{"id":1992,"date":"2009-08-18T09:44:28","date_gmt":"2009-08-18T07:44:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1992"},"modified":"2009-09-08T17:16:56","modified_gmt":"2009-09-08T15:16:56","slug":"die-abschaffung-von-mann-und-frau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1992","title":{"rendered":"Die Abschaffung von Mann und Frau?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gender Mainstreaming\u00a0<br \/>\nDie Abschaffung von Mann und Frau?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Wurzeln des Gender-Mainstreaming<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\n1.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gender-Mainstreaming definiert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das englische Wort \u201eGender\u201c bezeichnet das soziale Geschlecht im Gegensatz zum biologischen Geschlecht (engl.: sex). \u201eMainstreaming\u201c bedeutet, etwas in den Hauptstrom einbringen. Gender Mainstreaming besagt, dass in allen Entscheidungen und Vorg\u00e4ngen innerhalb von Beh\u00f6rden und Organisationen immer auch der Gesichtspunkt des Geschlechts beachtet werden muss.<\/p>\n<p><!--more-->In der Definition des Europarates von 1998 wird dies so ausgedr\u00fcckt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u201eGender Mainstreaming besteht in der Reorganisation, Verbesserung und Evaluierung politischer Prozesse mit dem Ziel, eine geschlechterbezogene Sichtweise in allen politischen Konzepten auf allen Ebenen und in allen Phasen durch alle an politischen Entscheidungen beteiligten Akteure und Akteurinnen einzubeziehen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn1\"><sup><sup>[1]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Theorie hinter Gender Mainstreaming<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinter dem politischen und organisatorischen Verfahren des Gender Mainstreaming steht die sogenannte Gender-Theorie. Diese speist sich aus verschiedenen ideologischen und philosophischen Wurzeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2.1\u00a0\u00a0\u00a0 Marxismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von Klassenk\u00e4mpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftb\u00fcrger und Gesell, kurz Unterdr\u00fccker und Unterdr\u00fcckte standen in stetem Gegensatz zueinander, f\u00fchrten einen unterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedes Mal mit einer revolution\u00e4ren Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit einem gemeinsamen Untergang der k\u00e4mpfenden Klassen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn2\"><sup><sup>[2]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Schon Marx und Engels wussten, dass sie bei der Familie ansetzen mussten, um eine klassenlose Gesellschaft zu erreichen. Die Produktion (Erwerb) und Reproduktion (Zeugung und Erziehung von Kindern) sollten aus der Hand der Unterdr\u00fccker (der M\u00e4nner) in die Hand der Unterdr\u00fcckten (der Frauen) gegeben werden. Sp\u00e4ter sollten die Produktionsmittel ganz in das Gemeineigentum \u00fcbergehen. Die Feministin Kate Miller schreibt: \u201eIn the subjection of female to male, Engels (and Marx as well) saw the historical and conceptual prototype of all subsequent power Systems, all invidious economic relations, and the fact of oppression itself.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn3\"><sup><sup>[3]<\/sup><\/sup><\/a>\u00a0Unterdr\u00fcckung und Ungerechtigkeit in der Menschheitsgeschichte haben ihren Ursprung im hierarchischen Verh\u00e4ltnis der Geschlechter innerhalb der patriarchalisch verfassten Familie. Mit dem Gender Mainstreaming soll \u00fcber die v\u00f6llige Gleichstellung der Geschlechter innerhalb von Familie und Gesellschaft das Ziel der gerechten (klassenlose) Gesellschaft erreicht werden.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2.2\u00a0\u00a0\u00a0 Feminismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gender-Manifest fordert: \u201eEine reflektierende Gender-Praxis ist sich der Wurzeln der Gender-Arbeit im feministischen Bewegungen bewusst und stellt den Bezug zu diesen Wurzeln her.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn4\"><sup><sup>[4]<\/sup><\/sup><\/a> Der aus der Frauenbewegung hervorgegangene Feminismus verfolgt das Ziel, die volle Gleichstellung und Gleichberechtigung der Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft zu erreichen. Radikal feministische Bewegungen k\u00e4mpfen gegen die individuelle und gesellschaftliche Herrschaft der M\u00e4nner. Zu den radikaleren Vertretern geh\u00f6rt z. B. Shulamith Firestone: \u201eso muss die feministische Revolution \u2026 nicht einfach auf die Beseitigung m\u00e4nnlicher Privilegien, sondern auf die des Geschlechtsunterschiedes selbst zielen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn5\"><sup><sup>[5]<\/sup><\/sup><\/a> In einer wirklich klassenlosen und gerechten Gesellschaft h\u00e4tte das Geschlecht \u201enicht mehr gesellschaftliche Relevanz als die Augenfarbe oder die L\u00e4nge der Zehen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn6\"><sup><sup>[6]<\/sup><\/sup><\/a> Shulamith Firestone gilt als eine der radikalsten Vertreterinnen des Gender-Feminismus. Sie fordert die v\u00f6llige sexuelle Freiheit \u201e\u2026a reversion to an unobstructed pansexuality.\u201c \u201eAdult \/child and homosexual sex taboos would disappear, as well as nonsexual friendship. \u2026All close relationships would include the\u00a0 physical.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn7\"><sup><sup>[7]<\/sup><\/sup><\/a>\u00a0 Durch diese totale sexuelle Befreiung der Gesellschaft w\u00fcrde es zur endg\u00fcltigen Aufl\u00f6sung von Ehe und Familie kommen. Da die sexuelle Unterdr\u00fcckung (der Frau) in der Ehe der Ursprung aller gesellschaftlichen Unterdr\u00fcckungsmechanismen ist, k\u00f6nnte \u00fcber diese pansexuelle Befreiung die Beseitigung der Ehe und damit der Wurzel aller Unterdr\u00fcckungsmechanismen erreicht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2.3\u00a0\u00a0\u00a0 Konstruktivismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die philosophische Denkrichtung des Konstruktivismus spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle im Gedankengeb\u00e4ude der Gender-Theorie. Der Konstruktivismus geht von einer \u201eerfundenen Wirklichkeit\u201c aus. Er geht dabei auch auf Kant zur\u00fcck, der sagte, dass die Wirklichkeit durch unseren Erkenntnisapparat aufgebaut \u201ekonstruiert\u201c wird.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn8\"><sup><sup>[8]<\/sup><\/sup><\/a> Hier kommt nun ein weiterer Begriff ins Spiel: Die Dekonstruktion. Wenn die Wirklichkeit nur konstruiert ist, kann sie auch dekonstruiert und neu aufgebaut werden. Genau dieses philosophisch begr\u00fcndete Konzept spielt in der Gender-Agenda eine zentrale Rolle. Eine der einflussreichsten Autorinnen der Gender-Theorie ist die amerikanische Philosophin und Professorin f\u00fcr Literaturwissenschaft Judith Butler. In ihrem 1991 erschienenen Buch \u201eDas Unbehagen der Geschlechter\u201c (Gender Trouble, 1990), werden folgende Aussagen gemacht:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0Es gibt beliebig viele, frei w\u00e4hlbare Geschlechter<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Es gibt kein \u201ewahres\u201c m\u00e4nnliches oder weibliches Geschlecht. Sie\u00a0gelten als gesellschaftlich konstruierte Begriffe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0Nicht nur \u201egender\u201c, sondern auch \u201esex\u201c ist ein konstruierter Begriff<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211;\u00a0Ziel muss die \u201eDekonstruktion\u201c, d. h. die Aufl\u00f6sung von Mannsein\u00a0und Frausein sein.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn9\"><sup><sup>[9]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stephanie Korinek schreibt in ihrer Dissertation: \u201eF\u00fcr Butler ist Geschlechtsidentit\u00e4t (Gender) nur eine kulturell bestimmte Rolle, die der sexuell bestimmte K\u00f6rper annimmt. Weiter ist f\u00fcr Butler aber weder \u201eGender\u201c (Geschlechtsidentit\u00e4t) noch \u201esex\u201c (Geschlecht) eine konstante Gr\u00f6\u00dfe noch besteht zwischen beiden eine Kontinuit\u00e4t. Da Gender auf gesellschaftlichen Faktoren beruhe, die aber wandelbar sind, folgert sie daraus, dass die Geschlechtsidentit\u00e4t ebenso wandelbar ist.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn10\"><sup><sup>[10]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><strong>1.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die politische Geschichte des Gender Mainstreaming<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Begriff wurde erstmals 1985 auf der 3. UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi diskutiert und 10 Jahre sp\u00e4ter auf der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking propagiert. Im Zuge der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking wurde Gender Mainstreaming in die europ\u00e4ische Gleichstellungspolitik eingef\u00fchrt. Mit dem Amsterdamer Vertrag von 1999 wird das Konzept zum offiziellen Ziel der Gleichstellungspolitik der EU. Art. 2 und Art. 3 Absatz 2 dieses EG-Vertrags verpflichten die Mitgliedstaaten zu einer aktiven Gleichstellungspolitik im Sinne des Gender Mainstreaming. Am 23. Juni 1999 wird die Gleichstellung als durchg\u00e4ngiges Leitprinzip politischen Handelns durch die Bundesregierung anerkannt. Es wird beschlossen diese Aufgabe mittels der Strategie des Gender Mainstreaming zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Ziele des Gender Mainstreaming<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gleichstellung der Geschlechter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das prim\u00e4re Ziel des Gender Mainstreaming auf internationaler, europ\u00e4ischer und nationaler Ebene ist die v\u00f6llige Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter. Hier ein Auszug aus der Internetseite des Genderkompetenzzentrum an der Berliner Humboldt Universit\u00e4t: \u201eGleichstellung ist das Ziel, das gem\u00e4\u00df Art. 3 Abs. 2 S. 2 GG tats\u00e4chlich &#8211; und nun mit Hilfe von Gender Mainstreaming verwirklicht werden soll. Mit Gender Mainstreaming sollen also Ver\u00e4nderungen im Geschlechterverh\u00e4ltnis bewirkt werden, um Diskriminierungen von Frauen und M\u00e4nnern in der Gesellschaft zu hindern.\u201c <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn11\"><sup><sup>[11]<\/sup><\/sup><\/a> In Beh\u00f6rden, Unternehmen und anderen Organisationen sollen m\u00f6glichst 50\/50 Verh\u00e4ltnisse der Geschlechter auf allen Ebenen der Hierarchie erreicht werden. Von der Chefetage an bis in alle Bereiche der Organisation soll eine Gleichstellung der Geschlechter erreicht werden. Das Ziel ist die v\u00f6llige Gleichberechtigung der Geschlechter in organisierten Strukturen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gleichbehandlung der Lebensformen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anhand der Ver\u00f6ffentlichungen zum Thema Gender Mainstreaming aus Politik und Kirche kann deutlich abgelesen werden, dass die Gleichstellung der Geschlechter das prim\u00e4re Ziel der Gender-Politik ist. Einher geht damit aber auch das Ziel der Gleichbehandlung. Dies wird zum Beispiel auf der Internetseite des Genderkompetenzzentrums der Berliner Humboldt Universit\u00e4t deutlich:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGender-Kompetenz ist die Voraussetzung f\u00fcr erfolgversprechende Gleichstellungspolitik. Keine Gesellschaft darf sich heute Ausgrenzung und Diskriminierung und eine Fixierung auf \u00fcberkommene Rollenbilder leisten. Zukunftsf\u00e4higkeit h\u00e4ngt auch davon ab, f\u00fcr Gleichheit, f\u00fcr Gleichstellung, f\u00fcr Chancengerechtigkeit zu sorgen. Gleichstellung anerkennt Menschen in ihrer \u201eDiversit\u00e4t\u201c hinsichtlich des Geschlechts und der sexuellen Orientierung, der Herkunft und des Glaubens, der Mobilit\u00e4t und des Alters &#8211; so verwirklicht Gleichstellungspolitik die Versprechen der Grund- und Menschenrechte, frei von Diskriminierung leben zu k\u00f6nnen. Es geht also darum, Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen gerecht zu werden, ihnen Teilhabe und echte Wahlfreiheit zu erm\u00f6glichen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn12\"><sup><sup>[12]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht bei der Strategie nicht nur um die Gleichstellung der Geschlechter, sondern auch um die Gleichbehandlung aller Lebensentw\u00fcrfe, es geht um Akzeptanz der \u201eDiversit\u00e4t,\u201c einschlie\u00dflich der Akzeptanz der sexuellen Orientierung m\u00f6glichst bis in alle Bereiche der Gesellschaft hinein. Die Gender-Theorie erm\u00f6glicht die \u00dcberwindung einer bipolaren Geschlechtlichkeit und damit die Fixierung auf eine sogenannte \u201eZwangsheterosexualit\u00e4t.\u201c Gender kennt viele \u201eGeschlechter\u201c: Homosexuelle, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle. \u201eGLBT\u201c steht f\u00fcr gay, lesbian, bisexual, transgender und wird als offizielle Abk\u00fcrzung in amtlichen Dokumenten der EU gebraucht.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn13\"><sup><sup>[13]<\/sup><\/sup><\/a> Diese Lebensweisen sollen gleichberechtigt neben anderen Lebensformen wie der in der Ehe gelebten Sexualit\u00e4t stehen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die \u00dcberwindung der Zweigeschlechtlichkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seiner radikaleren Form gehen die Forderungen des Genderismus weit \u00fcber die Ziele der Gleichstellung und der Gleichbehandlung hinaus. Oder anders gesagt, es wird versucht das \u00fcbergeordnete Ziel der gendergerechten Gesellschaft auf dem Wege der \u00dcberwindung der Zweigeschlechtlichkeit zu erreichen. Es lohnt sich diesbez\u00fcglich die Forderungen des Gender-Manifestes zu lesen. In diesem Dokument aus dem Jahr 2006 fordern gendertheoretisch orientierte Wissenschaftler eine konsequentere Umsetzung der Gender-Theorie in die Praxis.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn14\"><sup><sup>[14]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUndoing Gender in diesem Sinne l\u00f6st die Knoten und Bindungen und Verstrickungen der bipolaren hierarchischen Geschlechterordnung, \u00f6ffnet die straffe Schn\u00fcrung des oben skizzierten Genderkorsetts und hebt langfristig die noch fortbestehenden Wirkungen der Geschlechterhierarchierungen auf &#8211; dies alles zugunsten einer individuell gestaltbaren gleichwertigen und gleichberechtigten Geschlechtervielfalt und einer partnerschaftlichen und solidarischen Neuaushandlung der Geschlechterverh\u00e4ltnisse\u201c.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn15\"><sup><sup>[15]<\/sup><\/sup><\/a> Es wird eine reflektierende Gender-Praxis mit u. a. folgenden Punkten gefordert:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Konstruktionen von Zweigeschlechtlichkeit als solche benennen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Das Genderkorsett aufbrechen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Gender dekonstruieren und damit Spielr\u00e4ume f\u00fcr vielf\u00e4ltige geschlechtliche Existenz und Lebensweisen \u00f6ffnen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter dem Stichwort \u201eundoing Gender\u201c wird gefordert:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Verlernen von Geschlechterstereotypen als Chance statt als Bedrohung wahrzunehmen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Die Geschlechterordnung (dosiert) irritieren statt von weiblichen und m\u00e4nnlichen bzw. geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen sprechen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; F\u00fcr Offenheit und Unabgeschlossenheit des eigenen Identit\u00e4tsverst\u00e4ndnisses motivieren<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Die erste der f\u00fcnf\u00a0 Schlu\u00dffolgerungen am Ende des Manifestes fordert: \u201eEine reflektierende Gender-Praxis wendet sich gegen die Reproduktion der Zweigeschlechtlichkeit und bietet stattdessen eine Analyse ihrer Ursachen, Funktionsweisen und Auswirkungen, um L\u00f6sungen f\u00fcr ihre langfristige \u00dcberwindung zu suchen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn16\"><sup><sup>[16]<\/sup><\/sup><\/a> Hier wird nun unmissverst\u00e4ndlich eine \u00dcberwindung der Zweigeschlechtlichkeit von Mann und Frau gefordert. Der Titel unseres Vortrages fragt: Die Abschaffung von Mann und Frau? Hier wird genau das gefordert. Die Irritation und \u00dcberwindung der Zweigeschlechtlichkeit und langfristig damit die Abschaffung von Mann und Frau in ihrer von Gott gestifteten Zuordnung aufeinander in der Ehe. Je mehr Menschen sich f\u00fcr frei w\u00e4hlbare sexuelle Identit\u00e4ten und selbstbestimmte und ver\u00e4nderliche sexuelle Orientierungen entscheiden, desto weniger wird unsere Gesellschaft durch die Ehe gepr\u00e4gt sein. Die \u00dcberwindung der Ehe aber bedeutet nach marxistisch-feministischer und gender-theoretischer Lesart die \u00dcberwindung ungerechter Strukturen in der Gesellschaft. In seiner letzten Konsequenz will der marxistisch-feministisch orientierte Genderismus die \u00dcberwindung gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten durch die \u00dcberwindung der ehelichen Mann-Frau Zuordnung.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<strong>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Auswirkungen des Genderismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<strong>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Zerst\u00f6rung der Zweigeschlechtlichkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Forderung nach der \u201e\u00dcberwindung der Zweigeschlechtlichkeit\u201c verr\u00e4t, was der Genderismus auf lange Sicht erreichen will: Die Ersch\u00fctterung und in letzter Konsequenz \u00dcberwindung der Zuordnung von Mann und Frau in einer exklusiven ehelichen Verbindung. Die Gendertheorie geht von einer grunds\u00e4tzlichen Offenheit von sexueller Identit\u00e4t und Orientierung aus. Wer in der Ehe merkt, dass er bisexuelle und homosexuelle Empfindungen hat, soll diese nicht etwa mit seelsorgerlicher Hilfe \u00fcberwinden, sondern annehmen und ausleben. Es muss nicht weiter entfaltet werden, welche zerst\u00f6rerische Wirkung diese Sicht auf unsere Ehen hat. Aus genderorientierter Perspektive kann es f\u00fcr die Ehe keinen besonderen Schutz geben. Alle sexuellen Identit\u00e4ten und sexuellen Orientierungen sind in einer Gesellschaft ganz und gar gleichwertig und v\u00f6llig gleich zu behandeln. Das Lebenspartnerschaftsgesetz steht ganz in dieser Linie und tr\u00e4gt zur Aufl\u00f6sung der Ehe in unserer Gesellschaft massiv bei. Die christlichen Kirchen k\u00f6nnten auf Grundlage des biblischen Menschenbildes diesen zerst\u00f6rerischen Kr\u00e4ften entgegenwirken. Kirchliche Ver\u00f6ffentlichungen zum Thema \u201eGender-Mainstreaming\u201c zeigen aber, dass man die \u201eGender-Mainstreaming\u201c Vorgaben zum Teil v\u00f6llig unkritisch \u00fcbernimmt. In diesem Zusammenhang der keineswegs kritisch verstandene Fu\u00dfnotentext aus einer Ver\u00f6ffentlichung der nordelbischen Kirche:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGeschlechtergerechtigkeit bedeutet in letzter Konsequenz die \u00dcberwindung des bipolaren Geschlechterkonstrukt hin zu einem Bild, das alle M\u00f6glichkeiten, die sich zwischen den idealen von M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit auftun, umfasst. Auch wenn uns dieses Konstrukt (!) heute noch als analytische Kategorie hilft, Unterschiede wahrzunehmen und einzuordnen, muss (!) es auch um Interesse all der Menschen, die aus diesem Schema herausfallen (Intersexuelle, Transsexuelle, Queer-Menschen) zur Dekonstruktion, zur Erweiterung und damit zur Aufl\u00f6sung des bipolaren Geschlechtermodells kommen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn17\"><sup><sup>[17]<\/sup><\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Zerst\u00f6rung der ehelichen Ordnungsstruktur<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insbesondere muss der Genderismus eine geistliche Haupt-Unterordnungsstruktur innerhalb der Ehe von Mann und Frau bek\u00e4mpfen. In der von der Evangelischen Frauen- und M\u00e4nnerarbeit herausgegebenen Brosch\u00fcre \u201eAlles Gender oder was?\u201c hei\u00dft es: \u201eWer sich auf die biblische Botschaft beruft, kann daraus also keinerlei Form geschlechtlicher Unterordnung oder \u00dcberordnung als Ausdruck g\u00f6ttlichen Willens ableiten.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn18\"><sup><sup>[18]<\/sup><\/sup><\/a> Die guten und segensreichen Ordnungen Gottes f\u00fcr die Ehe von Mann und Frau werden als interessegeleitete, menschliche Versuche theologischer Tradition verunglimpft und zur Seite gewischt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Schw\u00e4chung der Familie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es auf Wahlplakaten der CDU hei\u00dft: \u201eWir haben die Kraft f\u00fcr starke Familien\u201c, dann steht das im eklatanten Widerspruch zu den politischen Leitlinien der Familienministerin. Die Politik von Frau von der Leyen ist massiv genderorientiert. Frauen sollen nicht als M\u00fctter und Hausfrauen arbeiten, sondern als Abteilungsleiterinnen und Automechanikerinnen. Das Bild der Frau als Mutter gilt als verp\u00f6nt, man m\u00f6chte Frauen, die im Businessanzug und mit Laptop in einen Businessjet steigen. Die gegenw\u00e4rtige Krippenpolitik st\u00e4rkt nicht das Wohl der Kinder, sondern entfremdet Kinder von Mutter, Vater und Familie. Frau von der Leyen betreibt\u00a0paradoxerweise unter dem Druck der Wirtschaft eine marxistisch-feministische Familienpolitik (siehe dazu auch Fu\u00dfnote <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn24\">[24]<\/a>), die unsere Familien weiter schw\u00e4chen und die demographische Krise weiter verst\u00e4rken wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Verwirrung der Rollenbilder<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist Ziel einer genderorientierten Politik m\u00e4nnliche und weibliche Identit\u00e4ten zu verwirren. M\u00f6glichst soll diese bereits in der Kindererziehung ber\u00fccksichtigt werden. Traditionelle Rollenbilder sind politisch verp\u00f6nt. Es ist sehr aufschlussreich Kinderb\u00fccher vergangener Tage zu lesen. In Else Urys Kinderbuch \u201eProfessors Zwillinge\u201c haben wir den beruflich erfolgreichen Vater und die treu sorgende Mutter, die sich um Haushalt und Kinder k\u00fcmmert. Der Zwilling Herbert interessiert sich f\u00fcr den rauchenden Vesuv und wildes Getier. Die Zwillingsschwester Suse hat eine Puppe aus dem Schwarzwald, liebt Blumen und hat eine m\u00fctterliche Art und sorgt sich r\u00fchrend um den armen Klassenkameraden Paul.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn19\"><sup><sup>[19]<\/sup><\/sup><\/a> Beim Lesen dieses Buches wird einem bewusst, dass genau diese Rollenbilder heute nicht mehr erw\u00fcnscht sind. In einem Schulbuch f\u00fcr die dritte Klasse wird ein Junge beschrieben, der die Farbe \u201ePink\u201c als seine Lieblingsfarbe und Ballet als sein Hobby angibt. Als ein Mitsch\u00fcler sich dar\u00fcber befremdet \u00e4u\u00dfert, wird er von der Lehrerin zurechtgewiesen. Auf den ersten Blick alles sehr harmlos, wenn es hier nicht um die gezielte Umsetzung ideologisch motivierter politischer Vorgaben ginge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gender Mainstreaming ver\u00e4ndert Rollenstereotype und Geschlechterklischees. Denn: Gesellschaftlich, sozial und kulturell gepr\u00e4gte Geschlechtsrollen sind erlernt und somit ver\u00e4nderbar.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn20\"><sup><sup>[20]<\/sup><\/sup><\/a> W\u00e4hrend Frauen sich nicht mehr als Ehefrau und Mutter begreifen sollen und hierin ein erstrebenswertes Lebensziel sehen sollen, sollen M\u00e4nner wiederum weicher und weiblicher werden. Durch Bundesministerien gef\u00f6rderte Programme wie \u201eGirls Day\u201c ermutigen M\u00e4dchen, sich f\u00fcr technische Berufe zu entscheiden oder allgemein f\u00fcr Berufe, die bisher vor allem von M\u00e4nnern gew\u00e4hlte Berufe gewesen sind.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn21\"><sup><sup>[21]<\/sup><\/sup><\/a> Die ebenso staatlich gef\u00f6rderte Initiative \u201eNeue Wege f\u00fcr Jungs\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn22\"><sup><sup>[22]<\/sup><\/sup><\/a> motiviert Jungs, sich f\u00fcr bisher vor allem von jungen Frauen gew\u00e4hlte Berufe zu \u00f6ffnen.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn23\">[23]<\/a> \u201eCoole Jungs\u201c werden Fris\u00f6r. Die demographische Krise offenbart, wie sehr diese Programme an der Wirklichkeit vorbeischie\u00dfen. W\u00e4hrend es wohl kaum eine dringlichere Aufgabe gibt, als junge M\u00e4dchen f\u00fcr den Vollzeitberuf \u201eMutter\u201c zu motivieren, will man genau das Gegenteil erreichen. Genderpolitik l\u00f6st nicht die Probleme unserer Zeit, sondern setzt ein gesellschaftszersetzendes ideologisches Programm um.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn24\">[24]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den \u201eLeitlinien zur Verankerung der geschlechterbewussten Ans\u00e4tze in der p\u00e4dagogischen Arbeit mit M\u00e4dchen und Jungen in der Jugendhilfe\u201c, den sogenannten\u00a0 Berliner Leitlinien, f\u00fcr die unter anderem die Berliner Senatsverwaltung verantwortlich ist, hei\u00dft es: \u201eGesellschaftliche M\u00e4nnlichkeitskonstruktionen sollen aufgedeckt und reflektiert werden, um sie dekonstruieren zu k\u00f6nnen.\u201c In Kindertagesst\u00e4tten \u201ewird darauf geachtet, dass Spielmaterial, B\u00fccher, H\u00f6rkassetten usw. vorhandene Geschlechtsrollenklischees nicht reproduzieren, sondern M\u00e4dchen und Jungen bzw. Frauen und M\u00e4nner in vielf\u00e4ltigen Rollen, Berufen, Eigenschaften und F\u00e4higkeiten zeigen\u2026 Es werden Angebote bereitgestellt, die einseitigen Geschlechtsrollenzuschreibungen entgegenwirken.\u201c \u201eProfessors Zwillinge\u201c von Else Ury wird es in diesem Kindergarten sicher nicht geben. Politisch unerw\u00fcnschte Kinderb\u00fccher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Zerst\u00f6rung der Sexualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genderismus wirbt f\u00fcr die \u201eUnabgeschlossenheit des eigenen Identit\u00e4tsverst\u00e4ndnisses.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn25\"><sup><sup>[25]<\/sup><\/sup><\/a> Gender kennt ein breites Spektrum von Geschlechtern. Sowohl die eigene Geschlechtsidentit\u00e4t als auch die sexuelle Orientierung gelten als \u201eunabgeschlossen\u201c und sollen unter dem Gesichtspunkt der \u201eOffenheit\u201c gelebt werden. Aus der Perspektive des Genderismus ist es normal, wenn ein verheirateter Mann, sich zur Frau umoperieren l\u00e4sst, um erst eine Zeit lang mit einer Frau und sp\u00e4ter mit einem Mann zusammenzuleben. \u201eIm Interesse all der Menschen, die aus diesem (zweigeschlechtlichen) Schema herausfallen (Intersexuelle, Transsexuelle, Queer-Menschen) muss es zur Dekonstruktion, zur Erweiterung und damit zur Aufl\u00f6sung des bipolaren Geschlechtermodells kommen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn26\"><sup><sup>[26]<\/sup><\/sup><\/a> Homosexualit\u00e4t wird bereits heute in Schulb\u00fcchern, in Aufkl\u00e4rungsbrosch\u00fcren und in Kinderb\u00fcchern als positiv zu bewertender Normalzustand dargestellt. Kinder (und Erwachsene) sollen lernen, dass Homosexualit\u00e4t \u201enormal\u201c oder sogar erstrebenswert ist. Es ist bekannt, dass junge Frauen und M\u00e4nner gerade in Kindheit und Jugend klare identit\u00e4tsstiftende Leitlinien und Vorbilder brauchen, um die eigene sexuelle Identit\u00e4t und Orientierung herausbilden zu k\u00f6nnen. Diese Leitlinien werden ihnen genommen, wenn ihnen Bi- und Homosexualit\u00e4t als Normalzustand vorgelebt wird, sowie die Wahlfreiheit des eigenen Geschlechts suggeriert wird. Wird Gender Mainstreaming konsequent umgesetzt, werden wir zunehmend junge Menschen erleben, die in Bezug auf ihre sexuelle Identit\u00e4t und Orientierung in Verwirrung geraten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das gegenderte Gottesbild<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Angriff auf die Ehe und die Zweigeschlechtlichkeit von Mann und Frau ist zugleich ein Angriff auf das Gottesbild. Denn Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau (1Mose 1,27). Nach neutestamentlicher Lehre bildet die Ehe die Gemeinschaft von Christus und seiner Braut der Gemeinde ab (Eph 5,21-33) Wer die Zweigeschlechtlichkeit \u00fcberwinden und die Ehe zerst\u00f6ren will, greift zugleich nach dem Ebenbild Gottes.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn27\"><sup><sup>[27]<\/sup><\/sup><\/a> Wer die Ehe verdunkelt, verdunkelt damit auch das Ebenbild Gottes auf Erden. Gender &#8211; Mainstreaming ist also nicht nur eine ehefeindliche, sondern auch eine gottfeindliche Bewegung, die das Gottesbild verzerren und zerst\u00f6ren will. Dem entspricht der Versuch, \u00fcber die Bibel in gerechter Sprache, ein gegendertes und damit verzerrtes Gottesbild in unsere Kirchen und Gemeinden hineinzutragen. Im \u201eVater Unser\u201c hei\u00dft es in gendergerechter Sprache: \u201eDu, Gott, bist uns Vater und Mutter im Himmel.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine Antwort aus christlicher Perspektive<br \/>\n<\/strong><strong><br \/>\n4.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geschaffen als Mann und als Frau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnd Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und er schuf sie als Mann und Frau\u201c (1Mose 1,27). Das biblische Menschenbild wei\u00df um die Gesch\u00f6pflichkeit des Menschen. Gott schuf ihn als Mann und als Frau. Dies entspricht auch der von uns allt\u00e4glich erfahrenen und wissenschaftlich belegten Wirklichkeit. Wir finden uns selbst als Mann oder als Frau vor und k\u00f6nnen unser Geschlecht eben nicht frei w\u00e4hlen. Es ist auch allt\u00e4glich erfahrbar sowie wissenschaftlich belegbar, dass die vorgefundene k\u00f6rperliche Geschlechtlichkeit zugleich auch Auswirkungen auf die Psyche, unsere Neigungen und F\u00e4higkeiten hat. Die Rollen, die wir gesellschaftlich einnehmen, sind eben nicht frei ver\u00e4nderbar und frei w\u00e4hlbar, sondern haben wesentlich mit unserer gesch\u00f6pflich vorgegebenen Geschlechtlichkeit zu tun. Als Mann kann ich kein Kind austragen, genauso wenig wie eine Frau zumeist aufgrund anatomischer Vorgaben nicht im Bergbau arbeiten sollte. Da unsere eigene und die uns umgebende Umwelt geschaffene Wirklichkeit ist, ist das philosophische Denkgeb\u00e4ude des Konstruktivismus ad absurdum gef\u00fchrt. Was erschaffen ist, ist wirklich da. Ich kann es nicht rekonstruieren und dekonstruieren, um es dann zu ver\u00e4ndern und zu \u00fcberwinden. Die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen kann nicht dekonstruiert und \u00fcberwunden werden. Der Versuch dies \u00fcber staatliche Umerziehung dennoch zu tun, wird entweder scheitern oder eine Gesellschaft in den Untergang f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Ehe ist Gottes gutes Zukunftsmodell<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDarum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen und sie werden ein Fleisch sein\u201c (1Mose 2,24). Das Zukunftsmodell f\u00fcr ein geschlechtergerechtes Zusammenleben von M\u00e4nnern und Frauen in einer Gesellschaft ist und bleibt die Ehe. Gott schenkt dem Menschen seine m\u00e4nnliche oder weibliche Identit\u00e4t und bindet ihn in der Ehe an einen Menschen des jeweils anderen Geschlechts. Das gelingende Miteinander in der Ehe korrespondiert mit einer g\u00f6ttlichen Haupt- und Unterordnungsstruktur. Der himmlische Vater ist das Haupt Christi und Christus ordnet sich dem liebenden Vater unter (1Kor 11,3). Der Mann ordnet sich dem Haupt Christus unter und bekommt gleichzeitig die Hauptverantwortung f\u00fcr seine Frau, die er in Demut, aufopferungsvoller Liebe (Eph 5,25) und F\u00fcrsorge gegen\u00fcber seiner Frau wahrnehmen soll. Die Frau wiederum ordnet sich dem Mann unter, so wie Christus sich dem Vater unterordnet (Eph 5,23ff). Beide aber sind wesensgleich und gleichwertig und dem\u00fctigen sich zusammen unter die gewaltige Hand Gottes (1Petr 5,6). In der Ehe helfen wir einander unsere anerschaffene sexuelle Identit\u00e4t anzunehmen und die so fragile und formbare sexuelle Orientierung mit der Hilfe Gottes zu gestalten und reifen zu lassen immer zum Wohle des uns anvertrauten Gegen\u00fcbers. Der Mann zum Wohle der Frau, die Frau zum Wohle des Mannes. Ehe so gelebt, mit der Hilfe des gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus, ist und bleibt das einzig tragf\u00e4hige Zukunftsmodell einer geschlechtergerechten Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Familie st\u00e4rken<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gesunde und starke Familien brauchen Frauen, die Kinder lieben und gerne M\u00fctter sind. Nicht ohne Grund macht der Apostel Paulus die politisch nicht korrekte Aussage: \u201eSie (die Frau) wird aber selig werden dadurch, dass sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie bleiben mit Besonnenheit im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung.\u201c (1Tim 2,15) Heute gewinnt man den Eindruck, die Seligkeit der Frau liege in der Chefetage eines f\u00fchrenden Daxunternehmens. Frauen r\u00fccken in die F\u00fchrungspositionen von Wirtschaft und Politik ein, die Kinder, sofern noch welche geboren werden, werden in staatlich organisierte Krippen abgeschoben. Aus biblischer, aber vor allem auch aus demographischer Perspektive, m\u00fcssten junge Frauen vor allem motiviert werden, sich viele Kinder zu w\u00fcnschen, diese Kinder auch zu bekommen und sich voll und ganz der F\u00fcrsorge und Erziehung dieser Kinder zu widmen. M\u00e4nner m\u00fcssten lernen, ihre Frauen gerade in diesem Wunsch zu unterst\u00fctzen, die Arbeit f\u00fcr Familie und Haushalt zu honorieren, und die Politik sollte dies mit entsprechenden Anreizen f\u00f6rdern. Dies k\u00f6nnte dann mit Fug und Recht als eine Politik bezeichnet werden, die Familien st\u00e4rkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberzeugende Vorbilder f\u00fcr Jungs und M\u00e4dchen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das christliche Menschenbild akzeptiert und bejaht die gesch\u00f6pflich vorfindliche sexuelle Identit\u00e4t eines jungen Menschen. Im Gegensatz zu einer genderorientierten Erziehung wird eine christliche Erziehung den jungen Menschen in seiner sexuellen Identit\u00e4t st\u00e4rken und hoffentlich \u00fcberzeugend durch pers\u00f6nliches Vorbild vorleben, dass Sexualit\u00e4t im liebevollen ehelichen Miteinander von Mann und Frau ihren von Gott zugewiesenen Platz hat. Den Jungen wird sie auf die Rolle als Mann vorbereiten, das M\u00e4dchen auf seine Rolle als Frau. Aufschlussreich ist hier die Anweisung des Apostel Paulus an die Frauen: Die \u00e4lteren Frauen \u201esollen aber Gutes lehren und die jungen Frauen anhalten, dass sie ihre M\u00e4nner lieben, ihre Kinder lieben, besonnen seien, keusch, h\u00e4uslich, g\u00fctig und sich ihren M\u00e4nnern unterordnen, damit nicht Gottes Wort verl\u00e4stert werde\u201c (Titus 2,4.5). M\u00e4dchen brauchen Frauen, Jungs brauchen M\u00e4nner, um ihre Rolle in Ehe, Familie und Gesellschaft zu finden. Hier braucht es keine Identit\u00e4tsverwirrer, sondern liebevolle, treue, m\u00e4nnliche V\u00e4ter und liebevolle, treue, weibliche M\u00fctter, die das Kind in seiner gesch\u00f6pflich vorgefundenen Identit\u00e4t st\u00e4rken. Gender Mainstreaming will jungen Menschen nicht helfen, eine stabile m\u00e4nnliche oder weibliche Identit\u00e4t zu entwickeln, sondern will sie irritieren und eine geschlechtliche spezifisch m\u00e4nnliche oder spezifisch weibliche Pr\u00e4gung und Identit\u00e4t bewusst verhindern und offen halten. Es scheint so, als ob Gender Mainstreaming einen nicht festgelegten Menschen schaffen will, der in seiner Identit\u00e4t und Orientierung stets offen, nicht festgelegt und verf\u00fchrbar ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gottes gute Gabe der Sexualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott schafft den Menschen als Mann und als Frau. Sie bekommen ihre Sexualit\u00e4t als Gottesgabe, die mit dem Auftrag verbunden ist: Seid fruchtbar und mehret euch (1Mose 1,28). Es braucht keiner weiteren Ausf\u00fchrungen, um zu belegen, dass diese Fruchtbarkeit nur im Miteinander von Mann und Frau m\u00f6glich ist. Neben der Fruchtbarkeit dient die Gabe der Sexualit\u00e4t der Befriedigung des Ehepartners. Der Mann hat seine Sexualit\u00e4t, um damit seine Frau zu erfreuen und umgekehrt (1Kor 7,4). Christliche Erziehung wird im Gegensatz zu einer genderorientierten Erziehung junge Menschen motivieren, ihre sexuelle Identit\u00e4t und Orientierung im Rahmen der Ehe oder alternativ in der Enthaltsamkeit zu leben. Eine Aufl\u00f6sung der Bipolarit\u00e4t der Geschlechter sowie des \u201eGenderkorsett\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn28\"><sup><sup>[28]<\/sup><\/sup><\/a> Ehe wird christliche Erziehung immer ablehnen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Ausgrenzung, Abstempelung, Diskriminierung und Ver\u00e4chtlichmachung von homosexuell empfindenden oder homosexuell lebenden Menschen darf es aus christlicher Sicht niemals geben. Immer werden Christen vermitteln, dass ein Schwuler oder eine Lesbe ein wunderbarer von Gott geschaffener und von Gott geliebter Mensch ist. Gleichzeitig kann der Christ aber auch nicht verschweigen, dass aus Gottes Sicht praktizierte Homosexualit\u00e4t S\u00fcnde ist (3Mose 18,22; R\u00f6 1,26.27; 1Kor 6,9). Es sei hinzugef\u00fcgt: S\u00fcnde, die nicht schwerer wiegt, als andere S\u00fcnden, die jeder von uns begangen hat und begeht. S\u00fcnde, f\u00fcr die Jesus Christus in den Tod gegangen ist, f\u00fcr die er mit seinem Leben bezahlt hat und von der er uns erl\u00f6sen, freikaufen und reinwaschen will und es auch tut, wenn wir bekennen und umkehren (1Joh 1,9; Apg 2,38, 1Kor 6,9). Es muss in einer freien Gesellschaft m\u00f6glich sein und bleiben, auf dieses Angebot Gottes im Evangelium hinzuweisen und liebevoll werbend daf\u00fcr einzutreten. Es verbietet sich von selbst, dass homosexuell empfindende und lebende Menschen zu solch einer Umkehr \u00fcberredet oder gar gezwungen werden sollen. Wer solch ein Angebot aber gerne annehmen m\u00f6chte, der soll sich in einem freien Land dar\u00fcber informieren d\u00fcrfen, es f\u00fcr sich pers\u00f6nlich ablehnen oder eben auch annehmen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass eine Ver\u00e4nderung von homosexueller Empfindung und Orientierung hin zu heterosexueller Empfindung und Orientierung m\u00f6glich ist, ist bemerkenswerter Weise aus gendertheoretischer Sicht prinzipiell m\u00f6glich. Im Genderdenken ist sexuelle Identit\u00e4t und Orientierung flie\u00dfend, ver\u00e4nderbar und frei w\u00e4hlbar. Das w\u00fcrde aber auch eine Ver\u00e4nderlichkeit von homo- zu heterosexueller Orientierung erlauben. An dieser\u00a0 Stelle deckt sich Genderdenken mit christlicher Erkenntnis und der Erfahrung ehemals homosexuell empfindender Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ich glaube an Gott den Vater<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gegensatz zum Gender Mainstreaming wird die christliche Gemeinde dem Versuch, die Zweigeschlechtlichkeit zu \u00fcberwinden, widerstehen und werbend f\u00fcr die Aufrechterhaltung der Zweigeschlechtlichkeit und ihrer Vers\u00f6hnung in der Ehe von Mann und Frau eintreten. Das ist deshalb so wichtig, weil Gott den Menschen zu seinem Ebenbilde schuf und diese Gottesebenbildlichkeit gerade in der Ehe von Mann und Frau widergespiegelt werden soll. Gleicherma\u00dfen soll in einer liebevollen Ehebeziehung, in der Jesus Christus die Mitte ist, die Ehebeziehung zwischen dem Br\u00e4utigam Christus und seiner Braut der Gemeinde reflektiert werden. Damit das Ebenbild Gottes auf Erden nicht weiter verzerrt und verdunkelt wird, wollen wir die Ehe von Mann und Frau festhalten, sch\u00fctzen und mit Gottes Hilfe (hoffentlich) \u00fcberzeugend vorleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch gilt es der Versuchung zu widerstehen, sich ein menschengemachtes gendergerechtes Bild von Gott zu machen. Gott hat sich dem Menschen eben gerade nicht als \u201eunser Vater und unsere Mutter\u201c offenbart, sondern als \u201eVater\u201c. Damit hat er nicht die von ihm geschaffene und geliebte Frau diskriminiert, sondern sich selbst als der vorgestellt, der er ist: Der himmlische Vater, der da Vater ist \u00fcber alles, was da Kinder hei\u00dft im Himmel und auf Erden. Jesus Christus hat gesagt: Wer mich sieht, der sieht den Vater (Joh 14,9). Durch eine umfassende Lebensumkehr zu Jesus Christus werden wir von falschen Vorstellungen \u00fcber Gott, \u00fcber unsere Identit\u00e4t als M\u00e4nner und Frauen sowie \u00fcber unsere Sexualit\u00e4t befreit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gender Mainstreaming will ein gutes Ziel erreichen: \u201eGerechtigkeit.\u201c Doch um dieses Ziel zu erreichen, will Gender Mainstreaming in letzter Konsequenz\u00a0die\u00a0Aufl\u00f6sung und Einebnung der von Gott geschaffenen Zweigeschlechtlichkeit sowie der von Gott gestifteten Ehe von Mann und Frau in einer lebenslangen Liebes- und Treuebeziehung. Das gerechte Miteinander von M\u00e4nnern und Frauen l\u00e4sst sich jedoch nicht durch ideologisch aufgeladene Programme erzwingen. W\u00fcrde Gender Mainstreaming\u00a0 nach den Vorgaben seiner radikalsten Vertreter in allen Bereichen unserer Gesellschaft umgesetzt, hat es das Potential, diese Gesellschaft vollst\u00e4ndig aufzul\u00f6sen und sie in ihren Grundfesten zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erkenntnis, dass Gott die Welt erschaffen hat (Hebr 11,3) widerspricht der These, dass alle Wirklichkeit nur konstruierte Wirklichkeit ist und damit dekonstruiert, aufgel\u00f6st und jederzeit ver\u00e4ndert werden kann. In der Begegnung mit Jesus Christus findet der Mensch die Gerechtigkeit Gottes (R\u00f6 1,16.17; 1Kor 1,30; 2Kor 5,21), die ihm fehlt. In Christus wird der Mensch mit Gott vers\u00f6hnt, mit seiner eigenen Identit\u00e4t und Sexualit\u00e4t sowie in seiner Beziehung zum anderen Geschlecht. Gerechtigkeit und Vers\u00f6hnung zwischen den Geschlechtern wird nicht durch die Implementierung von Gender Mainstreaming erreicht, sondern allein durch die Hinwendung von M\u00e4nnern und Frauen zu dem lebendigen Gott, der sich in Jesus Christus offenbart hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Johann Hesse, 15.08.2009, Vortrag im Diakonissenmutterhaus\u00a0Altvandsburg, Lemf\u00f6rde<\/em>\u00a0<\/p>\n<hr style=\"text-align: justify;\" size=\"1\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref1\"><sup><sup>[1]<\/sup><\/sup><\/a> Konstantin Mascher, Geschlechtslos in die Zukunft, Salzkorn 5\/2006, S. 202<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref2\"><sup><sup>[2]<\/sup><\/sup><\/a> Marx\/Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, Dietz Verlag Berlin, S. 44.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref3\"><sup><sup>[3]<\/sup><\/sup><\/a> K. Miller, Sexual Politics, New York, 1971, zitiert nach Stephanie Korinek, Gender Mainstreaming, 2008, S. 8<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref4\"><sup><sup>[4]<\/sup><\/sup><\/a> Gender Manifest, Berlin im Januar 2006, S. 5<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref5\"><sup><sup>[5]<\/sup><\/sup><\/a> Shulamith Firestone, The Dialectic of Sex, New York 1971 (Stephanie Korinek, Gender Mainstreaming, zitiert nach Christl Vonholdt, Bulletin Nr. 13 (2007), S. 20)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref6\"><sup><sup>[6]<\/sup><\/sup><\/a> S. Okin, Justice, Gender, and the Family, New York, 1989, S. 170, (Stephanie Korinek, Gender Mainstreaming, zitiert nach Christl Vonholdt, Bulletin Nr. 13 (2007), S. 20)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref7\"><sup><sup>[7]<\/sup><\/sup><\/a> Shulamith Firestone, The Dialectic of Sex, New York 1971, (Stephanie Korinek, Gender Mainstreaming, zitiert nach Christl Vonholdt, Bulletin Nr. 13 (2007), S. 2)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref8\"><sup><sup>[8]<\/sup><\/sup><\/a> Hans-Joachim St\u00f6rig, Kleine Weltgeschichte der Philosophie, Kohlhammer Verlag, 1993, S. 697f<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref9\"><sup><sup>[9]<\/sup><\/sup><\/a> Christl Vonholt, Bulletin Nr. 13 (2007), S. 22 (Stephanie Korinek, Gender Mainstreaming)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref10\"><sup><sup>[10]<\/sup><\/sup><\/a> Stephanie Korinek, Gender Mainstreaming, S. 11<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref11\"><sup><sup>[11]<\/sup><\/sup><\/a>www.genderkompetenz.de<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref12\"><sup><sup>[12]<\/sup><\/sup><\/a> www.genderkompetenz.info<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref13\"><sup><sup>[13]<\/sup><\/sup><\/a> Gabriele Kuby, Dossier \u201eGender Mainstreaming\u201c (www.Junge-Freiheit.de)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref14\"><sup><sup>[14]<\/sup><\/sup><\/a> www.gender.de<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref15\"><sup><sup>[15]<\/sup><\/sup><\/a> Gender Manifest, S. 4<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref16\"><sup><sup>[16]<\/sup><\/sup><\/a> Gender Manifest, S. 5<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref17\"><sup><sup>[17]<\/sup><\/sup><\/a> Das alles ist m\u00f6glich! Gender Projekte in nordelbischen Kirchengemeinden, S. 11<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref18\"><sup><sup>[18]<\/sup><\/sup><\/a> Alles Gender oder was?, Evangelische M\u00e4nnerarbeit und Evangelische Frauenarbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref19\"><sup><sup>[19]<\/sup><\/sup><\/a> Else Ury, Professors Zwillinge in der Waldschule, Eine Geschichte f\u00fcr kleine Jungen und M\u00e4dchen, Hoch-Verlag, D\u00fcsseldorf, 1951<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref20\"><sup><sup>[20]<\/sup><\/sup><\/a> \u00a0\u00a0Gender Mainstreaming, Was ist das?, Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref21\"><sup><sup>[21]<\/sup><\/sup><\/a> www.girls-days.de<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref22\"><sup><sup>[22]<\/sup><\/sup><\/a> www.neue-wege-fuer-jungs.de<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref23\">[23]<\/a> Positiv zu vermerken ist, dass hier Jungs motiviert werden, auch solche Berufe zu w\u00e4hlen, in denen ein h\u00f6herer Prozentsatz an M\u00e4nnern tats\u00e4chlich erstrebenswert ist (Grundschullehrer, Altenpfleger)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref24\">[24]<\/a> Die eigentliche Motivation f\u00fcr die Implementierung dieser Programme ist allerdings wirtschaftspolitischer Natur. Je mehr Frauen auf den Arbeitsmarkt kommen, desto niedriger k\u00f6nnen die Lohnkosten gehalten werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref25\"><sup><sup>[25]<\/sup><\/sup><\/a> Gender Manifest, S.\u00a0 5<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref26\"><sup><sup>[26]<\/sup><\/sup><\/a> Das alles ist m\u00f6glich! Gender Projekte in nordelbischen Kirchengemeinden, Hrsg. Ingeborg Kerssenfischer, Gleichstellungs- und Genderbeauftragte der Nordelbischen Kirche, Kiel, Juni 2007, S. 11<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref27\"><sup><sup>[27]<\/sup><\/sup><\/a> Ehe &#8211; Die Ikone Gottes in der Welt, Christl R. Vonholt, Salzkorn 5\/2006, S. 230ff (Diese Beobachtung wird in ausgezeichneter Weise in diesem sehr empfehlenswerten Aufsatz dargelegt)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref28\"><sup><sup>[28]<\/sup><\/sup><\/a> Gender-Manifest, S. 4<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gender Mainstreaming\u00a0 Die Abschaffung von Mann und Frau? 1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Wurzeln des Gender-Mainstreaming 1.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gender-Mainstreaming definiert Das englische Wort \u201eGender\u201c bezeichnet das soziale Geschlecht im Gegensatz zum biologischen Geschlecht (engl.: sex). \u201eMainstreaming\u201c bedeutet, etwas in den Hauptstrom einbringen. Gender Mainstreaming besagt, dass in allen Entscheidungen und Vorg\u00e4ngen innerhalb von Beh\u00f6rden und Organisationen immer auch der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[14,10,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1992"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1992"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1992\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2004,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1992\/revisions\/2004"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}