{"id":19917,"date":"2023-04-24T09:00:17","date_gmt":"2023-04-24T07:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19917"},"modified":"2023-04-20T12:36:08","modified_gmt":"2023-04-20T10:36:08","slug":"gedanken-zur-aktuellen-friedensethik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19917","title":{"rendered":"Gedanken zur aktuellen Friedensethik"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Datum des 24. Februar 2022 stellt eine Z\u00e4sur dar. An diesem Tage brach mit vielen anderen fragw\u00fcrdigen modernen Glaubensbekenntnissen das Credo der evangelischen Friedensethik zusammen: das fragw\u00fcrdige theologische Konstrukt des sog. Gerechten Friedens erhielt den Todessto\u00df. All die Sirenenges\u00e4nge des modernen Pazifismus, der auch in die Evangelische Kirche eingedrungen ist, entpuppten sich als das, was sie realiter sind: ein sch\u00f6ner Tagtraum von Utopisten, der jedoch gnadenlos an der Realit\u00e4t einer Welt scheitert, die eben leider (!) nicht so ist, wie man sich das gew\u00fcnscht hatte. Die sog. Machbarkeit des V\u00f6lkerfriedens ist und bleibt ein Irrtum. Seit einem Jahr kann man dies nur behaupten, wenn man die Wirklichkeit ausblendet und sich weiterhin in den Utopismus fl\u00fcchtet.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit diesem Tag, den der Bundeskanzler zurecht als Zeitenwende<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> bezeichnet hat, kam es zur \u00c4u\u00dferung verschiedener friedensethischen Aussagen, die zeigen, dass hier nach wie vor keine einheitliche Linie in der evangelischen Friedensethik gefunden werden kann, da die unterschiedlichen Standpunkte miteinander unvereinbar sind.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Dies ist seit Jahrzehnten eine betr\u00fcbliche Tatsache und wird sich vermutlich in Zukunft kaum \u00e4ndern, da die ideologisch-pazifistische Haltung einen Punkt erreicht hat, der scheinbar keine Umkehr zul\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die politischen Fragen, die seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine er\u00f6rtert werden, Unterst\u00fctzung der Ukraine durch Waffenlieferung etwa, haben ihren Niederschlag in verschiedenen friedensethischen \u00c4u\u00dferungen kirchenleitender Personen gefunden,<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> die in summa mangels Einm\u00fctigkeit an der Ernsthaftigkeit zweifeln lassen \u2013 ganz im Gegensatz zur DBK, die in dieser Frage unisono spricht.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Einen guten \u00dcberblick dieser diversen \u00c4u\u00dferungen bietet Ulrich Frey im Pfarrerblatt.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Konsequenterweise kann man hier auf das mangelnde und immer weiter schwindende Interesse der Medien an dieser Form kirchlicher Lebens\u00e4u\u00dferungen verweisen. Selbst die \u00c4u\u00dferungen<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> des neuen \u201aFriedensbeauftragten der EKD\u2018, Friedrich Kramer\u2018,<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> verhallen weithin im medialen Bl\u00e4tterwald und zeugen von der Hilflosigkeit einer immer abstruser gewordenen \u201aLehre\u2018 der Friedensethik, die seit Jahrzenten m\u00fchsam entwickelt und konstruiert wurde.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese r\u00fchrt m.E. aus der mangelnden Unterscheidung von Gottesfrieden (pax Dei) und Frieden der Welt. (pax mundi) her: wenn kein Frieden mit Gott besteht<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> haben alle menschlichen Friedensbem\u00fchungen keine Verhei\u00dfung<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ereignisse der Realpolitik haben alles theologisch fragw\u00fcrdige Ideologisieren, wie es zur Routine einer elfenbeinturmartig gez\u00fcchteten Wohlstandstheologie geworden ist, \u00fcberholt.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Au\u00dfer den gesinnungsethischen n\u00f6rgelnden Forderungen und Mahnungen kann man nur zu der sehr ern\u00fcchternden Erkenntnis kommen, dass hier friedensethisch abgedroschenes Stroh serviert wird, welches den Hauch der 80er Jahre ausstr\u00f6mt. Auch der Gutwilligste kann nicht umhin, die Absurdit\u00e4t zu erkennen, in welche wir uns friedensethisch verrannt haben. Gut gemeinte Mitmachaktionen durch Blumensamen<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> oder Menschenketten<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> werden dem Grauen des Krieges nicht gerecht und zeugen von der Realit\u00e4tsferne der Verantwortlichen, die sich durch Betroffenheitsbekundungen, Mahnen und Warnen auszeichnen \u2013 und sich darin weithin ersch\u00f6pfen. Dies wird dem Ernst der Lage und auch der theologischen Tiefe des Krieges m.E. nicht gerecht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine sehr bittere Einsicht der Ereignisse seit dem 24.2.2022 ist die Erkenntnis: Frieden ist von Menschen weder zu schaffen noch zu erhalten. Die Kriegsrealit\u00e4t hat den hehren Fortschrittsglauben, dass Frieden \u201amachbar\u2018 ist, wie Franz Alt 1983 sehr popul\u00e4r behauptet hat,<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> zur wohlgemeinten Floskel werden lassen, die wohl eher einem Igel das Staubwischen beibringen wird, als das dieses Wunschdenken noch l\u00e4nger ernst genommen werden wird.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zunehmende Bedeutungslosigkeit unserer evangelischen Kirche geht mit der vermeintlich pazifistischen Ideologisierung der Friedensethik einher. M.E. h\u00e4ngt dies damit zusammen, dass das Wort Gottes, die Bibel, das uns \u00fcber Krieg und Frieden sehr umfangreich belehrt, in der Vergangenheit zu sehr zur Marginalie degradiert wurde und eine Selektivtheologie die F\u00fclle der biblischen Aussagen bewusst ignoriert hat und so der pazifistische Wunsch der Vater des Gedankens wurde. Vor den Tr\u00fcmmern dieser Wohlstandstheologie stehen wir heute und sind deshalb gerufen, neu nach dem Worte Gottes zu fragen. Biblisch gesprochen: (Hos 6,1) \u201eKommt und lasst uns zum HERRN umkehren! Denn er hat zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat geschlagen, er wird uns auch verbinden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Alten Testament wird eine vergleichbare Situation geschildert: als das Gottesvolk von den babylonischen Kriegern bedroht wird und Nebukadnezar vor den Toren Jerusalems steht, sendet der verzweifelte K\u00f6nig Zedekia zum vorher verfolgten und verhassten Propheten Jeremia mit der Bitte um Hilfe. In der Situation erkennt er, dass die sirenenhaften Prophezeiungen seiner pazifistischen Hofprediger falsch sind, dass nur ein echtes Gotteswort ihm Hilfe schaffen kann.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Man kann es auf die Frage nach wahrer und falscher Prophetie zuspitzen: ich verweise hier auf die entsprechenden Bibelworte<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a>, die zeigen, dass diese aktuelle Entwicklung kein singul\u00e4rer Vorgang ist.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie die Geschichte lehrt, wird dieses Nicht-Ernst-Nehmen nicht folgenlos bleiben und die j\u00fcngsten Austrittswellen sprechen hier eine mehr als deutliche Sprache. Eine Kirche, die Tempolimits f\u00fcr Automobile beschlie\u00dft und theologischen fragw\u00fcrdigen gesellschaftspolitischen Akteuren<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> eine diesen nicht zustehende B\u00fchne bietet f\u00fcr ihre verqueren Thesen des menschengemachten Weltunterganges, darf sich wundern, wenn ihnen die Mitglieder schwinden, die mit derartiger Form der utopischen Gesellschaftspolitik nichts mehr zu tun haben m\u00f6chten.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Man kann es mit dem Propheten Jeremia deutlich sagen: was k\u00f6nnen sie Weises lehren, wenn sie des Herrn Wort verwerfen?<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Hier sind wir als Kirche trotz (oder gerade wegen?) allem gutgemeinten Bem\u00fchen in dieser vermeintlichen Weisheit zu theologischen Narren<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> geworden und das sp\u00fcrt der \u201anormale Mensch\u2018, der die Realit\u00e4t dieser Welt sehr deutlich wahrnimmt, ganz genau. Die aktuellen Krisen zeigen schmerzlich, dass das kirchliche Sch\u00f6nwettergerede im Sturmwind der Wirklichkeit einer gefallenen Welt nicht gerecht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Friedensethisch werden wir als Kirche in Zukunft nur ernst genommen werden, wenn die biblischen Aussagen in ihrer Weite und klaren Tiefe bedacht und gew\u00fcrdigt werden. So ist hier m.E. unbedingt zu betonen, dass Krieg und alles damit zusammenh\u00e4ngende Elend zum Wesen einer gefallenen Welt geh\u00f6ren und somit der weltgeschichtliche \u201aNormalfall\u2018 sind. Dieser Zustand, der uns in den letzten Jahrzehnten fremd geworden ist, steht nun wieder klar vor der T\u00fcr und alle idealistischen Illusionen \u00fcber Menschenbild und Weltzustand verschwinden wie eine Fatamorgana. R\u00f6 1,22 ist diesbez\u00fcglich m.E. ein Schl\u00fcsselwort, das bedacht werden will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier, im Herzen des Neuen Testaments, sagt Paulus in drastischer Sch\u00e4rfe, woher das Ungl\u00fcck r\u00fchrt: wir sind dem Nichtigen verfallen und haben unsere Gedanken zum Ma\u00df der Dinge gemacht und dem unverst\u00e4ndigen b\u00f6sen Herz<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a> freien Lauf gelassen. Dieses kommt, wenn ich das Wort ernst nehme aus der Tatsache, dass Gott nicht mehr Gott sein sollte und wir ihm f\u00fcr alle seine Wohltaten nicht gedankt haben. Gerade meine Generation hat unglaubliche Wohltaten Gottes erfahren d\u00fcrfen: gegen Ende des 6. Lebensjahrzehntes haben wir das Kriegsgr\u00e4uel niemals erfahren m\u00fcssen. Wir durften in Frieden, Sicherheit und Wohlstand aufwachsen und leben in Zust\u00e4nden, die noch vor wenigen Dekaden v\u00f6llig undenkbar waren und die so in dieser Form noch niemals einer Generation geschenkt waren. Mein Gro\u00dfvater lebte von 1905 bis 1987. Als er in meinem Alter war, hatte er bereits zwei Weltkriege und zwei Inflationen hinter sich und war einfach nur dankbar, dass er mit seiner Familie diesen Wahnsinn hat \u00fcberleben d\u00fcrfen. Diese dankbare Haltung trug ihn bis an sein Lebensende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Haben wir in \u201aden fetten sieben Jahren\u2018 daf\u00fcr jemals wirklich gedankt, dass Gott uns das so hat wiederfahren lassen oder sind wir nicht wie das undankbare Gottesvolk geworden, von dem uns das Lied des Mose berichtet?<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> Diese harte Gotteswort gegen sein auserw\u00e4hltes Volk kommt mir wie eine Zustandsbeschreibung unserer degenerierten Zeit<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> vor. Durch die Propheten hat Gott sein Volk immer wieder davor gewarnt, ihn in den fetten sieben Jahren zu vergessen.<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> Dem Vergessen Gottes \u2013 auch bei \u00e4u\u00dferlich bestehender Religiosit\u00e4t &#8211; folgt unweigerlich der sittlich\/moralische Verfall mit allerlei Missst\u00e4nden und der sich anschlie\u00dfende unweigerliche Untergang: die ganze Sch\u00e4rfe der prophetischen Verk\u00fcndigung im 8. Jahrhundert hat die Tatsache vor Augen, dass allen Missst\u00e4nden und Fehlentwicklungen der Abfall von Gott und seinem Wort vorausgeht \u2013 dem \u00e4u\u00dferen Abfall geht der innere voran.<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a> So auch friedensethisch: der \u00e4u\u00dferen Friedlosigkeit im Gro\u00dfen wie im Kleinen geht immer die Emp\u00f6rung\/Revolte gegen Gott voraus: \u201asie haben es aufgegeben, auf den Herrn zu achten\u2018 (Hos 4,10b). Dieser Missachtung folgt dann alles Weitere. Hosea hat als Grund der Irref\u00fchrung des Gottesvolkes den \u201aGeist der Hurerei\u2018 klar benannt.<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gang der Geschichte des Gottesvolkes hat die Konsequenzen solcher Haltung klar aufgezeigt. Hier stehen wir vor dem Krieg als der Strafe\/Heimsuchung Gottes.<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a> Wenn ich das Wort dieses Gottes ernst nehme, dann kann ich nicht umhin zu erkennen, dass Krieg in all seinen Formen und Auswirkungen die Folge dieser verkehrten und undankbaren Haltung sind. Worte wie Jes 45,7 oder Off 6,4 zeigen uns klar, dass Gott der Urheber dieser Entwicklung ist und es geh\u00f6rt eine nicht geringe theologische Arroganz gegen\u00fcber dem Wort Gottes dazu, dies zu leugnen. Hier ist deshalb unbedingt ein besserer Weg zu suchen als der derzeit beschrittene: hier geht es im letzten Grunde um nichts Geringeres als um Glauben oder Unglauben \u2013 Misstrauen oder Vertrauen gegen Gott. Der Prophet Hesekiel, der dem Gottesvolk den Fall Jerusalems im Auftrage Gottes vorhergesagt hatte, erlebte diesen Zustand, als der \u201aEntronnene\u2018 (\u05e4\u05b8\u05bc\u05dc\u05b4\u05d9\u05d8, \u1f00\u03bd\u03b1\u03c3\u1ff4\u03b6\u03c9) zu ihm kam und Meldung von den Ereignissen machte, dass die Vorhersage sich bewahrheitet hatte. Hes 33,21f berichtet davon.<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Geschichte des Gottesvolkes und auch die unserer Kirche lehrt es mehr als eindeutig, dass dem Abfall von diesem Gott, der sich in Gesetz und Evangelium, in Verhei\u00dfung und Erf\u00fcllung, offenbart hat und der sich als der lebendige (\u05d7\u05b7\u05d9\u05be\u05d0\u05b8\u05a3\u05e0\u05b4\u05d9)<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a> und handelnde Gott bezeugt hat, immer die Katastrophe folgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Zusammenbruch Deutschlands 1945 wurde von vielen tief sehenden und glaubenden Menschen diese Katastrophe als klare Folge der S\u00fcnde gegen das erste Gebot verstanden und interpretiert. Hier sei exemplarisch auf die Beschreibung Helmut Thielickes Erleben beim Untergang der Stadt Stuttgart verwiesen.<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a> Theologisch lie\u00df ihn &#8211; und viele andere M\u00e4nner seiner Generation \u2013 das Erlebte klar erkennen, dass es sich um die verdiente Strafe Gottes handelte, die als Konsequenz f\u00fcr die Selbstvergottung der nationalsozialistischen Hybris erfolgte. Theologisch gesprochen: die S\u00fcnde wider das Erste Gebot.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die theologische Sackgasse der aktuellen Friedensethik ist m.E. symptomatisch f\u00fcr die geistig-geistliche Lage unserer evangelischen Kirche und weist uns, wenn wir es ernst nehmen (und das sollten wir dringend) zu Bu\u00dfe und Umkehr \u2013 modern gesprochen zum Kurswechsel der gegenw\u00e4rtigen Irrfahrt. Nachdem unsere Kirche im vergangenen Jahr fast drei Prozent Mitglieder verloren hat, k\u00f6nnen wir so nicht weitermachen, denn wenn sich dieser Prozess fortsetzt wird es uns in 30 Jahren nicht mehr geben \u2013 die Studie der EKD \u201a#projektion 2060 \u2013 Die Freiburger Studie zu Kirchenmitgliedschaft und Kirchensteuer\u2018 wurde damit \u00fcbe Nacht zur Makulatur.<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An diesem Punkte klar zu sehen \u2013 so schmerzlich es auch ist nach all den wohlgemeinten Bem\u00fchungen der vergangenen Jahrzehnte \u2013 ist das Gebot der Stunde. Helmut Matthies hat es auf den Punkt gebracht: \u201aWechseln wir mal die Themen\u2018!<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> Unsere Zeit braucht endlich klare Worte.<\/p>\n<p><em>Pfr. Dr. Ulrich Kronenberg<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/resource\/blob\/992814\/2131062\/78d39dda6647d7f835bbe76713d30c31\/bundeskanzler-olaf-scholz-reden-zur-zeitenwende-download-bpa-data.pdf?download=1\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/resource\/blob\/992814\/2131062\/78d39dda6647d7f835bbe76713d30c31\/bundeskanzler-olaf-scholz-reden-zur-zeitenwende-download-bpa-data.pdf?download=1<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/212695\/22-02-2023\/ein-jahr-krieg-der-ukraine-kurschus-einsatz-von-waffen-nur-fuer-ende-der-gewalt\">https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/212695\/22-02-2023\/ein-jahr-krieg-der-ukraine-kurschus-einsatz-von-waffen-nur-fuer-ende-der-gewalt<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/kurschus-zum-jahrestag-des-russischen-angriffskriegs-77513.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/kurschus-zum-jahrestag-des-russischen-angriffskriegs-77513.htm<\/a> <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/kurschus-waffen-liefern-und-um-gespraeche-mit-russland-bemuehen-77727.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/kurschus-waffen-liefern-und-um-gespraeche-mit-russland-bemuehen-77727.htm<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> <a href=\"https:\/\/katholisch.de\/artikel\/43879-deutsche-bischoefe-betonen-selbstverteidigungsrecht-der-ukraine?utm_source=Newsletter&amp;utm_medium=E-Mail&amp;utm_campaign=NL+2309\">https:\/\/katholisch.de\/artikel\/43879-deutsche-bischoefe-betonen-selbstverteidigungsrecht-der-ukraine?utm_source=Newsletter&amp;utm_medium=E-Mail&amp;utm_campaign=NL+2309<\/a> <a href=\"https:\/\/www.dbk.de\/fileadmin\/redaktion\/diverse_downloads\/presse_2023\/2023-041a-Anlage1-FVV-Dresden-Pressebericht_Ukraine-Erklaerung.pdf\">https:\/\/www.dbk.de\/fileadmin\/redaktion\/diverse_downloads\/presse_2023\/2023-041a-Anlage1-FVV-Dresden-Pressebericht_Ukraine-Erklaerung.pdf<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.pfarrerverband.de\/pfarrerblatt\/aktuelle-beitraege?tx_pvpfarrerblatt_pi1%5Baction%5D=show&amp;tx_pvpfarrerblatt_pi1%5Bcontroller%5D=Item&amp;tx_pvpfarrerblatt_pi1%5BitemId%5D=5590&amp;cHash=942072f4d899b7fa5ee3564626d17ea6\">https:\/\/www.pfarrerverband.de\/pfarrerblatt\/aktuelle-beitraege?tx_pvpfarrerblatt_pi1%5Baction%5D=show&amp;tx_pvpfarrerblatt_pi1%5Bcontroller%5D=Item&amp;tx_pvpfarrerblatt_pi1%5BitemId%5D=5590&amp;cHash=942072f4d899b7fa5ee3564626d17ea6<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/212083\/06-02-2023\/ekd-friedensbeauftragter-panzerlieferung-ist-neue-eskalationsstufe\">https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/212083\/06-02-2023\/ekd-friedensbeauftragter-panzerlieferung-ist-neue-eskalationsstufe<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.evangelische-friedensarbeit.de\/ueber-uns\/der-friedensbeauftragte-der-ekd\">https:\/\/www.evangelische-friedensarbeit.de\/ueber-uns\/der-friedensbeauftragte-der-ekd<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/religion\/erfurt-augustinerkloster-ekd-kramer-friedenskonferenz-ukraine-krieg-100.html\">https:\/\/www.mdr.de\/religion\/erfurt-augustinerkloster-ekd-kramer-friedenskonferenz-ukraine-krieg-100.html<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Jes 59,8 Sie kennen den Weg des Friedens nicht, und Unrecht ist auf ihren Pfaden. Sie gehen auf krummen Wegen; wer auf ihnen geht, der hat keinen Frieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Es ist kein Zufall, dass der Prophet Jesaja den zweiten Teil seines Buches genau durch das Wort von der Friedlosigkeit der Gottlosen gliedert: vgl. Jes 48,22 und 59,8. Darauf verweist Delitzsch in seinem bis heute hochaktuellen Jesaja Kommentar: \u201a<em>Keinen Frieden, spricht Jahve, gibt\u2019s f\u00fcr die Gottlosen<\/em> \u2014 so schlie\u00dft der 1. Teil der 27 Reden 48, 22. Der 2. Teil schlie\u00dft 57, 21 erregter und vollt\u00f6nender: <em>Keinen Frieden, spricht mein Gott, gibt\u2019s f\u00fcr die Gottlosen<\/em>. Und am Schluss des 3. Teils 66, 24 l\u00e4sst der Prophet. die Form des Kehrverses fallen und veranschaulicht in grauenerregenden Z\u00fcgen das friedlose Endgeschick der Gottlosen: <em>ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht verl\u00f6schen und werden sein ein Scheusal allem Fleische<\/em>, wie am Schlusse des 5. Psalm Buchs die kurze Form der Beracha verlassen wird und ein ganzer Ps., das Halleluja 150, ihre Stelle vertritt\u2018. (Kommentar \u00fcber das Buch Jesaja. BK 3,1 Leipzig<sup>4<\/sup> 1889. S. 399)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/211876\/01-02-2023\/bischof-zu-ukraine-krieg-kramer-appelliert-un-muss-aktiver-werden\">https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/211876\/01-02-2023\/bischof-zu-ukraine-krieg-kramer-appelliert-un-muss-aktiver-werden<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/mitmach-aktion-hoffnung-saeen-76995.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/mitmach-aktion-hoffnung-saeen-76995.htm<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.sternsinger.de\/menschenkette\/\">https:\/\/www.sternsinger.de\/menschenkette\/<\/a> <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/Waren-Menschenkette-fuer-Frieden-und-gegen-Waffenlieferungen,friedensdemo146.html\">https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/Waren-Menschenkette-fuer-Frieden-und-gegen-Waffenlieferungen,friedensdemo146.html<\/a> <a href=\"https:\/\/www.friedenskette23.de\/unterstuetzer\">https:\/\/www.friedenskette23.de\/unterstuetzer<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Alt, Franz: Frieden ist m\u00f6glich. Die Politik der Bergpredigt. M\u00fcnchen 1983.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.landeskirche-hannovers.de\/evlka-de\/presse-und-medien\/nachrichten\/2023\/02\/2023-02-20_1\">https:\/\/www.landeskirche-hannovers.de\/evlka-de\/presse-und-medien\/nachrichten\/2023\/02\/2023-02-20_1<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Jakob Kroeker stellt die in seiner Auslegung des Buches Jeremia sehr deutlich heraus: \u201aEs waren in der Geschichte in der Regel schwere Notzeiten, wenn der Thron den Weg zum Tempel fand und Machthaber das Wort der Propheten h\u00f6ren wollten. Solch ein Weg wurde aber selten ohne politische Berechnung gegangen. \u2026 Es geh\u00f6rt das mit zu dem souver\u00e4nen Walten Gottes in der Geschichte, dass die Welt in den Tagen ihrer Not und Hoffnungslosigkeit die Knechte Gottes suchen muss, die sie in den Zeiten ihrer St\u00e4rke st\u00e4upen lie\u00df und sie um ihres Wortes willen in den Stock legte\u201c.<sup>[16]<\/sup> Das lebendige Wort S. 187f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Jer 6,14; 14,13: Hes 13,10;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> 2. Petr 2,1 Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die verderbenbringende Parteiungen heimlich einf\u00fchren werden, indem sie auch den Gebieter, der sie erkauft hat, verleugnen. Die ziehen sich selbst schnelles Verderben zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/evangelische-kirche-sucht-gespraech-mit-letzter-generation-76170.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/evangelische-kirche-sucht-gespraech-mit-letzter-generation-76170.htm<\/a> <a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/207957\/08-11-2022\/letzte-generation-auf-ekd-synode-klimaaktivistin-bittet-um-hilfe-der-kirche\">https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/207957\/08-11-2022\/letzte-generation-auf-ekd-synode-klimaaktivistin-bittet-um-hilfe-der-kirche<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> David Wengenroth hat hier erfrischend deutliche Worte gefunden: <a href=\"https:\/\/www.idea.de\/artikel\/das-schweigen-der-praeses\">https:\/\/www.idea.de\/artikel\/das-schweigen-der-praeses<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Jer 8,9.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> R\u00f6 1,22.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Gen 6,5; 8,21 und die zugeh\u00f6rigen Stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Dtn 32,15\u201318 \u201aDa wurde Jeschurun fett und schlug aus. Du wurdest fett, dick, feist! Und er verwarf den Gott, der ihn gemacht, und verachtete den Fels seiner Rettung. <sup>16<\/sup> Sie reizten ihn zur Eifersucht durch fremde &lt;G\u00f6tter&gt;, durch Gr\u00e4uel kr\u00e4nkten sie ihn. <sup>17<\/sup> Sie opferten den D\u00e4monen, die nicht Gott sind, G\u00f6ttern, die sie nicht kannten, neuen, die &lt;erst&gt; vor kurzem aufgekommen waren, die eure V\u00e4ter nicht verehrten. <sup>18<\/sup> Den Felsen, der dich gezeugt, t\u00e4uschtest du und verga\u00dfest den Gott, der dich geboren\u2018.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Jer 5,12 Sie haben den HERRN verleugnet und gesagt: Er ist nicht da. Kein Ungl\u00fcck wird \u00fcber uns kommen, Schwert und Hunger werden wir nicht sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Hosea 4,6 Mein Volk ist dahin, weil es ohne Erkenntnis ist. Denn du hast die Erkenntnis verworfen; darum will ich dich auch verwerfen, dass du nicht mehr mein Priester sein sollst. Du vergisst (\u05e9\u05c1\u05db\u05d7) das Gesetz deines Gottes; darum will auch ich deine Kinder vergessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hos 13,6 Aber als sie geweidet wurden, dass sie satt wurden und genug hatten, erhob sich ihr Herz; darum vergessen sie mich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Dies wird z.B. in der Verk\u00fcndigung Hoseas deutlich: vgl. Kap. 4. Carl Keil arbeitet dies sehr deutlich heraus.\u00a0 BK 3,4. Leipzig<sup>3<\/sup> 1888. S. 52-60 zur Stelle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Hosea 4,12 Mein Volk befragt sein Holz, und sein Stab soll ihm antworten; denn der Geist der Hurerei (\u05e8\u05a4\u05d5\u05bc\u05d7\u05b7 \u05d6\u05b0\u05e0\u05d5\u05bc\u05e0\u05b4\u05d9\u05dd\u0599 ,\u03c0\u03bd\u03b5\u03cd\u03bc\u03b1\u03c4\u03b9 \u03c0\u03bf\u03c1\u03bd\u03b5\u03af\u03b1\u03c2) verf\u00fchrt sie, dass sie mit ihrer Hurerei ihrem Gott weglaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hosea 5,4 Ihre b\u00f6sen Taten lassen es nicht zu, dass sie umkehren zu ihrem Gott; denn sie haben einen Geist der Hurerei (\u05e8\u05a4\u05d5\u05bc\u05d7\u05b7 \u05d6\u05b0\u05e0\u05d5\u05bc\u05e0\u05b4\u05d9\u05dd\u0599 , \u03c0\u03bd\u03b5\u1fe6\u03bc\u03b1 \u03c0\u03bf\u03c1\u03bd\u03b5\u03af\u03b1\u03c2) in ihrem Herzen, und den Herrn kennen sie nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Ez 14,21 Denn so spricht der Herr, HERR: Ja, wenn ich nun meine vier b\u00f6sen Gerichte, Schwert und Hunger und b\u00f6se Tiere und die Pest, gegen Jerusalem entsende, um aus ihm Menschen und Vieh auszurotten!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Und es geschah im zw\u00f6lften Jahr unserer Wegf\u00fchrung, im zehnten &lt;Monat&gt;, am F\u00fcnften des Monats, da kam ein Entkommener aus Jerusalem zu mir und sagte: Die Stadt ist geschlagen! Und die Hand des HERRN war am Abend \u00fcber mich gekommen vor der Ankunft des Entkommenen, und er hatte meinen Mund ge\u00f6ffnet auf &lt;den Augenblick&gt; hin, als jener am Morgen zu mir hereinkam. So wurde mein Mund &lt;wieder&gt; ge\u00f6ffnet, und ich war nicht mehr stumm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Der Terminus des lebendigen Gottes findet sich in BHS in dieser Form 22-mal: vgl. z.B. Hes 33,11.27; Zef 2,9. LXX \u00fcbersetzt dies durch \u0396\u1ff6 \u1f10\u03b3\u03ce: vgl. z.B. Dtn 32,40!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Thielicke, Helmut: Zu Gast auf einem sch\u00f6nen Stern. Erinnerungen. Hamburg<sup>4 <\/sup>1984. S. 160-213.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/projektion2060-die-freiburger-studie-kirchenmitgliedschaft-68205.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/projektion2060-die-freiburger-studie-kirchenmitgliedschaft-68205.htm<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.idea.de\/artikel\/zeitenwende-wechseln-wir-mal-die-themen\">https:\/\/www.idea.de\/artikel\/zeitenwende-wechseln-wir-mal-die-themen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Datum des 24. Februar 2022 stellt eine Z\u00e4sur dar. An diesem Tage brach mit vielen anderen fragw\u00fcrdigen modernen Glaubensbekenntnissen das Credo der evangelischen Friedensethik zusammen: das fragw\u00fcrdige theologische Konstrukt des sog. Gerechten Friedens erhielt den Todessto\u00df. 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