{"id":20810,"date":"2024-03-25T07:54:45","date_gmt":"2024-03-25T06:54:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20810"},"modified":"2024-03-28T11:16:58","modified_gmt":"2024-03-28T10:16:58","slug":"kongresse-des-gemeindehilfsbundes-wer-regiert-die-geschichte-die-botschaft-der-bibel-inmitten-von-krieg-und-krisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20810","title":{"rendered":"Kongresse des Gemeindehilfsbundes: Wer regiert die Geschichte? Die Botschaft der Bibel inmitten von Krieg und Krisen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Walsrode\/Bad Teinach-Zavelstein: Zu zwei Tagungen des Gemeindehilfsbundes im Geistlichen R\u00fcstzentrum Krelingen bei Walsrode (15.-17.3.2024) und im Haus Felsengrund in Bad Teinach-Zavelstein (Nordschwarzwald) (22.3.-24.3.2024) unter dem Motto <strong>\u201eWer regiert die Geschichte? Die Botschaft der Bibel inmitten von Krieg und Krisen\u201c<\/strong> kamen rund 450 Teilnehmer zusammen. Der Leiter des Gemeindehilfsbundes, Pastor Dr. Stefan Felber (Walsrode), vertrat in seinem Er\u00f6ffnungsvortrag <strong>\u201eWer regiert die Geschichte?\u201c<\/strong> die Ansicht, dass mit der Klimabewegung ein Weltbild eine unerwartete Renaissance feiere, in dem der Mensch alles bestimme.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-20813 alignleft\" src=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073154-Kopie-min-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073154-Kopie-min-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073154-Kopie-min-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073154-Kopie-min-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073154-Kopie-min-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073154-Kopie-min-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Als die Klimaaktivistin Luisa Neubauer von \u201eFridays for Future\u201c im Berliner Dom verk\u00fcndete \u201eGott kann uns nicht retten, das werden wir tun\u201c, habe niemand widersprochen. Die schweigende Zustimmung signalisiere einen praktischen Atheismus. Wer aus allen (schrecklichen) Ereignissen dieser Welt Gott ausschlie\u00dfe, verliere letztlich auch die Macht dessen, der einst alles zum Guten wenden werde. Der Theologe wies auf die zentrale Bedeutung Christi f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Geschichte. Weil Gott in der Zeit leiblich Mensch geworden, leiblich f\u00fcr uns gestorben und leiblich f\u00fcr uns auferstanden und in den Himmel gefahren sei, sei ihm das menschliche, irdische Geschick so wertvoll. Und weil das Leben so wertvoll sei, werde einmal Bilanz gezogen, wenn wir offenbar werden vor dem g\u00f6ttlichen Richterstuhl. Geschichte sei in biblischer Sicht eine Linie mit vielen Vor- und R\u00fcckbez\u00fcgen, aber kein Kreis. Geschichte habe Anfang, Mitte und Ziel. Das Kreuz stehe in der Mitte der Zeit, es gelte einmal f\u00fcr allemal, in der Zeit, f\u00fcr alle Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der fr\u00fchere Leiter des Gemeindehilfsbundes, Pastor Dr. Joachim Cochlovius (Walsrode) erinnerte in seinem Vortrag <strong>\u201eDer Mensch zwischen Gott und Teufel\u201c<\/strong> daran, dass der heutige Mensch vom emanzipatorischen Menschenbild gepr\u00e4gt sei, das den Menschen in die gro\u00dfe Illusion versetze, er k\u00f6nnen seinen Lebensweg selbst bestimmen. In Wahrheit sei der Mensch aber nicht autonom, sondern er lebe immer in den Herrschaftsbereichen Gottes und Satans. Unter dem Einfluss der Aufkl\u00e4rung habe die akademische Theologie den Kampf zwischen Gott und Satan um den Menschen aus dem Blick verloren. Insbesondere werde der Teufel als reale geistige Machtperson nicht mehr ernstgenommen. In der Folge seien viele Menschen f\u00fcr die reale Existenz Gottes und Satans blind geworden und zu der hochm\u00fctigen Vorstellung gelangt, sie k\u00f6nnten alles erreichen (\u201eYes we can\u201c, \u201eWir schaffen das\u201c). Der Teufel sei aber eine reale und personale Macht und greife insbesondere die Gemeinde Jesu andauernd an, indem er sie u.a. durch falsche Lehre verf\u00fchre. Die Gemeinde Jesu k\u00f6nne dem Teufel widerstehen, wenn sie am Wort Gottes festhalte. Die sechs Widerstandswaffen der Christen gegen den Teufel seien nach Epheser 6 \u201eWahrheit, Gerechtigkeit, Bereitschaft, das Evangelium zu bezeugen, Glaube, Heil und Gottes Wort.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-20815 alignleft\" src=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1072664-min-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1072664-min-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1072664-min-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1072664-min-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1072664-min-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1072664-min-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/>Der Theologische Referent des Geistlichen Zentrums Hensoltsh\u00f6he, Pastor Thomas Jeromin (Gunzenhausen), erinnerte in seinem Plenumsreferat <strong>\u201eHeilsgeschichte und die Geschichtsschau der biblischen Apokalyptik\u201c<\/strong> daran, dass das J\u00fcngste Gericht das Ziel der Heilsgeschichte sei. Die Lehre von der Allvers\u00f6hnung versuche der Heilsgeschichte zwar einen harmonischen Schluss zu verleihen, reibe sich aber am Zeugnis der Heiligen Schrift. Diese lehre einen doppelten Ausgang, ewig gerettet oder ewig verloren. Daher sei zwar nicht mit dem Gericht zu drohen, doch vor der Gefahr ewiger Verlorenheit zu warnen, so dass die Menschen sich bekehrten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seinem Vortrag <strong>\u201eGeist und Gestalt des Antichristen\u201c<\/strong> sagte Pfr. Dr. Ulrich Kronenberg (Speyer), dass der Antichrist erst mit der Menschwerdung Jesu in Erscheinung getreten sei. Er wolle sich an die Stelle Jesu Christi setzen. W\u00e4hrend Jesus die Ehre seines Vaters gesucht habe, suche der Antichrist seine eigene Ehre. Man k\u00f6nne den Geist des Antichristen z.B. in einem Christentum ohne Christus finden, in einer allgemeinen Gottgl\u00e4ubigkeit, schlie\u00dflich in allem, was sich fromm bem\u00e4ntelt, aber Christus ersetzen wolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prediger Johannes Pflaum (Neu St. Johann, Schweiz) ging in seinem Plenumsvortrag in Zavelstein der Frage nach, <strong>ob Gott auch in seinem Zorneshandeln gerecht bleibe<\/strong>. Gott habe dem Propheten Habakuk gezeigt, dass er die grausamen und dem G\u00f6tzendienst verfallenen Chald\u00e4er als Gerichtswerkzeug \u00fcber sein Volk Israel kommen lie\u00df. In seiner Souver\u00e4nit\u00e4t gebrauche Gott das B\u00f6se, das sich gegen ihn richte, um seine Ziele zu erreichen. Auch wenn Gott das b\u00f6se Handeln der Menschen f\u00fcr seine Ziele gebrauche, bleibe Gott dabei heilig und gerecht und der Mensch voll und ganz f\u00fcr seine b\u00f6se Tat verantwortlich. Auch die Werkzeuge des Gerichts verfielen, wenn sie nicht Bu\u00dfe t\u00e4ten, dem Gericht Gottes. Gott werde im Lauf der Geschichte nicht nur durch Gnade, sondern auch durch sein Gerichtshandeln verherrlicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christian Rosenberg, Pastor der Sinti-Gemeinde \u201eLicht und Leben\u201c (Hamburg) und Pfr. Dr. Ulrich Kronenberg ermutigten die Teilnehmer in ihren <strong>pers\u00f6nlichen Zeugnissen<\/strong>, auch in schweren Zeiten, an Jesus Christus und seinem Wort festzuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seiner Abschlusspredigt zum Thema <strong>\u201eJesus im Herzen! Und wo bleibt der Alltag?<\/strong> (1 Petr 3,8-17) sagte der fr\u00fchere ZDF-Moderator und Bestsellerautor Peter Hahne (Berlin) in Krelingen, dass die Geschichtsvergessenheit der entscheidende Teil der heutigen Anti-Kultur sei. Der Antichrist komme gem\u00e4\u00df der Bibel aus der Sakristei, aus dem frommen Lager, aus den Kirchen. Wenn wir Gott aus der Rechnung unseres Lebens herauslie\u00dfen, werde Humanit\u00e4t zur Bestialit\u00e4t. Der fr\u00fchere Bundespr\u00e4sident Karl Carstens habe einmal zu ihm gesagt, Christen m\u00fcssten identifizierbar bleiben. In diesem Sinne m\u00fcssen Christen Rechenschaft ablegen, von der Hoffnung, die in uns ist: Jesus Christus!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Abschlusspredigt in Zavelstein hielt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Gemeindehilfsbundes, Johann Hesse (Verden\/Aller). In seiner Predigt zum Thema <strong>\u201eDie Weltgeschichte \u2013 Gottes Werk und Teufels Beitrag\u201c<\/strong> (Mt 13,24-30 + 36-43) meinte er, dass moderne Denker wie Yuval Noah Harari in der Weltgeschichte weder einen Regisseur noch einen Plan oder ein Ziel entdecken k\u00f6nnten. Jesus dagegen habe im Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen gelehrt, dass Gott selbst die Regie der Weltgeschichte f\u00fchre, im Verlauf der Weltgeschichte sowohl das Gute als auch das B\u00f6se ausreifen lie\u00dfe und die Weltgeschichte mit dem Tag des Gerichts abschlie\u00dfe, bei der es zur gro\u00dfen Scheidung komme. Mit diesem Gleichnis rufe uns Jesus nicht dazu auf, \u201eUnkrautvernichter, sondern Evangeliumsverk\u00fcndiger\u201c zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-20816 alignleft\" src=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073053-min-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"183\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073053-min-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073053-min-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073053-min-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073053-min-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/P1073053-min-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/>Die Plenumsreferate, Seminarvortr\u00e4ge, pers\u00f6nlichen Zeugnisse sowie die Predigten der beiden Kongressgottesdienste werden in einer Kongressdokumentation ver\u00f6ffentlicht, die in der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes vorbestellt werden kann (5,00 zzgl. Versandkosten). Die Vortr\u00e4ge der Kongresse k\u00f6nnen auf dem Youtube-Kanal des Gemeindehilfsbundes angesehen werden oder als MP3-CD (5,00 zzgl. Versandkosten) bei der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes bestellt werden. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Johann Hesse, 24. M\u00e4rz 2024<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Walsrode\/Bad Teinach-Zavelstein: Zu zwei Tagungen des Gemeindehilfsbundes im Geistlichen R\u00fcstzentrum Krelingen bei Walsrode (15.-17.3.2024) und im Haus Felsengrund in Bad Teinach-Zavelstein (Nordschwarzwald) (22.3.-24.3.2024) unter dem Motto \u201eWer regiert die Geschichte? Die Botschaft der Bibel inmitten von Krieg und Krisen\u201c kamen rund 450 Teilnehmer zusammen. 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