{"id":20833,"date":"2024-03-29T08:13:21","date_gmt":"2024-03-29T07:13:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20833"},"modified":"2024-03-29T08:14:50","modified_gmt":"2024-03-29T07:14:50","slug":"predigt-ueber-psalm-22-verlassen-gelitten-erhoert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20833","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Psalm 22: Verlassen \u2013 Gelitten \u2013 Erh\u00f6rt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eAn herzersch\u00fctternden Klagelauten, die aus nicht zu ergr\u00fcndenden Tiefen unsagbaren Wehs aufsteigen, hat dieser Psalm seines gleichen nicht. Er ist eine photographische getreue Darstellung der schwersten Stunden unseres Herrn, der Bericht \u00fcber seine Sterbeseufzer, das Tr\u00e4nenkr\u00fcglein seiner letzten Tr\u00e4nen und das Denkmal seiner Freude in den Stunden, da er seinen Geist aushauchte. In beschr\u00e4nktem Sinne ist es wohl war, dass uns David und seine Leiden in dem Psalm entgegentreten, aber wie der Glanz der Sterne vor dem Sonnenlicht verschwindet, so wird, wer Jesus in diesem Psalm erblickt, David kaum sehen, noch zu sehen begehren. <\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wir haben vor uns eine Beschreibung sowohl der Dunkelheit als der Herrlichkeit des Kreuzes, der Leiden Christi und der Herrlichkeit danach. O, dass es uns gegeben werden m\u00f6ge, gl\u00e4ubig zum Kreuze zu nahen und diesen erhabenen Anblick recht zu schauen. Wir sollten den Psalm mit gro\u00dfer Ehrfurcht lesen. Lasst uns, wie Mose beim brennenden Dornbusch, unsere Schuhe ausziehen; denn wenn irgendwo in der Heiligen Schrift unsere F\u00fc\u00dfe an heiliger St\u00e4tte stehen, dann hier in diesem Psalm.\u201c (C. H. Spurgeon)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Ein Psalm Davids, vorzusingen, nach der Weise \u00bbdie Hirschkuh der Morgenr\u00f6te\u00ab. 2 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne. 3 Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe. 4 Aber du bist heilig, der du thronst \u00fcber den Lobges\u00e4ngen Israels. 5 Unsere V\u00e4ter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen heraus. 6 Zu dir schrien sie und wurden errettet, sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden. 7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. 8 Alle, die mich sehen, verspotten mich, sperren das Maul auf und sch\u00fctteln den Kopf: 9 \u00bbEr klage es dem HERRN, der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.\u00ab 10 Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du lie\u00dfest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter. 11 Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an, du bist mein Gott von meiner Mutter Scho\u00df an. 12 Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer. 13 Gewaltige Stiere haben mich umgeben, m\u00e4chtige B\u00fcffel haben mich umringt. 14 Ihren Rachen sperren sie gegen mich auf wie ein br\u00fcllender und rei\u00dfender L\u00f6we. 15 Ich bin ausgesch\u00fcttet wie Wasser, \/ alle meine Gebeine haben sich zertrennt; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs. 16 Meine Kr\u00e4fte sind vertrocknet wie eine Scherbe, \/ und meine Zunge klebt mir am Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub. 17 Denn Hunde haben mich umgeben, \/ und der B\u00f6sen Rotte hat mich umringt; sie haben meine H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe durchgraben. 18 Ich kann alle meine Gebeine z\u00e4hlen; sie aber schauen zu und weiden sich an mir. 19 Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand. 20 Aber du, HERR, sei nicht ferne; meine St\u00e4rke, eile, mir zu helfen! 21 Errette mein Leben vom Schwert, mein einziges Gut von den Hunden! 22 Hilf mir aus dem Rachen des L\u00f6wen \/ und vor den H\u00f6rnern der wilden Stiere \u2013 du hast mich erh\u00f6rt![1] 23 Ich will deinen Namen kundtun meinen Br\u00fcdern, ich will dich in der Gemeinde r\u00fchmen: 24 R\u00fchmet den HERRN, die ihr ihn f\u00fcrchtet; ehrt ihn, all ihr Nachkommen Jakobs, und scheut euch vor ihm, all ihr Nachkommen Israels! 25 Denn er hat nicht verachtet noch verschm\u00e4ht das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen; und da er zu ihm schrie, h\u00f6rte er\u2019s. 26 Dich will ich preisen in der gro\u00dfen Gemeinde, ich will mein Gel\u00fcbde erf\u00fcllen vor denen, die ihn f\u00fcrchten. 27 Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden; \/ und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben. 28 Es werden gedenken und sich zum HERRN bekehren aller Welt Enden und vor ihm anbeten alle Geschlechter der V\u00f6lker. 29 Denn des HERRN ist das Reich, und er herrscht unter den V\u00f6lkern. 30 Ihn allein werden anbeten alle Gro\u00dfen auf Erden; vor ihm werden die Knie beugen alle, \/ die zum Staube hinabfuhren und ihr Leben nicht konnten erhalten. 31 Er wird Nachkommen haben, die ihm dienen; vom Herrn wird man verk\u00fcndigen Kind und Kindeskind. 32 Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird. Denn er hat\u2019s getan.&#8220; (Psalm 22) (<a href=\"https:\/\/youtu.be\/t63pl3Q8gaA?si=JWtsTZmVITbuPyEq\">Die Predigt kann hier angeh\u00f6rt werden. <\/a><\/em>)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein paar kurze Gedanken zur \u00dcberschrift\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den meisten neueren \u00dcbersetzungen wird richtig nach dem Hebr\u00e4ischen \u00fcbersetzt \u201eEin Psalm Davids, vorzusingen, nach der Weise \u00bbdie Hirschkuh der Morgenr\u00f6te\u00ab\u201c. Luther hatte mit Blick auf die griechische \u00dcbersetzung (Septuaginta) urspr\u00fcnglich \u00fcbersetzt: <em>\u201eEin Psalm Davids vorzusingen \/ Von der Hinden \/ die fr\u00fche gejagt wird\u201c<\/em><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Er schrieb dazu: \u201eEine Hindin (Hirschkuh) aber nennt er ohne Zweifel den leidenden Christus, weil er von den Juden in der Zeit, da er im Fleisch lebte, gefangen und den Heiden \u00fcberantwortet worden ist, dass sie ihn zerfleischten, wie eine Hindin von den Jagdhunden gefangen und den J\u00e4gern \u00fcberliefert wird, dass sie abgetan werde. Denn darauf zielt der ganze Psalm hin, da er sagt: <em>\u201eDenn Hunde haben mich umgeben, und der B\u00f6sen Rotte hat sich um mich gemacht\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Calvin aber auch die neuen Luther\u00fcbersetzungen folgen der \u00dcbersetzung aus dem Hebr\u00e4ischen \u201eHirschkuh der Morgenr\u00f6te\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2026 und ein paar hinf\u00fchrende Worte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann Auslegungen zu diesem Psalm lesen, die den Christusbezug fast vollst\u00e4ndig unterschlagen oder \u00fcbersehen. Selbst die evangelikal gepr\u00e4gte Wuppertaler Studienbibel behandelt den Christusbezug h\u00f6chstens im Bereich der Fu\u00dfnoten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kirchenv\u00e4ter dagegen galt dieser Psalm auch als \u201ef\u00fcnftes Evangelium\u201c, weil er bereits 1.000 Jahre vor den Ereignissen bis ins Detail \u2013 darum spricht Spurgeon von photographisch getreuer Darstellung \u2013 ank\u00fcndigte, was auch die Evangelien dann berichten sollten. Der Versuch, Ereignisse im Leben Davids auszumachen, die den in diesem Psalm beschriebenen Leiden nahekommen, muss scheitern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus selbst betete die erste Zeile dieses Psalms am Kreuz, wie uns die Evangelien berichten und deklariert diesen Psalm damit ausdr\u00fccklich als einen Psalm, der das Leiden und Sterben des Messias ank\u00fcndigt. Es ist SEIN ganz eigener Psalm, den er vermutlich nicht nur mit der ersten Zeile, sondern in G\u00e4nze am Kreuz durchlitten und durchbetet hat. Weil Jesus ihn am Kreuz zu \u201eSEINEM\u201c Psalm machte, kann er auch nur aus der Kreuzesperspektive recht verstanden werden. Wir denken an die Worte Jesu an seine J\u00fcnger nach seiner Auferstehung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eEr sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erf\u00fcllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen. 45 Da \u00f6ffnete er ihnen das Verst\u00e4ndnis, dass sie die Schrift verstanden, 46 und sprach zu ihnen: So steht\u2019s geschrieben, dass der Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; 47 und dass gepredigt wird in seinem Namen Bu\u00dfe zur Vergebung der S\u00fcnden unter allen V\u00f6lkern. Von Jerusalem an 48 seid ihr daf\u00fcr Zeugen.\u201c<\/em> (Lk 24,44-48)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im 27. Vers von Psalm 22 hei\u00dft es: \u201eDie Elenden sollen essen, dass sie satt werden; \/ und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.\u201c Wir wollen in sieben Punkten entdecken wie unser Herr uns, die wir so elend waren, durch sein schreckliches Leiden und Sterben, satt gemacht hat, so dass wir \u2013 die wir auf ewig verloren waren \u2013, ewiglich leben d\u00fcrfen. Wir wollen ihn in diesem Gottesdienst preisen, weil er all das f\u00fcr uns getan hat!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Elenden sollen essen, dass sie satt werden; \/ und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.\u201c<\/p>\n<p><strong>1. Verlassen, um uns mit Gott zu vers\u00f6hnen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne. 3 Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.\u201c<\/em> (Psalm 22,23).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Schrei der Gottverlassenheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spurgeon nannte diesen Schrei Jesu am Kreuz den \u201eweltersch\u00fctternden Ruf auf Golgatha\u201c. Jesus ruft seinen Vater mit dem allgemeinen Gottesnamen \u201eEl\u201c an. Eli, Eli bedeutet \u201eMein Gott, mein Gott\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das wurde von manchen, die es h\u00f6rten, missverstanden, wie uns Matth\u00e4us berichtet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eUnd um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das hei\u00dft: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 47 Einige aber, die da standen, als sie das h\u00f6rten, sprachen sie: Der ruft nach Elia. 48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und f\u00fcllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. 49 Die andern aber sprachen: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihm helfe!\u201c (Mt 27,46,-49)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Verlassenwerden des Gottessohnes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wort (\u05e2\u05d6\u05d1) <strong><em>azav <\/em><\/strong>begegnet uns auch an anderen Stellen der Heiligen Schrift. Insbesondere im f\u00fcnften Buch Mose finden wir eine aufschlussreiche Passage. Als der Herr Mose beauftragt, das Lied des Mose aufzuschreiben, sagt er zu ihm:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eUnd der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen bei deinen V\u00e4tern, und dies Volk wird sich erheben und nachhuren den fremden G\u00f6ttern des Landes, in das sie kommen, und wird mich verlassen (\u05e2\u05d6\u05d1) und den Bund brechen, den ich mit ihm geschlossen habe. 17 Da wird mein Zorn entbrennen \u00fcber sie zur selben Zeit, und ich werde sie verlassen (\u05e2\u05d6\u05d1) und mein Antlitz vor ihnen verbergen, sodass sie v\u00f6llig verzehrt werden. Und wenn sie dann viel Ungl\u00fcck und Angst treffen wird, werden sie sagen: Hat mich nicht dies \u00dcbel alles getroffen, weil mein Gott nicht mit mir ist? 18 Ich aber werde mein Antlitz verborgen halten zu der Zeit um all des B\u00f6sen willen, das sie getan haben, weil sie sich zu andern G\u00f6ttern wandten.\u201c (5 Mose 31,16-18)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Herr k\u00fcndigt hier seinem Volk an, dass sie Gott verlassen werden, den Bund und seine Gebote brechen werden. Der Bruch von Bund und Gebot ziehen den Fluch Gottes nach sich:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eVerflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er es tue\u201c (5. Mose 27,26). <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Folge des Ungehorsams kommen die Bundesfl\u00fcche auf das Volk kommen und mit dem Fluch einher geht die Gottverlassenheit. Gott verl\u00e4sst sein Volk.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Messias war gekommen, um diesen Fluch zu tragen. So schreibt Paulus an die Galater:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eChristus aber hat uns erl\u00f6st von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde f\u00fcr uns; denn es steht geschrieben: \u201eVerflucht ist jeder, der am Holze h\u00e4ngt\u201c (5. Mose 21,23), damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jesus und wir den verhei\u00dfenen Geist empfingen durch den Glauben\u201c (Gal 3,13-14).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Jesus am Kreuz h\u00e4ngt, da nimmt er den Fluch des Gesetzes auf sich und erleidet die Gottverlassenheit, damit der Segen Gottes \u00fcber Abraham zu uns kommen k\u00f6nne. Er wurde von Gott verlassen, damit wir mit Gott in Verbindung und mit ihm eins werden k\u00f6nnten. Der Geist kann Wohnung in uns nehmen, weil Jesus Christus den Fluch auf sich nahm und f\u00fcr unsere S\u00fcnde starb. Er von Gott verlassen, wir mit Gott vereint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Tats\u00e4chliche Verlassenheit <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">War Jesus am Kreuz tats\u00e4chlich von Gott verlassen worden? Oder hat Jesus nur empfunden, dass Gott ihn verlassen habe? Jesus hat zwar den Herrn angerufen, die Existenz Gottes nie bezweifelt und das Vertrauen in seinen Vater nie verloren, wie dieser Psalm in allen Teilen beweist, aber die Verlassenheit war eine tats\u00e4chliche Verlassenheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So schreibt auch Luther: <em>\u201eEr ist in Wahrheit in allen Dingen verlassen worden, wie ein S\u00fcnder verlassen wird, nachdem er ges\u00fcndigt hat. Es ist die Wahrheit, was in Christus geschehen ist, und man darf die offenbaren Worte Gottes nicht verkleinern und entleeren aus menschlicher Vermessenheit.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><strong>[3]<\/strong><\/a> <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eJesus erfuhr das Verlassensein in voller Wirklichkeit\u201c (Charles Haddon Spurgeon)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Weggerissen werden aus der Einheit mit dem Vater<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wie Jesu K\u00f6rper am Kreuz grausam zerrissen und gemartert wird, so wird in gleicher Weise das Herz Jesu aus der liebevollen Einheit mit dem Vater gerissen. Kurz zuvor hatte Jesus noch gesagt<em>: \u201eIch und der Vater sind eins\u201c (Joh 10,30). <\/em>Jesus kannte von Ewigkeit her nur diese liebevolle Einheit mit dem Vater, die auch auf der Erde fortbestand. Hier nun kommt es zu dem unfassbar grausamen Vorgang der Kreuzesmarter, die ein \u00e4u\u00dferliches Abbild des im Herzen erlittenen Weggerissen werden von der liebevollen Einheit mit dem himmlischen Vater war. Ein Vorgang, der f\u00fcr uns, die wir diese Einheit mit dem Vater von Ewigkeit her nicht kennen, nicht nachvollziehbar ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Warum musste das geschehen? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil Jesus mit den S\u00fcnden der Welt beladen war. Er war mit deiner und meiner und unser aller Schuld beladen. Gott aber kann mit der S\u00fcnde keine Gemeinschaft haben, er wendet sich von der S\u00fcnde ab. Die S\u00fcnde und Gott sind vollkommen und in Ewigkeit unvereinbar. Jesus wurde f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn er hat den, der von keiner <\/em><em>S\u00fcnde<\/em><em> wusste, f\u00fcr uns <\/em><em>zur S\u00fcnde gemacht<\/em><em>, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit w\u00fcrden, die vor Gott gilt.\u201c (2 Kor 5,21).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus wurde mit unserer S\u00fcnde zur S\u00fcnde und ging mit dieser S\u00fcnde in den Tod. In seinem Leiden und Sterben am Kreuz kommt es zur Abwendung Gottes von seinem mit den S\u00fcnden der Welt beladenen Sohn. Jesus ger\u00e4t unter den Fluch Gottes und der beinhaltet das Verlassensein von Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott wendet sein Antlitz ab, wie es auch in 5 Mose 31,17 hei\u00dft. Dieses Abwenden des Angesichtes Gottes und das Verlassensein war f\u00fcr den Sohn Gottes, der immer vor dem Angesicht Gottes lebte und immer in der Gegenwart des Vaters war, ein unertr\u00e4glicher Vorgang, der uns in seiner Schwere und Schmerzhaftigkeit nicht zug\u00e4nglich ist, weil es ein Zerrei\u00dfen der ewigen Liebesgemeinschaft innerhalb der Dreieinigkeit Gottes ist. Wir k\u00f6nnen nur feststellen, dass Jesus dies durchlitten hat und ihn daf\u00fcr preisen und anbeten, dass er bereit war, dies zu ertragen f\u00fcr uns, um uns die Gemeinschaft mit der ewigen Liebe Gottes zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im letzten bleibt dieses Verlassenwerden ein Geheimnis, das nur Jesus durchleiden und ergr\u00fcnden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die totale Hilflosigkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne. Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.\u201c<\/em> (Psalm 22,2-3).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gottverlassenheit Jesu wurde nach au\u00dfen hin sichtbar in der absoluten Hilflosigkeit des Herrn. Jesus schreit, aber anders als sonst, greift der himmlische Vater nicht ein. Er ruft des Tages und doch erh\u00e4lt Jesus keine Antwort und er ruft des Nachts und findet keine Ruhe. Das Schreien bei Tag und Nacht k\u00f6nnte hier schon prophetisch auf die Sonnenfinsternis zur sechsten Stunde weisen:<\/p>\n<p><em>Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis \u00fcber das ganze Land bis zur neunten Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein (Lk 23,44-45).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus schreit um Hilfe, doch der Vater greift nicht ein und hilft seinem Sohn nicht heraus. Im Kontrast dazu verweist der Psalm auf die V\u00e4ter des Glaubens, die schrien und Gottes Hilfe erfuhren:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eUnsere V\u00e4ter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen heraus. 6 Zu dir schrien sie und wurden errettet, sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.\u201c (Ps 22,5-6).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit kommt zwar ein tiefes Vertrauen zu Gott im Ausdruck, aber es entsteht auch der scharfe Kontrast zur erlebten Hilflosigkeit, die Jesus w\u00e4hrend der Gottverlassenheit am Kreuz erdulden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Er tat es f\u00fcr dich und mich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDaher musste der Sohn in allem seinen Br\u00fcdern gleich werden, auf dass er barmherzig w\u00fcrde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu s\u00fchnen die S\u00fcnden des Volkes. Denn da er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden.\u201c (Hebr 2,17-18)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus durchlitt die Gottverlassenheit und Hilflosigkeit und wird uns auch darin ganz gleich. Dadurch kann er als Hohepriester sich unser Erbarmen in unser Einsamkeit und Hilflosigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht k\u00f6nnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne S\u00fcnde. Darum lasst uns freim\u00fctig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.\u201c (Hebr 4,15-16)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind nicht mehr hilflos und einsam im Leben und im Sterben, weil Jesus diesen Weg der Gottverlassenheit und Hilflosigkeit f\u00fcr uns gegangen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Gelitten, um uns von unseren S\u00fcnden zu erl\u00f6sen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der angek\u00fcndigte Erl\u00f6sungstod des Messias<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eEr sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erf\u00fcllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen. 45 Da \u00f6ffnete er ihnen das Verst\u00e4ndnis, dass sie die Schrift verstanden, 46 und sprach zu ihnen: So steht\u2019s geschrieben, dass der Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; 47 und dass gepredigt wird in seinem Namen Bu\u00dfe zur Vergebung der S\u00fcnden unter allen V\u00f6lkern. Von Jerusalem an 48 seid ihr daf\u00fcr Zeugen.\u201c<\/em> (Lk 24,44-48)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ganze Heilige Schrift des Alten Bundes: Mose, die Propheten und Psalmen k\u00fcndigen an, dass der Erl\u00f6ser leiden und auferstehen wird, damit das Evangelium von der S\u00fcndenvergebung allen V\u00f6lkern angeboten werden kann. In diesem Psalm verbergen sich eine ganze Reihe von prophetischen Hinweisen auf den Messias, sein Leiden und sein Sterben f\u00fcr uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Spott der Leute<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIch aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. 8 Alle, die mich sehen, verspotten mich, sperren das Maul auf und sch\u00fctteln den Kopf: 9 \u00bbEr klage es dem HERRN, der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.\u00ab\u201c (Psalm 22,7-9).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2.1\u00a0 Ein Wurm und kein Mensch<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die Glaubensv\u00e4ter erh\u00f6rt und nicht zuschanden wurden, ist Jesus wie ein Wurm. Die W\u00fcrmer (<em>tolaat<\/em>) geh\u00f6rten zu den unreinen Tieren aus 3. Mose 11:<em> \u201eWas auf der Erde kriecht, das soll euch ein Gr\u00e4uel sein und man soll es nicht essen\u2026Macht euch selbst nicht zum Gr\u00e4uel an allem kleinen Getier, das da wimmelt, und macht euch nicht unrein an ihm, so dass ihr dadurch unrein werdet\u201c<\/em> (3. Mose 11,41 und 43).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus kommt am Kreuz in eine Situation, in der er so verachtete und verabscheut ist, wie ein unreines Tier, wie das zum Gr\u00e4uel erkl\u00e4rte Gew\u00fcrm der Erde, das allen Juden als unrein galt. Ein Wurm ist ein Tier, das zertreten wird. Ein Wurm ist ein Tier, das sich windet, so wie sich Jesus vor Schmerzen windet und doch nicht entrinnen kann. Ein Wurm ist ein Tier, das sich nicht wehren kann. Jesus ist verachtet und ein Gegenstand des Spotts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eEr hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen h\u00e4tte. 3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn f\u00fcr nichts geachtet. F\u00fcrwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen\u201c.<\/em> (Jes 53,2-3).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus wird zum Wurm, damit wir Menschen nach dem Bilde Gottes werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2.2\u00a0 Eine von allen verachtete Spottgestalt <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Alle, die mich sehen, verspotten mich, sperren das Maul auf und sch\u00fctteln den Kopf: 9 \u00bbEr klage es dem HERRN, <u>der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.<\/u>\u00ab (Psalm 22,7-9).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Spottrufe des Volkes, der Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er, auch die der anderen mit ihm Verurteilten, erf\u00fcllen sich wortw\u00f6rtlich bei der Kreuzigung wie uns der Evangelist Matth\u00e4us berichtet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDie aber vor\u00fcbergingen, l\u00e4sterten ihn und sch\u00fcttelten ihre K\u00f6pfe 40 und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz! 41 Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und \u00c4ltesten und sprachen: 42 Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Er ist der K\u00f6nig von Israel, er steige nun herab vom Kreuz. Dann wollen wir an ihn glauben. 43 Er hat Gott vertraut; der <u>erl\u00f6se ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat<\/u>; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn.\u201c (Mt 27,39-43).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sp\u00f6tter stellen Jesus hier ein eindeutiges Zeugnis aus: \u201eEr hat Gott vertraut.\u201c Sie interpretieren seinen Zustand der Marter und der Hilflosigkeit als Beleg daf\u00fcr, dass Gott nicht mit ihm ist und als Beleg f\u00fcr seine rechtm\u00e4\u00dfige S\u00fcnde vor Gott. Sie machen damit den gleichen Fehler wie die Freunde Hiobs, die dessen Zustand des Leidens als Beleg f\u00fcr seine S\u00fcndhaftigkeit vor Gott ansahen. Nein, hier am Kreuz leidet kein S\u00fcnder, sondern der Unschuldige, der ganz ohne S\u00fcnde war und er leidet unter unserer S\u00fcnde unsere Qualen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDie S\u00fcnde verdient das Vollma\u00df der Schmach und Verachtung; das ist der Grund, weshalb Jesus, der S\u00fcndentr\u00e4ger, in solch unw\u00fcrdige, schmachvolle Behandlung dahingegeben ward\u201c. (Charles Haddon Spurgeon)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Erdulden bestialischer Grausamkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 7. Oktober haben Hamas-Terroristen Grausamkeiten begangen, die von solch roher Bestialit\u00e4t sind, dass es kaum m\u00f6glich ist, die entsprechenden Berichte zu lesen, geschweige denn die Bilder oder Filme anzusehen. Der Mensch ohne Gott wird zum Tier. Das ist auch die Botschaft der entmenschlichten Tierreiche aus Daniel 7. Auch hier im Psalm wird die rohe und grausame Gewalt gottloser (wenngleich religi\u00f6ser) Menschen durch Tiere dargestellt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eSei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer. Gewaltige Stiere haben mich umgeben, m\u00e4chtige B\u00fcffel (B\u00fcffel von Baschan) haben mich umringt. Ihren Rachen sperren sie gegen mich auf wie ein br\u00fcllender und rei\u00dfender L\u00f6we.\u201c (Psalm 22,12-14) <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn Hunde haben mich umgeben, \/ und der B\u00f6sen Rotte hat mich umringt;\u201c (Ps 22,17)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eErrette mein Leben vom Schwert, mein einziges Gut von den Hunden! 22 Hilf mir aus dem Rachen des L\u00f6wen \/ und vor den H\u00f6rnern der wilden Stiere.\u201c (Ps 22,21-22)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein einzelner Stier reicht aus, um einen Menschen niederzusto\u00dfen und mit seinen langen H\u00f6rnern todbringend aufzuschlitzen. Doch Jesus sieht sich ganzen Rotten von m\u00e4chtigen Stieren ausgeliefert und wird verfolgt von hungrigen, w\u00fctenden L\u00f6wen und Hunden, die sich auf ihn st\u00fcrzen, um ihn zu zerfleischen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier ist nicht nur die rohe Brutalit\u00e4t der r\u00f6mischen Soldaten bei der Gei\u00dfelung und beim Vorgang der Kreuzigung, sondern auch das Vorgehen der einflussreichen Schriftgelehrten, Pharis\u00e4er und Priester gemeint. Sie alle haben ihn umringt, um ihn zu Tode zu hetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00f6glicherweise weisen die machtvollen Tiergestalten auch auf die okkulten Wesenheiten und d\u00e4monischen M\u00e4chte, die hinter den Menschen stehen, denn auch hier im Kreuzesleiden gilt, was Paulus in Epheser 6 schreibt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu k\u00e4mpfen, sondern mit M\u00e4chtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die \u00fcber diese Finsternis herrschen, mit den b\u00f6sen Geistern unter dem Himmel.\u201c<\/em> (Eph 6,12).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Menschen werden letztlich auch auf eine d\u00e4monische Weise zu solch roher und grausamer Bestialit\u00e4t gef\u00fchrt, mit der sie den Sohn Gottes zu Tode martern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Erleiden der k\u00f6rperlichen Qualen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIch bin ausgesch\u00fcttet wie Wasser, \/ alle meine Gebeine haben sich zertrennt; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs. Meine Kr\u00e4fte sind vertrocknet wie eine Scherbe, \/ und meine Zunge klebt mir am Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub.\u201c (Ps 22,15-16)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mediziner haben genau beschrieben, auf welch grausame Weise ein Mensch bei einer Kreuzigung zu Tode gequ\u00e4lt wird. Diese Todesart gilt tats\u00e4chlich als eine der grausamsten Methoden, um einen Menschen m\u00f6glichst langsam und qualvoll zu t\u00f6ten. Was hier beschrieben wird, sind Zust\u00e4nde, die tats\u00e4chlich auch bei einer Kreuzigung auftreten: Die v\u00f6llige Dehydrierung des K\u00f6rpers, die Erhitzung des K\u00f6rpers, Fieberst\u00fcrme, das Herz ist massiv betroffen, der rasende Durst und das v\u00f6llige Zusammenbrechen der K\u00f6rperstatik, das Auseinanderrei\u00dfen des K\u00f6rpers: \u201eMeine Gebeine haben sich zertrennt\u201c. Jeder Versuch, Atem zu holen, wird zu einer grausamen k\u00f6rperlichen Qual. Es ist ein unvorstellbar grausamer T\u00f6tungsvorgang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, <em>damit die Schrift erf\u00fcllt w\u00fcrde:<\/em> Mich d\u00fcrstet. (Joh 19,28)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWie aus einer Tonscherbe der letzte Rest Feuchtigkeit herausgebrannt wird, wird hier im Gericht Gottes der Lebenssaft herausgepresst. Fieberst\u00fcrme toben durch den K\u00f6rper. Jesus geht durch das Feuer des Gottesgerichts hindurch, so wie auch das Passalamm im Feuer ger\u00f6stet wurde, muss auch Jesus als unser Passalamm durch das flammende Feuer des Gerichtszorns.\u201c (C. H. Spurgeon)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Durchgraben der H\u00e4nde<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn Hunde haben mich umgeben, \/ und der B\u00f6sen Rotte hat mich umringt; sie haben meine H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe durchgraben.\u201c<\/em> (Psalm 22,17)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insbesondere dieser Vers weist ganz unmissverst\u00e4ndlich auf den Vorgang der Kreuzigung hin, denn das Durchgraben der H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe war ja gerade das Spezifische am Kreuzigungsvorgang, denn arch\u00e4ologische Funde belegen, dass die Gekreuzigten tats\u00e4chlich mit langen Eisenn\u00e4geln an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen an den Kreuzen angebracht wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun ist aber gerade dieser Vers besonders umstritten, da die hebr\u00e4ische Bibel dem Wort <em>cawar<\/em> noch einen Buchstaben (ein <em>aleph<\/em>) hinzuf\u00fcgt, so dass eigentlich \u00fcbersetzt werden m\u00fcsste: \u201ewie L\u00f6wen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So gibt die \u201eBibel in Gerechter Sprache\u201c diese Stelle wieder:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eHunde umkreisen mich, eine Meute von B\u00f6sen umgibt mich, so wie ein L\u00f6we meine H\u00e4nde und meine F\u00fc\u00dfe.\u201c (Ps 22,17).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber schon Luther wies darauf hin, dass diese \u00dcbersetzung kaum Sinn ergibt, denn warum sollten sie wie L\u00f6wen H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe umgeben \u2013 Warum nur H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe? Wenn sie sowieso den ganzen Menschen umgeben, brauchen H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe nicht zus\u00e4tzlich erw\u00e4hnt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits die fr\u00fchen j\u00fcdischen \u00dcbersetzer, die um 200 v. Christus die hebr\u00e4ische Bibel ins Griechische \u00fcbersetzten, verwendeten das griechische <em>\u201eorusso\u201c<\/em> und das bedeutet \u201egraben\u201c, so dass auch die meisten deutschen \u00dcbersetzungen genau dies auch wiedergeben. Erst die sp\u00e4teren j\u00fcdischen \u00dcbersetzer haben in Konfrontation zum Neuen Testament diese Stelle versucht, anders zu \u00fcbersetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Durchgraben passt auch zu Sacharja 12,10: <em>\u201eSie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben\u201c <\/em>und nat\u00fcrlich zu dem tats\u00e4chlichen Kreuzesgeschehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nach der Auferstehung durften die J\u00fcnger seine durchbohrten H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe sehen und glauben:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eThomas aber, einer der Zw\u00f6lf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die andern J\u00fcnger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen H\u00e4nden die N\u00e4gelmale sehe und lege meinen Finger in die N\u00e4gelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich\u2019s nicht glauben\u2026.Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29 Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! (Johannes 19,24-29)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Spurgeon schreibt: \u201eHalt ein wenig inne, lieber Leser, und betrachte die Wunden deines Heilands.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Teilen und Verlosen der Kleider<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eSie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.\u201c (Ps 22,19).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Beschreibung des Leidens findet hier seinen Abschluss. Von der Gottverlassenheit, dem wichtigsten Aspekt des Leidens des Messias, bis hin zum Austeilen der Kleider, dem wohl geringsten Aspekt des Leidens. Luther meint, dass es den Soldaten weniger um den Wert der Kleider ging, als dass auch dies eine Spotthandlung gewesen sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDie Soldaten aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und machten vier Teile, f\u00fcr jeden Soldaten einen Teil, dazu auch den Rock. Der aber war ungen\u00e4ht, von oben an gewebt in einem St\u00fcck. 24 Da sprachen sie untereinander: Lasst uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wem er geh\u00f6ren soll. So sollte die Schrift erf\u00fcllt werden, die sagt: \u00bbSie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben \u00fcber mein Gewand das Los geworfen.\u00ab Das taten die Soldaten.<\/em>\u201c (Johannes 19,24).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Leidende am Kreuz muss zusehen, wie seine Kleider verlost werden. Der letzte Gru\u00df einer verdorbenen Menschheit. Abgebr\u00fcht wendet man sich von dem Leidenden ab und verteilt vor seinen Augen das letzte Hemd: \u201eDas wirst du nicht mehr brauchen, denn wir sorgen daf\u00fcr, dass du von dort nicht lebendig herunterkommst\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber welch ein Trost f\u00fcr Jesus, diesen Psalm zu beten uns zu sehen: <em>\u201eHeute ist dieses Wort der Schrift erf\u00fcllt vor euren Augen\u201c<\/em> (nach Lukas 4,21).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er lie\u00df sich die Kleider nehmen und starb nackt vor aller Augen, um unsere Bl\u00f6\u00dfe zu bedecken und uns die Kleider der Gerechtigkeit anzuziehen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIch freue mich im HERRN, und meine Seele ist fr\u00f6hlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Br\u00e4utigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt\u201c<\/em> (Jesaja 61,10).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Erh\u00f6rt, damit wir ewiglich leben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die gro\u00dfe Wende zur Auferstehung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eAber du, HERR, sei nicht ferne; meine St\u00e4rke, eile, mir zu helfen! Errette mein Leben vom Schwert, mein einziges Gut von den Hunden! Hilf mir aus dem Rachen des L\u00f6wen \/ und vor den H\u00f6rnern der wilden Stiere \u2013 du hast mich erh\u00f6rt!\u201c (Psalm 22,20-22).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Du hast mich erh\u00f6rt. Jesus wurde erh\u00f6rt. Die Antwort auf den Hilferuf Jesu finden wir in der Verk\u00fcndigung der Engel an die Frauen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eWas sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Galil\u00e4a war und sprach: Der Menschensohn muss \u00fcberantwortet werden in die H\u00e4nde der S\u00fcnder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen.\u201c (Lukas 24,5-7)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Den Namen verk\u00fcnden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIch will deinen Namen kundtun meinen Br\u00fcdern, ich will dich in der Gemeinde r\u00fchmen: R\u00fchmet den HERRN, die ihr ihn f\u00fcrchtet; ehrt ihn, all ihr Nachkommen Jakobs, und scheut euch vor ihm, all ihr Nachkommen Israels!\u201c (Psalm 22,23-24)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn weil sie alle von einem kommen, beide, der da heiligt und die da geheiligt werden, darum sch\u00e4mt er sich auch nicht, sie Br\u00fcder zu nennen, und spricht: \u00bbIch will deinen Namen verk\u00fcndigen meinen Br\u00fcdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen.\u00ab\u201c (Hebr\u00e4er 2,11-12)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Satt mit ewigem Leben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDie Elenden sollen essen, dass sie satt werden; \/ und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.\u201c<\/em> (Ps 22,27)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eWahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am J\u00fcngsten Tage auferwecken.\u201c (Joh 6,53-54)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch sein Leiden und Sterben am Kreuz werden wir mit ewigem Leben ges\u00e4ttigt. Jesus wird alle, die ihm vertrauen und nachfolgen, am Tag seiner Wiederkunft von den Toten auferwecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die V\u00f6lkermission und die Bekehrung der Heiden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eEs werden gedenken und sich zum HERRN bekehren aller Welt Enden und vor ihm anbeten alle Geschlechter der V\u00f6lker. 29 Denn des HERRN ist das Reich, und er herrscht unter den V\u00f6lkern.\u201c (Ps 22,28-29) <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDarum gehet hin und lehret alle V\u00f6lker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.\u201c (Mt 28,19-20)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon f\u00fcr Eusebius war dieser Psalm \u201eEine Prophezeiung von den Leiden Christi und der Berufung der Heiden (Eusebius)\u201c. Noch im Kreuzesleiden weitet sich der Blick auf die Verk\u00fcndigung des Evangeliums auf der ganzen Erde. Der Zeitraum zwischen Kreuzigung und Wiederkunft geh\u00f6rt der V\u00f6lkermission: <em>\u201eUnd es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis f\u00fcr alle V\u00f6lker, und dann wird das Ende kommen.\u201c (Mt 24,14). <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Beugen aller Knie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIhn allein werden anbeten alle Gro\u00dfen auf Erden; vor ihm werden die Knie beugen alle, \/ die zum Staube hinabfuhren und ihr Leben nicht konnten erhalten. Er wird Nachkommen haben, die ihm dienen; vom Herrn wird man verk\u00fcndigen Kind und Kindeskind. Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird.\u201c (Ps 22,30-32)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eEr erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. 9 Darum hat ihn auch Gott erh\u00f6ht und hat ihm den Namen gegeben, der \u00fcber alle Namen ist, 10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.\u201c (Phil 2,8-11)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es ist vollbracht!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn er hat\u2019s getan.\u201c (Ps 22,32)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDa nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: \u201eEs ist vollbracht.\u201c Und neigte das Haupt und verschied.\u201c (Joh 19,30)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, er hat es getan. Er hat es vollbracht. Er hat bezahlt den Preis, den du niemals h\u00e4ttest zahlen k\u00f6nnen. Er hat es getan, damit wir von unseren S\u00fcnden erl\u00f6st werden und damit unsere Herzen ewiglich leben:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDie Elenden sollen essen, dass sie satt werden; \/ und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.\u201c<\/em> (Ps 22,27)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wollen ihm danken und in Ewigkeit preisen und anbeten!<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Verlassen, um uns mit Gott zu vers\u00f6hnen<\/li>\n<li>Gelitten, um uns von unseren S\u00fcnden zu erl\u00f6sen<\/li>\n<li>Erh\u00f6rt, damit wir ewiglich leben<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Johann Hesse, Predigt im D\u00fcshorner Abendmahlsgottesdienst am 3. M\u00e4rz 2024.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/youtu.be\/t63pl3Q8gaA?si=JWtsTZmVITbuPyEq\"><em>Die Predigt kann hier angeh\u00f6rt werden. <\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Martin Luther, Die Gantze Heilige Schrift, 1545,<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Luthers S\u00e4mtliche Schriften, Auslegung der Psalmen, Spalte 1227.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Martin Luther, Auslegung zu Psalm 22<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAn herzersch\u00fctternden Klagelauten, die aus nicht zu ergr\u00fcndenden Tiefen unsagbaren Wehs aufsteigen, hat dieser Psalm seines gleichen nicht. Er ist eine photographische getreue Darstellung der schwersten Stunden unseres Herrn, der Bericht \u00fcber seine Sterbeseufzer, das Tr\u00e4nenkr\u00fcglein seiner letzten Tr\u00e4nen und das Denkmal seiner Freude in den Stunden, da er seinen Geist aushauchte. In beschr\u00e4nktem Sinne [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,13,12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20833"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20833"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20833\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20839,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20833\/revisions\/20839"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20833"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20833"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20833"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}