntlich werden Umfragen auch gelenkt, um das Gew\u00fcnschte herauszubringen, weil man damit wiederum die beeinflussen kann, die sich gerne der Mehrheit anpassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im Neuen Testament gibt es einige Befragungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <strong>erste<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer, so fragt Jesus seine J\u00fcnger einmal, sagen die Leute, da\u00df ich sei? Wer ist Jesus? Die J\u00fcnger pr\u00e4sentieren daraufhin einen bunten Strau\u00df von Volksmeinungen: er sei Johannes der T\u00e4ufer, er sei Elia, Jeremia oder ein anderer Prophet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wer, so fragt er weiter, sagt denn <strong><em>ihr<\/em><\/strong>, da\u00df ich sei? Ihr, die ihr mit mir unterwegs seid, ja von mir ausgesandt werdet, ihr k\u00f6nnt ja nicht unentschieden und neutral bleiben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Simon Petrus antwortet: \u201eDu bist Christus, <em>des lebendigen Gottes Sohn<\/em>.\u201c F\u00fcr diese Erkenntnis preist Jesus den Simon Petrus selig, denn nicht Fleisch und Blut haben ihm das offenbart, sondern der Vater im Himmel (Mt 16,13\u201317).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der <strong>zweiten<\/strong> Umfrage wird Jesus von den Sadduz\u00e4ern befragt. Es ist nach dem Einzug in Jerusalem, und Jesus nutzt die Gelegenheit, den Konflikt mit den j\u00fcdischen Autorit\u00e4ten zu dem Ziel hin zu treiben, zu dem er gekommen ist. Den Sadduz\u00e4ern stopft er beim Thema Auferstehung der Toten das Maul: \u201eIhr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes \u2026 Habt ihr denn nicht gelesen \u2026?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann wendet er sich den Pharis\u00e4ern zu, und das ist die <strong>dritte<\/strong> Umfrage. Bei der Frage nach dem h\u00f6chsten Gebot finden sie noch zusammen. Aber das Maul stopft er ihnen mit der Frage nach dem Messias: <em>\u201eWas denkt ihr von dem Christus?\u201c<\/em> Jesus l\u00e4\u00dft die Frage nicht so allgemein stehen, sondern engt sofort ein: <em>\u201eWessen <strong>Sohn<\/strong> ist er?\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pharis\u00e4er antworten mit einem einzigen Wort: \u201eDavids\u201c. Die Auskunft ist richtig, weil sie schriftgem\u00e4\u00df ist. Matth\u00e4us selbst hatte sein Evangelium so begonnen: \u201eBuch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes <em>Davids<\/em>, des Sohnes Abrahams.\u201c Und doch fragt Jesus weiter: <em>\u201eWie kann ihn dann David durch den Geist Herr <\/em>(hebr. adon, griech. kyrios)<em> nennen, wenn er sagt <\/em>\u2013 Ps 110 \u2013<em>: \u00bbDer Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine F\u00fc\u00dfe lege\u00ab?\u00a0 Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn?\u201c\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sohn Davids ist auch Herr Davids! Hier verstummen die Pharis\u00e4er! Denn nach allem Recht ist kein Sohn der Herr (<em>adon<\/em>) seines Vaters. Es mu\u00df also in diesem Sohn etwas sein, was \u00fcber die Natur und \u00fcber menschliches Recht geht, da\u00df ihn David seinen Herrn nennt. Dieses gewisse Etwas war den Pharis\u00e4ern verborgen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Matth\u00e4us schlie\u00dft die Perikope ab mit dem Satz: <em>\u201e<\/em><em>Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, auch wagte niemand von dem Tage an, ihn hinfort zu fragen.\u201c<\/em> Es war die letzte Diskussion, die Jesus vor seiner Gefangennahme mit seinen Gegnern f\u00fchrte. Was sich bei Matth\u00e4us anschlie\u00dft, ist eine schneidende Gerichtsrede Jesu \u00fcber die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er. Sieben Weherufe spricht er \u00fcber sie aus, weil sie das Wichtigste vom Wort Gottes beiseite setzen, n\u00e4mlich \u201edas Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben\u201c (Mt 23,23). Der Streit um die rechte Auslegung der Heiligen Schrift f\u00fchrte Jesus zuletzt ans Kreuz. Anders gesagt: Der Streit um die Person Jesu und der Streit um die Auslegung der Bibel sind ein und dasselbe!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eVon den Umfragen zum Kreuz\u201c \u2013 w\u00e4re Jesus nur Mensch gewesen, w\u00e4re er gar nicht gekreuzigt worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Umfragen sind zu Ende. Es gibt kein(e) Antworten mehr. Aber warum nicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Heilige Geist war noch nicht ausgegossen, Pfingsten war noch nicht geschehen. <em>Darum<\/em> konnten es die Damaligen nicht annehmen. F\u00fcr uns jedoch liegt das Neue Testament vor und durch den Glauben haben wir den Heiligen Geist, der uns bef\u00e4higt, Schrift mit Schrift auszulegen. So ist die Antwort auf die Messiasfrage f\u00fcr uns leicht, wenn wir an den Christus denken, der Jesus ist: Wir kennen den Sohn Davids, der h\u00f6her als sein irdischer Vorg\u00e4nger ist, eben weil er <em>auch<\/em> der Sohn Gottes ist. Der Christus ist der Sohn Davids und der Sohn Gottes. <em>\u201eDu bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!\u201d<\/em><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> So Simon Petrus, dem es vom Vater offenbart war. Und vor dem Hohen Rat wird er gefragt: <em>\u201eUnd der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschw\u00f6re dich bei dem lebendigen Gott, da\u00df du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes. Jesus sprach zu ihm: Du sagst es \u2026\u201c <\/em>(im MkEv: \u201e\u2026 ich bin es\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sohn steht zwar unter dem Vater, aber als <em>Kyrios<\/em>, als Herr der Welt, Sohn Gottes und aus der Jungfrau Geborener steht Jesus Christus doch \u00fcber allen Gesch\u00f6pfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Soweit der erste Punkt: Von den Umfragen zum Kreuz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Vom Unglauben zum K\u00f6nig<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben uns nur auf das Matth\u00e4usevangelium besonnen, aber keineswegs alle Stellen angef\u00fchrt, in denen das Neue Testament auf Psalm 110 Bezug nimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber schon wenn wir uns die genannten Stellen aus Matth\u00e4us vor Augen halten, gewinnen wir einen Zugang zu dem Psalm, der von allen im Neuen Testament am h\u00e4ufigsten angef\u00fchrt wird und doch heute kaum bekannt ist: Jesus Christus zur Rechten Gottes des Vaters, K\u00f6nig \u00fcber alle V\u00f6lker, \u00fcber die ganze Geschichte, zugleich Priester in Ewigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst mit dem Neuen Testament in der Hand (und nat\u00fcrlich im Herzen) gewinnen wir Zugang, sage ich sehr bewu\u00dft. Denn neuere, kritische Ausleger lesen den Psalm nicht vor dem Hintergrund des Neuen Testaments, sondern vor gewissen Hypothesen \u00fcber eine urspr\u00fcngliche Situation, in der der Psalm gebraucht worden sei. Sie sehen den Platz von Ps 110 in einem <em>Kr\u00f6nungs- oder Thronbesteigungsritual<\/em>, in dem ein Hofprophet den K\u00f6nig hymnisch preist und ihm einen grandiosen Sieg \u00fcber alle Feinde w\u00fcnscht.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Man stellt sich vor, es w\u00fcrde der Hofprophet Gott die Worte in den Mund legen, und zwar das, was politisch gew\u00fcnscht, politisch korrekt ist, kann man sich so von h\u00f6chster Stelle best\u00e4tigen lassen. Best\u00e4tigung auf Bestellung!! Lob von h\u00f6chster Stelle \u2013 das lassen sich weltliche Obrigkeiten immer gerne gefallen. Diese Gefallsucht war es, so die Bibelkritik, die auch zu den K\u00f6nigspsalmen der Bibel f\u00fchrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sagen wir dazu? Auf den ersten Blick klingt es plausibel, weil wir diese Vorg\u00e4nge in der Politik immer wieder beobachten k\u00f6nnen, etwa 2017 bei der Einf\u00fchrung der Ehe f\u00fcr alle nach evangelische-landeskirchlicher Empfehlung oder jetzt beim Ausschlu\u00df bestimmter Parteien aus kirchlichen \u00c4mtern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wird hier nicht weltliches Denken in die Bibel hineinprojiziert? Da\u00df Bisch\u00f6fe und P\u00e4pste sich mit K\u00f6nigen und Kaisern gut stellen wollen, kennt man aus der Geschichte zur Gen\u00fcge. Indem man diesen Vorgang in die Bibel hineinliest, wird aber Gottes Wort als kritisches Gegen\u00fcber ausgeschaltet. Es darf nur noch sagen, was wir ohnehin schon wissen \u2013 ein im Grunde sehr aufkl\u00e4rerisches, vernunftoptimistisches Konzept! Echte Propheten gibt es hier nicht mehr, nur noch gewisse Hofschranzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Barth: Kritischer sollten sie mir sein, die Kritiker! In der Tat! Aber gibt es auch aus dem Psalm selbst Gr\u00fcnde, die gegen die historisch-kritische Deutung sprechen? Ich nenne besonders <strong>zwei Gr\u00fcnde, die uns gegen\u00fcber der kritischen Exegese vorsichtig machen sollten:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Erste ist das <strong>Priestersein<\/strong> des angesprochenen Herrn laut Vers 4: Wir sollten deshalb vorsichtig sein, weil das Gotteswort des Psalms den Angesprochenen sowohl als K\u00f6nig als auch als <em>Priester<\/em> bestimmt, und letzteres auch noch auf ewige Zeit hin. Anders als etwa in \u00c4gypten durften Israels K\u00f6nige nicht zugleich Priester sein, und wo sie es taten, handelten sie sich gewaltigen \u00c4rger ein, z.B. wurde Judas K\u00f6nig Usija mit Aussatz bestraft, als er eigenm\u00e4chtig opfern wollte (2.Chronik 26,16ff.; vgl. auch Jerobeam I.). W\u00e4hrend der ganzen K\u00f6nigszeit wurde kein Jerusalemer K\u00f6nig rechtm\u00e4\u00dfig als Priester angesprochen, und von keinem hie\u00df es, er sitze zur Rechten Gottes. Und von keinem konnte pauschal gesagt werden, da\u00df er sogar \u00fcber die <em>Heiden<\/em> Herrscher und Richter ist und dies auch noch ewig bleiben wird \u2013 also Herrscher nicht nur \u00fcber Israel.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen, da\u00df die Aussagen von Psalm 110 \u2013 aber auch anderer K\u00f6nigspsalmen \u2013 weit \u00fcber alles hinausgehen, was im alten Israel \u00fcber den K\u00f6nig in Juda Wirklichkeit wurde. Auch David amtete nicht als Priester. Als er einen Tempel bauen wollte, lautete die Antwort Gottes: Nein, nicht du sollst mir ein Haus bauen, sondern ich will dir ein Haus bauen \u2026 das wurde dann der Stammbaum, der zu Jesus f\u00fchrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist der eine Grund gegen die historisch-kritische Mi\u00dfdeutung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den anderen Grund m\u00f6chte ich der <strong>Anredeform des ersten Verses<\/strong> entnehmen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer Herr sprach zu meinem Herrn:<br \/>\n\u201aSetze dich zu meiner Rechten \u2026\u2018\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">David darf hier einem <strong>innerg\u00f6ttlichen Gespr\u00e4ch<\/strong> zuh\u00f6ren: Gott der Vater spricht zu Gott zum Sohn. Worauf es mir ankommt, ist dies: Der <em>Vater<\/em> erh\u00f6ht den Sohn zu seiner Rechten und erm\u00e4chtigt ihn so als K\u00f6nig. <strong>Der Sohn erh\u00f6ht sich nicht selbst, sondern im Gegenteil: er erniedrigt sich,<\/strong> wird Mensch und opfert sich f\u00fcr uns am Kreuz. Darum wird er erh\u00f6ht, wie wir gleich noch h\u00f6ren werden. Selbsterh\u00f6hung ist die Methode des S\u00fcnders und des Antichristen; Jesus aber war kein S\u00fcnder, sondern kam als Gott von Gott in unsere Not, war zugleich der Priester und das Opfer, und wurde so wiederum erh\u00f6ht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer Herr sprach zu meinem Herrn:<br \/>\n\u201aSetze dich zu meiner Rechten \u2026\u2018\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Indem der Vater es sagt, tut er es \u2013 Sagen und Tun sind hier bedeutungsschwer zusammen. Eine bewirkende (\u201eperformative\u201c) Rede, die wir entfernt auch von irdischen Verh\u00e4ltnissen her kennen, z.B.: \u201eHiermit erkl\u00e4re ich die Sitzung f\u00fcr er\u00f6ffnet und erteile dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer das Wort\u201c, \u201eIch erkl\u00e4re euch zu Mann und Frau\u201c, oder: \u201eIch verspreche dir, dir das Geld bis zum 1.1. zur\u00fcckzugeben\u201c usw. Immer wieder durch eine Erkl\u00e4rung mit Worten eine bestimmte Beziehung gestiftet oder ein Status ver\u00e4ndert. (Eine ganze Sprachwissenschaft bzw. Sprachphilosophie besch\u00e4ftigt sich damit.) Also nochmal: Der Vater erhebt den Sohn. Und nicht: Der Sohn erhebt sich selbst. Von hier aus erst verstehen wir den ganzen Psalm bis zum letzten Vers. Der Sohn hatte sich nicht erh\u00f6ht! Jeder S\u00fcnder erh\u00f6ht sich gerne selbst, und will sein wie Gott! Im Extrem tut es der Antichrist, ein Anstatt-Christus, der Jesus als K\u00f6nig ersetzen, ja vernichten will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der wahre Christus aber erniedrigt sich bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz, und DARUM hat ihn Gott der Vater auch erh\u00f6ht \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genau dieses DARUM finden wir im letzten Vers: Er hat sich erniedrigt, vom schmutzigen Wegbach zu trinken, und darum wird er das Haupt erheben.\u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem ersten Vers sind wir noch nicht zu Ende. Er beginnt mit der prophetischen Formel \u201eSpruch des Herrn\u201c. Der ganze Psalm ist <strong>prophetische Rede, unmittelbares Wort Gottes<\/strong>. Psalm 110 bietet nicht in erster Linie Worte zu Gott, sondern von Gott dar, mehr noch: es sind Worte von Gott nicht an Menschen, sondern von Gott <em>zu Gott<\/em>. Gleichwohl stehen diese Worte im Gebetbuch der Bibel, sollen also vom (menschlichen) Beter vor Gott gesprochen werden. Gott wird geehrt, wenn unsere Lippen einf\u00e4ltig seinen Worten folgen, sie nachsprechen, bekennen, beten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gilt schon f\u00fcr David selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gottes Wort, wie David es h\u00f6ren durfte, steht nicht beziehungslos in den Psalmen. Wer Psalm 110 liest und den Psalter bis hierher durchgegangen ist, kommt <strong>von Psalm 109 her<\/strong>. David betet dort in einer \u00e4u\u00dferst bedr\u00e4ngten Lage: <em>\u201eGott, mein Ruhm, schweige nicht! Denn sie (meine Feinde) haben ihr gottloses L\u00fcgenmaul wider mich aufgetan. Sie reden wider mich mit falscher Zunge, und reden giftig wider mich allenthalben. Daf\u00fcr, da\u00df ich sie liebe, feinden sie mich an; ich aber bete.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ps 110 ist die Antwort auf die Bitte, da\u00df Gott nicht schweigen soll: \u201eDer Herr sprach zu meinem Herrn \u2026\u201c Die Krise Davids wird beantwortet mit der g\u00f6ttlichen Gewi\u00dfheit, da\u00df alle Feinde ihr gerechtes Urteil finden werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ps 109: Davids Bitte \u2013 Ps 110: Gottes Antwort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wie es David gebetet hat, wie der Heilige Geist David mit diesen Worten gest\u00e4rkt und getr\u00f6stet hat, d\u00fcrfen <strong>auch wir<\/strong> es tun. Auch wir d\u00fcrfen sagen <em>\u201eDer Herr sprach zu meinem Herrn\u201c<\/em>: Wir halten dieses Bekenntnis allen M\u00e4chten der Welt und des Teufels entgegen: Weil Gott seinen Christus eingesetzt hat, regiert dieser unumst\u00f6\u00dflich. Wir haben die Einsetzung selbst geh\u00f6rt: Setze dich zu meiner Rechten!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott der Vater spricht zu Gott dem Sohn, er setzt ihn sich zur Rechten und l\u00e4\u00dft ihn <em>\u201eherrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter seine F\u00fc\u00dfe gelegt hat\u201c<\/em> (1.Kor 15,25 mit Zitat aus Ps 110,1). David h\u00f6rt, im Heiligen Geist, wie die feierliche Stimme Jahwes selbst an den Messias gerichtet ist. Welch wunderbare Offenbarung, wo wir in die <strong>innere Gemeinschaft der heiligen Dreieinigkeit<\/strong> hineinh\u00f6ren d\u00fcrfen! Hier, in der inneren Liebesgemeinschaft Gottes, entsteht, entspringt unsere Sch\u00f6pfung und unsere Erl\u00f6sung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spurgeon: \u201eAlle gro\u00dfen Werke der Gnade sind s\u00e4mtlich durch Gottes Sprechen zur Ausf\u00fchrung gekommen; ohne dieses h\u00e4tte es keine Offenbarung der Gottheit an uns gegeben.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">David unterscheidet die g\u00f6ttlichen Personen: Jahwe und Adoni, Vater und Sohn \u2013 jedoch in der griechischen Bibel las die Urgemeinde: es sprach <em>kyrios<\/em> zu <em>kyrios<\/em>, also Herr zu Herr. Und sie bekannte Jesus als den kyrios. Spurgeon meint, da\u00df David schon die Erkenntnis des Thomas vorwegnimmt, der vor Jesus kniet und anbetet: <em>\u201eMein Herr und mein Gott!\u201c<\/em> (Joh 20,28)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was wir in diesen Worten beten, bekennen und preisen, ist die unverbr\u00fcchliche Zusage, da\u00df Gott an diesem Herrscher festh\u00e4lt und keinen anderen aufkommen l\u00e4\u00dft. Jesus ist der Herr, Jesus ist der K\u00f6nig, Jesus ist unser Priester! Er und kein anderer befreit, erl\u00f6st von S\u00fcnde, Tod und Teufel. Paulus geht in seinem Auferstehungskapitel 1.Kor 15 direkt weiter zu diesem Sieg: <em>\u201eDer letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. Denn \u201aalles hat er unter seine F\u00fc\u00dfe getan\u2018 <\/em>(Ps 8,7).<em>\u201c<\/em> (Nebenbei: Hier wird neben Ps 110 auch Ps 8 auf Jesus hin verstanden!)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser und kein anderer, auch kein <strong>Engel<\/strong>, tut so an uns. Der Hebr\u00e4erbrief f\u00fchrt Ps 110 so an: <em>\u201eZu welchem Engel aber hat er jemals gesagt: \u201aSetze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe mache?\u201c<\/em> (Hebr 1,13) Darum sollen \u201eihn alle Engel Gottes anbeten\u201c (1,6 mit Ps 97,7).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Psalm 110 beschreibt eine Ehre, die nicht einmal Engeln zuteil wurde, um wieviel weniger also den zum gro\u00dfen Teil lausigen K\u00f6nigen w\u00e4hrend 400 Jahren K\u00f6nigszeit in Juda?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der Sicht des Neuen Testaments ist es eindeutig, da\u00df Psalm 110 von Jesus Christus spricht. Das Wort von seinem Platznehmen zur Rechten Gottes wurde erf\u00fcllt, sagt Petrus in seiner Predigt beim ersten Pfingsten, als Jesus in den Himmel aufgehoben wurde (Apg 2,34f.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keinem anderen geh\u00f6rt diese Ehre, kein Buddha und kein Mohammed sitzt zur Rechten Gottes! Und keiner tritt f\u00fcr uns bei Gott ein, nur der eine Priester, der ohne Anfang und ohne Ende ist wie der ewige Priester nach der Weise Melchisedeks! Nur einer ist K\u00f6nig und Priester und Prophet: Jesus Christus \u2013 gepriesen sei sein Name!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war das Zweite: Vom Unglauben zum K\u00f6nig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Vom Unwillen zu Klarheit und Heiligung: <\/strong><em>\u201eWillig folgen in heiligem Schmuck\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gemeinde Jesu darf, wie gesagt, den Psalm nachsprechend und mitbetend mitfeiern. Gerade so, also wieder in diesem worthaften Vollzug, \u00e4ndert sich unser Status. Der Prophet spricht vor, wir stimmen ein. Das gleiche geschieht, wenn ich das Glaubensbekenntnis mitspreche oder mich im Gebet dem Herrn als meinem guten Hirten anvertraue.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch Beten und gl\u00e4ubiges Lesen der Schrift werden wir zu dem Volk, <em>\u201edas ihm willig folgt in heiligem Schmuck\u201c<\/em>, willig, das hei\u00dft: nicht gezwungen, nicht ein S\u00f6ldnerheer, sondern eine mit den Kleidern der Gerechtigkeit geschm\u00fcckte Braut, ein fr\u00f6hliches und gewisses Volk, ja ein priesterliches Volk, denn der Vers erinnert an die herrlichen Priesterkleiner (2.\u00a0Mose 28+39). Ihre Gewi\u00dfheit gr\u00fcndet nicht in irgendwelchen Vermutungen und Ahnungen \u00fcber die geschichtlichen und nat\u00fcrlichen Kr\u00e4fte der Erde. Ihre Gewi\u00dfheit gr\u00fcndet vielmehr im geheimnisvollen innertrinitarischen Gespr\u00e4ch Gottes, bei dem sie zuh\u00f6ren darf. Psalm 110 ist der irdische Lautsprecher und Verst\u00e4rker dieses innertrinitarischen Gespr\u00e4chs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So dienen wir willig dem einen Herrn des Himmels und der Erde, nicht einem G\u00f6tzen, nicht einer Ideologie. Wir folgen dem, der jeden von uns ins Leben rief und bis heute trotz aller Widrigkeiten festh\u00e4lt; wir folgen dem, der uns durch Wort und Sakrament in seine Gemeinschaft nehmen will \u2013 oder soll ich Ihnen zurufen: La\u00dft uns folgen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00f6ge doch ein jeder von uns wissen, auf welcher Seite er steht, und welche Kraft dieser Psalm f\u00fcr ihn ist: Ist Jesus Christus auch dein K\u00f6nig, oder bist du noch dein eigener K\u00f6nig? Ist Jesus dein Priester \u2013 oder willst du dich noch selbst vor Gott rechtfertigen? Glaubst du auch, da\u00df Christus bei seiner Wiederkunft alle, die sich ihm noch nicht willig unterordnen, unterwerfen wird, wie es der letzte Teil des Psalms bezeugt und der Apostel Paulus best\u00e4tigt (2.Thess 1\u20132; vgl. Offb 19)?<\/p>\n<p>Vers 3: <em>\u201eWenn du dein Heer aufbietest, wird dir dein Volk willig folgen in heiligem Schmuck. Deine S\u00f6hne werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenr\u00f6te.\u201c <\/em>Nachfolge geschieht auf dem Weg der Heiligung. <strong>Neubekehrte s\u00e4umen den Weg des Evangeliums durch die Generationen<\/strong>: Wie der Tau frisch ist, so erfrischen die im Glauben Jungen die Kirche. Darum ist die gro\u00dfe Zahl unter uns, die heute eine biblisch-theologische Ausbildung in Angriff nehmen will, ein Hoffnungszeichen f\u00fcr die ganze Kirche!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie wunderbar ist die ewige Jugend der Kirche: sie hat Anteil an der Auferstehungskraft Christi.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spurgeon:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWeil Jesus ewig lebt, soll auch seine Gemeinde ewig bl\u00fchen. Wie seine Kraft nie erlahmt, soll auch die St\u00e4rke seines treuen Volkes von Tag zu Tag erneuert werden. Wie er der Priesterk\u00f6nig ist, so sind die Seinen alle Priester und K\u00f6nige, der Schmuck der Heiligkeit ist ihr Priestergewand, herrlich und sch\u00f6n (2.Mose 28,2), und von diesen Priestern Gottes wird es eine echte ununterbrochene Folge (Sukzession) geben.\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Der unverg\u00e4ngliche Priesterk\u00f6nig<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vers 4: Wieder ein Gotteswort, sogar ein Schwur:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00bbDu bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.\u00ab <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer Jesus verstehen will, mu\u00df sich mit diesem Schwur besch\u00e4ftigen! Wer war Melchisedek? Er kommt im Alten Testament nur hier und in 1. Mose 14 vor: Abraham hatte in einem Kampf mit einer ganzen Koalition von Stadtk\u00f6nigen seinen Neffen Lot aus der Gefangenschaft befreit. Als er zur\u00fcckkam vom Sieg, brachte ihm der damalige K\u00f6nig von Jerusalem, Melchisedek, Brot und Wein heraus. Melchisedek war nicht nur K\u00f6nig, sondern zugleich \u201ePriester Gottes des H\u00f6chsten\u201c (1.\u00a0Mose 14,18). Melchisedek segnete Abraham vom \u201eh\u00f6chsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat\u201c, und \u00fcbrigens: Der K\u00f6nig von Sodom durfte dabei offenbar zusehen und zuh\u00f6ren (V. 17+20).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Melchisedek war also Priester und K\u00f6nig von Jerusalem, und im Neuen Testament ist es der Hebr\u00e4erbrief, der uns weiterhilft zu verstehen, wie Melchisedek und Jesus zusammenh\u00e4ngen: Der Hebr\u00e4erbrief zeigt die \u00c4hnlichkeiten zwischen Melchisedek und Jesus:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Melchisedek hei\u00dft \u00fcbersetzt \u201eK\u00f6nig der Gerechtigkeit\u201c.<\/li>\n<li>Er war K\u00f6nig von Jerusalem, das damals Salem hie\u00df, also: Friede, K\u00f6nig des Friedens.<\/li>\n<li>Melchisedek wird ohne Vater und Mutter, ja ganz ohne Stammbaum dargestellt.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlu\u00dffolgerung: \u201eSo gleicht er dem Sohn Gottes und bleibt Priester in Ewigkeit. Seht aber, wie gro\u00df der ist, dem auch Abraham, der Erzvater, den Zehnten gab von der eroberten Beute\u201c (Hebr 7,3\u20134). Wie gro\u00df!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Moment: Jesus hatte doch einen Stammbaum, und der ist auch sehr wichtig! Freilich: Als Mensch hatte er einen, aber als Gott hatte er keinen.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> \u201eSeht aber, wie gro\u00df der ist \u2026\u201c: Der Hebr\u00e4erbrief deutet an, da\u00df Melchisedek nicht nur eine Art Vorbild Jesu Christi war, sondern Jesus selbst, eben vor seiner Menschwerdung. 100% sicher ist es nicht, das gebe ich zu. Aber h\u00f6ren wir mal diesen Dialog aus Johannes 8:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>56<\/sup> Abraham, euer Vater, wurde froh, da\u00df er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich. <sup>57<\/sup>\u00a0Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht f\u00fcnfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? <sup>58<\/sup>\u00a0Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich. <sup>59<\/sup>\u00a0Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer k\u00e4me sonst in Frage, der so hoch ist, und dem Abraham begegnet ist? Jesus k\u00f6nnte auch daran gedacht haben, da\u00df er bei den drei M\u00e4nnern dabei war, die Abraham einmal begegneten und ihm die Geburt Isaak prophezeiten, und die dort f\u00fcr Gott stehen (1.\u00a0Mose 18).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber noch wahrscheinlicher scheint mir die Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek, weil die genannten Charakteristika daf\u00fcr sprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zusammenfassung <\/strong><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Von den Umfragen zum Kreuz<\/li>\n<li>Vom Unglauben zum K\u00f6nig<\/li>\n<li>Vom Unwillen zu Klarheit und Heiligung<\/li>\n<li>Melchisedek, der unverg\u00e4ngliche Priesterk\u00f6nig<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Worin besteht die Klarheit unserer Erkenntnis Jesu Christi, was ist uns v\u00f6llig gewi\u00df?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er ist <strong>erh\u00f6ht<\/strong>, <strong>erm\u00e4chtigt<\/strong> und er <strong>erl\u00f6st<\/strong> uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum in dieser <strong>Reihenfolge<\/strong>?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Reihenfolge ist weniger <em>chronologisch<\/em> als <em>christologisch<\/em>: Nur der Erh\u00f6hte hat die Macht, uns durch sein Opfer aus der Gewalt des Teufels zu rei\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00f6ge Gott jedem von uns diese gro\u00dfartige Gewi\u00dfheit Jesu Christi schenken, da\u00df er f\u00fcr jeden von uns K\u00f6nig und Priester ist, und durch sein Wort auch der Prophet, der das bestimmende Wort Gottes ausrichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Angaben zum Gottesdienst:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eingangswort: 1. Petr 1,3; Lesung: Mt 22,41\u201346; Psalmgebet: Ps 146 (bei Nr. 840)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Predigttext: Psalm 110 (s. R\u00fcckseite)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lieder aus \u201eJesus unsere Freude\u201c:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\">640,1\u20135 (alle Str.): Morgenglanz der Ewigkeit<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\">120,1\u20133: Mit Freuden zart (Wochenlied)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\">117,1\u20134: Jesus lebt, mit ihm auch ich!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\">569,1\u20133: Kommt her, des K\u00f6nigs Aufgebot<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\">195,1+5\u20136: Komm, mein Herz; sp\u00e4ter Str. 7<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\">12,1\u20134+22 +11: Jesus Christus herrscht als K\u00f6nig<\/p>\n<p>Der Gottesdienst wurde am Sonntag Quasimodogeniti, den 7.4.2024, in der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes (D\u00fcshorn) gehalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Man sehe in der Konkordanz nach Stellen, die \u201eChristus\u201c und \u201eSohn\u201c gemeinsam auff\u00fchren \u2013 eine ganze Menge!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> So sogar bei Beat Weber (Werkbuch II).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Davids Aussage in Ps 18,44 (\u201eDu machst mich zum Haupt \u00fcber Heiden\u201c, vgl. 2.Sam 8) spricht nicht dagegen, weil David nicht einmal \u00fcber Israel unangefochten herrschen konnte (vgl. die Aufst\u00e4nde von Absalom und Scheba, 2.Sam 9\u201320).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Schatzkammer Davids, II, 486.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Spurgeon aaO. 489f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Frage: Gilt auch: Als K\u00f6nig hatte er keinen Stammbaum, weil er als Gott immer Mitherrscher war, aber als Priester, der er erst als Mensch wurde, hatte er einen? Dagegen spricht: Sein Stammbaum (Juda) erweist sein K\u00f6nigtum, nicht seine Priesterschaft. Seine G\u00f6ttlichkeit jedoch verb\u00fcrgt seine Priesterschaft und damit seine Macht, uns zu erl\u00f6sen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Psalm 110 1 EIN PSALM DAVIDS. Der HERR sprach zu meinem Herrn: \u00bbSetze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe mache.\u00ab 2 Der HERR wird das Zepter deiner Macht ausstrecken aus Zion. 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