{"id":20259,"date":"2023-09-02T19:00:44","date_gmt":"2023-09-02T17:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20259"},"modified":"2023-08-23T05:31:15","modified_gmt":"2023-08-23T03:31:15","slug":"pfr-ulrich-hauck-einladung-an-durstige-eine-predigt-zu-offenbarung-22-16f","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20259","title":{"rendered":"Pfr. Ulrich Hauck: Einladung an Durstige. Eine Predigt zu Offenbarung 22, 16f."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Offenbarung 22,16\u201317:<\/strong><br \/>\n<em><strong>16\u00a0Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen f\u00fcr die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>17\u00a0Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es h\u00f6rt, der spreche: Komm! Und wen d\u00fcrstet, der komme; wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ist das hier nicht ein herrliches Fleckchen Erde? B\u00e4ume, Str\u00e4ucher, Kr\u00e4uter so weit das Auge reicht. Ein kleines Paradies f\u00fcr viele Insekten und V\u00f6gel. Und auch f\u00fcr Menschen, die hier zur Ruhe kommen k\u00f6nnen. Die Sonne strahlt an diesem Sommertag. Wir feiern Gottesdienst und unseren \u201eGemeindetag an der Lauter\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser kleine Fluss hat als Ursprung zwei Quellen im Pf\u00e4lzer Wald, n\u00f6rdlich von Hauenstein und flie\u00dft durch Dahn, Wissembourg, dann durch den Bienwald und bei Neuburg in den Rhein. Wie k\u00f6nnten wir leben ohne solche Wasserquellen und ohne Fl\u00fcsse als Lebensadern?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWasser des Lebens\u201c ist der Titel der heutigen Predigt. Wir machen nun aber keinen Naturkunde-Unterricht, sondern <!--more-->lassen uns erfrischen von dem wahren Lebenswasser, aus dem alles Leben kommt, es immer wieder erquickt und den Lebensdurst f\u00fcr immer stillt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei Punkte:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Einladung an Durstige<\/li>\n<li>\u201eWasser des Lebens\u201c umsonst<\/li>\n<li>Die Gemeinde zum Dienst und Segen berufen<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong>Einladung an Durstige (17b)<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schauen wir mal nach, was die \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz\u201c dazu sagt. Bei ChatGPT habe ich mal eingegeben: \u201eDurst nach Leben\u201c. Als Antwort erschien: \u201eMenschen haben eine breite Palette von Lebensd\u00fcrsten oder Sehns\u00fcchten\u201c, und dann wurden als M\u00f6glichkeiten aufgelistet: \u201eAbenteuer, Liebe, Erfolg, Kreativit\u00e4t, Wissen, Gemeinschaft, Spiritualit\u00e4t, Gesundheit, Familie, Freiheit, Frieden\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man der Werbung folgt, so wird der \u201eDurst nach Leben\u201c gestillt durch \u201eMein Haus, mein Auto, mein Boot\u201c. So suggerierte es 30 Jahre lang die Sparkasse. Und nicht wenige schufften jahrelang, um sich diese Dinge leisten zu k\u00f6nnen. Oder zumindest die j\u00e4hrliche Urlaubsreise, in der Hoffnung, dadurch w\u00fcrde das Leben gl\u00fccklicher. Aber seit Gott den Menschen aus dem Paradies vertrieben hat, wegen des S\u00fcndenfalls, ist der Mensch heimatlos und ruhelos geworden. Haus, Auto und Urlaub stillen nicht den Durst nach Leben, weil das alles verg\u00e4ngliche Dinge sind. Das kannst du einmal nicht mitnehmen, denn das letzte Hemd hat ja bekanntlich keine Taschen. Solange der Mensch von Gott getrennt lebt, ist ihm das eigentliche Leben abhanden gekommen. Deshalb hat er Durst nach Leben. Er ist auf der Suche nach seiner eigentlichen Identit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ganz besonders gro\u00df ist der \u201eDurst nach Leben\u201c bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Umso weniger sie gelingende, positive Vorbilder haben und umso weniger die Menschen Gott als Sch\u00f6pfer allen Lebens kennen, desto weniger gelingt es ihnen, ihren Lebensdurst zu stillen, ihre Sehns\u00fcchte nach Liebe, Freiheit, Frieden und Spiritualit\u00e4t zu erf\u00fcllen. Die seelische und k\u00f6rperliche Verunsicherung sind riesengro\u00df. Die Praxen von Psychiatern und Psychotherapeuten sind \u00fcberf\u00fcllt, seit Corona suchen auch vermehrt Kinder und Jugendliche Hilfe. Die Menschen suchen nach Halt, nach Identit\u00e4t, nach Individualit\u00e4t. Und viele haben Schwierigkeiten ein positives Verh\u00e4ltnis zu sich selbst und zu ihrem K\u00f6rper zu finden. Und das alles wird noch verst\u00e4rkt duch einen Perfektionswahn im Internet und den sozialen Netzwerken. Fotos mit makelloser Sch\u00f6nheit, dauerhafter Freizeit, Sex, Reichtum und Anerkennung durch Millionen von Klicks.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wen macht das gl\u00fccklicher? &#8211; H\u00f6chstens diejenigen, die damit schamlos Geld verdienen und auf Kosten anderer ihr Leben gestalten. Der Durst nach Leben kann so aber nicht gestillt werden. Im Gegenteil, wir sehen wie immer mehr Leben zerst\u00f6rt wird. Einsamkeit, Beziehungsunf\u00e4higkeit, Orientierungslosigkeit, Selbstverachtung, Selbstverletzungen, Magersucht und Bulemie, Alkohol und Drogen sind nur einige der Anzeichen. Dazu kommt eine gro\u00dfe Verunsicherung vieler, wie sie ihr Mann-Sein oder ihr Frau-Sein leben sollen. Und so gibt es auf der einen Seite geradezu einen K\u00f6rperkult. Die Sch\u00f6nheitschirurgie boomt, Lippen aufspritzen, Br\u00fcste vergr\u00f6\u00dfern und vieles andere mehr. M\u00e4nner nehmen Hormone und Anabolika zum Muskelaufbau, um ihre M\u00e4nnlichkeit zu betonen. Und mit Tattoos will man sich erkennbar machen, ein Zeichen setzen oder auf der Haut festhalten, wovor die Seele Angst hat, es zu verlieren. Dieser ganze K\u00f6rperkult ist v\u00f6llig \u00fcberzogen, eine t\u00e4uschende \u201eVerh\u00fcllung\u201c der inneren Probleme und Sehns\u00fcchte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben diesem K\u00f6rperkult gibt es auf der anderen Seite einen manipulativen und selbstzerst\u00f6rerischen Umgang mit dem K\u00f6rper. Der Leib soll nicht mehr sein, was er ist. Alle biologischen Fakten werden nivelliert, der Mensch soll sich selbst neu kreieren, als Mann oder Frau oder Trans oder sonst irgendein erf\u00fchltes Geschlecht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Menschen stehen in der heutigen Konsumgesellschaft und Scheinwelt zunehmend unter Druck, ihre Identit\u00e4t einzig \u00fcber ihren K\u00f6rper zu konstruieren. Ein perfektes Selbst verlangt in dieser Logik einen perfekten K\u00f6rper. Dieser krankhafte K\u00f6rperkult ist verbunden mit einem Streben nach Selbstverwirklichung und Autonomie, die es so gar nicht gibt. Das alles f\u00fchrt zu einer Selbst\u00fcberforderung, Selbstausbeutung und Selbstentfremdung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Menschenbild, das die Bezeichnung sch\u00f6pfungsgem\u00e4\u00df und human verdient, nimmt hingegen den Menschen als Person in ihrer Ganzheit in den Blick. Der Mensch ist eine Leib-Geist-Seele-Einheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch wie kann dieser ganzheitliche Blick gelingen, also eine Sichtweise, die allen \u201eDurst nach Leben\u201c stillt und zu gelingendem Leben f\u00fchrt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr diese Blick\u00e4nderung reicht eine kleine Korrektur der Augen nicht aus. Es reicht auch keine Kehrtwende um 180 Grad. Dietrich Bonhoeffer hat einmal gesagt: \u201eWenn ich in den falschen Zug steige, n\u00fctzt es nichts im Gang gegen die Fahrtrichtung zu laufen. Ich werde immer am falschen Ort ankommen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Notwendig ist eine komplett neue Sichtweise, eine neue Perspektive, ein Neuanfang \u2013 auf einem neuen Fundament.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><u>Und es ert\u00f6nt die Einladung an alle, die \u201eDurst nach Leben\u201c haben<\/u>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eKomm! Und wen d\u00fcrstet, der komme!\u201c<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Du, der du Durst hast, nach echtem und ewigen Leben: Komm!<\/li>\n<li>Du, der du nicht genau wei\u00dft, wo und wie deine Sehnsucht nach Leben und Identit\u00e4t gestillt werden soll: Komm!<\/li>\n<li>Du, der du dich abgetrennt f\u00fchlst von der Quelle wahren Lebens: Komm!<\/li>\n<li>Und selbst wenn Du bereits am Verdursten bist, es ist f\u00fcr dich noch nicht zu sp\u00e4t: Komm!<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Komm! Wen d\u00fcrstet, der komme! Und wer da will, der nehme das \u201eWasser des Lebens\u201c umsonst!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"2\">\n<li><strong>\u201eWasser des Lebens\u201c umsonst (17c)<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDurst nach Leben\u201c ist kein neues Ph\u00e4nomen. Vor fast 2.000 Jahren begegnete Jesus am Jakobsbrunnen einer Frau aus Samarien. Die Juden pflegten aber mit den Samaritanern keine Gemeinschaft, weil diese einen falschen Glauben und einen falschen Berg der Anbetung Gottes hatten. Dazu kommt, dass diese Frau ein verfahrenes, gottwidriges Leben f\u00fchrte. Sie hatte bereits f\u00fcnf M\u00e4nner. Und der, mit dem sie gerade zusammen war, war gar nicht ihr Mann. Diese Samaritanerin hatte tief drinnen aber eine gro\u00dfe Sehnsucht nach dem wahren Glauben, nach echter Beziehung, nach wahrer Liebe und Geborgenheit. Sie war auf der st\u00e4ndigen Suche nach Frieden in ihrem Herzen, in ihrem Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass Jesus Kontakt mit ihr suchte, sie sogar ansprach und Wasser von ihr erbat, davon war sie v\u00f6llig \u00fcberrascht. <strong>Sie sprach: Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein Jude bist und ich eine samaritische Frau? Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du b\u00e4test ihn und er g\u00e4be dir lebendiges Wasser. \u2026 wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht d\u00fcrsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie kann Jesus das sagen? Wie kommt er dazu, einer solchen Frau die Stillung all ihrer Sehns\u00fcchte zuzusagen? Jesus will bei dieser Frau ihren ganzen \u201eDurst nach Leben\u201c stillen. Er will ihr Glaube, Hoffnung, Liebe schenken. Er will ihr inneren Frieden geben und Frieden mit Gott. Dazu will er ihr \u201elebendiges Wasser\u201c geben. Was soll das sein? So lebendig, dass diese Frau weder in ihrem irdischen Leben noch in Ewigkeit mehr d\u00fcrsten wird nach vollkommenem Leben? Wie kann Jesus solches lebendiges Wasser geben?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Antwort finden wir in Gottes Wort. Im Alten Testament wird Gott selbst mehr als 35-mal als \u201eFels\u201c bezeichnet. Gott ist nicht nur der Sch\u00f6pfer aller Dinge, er ist zugleich das feste Fundament, auf dem alles Bestand hat. Und Gott ist auch der Versorger seiner Gesch\u00f6pfe. Das erkennen wir deutlich nach dem Auszug der Israeliten aus \u00c4gpyten, wie der HErr sie auf ihrer 40-j\u00e4hrigen Wanderung in der W\u00fcste versorgte. Doch das Volk murrte immer wieder. Als es sie einmal nach Wasser d\u00fcrstete, sprachen sie zu Mose: Gib uns zu trinken! Und der HErr sprach zu Mose (2Mo 17): <strong>Tritt hin vor das Volk und nimm einige von den \u00c4ltesten Israels mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Nil schlugst, und geh hin. Siehe, ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was es mit diesem Felsen auf sich hat, erl\u00e4utert uns der Apostel Paulus in 1. Korinther 10: <strong>Und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken n\u00e4mlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus Christus ist also der Fels. Und dieser geistliche Fels ist der Geber des lebendigen Wassers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb sagt Jesus auch in seiner Bergpredigt, dass jeder, der seine Worte h\u00f6rt und danach handelt, wie ein Baumeister ist, der sein Haus auf einen \u201e<strong>Felsen\u201c<\/strong> gr\u00fcndet. Dieses Haus h\u00e4lt stand, auch bei gro\u00dfem Sturm und starkem Regen. Wer aber seine Worte h\u00f6rt und nicht danach handelt, der baut sein Haus auf Sand. Sobald ein Sturm aufkommt, bricht es mit einem gewaltigen Einsturz zusammen. Jesus und sein Wort sind der Felsen, auf dem wir alle unser ganzes Leben aufbauen sollten, wenn es dauerhaft Bestand haben soll. Wer Sehnsucht hat nach erf\u00fclltem Leben, nach gelingenden Beziehungen, nach Frieden, Freiheit und Ewigkeit, der muss sein Lebenshaus auf den Fels \u201eChristus\u201c gr\u00fcnden. Wer eine Identit\u00e4t f\u00fcr sein Leben sucht, die allen Verunsicherungen, allen Angriffen, allen Krisen und Krankheiten und selbst dem Tod standh\u00e4lt, der findet sie nur in Jesus Christus. Wer sein Leben nicht auf Sand bauen will, der gr\u00fcnde sich auf <strong>Christus. Dieser Fels<\/strong> ist der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Weltgeschichte. St\u00e4rker als der Tod, st\u00e4rker als alle Finsternis. Von ihm hei\u00dft es (Ps36,10): <strong>Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und weiter Ihr Lieben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dem Thema \u201eWasser des Lebens\u201c k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich nicht an der Begebenheit vorbeigehen, als sich Jesus selbst offenbart und eine wunderbare Verhei\u00dfung ausgesprochen hat. Es geschah in Jerusalem beim Laubh\u00fcttenfest, es erinnert an die 40-j\u00e4hrige Zeit der W\u00fcstenwanderung und wird als Erntedankfest gefeiert. Es ist eines der wichtigsten Feste im j\u00fcdischen Kalender und dauerte 7 Tage. Am Ende dieses Festes, an H\u00f6hepunkt der Feierlichkeiten, trat Jesus mitten in die Versammlung. Im Johannesevangelium, Kapitel 7, steht geschrieben:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aber am letzten Tag des Festes, der der h\u00f6chste war, trat Jesus auf und rief: Wen da d\u00fcrstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus sah die feiernden Menschen, er sah aber auch ihre leeren Herzen. Er sah ihren Durst nach Leben, nach echtem, erf\u00fcllten Leben. Wie gesegnet ist es, die Worte des Erl\u00f6sers zu h\u00f6ren: <strong>\u201eWenn jemand d\u00fcrstet, so komme er zu mir und trinke.\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist die gleiche Einladung wie im Heilandsruf Matth\u00e4us 11, Jesus l\u00e4dt ein: <strong>\u201eKommt her zu mir, alle, die ihr m\u00fchselig und beladen seid; ich will euch erquicken.\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus Christus ist der Erl\u00f6ser und Heiland f\u00fcr alle Menschen. Auch f\u00fcr Dich! Er hat sein Leben hingegeben f\u00fcr Dich! Warum hat er das getan? Warum war das notwendig? Weil Du mit Deinem Leben immer hinter dem vollkommenen Anspruch Gottes zur\u00fcckbleibst. Weil Du ein S\u00fcnder bist, ein b\u00f6ses Herz hast von Jugend auf, und alle deine Bem\u00fchungen und guten Taten k\u00f6nnen deinen Zustand vor Gott nicht ver\u00e4ndern. Du brauchst einen, der sein s\u00fcndloses, heiliges Leben f\u00fcr dich einsetzt und hingibt, damit deine S\u00fcnde ges\u00fchnt wird. Jesus hat am Kreuz von Golgatha sein Leben geopfert f\u00fcr uns! Das hat Jesus seinen J\u00fcngern bei der Einsetzung des Abendmahls klargemacht, als er Brot und Wein ihnen gab und sprach: <strong>Das ist mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird. Das ist mein Blut, das f\u00fcr euch vergossen wird zur Vergebung der S\u00fcnden!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit seinem Sterben am Kreuz geschah, was in Johannes 3 geschrieben steht: <strong>Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus hat das aus Liebe zu dir getan. Allein der Glaube an Jesus Christus rettet Dich aus S\u00fcnde, Tod und ewiger Verlorenheit. Allein aus Gnade geschieht das, weil wir einen barmherzigen Gott haben. Das Heil und das ewige Leben kann sich niemand erkaufen oder verdienen. Deshalb hei\u00dft ja auch die Einladung in unserem Predigtabschnitt: <strong>Komm! Wen d\u00fcrstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und in dem Moment, wo du Jesus als deinen Erl\u00f6ser in dein Leben aufnimmst, indem du an ihn glaubst, da wird er auch zu deinem Fels, der dir \u201e<em>lebendiges Wasser<\/em>\u201c gibt. In diesem Moment kehrt Frieden in dein Leben ein. Frieden mit Gott. Und dann auch Frieden mit dir selbst. Du empf\u00e4ngst Vergebung all deiner S\u00fcnden. Du bist nun gerecht und heil durch Christus. In Christus hast du eine v\u00f6llig neue Identit\u00e4t. Und darin ist dein \u201e<em>Durst nach Leben<\/em>\u201c gestillt, alle deine Sehns\u00fcchte werden zur Ruhe kommen. Wie Jesus zur Samaritanerin sagte: <strong>\u201eden wird in Ewigkeit nicht d\u00fcrsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"3\">\n<li><strong>Die Gemeinde zum Dienst und Segen berufen (17a)<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist der Heiland der Welt. Und wenn wir das Buch der Offenbarung lesen, dann finden wir dort auch viel \u00fcber Satan, \u00fcber den Antichristus, \u00fcber die Hure Babylon, wie Gott alle und alles richten wird, wie Himmel und Erde vergehen und Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schafft. Die Offenbarung als Apokalypse. Aber das w\u00e4re viel zu einseitig gedacht. Denn die Offenbarung beschreibt, dass Jesus Christus <strong>das A und O<\/strong> ist, der Mittelpunkt allen Geschehens im Himmel und auf Erden, n\u00e4mlich <strong>der das ist und der da war und der da kommt<\/strong>. Die Offenbarung ist ein Buch der Anbetung und der Freude, f\u00fcr alle, die an den Namen des HErrn glauben und seinen Namen preisen. Und seit fast 2.000 Jahren warten die Gl\u00e4ubigen, dass ihr HErr wiederkommt, wie er es verhei\u00dfen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und es gibt nur einen Grund, weshalb der HErr nicht schon l\u00e4ngst wieder sichtbar gekommen ist, um alles zu vollenden: Die Zeit seines Missionsauftrages ist n\u00e4mlich noch nicht zu Ende. Seit fast 2.000 Jahren bis heute lautet sein Auftrag: \u201eMachet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und jetzt kommt die \u00dcberraschung. Nachdem in der Offenbarung alles geschildert wurde, was am Ende der Zeiten geschehen wird, da wird dieser Missionsauftrag bekr\u00e4ftigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem zun\u00e4chst der Engel des HErrn vieles erl\u00e4utert hat, ergreift der auferstandene HErr noch einmal selbst das Wort: \u201e<strong>Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies (alles) zu bezeugen f\u00fcr die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Offenbarung hat einen Adressaten:<strong> \u201eeuch dies zu bezeugen f\u00fcr die Gemeinden\u201c.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gemeinde Jesu, alle Gl\u00e4ubigen aus den Juden und den Heiden, werden im Neuen Testament als \u201eBraut\u201c ihres Br\u00e4utigams Jesus bezeichnet. Und nun hei\u00dft es in unserem Predigtabschnitt weiter:<strong> \u201eUnd der Geist und die Braut sprechen\u201c. <\/strong>Der Heilige Geist und die Gemeinde als Braut, sie sprechen gemeinsam nochmals die Einladung aus: <strong>\u201e<\/strong><strong>Komm! Und wer es h\u00f6rt, der spreche: Komm! Und wen d\u00fcrstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Christen sind wir gesendet zu den Menschen. Wir k\u00f6nnen das Evangelium, die frohmachende Botschaft, nicht f\u00fcr uns behalten. Denn wer seinen Lebensdurst von Jesus gestillt bekam und an ihn glaubt, wie die Schrift sagt, <strong>von dessen Leib werden Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Christ bist du ein Segenskanal f\u00fcr diese Welt, dies geschieht durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in jeden einkehrt, der Christus glaubt. Und was braucht diese Welt, die in all ihrem Elend einer ausged\u00f6rrten, todbringenden W\u00fcste gleicht, dringender als \u201eStr\u00f6me lebendigen Wassers\u201c. Wir k\u00f6nnen nur staunen, dass wir diese Kan\u00e4le sind, durch welche diese Str\u00f6me flie\u00dfen. Jeder Christ, jede Gemeinde ist daher beauftragt und bef\u00e4higt zum Zeugnis, zum Dienst und zum Segen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Indem wir selbst unsere Identit\u00e4t in Christus bekommen haben, alle unsere Sehns\u00fcchte und Lebensdurst gestillt sind, haben wir den Auftrag die Herde Christi zu weiden, das Verlorene suchen, Irregehende zurechtbringen, Kranke, Arme, Trauernde, Witwen und Weisen zu besuchen, lau Gewordene zu aktivieren und alle zu Christus zu f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00f6ge das unsere Freude sein, dass wir Segenskanal seiner Liebe sind. \u201eStr\u00f6me lebendigen Wassers\u201c sollen von uns flie\u00dfen, keine B\u00e4che oder Fl\u00fcsse. Str\u00f6me! M\u00f6ge in unserem allt\u00e4glichen Leben die Sch\u00f6nheit und Anziehungskraft der Gnade Jesu hervorstrahlen. Lasst uns immer wieder von seinem Wort nehmen und von seinem Geist trinken. Tag f\u00fcr Tag! Sonntag f\u00fcr Sonntag!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und allen, die noch in ihren S\u00fcnden und im Tod feststecken, und auch allen, die noch nicht best\u00e4ndig von der Quelle des Lebens trinken, denen gilt <strong>die Einladung Jesu<\/strong>: <strong>Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es h\u00f6rt, der spreche: Komm! Und wen d\u00fcrstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gehalten beim Gemeindetag an der Lauter, 13.08.2023<\/p>\n<p>Christliche Vereinigung S\u00fcdpfalz \u2013 <a href=\"http:\/\/www.cvsuedpfalz.de\">www.cvsuedpfalz.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Offenbarung 22,16\u201317: 16\u00a0Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen f\u00fcr die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern. 17\u00a0Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es h\u00f6rt, der spreche: Komm! 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