{"id":19755,"date":"2023-03-10T11:23:37","date_gmt":"2023-03-10T10:23:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19755"},"modified":"2023-03-10T11:23:37","modified_gmt":"2023-03-10T10:23:37","slug":"gottes-grosse-suchaktion-lk-158-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19755","title":{"rendered":"Gottes gro\u00dfe Suchaktion (Lk. 15,8 \u2013 10)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Renate und ich waren auf dem Flohmarkt in Huchting. Unsere 2 Buben waren noch klein, 4 und 2 Jahre alt. Da war ein Geschiebe, Gedr\u00e4ngel, Gegucke, der Kleine im Kinderkarren, der Gro\u00dfe an der Hand. Nun waren wir so eingenommen von all dem Jagen nach Schn\u00e4ppchen, dass wir auf einmal feststellten: Wo ist unser Christian? Zuerst schauten wir hier und dort, eine Stra\u00dfe rauf und runter, kein Christian zu sehen, weit und breit. Dann verteilten wir uns und riefen nach unserem Jungen, fragen umstehende Leute, ob sie evt. einen 4-j\u00e4hrigen Jungen mit blonden Haaren gesehen h\u00e4tten. Negativ. Dann fingen wir an zu rufen, immer hektischer und nerv\u00f6ser wurden wir. Den Flohmarkt rauf und runter. Alles Negativ. Dann sagten wir uns: Ab zur Polizei, was anderes hilf jetzt nicht mehr. Wie wir fast aus dem Flohmarkt hinaus waren, h\u00f6rten wir hinter uns einen Mann laut rufen: \u201eWem geh\u00f6rt dieser Junge!!\u201c Wir trauten unseren Ohren und Augen nicht. \u00dcbergl\u00fccklich haben wir ihn dann wieder in die Arme genommen. Verloren und wiedergefunden.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute erz\u00e4hlt Jesus im Lukasevangelium zwei Gleichnisse. Das erste haben wir in der Lesung geh\u00f6rt. Wir wollen heute nur dieses zweite anschauen. Es kommt also Luk. 15,8-10:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Welche Frau, die zehn Silbergroschen hat und einen davon verliert, z\u00fcndet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Flei\u00df, bis sie ihn findet. Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freut euch mit mir, denn ich habe meinen Silbergroschen gefunden, den ich verloren hatte. So sage ich euch, wird Freude sein, im Himmel vor den Engeln Gottes \u00fcber einen S\u00fcnder, der Bu\u00dfe tut. Amen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darf ich Sie noch einmal an diese k\u00f6stliche Geschichte erinnern, die ganz vorne in der Bibel steht. Der reich gewordene Jakob lagert sich mit seiner Gro\u00dffamilie in den Bergen. Das war kein Camping im sch\u00f6nen Gebirge Gilead, sondern eine notwendige Verschnaufpause auf der Flucht vor dem Schwiegervater Laban. Mit allem, was er hatte, mit Ross und Reitern. Er hat sich davon gemacht und freute sich seiner k\u00f6niglichen Freiheit. Leider war diese Freude nur von kurzer Dauer, denn da schoss doch pl\u00f6tzlich der wutentbrannte und zornerf\u00fcllte Laban den Berg herauf und schrie von weitem: Warum hast du mir noch meinen Hausgott gestohlen? \u201eAuch das noch,\u201c sagte Jakob. 14 Jahre geschuftet wie ein Tier, und dann noch als Taschendieb hingestellt zu werden. Das ist der Gipfel!\u201c Aber so sagte er nicht. So dachte er blo\u00df. Freundlich kam es \u00fcber seine Lippen: \u201eIch habe ihn nicht. Bitte, suche ihn doch!\u201c Ich habe ihn nicht geklaut! Und dann begann die schwiegerv\u00e4terliche Hausdurchsuchungsaktion. Alle Zelte wurden umgekrempelt, das ganze Gep\u00e4ck gefilzt, jede Kiste abgeklopft. Ich kann mir denken, wie dieser Mann immer w\u00fctender und zorniger wurde. Er hat alles gefunden. Wertsachen, W\u00e4sche, Wanzen, aber diesen Gott fand er nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So war dieser Laban der erste Gottsucher und dieser Gottsucher hat nichts gefunden. Das war vor \u00fcber 3000 Jahren, aber die Labans sind nicht ausgestorben. Sie haben andere Namen, b\u00fcrgerliche Namen wie Meier, M\u00fcller und Schulze, aber Gott suchen tun sie immer noch. Nachts suchen sie den Himmel ab, denn droben \u00fcberm Sternenzelt muss ein guter Vater wohnen. Morgens suchen sie in der freien Natur, denn der liebe Gott geht durch den Wald. Nachmittags suchen sie in dicken B\u00fcchern, denn der Weltgeist ist von Schriftstellern und Dichtern erfasst worden. Und abends suchen sie in der eigenen Brust, denn nach neuester Erkenntnis lebt dieser Gott in uns. Sie suchen und filzen und klopfen. Sie diskutieren und analysieren und meditieren. Sie werden w\u00fctend, frustriert. Sie suchen Gott, aber Gott finden, tun sie nicht. Gottsucher sind ja arme Gestalten, die am Schluss nur sagen k\u00f6nnen: Gott, einen Gott gibt es nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wenn sie sich auch aufgemacht haben. Und wenn sie sich auch die Augen ausgucken, und wenn sie auch zu den Gottsuchern geh\u00f6ren, dann h\u00f6ren sie jetzt: Sie haben sich nicht verh\u00f6rt. Sie brauchen Gott \u00fcberhaupt nichts zu suchen. Sie finden Gott so nicht! Es ist anders. Gott sucht sie!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott hat seine Augen aufgemacht. Gott ist kein Misanthrop, sondern Philanthrop, ein Menschensucher, das ist der Punkt. Er schl\u00e4ft doch nicht in einem Himmelszelt, er spielt doch nicht im Wald verstecken, er wohnt doch nicht zwischen Buchdeckeln, er regt sich doch nicht hinter meinen Rippen. Gott thront, sitzt oder wohnt nicht irgendwo, sondern Gott sucht. Gott sucht. So wie damals in Eden, als er durch das Paradies ging und nach seinen Gesch\u00f6pfen suchte und rief: \u201eAdam, wo bist du?! Adam, wo bist du!?\u201c So geht er heute wieder \u00fcber unsere Welt, sucht nach den Ersch\u00f6pften und ruft durch diese Stadt: Mensch bist du!? Mensch, wo liegst du!? Mensch, wohin hast du dich verirrt?! Um diesen Menschen-suchenden Gott geht es heute. Und mit drei Fragen wollen wir ihn noch n\u00e4her kennenlernen. So ist es in dieser Geschichte erz\u00e4hlt. Die erste Frage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Was sucht denn Gott?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sucht Gott? Jesus erz\u00e4hlt eine Alltagsgeschichte. Stellt euch ein Haus vor, und so sagte Jesus es den Herren von Staat und Kirche, die ihn umringen. Eine Hausfrau rotiert dort. Zwischen K\u00fcche, Keller und Kinder ist sie st\u00e4ndig unterwegs, um die Dinge in Ordnung zu bringen. Und dann muss sie auf die Schnelle einen Liter Milch kaufen, weil das J\u00fcngste die Flasche braucht. Sie geht zum Geldfach, aber da ist kein Euro, deshalb steckt sie zehn Zehner in die Tasche. Sie geht zur T\u00fcr hinaus, aber dann klingelt das Handy auf dem Tisch. Sie muss zur\u00fcck und eine Freundin abwimmeln. Dann geht sie die Treppen hinunter und dann heult der W\u00e4schetrockner. Sie muss zuerst hinab und das Ding abstellen. Endlich, endlich geht es \u00fcber die Stra\u00dfe ins Gesch\u00e4ft, ans Regal, an die Kasse und dann z\u00e4hlt sie: 1234-9 einer fehlt, noch einmal 1234-9 richtig, einer ist nicht da! Noch ein letztes Mal 1234-9. Einer ist abhandengekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dinge kommen immer abhanden. Wir kennen das in der Hektik unserer Tage. Geld geht verloren und Brillen gehen verloren und Regenschirme gehen verloren und Schl\u00fcssel gehen verloren. Es gibt nichts, was nicht verloren gehen k\u00f6nnte. Aber wissen wir noch, dass auch Menschen verloren gehen k\u00f6nnen. Wissen wir das auch Menschen verloren sind. Gott z\u00e4hlt so, wie eine Hausfrau 1234-9, einer fehlt. 1-2-3 Millionen 9 Millionen, einer ist nicht da. 1-2-3 Milliarden, 6 Milliarden einer ist verloren gegangen. Urspr\u00fcnglich geh\u00f6ren wir alle zu seinem Besitz, durch die Taufe sind wir eingeh\u00fcllt in Gottes Gnade, und er h\u00e4lt uns fest in der Hand. Auf einmal sind wir herausgefallen. Auf einmal denken wir, den brauche ich doch gar nicht. Auf einmal sind wir hinuntergefallen. Auf einmal sind wir abhandengekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der eine ist am Boden. Nach all den Gemeinheiten, die er in dieser Woche erlebt hat. Da kann er nicht mehr, er ist am Boden! Der andere hockt in der Ecke. Eng, eingeklemmt in 1000 N\u00f6te, eingeklemmt in 1000 Sorgen. Wieder einer ist ganz tief in ein Loch gefallen und es ist ganz dunkel geworden. Stockfinster, rabenschwarz. Am Boden, in der Ecke, in einem Loch, ohne Gebet, ohne Verbindung, ohne Gemeinschaft. Das meint das W\u00f6rtlein \u201averloren\u2018. Ein Prediger hat gesagt: Das Wort, das mich in der Bibel am meisten erschreckt, ist das Wort: \u201everloren\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir m\u00fcssen es wieder zur Kenntnis nehmen, auch wenn es \u00fcberhaupt nicht in die Denkschemata unserer gegenw\u00e4rtigen Theologie oder Philosophie oder Psychologie passt. Wir m\u00fcssen es wieder zur Kenntnis nehmen, dass man nicht nur krank, dass man nicht nur down, dass man nicht nur am Boden, sondern dass man verloren gehen kann! Dass man nicht mehr bei Gott ist, sondern verloren ist. Dann sind wir \u00e4rmer dran als jeder Cent. Der ist nur abhandengekommen, aber wir m\u00fcssen in unserer Gottverlorenheit auf ewig zugrunde gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun aber ist Gott gekommen, das Verlorene zu suchen. Jetzt ist Jesus Christus gekommen, um den Cent zu finden. Was Gott sucht: das Verlorene. Das ist doch k\u00f6stlich. Gott sucht das Verlorene, aber<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Wie sucht denn Gott?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist das Zweite, was uns hier erkl\u00e4rt wird. Wie sucht Gott. Jesus will, dass wir diese Alltagsgeschichte weiter denken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Hausfrau steht also an der Kasse und z\u00e4hlt. Statt einem Euro hat sie nur noch 0,90 Cent in der Hand. In der Tat, ein Zehner ist verloren gegangen. Was wird sie jetzt tun, was wird sie jetzt anstellen? Vielleicht nach einem Taschentuch kramen und herzzerbrechend weinen? Weil sie \u00fcber diesen Verlust nicht hinwegkommt. Vielleicht wird sie auf einem Stuhl niedersinken und nach Hoffmanns Tropfen rufen, weil ihr \u00fcber solchem Verlust schwindlig wird. Ganz sicher wird sie das alles nicht tun. Diese Frau hat stabile Nerven. Ihr gesunder Menschenverstand wird ihr sagen, wegen eines Cents kein Theater, wegen einer M\u00fcnze keinen L\u00e4rm, wegen eines kleinen Dinges keinen Terror.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Gott ist anders. Ganz anders. Er kann es nicht ertragen, wenn ihm jemand aus der Hand rutscht. Er kann es nicht ertragen, wenn jemand von ihm abf\u00e4llt. Er kann es nicht wegstecken, wenn einer in einem Tief steckt. Du fehlst mir, sagt er dem M\u00e4dchen, das im letzten Fr\u00fchjahr hier konfirmiert worden ist, aber sich seither nicht mehr blicken lie\u00df und von Kirche und Glauben nichts mehr wissen will. Du fehlst mir, sagt er dem Abiturienten, der mit einer schlechten Abiturnote jetzt keinen Studienplatz bekommt und der durchh\u00e4ngt. Du fehlst mir! So sagte er es der Frau, die so bitter entt\u00e4uscht ist und trotzdem sich aufgemacht hat, um in den Gottesdienst zu gehen. Du fehlst mir! Wer sagt es dem alten Mann, der dort in seinem Wohnheim, in seinem Seniorenheim sitzt und eigentlich total \u00fcbrig ist. Du fehlst mir! So sagte er es jedem, der hier in der Bank sitzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Du fehlst mir! Ich will, dass alle gerettet werden und deshalb habe ich mich aufgemacht, um dich zu suchen. Und ich suche. Nein, ich suche nicht, wie diese Frau. In einem sch\u00f6nen Bungalow ist das kein Problem, aber in einem solchen Elendsviertel. Bei Parkett kein Problem, aber bei festgetretenen Lehm. Bei gro\u00dfen Fensterscheiben kein Problem, aber bei einem 30 cm gro\u00dfen Loch in der Wand. Sie z\u00fcndet eine \u00d6llampe an. Unsere Hausfrau leuchtet jede Ecke aus. Sie wirbelt das Unterste zuoberst, irgendwo wird es noch aufblitzen. Irgendwo wird es sich doch zeigen. Irgendwo wird es schon h\u00e4ngen bleiben. Sie rennt, sie l\u00e4uft, sie hastet, sie sucht, so wie die ber\u00fchmte Stecknadel im Heuhaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde, das ist Gottes Weise, wie er sucht. An Weihnachten hat er seine Suchaktion gestartet und dann hat er die D\u00f6rfer und St\u00e4dte abgesucht und gerufen: Kommt alle her, die ihr mir aus der Hand gerutscht seid. Und dann hat er die Z\u00f6llner und S\u00fcnder aufgesucht und ihnen gesagt: Kommt alle her, die ihr jetzt hinuntergefallen seid. Er ging zu den Kaputten und hat sie besucht und ihnen gesagt: Kommt alle her, die ihr am Boden sei. Kommt ihr alle her. Doch es ist ihm wichtig, dieses Suchen! Kein Ort ist ihm zu weit, kein Platz ist ihm zu schmutzig. Das unscheinbarste Milchgesicht ist ihm wichtiger, als die ganzen Milchstra\u00dfensysteme. Und als er diesen Leuten mit seinem Suchen auf den Geist ging und als sie ihn dann ans Kreuz abgeschoben haben, da wurde eben dieses Kreuz von Golgatha das gro\u00dfe Suchzeichnen in der Welt. Keiner, keiner kann es mehr \u00fcbersehen, die H\u00e4nde sind ausgespannt und ausgestreckt nach Ost und West. Jeder, jeder muss es h\u00f6ren: Ich bin gekommen, zu suchen, was verloren ist. Wie sucht Gott? Er sucht dich so wie eine Stecknadel im Heuhaufen. Aber wozu sucht Gott? Wozu denn? Das ist das 3. und letzte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Wozu sucht Gott?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Alltagsgeschichte hat ein Happy End. Die Frau entdeckt das Geldst\u00fcck, sie b\u00fcckt sich und hebt es auf, jetzt ist es wieder fest in ihrer Hand. O! Sie lacht. Ein Strahlen geht ihr \u00fcber das Gesicht. Verlorenes zu finden, l\u00f6st immer Freude aus und weil man Finderfreude nicht f\u00fcr sich behalten kann, deshalb geht sie wieder aus dem Haus hinaus, hin\u00fcber in die Nachbarh\u00e4user und sagt: Hallo, guckt mal her, diesen 10-er habe ich verloren. Diesen 10-er habe ich gesucht. Diesen 10-er habe ich gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gaudeo, gaudete. Ich freue mich, freut euch mit! Und dann beginnt ein Fest, dass das Herz lacht. Nur Freude ist das Ende dieser Geschichte. Verstehen sie jetzt dieses Gleichnis? Gott findet seinen Menschen. In Jesus beugt er sich ganz tief und ruft uns zu: Folge mir nach! Und dann ist er wieder in seinem Besitz. Er lacht. Ein Strahlen geht \u00fcber sein Gesicht. Finderfreude l\u00f6st bei den Engeln und bei Gott Freude aus. So menschlich wird hier von diesem Gott geredet, von dem wir sonst so wenig kennen. So menschlich wird von ihm geredet. Wegen eines kleinen, unscheinbaren, unbekannten Menschen alarmiert er die ganze Engelsbrigade und sagt: H\u00f6rt her, diesen Mann habe ich verloren. Diesen Mann habe ich gesucht. Diesen Erdenstaub habe ich wieder gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gaudeo gaudete: Konkret: Ich freue mich, freut euch mit. Und dann braust im Himmel ein Engelschor auf, dass einem die Ohren klingeln. Schon einmal wird von diesem Engelschor berichtet, in der Weihnachtsgeschichte. Da hei\u00dft es: Als da war bei den Engeln, die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Also ist im Himmel Weihnachten, wenn auf Erden einer gefunden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde, was w\u00e4re das f\u00fcr eine Freude, wenn heute einer zur\u00fcckk\u00e4me. Was w\u00e4re das heute f\u00fcr ein Jubel, wenn heute einer wieder in seiner Hand festgemacht w\u00fcrde. Was w\u00e4re das f\u00fcr ein Orkan, wenn dieser Sonntag zum Weihnachtstag im Himmel w\u00fcrde. Wozu Gott sucht? Damit Freude wird. Damit Verlorene gerettet werden!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pr\u00e4dikant und Religionslehrer Thomas Karker, Predigt vom 5.2.2023 (Sonntag <\/em>Septuagesimae) <em>in der Evangelischen St. Markus-Gemeinde in Bremen<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Renate und ich waren auf dem Flohmarkt in Huchting. Unsere 2 Buben waren noch klein, 4 und 2 Jahre alt. Da war ein Geschiebe, Gedr\u00e4ngel, Gegucke, der Kleine im Kinderkarren, der Gro\u00dfe an der Hand. Nun waren wir so eingenommen von all dem Jagen nach Schn\u00e4ppchen, dass wir auf einmal feststellten: Wo ist unser Christian? 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