{"id":19959,"date":"2023-05-05T08:33:42","date_gmt":"2023-05-05T06:33:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19959"},"modified":"2023-05-05T08:34:26","modified_gmt":"2023-05-05T06:34:26","slug":"predigt-ueber-1-sam-1744-47-mut-fuer-morgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19959","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber 1. Sam. 17,44-47: Mut f\u00fcr morgen!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich denke noch manchmal, wenn wir die Winterzeit haben, zur\u00fcck an die Zeit, wo der Krimpelsee und der Werdersee zugefroren waren. Das waren noch Zeiten, wenn man aufs Eis konnte. Und wenn es kalt wurde, haben unsere Jungens richtig darauf gefiebert. Dann sind wir zum Krimpelsee, haben Steine aufs Eis geworfen, um zu sehen, ob das Eis h\u00e4lt, wir sa\u00dfen am Ufer und haben mit dem Schuhabsatz probiert, ob das Eis tr\u00e4gt. Dann kam der aufregende Moment, wenn man dann losging und das Eis betrat. Ich h\u00f6re das immer noch, dieses Knacken des Eises und dann den Mut, ob man sich hineinwagen kann, ob das Eis wirklich tr\u00e4gt oder ob man dann pl\u00f6tzlich einbricht. Das war immer so ein Wagnis, \u00fcberwindet man die Angst vor dem Knacken oder hat man Mut.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute wird so viel von der Zukunftsangst in unserem Volk gesprochen. Und da sagen viele: Wie ist das alles so risikoreich! Die Leute sagen: Das bricht alles doch einmal zusammen. Dann h\u00f6rt man: Alles ganz gef\u00e4hrlich, das sind apokalyptische Zust\u00e4nde! H\u00f6rst du es nicht, wie es knackt! Das will ich nicht runterspielen? Auch ihre pers\u00f6nlichen \u00c4ngste, die sie haben. Wenn sie so auf die Schmerzen in ihrem K\u00f6rper achten, und denken, ja was wird das wohl sein? Soll ich zum Arzt, soll ich noch ein wenig zuwarten? Angst, da knackt was! Die Sorgen, die man hat, wie geht das denn weiter? Beruflich, jeder von uns h\u00f6rt das irgendwo in seinem Leben. Dann braucht man Mut, dass man seinen Weg weitergehen kann. Aber Mut kann so schnell auch Leichtsinn sein, dass andere dann sagen: Wie konnte der auch, er h\u00e4tte es doch wissen m\u00fcssen, wie gef\u00e4hrlich das ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum interessiert mich heute Morgen, wie der junge David so sicher seinen Weg gehen konnte, so ruhig und gelassen. Ich meine, dass er f\u00fcr uns als Christen ein Vorbild ist. Wir sollten in unserer Zeit, wo so viel von Angst und Krise die Rede ist, dieses Geschrei nicht noch vermehren. Sie sollten als Christen Fr\u00f6hlichkeit, Mut und Zuversicht ausstrahlen und bei Ihnen soll man das sehen k\u00f6nnen: der hat keine Angst, der geht seinen Weg sicher und getrost. Wie kriegt man so Glaubensmut und Zuversicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wollen wir uns einmal den David anschauen. Ich meine jetzt nicht David Copperfield, dieser gro\u00dfe Trickk\u00fcnstler aus San Diego, der ja immer wieder durch Feuer und Mauern marschieren kann. Ich meine \u00fcberhaupt keinen dieser Glimmer und Flimmer- Helden, sondern ich meine David, das Multitalent aus Israel. Der hat es vom Hirtenjungen zum Liedermacher, zum Feldmarschall, ja bis zum Gro\u00dfk\u00f6nig gebracht. Und David hei\u00dft: von Gott geliebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist sch\u00f6n, ihr jungen Leute, wenn jemand von der Oma geliebt wird, ihre Sonderzuweisungen halten, das sonst eher magere Taschengeld auf ertr\u00e4glichem Niveau. Es ist sch\u00f6n, wenn einer vom Onkel geliebt wird. Das ist prima, dann geht n\u00e4mlich der Wunsch in Erf\u00fcllung: Bringen nur recht viel herbei, dass der Fritz auch gl\u00fccklich sei! Und manche sind vom Freund geliebt. Das ist irre. Vom Schlosspark bringt er die Bl\u00fcmchen und bei McDonald&#8217;s zahlt er den Royal TS. Aber am sch\u00f6nsten, am allergr\u00f6\u00dften, am allergewaltigsten ist, wenn einer von Gott geliebt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt \u00fcberhaupt keinen, der hier ausgeschlossen w\u00e4re. Denn Gott kennt keine Reservisten und versp\u00e4tete Hinterb\u00e4nkler, er kennt keine Cliquenwirtschaft, wo es nur ein paar miteinander k\u00f6nnen. Er will allen seine Freundschaft schenken, denn so hat Gott die Welt geliebt. Geliebte Gottes gibt es rund um diese Erde und hier in St. Markus 2023, ihr sollt dazugeh\u00f6ren. Geliebte Gottes, K\u00f6nigskinder! Wie bekommen wir denn jetzt wieder f\u00fcr alle unsere N\u00f6te Glaubensmut und Zuversicht.<\/p>\n<p><em>&#8222;Und der Philister sprach zu David: Komm her zu mir, ich will dein Fleisch den V\u00f6geln unter dem Himmel geben und den Tieren auf dem Felde. 45 David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Spie\u00df und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verh\u00f6hnt hast. 46 Heute wird dich der HERR mir \u00fcberantworten, dass ich dich erschlage und dir den Kopf abhaue und gebe deinen Leichnam und die Leichname des Heeres der Philister heute den V\u00f6geln unter dem Himmel und dem Wild auf der Erde, damit alle Welt innewerde, dass Israel einen Gott hat, 47 und damit diese ganze Gemeinde innewerde, dass der HERR nicht durch Schwert oder Spie\u00df hilft; denn der Krieg ist des HERRN, und er wird euch in unsere Hand geben.&#8220; (1. Sam 17,44 \u2013 47)<\/em><\/p>\n<p><strong>1. Sie bekommen ein neues Herz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Geschichte von David ist ja keine Fantasiegeschichte, sondern da hat es ein junger Mann einmal im Gehorsam des Glaubens probiert. Der Erzfeind, die Philister, kam \u00fcber die Grenze und bedrohte das ganze Land. Schnell wurde mobil gemacht und ein Heer aufgestellt und auch die drei \u00e4lteren Br\u00fcder von David wurden als Soldaten eingezogen. Da macht sich die Mutter Sorgen, die werden doch nicht satt bei dieser Marschverpflegung. David nimmt den von der Mutter gef\u00fcllten Esskorb und spielt die Feldpost. Zehn Brote sind drin f\u00fcr die Br\u00fcder und zehn K\u00e4se f\u00fcr den Feldwebel und richtiger Schmierk\u00e4se f\u00fcr den Spie\u00df. Und David marschierte los. Dieser Dreik\u00e4sehoch, besser dieser zehn K\u00e4sehoch und schlug sich durch, bis in die vorderste Front. Aber das war eine schlimme Stunde, als die durchtrainierten M\u00e4nner Israels in ihren Zelten sa\u00dfen und alle das wortreiche Trommelfeuer des Goliath miterlebten. Nein, das war kein Mensch mehr, dieser Mann, ein riesiges Menschenpaket, eine Festung aus Eisen und Leder, nachgemessen wurde 2,90m lang! Wie der gegen diese Israeliten schrie: Ihr Angsthasen! Warum kommt ihr nicht? Ihr Hasenf\u00fc\u00dfe, warum traut ihr euch nicht. Und diese Wortraketen schlugen in die Herzen ein, dass die Israeliten zitterten wie Espenlaub und sich im n\u00e4chsten Mauseloch versteckten. Originalton Bibel: Allen entfiel das Herz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und diese tapferen, mutigen, starken M\u00e4nner sa\u00dfen in ihren Zelten und zitterten. Es zwar ein kl\u00e4gliches Bild. Die starken M\u00e4nner, und dann zitterten sie wie Espenlaub. Vor lauter Angst. Es hei\u00dft: das Herz rutschte pl\u00f6tzlich in die Hosentasche. Sie wurden mit ihrer Angst nicht fertig, aber dann haben sie den David deutlich sp\u00fcren lassen, dass er noch gar nicht reif war f\u00fcr diese M\u00e4nnergesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Es ist schlimm, wenn man bei einem Familientreffen die Namen nicht mehr wei\u00df, dass der Onkel eben Fritz und die Tante Frieda hei\u00dft, das ist schlimm. Aber allerschlimmsten ist, wenn einem das Herz entf\u00e4llt, wenn einem das Herz hinunterf\u00e4llt, wenn einem das Herz in die Schuhe rutscht. Nur David, dem erging es anders. Dem ging diese Verhonepiepelung der Geliebten Gottes auf den Geist. Dieser Dreckschleuder von Goliath musste das Maul gestopft werden und deshalb meldet er sich freiwillig zum Zweikampf. Die Landser lachten, die Br\u00fcder schimpften und der K\u00f6nig setzte ihm einen viel zu gro\u00dfen Helm auf den Kopf, dass nur noch das Kinn darunter hervor schaute. Er aber verzichtete auf diesen Schutz und er sagte: Wer unter dem Schirm des H\u00f6chsten sitzt und unter dem Schatten des Allm\u00e4chtigen bleibt, der spricht: meine Zuversicht und meine Burg. Das war sein Leben, und so zog er los.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ja eine Beschreibung, die wieder auf unsere Zeit passt, wo manche Menschen wie gel\u00e4hmt sind. Wie soll denn alles werden und was wird denn kommen. Woher kommt der Mut des David so pl\u00f6tzlich? Traut er sich mehr zu, als diese kundigen, durchtrainierten und klugen Leute? Seht, David zieht anders los. Gott nietet das Herz fest, dass es nicht mehr in die Schuhe rutschen kann. Der Glaube war geboren in den stillen Stunden der Einsamkeit auf der Weide bei seinen Herden und erprobt im Kampf mit den wilden Tieren. Es ist ein tolles Ding, sagt die Bibel, dass das Herz fest werde. Ihr bekommt, Geliebte Gottes, das richtige Herz, das in Jesus fest gegr\u00fcndet ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der ganze Unterschied liegt jetzt darin, dass David sagt, das ist nicht meine Privatsache. Jetzt gehts nicht um meinen Mut und um mein Glaubenswagnis, sondern dieser Goliath hat Gottes Ehre gel\u00e4stert. Das ist eine Sache, die Gott selbst angeht, drum wage ich jetzt etwas im Vertrauen auf den lebendigen Gott, der bei mir ist. Das ist eine ganz wichtige Unterscheidung, die wir hier machen. Es geht auch nicht darum, dass einer von solch einer Predigt weggeht und sagt: Jetzt wollen wir alle unbek\u00fcmmert sein. Von wegen. Wir m\u00fcssen in dieser Welt die Augen ganz weit offenhalten und man muss denken, pr\u00fcfen und sehr sorgf\u00e4ltig Entscheidungen abw\u00e4gen. Aber es geht doch um viel mehr. F\u00fcr uns alle ist ja die Geschichte von Goliath l\u00e4ngst auch eine mutmachende Geschichte geworden in einem riesigen Kampf, in dem wir stehen. Wenn der Teufel mit seiner ganzen Macht vor uns steht, und wir erleben, was er alles in unseren Tagen kann und wie er Menschen in seinen Bann zieht. Dann werden Christen oft ganz \u00e4ngstlich, sitzen noch unter dem Tisch und gucken ganz frech raus, oder sie sitzen am Tisch und sprechen noch ein paar flotte Spr\u00fcche \u00fcber den Teufel, aber sie wagen es gar nicht mehr, der Macht der H\u00f6hle Paroli zu bieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo sind denn Christen auch hier in Bremen, die einmal zum Angriff \u00fcbergehen und sagen, das kann doch nicht sein, dass breite Teile unserer Stadt so unwidersprochen einfach vom Teufel kontrolliert werden, dass er auch junge Menschen in gro\u00dfen Scharen in seinen Bann zieht und beherrscht. Wo sind da Leute, die sagen, ich wage es, den Kampf aufzunehmen, weil es um Gottes Ehre geht und nicht um mich. Und je lauter der Goliath br\u00fcllt, um so mehr kriegen die M\u00e4nner Angst, aber David erschreckt das gar nicht mehr, er sieht all das, er t\u00e4uscht sich keinen Augenblick \u00fcber die schwere R\u00fcstung. Allein das Kettenhemd des Goliaths wog 57kg, wenn mans mal nachrechnen. Das hat er alles ganz n\u00fcchtern gesehen und hats ihm auch noch entgegengehalten, als er dort hinaufzog. Auf diesen H\u00fcgel: Du kommst zu mir mit Schwert, Spie\u00df und Schild, ich sehe das. Dagegen kann ich nichts tun, als das eine entgegensetzen, wie es David in Ruhe dort dem Goliath entgegenh\u00e4lt: Aber ich komme zu dir im Namen des Herrn Zebaoth, das ist st\u00e4rker als Lanze, Schild und R\u00fcstung und Waffe. Ich komme zu dir im Namen des Herrn Zebaoth. Das macht ihn so mutig, das macht ihn so stark. Weil Gott ihm ein neues Herz gegeben hat, das auf den Namen des Herrn Jesus vertraut.<\/p>\n<p><strong>2. Sie bekommen den richtigen Blick<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da steht doch jetzt der David vor dem Goliath. Der Liliput vor diesem Riesen. Was f\u00fcr ein Gleichgewicht des Schreckens. Hier ein Stecken, dort eine Lanze, hier ein Fell, dort ein Panzer, hier eine Schleuder, dort eine geballte Ladung an Schwert! Bei der ersten Feindber\u00fchrung, David, wird er dich doch zum Spie\u00dfbraten machen. Kleiner Mann, was nun? Wohin schaut in diesem spannenden Augenblick dieser David. Er schaut nicht r\u00fcckw\u00e4rts auf die paar geschockten Kameraden, die ihm keine R\u00fcckendeckung geben werden. Er schaut nicht auf die erb\u00e4rmliche Ausr\u00fcstung, mit der er keinen Blumentopf gewinnen kann. Er schaut nicht vorw\u00e4rts, auf diese m\u00e4chtige Festung, die nach Kanonenfutter hungert, er schaut hinauf und dann sieht er den Herrn, der seinen Leuten Vollschutz gew\u00e4hren wird. Deshalb sagt er, ich komm zu dir im Namen des Herrn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wer im Namen des Herrn kommt, kommt nie allein. Das hat Jesus bewiesen im Garten Gethsemane, da war er Mutterseelen allein. Hinter sich die ver\u00e4ngstigten J\u00fcnger, neben sich der Hohepriester, die Schriftgelehrten und \u00c4ltesten, vor sich Judas. Judas und diese H\u00e4scher aus Rom. Und in diesem Augenblick schaute Jesus nicht r\u00fcckw\u00e4rts auf diese ver\u00e4ngstigten J\u00fcnger, er schaute nicht auf seine leeren H\u00e4nde, er schaute nicht auf diesen \u00fcberm\u00e4chtigen Feind, er schaute hinauf zu seinem Vater, der sagte: Niemand wird sie aus meiner Hand rei\u00dfen. Niemand! Liebe Gemeinde, wer mit Jesus geht, geht oft allein. Wer mit Jesus steht, steht oft allein, wer Jesus nachfolgen, hat diesen franz\u00f6sischen Wappenspruch, der so wichtig ist: si omnes ego non, wenn auch alle, ich nicht! Wenn auch alle sich verkr\u00fcmeln, ich nicht. Wenn auch alle sich aus dem Staub machen, ich nicht. Wenn auch alle aus der Kirche austreten, ich nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es kommt darauf an, in die richtige Richtung wir schauen, nicht r\u00fcckw\u00e4rts auf die Leute, die grinsen oder weinen, nicht auf unsere leeren H\u00e4nde, nicht vorw\u00e4rts auf diese gef\u00e4hrliche \u00fcberm\u00e4chtige Welt, sondern hinaufzuschauen zu dem Herrn, der gesagt hat: meinen Frieden lass ich euch, nicht gebe ich euch wie die Welt gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 9. April 1945, also fast genau auf den Tag vor 78 Jahren wurde in der Fr\u00fche des Tages Pastor Dietrich Bonhoeffer aus der Zelle in Flossenb\u00fcrg geholt und hin\u00fcber gef\u00fchrt vor die Gewehre der F\u00fcsiliere, dann wurde er hingerichtet und dieser Dietrich Bonhoeffer hat nicht lange vor diesem seinem Tod noch einmal aufgeschaut und dann hat er es niedergeschrieben und damit gleichsam bis heute euch gesagt: von guten M\u00e4chten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit unserem Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was die Krankheit bei mir macht und was dort an wirtschaftlichen Problemen kommt, das lege ich in deine F\u00fcrsorge hinein. Es ist nicht meine Privatsache, sondern deine Sache. Ich habe mein ganzes Leben in deine Hand gegeben, Herr Jesus, das macht uns Mut! Und dann k\u00f6nnen Sie auftreten, was auch in ihrem Leben an schrecklichem bevorstehen mag. Ich komme im Namen des Herrn Zebaoth! Und vor ihnen gibt es \u00fcberhaupt nichts, was sie nicht im Namen Gottes angehen k\u00f6nnen, wenn Jesus hinter ihren steht, und wenn sie sagen k\u00f6nnen: Ich komme im Auftrag und auf die Rechnung des lebendigen Gottes, des Gottes, den du verh\u00f6hnt hast.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mut kommt nicht von uns heraus, sondern wenn ich wei\u00df: Unter deinen Schirmen bin ich vor den St\u00fcrmen aller Feinde frei, lass den Satan wettern, lass die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, obgleich S\u00fcnde und H\u00f6lle schrecken, Jesus will mich decken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus will sie wirklich mutig machen: F\u00fcrchte dich nicht, ich bin mit dir, weichen nicht, ich bin dein Gott, ich st\u00e4rke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit, sagt er zu ihnen. Warum wussten das denn die M\u00e4nner Israels nicht. Sie haben sich nie dar\u00fcber irgendwelche Rechenschaft gegeben, wie sie ihr Leben f\u00fchren wollen. Sie haben sich nie entschieden gehabt, dass sie ihr Leben allein nur noch unter der F\u00fchrung Gottes und allein in seinem Auftrag leben wollten. Dann k\u00f6nnen Sie ohne Angst sein. Dann k\u00f6nnen sie sagen: Ich hab keine Angst mehr. Ich kenne wohl die Angst, aber im Glauben will ich sie \u00fcberwinden. Da steht in Jes. 25 ein sch\u00f6nes Wort: Du bist der Geringen St\u00e4rke! David war ein geringer Mann, du bist der Geringen St\u00e4rke, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze. Wenn die Tyrannen w\u00fcten wie ein Unwetter im Winter, wie die Hitze in der Zeit der D\u00fcrre, k\u00f6nnen Sie sich in Gott bergen und sicher sein. Fr\u00f6hlich und unbek\u00fcmmert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geliebte Gottes bekommen den richtigen Blick und das letzte:<\/p>\n<p><strong>3. Sie bekommen das richtige Wort.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Geschwisterkreis muss man ja manches durchmachen und manche Dem\u00fctigungen ertragen. Wie der Eliab, der \u00e4ltere Bruder, den jungen David empf\u00e4ngt. Diesen Neid, diese Missgunst: Was hast du denn hier verloren? Hau ab, du hast \u00fcberhaupt nichts verloren! Sagt er zu ihm. Warum bist du so vermessen. Ich kenne deine Vermessenheit, d. h. doch, du verlierst jedes Ma\u00df. Du ma\u00dft dir etwas an, was dir \u00fcberhaupt nicht zusteht. Was schleichst du hier herum? Komm, geh und h\u00fcte deine L\u00e4mmer, aber du hast hier nichts verloren! Dies ist eine Sache, die f\u00fcr andere, f\u00fcr wichtige und starke Leute gilt, aber nicht f\u00fcr so kleine Leute, so Ersatzteile wie dich!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch an dieser Stelle zeigt David, dass er gar nicht vermessen ist. Er bleibt immer auch bei den Anschuldigungen ruhig und gelassen. Das kann man nur, wenn man den Blick auf Jesus hat. Er will gar nicht mit gro\u00dfen Spr\u00fcchen mehr sein als er ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dort vor dem K\u00f6nig erz\u00e4hlt er blo\u00df kurz ein paar Fakten, was ihm Gott schon geschenkt hat an Erh\u00f6rung und Wundern und Kraft. Aber fast h\u00e4tten sie es kaputtgemacht, als er dort ins K\u00f6nigsfeld hinein gef\u00fchrt wird und die sagen: Du musst aber jetzt die R\u00fcstung anlegen. Damals hatte nur in Israel, der Saul eine R\u00fcstung. Und jetzt legen sie dem jungen David diese R\u00fcstung an, damit er gesch\u00fctzt ist. Sie meinen es ja wirklich gut, damit ihn nichts mehr treffen soll. Aber er war es nicht gewohnt, und das gef\u00e4llt mir immer so, wenn ich an dieser Stelle komme, der David will gar nicht mehr sein als er ist. Der sagt: Ich kann das nicht, ich kann nicht in der R\u00fcstung gehen. Komm legt es ab, denn wenn ich zu dieser gro\u00dfen Aufgabe aufbrechen, dann brauche ich keinen irdischen Schutz. Wenn Gott mir den Sieg schenken will, dann kann er das auch tun, ohne dass ich mich in eine fremde R\u00fcstung zw\u00e4nge. Er will der Schwache und Kleine bleiben, der er ist. Darum ist das gar nicht vermessen, er will nicht mehr sein als er ist, sondern er sagt: So bin ich einmal! Das macht ihn stark.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann hatte David nur f\u00fcnf Steine, die er aus dem Bach aufgehoben und in die Tasche geschoben hat. Mit Steinen kann man Autobleche demolieren oder Fenster einschmei\u00dfen, aber mit Steinen kann man keinen Panzerturm umwerfen. Trotzdem, dieser David nimmt einen Stein, legt ihn in die Schleuder, zielt genau und ein 3 Meter Mensch und eine lebendige Festung aus Leder und Eisen, f\u00e4llt in das Gras.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur, dass der Eliab, Davids Bruder, den kleinen David l\u00e4cherlich machte, sondern der K\u00f6nig Saul jetzt auch noch, der doch am wenigsten Grund hat, dem ja David wirklich geholfen hat, in einer peinlichen Stunde. Gott war ja von Saul gewichen und als die Schlacht geschlagen war, steht er da und spottet \u00fcber David, indem er Abner fragt: Wer ist denn der junge Mann? Hat er das wirklich nicht gewusst? Er hat doch David gekannt, wie er auf der Harfe spielt. So ist Saul gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Sie den Spott einmal betrachten, der uns manchmal so zu schaffen macht, dann lachen sie doch dr\u00fcber, legen Sie ihn einfach weg. Sie wissen doch, aus welcher Ecke er kommt, Sie wie leicht das kommt. Dann wird Abner noch einmal t\u00e4tig, holt den David her und stellt ihn vor Saul den K\u00f6nig. Der K\u00f6nig fragt ihn noch einmal, man kanns ja nicht gemeiner tun, wie er sagt: Wer bist du denn, mein Junge? Das ist Gott sei Dank nicht dein Junge Saul! Der ist aus einem anderen Holz geschnitzt, dieser David. Aber das will er so entehrend sagen: Hast mal einen Gl\u00fcckstreffer wagen d\u00fcrfen. So so du Kleiner. David bleibt auch hier klein und bescheiden in seiner Antwort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lassen Sie den Spott auf sich sitzen. Auch in geistlichen Dingen. Sie brauchen sich nie um ihre Ehre bek\u00fcmmern. Es ist gut, dass Gottes Leute gedem\u00fctigt werden. Das muss sein, weil es um den geistlichen Auftrag geht, das hat Jesus ja schon gesagt. Und das wissen wir doch: uns hat Jesus erw\u00e4hlt, um unserer S\u00fcnde willen, weil unser Leben zerbrochen war, weil wir schwach und gering sind. Dass wir \u00fcberhaupt t\u00fcchtig sind, ist nicht von uns, es ist eine Gnadengabe Jesus, dar\u00fcber wollen wir nie \u00fcberheblich werden. Jede einzelne Tat, die wir vollbringen d\u00fcrfen, ist ein unbegreifliches Wunder der Gr\u00f6\u00dfe und Macht Jesu, aber ich m\u00f6chte Sie bitten, dass sie ihre Erw\u00e4hlung und ihre Berufung festmachen. In Jesus Christus seid ihr erw\u00e4hlt als Schwache und Geringe und er will uns senden. In einer Welt, wo die Teufelsm\u00e4chte w\u00fctend auftreten und die Gemeinde Jesu verspotten und wo der Name Jesu gel\u00e4stert wird. Da treten sie hin und sagen Sie: Ich komme im Namen des Gottes, den du verh\u00f6hnt hast und der Herr wird Ihnen seine Macht schenken und er wird ihre Hand f\u00fchren, dass sie Siege f\u00fcr Jesus erringen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle Welt erkannte, nach dem Kampf, dass es einen Gott gibt, so wie unsere Welt es auch wieder erkennen muss, dass es einen Gott gibt. Gott ist nicht ein ferner Nebel in nebelhafter Ferne, Gott ist nicht der, der gegenw\u00e4rtig in Lichtgeschwindigkeit an Boden verliert, sondern Gott ist der Herr dieser Welt und der Vater Jesu Christi, der gesagt hat, geht ihr hin, geht ihr hin in alle Welt und verk\u00fcndigt all mein Tun. Das ist auch unsere Aufgaben, und dazu kriegt wir nicht f\u00fcnf Steine, sondern wir kriegen f\u00fcnf Worte, die d\u00fcrfen nicht in der Tasche bleiben. Die m\u00fcssen in die Welt geschleudert werden. Die hauen den st\u00e4rksten Mann um. Und diese f\u00fcnf Worte lauten: Jesus Christus K\u00f6nig und Herr! Mit diesen 5 Worten geh doch jetzt mutig in die neue Woche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pr\u00e4dikant und Religionsp\u00e4dagoge Thomas Karker, Predigt in der Markus-Gemeinde in Bremen, Sonntag Quasimodigeniti (16.4.2023)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich denke noch manchmal, wenn wir die Winterzeit haben, zur\u00fcck an die Zeit, wo der Krimpelsee und der Werdersee zugefroren waren. Das waren noch Zeiten, wenn man aufs Eis konnte. Und wenn es kalt wurde, haben unsere Jungens richtig darauf gefiebert. 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