{"id":20151,"date":"2023-07-18T18:15:28","date_gmt":"2023-07-18T16:15:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20151"},"modified":"2023-07-19T18:09:20","modified_gmt":"2023-07-19T16:09:20","slug":"wie-ein-rabbiner-frieden-fand-persoenliches-zeugnis-von-rabbiner-dr-max-wertheimer-nach-dem-verlust-seiner-frau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20151","title":{"rendered":"Wie ein Rabbiner Frieden fand. Pers\u00f6nliches Zeugnis von Rabbiner Dr. Max Wertheimer nach dem Verlust seiner Frau"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-size: 12pt;\">Wie ein Rabbiner Frieden fand<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-size: 12pt;\">Pers\u00f6nliches Zeugnis von Dr. Max Wertheimer<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geboren von orthodoxen j\u00fcdischen Eltern, wurde ich schon in fr\u00fchster Kindheit davon beeindruckt, dass meine Eltern sehr fr\u00fch aufstanden, um lange Zeit mit dem Lesen der hebr\u00e4ischen Gebete zu verbringen. Selbst im kalten Winter, bevor zu ihrer k\u00f6rperlichen Behaglichkeit Feuer angemacht war, hielten sie treulich diese fr\u00fchen Andachten. Was ihre Gotteserkenntnis betraf, waren sie ein geweihtes, gottesf\u00fcrchtiges Paar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom f\u00fcnften bis f\u00fcnfzehnten Lebensjahr wurde ich in einer j\u00fcdischen Schule im orthodoxen Judentum unterwiesen. <!--more-->Ein Hebr\u00e4ischlehrer unterrichtete mich in den f\u00fcnf B\u00fcchern Moses. F\u00fcr meine klassische Ausbildung ging ich auf\u2018s Gymnasium. Sp\u00e4ter kam ich in die Lehre zu einem Fabrikanten, wo ich B\u00fcroarbeit verrichtete. Zu der Zeit f\u00fchrten mich meine Kameraden in die s\u00fcndenvollen Vergn\u00fcgungen der Welt, und obwohl ich zur Synagoge ging und meine hebr\u00e4ischen Gebete am Sabbat las, wurde ich vom Glauben meiner V\u00e4ter abgezogen. Meine Eltern entschieden sich, mich zu meiner weiteren Ausbildung nach Amerika zu schicken. Ich kam auf das \u201eHebrew Union College\u201c in Cincinnati, Ohio. Dort promovierte ich nach sieben Jahren. Vorher hatte ich meinen Abschluss in den Schriften und in hebr\u00e4ischer Literatur gemacht und vier Jahre sp\u00e4ter meinen Magistergrad empfangen. Wir studierten den Tenach, \u00fcbersetzten ihn vom Hebr\u00e4ischen in die Landessprache, gingen durch die j\u00fcdische Geschichte vom Anfang bis zur Gegenwart, und lernten die m\u00fcndlichen Gesetze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich den rabbinischen Kursus beendet hatte, wurde ich \u00f6ffentlich ordiniert und in das rabbinische Amt eingef\u00fchrt. Mein erster Ruf f\u00fchrte mich nach Dayton, Ohio, wo ich zehn Jahre als Rabbiner amtierte. W\u00e4hrend dieser Zeit gewann ich viele Freunde und empfing viele Zeichen der Liebe, welche ich hoch sch\u00e4tzte. In meinen Freitagabendvortr\u00e4gen sprach ich \u00fcber gesellschaftliche, gewerbliche und wirtschaftliche Fragen, Monotheismus, sittliche Kultur, moralische Systeme der Juden u.s.w. In den Sabbat-Ansprachen behandelte ich die w\u00f6chentlichen Abschnitte der Propheten von acht Uhr morgens bis f\u00fcnf Uhr abends, mit einer Stunde Unterbrechung zum Mittagessen. Auch sonntags gab ich Unterricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1895 wurden in der christlichen Kirche zu Dayton Versammlungen gehalten, in denen Pastoren verschiedener Denominationen \u00fcber ihre Religion sprachen. Stolz stand ich vor der Zuh\u00f6rerschaft bekennender Christen und sagte ihnen, warum ich ein Jude war und nicht an ihren Christus als meinen Messias und Heiland glauben wollte. Ich r\u00fchmte mich des Reform-Judentums, das die Notwendigkeit eines vers\u00f6hnenden Opfers f\u00fcr S\u00fcnde nicht anerkennt. Unter der Zuh\u00f6rerschaft sa\u00df eine schlichte, alte Frau, eine aufrichtige Christin; diese war tief bewegt, als sie zuh\u00f6rte. \u201eO Gott\u201c, betete sie. \u201eLass doch Dr. Wertheimer erkennen, wie n\u00f6tig er den Heiland hat, den er so gro\u00dftuerisch verwirft. Bring ihn, wenn n\u00f6tig, in wirkliche Tiefen, damit er erkennt, wie dringend er meinen Herrn Jesus Christus braucht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welch unvorhergesehene Kr\u00e4fte wurden wirksam, ausgel\u00f6st durch den Herzensschrei dieser mir unbekannten Frau! Wie war ich doch zu der Zeit vollkommen mit meinem Leben zufrieden! Ich hatte eine junge, reizende, gebildete Frau, war Rabbiner der \u201eBene Yeshorum\u201c-Synagoge, hatte ein sch\u00f6nes Heim, ein gutes Einkommen, eine hervorragende Stellung in der Gemeinde, war Ehrenmitglied der \u201eMinisterial Association\u201c, Mitglied des &#8222;Present-Day-Club\u201d und in der Freimaurerloge, und war ein bekannter Redner in Frauen-Klubs, Schulen, b\u00fcrgerlichen Vereinigungen u.s.w. H\u00e4tten Sie zu der Zeit meine Bibliothek besucht, w\u00fcrden Sie eine gro\u00dfe Auswahl zum Lesen gefunden haben. Ich hatte jedes Buch von Bob Igersoll, las es und korrespondierte mit dem Verfasser. Ich war ein oft eingeladener Gastredner in Kirchen jeder Denomination in der Stadt. Ich war mit dem Leben sehr zufrieden. Meine Frau und ich liebten Musik, wir hatten ein gro\u00dfes Heim mit zwei Angestellten, ein wundersch\u00f6nes Baby, einen Jungen, und ein T\u00f6chterchen, Rose.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pl\u00f6tzlich ver\u00e4nderte sich die Lage! Meine Frau wurde ernstlich krank und trotz vieler \u00c4rzte und Spezialisten starb sie und lie\u00df mich zur\u00fcck, als verst\u00f6rten Witwer mit zwei kleinen Kindern. Nach der Beerdigung gab ich Rose in die F\u00fcrsorge meiner Schwiegermutter, annoncierte um eine Haush\u00e4lterin f\u00fcr den Jungen und mich, und empfand mich als den allerungl\u00fccklichsten Menschen auf Erden. Ich konnte nicht schlafen. Ich wanderte durch die Stra\u00dfen, bestrebt, die L\u00fccke, den leeren Raum in meinem Herzen und Leben zu vergessen. Meine Tr\u00e4ume einer erfolgreichen Laufbahn und eines ungetr\u00fcbten h\u00e4uslichen Lebens waren alle zerschlagen. Wo war Trost zu finden? Die Himmel waren ehern, wenn ich den Gott meiner V\u00e4ter anrief. Wie konnte ich als Rabbi andern Worte des Trostes geben, wenn meine eigene Sorge mich zur Verzweiflung gebracht hatte? Pr\u00fcfend untersuchte ich den Spiritismus und entdeckte, dass er eine gro\u00dfe T\u00e4uschung ist. Ich besuchte Versammlungen und las Schriften der Theosophie und der Christlichen Wissenschaft, doch ich fand alles nur nichtig und hoffnungslos. Meine Erfahrung konnte mit Hiobs verglichen werden, als er ausrief: \u201eMeine Tage gleiten schneller dahin als ein Weberschiffchen, und schwinden ohne Hoffnung\u201c (Hiob 7,6). Fast zehn Jahre war ich als Rabbiner im Amt. Dann entschloss ich mich, eine Neuwahl nicht anzunehmen, und trat zur\u00fcck. Ich wollte die Dinge \u00fcberdenken, ich wollte studieren! Wo ist nun der Geist, wo ist die Seele der einen, die doch eine so begabte Pianistin war, die mein Leben so sch\u00f6n machte, mein Dasein vers\u00fc\u00dfte? Was war denn nun geworden aus all den F\u00e4higkeiten, den Pl\u00e4nen und Absichten jenes aktiven, scharfen Verstandes? Ich wandte mich an die Bibel!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich studierte das Judentum, doch beantwortete es nicht meine Fragen, befriedigte nicht das Verlangen meines Herzens. Dann begann ich das Neue Testament zu lesen und es mit dem Tenach zu vergleichen. Viele Abschnitte wurden gelesen und dar\u00fcber meditiert. Besonders beeindruckte mich das 53. Kapitel des Jesaja und darin der Schluss des elften Verses: \u201eDurch seine Erkenntnis wird mein gerechter Knecht viele rechtfertigen, denn Er wird ihre Missetaten auf sich laden.\u201c Hier war die einzige Erw\u00e4hnung der Bezeichnung \u201emein gerechter Knecht\u201c, die ich finden konnte. Diese Bezeichnung ist nirgendwo anders, weder im Alten noch im Neuen Testament des Wortes Gottes zu finden. Wir haben \u201eDavid mein Knecht\u201c, \u201eJesaja mein Knecht\u201c, \u201eDaniel mein Knecht\u201c, doch hier ist es \u201eMein gerechter Knecht\u201c. Ich fragte mich: \u201eWer ist dieser gerechte Knecht? Auf wen weist der Prophet hin?\u201c Ich argumentierte: Wer auch immer dieser gerechte Knecht Jehovas ist, dessen bin ich sicher: er ist nicht Israel, denn der Prophet bezeichnet Israel als eine s\u00fcndige Nation, ein Volk belastet mit Ungerechtigkeit, eine auss\u00e4tzige Nation. Der gerechte Knecht Jehovas muss einer sein, der heilig ist. Wenn es nicht Israel ist. Wer k\u00f6nnte es dann sein? Jesaja? Nein, denn in Jesaja 6 bezeichnet er sich vor Gottes Angesicht als schuldigen S\u00fcnder, als Mann unreiner Lippen. \u201eMein gerechter Knecht\u201c \u2013 wer k\u00f6nnte es nur sein? Ich begann nun das 53.Kapitel im Zusammenhang mit anderen Kapiteln zu studieren und fand in Jes 50,6: \u201eIch bot meinen R\u00fccken den Schlagenden.\u201c Wer bot seinen R\u00fccken den Schlagenden?, \u00fcberlegte ich. Am Anfang des Kapitels hei\u00dft es: \u201eSo spricht Jehova.\u201c Der Herr gab seinen R\u00fccken den Schlagenden? Hat Jehova einen R\u00fccken? Wann und warum wurde Er geschlagen? Wer schlug ihn? Ich las weiter: \u201eUnd meine Wangen bot ich dar denen, die die Haare ausrauften.\u201c Und noch weiter: \u201eIch verbarg mein Angesicht nicht vor Schmach und Speichel.\u201c Was bedeutet das alles? Wer war so misshandelt worden? Wann? Warum? Hatte Jehova all diese menschlichen Eigenschaften? Ich studierte mehr und mehr verschiedene prophetische \u00c4u\u00dferungen. In Psalm 110,1 steht geschrieben: \u201eJehova sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde mache zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe.\u201c Hier war es David, welcher von seinem eigenen Samen sprach und ihn \u201eHerr\u201c nannte. Wie kam er dort hinauf zur Rechten des Herrn? Warum erw\u00e4hnt Gott das nicht besonders? Warum sprach er nicht so einfach zu Israel, dass jeder Jude es verstehen konnte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verwirrt entschloss ich mich, beim ersten Kapitel des Buches Jesaja zu beginnen und das ganze Buch durchzulesen. Beim neunten Kapitel stockte ich: \u201eDenn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst.\u201c Hier war etwas ganz Unbegreifliches!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war der Lehre der Dreieinigkeit gegen\u00fcbergestellt. Wir Juden haben ein total monotheistisches Glaubensbekenntnis: \u201eSch\u2018ma Israel, Adonai, Eloheinu, Adonai Echad\u201c (5.\u00a0Mose 6,4). In diesem Wort ist die Lehre der Einheit Jehovas verwurzelt und begr\u00fcndet. Die gesamte Philosophie des Judaismus findet hier ihre Grundlage. \u00dcber Jahrhunderte hin lehrten die Rabbiner, dass das Wort \u201cechad\u201c absolute Einheit bedeutet. Doch nun \u2013 ich konnte es kaum glauben \u2013: Meine Lehre war falsch! Ich studierte das Wort und entdeckte, dass es nicht absolute Einheit, sondern zusammengeschlossene Einheit bedeutet. Lassen Sie es mich veranschaulichen: Adam und Eva wurden ein Fleisch \u201e<em>bosor echad<\/em>\u201c: eine zusammengeschlossene Einheit. Mose sandte 12 Kundschafter ins Land Kanaan und sie kehrten zur\u00fcck mit einem riesigen B\u00fcndel Weinbeeren, Dieser Stamm Weinbeeren ist hebr\u00e4isch genannt \u201c<em>eskol echad<\/em>.\u201c Mit hunderten Weinbeeren an einem Stamm konnte es nicht eine absolute Einheit gewesen sein; sie sind auf Hebr\u00e4isch \u201ceine Traube\u201c genannt. Eine zusammengeschlossene Einheit. In Gibea-Benjamin war eine \u00dcbeltat geschehen, welche Jehova, Seinen Namen und Seinen Charakter verunehrte. Die andern St\u00e4mme waren entr\u00fcstet und \u201cdas ganze Volk stand auf wie ein Mann.\u201c Das ist es, was ich Ihnen zeigen m\u00f6chte: Zu der Zeit z\u00e4hlten die M\u00e4nner Israels neben Benjamin 400 000 Soldaten, doch waren sie zusammengeschlossen wie ein Mann (auf Hebr\u00e4isch: \u201c<em>isch echad<\/em>\u201c). Hier ist es wiederum zusammengeschlossene Einheit: Tausende handelten wie einer! Diese und andere Schriftstellen zeigen zweifellos, dass \u201eechad\u201c nicht eine absolute Einheit sein kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott offenbarte sich dem Abraham als der Allm\u00e4chtige (El Schaddai). Der erste Buchstabe dieses Worte ist Schin. Das Schin besteht aus drei Strichen, zusammengeschlossen zu einem. Dieser Buchstabe steht oben auf dem Gebetsriemen und auf der H\u00fclse an den T\u00fcrpfosten. Juden haben allezeit diesen Buchstaben als symbolisch f\u00fcr die Gottheit angesehen, aber er hat drei Striche (einen f\u00fcr jede Person der Dreieinigkeit) zusammengeschlossen in eins, um die Einheit zu zeigen. Doch beunruhigte mich eine andere Frage: Wenn Er, der am Kreuz hing, wirklich eine Menschwerdung Jehovas war, wer war dann im Himmel? Ich schlug das 18.\u00a0Kapitel im ersten Buch Mose auf. Abraham hatte drei Besucher, zwei Engel, und den dritten sprach er vierzehnmal als Jehova an. Sp\u00e4ter verlie\u00dfen ihn zwei, aber der dritte sprach zu Abraham: \u201eSollte ich Abraham verbergen, was ich tun werde? Ich gehe nach Sodom und Gomorra hinab, um zu sehen, ob sie nach dem Bericht, der vor mich gekommen ist, v\u00f6llig getan haben. Und wenn nicht, so will ich\u2018s wissen. Denn ich werde diese St\u00e4dte zerst\u00f6ren.\u201c Abraham betete f\u00fcr sie, der Herr ging seinen Weg, und Abraham ging heim.\u2013 Doch hier ist es nun, worauf ich hinweisen will: Wir finden, dass Jehova den moralischen Stand Sodoms und Gomorras pr\u00fcft und sich weigert, sie zu schonen, weil nicht einmal zehn gerechte Einwohner innerhalb ihrer Grenzen gefunden werden konnten. In demselben Kapitel (19) haben wir diesen Bericht: \u00bbDann lie\u00df Jehova auf Sodom und Gomorra Schwefel und Feuer regnen von Jehova aus dem Himmel.\u00ab Wie und warum konnten da zwei Jehovas sein, Einer, der durch die Stra\u00dfen Sodoms ging, und Einer in den himmlischen Orten? Es muss ein allgegenw\u00e4rtiger Jehova sein! Dann, wenn das wahr ist, konnte Er ja auch gleichzeitig sowohl im Himmel, als auch mit und in Jesus am Kreuz sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesem folgte ein anderes Problem: \u201eWarum ist der Name Jesus niemals in den hebr\u00e4ischen Schriften erw\u00e4hnt?\u201c Ich studierte diese Frage. Sie k\u00f6nnen sich mein Erstaunen vorstellen, als ich fand, dass 275 Jahre v.\u00a0Chr. K\u00f6nig Ptolem\u00e4us Philadelphus M\u00e4nner von Palestina kommen lie\u00df und sie bat, die hebr\u00e4ischen Schriften in die griechische Landessprache zu \u00fcbersetzen. Sie begannen mit dem Pentateuch, und als sie danach an den Namen Josua kamen, \u00fcbersetzten sie es: das Buch des \u201cYesous\u201c, geschrieben mit einem Zirkumflex dar\u00fcber, um zu zeigen, dass hier etwas im Hebr\u00e4ischen weggelassen ist, das nicht im Griechischen ausgedr\u00fcckt werden konnte. Als Josua mit den andern elf Kundschaftern ins Land Kanaan ging, wurde er \u201cYehoshua\u201c (Jehova ist der Retter) genannt. Der Name Jesus bedeutet genau dasselbe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun konnte ich nicht l\u00e4nger im Unglauben beharren. Ich war \u00fcberzeugt von der Wahrheit Gottes, wie sie im Messias Jesus ist. Ich rief aus: \u201eHerr, ich glaube, dass Du als Jehova Yesous f\u00fcr mich Vers\u00f6hnung bewirkt hast. Ich glaube, dass Jehova Yesous f\u00fcr mich starb! Ich glaube, Du hast dies f\u00fcr mich bereitet! Ich glaube, Du hast die F\u00e4higkeit und Macht! Von nun an will ich \u00f6ffentlich Jesus als meinen Herrn und Heiland bekennen! So war ich nach monatelangem Forschen \u00fcberzeugt, dass Jesus der gerechte Knecht Jehovas war &#8211; <em>Jehova Tsidkenu<\/em> \u201eDer Herr unsere Gerechtigkeit\u201c (Jer 23,6).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 30. M\u00e4rz 1904 bekannte ich Christus \u00f6ffentlich in der Baptisten-Kirche, und nachdem ich die Erlaubnis zu predigen erhalten hatte, \u00f6ffneten sich mir T\u00fcren bereitwillig. Ich besuchte zuerst das Baptisten-Seminar in Louisville, wo ich nach einem Studienjahr graduierte. Auf meinen Wunsch hin wurde eine Tagung der \u201eDayton Association of Ministers\u201c zusammengerufen, und 35 Pastoren befragten mich, um meinen pers\u00f6nlichen Glauben und meine Lehre zu pr\u00fcfen. Am selben Abend fand meine Ordination statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein erster Ruf kam von Ada, Ohio, wo ich f\u00fcnf Jahre als Pastor diente. Von dort berief mich die \u201cNew Covenant Mission\u201c, Pittsburgh, als Evangelist und Pastor. Nach 2 1\/2 Jahren in diesem Dienst war ich \u00fcberzeugt, dass Gott mich zu einem weiteren Wirkungskreis in der Evangeliumsverk\u00fcndigung unter Juden und Nicht-Juden rief, abh\u00e4ngig vom Herrn im Blick auf meine Versorgung und die meiner Familie. So kehrten wir im Jahr 1913 nach Ada zur\u00fcck, zu jener kleinen Herde, \u00fcber welche ich f\u00fcnf Jahre Unterhirte war, und welche unseren Herzen sehr nahe stand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich begann mit Bibel-Lehre, und Gott war immer treu. Wollte ich von all den Offenbarungen Seiner G\u00fcte und Gnade schreiben, es w\u00fcrde ein Buch f\u00fcllen. Er h\u00f6rte nie auf, zu sorgen und zu bereiten. Im Messias habe ich meinen einzigen Trost f\u00fcr jede Sorge gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Rabbi hatte ich mich gesehnt, den Trauernden Trost und Hoffnung zu geben; doch wie konnte ich geben, was ich selbst nicht besa\u00df? Ich gab wohl Mitgef\u00fchl, doch das ist ein geringer Trost in Zeiten bitteren Herzeleids und tragischer Ereignisse. Wie wirklich tr\u00f6stend und herrlich sind aber die Worte unseres Heilandes f\u00fcr alle, die ein gebrochenes Herz haben:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit.\u201c Und ebenso: \u201eWahrlich, wahrlich, ich sage euch: wer meine Worte h\u00f6rt und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat (besitzt nun} ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben hin\u00fcbergegangen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt nur ein ewiges Leben und auch nur eine Quelle des ewigen Lebens, und diese ist in dem Sohne Gottes. Welch eine gro\u00dfe und herrliche Botschaft ist uns, Seinen Erl\u00f6sten, anvertraut; lasst uns sie heute weitergeben.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus: F\u00f6lsch, Harald (Hg.), Die Weisheit ruft: Zeugnisse von Rabbinern. Copyright: Messianic Good News \/ Cresta, S\u00fcdafrika, 1999, S. 5 bis 11.<\/p>\n<p>Eine englischsprachige Fassung findet sich unter <a href=\"http:\/\/www.messianicgoodnews.org\/rabbi-max-wertheimer-d-d\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.messianicgoodnews.org\/rabbi-max-wertheimer-d-d\/<\/a> .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ein Rabbiner Frieden fand Pers\u00f6nliches Zeugnis von Dr. Max Wertheimer Geboren von orthodoxen j\u00fcdischen Eltern, wurde ich schon in fr\u00fchster Kindheit davon beeindruckt, dass meine Eltern sehr fr\u00fch aufstanden, um lange Zeit mit dem Lesen der hebr\u00e4ischen Gebete zu verbringen. Selbst im kalten Winter, bevor zu ihrer k\u00f6rperlichen Behaglichkeit Feuer angemacht war, hielten sie [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":703,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,28,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20151"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/703"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20151"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20151\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20155,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20151\/revisions\/20155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}