{"id":20181,"date":"2023-08-03T06:00:50","date_gmt":"2023-08-03T04:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20181"},"modified":"2023-08-07T11:49:35","modified_gmt":"2023-08-07T09:49:35","slug":"j-pflaum-der-ukrainekrieg-die-grosse-ernuechterung-und-die-zuverlaessigkeit-biblischer-prophetie-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20181","title":{"rendered":"Der Ukrainekrieg\u00a0\u2013 die grosse Ern\u00fcchterung und die Zuverl\u00e4ssigkeit biblischer Prophetie (2022)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Was wir aus den aktuellen Entwicklungen f\u00fcr unser pers\u00f6nliches Leben, \u00fcber die biblische Prophetie und im Hinblick auf die Zukunft lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der russischen Invasion in der Ukraine zerplatzte f\u00fcr grosse Teile der westlichen Welt eine Traumblase, die sich durch all die Jahre des \u00e4usseren Wohlstands und Friedens gebildet hatte. Auch manche bekennenden Christen sahen sich pl\u00f6tzlich mit der harten Wirklichkeit einer gefallenen Menschheit konfrontiert, die zuvor im Dunst des Mainstreams und Wohlf\u00fchlges\u00e4usels verborgen war. Es gab schon vor dem Ukrainekrieg und es gibt auch weiterhin gen\u00fcgend andere furchtbare Krisenherde auf unserem Planeten. Trotz verschiedener Terroranschl\u00e4ge und Ersch\u00fctterungen in den letzten Jahren schien aber in Westeuropa vieles so weit entfernt. Auch als Nachfolger Jesu standen wir in der Gefahr, uns von der materiellen und ideologischen \u00abFriedenspfeife\u00bb geistlich benebeln zu lassen. Gottes Wort ruft dagegen immer zur N\u00fcchternheit auf, ganz besonders im Hinblick auf die letzte Wegstrecke, vor der Wiederkunft Jesu. Der Apostel Paulus schrieb der Gemeinde in Rom:<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00abDie Liebe tut dem N\u00e4chsten nichts B\u00f6ses; so ist nun die Liebe die Erf\u00fcllung des Gesetzes. Und dieses sollen wir tun als solche, die die Zeit verstehen, dass n\u00e4mlich die Stunde schon da ist, dass wir vom Schlaf aufwachen sollten; denn jetzt ist unsere Errettung n\u00e4her, als da wir gl\u00e4ubig wurden. Die Nacht ist vorger\u00fcckt, der Tag aber ist nahe. So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! Lasst uns anst\u00e4ndig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!\u00bb<\/em> (R\u00f6m 13,10-14).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus stellt hier geistliche Wachsamkeit einem tr\u00e4umenden Schlafzustand gegen\u00fcber. Er macht deutlich, wie sich dies im praktischen Leben auswirkt. Dabei ruft er die Jesusnachfolger auf, die Zeit zu verstehen. Der nahe Tag soll dazu f\u00fchren, dass wir unser Leben von dort her bestimmen lassen. Ohne zu spekulieren, wie sich alles entwickelt, sind die Ereignisse rund um die Ukraine auch f\u00fcr uns in Westeuropa ein Weckruf, unser Leben neu auf Christus und sein Kommen auszurichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als 1989 die deutsche Mauer und damit auch der eiserne Vorhang fielen, sah ein ganzer Teil von bibelgl\u00e4ubigen Christen darin die Anbahnung von letzten Entwicklungen vor der Wiederkunft Jesu. Kurz zuvor hatte der Konflikt rund um und in Israel durch die erste Intifada eine neue Dimension bekommen. Zun\u00e4chst hielt man im Zusammenhang mit dem ersten Irakkrieg noch einmal die Luft an. Dann begann f\u00fcr ca. drei Jahrzehnte eine Entwicklung, mit der damals auch viele Jesusnachfolger nicht gerechnet hatten. Alles lief scheinbar ruhig und harmonisch weiter. Der Wohlstand und der Wellnessboom setzten sich trotz aller \u00abDellen\u00bb und Schrecken (zweiter Irakkrieg, 9\/11 usw.) sowie zwischenzeitlicher B\u00f6rsenturbulenzen weiter fort. Europa genoss durch den Wegfall des Eisernen Vorhangs eine wohl einmalige Glaubensfreiheit in der Geschichte. Dadurch machten sich ein gef\u00e4hrliches Einlullen und eine geistliche Schl\u00e4frigkeit breit. Irgendwie schien alles immer gut weiterzugehen. Im Nahen Osten und in Israel gab es zwar Spannungen, grausame Anschlagsserien und milit\u00e4rische Konflikte, aber es beruhigte sich ja auch alles wieder mehr oder weniger. Waren nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Staatsgr\u00fcndung Israels die berechtigten Endzeitserwartungen auch manchmal \u00fcber das Ziel hinausgeschossen, so kippte nun bei vielen das Ganze ins Gegenteil. Wiederkunft Jesu Ja, aber vielleicht auch erst in ein paar Hundert oder sogar Tausend Jahren. Wer kann das schon sagen? Schliesslich lief \u00e4usserlich scheinbar alles gut weiter. Die Gefahr wuchs, dass eine echte Naherwartung einer theologisch-theoretischen Betrachtung des Themas wich. Das f\u00fchlt sich dann in etwa so an, wie wenn man am gem\u00fctlichen S\u00fcdseestrand \u00fcber die ferne Arktis philosophiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1991 fand ein charismatischer Gemeindekongress in N\u00fcrnberg statt. Es ist mir noch gut in Erinnerung, wie Peter Wagner damals davon sprach, dass mit der Wiedervereinigung Deutschlands nun eine neue Welle der Erweckung \u00fcber Europa k\u00e4me. Ebenso ist mir noch gegenw\u00e4rtig, wie diese schw\u00e4rmerischen S\u00e4tze mit einem euphorischen Applaus quittiert wurden. Das \u00e4ussere Lebensgef\u00fchl der letzten Jahrzehnte hat wohl auch unter den Evangelikalen mehr und mehr zu einer Ausbreitung der transformatorischen Theologie gef\u00fchrt. Anstatt die Hoffnung auf die nahende Wiederkunft Jesu zu setzen, geht es nun zunehmend um die Ver\u00e4nderung der Gesellschaft, Kultur und sogar der Weltbev\u00f6lkerung\u00a0\u2013 alles unter der Chiffre vom \u00abReich Gottes\u00bb. Auch ein soziales Evangelium begann sich zunehmend auszubreiten, zu Lasten der kompromisslosen Botschaft von Himmel und H\u00f6lle. Drei Jahrzehnte nach dem N\u00fcrnberger Kongress hat es keine von Deutschland ausgehende Erweckung in Europa gegeben. Stattdessen ist Deutschland zum Taktgeber und Vorreiter der Zerst\u00f6rung der letzten j\u00fcdisch-christlichen Grundwerte in Europa geworden. Es trat genau das Gegenteil von dem ein, was damals in N\u00fcrnberg \u00abprophezeit\u00bb wurde. Bei einer n\u00fcchternen Betrachtung ist der Abfall von Gott und seiner Wahrheit (2Thess 2,3), der dem Auftreten des Antichristen und der Wiederkunft Jesu vorausgeht, auf allen Ebenen greifbar geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unvergessen ist mir ebenso, wie durch den Kollaps der UdSSR und der damit zusammenh\u00e4ngenden Demokratisierung grosser Teile Osteuropas selbst von manchen bibelgebundenen Christen eine prophetische und eschatologische Perspektive \u00abflussabw\u00e4rts\u00bb geschickt wurde. Eine wichtige Bedeutung Russlands f\u00fcr die endzeitlichen Ereignisse schien sich mit dem Zusammenbruch des Imperiums erledigt zu haben. Wie schon erw\u00e4hnt, gab es in all den Jahren zahlreiche grausame Konflikte auf dieser Welt. Nur war dies alles f\u00fcr uns in Westeuropa irgendwie in weite Ferne ger\u00fcckt, genauso wie das Thema der Wiederkunft Jesu. Damit verbunden nahm auch die geistliche \u00abSehsch\u00e4rfe\u00bb ab, um die schleichende Durchdringung der westlichen Gesellschaft mit der Ideologie des Neomarxismus umfassend zu erkennen. Die damit verbundene Zersetzung der Ethik wurde zwar hier und da registriert, aber nicht als so gravierend eingestuft. Schliesslich sind die pers\u00f6nlichen Freiheiten und der Wohlstand ja noch gegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als dann im Fr\u00fchjahr 2020 die Coronakrise losbrach, wurde mit einem Mal deutlich, wie zerbrechlich die doch als so \u00absicher\u00bb geltenden Verh\u00e4ltnisse sind. Trotzdem hofften und dachten viele, dass dies nur ein vor\u00fcbergehendes Szenario w\u00e4re und dann alles wieder w\u00fcrde wie es war. Der aufleuchtende Abbau verfassungsverankerter Freiheiten und die damit einhergehende zunehmende \u00dcberwachung wurden durch die systematische Panikmache und Sorge um die pers\u00f6nliche Gesundheit von vielen verdr\u00e4ngt. Der russische \u00dcberfall auf die Ukraine, Ende Februar 2022, \u00fcberraschte ebenfalls viele. Obwohl das Ganze sich schon 2014 abzuzeichnen begann, wollte man die Realit\u00e4ten einfach nicht sehen. Politiker sprechen seither von einer Zeitenwende. Aus biblischer Perspektive erleben wir aber keine Zeitenwende, sondern die Fortsetzung der Geschichte einer gottfernen Menschheit. Dazu geh\u00f6rt das stetige Wechselspiel von Krieg und Friede, relativer Ruhe und Gewalt, Hassen und Leben lassen, vom Kleinen bis ins Grosse. Um die obenstehenden Bibelverse aufzugreifen, geht es eher um Ern\u00fcchterung aus einem traumhaften Zustand. Wir k\u00f6nnen es auch anders formulieren: \u00abWillkommen in der Realit\u00e4t einer gefallenen Menschheit.\u00bb Sind wir uns dies als bibelgl\u00e4ubige Christen bewusst oder fallen wir nach einem kurzen Zusammenzucken in den Schlafzustand mit seinen Tr\u00e4umereien zur\u00fcck?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr all die Jahre des \u00e4usseren Friedens und der Glaubensfreiheit in West- und dann auch Osteuropa wollen wir dankbar sein. Wie erw\u00e4hnt handelt es sich dabei um eine einmalige Epoche in der Geschichte. Zugleich darf aber auch die traurige Realit\u00e4t hinter dem Nebelvorhang der \u00e4usseren Umst\u00e4nde nicht vergessen werden. Stellvertretend f\u00fcr diese Realit\u00e4t m\u00f6chte ich die legalisierte T\u00f6tung des ungeborenen Lebens im Mutterleib nennen. Auf diese Weise werden j\u00e4hrlich Tausende Ungeborene in der Schweiz und Zehntausende in Deutschland umgebracht. Hier k\u00f6nnte noch eine Palette anderer ethischer Themen erw\u00e4hnt werden. Ein dankbarer Blick auf diese einmalige Zeit der Glaubensfreiheit und des Wohlstands muss deshalb immer mit einer kritischen Selbstpr\u00fcfung in Bezug auf das Versagen von uns bibelgl\u00e4ubigen Christen verbunden sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Entwicklungen der letzten Jahre und mit dem offenen Ausbruch des Ukrainekriegs wurde deutlich, dass die von manchen \u00abausrangierte\u00bb biblische Prophetie von einer sehr wahrscheinlichen endzeitlichen Bedeutung Russlands (vgl. Hes 38 u. 39) nach wie vor aktuell ist. Die biblische Prophetie sieht hier den F\u00fcrsten und das Land aus dem \u00e4ussersten Norden im Zusammenhang mit Israel. Interessanterweise haben sich durch den Ukrainekrieg auch neue Spannungen zwischen Russland und Israel ergeben. Daran k\u00f6nnen wir erkennen, wie schnell sich Konstellationen ver\u00e4ndern und nicht mehr f\u00fcr \u00abzeitgem\u00e4ss\u00bb gehaltene biblische Vorhersagen brandaktuell erscheinen. Leider gab es zu dem Thema rund um Russland und die Prophetie auch manche Spekulationen, die abzulehnen sind. Das muss aber von den grunds\u00e4tzlichen Linien biblischer Prophetie und ihrer Bedeutung sauber differenziert werden. Die Teile der evangelikalen Bewegung, die durch die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte eine heilsgeschichtliche Eschatologie zunehmend liquidierten, erlagen demselben Fehler, den sie oft \u00abeigenwilligen Endzeitspropheten\u00bb vorwarfen: Die Bibel nur aufgrund des aktuellen Geschehens verstehen zu wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus dem Blickwinkel der biblischen Prophetie war es seit dem Ende des Kalten Krieges klar, dass die Abr\u00fcstung in Europa nur ein Zwischenspiel sein w\u00fcrde. Denn zu den Kennzeichen einer von Gott gel\u00f6sten Menschheit geh\u00f6ren Unfrieden und Streit (vgl. R\u00f6m 3,15-17), wie schon oben erw\u00e4hnt. Echten Frieden wird allein der wiederkommende Herr schaffen (vgl. Jes 9,5). Erst dann, und nicht zuvor, wird das sichtbare Reich Gottes beginnen und werden Schwerter zu Pflugscharen (Mi 4,2). Zudem spricht die biblische Prophetie davon, dass die Zeit vor der Wiederkunft Jesu von zunehmenden Kriegen, bewaffneten Konflikten und Terror ersch\u00fcttert wird (vgl. Mt 24,7; Lk 21,11; Offb 6,2.4.8. etc.). Auch die noch kommende Phase unter dem Scheinfrieden des Antichristen m\u00fcndet am Ende in eine beispiellose Aufr\u00fcstung. Der Prophet Joel spricht davon, dass am Ende die Nationen sogar ihre Pflugscharen zu Schwertern umschmieden werden (Joe 4,10). Wir sehen heute die Zuverl\u00e4ssigkeit des prophetischen Wortes einerseits und andererseits, wie sich \u00fcber Nacht sicher geglaubte Umst\u00e4nde \u00e4ndern k\u00f6nnen. Die letzten eschatologischen Entwicklungen werfen ihren Schatten voraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch eine weitere Prophetie hat durch die Entwicklungen der letzten Jahre und rund um die Ukraine ihren Schatten vorausgeworfen. In 1.\u00a0Thessalonicher 5,3 steht: <em>\u00abWenn sie n\u00e4mlich sagen werden: \u2039Friede und Sicherheit\u203a, dann wird sie das Verderben pl\u00f6tzlich \u00fcberfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.\u00bb<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Staaten in Westeuropa wurden durch den Ausbruch des Krieges auf dem bekannten falschen Fuss erwischt. Im Handumdrehen zeichnet sich nach Jahren der Abr\u00fcstung nun eine neue Aufr\u00fcstungsspirale ab. Es stimmt ausserdem sehr nachdenklich, wie scheinbare Pazifisten \u00fcber Nacht zu R\u00fcstungsbef\u00fcrworten wurden.\u00a0 Genauso wird es auch vor der Wiederkunft Jesu kommen. M\u00f6glicherweise sind wir dieser Zeit viel n\u00e4her als wir meinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So sind die Entwicklungen rund um die Ukraine ein Weckruf an die Gemeinde Jesu. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden wir in der nahen Zukunft noch mehr \u00fcberraschende und weitreichende Entwicklungen erleben. Dankbar d\u00fcrfen wir f\u00fcr alles \u00e4ussere Gute sein, das wir immer noch haben. Auch bei schmerzhaften Abstrichen an unserem Wohlstand geht es uns im weltweiten Vergleich noch unverdient gut. Wir sollen uns aber davon nicht blenden und einnebeln lassen angesichts der Entwicklungen, die uns umgeben. Alles deutet darauf hin, dass sich das Weltgeschehen auf der Zielgerade hin zur Wiederkunft Jesu befindet und sich die Entwicklungen rasant beschleunigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom Schlaf aufzustehen beinhaltet auch, dass unser Leben ganz neu von Christus gepr\u00e4gt wird und wir es im Bewusstsein seines baldigen Kommens f\u00fchren. \u00abUnser Herr kommt bald!\u00bb Dabei geht es nicht um Spekulationen oder Berechnungen, sondern um einen Unterschied im praktischen Leben, von dem Paulus auch in der zitierten R\u00f6merstelle spricht. Wenn schon damals die Nacht vorger\u00fcckt und der Tag nahe war, wieviel n\u00e4her muss er dann erst heute sein?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Johannes Pflaum<\/p>\n<hr \/>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p>Mitternachtsruf 11-2022, S. 26 bis 29.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was wir aus den aktuellen Entwicklungen f\u00fcr unser pers\u00f6nliches Leben, \u00fcber die biblische Prophetie und im Hinblick auf die Zukunft lernen k\u00f6nnen. Mit der russischen Invasion in der Ukraine zerplatzte f\u00fcr grosse Teile der westlichen Welt eine Traumblase, die sich durch all die Jahre des \u00e4usseren Wohlstands und Friedens gebildet hatte. 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