{"id":19741,"date":"2023-03-05T15:59:54","date_gmt":"2023-03-05T14:59:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19741"},"modified":"2023-03-05T15:59:54","modified_gmt":"2023-03-05T14:59:54","slug":"fuer-das-leben-fuer-die-menschenwuerde-fuer-die-fakten-erklaerung-des-bundesverbandes-lebensrecht-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19741","title":{"rendered":"F\u00fcr das Leben \u2013 f\u00fcr die Menschenw\u00fcrde \u2013 f\u00fcr die Fakten. Erkl\u00e4rung des Bundesverbandes Lebensrecht 2022"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Bundesverband Lebensrecht e.V.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Abschlusserkl\u00e4rung zum Kongress Leben.W\u00fcrde vom 21.\u201323.10.2022<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>F\u00fcr das Leben \u2013 f\u00fcr die Menschenw\u00fcrde \u2013 f\u00fcr die Fakten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch\u00fctzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.\u201c Dieser oberste Verfassungsgrundsatz in Artikel 1 Abs. 1 des Grundgesetzes wurde, auch als Folge der Erfahrungen einer menschenverachtenden totalit\u00e4ren Herrschaft des Dritten Reiches, an die Spitze der Grundrechte gesetzt. <!--more-->Der Kongress Leben.W\u00fcrde hat in verschiedensten Bereichen der sogenannten Bioethik aktuelle Forschungsst\u00e4nde ebenso aufgezeigt wie die Tatsache, dass die Menschenw\u00fcrde mancher Personengruppen sehr wohl angetastet wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausnahmslos jeder Mensch hat das Recht auf Leben Jeder Mensch, der durch die Vereinigung von Ei und Samenzelle gezeugt wird, hat seine eigene W\u00fcrde. Diese W\u00fcrde ist in seinem Menschsein begr\u00fcndet, sie muss dem Menschen weder zugestanden noch kann sie ihm abgesprochen werden. Unmittelbare Folge daraus ist das Recht auf Leben, das auch dem noch nicht geborenen Menschen zukommt. Freiheit und Selbstbestimmung sind hohe Werte und Grundrechte. In einer gerechten Gesellschaft enden sie dort, wo Leben, Freiheit und Selbstbestimmung anderer Menschen gef\u00e4hrdet sind. Entsprechend sind Staat und Gesellschaft verpflichtet, jeden Menschen zu sch\u00fctzen. Ein \u201eRecht auf Abtreibung\u201c kann es aufgrund dieser staatlichen Schutzpflicht ebenso wenig geben wie eine uneingeschr\u00e4nkte, \u201eliberale\u201c Abtreibungsregelung. Jede Frau soll in freier Verantwortung und Selbstbestimmung bestimmen k\u00f6nnen, ob und wann sie schwanger werden will. Wenn sie schwanger ist, \u00e4ndern sich durch die Existenz mindestens einer weiteren Person die Entscheidungsgrundlagen. Dem muss pers\u00f6nlich wie gesetzlich Rechnung getragen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frauen im Schwangerschaftskonflikt haben das Recht auf Information und Unterst\u00fctzung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir stehen auf der Seite der Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Deshalb rufen wir dazu auf, Frauen beizustehen, die sich in einem solchen Konflikt, in schwieriger oder aussichtslos erscheinender Lage befinden. Eine echte Gemeinschaft verlangt tatkr\u00e4ftige Solidarit\u00e4t, die besonders zur Hilfe bereitstehen sollte, wenn Menschen einsam, in Konflikten und in Not sind. Das seit 1995 bestehende Abtreibungsgesetz (\u00a7\u00a7 218 ff. StGB) hat das Ziel, Leben zu sch\u00fctzen und Frauen zu unterst\u00fctzen, nicht erreicht. Statt auf verst\u00e4rkte, fl\u00e4chendeckende Abtreibungsf\u00f6rderung sollte daher auf vollst\u00e4ndige, sachgem\u00e4\u00dfe Aufkl\u00e4rung (auch in Bezug auf den Entwicklungsstand des Kindes), bessere Pr\u00e4vention und Information (unter anderem in Bezug auf den weiblichen Zyklus, Risiken, Versagerquoten und Nebenwirkungen k\u00fcnstlicher Verh\u00fctungsmittel sowie Wirkungen der \u201ePille danach\u201c), umfassende Hilfestellung, F\u00f6rderung der Eigenverantwortung, Flexibilit\u00e4t der Lebensgestaltung und M\u00f6glichkeit der Adoption gesetzt werden. Gleichzeitig brauchen wir ein kinder- und familienfreundliches Umfeld, in dem Lebensleistung nicht allein in Geldwert bemessen wird und Kinder kein Armutsrisiko sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frauen haben Anspruch auf Begleitung nach Abtreibung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Anspruch auf Information, Hilfe und Begleitung haben Frauen auch nach einer Abtreibung. Oft sind sie mit vielf\u00e4ltigen Problemen konfrontiert. Diese Frauen werden nicht selten gerade von denjenigen im Stich gelassen, die ihnen die Abtreibung nahegelegt und erm\u00f6glicht oder \u2013 wie h\u00e4ufig der Fall \u2013 sie dazu gen\u00f6tigt haben. Das Leugnen solcher Probleme ignoriert und verschlimmert das Leid der Frauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eltern brauchen Zuspruch f\u00fcr das Leben mit einem besonderen Kind<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eltern werden zunehmend unter Druck gesetzt, vorgeburtliche Untersuchungen in Anspruch zu nehmen, die nach genetischen Besonderheiten, Behinderungen und Krankheiten suchen. Die Folge solcher Befunde ist nicht selten eine Abtreibung. Wir fordern dazu auf, Pr\u00e4nataldiagnostik nur anzuwenden und als Kassenleistung zu finanzieren, insofern sie einen therapeutischen Nutzen f\u00fcr die Mutter und\/oder das Kind zum Ziel hat. Vorgeburtliche Therapien und Operationen sollten auf jeden Fall vollst\u00e4ndig finanziert werden, was aktuell nicht der Fall ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Prinzipien der Menschenw\u00fcrde gelten auch bei modernen reproduktiven Verfahren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir treten f\u00fcr umfassenden Embryonenschutz ein. Jede \u201eHerstellung\u201c eines Menschen, die nicht ausschlie\u00dflich seiner eigenen Geburt dient, ist abzulehnen. Die In-Vitro-Fertilisation (IVF), vor allem die heterologe Form (k\u00fcnstliche Befruchtung durch genetisch fremde Spender), beinhaltet des weiteren gr\u00f6\u00dfere Gefahren f\u00fcr die austragende Frau und die Kinder. Au\u00dferdem werden zunehmend sogenannte Leihm\u00fctter angeboten. Deren Ausbeutung als \u201eGeb\u00e4rmaschinen\u201c ist frauenfeindlich und gesundheitssch\u00e4dlich. Wir pl\u00e4dieren f\u00fcr die F\u00f6rderung der Behandlung von Fruchtbarkeitsst\u00f6rungen (FertilityCare), die eine h\u00f6here Erfolgsquote hat als die IVF. Jede Form und jedes Ziel der Embryonenverwertung sowie die Produktion von \u00fcberz\u00e4hligen Embryonen widersprechen der Menschenw\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ethische Medizin erfordert Gewissensfreiheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aufgabe der Medizin besteht darin, Krankheiten zu heilen, Schmerzen und Leid zu lindern und an der Seite der Menschen zu stehen. Handlungen, die den absichtlich herbeigef\u00fchrten Tod von Menschen zur Folge haben, widersprechen der medizinischen Ethik; hierzu geh\u00f6ren auch der assistierte Suizid, die Euthanasie, die Verwertung von Embryonen und die Abtreibung. Die Gewissensfreiheit ist ein Menschenrecht und hohes Gut und muss auch f\u00fcr Menschen, die in medizinischen Bereichen arbeiten, bestehen bleiben: zum Beispiel f\u00fcr Hebammen, Gyn\u00e4kologen, Labormediziner, Apotheker, Mitarbeiter im Gesundheitswesen oder in der Pharmaindustrie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Menschen am Ende ihres Lebens brauchen Zuwendung und Unterst\u00fctzung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Lebenssituation von Menschen, die \u00fcber assistierten Suizid oder Euthanasie nachdenken, ist meistens von Leid, Schmerzen oder depressiven Erfahrungen gepr\u00e4gt. Entsprechend ist eine autonome Entscheidung zum Tod kaum m\u00f6glich. Assistierter Suizid und Euthanasie sind eine Kapitulation vor schwierigen Lebenslagen und d\u00fcrfen nicht erlaubt sein. Stattdessen muss die Begleitung im Sterben (palliative Pflege und Medizin, Hospize usw.) solide finanziert, verbessert und ausgebaut werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Selbstbestimmung und vollst\u00e4ndige Aufkl\u00e4rung auch bei Organspende wichtig<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir achten die Entscheidung von Menschen, ihren K\u00f6rper durch Organspendenbereitschaft anderen Menschen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Es kann jedoch weder ein Anrecht auf noch eine Pflicht zur Organspende geben. Da au\u00dferdem begr\u00fcndete Zweifel an der Zuverl\u00e4ssigkeit des Kriteriums \u201eHirntod\u201c bestehen, muss die Entscheidung zu einer Organ- oder Gewebespende immer eine freiwillige Zustimmungsl\u00f6sung sein. Jede Fremdbestimmung \u00fcber den menschlichen K\u00f6rper lehnen wir ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Abendl\u00e4ndische Kultur und Tradition sind ohne das Christentum und seine Werte nicht denkbar. Deshalb erinnern wir daran, dass es einen wert-neutralen Staat nicht gibt, weil die sogenannte Neutralit\u00e4t entweder zu einem Werte-Vakuum oder zur ideologischen Fremdbestimmung und damit zum Verlust an Menschlichkeit und Grundrechten f\u00fchrt. Das christliche Menschenbild bietet auch im 21. Jahrhundert handlungsleitende Orientierungshilfe f\u00fcr ethische Entscheidungen in einer humanen Gemeinschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcbernommen von<br \/>\nhttps:\/\/www.bundesverband-lebensrecht.de\/wp-content\/uploads\/sites\/42\/2022\/11\/Abschlusserklaerung.pdf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesverband Lebensrecht e.V. Abschlusserkl\u00e4rung zum Kongress Leben.W\u00fcrde vom 21.\u201323.10.2022 F\u00fcr das Leben \u2013 f\u00fcr die Menschenw\u00fcrde \u2013 f\u00fcr die Fakten \u00a0 \u201eDie W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch\u00fctzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.\u201c Dieser oberste Verfassungsgrundsatz in Artikel 1 Abs. 1 des Grundgesetzes wurde, auch als Folge der Erfahrungen einer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":349,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19741"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/349"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19741"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19741\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19742,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19741\/revisions\/19742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}