{"id":19809,"date":"2023-03-30T08:56:39","date_gmt":"2023-03-30T06:56:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19809"},"modified":"2023-03-30T09:10:21","modified_gmt":"2023-03-30T07:10:21","slug":"hungersnot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19809","title":{"rendered":"Hungersnot"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hunger nimmt weltweit zu<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hunger ist furchtbar. Unsere Voreltern haben ihn am eigenen Leibe erfahren \u2013 besonders nach dem 2.Weltkrieg. Meine Eltern haben es mir erz\u00e4hlt. Und da ging es ihnen als Dorfbewohnern noch relativ gut. Viel schlechter waren die Menschen in den gro\u00dfen, oft zerbombten St\u00e4dten dran. Schon vor dem Ukrainekrieg stieg die Hungerkrise. Etwa 150 Millionen Menschen mehr als zwei Jahre vor Kriegsbeginn waren weltweit davon betroffen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann begann der Krieg zwischen diesen beiden riesigen Getreideexportl\u00e4ndern Ukraine und Russland. Vor allem die Ukraine als \u201eKornkammer Europas\u201c fiel aus. Schlie\u00dflich wurde ein Abkommen geschlossen, das sicherstellte, dass die Ukraine doch Getreide aus ihren H\u00e4fen ausf\u00fchren kann. Das gr\u00f6\u00dfte Problem aber: Die Getreidepreise gingen durch die Decke. Viele abh\u00e4ngige L\u00e4nder konnten nicht mehr zahlen. Viele, vor allem arme Menschen, mussten horrende Summen f\u00fcr Nahrungsmittel auf dem Schwarzmarkt aufbringen. Und wie es mit dem Getreideexport aus der Ukraine im Jahr 2023 weitergeht? <strong>\u201e<\/strong><strong>Russland will das Getreideabkommen nur um 60 Tage verl\u00e4ngern und nicht um 120 Tage wie bisher.\u201c (agrarheute, 14.3.2023)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hunger in der Ukraine<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-19810\" src=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bild1-2-300x183.png\" alt=\"\" width=\"461\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bild1-2-300x183.png 300w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bild1-2.png 316w\" sizes=\"(max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gr\u00f6\u00dfte Hungerkatastrophe der letzten 100 Jahre in Europa ereignete sich ausgerechnet in der Ukraine. Millionen Menschen sind dieser bewussten \u201eT\u00f6tung durch Hunger\u201c (Holodomor) in den 1930er Jahren zum Opfer gefallen. Die Opferzahlen schwanken zwischen 3,5 und 14,5 Millionen (inklusive der Opfer der Zwangskollektivierung, Entkulakisierung und des Geburtenverlusts). Sowjetdiktator Josef Stalin erh\u00f6hte nach zwei Missernten 1931 und 1932 das Abgabesoll der ukrainischen Bauern, lie\u00df die Grenzen schlie\u00dfen, damit keine Hungerfl\u00fcchtlinge das Land verlassen konnten und begann, den Hunger bewusst als Waffe einzusetzen. Ein Gro\u00dfteil des Getreides wurde auf dem Weltmarkt zur Devisenbeschaffung verkauft. Wer sich der Zwangskollektivierung widersetzte, wurde auf die eine oder andere Weise liquidiert. 2000 Kolchos-Vorsitzende wurden verhaftet. \u201eNaturalstrafen\u201c wurden eingef\u00fchrt. U.a. wurden Seife, Petroleum, ja sogar das Saatgut f\u00fcr die neue Aussaat konfisziert. Menschen fl\u00fcchteten vom Land in die Stadt. Verhungerte Menschen lagen auf Stra\u00dfen (s. Foto!). Ganze D\u00f6rfer wurden systematisch ausgepl\u00fcndert und starben aus. Es bewahrheitete sich, was Jesus \u00fcber den Satan in Johannes 8 sagte: Er ist ein \u201eM\u00f6rder von Anfang an\u201c. Wo Gottlosigkeit die Oberhand gewinnt, wird mit Raffinesse und in gro\u00dfem Stil gemordet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hunger nach Sinn<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch es gibt noch anderen Hunger als den nach Brot und Kartoffeln.\u00a0 Menschen, vor allem in reichen L\u00e4ndern wie z.B. Deutschland, leiden darunter. Sie buchstabieren tagt\u00e4glich \u201edas Leiden am sinnlosen Leben\u201c (Viktor Frankl). Sie fragen sich: \u201eWof\u00fcr das alles? Wof\u00fcr bin ich da? Ist es nicht ohnehin bald aus mit dieser Erde?\u201c Sie sind zwar \u00e4u\u00dferlich gut versorgt, aber innerlich verzweifelt. Die Corona-Zeit und jetzt die Kriegsgefahr haben diese Gedanken noch verst\u00e4rkt. Das deutsche Wort \u201eSinn\u201c kommt von dem Althochdeutschen <em>sinan (\u201ereisen, streben, trachten\u201c)<\/em>, was wir heute noch im Wort \u201eUhrzeigersinn\u201c finden. Der Uhrzeigersinn ist die Richtung, in die sich der Zeiger bewegt. Der Medienkritiker Neil Postman (Verfasser von \u201eWir am\u00fcsieren uns zu Tode\u201c) schreibt, dass vielen Zeitgenossen die Ziele fehlen, die \u201egro\u00dfen Erz\u00e4hlungen\u201c \u2013 wie er es nennt. Sie haben nichts, wof\u00fcr es sich lohnt zu leben und zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hunger nach dem Wort Gottes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Prophet Amos sagt: <em>\u201eSiehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN, es zu h\u00f6ren; 12 dass sie hin und her von einem Meer zum andern, von Norden nach Osten laufen und des HERRN Wort suchen und doch nicht finden werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gibt es heute einen Hunger nach Gottes Wort? Nicht direkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es gibt eine Suche nach Orientierung. Orientierung ist mehr als Information, womit wir uns heute von morgens bis abends vollstopfen. Orientierung (auf den Orient ausgerichtet) bedeutet: Ich wei\u00df die Richtung, wohin ich gehen muss. Wo aber das Wort Gottes gering geachtet wird, dort wissen Menschen nicht mehr, wohin sie gehen sollen, wissen nicht mehr, ob sie Mann oder Frau sind, ob das T\u00f6ten von Menschen gut oder schlecht ist. Wenn Gottes Wort fehlt, ist der Kompass verloren gegangen. Wir erleben heute wortw\u00f6rtlich, was Paulus in Epheser 2,12 sagt: Menschen sind ohne Gott in der Welt \u2013 und deshalb ohne Hoffnung, ohne Orientierung. Wer jedoch sagen kann, wie der K\u00f6nig David: <em>\u201eDein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg\u201c<\/em> (Psalm 119,105), der ist gut dran. Deshalb fordert Gott dazu auf: <em>\u201eSuchet mich, so werdet ihr leben\u201c<\/em> (Amos 5,4).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Gemeinden: Hunger nach Auslegung des Wortes Gottes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es gibt auch hungernde, ausgezehrte Gemeinden. Sie sind unterern\u00e4hrt, werden oft nur mit Fastfood in Gottesdiensten abgespeist. Sie erhalten keine \u201eVollwertkost\u201c der Auslegung des biblischen Wortes. Die \u00e4u\u00dfere Form, die Show, die \u201ePerformance\u201c r\u00fcckt in den Vordergrund. Bibelstudium wird zur Mangelware. Das Ziel der Pastoren und Gemeindeleiter ist dann in erster Linie, die Kirchen zu f\u00fcllen, aber nicht die Gemeinde mit dem kr\u00e4ftigen Wort Gottes zu versorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber die Verk\u00fcndigung des Wortes Gottes ist die Hauptaufgabe der christlichen Kirche. Dem muss sich alles andere unterordnen.\u00a0 Es geht in der Gemeinde von Anfang an darum, dass durch die Verk\u00fcndigung der biblischen Botschaft Christen in ihrem Bekenntnis Klarheit erlangen, im Glauben gefestigt und zum Dienst in der Welt zuger\u00fcstet werden. Deshalb muss biblische Predigt \u201estets den ersten Platz im Leben jeder christlichen Gemeinde einnehmen und den gr\u00f6\u00dften Einfluss aus\u00fcben.\u201c (Steven. J. Lawson) Es ist heute dringend n\u00f6tig, dass das Wort Gottes, ausgelegt, gepredigt, gelehrt wird. Im Prophetenbuch Hosea sagt Gott: Mein Volk leidet Mangel. Es \u201e<em>geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis.\u201c<\/em> (4,6) \u201eKurzimpulse\u201c als Predigtersatz k\u00f6nnen hier und da hilfreich sein. Wenn sie aber zur Dauereinrichtung in Gottesdiensten werden, erkranken Gemeinden an \u201egeistlicher Schwindsucht\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wo ist das Brot?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir Christen im Jahr 2023 stehen Tag f\u00fcr Tag im Wirrwarr des allt\u00e4glichen Berufs- und Familienlebens, sind einer enormen Informationsflut und immer neuen Horror-Meldungen ausgesetzt. Wir m\u00fcssen Entscheidungen f\u00e4llen \u2013 f\u00fcr uns und andere, den Alltag bew\u00e4ltigen. Deshalb wird die alte Frage ganz aktuell: <em>\u201eWoher kommt mir Hilfe?\u201c<\/em> (Psalm 121,1) Entscheidend ist die Antwort: <em>\u201eMeine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.\u201c<\/em> (Psalm 121,2)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist es! Gott spricht zu uns, gibt uns sein Wort und sagt: <em>\u201eF\u00fcrchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich st\u00e4rke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.\u201c <\/em>(Jesaja 41,10)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur durch das Lesen und H\u00f6ren der biblischen Botschaft bekommen wir diesen Zuspruch und damit die \u00fcberm\u00e4chtige Kraft, Weisheit, Klarheit und Gewissheit f\u00fcr unsere Alltage. Nirgendwo sonst, erfahren wir von der Botschaft der Erl\u00f6sung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus sagt: <em>\u201eGottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.\u201c<\/em> (Johannes 6,33). Und was ist die gr\u00f6\u00dfte Gabe vom Himmel? Es ist der Sohn Gottes \u2013 Jesus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Deshalb: Verk\u00fcndigen, verk\u00fcndigen, verk\u00fcndigen!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus ermahnt seinen jungen Mitarbeiter Timotheus (2.Timotheusbrief 4,1-2):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich bitte dich eindringlich vor Gott und vor Jesus Christus, der \u00fcber die Lebenden und die Toten Gericht halten wird; ich bitte dich im Hinblick auf seine Wiederkunft und die Aufrichtung seiner Herrschaft: Verk\u00fcndige das Wort (Gottes)! Tritt daf\u00fcr ein, ob es erw\u00fcnscht ist oder nicht. Decke Schuld auf, weise zurecht, ermahne und ermutige, und lass es dabei nicht an der n\u00f6tigen Geduld und an gr\u00fcndlicher Unterweisung fehlen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Denn es kommt eine Zeit, da werden die Menschen der gesunden Lehre des Evangeliums kein Geh\u00f6r mehr schenken. Stattdessen werden sie sich Lehrer aussuchen, die ihren eigenen Vorstellungen entsprechen und die ihnen das sagen, was sie h\u00f6ren m\u00f6chten.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir d\u00fcrfen ganz gewiss sein, dass das verk\u00fcndigte Wort Gottes etwas bewirkt, auch heute. Es bewirkt genau das, was Gott damit vorhat (2.Timotheus 3,16-17): Lehre (unterrichtet die Wahrheit Gottes), Zurechtweisung (deckt Schuld auf), Besserung (bringt auf den richtigen Weg), Erziehung in der Gerechtigkeit (bewirkt Leben nach Gottes Willen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Begierig, satt zu werden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die andere Seite ist die der H\u00f6rer. <em>\u201eSie blieben best\u00e4ndig in der Lehre der Apostel\u201c <\/em>hei\u00dft es von den ersten 3000 Christen (Apostelgeschichte 2,42). Das griechische Wort f\u00fcr \u201ebest\u00e4ndig\u201c meint eine unersch\u00fctterliche, best\u00e4ndige Treue. Die neuen Christen sogen das Wort der Apostel in sich auf. Petrus ermahnt,\u00a0 begierig danach zu sein wie Babys nach der Muttermilch (1.Petrusbrief 2,2). Diese Neubekehrten \u201esa\u00dfen zu F\u00fc\u00dfen der Apostel, hungerten danach, Unterweisung zu erhalten und verharrten darin.\u201c (John Stott).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unter dem Wort Gottes wird der Hunger gestillt, den nichts anderes stillen kann. Hier erreicht uns der Klang der Ewigkeit.<\/strong> Er f\u00fcllt unsere hungrigen Herzen, kl\u00e4rt unser Denken und bringt unsere aufgescheuchten Seelen zu Ruhe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Hartmut Zopf, Karchow, CFB-Rundbrief (M\u00e4rz 2023)<\/em><\/p>\n<p><em>Hartmut Zopf ist Leiter des CFB Karchow (<a href=\"http:\/\/www.cfb-karchow.de\/\">www.cfb-karchow.de)<\/a> und Vors. des Meckl. Gemeinschaftsverbandes (<\/em><a href=\"http:\/\/www.mgvonline.de\/\"><em>www.mgvonline.de)<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Wir laden herzlich ein zum Karchower Bibeltag!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser findet am<strong> 22. April<\/strong> in der Scheune von Bollewick bei R\u00f6bel\/M\u00fcritz statt. Thema: <strong>Gottes gro\u00dfer Wurf \u2013 das Alte Testament im Neuen<\/strong> (Referenten sind: Pastor Dr. Stefan Felber, Lukas Reineck, Sieghard Reiter, Hartmut Zopf)<\/p>\n<div class=\"news-text-wrap\">\n<p class=\"bodytext\">Veranstaltungsort:<br \/>\nDie Scheune<br \/>\nDudel 1<br \/>\n17207 Bollewick bei R\u00f6bel\/M\u00fcritz<\/p>\n<\/div>\n<p>Mehr Informationen unter: <em><a href=\"http:\/\/www.cfb-karchow.de\/\">www.cfb-karchow.de<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Foto: <\/em><a href=\"http:\/\/www.dailynews.lk\"><em>www.dailynews.lk<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hunger nimmt weltweit zu Hunger ist furchtbar. Unsere Voreltern haben ihn am eigenen Leibe erfahren \u2013 besonders nach dem 2.Weltkrieg. Meine Eltern haben es mir erz\u00e4hlt. Und da ging es ihnen als Dorfbewohnern noch relativ gut. 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