{"id":20490,"date":"2023-11-01T10:16:39","date_gmt":"2023-11-01T09:16:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20490"},"modified":"2023-11-01T10:16:39","modified_gmt":"2023-11-01T09:16:39","slug":"erklaerung-zur-stellungnahme-des-rates-der-ekd-zum-schwangerschaftsabbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20490","title":{"rendered":"Erkl\u00e4rung zur Stellungnahme des Rates der EKD zum Schwangerschaftsabbruch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach g\u00fcltiger Rechtslage sind Abtreibungen in Deutschland durch \u00a7 218 des Strafgesetzbuches (StGB) grunds\u00e4tzlich verboten. Sie bleiben aber unter bestimmten Bedingungen straffrei (\u00a7 218a). Die Ampel-Koalition m\u00f6chte diesen m\u00fchsam erarbeiteten Kompromiss weiter liberalisieren. Dazu haben Bundesfamilienministerin Lisa Paus (B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen), Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) die Kommission \u201eReproduktive Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin\u201c berufen, dem 18 Experten aber keine Vertreter der Kirchen angeh\u00f6ren.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sollen in zwei Arbeitsgruppen M\u00f6glichkeiten der Regulierung von Abtreibungen au\u00dferhalb des StGB (Arbeitsgruppe 1) sowie M\u00f6glichkeiten zur Legalisierung der Eizellenspende und der altruistischen Leihmutterschaft (Arbeitsgruppe 2) gepr\u00fcft werden. Ministerin Paus hat sich bereits f\u00fcr eine Streichung des \u00a7 218 StGB ausgesprochen und ruft damit den Widerstand vieler um den Lebensschutz besorgte Menschen hervor. Die Expertise der Kommission wird im Fr\u00fchjahr 2024 erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Arbeitsgruppe 1 hat um Stellungnahmen gebeten. Der EKD-Rat hat seine Stellungnahme jetzt ver\u00f6ffentlicht. Sie enth\u00e4lt auf acht Seiten viel gesellschafts- und sozialpolitisch Wichtiges zum Schutz des ungeborenen Lebens. Im Kern bef\u00fcrwortet der EKD-Rat jedoch eine Liberalisierung von Abtreibungen, die den Schutz des ungeborenen Lebens nachhaltig schw\u00e4cht. Er geht davon aus, \u201edass dem Recht des Ungeborenen auf Leben in der Abw\u00e4gung mit dem Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren mit fortschreitender Schwangerschaft zunehmendes Gewicht einzur\u00e4umen ist.\u201c (V.11.). \u201eDabei ist von einer kontinuierlichen Zunahme des Lebensrechts des Ungeborenen und der Schutzpflicht ihm gegen\u00fcber im Verlauf der Schwangerschaft auszugehen.\u201c (VI.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jegliche Abstufung des Lebensrechts und seines Schutzes birgt die Gefahr, dass dies auch auf andere schwierige Lebenssituationen wie Behinderungen, Krankheiten, Demenz oder Suizidwunsch angewendet wird. Der EKD-Rat l\u00f6st sich mit seiner Stellungnahme vom absoluten Lebensschutz und legitimiert das Vorhaben der Regierung ethisch, ohne es theologisch einzuordnen. Wir weisen darauf hin, dass die EKD mit dieser Stellungnahme nicht die Gesamtheit der Christen \u2013 nicht einmal alle evangelischen Christen Deutschlands vertritt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mit vielen anderen Christen halten wir daran fest, dass das Leben als Geschenk Gottes mit der Verschmelzung von Samen und Eizelle beginnt und ab dann bis zum Ende gem\u00e4\u00df dem 5. Gebot Gottes \u2018Du sollst nicht t\u00f6ten\u2018 zu sch\u00fctzen ist. Die in Deutschland offiziell gemeldeten rd. 100.000 Abtreibungen jedes Jahr sprechen diesem Gebot Hohn.<\/strong><\/p>\n<p><em>18. Oktober 2023<\/em><\/p>\n<p><em>Pfarrer Dieter Kuller, Bolko v. Bonin<\/em><br \/>\n<em>Vorstand LEBENDIGE GEMEINDE M\u00dcNCHEN e.V.<\/em><\/p>\n<p><em>Lebendige Gemeinde M\u00fcnchen e. V.<\/em><br \/>\n<em>Pfarrer Dieter Kuller, Gr\u00fcnwalder-Str. 103c, 81547 M\u00fcnchen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach g\u00fcltiger Rechtslage sind Abtreibungen in Deutschland durch \u00a7 218 des Strafgesetzbuches (StGB) grunds\u00e4tzlich verboten. Sie bleiben aber unter bestimmten Bedingungen straffrei (\u00a7 218a). Die Ampel-Koalition m\u00f6chte diesen m\u00fchsam erarbeiteten Kompromiss weiter liberalisieren. 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