{"id":20062,"date":"2023-06-08T09:15:39","date_gmt":"2023-06-08T07:15:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20062"},"modified":"2023-06-08T09:15:39","modified_gmt":"2023-06-08T07:15:39","slug":"troester-helfer-ratgeber-komm-heiliger-geist-stellungnahme-zu-artikel-in-idea-nr-21-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=20062","title":{"rendered":"Tr\u00f6ster, Helfer, Ratgeber \u2013 Komm, Heiliger Geist!  Stellungnahme zu Artikel in idea Nr. 21\/2023"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Unter dem Titel \u201eHeiliger Geist \u2013 der untersch\u00e4tzte Gott\u201c verfasste Carlos Schmidt das Editorial (Seite 3) dieser idea-Ausgabe (idea Nr. 21\/2023). Er ist Gr\u00fcnder der missionarischen Initiative Lighthouse Haiger e.V. Sein Wunsch ist es, in Haiger und Umgebung den Heiligen Geist wieder zu betonen und durch Einladung von Charismatikern diese Themen anzukurbeln. Wie so oft in unseren Tagen, folgt auf eine richtige Diagnose \u2013 man sehnt sich nach mehr Wirken Gottes \u2013 eine falsche Therapie. Dieser Beitrag enth\u00e4lt einige typische neo-pfingstlichen Irrlehren. Carlos Schmidt vertritt die Rhema-Lehre, die ihre Wurzel in der Wort-des-Glaubens-Bewegung hat, auch Rhema-Bewegung genannt. \u201eDie Bibel \u2013 das geschriebene Wort Gottes (\u201elogos\u201c) \u2013 ist dabei immer unsere Grundlage. Aber Gott spricht auch heute noch pers\u00f6nlich durch sein gesprochenes Wort (\u201erhema\u201c) zu uns\u201c (S. 3).<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Berean Call hei\u00dft es zu dieser \u00dcberzeugung: <em>Der grundlegende Irrtum der Bewegung ist die Sichtweise, wie man eine Botschaft von Gott erh\u00e4lt. Die meisten, wenn nicht alle F\u00fchrer billigen die Lehre, die griechischen Begriffe<\/em><em> Rhema und Logos, die man in der Bibel findet, beschrieben verschiedene Wege, um von Gott zu h\u00f6ren. Dies war eine grundlegende Lehre unter historischen, religi\u00f6sen Bewegungen wie die Sp\u00e4tregenbewegung, die Manifest Sons of God und die Wohlstand und Heilung unterst\u00fctzenden Word\/Faith Lehrer. Sie folgern, Logos beziehe sich auf das geschriebene und Rhema auf das gesprochene Wort. Obgleich die Bibel die Begriffe abwechselnd verwendet und keinen Unterschied macht, erh\u00f6ht diese falsche Lehre in der Praxis das, was Gott (angeblich) zu ihnen gesprochen hat, auf dasselbe Niveau wie das, was in der Schrift steht, oder gar h\u00f6her <\/em>(TBC, M\u00e4rz 2013).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist typisch f\u00fcr den Schw\u00e4rmer, der au\u00dferhalb der Bibel das angebliche &#8222;Reden Gottes&#8220; vernimmt. Solche Eingebungen von Tr\u00e4umen, Bildern, eindr\u00fccklichen Gedanken, Visionen, sp\u00fcrbaren Manifestationen usw. sind das Proprium der New-Age-Bewegung. Insider nennen nicht zuf\u00e4llig die charismatische Bewegung die \u201ewei\u00dfe Schwester\u201c der Esoterik. Das soll nicht hei\u00dfen, dass Gott sich nicht in bestimmten F\u00e4llen besonders manifestieren oder offenbaren k\u00f6nne, doch es ist das Au\u00dfergew\u00f6hnliche, nicht etwas, das man ein\u00fcben oder verallgemeinern kann. Aber, wie bereits angedeutet, es passt nahtlos in die Erfahrungen der Esoteriker und in unsere gegenw\u00e4rtige Zeit okkulter Erweckung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ernst Buddeberg, vorgetragen auf der Gnadauer Konferenz 1910, hat diese Tendenz des \u201edirekten Redens\u201c sehr gut auf den Punkt gebracht:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gott will durch sein offenbartes Wort mit uns verkehren. &#8211; Die Schw\u00e4rmerei will dar\u00fcber hinaus &#8222;inneres&#8220; Wort Gottes haben und richtet ein neues Prophetentum mit autoritativer Gewalt auf. b) Gott will durch seinen Sohn mit uns verkehren. &#8211; Die Schw\u00e4rmerei l\u00f6st den Geist von der Person Christi. &#8230; Die Schw\u00e4rmerei will nur unmittelbar vom Geist geleitet werden <\/em>(Zitiert bei Paul Fleisch: <em>&#8222;Die Pfingstbewegung in Deutschland&#8220;,<\/em> Feesche Verlag Hannover 1957, S. 170).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Reformatoren war diese Trennung von Geist und Wort Gottes undenkbar. So konstatierte Luther: &#8222;Der Geist kann nirgends gegenw\u00e4rtiger und lebendiger gefunden werden als in seinen eigenen heiligen Schriften, die er geschrieben hat&#8220; (Theo Lehmann, <em>Von wegen toter Buchstabe<\/em>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Typisch ist auch, dass Carlos Schmidt nur R\u00f6m. 8,11 im Zusammenhang mit der Auferweckung Jesu zitiert. Dabei ist die Auferweckung unseres Herrn trinitarisch, Gott hat Christus auferweckt 1. Kor, 6,14; Der Herr hat sich auferweckt (Joh. 10,18).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann wird Mut gemacht, geistliche Impulse bzw. verborgene Geheimnisse zu empfangen, \u201edie uns der Geist Gottes in Form von prophetischen Worten oder einem Wort der Erkenntnis offenbart,\u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang erw\u00e4hnen, dass idea unter \u201eSch\u00e4tze des Glaubens\u201c Watchman Nee zitierte. W\u00f6rtlich hei\u00dft es dort, wie der Gabendienst \u201eein Dienst vom Kindergarten-Typus ist, der dazu die Tendenz hat, aufzubl\u00e4hen&#8230; Eine Gemeinde, die sich durch Gaben aufzubauen versucht, wird stets als fleischliche Gemeinde enden, weil dies nicht Gottes Weg f\u00fcr den Aufbau einer Gemeinde ist, ausgenommen im Kindheitsstadium\u201c (idea spektrum 1\/2001, S. 19).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tragisch verkehrt ist auch der letzte Satz dieses Editorials: \u201eEs braucht eine Hinwendung zur Person des Heiligen Geistes in Deutschland.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie soll das geschehen? Indem man um den Geist bittet, werden einige mit Berufung auf Luk. 11,13 sagen. Doch Gott gibt den Geist bekanntlich denen, die ihm gehorchen (Apg. 5,32). Und das Wort \u201edarum\u201c (die ihn <u>darum<\/u> bitten) steht gerade nicht in dieser Empfehlung von Luk. 11,13. Vielmehr die bekannte Beobachtung, Menschen, die viel Zeit im Gebet und F\u00fcrbitte verbringen, werden mehr und mehr vom Geist Gottes erfasst und erf\u00fcllt. Man empf\u00e4ngt ja den Heiligen Geist gem\u00e4\u00df Lehre des NT durch den Glauben an Jesus Christus (Eph. 1,13) und nichts anderes (Gal. 3,2). Das aber bedeutet gew\u00f6hnlich Umkehr und Herrschaftswechsel. Alle echten Erweckungen waren Bu\u00dfbewegungen, R\u00fcckkehr zu Gott, seinen Geboten und vor allem zu seinem Wort. Man denke an die sieben Sendschreiben. Keine Gemeinde erh\u00e4lt den Vorwurf, zu wenig die Charismen zu praktizieren, doch achtmal hei\u00dft es: Tue Bu\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit solchen Aussagen \u00f6ffnet Carlos Schmidt, nat\u00fcrlich ungewollt, die Gl\u00e4ubigen f\u00fcr die gro\u00dfen Zeichen und Wunder, die am Ende der Tage gem\u00e4\u00df Matth. 24,11 und 24, 2. Thess. 2,9-11 u.a., um sich greifen und tats\u00e4chlich kommen werden bzw. sich schon l\u00e4ngst ausbreiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bekanntlich ist der wahre Gradmesser geistlicher Kraft auf moralisch-ethischem Gebiet. Ein Volk, das sich von Gott abwendet, verachtet und bek\u00e4mpft schlie\u00dflich die Gebote Gottes, vor allem auf sexuellem Gebiet. Wir sind nun bedauerlicherweise moralisch mehr als bankrott \u2013 es erf\u00fcllt sich leider Matth. 24,12 und \u2013 und f\u00fcr diese Zeit sagt unser Herr die falschen Propheten voraus (Vers 11), die sehr erfolgreich sein werden. H\u00e4tten wir den Bruchteil einer Erweckung, Gender- und Schwulenbewegung h\u00e4tten keine Chance. Abtreibung w\u00e4re ge\u00e4chtet usw. Doch inmitten dieses moralischen Niedergangs haben wir interessanterweise, eigentlich bezeichnenderweise, eine stetige Zuname von Propheten, prophetische Gebete, Worte der Weissagung und Erkenntnis usw. Vor einer Generation war dies in der evangelikalen Welt kaum bekannt. Man wird an Spurgeon erinnert: \u201eDie Theologie hat nichts Neues zu bringen, mit Ausnahme dessen, was falsch ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Carlos Schmidt und auch Friedhelm Holthuis (Seite 14) und zahllose andere sind eine Erf\u00fcllung von einer mehr als hundert Jahre alten Feststellung. In Bezug auf 1. Tim. 4,1 warnten in ihrem Klassiker \u201eKampf nicht wider Fleisch und Blut\u201c am Beginn des vorigen Jahrhunderts wegen der damals einbrechenden Pfingstbewegung Jessie Penn-Lewis und Evan Roberts davor, dass vor der Wiederkunft Jesu der Feind Gottes Legionen verf\u00fchrerischer Geister losschicken w\u00fcrde, um all die zu verf\u00fchren, die f\u00fcr \u00fcbernat\u00fcrliche Eingebungen empf\u00e4nglich sind. <em>Wie viele lassen sich z.B. beim Beten in passives, apathisches \u201aWarten auf Gott\u2019 hineinsinken oder bringen ihren Geist <\/em><em>absichtlich zum Schweigen, um \u201aEindr\u00fccke von oben\u2019 zu empfangen, die sie f\u00fcr g\u00f6ttliche Offenbarungen halten <\/em>(Jessie Penn-Lewis \u201eDer bedrohte Christ\u201c, Exodus, S. 141-142).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn dies so deutlich gesagt wird, soll aber auch erw\u00e4hnt werden, dass es nicht unser Auftrag bzw. meine Aufgabe ist, solche Leute, eigentlich Geschwister, zu richten. Nur Gott kennt die wahren Motive und ich werde nicht vergessen, wie George Verwer sagte: \u201eBrennende Christen sind mehr gef\u00e4hrdet als geistliche.\u201c Es sind oft genug unsere Besten, die sich nach mehr Realit\u00e4t und Wirken Gottes sehnen und dann besonders anf\u00e4llig sind f\u00fcr solche Str\u00f6mungen. Nur Gott allein kennt die wahren Motive und deswegen soll man in diesem Bereich auch zur\u00fcckhaltend sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings ist uns mehrfach aufgetragen, die Geister zu pr\u00fcfen (1. Joh. 4,1; Offb. 2,2) und sogar befohlen, <u>alles<\/u> zu pr\u00fcfen (1. Thess. 5,21). Es ist anzunehmen, dass gegenw\u00e4rtig fast alle Gl\u00e4ubigen davon \u00fcberzeugt sind, in den letzten Tagen vor dem 2. Kommen Christi zu leben. Nun hat Jesus aber seine Wiederkunftsreden ausnahmslos mit Verf\u00fchrung eingeleitet und zu einem Schwerpunktthema gemacht. Wer es also unterl\u00e4sst, in dieser Zeit wachsam zu sein (Mark. 13,33-37) und alles zu pr\u00fcfen, setzt sich besonderen Gefahren aus. Watchman Nee gab zu bedenken: \u201eEin Erlebnis in Frage zu stellen ist der erste Schritt der Befreiung und nicht ein zweifeln an Gott, sondern an sich selbst\u201c (Luk. 11,35). Ich wei\u00df aus eigener Erfahrung, welch berauschend sch\u00f6ne Erlebnisse, Freudigkeit usw. man durch \u201eGeisteswirkungen\u201c erfahren kann und wie schmerzhaft es dann ist zu erkennen, dass man betrogen worden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es soll nicht in Frage gestellt werden, dass der Heilige Geist Gott ist. Doch das Verh\u00e4ltnis der H\u00e4ufigkeit der Erw\u00e4hnungen von Heiliger Geist und Jesus ist ca. 1:20. Im NT wird also unser Erl\u00f6ser zwanzigmal h\u00e4ufiger genannt als der Geist Gottes. Nun, in manchen Kreisen hat man den Eindruck, dass sich diese Relation ziemlich verschoben hat. In Anbetracht der bekannten Tatsache, dass der Geist nicht von sich selber reden wird (Joh. 16,13-14), ergibt sich die berechtigte Frage, welcher Geist hier wirkt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In derselben idea-Ausgabe bringt auch Friedhelm Holthuis als Pr\u00e4ses des Bundes freikirchlicher Pfingstgemeinden einen Beitrag unter dem Titel \u201eWarum gibt es Pfingsten?\u201c (Die Kleine Kanzel, Seite 14). Dort hei\u00dft es: \u201eJesus tat als \u201aals Mensch\u2018 keine Wunder. Erst als der Heilige Geist auf ihn kam, konnte er etwas f\u00fcr die Menschen tun.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit vertritt der Pr\u00e4ses die Lehre der sogenannten Kenosis. Mit Berufung auf Phil. 2,5-7 hat sich Jesus tats\u00e4chlich ent\u00e4u\u00dfert. Wenn man jedoch behauptet, er war hier auf Erden nur Mensch und Jesus habe seine G\u00f6ttlichkeit im Himmel zur\u00fcckgelassen, wird diese theologische Deutung zur H\u00e4resie. Es ist eine \u00dcberzeugung, die man bei manch f\u00fchrendem Charismatiker und auch bei Rodney Howard-Browne, einer der Schl\u00fcsselfiguren des Toronto-Segens, findet. In seinem Buch \u201eUnd der Himmel bricht herein\u201c behauptet z.B. Bill Johnson, einer der einflussreichsten Irrlehrer unserer Tage, von Jesus \u201eEr legte seine G\u00f6ttlichkeit ab (siehe Phil 2,5-7), da er die Aufgabe zu erf\u00fcllen suchte, die ihm der Vater \u00fcbertragen hatte\u201c (Vaihingen\/Enz: Grain-Press, 2007, S. 88). Man propagiert also eine v\u00f6llig falsche Christologie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der \u201eTrick\u201c hinter dieser H\u00e4resie: Wenn Jesus diese Wunder als Mensch selber nicht wirken konnte, sondern nur in der Kraft des Heiligen Geistes, wir aber denselben Heiligen Geist empfangen haben, dann k\u00f6nnen wir die gleichen Wunder und gem\u00e4\u00df Joh. 14,12 sogar noch gr\u00f6\u00dfere tun (obwohl dort das Wort Wunder nicht vorkommt, sondern Werke). Mit diesem <em>anderen<\/em> Jesus hat man nun tats\u00e4chlich eine rote Linie \u00fcberschritten. Hier sollte man nicht mehr vornehm schweigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dankenswerterweise hat in einem Leserbrief der folgenden Nummer (idea 22) Pfarrer Harald Karpe auf diesen schwerwiegenden Irrtum hingewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesem falschen Jesus nun und fremden Geist (2. Kor. 11,4), beide werden immer popul\u00e4rer, produziert man nun Zeichen, Heilungen und Wunder in zunehmenden Ma\u00dfe und eilt von einer Prophetie zur n\u00e4chsten besonderen Gottesoffenbarung. Eine wirksame \u201eEnergie\u201c der Verf\u00fchrung greift um sich (2. Thess. 2,11).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0&#8222;Tr\u00e4ume sind Gottes Sprache&#8220; schreibt Pr\u00e4ses Holthuis (S. 14). In praktisch allen esoterischen Zeitschriften werden Tr\u00e4ume als die Sprache des Unterbewussten empfohlen. New-Ager sehen in ihren Tr\u00e4umen die Weisungen ihres g\u00f6ttlichen Funkens oder wahren Selbst. Statt also <em>Wachet und betet<\/em>, wie der Herr ermahnt, hei\u00dft es nun eher \u201eschlaft und tr\u00e4umt\u201c. Damit soll nicht gesagt werden, dass Gott in besonderen F\u00e4llen nicht auch in unseren Tagen durch einen Traum reden oder warnen kann; doch das ist eher die Ausnahme und eben nicht, &#8222;Tr\u00e4ume sind Gottes Sprache&#8220;. Das erinnert eher an Jer. 23,32 bzw. Klagelieder 2,14.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu noch ein Lutherzitat.<em>&#8222;Diejenigen, welche Offenbarungen und Tr\u00e4ume im Munde f\u00fchren und <\/em><em>suchen, sind Gottesver\u00e4chter,\u00a0 <\/em>da sie mit seinem Wort nicht zufrieden sind. Ich erwarte in geistlichen Dingen weder eine Offenbarung noch Tr\u00e4ume; ich habe das klare Wort; deshalb mahnt Paulus {Gal. 1,8), man solle sich daranhangen, auch wenn ein Engel vom Himmel anders lehrte\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Tischreden 5, 6211, Fausel Bd II, 5. 195).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betont sollte auch werden, dass nicht alles falsch ist, was diese Autoren aufzeigen. In manchen Teilen halten sie uns einen berechtigten Spiegel vor. Dennoch nannte Dr. Rolf Hille noch in idea 36\/2009 die charismatische Bewegung \u201edie tragischste Bewegung in der Geschichte der Kirche\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfen m\u00f6chte ich mit einem Zitat von Gerhard Maier in Bezug auf Jesu Endzeitwarnung (Mt 24). \u201cEs f\u00e4llt auf, dass Jesus die Warnung vor den Verf\u00fchrern an die Spitze stellt. Verf\u00fchrung ist f\u00fcr die Gemeinde gef\u00e4hrlicher als Verfolgung. Verfolgung eint die Gemeinde, Verf\u00fchrung spaltet sie. Verfolgung l\u00e4sst das Echte hervortreten, Verf\u00fchrung das Unechte triumphieren\u2026 Von daher versteht man, wie notwendig der Kampf gegen die Irrlehre ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir leben leider in einer Zeit, wo buchst\u00e4blich das Falsche, Verr\u00fcckte, Perverse und Widerg\u00f6ttliche triumphiert. Bekanntlich beginnt das Gericht am Hause Gottes (1. Petr. 4,17). M\u00f6ge unser gn\u00e4diger Erl\u00f6ser \u201eim Zorne an Barmherzigkeit denken\u201c (Hab. 3,2).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Alexander Seibel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Titel \u201eHeiliger Geist \u2013 der untersch\u00e4tzte Gott\u201c verfasste Carlos Schmidt das Editorial (Seite 3) dieser idea-Ausgabe (idea Nr. 21\/2023). Er ist Gr\u00fcnder der missionarischen Initiative Lighthouse Haiger e.V. 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