{"id":20802,"date":"2024-03-19T08:12:23","date_gmt":"2024-03-19T07:12:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20802"},"modified":"2024-03-19T08:13:16","modified_gmt":"2024-03-19T07:13:16","slug":"liebevoll-und-stark-gott-unser-vater","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20802","title":{"rendered":"Liebevoll und stark \u2013 Gott, unser Vater."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Seine Selbstvorstellung \u2013 nicht unsere Bilder!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im 2. Gebot warnt Gott uns eindringlich davor, unseren eigenen Vorstellungen von Gott zu folgen. Da wir unsererseits nicht zu Gott vordringen k\u00f6nnen, werden wir mit unseren eigenen Vorstellungen Gott nicht wirklich gerecht, gehen damit an ihm vorbei und landen bei Zerrbildern von Gott und letztlich bei G\u00f6tzen. \u00dcberlegen wir doch mal: Auch wir Menschen m\u00f6chten, dass Andere uns so sehen, wie wir wirklich sind, und nicht irgendwelchen Vorurteilen folgen. Deshalb geht es auch bei Gott darum, dass wir ihn nicht so sehen, wie wir es uns w\u00fcnschen oder bef\u00fcrchten, sondern dass wir ihn so nehmen, wie er sich uns selbst offenbart und vorstellt. Dies tut er seinem Wort, der Bibel, und ganz besonders durch seinen Sohn Jesus Christus: <em>\u201eNiemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Scho\u00df ist, der hat ihn uns verk\u00fcndigt.\u201c<\/em> (Johannes 1,18).<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Martin Luther hat recht, wenn er uns im Blick auf die biblische Selbstoffenbarung Gottes ermahnt: <em>\u201eWir werden gewisslich fehlgehen, wenn wir nicht einf\u00e4ltig ihm nachsprechen, wie er uns vorspricht.\u201c <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir glauben nicht an einen Gott, der ein Produkt unserer Vorstellungen, W\u00fcnsche oder \u00c4ngste w\u00e4re, sondern wir glauben so an Gott, wie er sich in der Bibel und in Jesus vorstellt. Wir reden von Gott, indem wir vertrauensvoll das nachsprechen, was er uns in seinem Wort vorspricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Er offenbart sich uns als Vater!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eGott ist Geist.\u201c<\/em> (Johannes 4,24). Das hei\u00dft: Er ist seiner Natur nach ein unsichtbares Wesen, auf das nicht einfach menschliche Eigenschaften und Merkmale \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Von daher sind auch nicht einfach die Merkmale menschlicher Geschlechtlichkeit auf Gott zu \u00fcbertragen. Wir k\u00f6nnen nicht so vorgehen, dass wir uns die menschlichen M\u00e4nner bzw. V\u00e4ter anschauen und sagen: \u201eUnd so ist Gott auch.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Kinder, die mit ihren menschlichen V\u00e4tern schlechte Erfahrungen gemacht haben, w\u00e4re sehr schlimm, wenn sie denken m\u00fcssten: \u201eIst Gott etwa so wie mein Vater, der gar nicht gut f\u00fcr mich war?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein, Gott ist nicht einfach genauso wie die irdischen V\u00e4ter. Allerdings k\u00f6nnen irdische V\u00e4ter bei Gott lernen, wie ein echt guter Vater sein soll. Denn er ist sozusagen das himmlische Original, das alle irdischen V\u00e4ter \u00fcbertrifft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Indem Gott sich uns in seinem Wort als Vater vorstellt, hat er selbst uns vorgegeben, dass diese Selbstoffenbarung am besten und deutlichsten aussagt, wer er ist und was wir an ihm haben d\u00fcrfen. Und wir k\u00f6nnen nicht anders von ihm sprechen, als er von sich selber spricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Achten wir beim Lesen der Bibel genau auf den Wortlaut: Die Bibel sagt <strong>nicht <\/strong>nur, dass Gott <strong><u>wie<\/u><\/strong> <strong>ein Vater<\/strong> ist. Das w\u00e4re nur ein Vergleich. Die Bibel sagt: Gott<strong> <u>ist<\/u> Vater<\/strong>. Das ist eine <strong>Identit\u00e4tsaussage<\/strong>! Jesus Christus selbst hat uns im bekanntesten Gebet der weltweiten Christenheit gelehrt Gott so anzusprechen: <em>\u201eVater unser im Himmel\u2026\u201c<\/em> (Matth\u00e4us 6,9). Jesus stellt klar: <em>\u201eEiner ist euer Vater: der im Himmel.\u201c<\/em> (Matth\u00e4us 23,9). Allein im Matth\u00e4usevangelium bezeichnet Jesus 44mal Gott als Vater. Dies setzt sich in den weiteren 3 Evangelien sowie dem gesamten Neuen Testament fort. Z.B. allein in den 5 Kapiteln des 1. Johannesbriefes wird Gott 12mal als Vater genannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Gott in Jesaja 66,13 sagt: <em>\u201eIch will euch tr\u00f6sten, <strong>wie<\/strong> einen seine Mutter tr\u00f6stet.\u201c<\/em>, dann zeigt das W\u00f6rtchen <strong><u>wie<\/u><\/strong> hier sehr deutlich an, dass dies ein <strong>Vergleich<\/strong> ist: Er <strong>tr\u00f6stet wie<\/strong> eine Mutter. <strong>Eine T\u00e4tigkeit<\/strong> Gottes (das Tr\u00f6sten) wird hier durch den Vergleich mit der T\u00e4tigkeit einer menschlichen Mutter erkl\u00e4rt, was nichts an seiner Identit\u00e4t als Vater \u00e4ndert. Das hei\u00dft also: <strong>Gott ist der himmlische Vater<\/strong>, der auch f\u00e4hig und willens ist, uns so liebevoll und z\u00e4rtlich zu tr\u00f6sten <strong>wie<\/strong> eine gute Mutter tr\u00f6stet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Vater Jesu \u2013 unser Vater<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu allererst ist Gott der Vater Jesu Christi. Dies bezeugt das Neue Testament auf Schritt und Tritt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus spricht ihn immer wieder als Vater an (z.B. Markus 14,36) und der Vater bezeichnet Jesus z.B. bei der Taufe \u00f6ffentlich als seinen geliebten Sohn (Lukas 3,22). Und zwar ist Jesus direkt (also <u>nicht<\/u> durch Adoption) Gottes Sohn schon von Ewigkeit her: <em>\u201eEr ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der <strong>Erstgeboren<\/strong><strong>e<\/strong> <strong>vor aller Sch\u00f6pfung.<\/strong>\u201c<\/em> (Kolosser 1,15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber durch den Glauben an Jesus k\u00f6nnen auch wir Gottes Kinder werden \u2013 sozusagen Gottes Adoptivkinder: <em>\u201eWie viele ihn (Jesus) aber aufnahmen, denen gab er Macht, <\/em><strong><em>Gottes Kinder<\/em><\/strong><em> zu werden: denen, die an seinen Namen glauben.\u201c<\/em> (Johannes 1,12). Darum spricht Jesus zu seinen J\u00fcngern von <strong><em>\u201e\u2026<\/em><\/strong><strong><em>meinem Vater und eurem Vater.\u201c<\/em><\/strong> <strong>(Johannes 20,17). <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wir d\u00fcrfen zu Gott das pers\u00f6nliche, vertrauensvolle und innige Verh\u00e4ltnis eines geliebten Kindes zu seinem liebevollen und starken Vater haben. Welch gro\u00dfes Geschenk dies ist, wird im Vergleich zum Islam deutlich, wo Allah so erhaben und abgehoben ist, dass es undenkbar ist, ihn\u00a0 als Vater zu sehen und das vertrauliche, enge\u00a0 Verh\u00e4ltnis eines Kindes zu ihm zu haben.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was wir an unserem himmlischen Vater haben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-1. Der Vater liebt seine Kinder:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn er selbst, der Vater, hat euch lieb.\u201c<\/em> (Johannes 16,27)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-2. Der Vater sorgt f\u00fcr seine Kinder:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn euer Vater wei\u00df, was ihr bed\u00fcrft.\u201c<\/em> (Matth\u00e4us 6,8)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-3. Der Vater ist f\u00fcr seine Kinder da:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eSo f\u00fcrchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir.\u201c\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Jesaja 43, 5)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-4. Der Vater ist besonders Hilfe und Trost f\u00fcr die, die einen irdischen Vater entbehren m\u00fcssen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eEin Vater der Waisen \u2026 ist Gott.\u201c<\/em>\u00a0(Psalm 68, 6)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;<strong>5. Der Vater ist stark und schenkt damit Halt, Geborgenheit und Hilfe<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Du bist mein Vater, mein Gott, mein Fels, der mich sch\u00fctzt, mein starker Helfer!\u201c<\/em> (Psalm 89, 27)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-6. Der Vater k\u00e4mpft f\u00fcr seine Kinder:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDer HERR wird f\u00fcr euch streiten, und ihr werdet stille sein.\u201c<\/em> (2. Mose 14,14)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-7. Der Vater ist treu, zuverl\u00e4ssig und konsequent:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDenn was der Herr sagt, das meint er auch so, und auf das, was er tut, kann man sich verlassen.\u201c<\/em> (Psalm 33, 4)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-8. Dem Vater d\u00fcrfen wir uns offen und unbefangen anvertrauen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eAlle, die sich vom Geist Gottes regieren lassen, sind Kinder Gottes\u2026 Jetzt k\u00f6nnen wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: Vater, lieber Vater!&#8220;<\/em> (R\u00f6mer 8, 14+15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-9. Der Vater tr\u00f6stet seine Kinder:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eGelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes.\u201c<\/em> (2. Korinther 1,3).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-10. Der Vater erzieht seine Kinder.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDaran k\u00f6nnt ihr erkennen, dass der Herr, euer Gott, es gut mit euch meint. Er erzieht euch wie ein Vater seine Kinder.\u201c<\/em> (5. Mose 8,5).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-11. Der Vater gibt Wegweisung:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDein Wort macht mich <\/em><strong><em>klug<\/em><\/strong><strong><em>;<\/em><\/strong><em> darum hasse ich alle falschen Wege.\u201c<\/em> (Psalm 119,104)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-12. Der Vater ist Vorbild:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIhr seid Gottes geliebte Kinder, daher sollt ihr in allem seinem Vorbild folgen.\u201c<\/em> (Epheser 5, 1)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-13. Der Vater setzt Grenzen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eWas ihr ertragen m\u00fcsst, dient also eurer Erziehung. Gott behandelt euch so wie ein Vater seine S\u00f6hne. Oder habt ihr je von einem Sohn geh\u00f6rt, der nie bestraft wurde?\u201c<\/em> (Hebr\u00e4er 12,7)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-14. Der Vater gibt Aufgaben und stellt vor Herausforderungen aber hilft auch dabei:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eSage nicht: \u00bbIch bin zu jung\u00ab, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete.<\/em><em> F\u00fcrchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir&#8230;\u201c<\/em> (Jeremia 1,7+8)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-15. Der Vater ist g\u00fctig:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eBarmherzig und gn\u00e4dig ist der HERR, <\/em><strong><em>geduldig<\/em><\/strong><em> und von gro\u00dfer <\/em><strong><em>G\u00fcte<\/em><\/strong><em>.\u201c<\/em> (Psalm\u00a0 103,8)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-16. Der Vater verzeiht seinen Kindern:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Hab keine Angst, mein Sohn! Deine S\u00fcnden sind dir vergeben.&#8220;<\/em> (Matth\u00e4us 9, 2)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-17. Der Vater gibt seine Kinder nicht auf:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gleichnis von den verlorenen S\u00f6hnen. (Lukas 15,11-32)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>-18. Der Vater gibt sein Erbe (geistlichen Segen und die himmlische Herrlichkeit):<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eGottes Geist selbst gibt uns die innere Gewissheit, dass wir Gottes Kinder sind. Als seine Kinder aber sind wir &#8211; gemeinsam mit Christus &#8211; auch seine Erben.\u201c<\/em> (R\u00f6mer 8, 16+17).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welch ein Reichtum, wenn wir durch den Glauben an Jesus Christus sagen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eSeht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder hei\u00dfen sollen \u2013 und wir sind es auch!\u201c<\/em> (1. Johannes 3,1)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfarrer Matthias K\u00f6hler, N\u00fcmbrecht, <\/em><em>Gemeindebrief Januar-Februar 2020<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seine Selbstvorstellung \u2013 nicht unsere Bilder! Im 2. Gebot warnt Gott uns eindringlich davor, unseren eigenen Vorstellungen von Gott zu folgen. 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