{"id":20201,"date":"2023-08-07T10:26:02","date_gmt":"2023-08-07T08:26:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20201"},"modified":"2023-08-07T10:27:40","modified_gmt":"2023-08-07T08:27:40","slug":"falsche-propheten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20201","title":{"rendered":"Falsche Propheten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nicht jeder, der mit dem Anspruch auftritt, das Wort Gottes zu verk\u00fcnden, ist ein echter Prophet. Bereits in den Tagen des Alten Testaments und der ersten christlichen Kirche bestand die Gefahr \u201afalscher Propheten\u2018. Mehrfach wird vor ihnen im AT wie im NT gewarnt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Grunds\u00e4tzlich ist das Eintreffen bzw. Nichteintreffen des Prophezeiten der Pr\u00fcfstein der Prophetie. Dies gilt f\u00fcr Propheten des Alten wie des Neuen Testaments.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Seit dem 19. Jahrhundert hat sich die theologische Wissenschaft mit dem Begriff der wahren und der falschen Prophetie auseinandergesetzt.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Im AT wie im NT werden die Geister deutlich geschieden. Im NT findet sich 11-mal die Warnung bzw. der Verweis auf die Pseudopropheten bzw. der falschen Propheten. Jesus warnt in der Bergpredigt ausdr\u00fccklich vor ihnen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Neben den falschen Propheten warnt das NT auch vor falschen Lehrern.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Zeiten der Kirchengeschichte, in denen die Lehrgrundlagen und die Glaubensfundamente zunehmend ins Wanken geraten, wird leicht Irrlehre in die Kirche getragen: Wie die Geschichte unserer politisierten und ideologisierten Evangelischen Kirche schmerzlich zeigt, ist diese Gefahr seit \u00fcber 50 Jahren gegeben und wir h\u00f6ren heute sehr viele Stimmen, die Anerkennung und Geltung ihrer Lehre und Gedanken beanspruchen. Man kann m.E. von einer biblischen Verwirrung sprechen. Ein Paradebeispiel f\u00fcr falsche Propheten ist Paschhur: sein Handeln wird in der Auseinandersetzung mit Jeremia beschrieben (Jer 20,1-6).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fcher nannte man das Schw\u00e4rmertum und gerade die Reformationsgeschichte spricht hier ein deutliches Zeugnis. Luther hatte sich zeitlebens mit solchen Menschen herumzuschlagen und musste immer wieder f\u00fcr Kurskorrektur sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Tagen der gegenw\u00e4rtigen Lehrverwirrung ist es an der Zeit, sich darauf zu besinnen, was in der Kirche Christi Geltung beanspruchen darf und was nicht. Der j\u00fcngste Kirchentag in N\u00fcrnberg ist ein betr\u00fcbliches Zeugnis daf\u00fcr: ich verweise auf die Predigt von Pastor Caesar<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> aus dem ostfriesischen Wiesmoor, die er am 11.6. hielt.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> M.E. ist hier die Grenze dessen \u00fcberschritten, was mit evangelischer Lehre und reformatorischem Glauben vereinbar ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Rede dieser Art erhebt den Anspruch, christliche Predigt zu sein. Nach den Predigtgrunds\u00e4tzen, die ich in meiner Ausbildung gelernt habe, die im Predigerseminar einge\u00fcbt wurden und die ich nun fast 30 Jahre im pastoralen Dienst ausge\u00fcbt habe, sind die \u00c4u\u00dferungen Caesars keine Predigt im evangelischen Sinn, sondern vielmehr eine ideologische Rede des Zeitgeistes, die weder durch Schrift noch durch die Bekenntnisgrundlagen unserer Kirche abgesichert ist. Man muss freilich der besonderen homiletischen Situation des Kirchentages gerecht werden: Auch muss die kirchenpolitisch ausgerichtete Tendenz dieser Veranstaltung ber\u00fccksichtigt werden, denn sie spiegelt mit Sicherheit nicht die Mehrheitsmeinung der evangelischen Menschen in Deutschland wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dieser Veranstaltung sah man in den vergangenen Jahrzehnten manche Geister kommen und gehen sehen \u2013 ich m\u00f6chte von Irrungen und Wirrungen sprechen, die zumeist dem Zeitgeist unterliegen. Ich muss gestehen, dass ich seit 1985 keinen Kirchentag mehr besucht habe, da mir die politische Ausrichtung dieser Veranstaltung zutiefst zuwider ist und ich theologisch mit den federf\u00fchrenden Wortf\u00fchrern nicht \u00fcbereinstimme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Zeit ist unsere Kirche zunehmend ein Schatten ihrer selbst geworden und befindet sich aktuell in einem Aufl\u00f6sungsprozess, den es in dieser Tragweite seit den Tagen der Reformation noch nicht gegeben hat. 380.000 Kirchenaustritte im Jahr 2022 bed\u00fcrfen keines weiteren Kommentars, um den aktuellen Kurs als falsch zu bezeichnen bzw. zu erkennen, dass wir uns auf einem Irrweg befinden-\u00a0 genauer gesagt befinden wir uns in einer Zeit der theologischen Gleichmacherei, die nicht mehr nach richtig und falsch fragt, sondern unter dem Deckm\u00e4ntelchen der \u201aVerschiedenheit\u2018 oder \u201aPluralit\u00e4t\u2018 Unvereinbares miteinander verbinden m\u00f6chte. Dies kann theologisch auf die Dauer nicht gutgehen, da die Frage der Wahrheit damit relativiert wird und letztlich ausgeblendet wird. Wenn dieser falsche Kurs beibehalten wird, wird es unsere Kirche in wenigen Jahren nicht mehr geben. Eine Besinnung auf die wesentlichen Grundlagen ist m.E. deshalb unerl\u00e4sslich und hat historische Vorbilder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gutgemeinte Prognosen \u00fcber die Zukunft unserer Kirche stellen sich aktuell als idealisierend und falsch heraus. Die 2019 mit viel medialem Remmidemmi vorgestellte Studie \u201aProjektion 2060\u2018,<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> ist bereits \u00fcberholt und entpuppt sich als Kaffeesatzleserei Es stellt zudem die Frage, ob wir weiterhin diesen aktuellen kirchlichen Kurs fortsetzen wollen bzw. d\u00fcrfen: wir stehen ja als Kirche Christi nicht auf einem Vereinsstatus, sondern m\u00fcssen Rechenschaft geben von unsrem Tun und Lassen: diese Rechenschaft wird der Herr der Kirche von uns fordern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist deshalb m.E. allerh\u00f6chste Zeit nach reformatorischer Tradition eine gr\u00fcndliche Sichtung der Bibel vorzunehmen und zu pr\u00fcfen, was dort \u00fcber Irrwege und ganz im Besondern \u00fcber falsche Propheten gesagt wird. Nicht jede pastorale oder theologische Meinung kann f\u00fcr sich beanspruchen, recht zu haben, sondern muss sich pr\u00fcfen lassen, ob sie Bibel und Bekenntnis unserer Kirche gerecht wird, um dann entsprechend beurteilt zu werden und dann konsequenterweise so eingestuft zu werden als das, was sie ist: Wahrheit oder L\u00fcge. M.E. gibt es nur diese zwei M\u00f6glichkeiten. Ein angeblich gleichberechtigtes Mit- oder Nebeneinander von Lehrmeinungen vertr\u00e4gt sich mit dem christlichen Glauben nicht, da es im letzten Grunde, wenn man es zu Ende denkt, um Wahrheit geht und ihren Anspruch. Jesus Christus selbst hat uns darauf gewiesen, dass es nur eine Wahrheit gibt und diese ist er selber. Viele, die in seinem Namen kommen, sind eben die angek\u00fcndigten W\u00f6lfe im Schafspelz, die die Herde verwirren. Deshalb muss um die Wahrheit gerungen werden. Diesem Anspruch kann die Kirche Christi letztlich nicht ausweichen, wenn sie nicht zu einem konturlosen Haufen von Ideologen verkommen will. Dies ist mitunter in den vergangenen Jahrzehnten in unserer Kirche passiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade auch ein Blick auf die Auseinandersetzung Luthers mit den Schw\u00e4rmern seiner Zeit ist hier hilfreich, um Klarheit zu erlangen. Ich verweise hier summarisch auf Luthers \u00c4u\u00dferungen, wie sie im Register von Walch<sup>2<\/sup> in erfrischender Klarheit zusammengestellt sind.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Exemplarisch sei ein Wort Luthers zitiert, das ich als Kennzeichen aller falschen Prophetie bzw. Schw\u00e4rmertums nennen m\u00f6chte: \u201a<em>die christliche Kirche hat das rechte, reine Wort Gottes; dabei kann der Teufel sie nicht bleiben lassen, f\u00fchrt allerlei Schw\u00e4rmer herein, die etwas Neues und Sonderliches bringen<\/em>\u2018.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Auseinandersetzung anhand des Propheten Jeremia<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte exemplarisch an den Worten des Jeremia zeigen, dass diese innere theologische Auseinandersetzung notwendig und unumg\u00e4nglich ist. J\u00f6rg Jeremias hat gezeigt, dass sich gerade in der Botschaft des Propheten Jeremia der Konflikt zwischen wahrer und falscher Prophetie zuspitzt. Er spricht von einem Grundsatzkonflikt.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Jeremias bringt es auf den Punkt, wenn er betont, dass es sich um ein grundlegend unterschiedliches Gottesbild handelt, das vertreten wird. W\u00e4hrend die falschen Propheten sich einen \u201alieben Gott\u2018 konstruieren, der nur hilfreich-segnend das Gottesvolk umgibt und besch\u00fctzt, zeigt Jeremia das Bild eines deus absconditus, dessen Sein eben auch schrecklich und furchterregend ist und der nicht alles gn\u00e4dig-huldvoll absegnet, was sich die Menschen in ihrer Selbstverliebtheit und in ihrem Gr\u00f6\u00dfenwahn unter ihm vorstellen. Jeremia hat durch seine ber\u00fchmte Tempelrede Hass und Hetze auf sich gezogen. Er wurde als politischer Verr\u00e4ter gebrandmarkt (Jer 37,11-16) und lange Zeit inhaftiert. Er wurde auf Wunsch der Obrigkeit in die Zisterne geworfen und nur durch das mutige Eingreifen von Ebed-Melech gerettet (Jer 38,1-27) und blieb danach nur durch eine List am Leben. Die falschen Propheten, denen das Wort Gottes nicht in ihre Gedanken passte, waren da nicht zimperlich. Sie waren auch wenig kritikf\u00e4hig: eine merkw\u00fcrdige aktuelle Parallele ist die Tatsache, dass die vorgebrachte Kritik an der Rede des Ostfriesenpastors Caesar sofort abgeblockt wurde und als \u201aHass und Hetze\u2018 pauschal verworfen wurde, so dass es sogar dahin kam, dass die bis dahin ver\u00f6ffentlichten Kontaktdaten des Herrn sofort aus dem Netz verschwanden und die Kirchengemeinde Wiesmoor sogar ihre Homepage aus dem Internet nahm, um ihn gegen die finsteren Machenschaften zu sch\u00fctzen. Man ist von der Kritikunf\u00e4higkeit dieses Pastors und seiner geistlichen Spie\u00dfgesellen \u00fcberrascht, denn da scheint keine Debatte m\u00f6glich zu sein und so kann man dieses merkw\u00fcrdige Verhalten nur als das bezeichnen, was es ist: Feigheit vor der Auseinandersetzung\u2013 wenn man nicht gerade von den Elfenbeint\u00fcrmen der Tagtr\u00e4umer des Kirchentages gesch\u00fctzt ist. \u00c4hnlich handhabt dies die \u201aHohepriesterin des Moralprotestantismus\u2018<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> K\u00e4ssmann, wenn es gewagt wird, an ihren Provokationen Kritik zu \u00fcben: das wird dann pauschal als \u201aperfide\u2018 zur\u00fcckgewiesen.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Theologisch ist manche Anfrage an Caesars Verk\u00fcndigung zu richten: leider sind Propheten dieser Art dazu nie bereit wie die Erfahrung lehrt. Bereits der lachende Weise aus Niedersachen nannte solches Veralten beim Namen \u2013 er sprach von den \u201aRittern der eigenen Meinung\u2018.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser generelle Grundsatzkonflikt zwischen wahrer und falscher Prophetie besteht bis heute wie zu aller Zeit und hat Dietrich Bonhoeffer vor der billigen Gnade warnen lassen.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Hermann Bezzel warnte seinerzeit vor der Gnadentrunkenheit der Kirche, die den Zorn Gottes kategorisch ausblendet und verneint: \u201e<em>Unser Volk ist gnadentrunken und darum gnadentr\u00e4ge; wir haben durch f\u00fcnfzig Jahre Gnade gepredigt, des Gesetzes Sch\u00e4rfe gegl\u00e4ttet und umgebogen, die Wahrheit des g\u00f6ttlichen Zornes zur\u00fccktreten lassen und unserem Volke und unserer Kirche Lauheit und L\u00e4ssigkeit vermittelt, die gegen uns und unsere Tr\u00e4gheit zeugen muss<\/em>\u201c.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Diese Gnadentrunkenheit hat seit Jahrzehnten in unserer Kirche Hochkonjunktur und ist wohl als theologische Wohlstandserscheinung zu sehen. Hier sind die \u00c4u\u00dferungen von Bedford-Strohm am Karfreitag 2020 als aktuelles Beispiel f\u00fcr eine solche Verirrung bzw. eines sehr einseitigen Gottesbildes zu nennen.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Jeremias nannte solche Verniedlichungstheologie eine \u201aVerf\u00e4lschung\u2018 der Botschaft.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade in langen fetten Wohlstandsjahren macht sich die populistische und wohlklingende Lehre der Pseudopropheten besonders schnell breit und beansprucht Vollmacht f\u00fcr ihre Ideen, die m.E. zumeist aus dem Zeitgeist bzw. dem Trug des eigenen Herzens entstammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pseudopropheten werden Jer 14,13-18 genannt: dieses Kapitel Jer 14 berichtet aus einer Zeit der D\u00fcrre in Israel, als die Not gro\u00df war. In Krisenzeiten scheiden sich die Geister und das Sch\u00f6nwettergerede wird als das entlarvt, was es ist \u2013 Betrug und eigenes W\u00fcnschen aber nicht das Wort Gottes \u2013 Jer 14,17 nennt das eine \u201aschwere Verletzung\u2018 &#8211; \u05e9\u05b6\u05c1\u05a8\u05d1\u05b6\u05e8 \u05d2\u05b8\u05bc\u05d3\u05b9\u059c\u05d5\u05dc &#8211; \u03c3\u03c5\u03bd\u03b5\u03c4\u03c1\u03af\u03b2\u03b7 \u03b8\u03c5\u03b3\u03ac\u03c4\u03b7\u03c1):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeremia 14,13\u201318: \u201a<em>Da sprach ich: Ach, Herr Herr! Siehe, die Propheten sagen ihnen: Ihr werdet das Schwert nicht sehen und keine Hungersnot bei euch haben, sondern ich will euch best\u00e4ndigen Frieden geben an diesem Ort. <sup>14<\/sup> Aber der Herr sprach zu mir: Diese Propheten weissagen L\u00fcge in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nicht zu ihnen geredet. Sie predigen euch falsche Offenbarungen, nichtige Wahrsagung und ihres Herzens Trug. <sup>15<\/sup> Darum spricht der Herr: Wider die Propheten, die in meinem Namen weissagen, obgleich ich sie nicht gesandt habe, und die dennoch predigen, es werde weder Schwert noch Hungersnot in dies Land kommen: Solche Propheten sollen sterben durch Schwert und Hunger. <sup>16<\/sup> Und die Leute, denen sie weissagen, sollen auf den Gassen Jerusalems liegen, vom Schwert und Hunger hingestreckt, und niemand wird sie begraben, sie und ihre Frauen, S\u00f6hne und T\u00f6chter; und ich will ihre Bosheit \u00fcber sie aussch\u00fctten. <sup>17<\/sup> Und du sollst zu ihnen dies Wort sagen: Meine Augen flie\u00dfen \u00fcber von Tr\u00e4nen, unaufh\u00f6rlich Tag und Nacht; denn die Jungfrau, die Tochter meines Volks, ist unheilbar verwundet und v\u00f6llig zerschlagen. <sup>18<\/sup> Gehe ich hinaus aufs Feld, siehe, so liegen dort vom Schwert Erschlagene; komme ich in die Stadt, siehe, so liegen dort vor Hunger Verschmachtete. Sogar Propheten und Priester m\u00fcssen in ein Land ziehen, das sie nicht kennen\u2018<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von diesen falschen Propheten spricht Jeremia auch an anderer Stelle:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">-Jeremia 4,10 <em>Ich aber sprach: Ach, Herr Herr, du hast dies Volk und Jerusalem sehr get\u00e4uscht, als du sagtest: \u00bbEs wird Friede bei euch sein\u00ab, wo doch das Schwert uns ans Leben geht!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">-Jeremia 5,12-14: \u201a<em>Sie verleugnen den Herrn und sprechen: \u00bbDas tut er nicht; so \u00fcbel wird es uns nicht gehen; Schwert und Hunger werden wir nicht sehen. 13 Die Propheten sind Schw\u00e4tzer und haben Gottes Wort nicht; es ergehe ihnen selbst so!\u00ab 14 Darum spricht der Herr, der Gott Zebaoth: Weil ihr solche Reden f\u00fchrt, siehe, so will ich meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen und dies Volk zu Brennholz, dass es verzehrt werde<\/em>\u2018.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gottesvolk lie\u00df sich damals scheinbar gern von solchen falschen Propheten einlullen und es juckten ihnen die Ohren danach, weil sie das sagten, was die Leute gern h\u00f6ren wollten, aber nicht das, was Gott ihnen aufgetragen hatte. Paulus warnt vor dieser Sorte der selbsterdachten Verk\u00fcndigung im NT entsprechend. (2. Tim 4,3) \u201a<em>Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gel\u00fcsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken<\/em>\u2018.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist es heute auch, wenn man nicht in Ehrfurcht auf das h\u00f6rt, was Gott klipp und klar sagt, sondern sich seine Worte so zusammenbastelt, dass es mit unserem Denken, F\u00fchlen und Wollen \u00fcbereinstimmen soll. Dies verf\u00fchrt zur Ideologisierung, Politisierung und Moralisierung. Dies bleibt f\u00fcr den so argumentierenden Menschen nicht folgenlos, denn dazu l\u00e4sst sich der lebendige Gott nicht degradieren. Diese Gefahr besteht m.E. in den theologisch verk\u00fcrzenden Aussagen des sog. Kirchentagsmottos: \u201a<em>Jetzt ist die Zeit<\/em>\u2018 lautete es 2023<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a>: diese fragw\u00fcrdige \u00dcbersetzung entstammt dem Zeugnis des Evangelisten Markus \u00fcber die erste \u00f6ffentliche Predigt Jesu: Mk 1,15 \u201eund sprach: Die Zeit ist erf\u00fcllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Bu\u00dfe und glaubt an das Evangelium!\u201c.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Schon oberfl\u00e4chliche theologische Betrachtung stellt die Fragw\u00fcrdigkeit der kirchent\u00e4glichen \u201aExegese\u2018 vor Augen und erhebt die Frage nach gef\u00e4hrlicher Gesinnungsexegese, in der der Wunsch zum Vater des Gedankens wird, der dann als evangelische Lehre proklamiert wird. Hier sehe ich mich an die fragw\u00fcrdige Verk\u00fcrzung mancher Losungstexte erinnert, bei denen oft m.E. wichtige Inhalte weggelassen werden, um zu einem gew\u00fcnschten harmonisierenden Ergebnis zu kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der falschen Heilsank\u00fcndigung folgen \u2013 wie Jeremia 14 sagt \u2013 Schwert, Hunger und Pest: (Jer 14,12) \u201aDenn wenn sie auch fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht erh\u00f6ren; und wenn sie auch Brandopfer und Speisopfer bringen, so gefallen sie mir doch nicht, sondern ich will sie durch Schwert, Hunger und Pest aufreiben\u2018.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Trias von Schwert, Hunger und Pest finden wir in der Schrift genau 24-mal:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jer 14,12; 21,7.9; 24,10; 27,8.13; 29,17f; 32,24.36; 34,17; 38,2; 42,17.22; 44,13; Hes 5,12.17;6,11f; 7,15; 12,16; 14,21; Bar 2,25; Off 6,8.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wahre Prophetie, wie sie uns in der Bibel \u00fcberliefert ist, umfasst immer auch Unheil und bezeugt den Zorn Gottes, den die gro\u00dfen Harmonisierer weg reden wollen, indem sie nur Angenehmes und Unanst\u00f6\u00dfiges prophezeien. Wahre Prophetie beruht immer auf Offenbarung und wird an der Wahrheit ihres Eintreffens gemessen und erkannt. In unserer Zeit haben wir die Friedensbewegten, die sich in den 80er Jahren lauthals profilierten und Frieden ohne Waffen schaffen wollten und einseitige Abr\u00fcstung verlangten, erlebt und haben auch das Gegenteil erlebt von dem, was diese vermeintlich Friedensbewegten als Rettung verk\u00fcndigten angesichts der atomaren Hochr\u00fcstung. Die friedliche Wiedervereinigung unseres Vaterlandes h\u00e4tte in dieser Form nicht stattgefunden, wenn man sich einseitig wehrlos gemacht h\u00e4tte wie es stasigesteuerte Wirrk\u00f6pfe auch in der evangelischen Kirche damals vollmundig forderten. Eine unbiblische pazifistische Lehre sollte die klaren Aussagen der Schrift ersetzen bzw. verbessern. Auch hier greift das mittlerweile gealterte Pazifistenvolk zum Werkzeug der verk\u00fcrzenden Selektivexegese. Dort hat man nicht begriffen, dass die Wiederholung eines Irrtums keine Korrektur desselben bedeutet. Unfug bleibt Unfug.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So verhielt es sich auch in den Tagen des Jeremia: das von ihm im Auftrage Gottes prophezeite Unheil traf ein. Das Gottesvolk wurde von den Babyloniern ins Exil gezwungen. Es war nicht die Einsicht Jeremias oder seine gro\u00dfe politische Klugheit, sondern er tat das, was ihm befohlen wurde von Gott: es war nicht Jeremias Botschaft, sondern das Wort Gottes an sein abtr\u00fcnnig gewordenes Volk, das er strafen musste. Die H\u00e4rte dieser Worte war damals schwer zu ertragen f\u00fcr das Gottesvolk und das ging ihnen quer hinunter: DAS wollten sie nicht h\u00f6ren. Aber es war Gottes Wort. Dieselbe Reaktion hat Stephanus erfahren als er seine Predigt gehalten hat: (Apg 7,54) \u201aAls sie das h\u00f6rten, ging\u2019s ihnen durchs Herz und sie knirschten mit den Z\u00e4hnen \u00fcber ihn\u2018.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch heute knirschen falsche politische Propheten mit den Kauinstrumenten, wenn man etwa ihrer herbeigeredeten Klimakatastrophe das Wort Christi entgegenh\u00e4lt, dass Himmel und Erde vergehen wird: und zwar dann, wenn ER es will und nicht wenn Thunberg und andere hausbackene Heilige, die man heute wohl politisch korrekt als Aktivisten bezeichnet, es nicht verhindern k\u00f6nnen. Wenn Herr Habeck, Frau Baerbock und ihr gr\u00fcnes Panikorchester festgestellt haben, dass man mit W\u00e4rmepumpen und Elektroautos doch nicht das Paradies auf Erden schaffen wird, erkennt man diese politischen Propheten als das, was sie sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die falschen kirchlichen Propheten wie der ostfriesische Pastor von Wiesmoor, der meint, dass das Schriftwort Prediger 3 bei ihm Unbehagen hervorruft, weil es nicht zu seinen Gedanken und Vorstellungen passt, wollen nach ihrem Gusto eine christliche Lehre schaffen, die diesen Namen nicht verdient. Wer sich bewusst \u00fcber das Wort Gottes stellt und meint er wisse es in seiner Kl\u00fcgelei besser, geh\u00f6rt nach meinem Daf\u00fcrhalten weder in Gemeindeleitung noch auf eine Kanzel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wird immer gef\u00e4hrlich wenn man ein \u201aanderes Evangelium\u2018 konstruiert: dies ist in unserer allerj\u00fcngsten Geschichte theologisch oft passiert: gerade die \u201aBotschaft\u2018 des Kirchentages ist so ein Opfer der Ideologie geworden: hierf\u00fcr war die Kirche in allen Zeiten anf\u00e4llig, wenn sie das geoffenbarte Gotteswort infrage stellte und ihre eigenen Meinungen zum Willen Gottes machte: an den falschen Propheten wird dies deutlich: ihre Verk\u00fcndigung suchte die Zustimmung der Menschen und den Applaus der Machthaber aber nicht den Willen Gottes. Dann muss man sich ja auch an dem Gotteswort \u00e4rgern und versuchen, es in seinem Sinne so zurechtzubiegen wie man es gerade braucht. Und genau das l\u00e4sst Gott nicht mit sich machen: die falschen Friedensapostel sind m.E. hier ein besonders abschreckendes Beispiel, denn sie verwechseln das Reich Gottes mit dieser gefallenen Welt, die gegen Gott rebelliert und es besser machen und wissen will als er. Das kann nichts werden und die gegenw\u00e4rtigen Fr\u00fcchte weisen sie als das aus, was sie sind: Pseudopropheten mit L\u00fcgenvisionen, Wahrsagerei, Nichtigem und dem Trug ihres Herzens. Gerade dann, wenn man sich \u00fcber dieses Herz des Menschen Illusionen macht, kann es nur in der Irre enden, wie die Predigt des ostfriesischen Amtsbruders belegt. Wenn Gott durch die rechten Propheten gesprochen hat, dann tat er dies durch Offenbarung. Die Bibel bezeugt das klipp und klar und scheidet Wahrheit und L\u00fcge. Die Lekt\u00fcre des Alten Testaments ist hier sehr hilfreich und weist uns heute den Weg, der aus dieser aktuellen Krise f\u00fchren kann: Besinnung und Reduktion auf das Wesentliche, das unseren Glauben ausmacht. Die Lekt\u00fcre von Luthers Katechismen kann hier Wunder wirken und uns zeigen, dass wir uns nach der Wahrheit zu richten haben und nicht die Wahrheit nach uns \u2013 sonst endet es in den Aufl\u00f6sungstendenzen, die wir alle vor Augen haben. Man kann es mit Paulus sagen, der im gro\u00dfen Kapitel von der Auferstehung klar bezeugt, was seine erste und entscheidende Predigt war, die die Gemeindegr\u00fcndung zur Folge hatte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDenn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist f\u00fcr unsre S\u00fcnden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zw\u00f6lfen\u201c. 1 Kor 15,3-5<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man dies wieder elementar in den Fokus von Theologie und Kirche nimmt, werden die falschen Propheten und ihre Botschaften schnell als das erkannt werden, was sie sind und was Gott durch den Propheten Jeremia klar beim Namen nennt: \u201eDie Propheten weissagen L\u00fcge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt und sie nicht beauftragt \u2013 auch nicht zu ihnen geredet. Sie weissagen euch L\u00fcgengesicht, Wahrsagerei, Nichtiges und den Trug ihres Herzens.\u201c<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Davon haben wir genug geh\u00f6rt!<\/p>\n<p><em>Pfr. Ulrich Kronenberg<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Mt 7,15; Apg 20,29-31; Jud 3f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> MacArthur, John\/Mayhue, Richard: Biblische Lehre. Berlin<sup>2<\/sup> 2020. S. 996f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Anja Klein stellt dies im WiBiLex Artikel \u201aProphetie, falsche\u2018 (Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (<a href=\"http:\/\/www.wibilex.de\">www.wibilex.de<\/a>) 2015 ausf\u00fchrlich dar: S. 1f. Sie versucht allerdings, die notwendige Scheidung zwischen falsch und wahr auf \u201ainnerprophetische Konflikte\u2018 zu relativieren und damit wird die entscheidende Spitze abgeschnitten. Es ist mehr als eine \u201aTheologische Bewertung\u2018 wie Klein darstellt (S. 2). Sie kann nur zu dem fragw\u00fcrdigen Schluss kommen, dass es sich bei den Konflikten um ein \u201aProdukt der biblischen Literarhistorie\u2018 (S. 6) handelt, das auf einer \u201aliterarhistorischen Entwicklung\u2018 beruht. Dies macht eine Unterscheidung folglich unm\u00f6glich und stellt letztlich alles gleichberechtigt nebeneinander. Wenn man dies nur als einen im Nachhinein beurteilten historischen Konflikt betrachtet wie Klein das behauptet (S.3), greift man zu kurz und muss sich auf theologische Mutma\u00dfungen st\u00fctzen, die sich nicht beweisen lassen. Diese Form der Interpretation mag theologisch g\u00e4ngig sein, wird jedoch der Sch\u00e4rfe der Schrift nicht gerecht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Matth\u00e4us 7,15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie rei\u00dfende W\u00f6lfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> 2. Petrus 2,1 Es waren aber auch falsche Propheten (\u03c8\u03b5\u03c5\u03b4\u03bf\u03c0\u03c1\u03bf\u03c6\u03ae\u03c4\u03b7\u03c2) unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer (\u03c8\u03b5\u03c5\u03b4\u03bf\u03b4\u03b9\u03b4\u03ac\u03c3\u03ba\u03b1\u03bb\u03bf\u03c2), die verderbliche Irrlehren einf\u00fchren und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat; die werden \u00fcber sich selbst herbeif\u00fchren ein schnelles Verderben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.kirchentag.de\/index.php?id=186&amp;sessionId=380092101&amp;manuscriptId=92||1\">https:\/\/www.kirchentag.de\/index.php?id=186&amp;sessionId=380092101&amp;manuscriptId=92||1<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.kirchentag.de\/schlussgottesdienst\">https:\/\/www.kirchentag.de\/schlussgottesdienst<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/kirche-im-umbruch-projektion-2060-45516.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/kirche-im-umbruch-projektion-2060-45516.htm<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> W<sup>2<\/sup> 23, 1648-1656. Wer es ausf\u00fchrlicher mag, studiere den 20. Band dieser wundervollen Werksausgabe von Luthers Schriften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> W<sup>2<\/sup> 13, 792.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Jeremias, J\u00f6rg: Wahre und falsche Prophetie im Alten Testament. Theologische Beitr\u00e4ge 28 1997. S. 343-349.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Roth, Michael: \u00dcber kirchliche Propheten mit Tarifvertrag. Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine moralische Abr\u00fcstung. Stuttgart 2022. S. 73.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kaessmann-und-die-Soldaten-article660628.html\">https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kaessmann-und-die-Soldaten-article660628.html<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Busch, Wilhelm: Gedicht \u201aRechthaber\u2018 aus der Sammlung \u201aSchein und Sein\u2018:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSeine Meinung ist die rechte,<br \/>\nWenn er spricht, m\u00fcsst ihr verstummen,<br \/>\nSonst erkl\u00e4rt er euch f\u00fcr Schlechte<br \/>\nOder nennt euch gar die Dummen.<br \/>\nLeider sind dergleichen Strolche<br \/>\nKeine seltene Erscheinung.<br \/>\nWer nicht taub, der meidet solche<br \/>\nRitter von der eignen Meinung\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> AaO. S. 349.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Bezzel, Hermann: Dienst und Opfer. Bd. 2. Leipzig 1916. S. 113. <a href=\"https:\/\/karker.de\/download\/vaeter\/bezzel\/dienst_opfer2_be.pdf\">https:\/\/karker.de\/download\/vaeter\/bezzel\/dienst_opfer2_be.pdf<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/168621\/10-04-2020\/bedford-strohm-will-nichts-mit-einem-strafenden-gott-zu-tun-haben\">https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/168621\/10-04-2020\/bedford-strohm-will-nichts-mit-einem-strafenden-gott-zu-tun-haben<\/a> <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2021\/51\/krisen-strafe-gottes-corona-naturkatastrophen?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F\">https:\/\/www.zeit.de\/2021\/51\/krisen-strafe-gottes-corona-naturkatastrophen?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F<\/a> <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/lebenszeichen\/gott-ist-nicht-lieb-100.html\">https:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/lebenszeichen\/gott-ist-nicht-lieb-100.html<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> AaO. S. 349.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Vgl. das Motto von 2021 \u201aSchaut hin\u2018 (basierend auf Mk 6,38); das Motto von 2019 war \u2019Was f\u00fcr ein Vertrauen\u2018 \u2013 basierend auf der Frage des Rabschake 2. K\u00f6n 18,19; 2017 war das Motto \u201aDu siehst mich\u2018 basierend auf Gen 16,13; 2015 war das Motto \u201adamit wir klug werden\u2018 basierend auf Ps 90,12. Theologisch fragw\u00fcrdig erinnert dies an die allj\u00e4hrlich wechselnden Weihnachtsbotschaften kirchenleitender Menschen, die alle Jahre wechseln, als ob diese eine Spezialoffenbarung oder eine Sonderbotschaft h\u00e4tten, die dem niederen Volk offenbart werden soll: zumeist geht es nach meiner Beobachtung dabei eher um zeitgeistig beeinflusste politische Botschaften, die mit dem christlichen Kerygma der Geburt des Gottessohnes relativ wenig zu tun haben: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/frieden-kriegen-die-weihnachtsbotschaft-der-kirchen,TQps5TB\">https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/frieden-kriegen-die-weihnachtsbotschaft-der-kirchen,TQps5TB<\/a> <a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/154294\/20-12-2018\/weihnachtsbotschaften-friede-auf-erden-ist-keine-utopie\">https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/154294\/20-12-2018\/weihnachtsbotschaften-friede-auf-erden-ist-keine-utopie<\/a> .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Markus 1,15 \u03ba\u03b1\u1f76 \u03bb\u03ad\u03b3\u03c9\u03bd \u1f45\u03c4\u03b9 \u03c0\u03b5\u03c0\u03bb\u03ae\u03c1\u03c9\u03c4\u03b1\u03b9 \u1f41 \u03ba\u03b1\u03b9\u03c1\u1f78\u03c2 \u03ba\u03b1\u1f76 \u1f24\u03b3\u03b3\u03b9\u03ba\u03b5\u03bd \u1f21 \u03b2\u03b1\u03c3\u03b9\u03bb\u03b5\u03af\u03b1 \u03c4\u03bf\u1fe6 \u03b8\u03b5\u03bf\u1fe6\u00b7 \u03bc\u03b5\u03c4\u03b1\u03bd\u03bf\u03b5\u1fd6\u03c4\u03b5 \u03ba\u03b1\u1f76 \u03c0\u03b9\u03c3\u03c4\u03b5\u03cd\u03b5\u03c4\u03b5 \u1f10\u03bd \u03c4\u1ff7 \u03b5\u1f50\u03b1\u03b3\u03b3\u03b5\u03bb\u03af\u1ff3.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Jer 14,14.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht jeder, der mit dem Anspruch auftritt, das Wort Gottes zu verk\u00fcnden, ist ein echter Prophet. Bereits in den Tagen des Alten Testaments und der ersten christlichen Kirche bestand die Gefahr \u201afalscher Propheten\u2018. Mehrfach wird vor ihnen im AT wie im NT gewarnt.[1] Grunds\u00e4tzlich ist das Eintreffen bzw. Nichteintreffen des Prophezeiten der Pr\u00fcfstein der Prophetie. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":635,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,13,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20201"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/635"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20201"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20201\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20203,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20201\/revisions\/20203"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}