{"id":2054,"date":"2009-04-02T11:57:03","date_gmt":"2009-04-02T09:57:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2054"},"modified":"2009-09-01T16:16:49","modified_gmt":"2009-09-01T14:16:49","slug":"grune-betreiben-rufschadigung-und-geistige-entmundigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2054","title":{"rendered":"Gr\u00fcne betreiben Rufsch\u00e4digung und geistige Entm\u00fcndigung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gr\u00fcne betreiben Rufsch\u00e4digung und geistige Entm\u00fcndigung<br \/>\nLandesversammlung diffamiert Kongress f\u00fcr Psychotherapie und Seelsorge in Marburg als &#8222;Homophobie-Kongress&#8220;.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Behauptung, die &#8222;Akademie f\u00fcr Psychotherapie und Seelsorge&#8220; sei bekannt daf\u00fcr, homosexuellenfeindliche Angebote zu unterst\u00fctzen, betreiben die Gr\u00fcnen eine gezielte Rufsch\u00e4digung und diskriminieren Veranstalter und Mitwirkende des Kongresses f\u00fcr Psychotherapie und Seelsorge in Marburg als homosexuellenfeindlich.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Marburg und der Pr\u00e4sident der dortigen Universit\u00e4t sollen sich von vermeintlichen &#8222;Umpolungsangeboten&#8220; distanzieren, fordern die Gr\u00fcnen einem Bericht der Frankfurter Rundschau zufolge. Ihre Landesmitgliederversammlung erhebt demnach den Anspruch, Vortragsangebote als homosexuellenfeindlich disqualifizieren zu d\u00fcrfen und fordert politische und wissenschaftliche Verantwortungstr\u00e4ger auf, es ihnen gleich zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer sich der Forderung der Gr\u00fcnen unterwirft, unterwirft sich auch der unerwiesenen Behauptung einer angeblichen Homosexuellenfeindlichkeit der geplanten Kongressveranstaltungen. Es ist jedoch weder klar, was die Gr\u00fcnen als homosexuellenfeindlich deklarieren, noch wird klar, ob eine solche Wertung \u00fcberhaupt nachvollziehbar sein k\u00f6nnte. Klar scheint nur, dass sie in Auffassungen, die eine Ver\u00e4nderbarkeit homosexueller Orientierungen als denkbar erscheinen lassen, eine offenkundige Gefahr f\u00fcr ihre Grundanschauungen \u00fcber lesbische und homosexuelle Orientierungen und Lebensweisen sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer erkl\u00e4rt, es w\u00fcrden homosexuellenfeindliche Angebote gemacht, mu\u00df jedoch auch definieren, was er darunter versteht und nachweisen, dass eine solche Wertung intersubjektiv nachvollziehbar und begr\u00fcndet ist. Doch das tun die Gr\u00fcnen nicht. Was verstehen sie also unter homosexuellenfeindlich? Wird als feindlich bezeichnet, wer Homosexuelle nicht toleriert und ihre W\u00fcrde verletzt oder ist der schon feindlich, der sich nicht f\u00fcr solche Lebensformen und ihre F\u00f6rderung ausspricht? Oder wird sogar der schon als feindlich deklariert, der \u00fcber das F\u00fcr und Wider homosexueller Lebensweisen nachdenkt und seine Erkenntnisse auch anderen Menschen zur Diskussion und Konfliktbew\u00e4ltigung anbietet?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Statt zu sagen, was sie als homosexuellenfeindlich verstehen und dies konkret und nachvollziehbar zu begr\u00fcnden, verurteilen sie angebliche &#8222;Umpolungsangebote&#8220; und fordern &#8222;erz\u00fcrnt&#8220;, wie die Frankfurter Rundschau schreibt, sich davon zu distanzieren, was sie als homophob deklarieren und auch f\u00fcr andere als offenbar verbindlich erkl\u00e4ren wollen. Wie schon der Sprecher des LSVD zeigt damit auch die gr\u00fcne Landesmitgliederversammlung eine Geisteshaltung, die intolerante und repressive Formen einer geistigen Auseinandersetzung widerspiegeln. In propagandistischer und verletzender Weise machen sie Front gegen zwei Referenten, die zu den Themen &#8222;Weibliche Identit\u00e4tsentwicklung und m\u00f6gliche Probleme&#8220; und &#8222;Reifung in der Identit\u00e4t als Frau und als Mann&#8220; sprechen wollen. Dabei handelt sich um zwei Vortr\u00e4ge aus einem Angebot von insgesamt 116 Seminarvortr\u00e4gen, die interessierten Teilnehmern des Kongresses zur Information und Diskussion angeboten werden. Wenn es allerdings nach den Gr\u00fcnen geht, werden der Veranstalter, die Kongressteilnehmer und der Oberb\u00fcrgermeister geistig entm\u00fcndigt. Denn vortragen soll nur der, der vor der Zensur der Gr\u00fcnen, Lesben und Schwulen bestehen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sich der Zensur der Gr\u00fcnen zu unterwerfen, weist Martin Grabe, Vorstandsmitglied der Akademie f\u00fcr Psychotherapie und Seelsorge, auch konsequenter Weise im Interesse des Fachdiskurses zur\u00fcck, der das Wohl des Einzelnen \u00fcber ideologische Auseinandersetzung stellen mu\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bundespolitiker der Gr\u00fcnen, Volker Beck, und seine Anh\u00e4nger haben jedoch bereits im letzten Jahr ein Exempel der politischen Zensur statuiert, das die Kriterien eines kritischen und offenen Dialoges verletzt hat. Der Agitation dieser Lobbyistengruppe fiel beim Jugendkongress Christival 2008 ein Seminar zum Opfer, das Menschen ein Informationsangebot \u00fcber homosexuelle Orientierung und Konfliktbew\u00e4ltigungsm\u00f6glichkeiten machen wollte. Volker Beck verweigerte diesem Angebot allerdings seine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Er setzte es auf den Agitationsindex seiner politischen Kampagnen. Damit hatte er am Ende auch den angestrebten Erfolg. Dem Druck wurde ausgewichen und das Seminar abgesetzt. Das wollen die Gr\u00fcnen offenkundig nach gleichem Strickmuster jetzt auch in Marburg erreichen. Der Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Marburg und der Pr\u00e4sident der Universit\u00e4t Marburg sollen nun f\u00fcr die gew\u00fcnschte Zensur sorgen. Das sieht die Marburger Philipps-Universit\u00e4t jedoch anders. Bereits in der Vergangenheit habe die Akademie R\u00e4ume bei der Hochschule gemietet, sagt Uni-Sprecherin Viola D\u00fcwert. Dabei habe es sich um &#8222;v\u00f6llig neutrale Veranstaltungen&#8220; gehandelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es bleibt zu hoffen, dass die Marburger Verantwortlichen nicht in die Rolle des Biedermanns schl\u00fcpfen und zum willf\u00e4hrigen Instrument einer neuen Art geistiger Brandstifter werden, der sich keineswegs scheut, die Informations- und Meinungsfreiheit sowie Wertvorstellungen anderer in pathologisch erscheinenden Versuchen zu unterdr\u00fccken. Dieses Verst\u00e4ndnis ist weder einer freiheitlichen Demokratie noch einer pluralistischen Gesellschaft w\u00fcrdig. Auch dies ist eine Lehre, die aus der Parabel von Max Frisch gezogen werden kann. Um dies zu erkennen, braucht der Oberb\u00fcrgermeister keine Gespr\u00e4che mit dem Veranstalter zu f\u00fchren, die er der Frankfurter Rundschau zufolge f\u00fchren will. Dazu ben\u00f6tigt er vielmehr eine klare, geistige Orientierung. Es liegt an den Verantwortlichen in Marburg, allen voran dem Oberb\u00fcrgermeister, dies den Gr\u00fcnen, Lesben und Schwulen klar zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne betreiben Rufsch\u00e4digung und geistige Entm\u00fcndigung Landesversammlung diffamiert Kongress f\u00fcr Psychotherapie und Seelsorge in Marburg als &#8222;Homophobie-Kongress&#8220;. 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