{"id":20466,"date":"2023-10-26T18:37:20","date_gmt":"2023-10-26T16:37:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20466"},"modified":"2023-10-26T18:37:20","modified_gmt":"2023-10-26T16:37:20","slug":"die-lage-der-christen-in-israel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20466","title":{"rendered":"Die Lage der Christen in Israel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Immer wieder prangern hochrangige Kirchenvertreter die \u201eUnterdr\u00fcckung\u201c von Christen im Heiligen Land an und warnen vor ihrer angeblichen Vertreibung. Auf der Suche nach den Schuldigen wird meist auf die israelische \u201eBesatzungspolitik\u201c oder auf \u201eisraelische Extremisten\u201c verwiesen. Dieser Warnung steht jedoch entgegen, dass die christliche Minderheit in Israel stetig w\u00e4chst und inzwischen 182.000 Personen z\u00e4hlt. J\u00fcngsten Umfragen zufolge sind rund 84% der Christen in Israel mit ihrem Leben im j\u00fcdischen Staat sogar \u201ezufrieden\u201c oder \u201esehr zufrieden\u201c. Israels Zentralem Statistikamt zufolge sind gerade arabische Christen \u00fcberdurchschnittlich erfolgreich. Um zu verstehen, wie es zu diesem Widerspruch kommt, muss man die komplexe Situation der Christen im Heiligen Land genauer betrachten. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Christen mit israelischer Staatsangeh\u00f6rigkeit, Christen in Jerusalem und Christen in den von den Pal\u00e4stinensern verwalteten Gebieten.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Christen in Israel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von den in Israel lebenden Christen (einschlie\u00dflich Ostjerusalem) sind 77,5% Araber. Unter den arabischen Israelis machen sie wiederum 7,2% aus. Arabische Christen leben vor allem in Nordisrael, wie Nazareth (21.400), Haifa (16.500) und Schefar\u2019am (10.400). Knapp 13.000 leben in Jerusalem. Die Mehrheit der nicht-arabischen Christen, meist Angeh\u00f6rige j\u00fcdischer Israelis, die z.B. im Zuge des R\u00fcckkehrgesetzes mit ihren j\u00fcdischen Ehepartnern nach Israel einwanderten, lebt im Gro\u00dfraum Tel Aviv.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Staatlich anerkannt sind zehn christliche Denominationen. Die gr\u00f6\u00dfte Denomination, der 60% der Christen in Israel angeh\u00f6ren, ist die melkitische griechisch-katholische Kirche. Weitere ca. 30% sind griechisch-orthodoxer Konfession. Au\u00dferdem leben rund 1.000 Kopten in Israel sowie 5.000-10.000 Armenier, die v.a. Anfang des 20. Jahrhunderts ins Heilige Land kamen \u2013 auf der Flucht vor Massakern und sp\u00e4ter dem V\u00f6lkermord durch die Osmanen. Weitere rund 15.000 Israelis z\u00e4hlen sich zu den syrisch-christlichen Kirchen, darunter Maroniten, Chald\u00e4er und andere. Rund 3.500 von ihnen stammen aus dem Libanon und fanden im Jahr 2000 in Israel Zuflucht. Es handelt sich um ehemalige Angeh\u00f6rige der S\u00fcdlibanesischen Armee (SLA), einer mit Israel verb\u00fcndeten libanesischen B\u00fcrgerkriegspartei, und ihre Familien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Protestanten (Lutheraner, Anglikaner und Freikirchen) stellen weniger als 1% der Christen in Israel dar. Ihre Pr\u00e4senz im Heiligen Land geht zur\u00fcck auf die christlichen Zionisten aus England und Deutschland im 19. Jahrhundert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Herkunft der arabischen Christen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten arabisch-christlichen Denominationen berufen sich auf die ersten Christen. Einzelne sehen ihre Wurzeln sogar in der j\u00fcdischen Urgemeinde und glauben, Nachkommen jener Juden zu sein, die im ersten Jahrhundert Jeschua als ihren Messias annahmen. Bereits in fr\u00fchchristlicher Zeit f\u00fchrten innerkirchliche Streitereien zu Spaltungen und somit zur Entstehung der auch heute noch im Nahen Osten existierenden zahlreichen Kirchen. Heute unterscheidet man zwischen Kirchen, die dem byzantinischen Ritus folgen (Melkiten und griechisch-orthodoxe Christen, somit die Mehrheit der Christen in Israel) und Kirchen, die dem west- oder ostsyrischen Ritus folgen (u.a. Maroniten, syrisch-katholische oder syrisch-orthodoxe Christen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Melkiten sowie die griechisch-orthodoxen Christen sehen ihren Ursprung in der Griechisch sprechenden Bev\u00f6lkerung der Levante des ersten Jahrhunderts. Angeh\u00f6rige der syrischen Kirchen stammen von Volksgruppen ab, die bereits vor Christus im Nahen Osten lebten: Aram\u00e4er, Assyrer, Ph\u00f6nizier, Chald\u00e4er. Als sie infolge der Missionsreisen der ersten Christen zum Glauben an Jesus Christus fanden, entwickelte sich eine neue, \u201esyrisch-christliche\u201c Identit\u00e4t (daher ihre Eigenbezeichnung Suryoye bzw. Suryaye). Varianten ihrer Sprache Surayt, auch Surayt-Aram\u00e4isch genannt, werden heute von rund einer Millionen Menschen gesprochen. Aram\u00e4isch ist eine semitische Sprache, die mit dem Hebr\u00e4ischen verwandt und auch in der Bibel, z.B. im Buch Daniel, zu finden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Infolge der Eroberung der Levante und des Gebiets des heutigen Iraks durch muslimisch-arabische St\u00e4mme im 7. und 8. Jahrhundert musste sich die christliche Bev\u00f6lkerung der arabischen Kultur anpassen. Griechisch und Aram\u00e4isch wurde durch Arabisch als Alltagssprache ersetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Israel erkennt Aram\u00e4er als Volksgruppe an<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die in Israel lebenden 15.000 Christen syrisch-christlicher Konfession verstehen sich wie ihre Vorfahren und ihre Glaubensbr\u00fcder im ganzen Nahen Osten als eine eigene ethnische Volksgruppe &#8211; als Aram\u00e4er. Nach langj\u00e4hrigen politischen Kampagnen erlangten sie 2014 einen historischen Durchbruch: Israel erkannte \u201earam\u00e4isch\u201c als eine eigene Nationalit\u00e4t an. (Israel unterscheidet zwischen Staatsangeh\u00f6rigkeit, d.h. israelisch, und Nationalit\u00e4t, z.B. j\u00fcdisch, arabisch, drusisch oder tscherkessisch.) Bis dahin galten christliche Israelis als \u201earabisch\u201c oder \u201eandere\u201c. Kritiker warfen Israel vor, mit dieser neuen aram\u00e4ischen Identit\u00e4t die arabisch-christliche Minderheit spalten zu wollen. Bef\u00fcrworter, darunter auch Christen syrischer Konfession au\u00dferhalb Israels, sahen darin jedoch die Chance, das \u00dcberleben der Aram\u00e4er zu sichern. Als anerkannte Minderheit k\u00f6nnten sie langfristig von staatlichen F\u00f6rderungen profitieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der aram\u00e4ische Israeli Shadi Haloul, Initiator der Kampagne und ehemaliger Leutnant in der israelischen Armee, setzt sich nun daf\u00fcr ein, das jahrtausendealte Erbe seines Volkes zur\u00fcckzugewinnen, u.a. indem junge Aram\u00e4er ihre uralte Sprache wieder erlernen und in ihrer Identit\u00e4t gest\u00e4rkt werden. Den aram\u00e4isch-israelischen Aktivisten ist es ein wichtiges Anliegen, dass ihr Volk seinen eigenen Platz im j\u00fcdischen Staat Israel findet und einnimmt. \u201eWir sind nicht Teil des israelisch-arabischen Konflikts, aber irgendwie werden wir mit hineingezogen. Wir sind weder Araber noch Pal\u00e4stinenser\u201d, erkl\u00e4rte Haloul. Sein zweij\u00e4hriger Sohn Yaakov wurde 2014 der erste Israeli, der offiziell als \u201eAram\u00e4er\u201c registriert wurde. Inzwischen haben rund 4.500 israelische Christen ihre Nationalit\u00e4t von \u201earabisch\u201c auf \u201earam\u00e4isch\u201c \u00e4ndern lassen bzw. dies beantragt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Israels Christen zwischen den Fronten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch auch viele arabischsprachige Christen anderer Denominationen haben au\u00dfer der gemeinsamen Muttersprache Arabisch mit ihren muslimischen Mitb\u00fcrgern wenig gemein. Ihr Glaube, ihre Lebensweise und ihre \u00fcberlieferten Traditionen sind verschieden. Zwar bef\u00fcrworteten \u00fcber lange Zeit viele christlich-arabische Israelis das Bestreben der Pal\u00e4stinenser nach einem eigenen Staat. Doch inzwischen haben viele ihre Einstellung gegen\u00fcber dem j\u00fcdischen Staat ge\u00e4ndert. Heute beobachten sie die sich verschlechternde Situation ihrer Br\u00fcder und Schwestern in den muslimischen L\u00e4ndern des Nahen Ostens mit gro\u00dfer Sorge. Die brutale Vertreibung und Verfolgung der jahrhundertealten christlichen Minderheit im Irak durch den Islamischen Staat wirkte bei vielen wie ein Weckruf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Israel ist eines der wenigen L\u00e4nder im Nahen Osten, in denen Christen volle B\u00fcrgerrechte genie\u00dfen, ihre Religion frei praktizieren sowie hohe \u00c4mter bekleiden k\u00f6nnen und keine Repressalien zu f\u00fcrchten haben \u2013 zumindest nicht seitens der Beh\u00f6rden. Repressalien und Anfeindungen gibt es, doch kommen diese oft aus den eigenen Reihen oder vonseiten muslimischer Mitb\u00fcrger. Zwar betrachtet sich die Mehrheit der christlichen (68%) und muslimischen (61%) Araber als \u201eIsraelis\u201c und sch\u00e4tzt die Freiheit, die das Leben in Israel bietet, doch ist pal\u00e4stinensischer Nationalismus weiterhin verbreitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christliche Araber, die an ihren Wohnorten einer muslimischen Mehrheit gegen\u00fcberstehen, m\u00fcssen daher besonders vorsichtig sein, nicht zur Zielscheibe zu werden. \u201eWenn sie [ihre Ansichten] f\u00fcr sich behalten, passiert ihnen nichts. Aber je mehr sie sich als Israelis identifizieren, desto unbequemer wird es f\u00fcr sie\u201c, erkl\u00e4rte Amit Barak, j\u00fcdischer Israeli und Mitbegr\u00fcnder der \u201eJerusalem Initiative\u201c, einer Organisation, die arabische Christen bei der Integration in die israelische Gesellschaft unterst\u00fctzt. Deutlich wird dies an dem Beispiel arabischer Christen, die sich in jeder Hinsicht als Teil des Staates Israel sehen und freiwillig Wehrdienst leisten. Zu ihrem Schutz hat die israelische Armee eine Sondererlaubnis erteilt: Eigentlich ist jeder Soldat verpflichtet, in Uniform von und zu seinem jeweiligen Armeest\u00fctzpunkt zu reisen. Christlich-arabische Soldaten d\u00fcrfen dies jedoch in Zivilkleidung tun, um unter ihren eigenen Leuten unerkannt zu bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die unm\u00f6gliche Situation der Christen in Jerusalem<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Befinden sich Christen in Nordisrael zwischen den Fronten, gilt dies umso mehr f\u00fcr ihre Glaubensgeschwister in Jerusalem. In der Mandatszeit (1917-1948) machten Christen rund 20-25% der Bev\u00f6lkerung Jerusalems aus, heute sind es knapp 1,4%. Die meisten von ihnen wohnen in Ostjerusalemer Stadtteilen, die Israel 1967 w\u00e4hrend des Sechstagekriegs von Jordanien eroberte. Wie ihre muslimischen Nachbarn haben sie zwar eine israelische ID-Karte, die sie berechtigt, \u00fcberall in Israel zu leben und zu arbeiten, jedoch sind sie keine israelischen Staatsb\u00fcrger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte es eines Tages, wie die Welt\u00f6ffentlichkeit w\u00fcnscht, tats\u00e4chlich zu einer \u201eZwei-Staaten-L\u00f6sung\u201c und einer Teilung Jerusalems kommen, w\u00fcrden sich diese Christen gezwungenerma\u00dfen auf pal\u00e4stinensischer Seite wiederfinden. Bem\u00fchen sie sich jetzt darum, Hebr\u00e4isch zu lernen (arabische Schulen in Ostjerusalem unterrichten kein Hebr\u00e4isch) und sich in den israelischen Arbeitsmarkt zu integrieren, k\u00f6nnte dies sp\u00e4ter ein b\u00f6ses Nachspiel haben, denn \u201eNormalisierung mit Israel\u201c ist unter vielen Pal\u00e4stinensern bestenfalls verp\u00f6nt, meist gilt es als Verrat. Doch bereits jetzt h\u00e4tte Integration einen Preis: Viele Christen in Jerusalem haben Verwandte in den Pal\u00e4stinensergebieten, die ihrerseits bedroht w\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ersatztheologie und \u201ePal\u00e4stinensische Befreiungstheologie\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weltweit w\u00e4chst die Zahl gl\u00e4ubiger Christen, die anhand der Bibel Gottes Absichten mit Israel erkennen, \u00fcber die Judenverfolgung in der Kirchengeschichte betr\u00fcbt sind und f\u00fcr Israel im Gebet und mit praktischer Unterst\u00fctzung eintreten. Au\u00dferdem durchschauen immer mehr Christen sowie Nichtchristen die einseitige Berichterstattung vieler Medien, die Israel allzu oft an den Pranger stellt und die Gewaltverherrlichung, Korruption und Menschenrechtsverletzungen durch die pal\u00e4stinensische F\u00fchrung verschweigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umso verwunderlicher ist es, dass insbesondere die Kirchenoberen in Jerusalem, der \u201eStadt des gro\u00dfen K\u00f6nigs\u201c (Matth\u00e4us 5,35), dieses Verst\u00e4ndnis meist nicht teilen, sondern offen anti-israelisch eingestellt sind. Zum einen ist dies in der berechtigten Sorge um die Sicherheit ihrer Kirchenmitglieder begr\u00fcndet. Geistliche wollen weder selbst der \u201eNormalisierung mit Israel\u201c oder des \u201eVerrats\u201c bezichtigt werden, noch wollen sie ihre Mitglieder in den Pal\u00e4stinensergebieten in Gefahr bringen. Manche gehen deshalb mit antiisraelischen \u00c4u\u00dferungen in die Offensive.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch es gibt auch einen weiteren, tiefergehenden Grund: Es ist die seit den Anf\u00e4ngen der Kirchengeschichte verbreitete Irrlehre, dass die christliche Kirche Israel als Gottes auserw\u00e4hltes Volk ersetzt hat. Dieser Ersatztheologie zufolge, die in verschiedenen Varianten und mit unterschiedlichen Bezeichnungen auftritt (Erf\u00fcllungstheologie, Substitutionstheologie), gelten alle Verhei\u00dfungen, die Gott eindeutig gegen\u00fcber dem j\u00fcdischen Volk gemacht hat, nun der Kirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pal\u00e4stinensische Kirchenf\u00fchrer haben die unter Millionen Christen weltweit verbreitete Ersatztheologie um eine politische Komponente erweitert und predigen eine \u201ePal\u00e4stinensische Befreiungstheologie\u201c: Demzufolge war Jesus, der j\u00fcdische Zimmermannssohn aus Nazareth und Nachfahre des gr\u00f6\u00dften j\u00fcdischen K\u00f6nigs David, nicht nur ein Pal\u00e4stinenser, sondern der erste \u201epal\u00e4stinensische Revolutionsf\u00fchrer\u201c. Auf diese Weise werden z.B. Terroranschl\u00e4ge gegen unschuldige israelische Zivilisten als legitime Handlungen gegen den \u201eUnterdr\u00fccker\u201c betrachtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine w\u00f6rtliche Interpretation der Bibel, insbesondere der f\u00fcnf B\u00fccher Mose, in denen Gott seinen ewigg\u00fcltigen Bund mit Israel wieder und wieder bekr\u00e4ftigt, wird abgelehnt. Das Evangelium wird mit pal\u00e4stinensischem Nationalismus vermischt und die j\u00fcdische Identit\u00e4t Jesu geleugnet. Dass Jesus seine J\u00fcnger Friedfertigkeit lehrte und sie immer wieder daran erinnerte, dass sein Reich \u201enicht von dieser Welt\u201c ist (z.B. Matth\u00e4us 26,52; Johannes 18,36), gilt ihrer Auffassung nach nicht f\u00fcr den \u201eUnterdr\u00fcckten\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gepaart mit dem Ausbleiben einer kritischen Auseinandersetzung mit der menschenverachtenden Politik der Pal\u00e4stinenserf\u00fchrung, signalisieret diese Ideologie, dass allein Israel an der Misere der Christen in den Pal\u00e4stinensergebieten schuld sei. Das Schicksal ihrer Glaubensgeschwister in anderen L\u00e4ndern des Nahen Ostens oder aber die Freiheit der christlich-arabischen Staatsb\u00fcrger Israels wird ausgeblendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Christen in Israel beistehen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amit Barak sieht in dieser Situation vor allem christliche Unterst\u00fctzer Israels gefordert. Sie sollen der christlichen Minderheit in Israel und Jerusalem beistehen, sagte er gegen\u00fcber der Jerusalem Post, denn die pro-pal\u00e4stinensischen Kirchen richten \u201eenormen Schaden\u201c an. \u201eWenn es in Israel Minderheiten gibt, die ein Teil Israels sein wollen, sollten wir sie darin unterst\u00fctzen.\u201c Christliche Araber teilen seine Meinung. \u201eIch fordere Christen auf der ganzen Welt auf, diejenigen, die Propaganda gegen den Staat Israel verbreiten, zu ignorieren\u201c, sagte der aus Nazareth stammende Oberstleutnant I., der h\u00f6chstrangige christliche Offizier der israelischen Armee. \u201eKommt nach Israel, lernt uns kennen und h\u00f6rt uns an. Schaut, was mit den Christen im Nahen Osten passiert und versteht, warum es wichtig ist, dass der Staat Israel existiert. Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem Christen in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ester Heizmann<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: https:\/\/de.icej.org<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>International Christian Embassy Jerusalem<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder prangern hochrangige Kirchenvertreter die \u201eUnterdr\u00fcckung\u201c von Christen im Heiligen Land an und warnen vor ihrer angeblichen Vertreibung. Auf der Suche nach den Schuldigen wird meist auf die israelische \u201eBesatzungspolitik\u201c oder auf \u201eisraelische Extremisten\u201c verwiesen. Dieser Warnung steht jedoch entgegen, dass die christliche Minderheit in Israel stetig w\u00e4chst und inzwischen 182.000 Personen z\u00e4hlt. 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