{"id":2036,"date":"2006-03-01T17:53:41","date_gmt":"2006-03-01T15:53:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2036"},"modified":"2009-09-05T21:21:17","modified_gmt":"2009-09-05T19:21:17","slug":"resolution-der-teilnehmer-des-kongresses-%e2%80%9ekinder-sind-eine-gabe-gottes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=2036","title":{"rendered":"Resolution der Teilnehmer des Kongresses \u201eKinder sind eine Gabe Gottes"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Resolution der Teilnehmer des Kongresses \u201eKinder sind eine Gabe Gottes\u201c, veranstaltet vom Gemeindehilfsbund am 24.-26.2.2006 im Geistlichen R\u00fcstzentrum Krelingen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>An die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, <\/strong><strong>an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und an die Kultusminister der L\u00e4nder.<br \/>\n<\/strong><br \/>\nAus christlicher \u00dcberzeugung wenden wir uns an Sie mit der Bitte, alles politisch M\u00f6gliche zu tun, um dem herrschenden und zunehmenden Kindermangel in Deutschland entgegenzusteuern. Wir danken Ihnen f\u00fcr Ihren Dienst und wir beten f\u00fcr Sie.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 1965 (Einf\u00fchrung der Antibabypille) hat sich die Geburtenrate, die bereits seit 1930 unter dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1 Lebendgeburten pro geburtsf\u00e4higer Frau liegt, noch einmal drastisch verringert. Seit den 70er Jahren haben wir, die Kinder der Immigranten mitgerechnet, eine Rate von etwa 1,35. Bisher konnte die Bev\u00f6lkerungszahl von den fr\u00fcheren starken Jahrg\u00e4ngen profitieren, doch in wenigen Jahren wird es einen nicht mehr aufzuhaltenden dramatischen R\u00fcckgang geben. Vom Geburtenjahrgang 1935 waren 9% der Frauen kinderlos, vom Geburtenjahrgang 1965 sind es 32%. Nach einer Analyse von Prof. Manfred Spieker, Univ. Osnabr\u00fcck, mu\u00df seit der Freigabe der Abtreibung im Jahr 1974 von \u00fcber 8 Mill. Abtreibungen deutschlandweit ausgegangen werden (Der verleugnete Rechtsstaat. Anmerkungen zur Kultur des Todes in Europa, 2005, 15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon jetzt sind die Folgen des Kindermangels bedrohlich. Schulen und Kinderg\u00e4rten schlie\u00dfen. Die Zahl der Abiturienten wird &#8211; mit Schwankungen in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern &#8211; in den n\u00e4chsten Jahren bis 2020 um etwa die H\u00e4lfte zur\u00fcckgehen. Unsere Sozialsysteme sind schon jetzt unbezahlbar geworden. Angesichts dieser Entwicklung gen\u00fcgen sozialpolitische und finanzielle Ma\u00dfnahmen nicht. Wir brauchen in unserem Volk einen tiefgreifenden Bewu\u00dftseinswandel. Die Menschen m\u00fcssen Kinder wieder als einen hohen und unverzichtbaren Wert begreifen und Solidarit\u00e4t mit ihnen lernen. Die Politik kann und mu\u00df hierzu entscheidende Beitr\u00e4ge leisten. Wir bitten Sie als die gew\u00e4hlten Vertreter des Volkes, dieser Verantwortung nachzukommen und f\u00fcr den n\u00f6tigen geistigen und kulturellen Wandel zu arbeiten. In den folgenden Bereichen des \u00f6ffentlichen Lebens herrscht nach unserer Einsch\u00e4tzung dringender Reformbedarf:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.) Unser umlagenfinanziertes Sozialversicherungssystem erm\u00f6glicht Kinderlosen, die zum Erhalt dieses Systems nicht beitragen, im Grundsatz die gleiche Rente wie Eltern, deren Kinder es k\u00fcnftig tragen. Wir fordern ein Ende dieser Unausgewogenheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.) Das Leitbild der sog. Vereinbarkeit von Beruf und Familie verdeckt den erzieherischen Auftrag insbesondere der M\u00fctter. Nach den Erkenntnissen der Bindungs- und Hirnforschung ben\u00f6tigen die Kinder in ihren ersten Lebensjahren ein hohes Ma\u00df an personaler Zuwendung. Eine Fremdbetreuung kann diese im allgemeinen nicht gew\u00e4hrleisten. Wir fordern deswegen sozialpolitische und steuerliche Initiativen, die den erzieherischen Beruf der Mutter attraktiv machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.) In den schulischen Rahmenrichtlinien erhalten Ehe und Familie nicht den geb\u00fchrenden Platz als sinnstiftende Institutionen. Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen werden zu wenig motiviert, sp\u00e4ter selbst eine Familie zu gr\u00fcnden. Wir fordern die Kultusminister der L\u00e4nder auf, f\u00fcr eine \u00dcberarbeitung der Rahmenrichtlinien und eine positive Darstellung von Ehe und Familie zu sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4.) Wie in keinem anderen europ\u00e4ischen Land stellen die Medien in Deutschland Ehe und Familie negativ dar. Wir fordern die Vertreter der Politik in den entsprechenden Gremien der Medienaufsicht auf, ihren Einflu\u00df zugunsten positiver Darstellungen von Ehe und Familie geltend zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.) Die geltende Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs nach \u00a7 218a zerst\u00f6rt das Unrechtsbewu\u00dftsein bez\u00fcglich der T\u00f6tung des ungeborenen Lebens. Das sog. Beratungssystem hat nicht zu einer Verminderung der Abtreibungen gef\u00fchrt. Die aktive staatliche F\u00f6rderung der Abtreibungen durch deren Refinanzierung an die Krankenkassen ist eine schwere Gewissensbelastung f\u00fcr viele Staatsb\u00fcrger. Wir fordern eine Neuregelung, die das Leben der Ungeborenen unter Strafandrohung sch\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.) Die Freigabe pornographischer Darstellungen an Personen ab 18 Jahren durch den Deutschen Bundestag im Jahr 1973 hat zu einer ma\u00dflosen Entw\u00fcrdigung der Frau, zu einer Diskreditierung des Mutterbildes und zu sexueller Verrohung gef\u00fchrt. Wir fordern deswegen eine generelle politische und juristische \u00c4chtung der Pornographie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7.) Das geltende Ehescheidungsrecht hat die Zahl der Ehescheidungen nicht gemindert. In seiner Praxis \u00fcbt es insbesondere auf junge M\u00e4nner eine eheabschreckende Wirkung aus. Wir fordern eine Reform, die zum Erhalt der Ehe motiviert und die Ehescheidung erschwert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8.) Die staatliche Propagierung empf\u00e4ngnisverhindernder Mittel erschwert besonders Jugendlichen ein tieferes Verst\u00e4ndnis der k\u00f6rperlichen und seelischen Voraussetzungen und Konsequenzen des Intimverkehrs. Wir fordern ein staatliches Aufkl\u00e4rungskonzept, das heranwachsenden Menschen die Ehe als den Ort verantwortlich gelebter Sexualit\u00e4t nahebringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9.) Das sog. Lebenspartnerschaftsgesetz stellt gleichgeschlechtliche Partnerschaften unter staatlichen Schutz. Damit widerspricht es der besonderen staatlichen F\u00fcrsorgepflicht f\u00fcr Ehe und Familie nach Art. 6 GG und \u00fcbt insbesondere f\u00fcr Jugendliche eine eheabwertende Wirkung aus. Wir fordern deswegen eine R\u00fccknahme des Lebenspartnerschaftsgesetzes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Resolution der Teilnehmer des Kongresses \u201eKinder sind eine Gabe Gottes\u201c, veranstaltet vom Gemeindehilfsbund am 24.-26.2.2006 im Geistlichen R\u00fcstzentrum Krelingen An die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und an die Kultusminister der L\u00e4nder. 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