{"id":20596,"date":"2023-12-20T08:00:10","date_gmt":"2023-12-20T07:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20596"},"modified":"2023-12-14T17:14:30","modified_gmt":"2023-12-14T16:14:30","slug":"die-drei-maertyrer-von-malatya-leben-sterben-und-eine-theologische-einordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20596","title":{"rendered":"Die drei M\u00e4rtyrer von Malatya: Leben, Sterben und eine theologische Einordnung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 18. April 2007 wurden in der ostt\u00fcrkischen Provinzhauptstadt Malatya drei Christen brutal ermordet: die T\u00fcrken Necati Ayd\u0131n und U\u011fur Y\u00fcksel, sowie der Deutsche Tilmann Geske. Tilmann Geske war von 1982\u20131987 Student der STH Basel (damals noch \u00abFETA\u00bb).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Tilmann \u00fcberschnitt sich meine eigene Zeit an der FETA. Ein Jahr spielten wir gemeinsam im kleinen Streichorchester. Sp\u00e4ter traf ich ihn als Missionar wieder in Malatya, wo wir unsere Verwandten besuchten. Necati Ayd\u0131n war n\u00e4mlich mit der Schwester meiner t\u00fcrkischen Frau verheiratet. U\u011fur Y\u00fcksel kam als Student nach \u0130zmit, im Westen der T\u00fcrkei. Er besuchte als neuer Christ ein paar Monate unsere kleine Gemeinde, bevor er in seine Heimat im Osten zur\u00fcckkehrte.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Necati einige Monate vor seinem Tod bei uns zu Besuch war, predigte er in unserer Gemeinde. Ein junger T\u00fcrke war sehr beeindruckt vom ernsten Glauben Necatis. Dieser junge Mann brachte aber durch Internetkontakte unwissentlich meinen Schwager in Verbindung mit seinen sp\u00e4teren M\u00f6rdern. Vermutlich war es auch diese Verbindung, die dazu f\u00fchrte, dass die M\u00f6rder der drei Christen nach ihrer schrecklichen Tat im B\u00fcro von Necati bei der Polizei aussagten, sie h\u00e4tten auch \u00abPastor Wolfgang, den Chef der Missionare\u00bb<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> umbringen wollen. Daraufhin stellte mir die t\u00fcrkische Polizei einen Personensch\u00fctzer. Was hatten die drei M\u00e4nner, die ausdr\u00fccklich aufgrund ihres evangelistischen Dienstes ermordet wurden, gemeinsam? Sie waren ungef\u00e4hr gleich alt \u2013 zwischen 32 (U\u011fur) und 46 (Tilmann) Jahren \u2013 also \u00abM\u00e4nner im besten Alter\u00bb. Sonst waren sie sehr unterschiedlich: Ein recht stiller Deutscher mit namenschristlicher Herkunft, ein Kurde (U\u011fur), der aus dem Alevitentum stammte, einer eher liberalen muslimischen Sondergruppe in der T\u00fcrkei, und ein T\u00fcrke (Necati) mit konservativ sunnitischem Hintergrund. Mir scheint, dass ihre Gemeinsamkeit darin bestand, dass jeder von ihnen sein Herz auf Jesus Christus ausgerichtet hatte. Das l\u00e4sst sich nicht exakt definieren; aber irgendwann habe ich gedacht: Unser Gott hat die drei M\u00e4rtyrer gut ausgew\u00e4hlt. Wir wollen einen kurzen Blick auf ihr Leben werfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Biografisches<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tilmann Geske (1961\u20132007)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider ist das Buch \u00fcber das Leben von Tilmann Geske und seiner Frau Susanne<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> nur noch antiquarisch erh\u00e4ltlich. Tilmann wurde in Mindelheim in Bayern geboren, wuchs aber im norddeutschen Landkreis Celle auf. Als Jugendlicher stand Sport f\u00fcr ihn im Vordergrund. Er betrieb Rudern als Leistungssport.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz vor seinem Abitur kam es durch Kontakt zu Christen in der von Evangelist Wilhelm Pahls gegr\u00fcndeten \u00abFreien evangelischen Gemeinde\u00bb in Wienhausen zur pers\u00f6nlichen Hinwendung zu Gott. Seine Energie investierte der Leistungssportler nun zunehmend in Gemeindearbeit: Jugendgruppe, Singen und Beten mit Freunden, Eins\u00e4tze mit \u00abOperation Mobilisation\u00bb. Bei solch einem Einsatz traf Tilmann auch die Entscheidung f\u00fcr ein Theologiestudium an der FETA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend des Studiums lebte Tilmann in einer Wohngemeinschaft mit Daniel Pahls, dem Sohn von Wilhelm Pahls, heute Pastor der FeG Rhein-Sieg in St. Augustin. Nach Tilmanns Tod erinnerte sich Daniel:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abEine intensive Zeit mit Tilmann erlebte ich w\u00e4hrend unseres Studiums in Basel \u2026 Wir arbeiteten in der FeG L\u00f6rrach gemeinsam im Jugendkreis, sangen zusammen im Chor, f\u00fchrten zusammen Stra\u00dfenaktionen durch \u2026 Tilmann hatte schon in dieser Zeit ein starkes missionarisches Anliegen. Und er nahm sich viel Zeit f\u00fcr das Gebet und war sehr diszipliniert darin.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Jahr lang wohnten wir zusammen in einem Zimmer. Wenn ich morgens aufstand, sa\u00df er schon lange in der K\u00fcche und betete. Beeindruckt hat mich immer seine tiefe Hingabe an Jesus. Er war schon damals bereit, wirklich alles f\u00fcr Jesus zu geben und jeden Weg zu gehen, den sein Herr ihn f\u00fchren w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl ich l\u00e4nger gl\u00e4ubig war als er, war er mir in seiner Hingabe und Konsequenz ein grosses Vorbild.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Theologiestudium leitete Tilmann zusammen mit einem anderen Christen die kleine, im Aufbau befindliche Gemeinde FeG Lindau. Da es keine volle Stelle f\u00fcr ihn gab, arbeitete er Teilzeit nachts und morgens bei der Post. In 13 Jahren in Lindau kn\u00fcpfte er schon einige Kontakte zu T\u00fcrken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Susanne, Tilmanns sp\u00e4tere Frau, war Bibelsch\u00fclerin an der New-Life-Bibelschule in Walzenhausen. 1992 heirateten die beiden. Nach der Geburt von zwei Kindern siedelte die kleine Familie 1997 in die T\u00fcrkei um.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hingabe war f\u00fcr den eher stillen und tief denkenden Tilmann nicht nur ein frommer Spruch. Der Hingabe seiner Zeit und Kraft f\u00fcr Jesus in einem sehr fremden Land folgte die Hingabe seines Lebens. Kurze Zeit vor seinem Tod hat Tilmann mit Susanne \u00fcber die M\u00f6glichkeit der Verfolgung von Christen gesprochen. Sicher hat er nicht mit seinem unmittelbar bevorstehenden M\u00e4rtyrertod gerechnet, aber er schien bereit zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Necati Ayd\u0131n (1972\u20132007)<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Necati war das neunte und letzte Kind einer Familie aus Erzurum im Osten der T\u00fcrkei, die wegen eines Erdbebens ihre Heimat verlie\u00df und sich schlie\u00dflich in Menemen bei Izmir, an der Westk\u00fcste der T\u00fcrkei, niederliess.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige seiner \u00e4lteren Br\u00fcder waren aktiv in der damaligen islamistischen Partei. Necati selbst tat sich durch besonders gewissenhafte Befolgung der islamischen Regeln hervor. Wenn er eine der t\u00e4glichen Gebetszeiten verpasst hatte, machte er sich Notizen, um sie nachzuholen, damit er nicht vor Gott ins Minus gerate. Als er seine sp\u00e4tere Frau \u015eemse im Bus zu seiner Arbeit in der Gro\u00dfstadt Izmir traf, kamen sie \u00fcber den Glauben ins Gespr\u00e4ch \u2013 anfangs mit der Absicht,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">den jeweils anderen zu bekehren. Im Laufe vieler Gespr\u00e4che wurde Necati jedoch von der Hoheit Jesu \u00fcberzeugt. In der Bergpredigt erkannte er, dass auch Gedankens\u00fcnden schmutzig machen vor Gott. Im 5. Kapitel des R\u00f6merbriefes \u00fcberw\u00e4ltigte ihn die Wahrheit, dass Christus f\u00fcr seine Feinde gestorben ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Eheschliessung und dem Quasi-Ausstoss aus der eigenen Familie arbeitete Necati missionarisch bei einer christlichen Organisation. Auch 30 Tage im Gef\u00e4ngnis, wohin er wegen seiner Bibelverteil-Aktivit\u00e4ten geraten war, brachten ihn nicht von seiner Berufung ab. Die junge Familie zog um nach Malatya im Osten der T\u00fcrkei, um dort, wo es noch keine christliche Gemeinde gab, das Evangelium zu verbreiten und zusammen mit anderen jungen Familien Gemeinde zu gr\u00fcnden. Nach einer Weile wurde Necati zum Pastor der Hauskirche berufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz vor seiner Ermordung war Necati als Redner zu einer Konferenz in Deutschland eingeladen. Er forderte Missionare unter T\u00fcrken auf, seine Landsleute tats\u00e4chlich zu lieben. Vor einem der sp\u00e4teren M\u00f6rder, die anfingen, den Kontakt zu Necati zu suchen, hatte seine Frau ihn gewarnt. Dieser gab sich als Wahrheitssucher aus. Necati merkte, dass er nicht wirklich aufrichtig suchte, wollte ihm aber eine Chance geben, so wie Jesus den Judas neben sich geduldet hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>U\u011fur Y\u00fcksel (1975\u20132007)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">U\u011fur kam aus einer alevitischen Familie im Osten der T\u00fcrkei und war ein Wahrheitssucher. Schon bevor er Christ wurde, bezeichnete er sich gerne als \u00abSohn der Wahrheit\u00bb (ger\u00e7e\u011fin o\u011flu). So hiess auch seine E-Mail-Adresse. Als Student der Bautechnik kam er nach \u0130zmit am \u00f6stlichen Rand von \u0130stanbul. In einem Containerhaus, das noch vom letzten Erdbeben da stand, fand er g\u00fcnstigen Wohnraum. Als er auf ein Neues Testament stiess, las er es in kurzer Zeit mehrmals durch. Seiner Freundin erz\u00e4hlte er, dass er beim ersten Durchlesen gemerkt habe: \u00abDa wird der Gott beschrieben, den ich immer gesucht habe.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">U\u011fur kam zum Glauben und dann f\u00fcr ein paar Monate in unsere kleine Gemeinde in \u0130zmit \u2013 ein stiller junger Mann, dem man aber das innere Feuer anmerkte, wenn er redete. Sein Vater konnte bald das Studium nicht mehr finanzieren, und U\u011fur kehrte nach Elaz\u0131\u011f, einer Nachbarstadt von Malatya, zur\u00fcck. Er rief mich von dort einmal an und fragte: \u00abIch habe gelesen, dass Christen 10 % ihres Einkommens f\u00fcr die Sache Gottes geben. Wie kann ich eure Gemeinde unterst\u00fctzen?\u00bb Wegen Verleumdungen, dass Christen Geld austeilten, um Menschen zu Christen zu machen, erwarten manche Gemeindebesucher Hilfe. U\u011fur aber wollte geben. Er meinte es ernst. Durch mich und auch die Vermittlung von anderen ihm bekannten Christen kam U\u011fur dann mit Necati und \u015eemse in Verbindung, die gerade davorstanden, nach Malatya umzuziehen. Sp\u00e4ter wurde er Mitglied ihrer Gemeinde und begann, mit Necati f\u00fcr das christliche Verlagshaus Zirve zu arbeiten. Am 18. April 2007 musste U\u011fur zuerst mitansehen, wie seinen Br\u00fcdern und Freunden, Necati und Tilmann, die Halsschlagadern aufgeschnitten wurden. Als die M\u00f6rder auch ihn angriffen, rief er mehrmals laut \u00abMesih!\u00bb \u2013 \u00abChristus!\u00bb. Er lebte noch, als die Polizei kam, starb aber wenig sp\u00e4ter im Krankenhaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">U\u011fur hat mal einem guten Freund gesagt: \u00abDer Mensch muss entweder f\u00fcr eine gute Sache oder f\u00fcr seine grosse Liebe sterben.\u00bb U\u011fur starb f\u00fcr seine grosse Liebe, Jesus Christus, und f\u00fcr dessen wunderbare Sache des Evangeliums.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Theologische Einordnung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige theologische Fragestellungen k\u00f6nnen hier eher angerissen als ausgiebig behandelt werden \u2013 in der Hoffnung, dass sie eine Anregung f\u00fcr eigenes intensiveres Nachdenken \u00fcber das Martyrium sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Wer ist ein christlicher M\u00e4rtyrer?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die verschiedenen Versuche, christliches Martyrium m\u00f6glichst klar zu definieren, k\u00f6nnen hier nicht behandelt werden.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Vielmehr geht es um die Frage: Ist es von theologischer Bedeutung, den Tod gewisser Christen als Martyrium einordnen zu k\u00f6nnen \u2013 oder eben nicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die R\u00f6misch-Katholische Kirche ist die Frage nach echtem M\u00e4rtyrertum von gr\u00f6\u00dferer Wichtigkeit, weil dort die Anerkennung als M\u00e4rtyrer auch mit der Selig- bzw. eventuellen Heiligsprechung verkn\u00fcpft ist. Schon im 18. Jahrhundert definierte der Kirchenrechtler und sp\u00e4tere Papst Benedikt XIV (1740\u20131758) in seinem Werk \u00abDe Servorum Dei Beatificatione et Beatorum Canonizatione\u00bb Kriterien f\u00fcr echtes Martyrium, die in der Katholischen Kirche bis heute richtungsweisend sind.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir k\u00f6nnen Gott dankbar sein, dass wir als evangelische Christen niemanden selig oder heilig sprechen m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen auch nicht bindend erkl\u00e4ren, wer nun genau ein M\u00e4rtyrer sei. Das \u00fcberlassen wir Jesus, dem Richter der Lebenden und der Toten. Trotzdem ist es gut, sich f\u00fcr die theologische Einordnung, aber auch um der Kommunikation in der Welt willen, um Definitionen und Kriterien zu bem\u00fchen. Gute Definitionen helfen nicht nur dem theologischen Dialog, sondern auch der Sprachf\u00e4higkeit des \u00abeinfachen Christen\u00bb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedenfalls sollten wir uns den Begriff \u00abM\u00e4rtyrer\u00bb als Bezeichnung f\u00fcr das Sterben um des Glaubens an Christus willen nicht rauben lassen; denn das Wort ist urchristlich. Wir alle sollen <em>martys<\/em> (griech. f\u00fcr \u00abZeuge\u00bb, pl. <em>martyres<\/em>) Jesu Christi sein. Dieses Zeugesein ist ein unbedingter Auftrag. Wenn Jesus uns das Zeugnis f\u00fcr seine Wahrheit aufgetragen hat, dann m\u00fcssen wir es ausrichten, \u00abkoste es, was es wolle\u00bb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige der Zeugen wird es das eigene Leben kosten. Sie werden zu \u00abBlutzeugen\u00bb. So wird schon in neutestamentlicher Zeit der Begriff <em>martys<\/em> auf Blutzeugen angewandt, so im Buch der Offenbarung, wo Jesus Christus selbst als der \u00abtreue Zeuge\u00bb (1,5) sowie \u00abder treue und wahrhaftige Zeuge\u00bb (3,14) bezeichnet wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Antipas, ein Christ in Pergamon, wird dann als \u00abmein treuer Zeuge\u00bb (2,13) charakterisiert. Laut Kontext ist er einer, dessen Zeugesein bis zum gewaltsamen Tod reichte (vgl. auch Apg 22,20).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manchmal wird Christen durch vermeintlich schlaue Analysen das Martyrium abgesprochen. Gerade den Zur\u00fcckgebliebenen kann dadurch ein Trost und auch die Ehre genommen werden. Einige Zeit nach den Malatyamorden las ich \u00fcber einen kirchlichen Diskussionsbeitrag, der darauf hinwies, dass es \u00abnach neusten Erkenntnissen\u00bb in Malatya nicht wirklich um Christenverfolgung gegangen sei, sondern um eine innenpolitisch motivierte Tat. Mit \u00e4hnlicher Rhetorik k\u00f6nnte man anmerken, dass es beim versuchten Lynchmord gegen Paulus in Ephesus (Apg 19,23\u201340) nicht um religi\u00f6se, sondern um wirtschaftliche Motive gegangen sei, oder dass die Hinrichtung des Jesusj\u00fcngers Jakobus (Apg 12,1f.) keine Christenverfolgung dargestellt habe, sondern nur Ausfluss der populistischen Ambitionen des kalt kalkulierenden Politikers Herodes Agrippa gewesen sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne Gottes letztes Urteil vorwegnehmen zu k\u00f6nnen, bin ich mir bei den drei M\u00e4nnern von Malatya sehr sicher, dass sie ihr Leben als authentisch christliche M\u00e4rtyrer hingaben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Gibt es ein von Gott gebotenes Gedenken an M\u00e4rtyrer?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das M\u00e4rtyrergedenken hat vermutlich unter evangelischen Christen deshalb einen unangenehmen Beigeschmack, weil es in den fr\u00fchen Kirchen ein erster Schritt war zur Verehrung oder sogar Anrufung von Heiligen und zum Missbrauch von Reliquien \u2013 also den materiellen \u00dcberresten der M\u00e4rtyrer. Solche Missbr\u00e4uche kann man bis heute in der R\u00f6misch-Katholischen und in verschiedenen orthodoxen Kirchen finden. Es gilt jedoch das Prinzip: <em>abusus not tollit usum<\/em> \u2013 \u00abder Missbrauch hebt den rechten Gebrauch nicht auf.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der t\u00fcrkischen Gemeinde Jesu habe ich in Bezug auf die drei M\u00e4rtyrer von Malatya ein Bed\u00fcrfnis nach dem Gedenken an diese M\u00e4nner und ihre Geschichte erlebt. In der nicht-christlichen t\u00fcrkischen Kultur gilt die Teilnahme an Beerdigungen als Verpflichtung und Ehrerbietung gegen\u00fcber den Verstorbenen und ihren Angeh\u00f6rigen. Diese Verpflichtung gegen\u00fcber den geistlichen Br\u00fcdern, die f\u00fcr ihren Glauben gestorben sind, empfindet auch die Gemeinde Jesu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ereignis des Martyriums ist zu einem Teil der Identit\u00e4t der mittlerweile vor allem aus ehemaligen Muslimen bestehenden evangelikalen Gemeinde Gottes in der T\u00fcrkei geworden. Es gibt f\u00fcr Christen in der T\u00fcrkei ein \u00abvor Malatya\u00bb und ein \u00abnach Malatya\u00bb. Bis heute f\u00fchrt man kleinere und gr\u00f6\u00dfere Gedenkfeiern am Jahrestag der Morde vor den jeweiligen Gr\u00e4bern der Br\u00fcder durch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade bei Gedenkfeiern ist es schlie\u00dflich zu so etwas wie einer \u00ab\u00d6kumene der M\u00e4rtyrer\u00bb gekommen, von der meines Wissens zuerst Papst Johannes Paul II. gesprochen hat.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Einige Monate vor den Morden von Malatya war in der Schwarzmeerstadt Trabzon der r\u00f6misch-katholische Priester Andrea Santorio in seiner Kirche erschossen worden. An seiner Gedenkfeier nahmen Vertreter der protestantischen Gemeinden teil, wie auch sp\u00e4ter Vertreter der Katholischen und verschiedener orthodoxer Kirchen an den Gedenkfeiern f\u00fcr Malatya.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ruft Gottes Wort uns dazu auf, der M\u00e4rtyrer zu gedenken? In <strong>Ps 116,15<\/strong> lesen wir: \u00abDer Tod seiner Heiligen ist wertgehalten vor dem Herrn.\u00bb Das gilt ganz bestimmt dann auch f\u00fcr die M\u00e4rtyrer: Der allm\u00e4chtige Gott selbst gedenkt ihrer. Dass die Grausamkeiten gegen Christen Gott nicht kalt oder teilnahmslos lassen, wird auch deutlich, als in der Offenbarung das Gericht \u00fcber die \u00abHure Babylon\u00bb, das gottfeindliche System der Welt, angek\u00fcndigt wird. In 16,6 wird begr\u00fcndet: \u00ab\u2026 denn sie haben das Blut der Heiligen und Propheten vergossen.\u00bb In 19,2 wird zu Gottes Gericht \u00fcber Babylon gedeutet: \u00ab\u2026 und hat das Blut seiner Knechte ger\u00e4cht, das ihre Hand vergossen hat.\u00bb Gott gedenkt der M\u00e4rtyrer \u2013 daher sollten wir das auch tun. In Hebr 12,1\u20133 wird an die in Hebr 11 geschilderte \u00abWolke von Zeugen\u00bb erinnert, zu der auch Menschen geh\u00f6ren, die im Gehorsam gegen\u00fcber Gott ihr Leben gelassen haben. Das Gedenken an die Zeugen soll uns zum Aufsehen auf unseren Herrn veranlassen. Wir denken der Zeugen zu unserem Nutzen \u2013 allerdings nicht in erster Linie durch Zeremonien, sondern durch Ablegen der S\u00fcnde und geduldiges Weiterk\u00e4mpfen. Ehrbezeigungen gegen\u00fcber M\u00e4rtyrern werden angedeutet, wenn in Bezug auf den ersten christlichen M\u00e4rtyrer in Apg 8,2 berichtet wird: \u00abEs bestatteten aber den Stephanus gottesf\u00fcrchtige M\u00e4nner und hielten eine gro\u00dfe Klage \u00fcber ihn.\u00bb<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Dass Antipas, der M\u00e4rtyrer aus Pergamon, von Jesus einer namentlichen Erw\u00e4hnung wert geachtet wird (Offenbarung 2,13), wurde schon erw\u00e4hnt. Christof Sauer fasst seine Schlussfolgerung zum Gedenken an M\u00e4rtyrer so zusammen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abDie Kirche darf ihre Bekenner und M\u00e4rtyrer nicht vergessen. Wenn sie dies t\u00e4te, w\u00fcrde sie sich von der \u2039Wolke der Zeugen\u203a, die uns vorausgegangen sind, abkoppeln und ginge ihres auf Christus weisenden Vorbildes sowie der darin enthaltenen glaubens- und zeugnisst\u00e4rkenden Kraft verlustig. [Es] darf auch die Kritik an \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Verehrung von M\u00e4rtyrern \u2026 oder die Abgrenzung von der Anrufung von Heiligen und M\u00e4rtyrern weder zu einem Vergessen der Bekenner und M\u00e4rtyrer noch zu ihrer Nivellierung f\u00fchren. Sie bleiben herausragende Leitbilder des Glaubens.\u00bb<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Allerdings ist der Missbrauch tats\u00e4chlich zu vermeiden. Dass in der neutestamentlichen Kirche nicht einmal in Ans\u00e4tzen die sp\u00e4tere Heiligen- oder auch Reliquienverehrung vorgezeichnet war, erkennen wir u. a. daran, dass bei aller Hochachtung vor den Blutzeugen doch auch nicht zu viel Aufhebens von ihnen gemacht wird. Der Tod des Apostels Jakobus in Apg 12 wird in gerade einmal zwei Versen berichtet, um dann schnell wieder auf die Ausbreitung des Wortes Gottes zu verweisen (12,24). Auch beim Tod des Stephanus h\u00e4lt sich Lukas nicht sehr lange auf. Auch nach dieser Mordtat res\u00fcmiert der Schreiber vor allem:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00abDie nun zerstreut worden waren [wegen der ausbrechenden Verfolgung], zogen umher und predigten das Wort\u00bb<\/em> (Apg 8,4).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass Christen f\u00fcr Christus leiden und sterben, ist eine beobachtbare Tatsache. Die Frage aber bleibt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Will Gott M\u00e4rtyrer?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Malatya haben auch Christen gefragt: H\u00e4tte Gott diese M\u00e4nner nicht sch\u00fctzen k\u00f6nnen? W\u00e4re ihr Leben nicht fruchtbarer gewesen als ihr Tod?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Szene im Buch der Offenbarung (6,9\u201311) ist Teil des Blickes in Gottes unsichtbare Wirklichkeit. Dort stehen Menschen, die bereits zu M\u00e4rtyrern geworden sind \u00abam Altar\u00bb, also in der Gegenwart Gottes. Sie sind nicht gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber dem, was nach ihrem Abscheiden auf der Erde abl\u00e4uft. Sie d\u00fcrsten nach g\u00f6ttlicher Gerechtigkeit im Universum. Gott l\u00e4sst ihnen als Zeichen ihrer Gerechtigkeit wei\u00dfe Kleidung anlegen; aber die Antwort auf ihre Frage nach dem \u00abWann?\u00bb g\u00f6ttlichen Gerichts wird so beantwortet: \u00ab\u2026 dass sie ruhen m\u00fcssten noch eine kleine Zeit, bis vollz\u00e4hlig dazuk\u00e4men ihre Mitknechte und Br\u00fcder, die auch noch get\u00f6tet werden sollten wie sie\u00bb (6,11).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Gottes Plan muss es also bis zur Wiederkunft Jesu eine bestimmte Anzahl von M\u00e4rtyrern geben. Die Illusion, es werde vorher eine Welt ohne Verfolgung geben, hat keine Grundlage in Gottes Verhei\u00dfungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott hat auch einzelne Christen individuell zum M\u00e4rtyrertod bestimmt, wie etwa den Apostel Petrus, der die verschl\u00fcsselte Ank\u00fcndigung Jesu, ein anderer werde ihn \u00abf\u00fchren, wo du nicht hinwillst\u00bb wohl verstanden hat (Joh 21,18f.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum muss es nach Gottes Willen M\u00e4rtyrer geben? Die Verbindung von Zeugnis (<em>martyria<\/em>) und Martyrium deutet darauf hin, dass das Sterben einiger Zeugen um ihres Zeugnisses willen notwendig ist f\u00fcr die letzte und tiefste Glaubw\u00fcrdigkeit der bezeugten Botschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn kein Bote des ewigen Lebens im Ernstfall dieses Leben h\u00f6her werten w\u00fcrde als sein irdisches Leben \u2013 wie sollte die Welt dann glauben k\u00f6nnen? Kommen wir zuletzt noch zur Frage nach der Ehre des Martyriums.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Ist das M\u00e4rtyrertum eine Ehre?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Schw\u00e4gerin \u015eemse hat im R\u00fcckblick auf Malatya wiederholt betont: \u00abJesus hat meinen Mann geehrt durch den Tod als M\u00e4rtyrer!\u00bb Das wirkte auf manche Christen im Westen befremdlich. Es geht jedoch nicht nur in sogenannten \u00abSchamkulturen\u00bb, sondern auch in der biblischen Botschaft ganz gewiss um Ehre. Die entscheidende Frage ist allerdings dort, ob wir die Ehre von Menschen oder von Gott erwarten und anstreben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als nicht lange nach dem Pfingstereignis s\u00e4mtliche Apostel verhaftet, dem Hohen Rat vorgef\u00fchrt und dann geschlagen und bedroht wurden, wird berichtet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00abSie gingen aber fr\u00f6hlich von dem Hohen Rat fort, weil sie w\u00fcrdig gewesen waren, um seines Namens willen Schmach zu leiden\u00bb<\/em> (Apg 5,41). Die Schmach vor den Menschen wird zur Ehre, weil damit Gott verherrlicht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztlich geht es in der Geschichte Gottes mit den Menschen um Anbetung, um die Entscheidung, Gott die ihm geb\u00fchrende Ehre darzubringen. In R\u00f6m 12,1 werden Christen aufgefordert, ihre Leiber als Opfer hinzugeben. Gerade das sei der \u00abvern\u00fcnftige Gottesdienst\u00bb. Kann es auf dieser Grundlage eine ehrenvollere Art des Gottesdienstes geben als die, den eigenen Leib buchst\u00e4blich als Opfer f\u00fcr den allm\u00e4chtigen Gott in den Tod zu geben?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ehre, die von Gott kommt, sollten wir gerade im Blick auf Verfolgung und Martyrium neu in den Blick nehmen.<\/p>\n<p>Zwei T\u00fcrken und ein Deutscher haben in Malatya die Ehre empfangen, f\u00fcr Jesus gemeinsam in den Tod zu gehen. T\u00fcrken sind sehr empfindsam f\u00fcr Angedeutetes und Symbolisches. F\u00fcr die Deutschen \u2013 und ich schlie\u00dfe hier mal alle Deutschsprachigen mit ein \u2013 erw\u00e4chst uns eine Verantwortung f\u00fcr das t\u00fcrkische Volk, f\u00fcr die Weitergabe des Evangeliums an Menschen aus der T\u00fcrkei unter uns und f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Gemeinde Jesu in der T\u00fcrkei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> In Wirklichkeit hatte ich keinerlei Leitungsfunktion unter Missionaren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Carswell, Jonathan &amp; Wright, Johanna. Susanne Geske, Ich will keine Rache. Das Drama von Malatya, Gie\u00dfen: Brunnen, 2008.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Weit ausf\u00fchrlicher \u00fcber das Leben von Necati Ayd\u0131n schreibe ich in: H\u00e4de, Wolfgang, Mein Schwager \u2013 ein M\u00e4rtyrer. Die Geschichte des t\u00fcrkischen Christen Necati Ayd\u0131n, Schwarzenfeld: Neufeld, 2. Aufl. 2010.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Empfehlenswert dazu sind unter anderen: Tieszen, Charles L., Towards Redefining Persecution. International Journal for Religious Freedom 1\/1 (2008), S. 67\u201380 \u2013 und davon ausgehend, aber ausf\u00fchrlicher: Sauer, Christof, Martyrium und Mission im Kontext: Analyse ausgew\u00e4hlter theologischer Positionen aus der weltweiten Christenheit, Neuendettelsau\/Erlangen 2021, S. 22\u201333.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. die ausdr\u00fcckliche Anwendung dieser Kriterien im von der Deutschen Bischofskonferenz herausgegebenen Werk: Moll, Helmut (Hg.), Zeugen f\u00fcr Christus: Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Paderborn: Sch\u00f6ningh, 7. Aufl. 2019, S. XXXI\u2013XXXII.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Enzyklika \u00abTertio Millennio Adveniente\u00bb (Nr. 37): \u00abDer \u00d6kumenismus der Heiligen, der M\u00e4rtyrer, ist vielleicht am \u00fcberzeugendsten. Die Gemeinschaft der Heiligen spricht mit lauterer Stimme als die Urheber der Spaltung.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Daniel R\u00f6thlisberger widmet in seiner ausgezeichneten Studie dem Thema \u00abBergung und Bestattung von M\u00e4rtyrern\u00bb ein ganzes Kapitel: R\u00f6thlisberger, Daniel. Hilfe und Selbsthilfe f\u00fcr verfolgte Christen: Eine Studie zum neutestamentlichen Ethos. Leipzig: EVA, 2021, S. 442\u2013475).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Sauer, Martyrium und Mission, S. 381.<\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<p><em>Dr. Wolfgang H\u00e4de (*1958) hat seinen Abschluss (lic. theol.) an der STH Basel (damals FETA) 1983 erhalten.<\/em><\/p>\n<p>Der Text wurde zuerst in der STH Perspektive vom Dezember 2023 ver\u00f6ffentlicht und vom Autor freundlicherweise f\u00fcr uns freigegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 18. April 2007 wurden in der ostt\u00fcrkischen Provinzhauptstadt Malatya drei Christen brutal ermordet: die T\u00fcrken Necati Ayd\u0131n und U\u011fur Y\u00fcksel, sowie der Deutsche Tilmann Geske. Tilmann Geske war von 1982\u20131987 Student der STH Basel (damals noch \u00abFETA\u00bb). Mit Tilmann \u00fcberschnitt sich meine eigene Zeit an der FETA. 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