{"id":19659,"date":"2023-02-06T09:44:09","date_gmt":"2023-02-06T08:44:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19659"},"modified":"2023-02-06T10:09:15","modified_gmt":"2023-02-06T09:09:15","slug":"predigt-ueber-2-petr-31-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19659","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber 2. Petr 3,1\u201313: Wer den Weltenbrand erwartet, lebt anders"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde, \u201ewir Deutschen\u201c, so sagte der alte Reichskanzler Otto von Bismarck im 19. Jahrhundert, \u201ewir Deutschen f\u00fcrchten Gott, aber sonst nichts in der Welt.\u201c Ein stolzer Satz, dem man noch manche \u00e4hnliche an die Seite stellen k\u00f6nnte, etwa von Konrad Adenauer, dem ersten deutschen Kanzler nach 1945. Also, Bismarck: Gott f\u00fcrchten, aber sonst nichts auf der Welt. Wie w\u00fcrde der Satz heute lauten? Hier ein Vorschlag: Wir f\u00fcrchten zwar Gott nicht mehr, aber daf\u00fcr so ziemlich alles andere auf der Welt. So m\u00f6chte ich in dieser Predigt eine sehr einfache These entfalten: Wer Jesus erwartet, denkt, betet und lebt anders.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Greifen wir zun\u00e4chst zur\u00fcck zu dem geh\u00f6rten Psalm 53:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Sie f\u00fcrchten sich da, wo nichts zu f\u00fcrchten ist!&#8220; (Ps 53,6)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber wo es um das Wichtigste geht, um die Ewigkeit, um die Wiederkehr Jesu Christi zum Gericht \u00fcber Lebende und Tote, da f\u00fcrchten sie sich nicht! David sch\u00fcttelt sich, als Denker wie als Beter: Wie ist so etwas \u00fcberhaupt \u2013 m\u00f6glich? Tats\u00e4chlich: Es ist m\u00f6glich, und es geschieht, millionenfach unter den Menschen. Wir f\u00fcrchten Menschen, weil wir so verdammt gerne dazugeh\u00f6ren wollen. Nichts f\u00fcrchten wir so sehr, als mutterseelenallein dazustehen. Eigentlich ist das Bed\u00fcrfnis nach Gemeinschaft etwas gutes, ja uns Menschen eingestiftet. Aber wehe, wenn kein Glaube mehr dar\u00fcbersteht: Dann verfallen wir dem anderen, der Gruppe, der Tradition, oder, wenn der Individualismus alle Traditionen und Vereine zerbrochen hat, dem Staat. Wir f\u00fcrchten zwar Gott nicht mehr, aber daf\u00fcr so ziemlich alles andere auf der Welt. Gerade die Deutschen wollen auf Biegen und Brechen die gleichesten von allen sein. Das erkl\u00e4rt viel von der Dynamik der deutschen Politik (und zwar nicht erst seit gestern).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bibel nennt es die Torheit der Welt: Sich dort nicht f\u00fcrchten, dort keine Ehrfucht empfinden, wo es um das letzte und wichtigste, das beste und sch\u00f6nste geht: Wer sich nicht einmal dort f\u00fcrchtet, wo der heilige Gott um die Ecke ist \u2013 ein solcher Mensch wird zum Sp\u00f6tter, f\u00fcr den gar nichts heilig ist, der \u201ekeine roten Linien\u201c kennt! Doch es gibt eine rote Linie. Das ist Gottes Wort. Wer Gott nicht f\u00fcrchtet, wird zum Sp\u00f6tter. So der Psalm, so auch Petrus im Predigttext. Vor allem sollt ihr wissen, betont Petrus, nachdem er sich in Kap. 2 an den Irrlehrern abgearbeitet hat, vor allem sollt ihr wissen, da\u00df in den letzten Tagen Sp\u00f6tter kommen werden, die die Ank\u00fcndigung der Wiederkunft Christi f\u00fcr einen Mythos halten. Kommt aber Christus nicht wieder, so gibt es kein Gericht \u00fcber diese Welt. Das ist das Sp\u00f6tter-Argument!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im ersten Korintherbrief zerlegt Paulus das gleiche Argument mit Blick auf die Auferstehung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Wenn aber Christus gepredigt wird, da\u00df er von den Toten auferweckt ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden.&#8220; (1.Kor 15,12f.)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch hier: Der Sp\u00f6tter setzt von vornherein voraus, es g\u00e4be keine Auferstehung. Tot bleibt tot, da helfen keine Pillen. Von dort schlie\u00dft er: Auch Christus kann nicht auferstanden sein. Noch ein Beispiel, die Jungfrauengeburt! Hier l\u00e4uft das Argument ganz \u00e4hnlich: Es gibt nach aller Erfahrung, d.h. wenn nichts \u00e4u\u00dferliches, weder ein Mann noch eine spezielle medizinische Behandlung auf die Frau einwirkt, keine Schwangerschaft. Kein Storch bringt das Kind herbei! Diesen allgemeinen Grundsatz kannte auch Josef, der Verlobte Marias, genau und schlo\u00df messerscharf, da\u00df etwas passiert sein mu\u00df, was nicht sein darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sagen wir\u2018s allgemeiner: Wunder sind Wunder, weil sie uns wundern machen: Das Au\u00dfer-Gew\u00f6hnliche, Erstaunliche. So geht es durch die ganze Bibel und durch die Zeiten bis heute: Wunder werden bestritten, weil sie der Erfahrung, der Gewohnheit widersprechen (\u201edees hammer scho immer so gmacht, dees war scho alleweil aso\u201c), aber auch, und diesen Gedanken brauchen wir jetzt besonders, weil Menschen ihr Denken und Verhalten nicht \u00e4ndern wollen. Denn: Wenn ich ein Wunder anerkenne: wenn also Jesus von einer Jungfrau geboren wurde, wenn er mit wenigen Broten und Fischen tausende Menschen speisen konnte, wenn er \u00fcber das Wasser ging, den Sturm stillte und den Blindgeborenen heilte, wenn er auferstand usw. \u2013 wenn ich so ein Wunder anerkenne, dann w\u00fcrde ich auch die Autorit\u00e4t dessen anerkennen, der das Wunder getan hat. Dann m\u00fc\u00dfte ich meine ganze Sicht der Welt \u00e4ndern. Das wollen die Sp\u00f6tter aber nicht, sondern:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>\u2026 ihren eigenen Begierden nachgehen (V. 3).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gleiche schreibt der Bruder Jesu, Judas (nicht der Verr\u00e4ter), in seinem Brief:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Ihr aber, meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind von den Aposteln [Petrus: Propheten und Apostel] unseres Herrn Jesus Christus, da sie euch sagten: Zu der letzten Zeit werden Sp\u00f6tter sein, die nach ihren eigenen gottlosen Begierden leben. Diese sind es, die Spaltungen hervorrufen, irdisch Gesinnte, die den Geist nicht haben.&#8220; (Judas 17\u201319)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Da die Pharis\u00e4er die Wunder Jesu selbst sahen und nicht bestreiten konnten, griffen sie zum letzten Argument und sagten, Jesus sei mit dem Teufel im Bunde, sonst k\u00f6nnte er das alles gar nicht tun. Diese Variante der Bestreitung lassen wir jedoch f\u00fcr einen Moment au\u00dfer Betracht, denn sie setzt immerhin voraus, da\u00df von Gott oder Teufel grunds\u00e4tzlich Wunder vollbracht werden k\u00f6nnen.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wunder anerkennen hei\u00dft: sein Leben \u00e4ndern. Die Wiederkunft Jesu anerkennen und erwarten hei\u00dft: Bu\u00dfe tun! Doch, wie gesagt, das ist es, was die Sp\u00f6tter nicht wollen, wozu Petrus aber die Gemeinde hinlenken will. Wir werden gleich darauf zur\u00fcckkommen. Jetzt wollen wir aber noch sehen, wie Petrus den Sp\u00f6ttern antwortet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn nun treibt er es auf die Spitze. Es geht nicht mehr um irgendein Wunder in Vergangenheit und Gegenwart. Es geht um das allerletzte Wunder der Geschichte. Das ist das Wunder, an dem alle Menschengeschichte aufh\u00f6rt. Dieses Wunder liegt noch in der Zukunft, ist aber genauso gewi\u00df wie die bisherigen Wunder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sp\u00f6tter argumentieren genauso wie heutige Atheisten und die meisten Vertreter der Evolutionstheorie: Die Grunds\u00e4tze, nach denen sich alle Entwicklung vollzieht, werden auch in Ewigkeit die gleichen Grunds\u00e4tze sein. Woher wissen sie das? Nun, garantieren k\u00f6nnen sie es nicht, aber was sie sehen oder zu sehen meinen, ist:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Nachdem die V\u00e4ter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Sch\u00f6pfung gewesen ist.&#8220; (V. 4)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir kennen das. Den Satz \u201eDas war doch schon immer so\u201c haben wir alle schon mal geh\u00f6rt oder gesagt. Mu\u00df auch nicht falsch sein! Nur, wenn er sich gegen Gottes rote Linie richtet, verliert er seine G\u00fcltigkeit. Wie geht nun Petrus mit diesem Argument um? Er k\u00f6nnte einfach sagen: Wenn Gott wirklich Gott, allm\u00e4chtig ist, dann ist mit allem zu rechnen. Das (jedenfalls so \u00e4hnlich) spart sich Petrus aber f\u00fcr sp\u00e4ter auf. Zuerst erinnert er die Sp\u00f6tter daran, da\u00df sie bitte etwas genauer in die Geschichte schauen sollen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Denn sie wollen nichts davon wissen, da\u00df der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort; dadurch wurde damals die Welt in der Sintflut vernichtet.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Sp\u00f6ttern, die sich auf die Festigkeit der Natur berufen, h\u00e4lt Petrus entgegen: Ach ja? Als die Sintflut kam, tr\u00f6steten sich auch die meisten damit, die Natur k\u00f6nne nicht einfach untergehen. Die Zeitgenossen Noahs (Kap. 2) konnten damals mit gleichen guten Gr\u00fcnden sagen, die Welt sei zu gro\u00df und die Natur zu fest, als da\u00df ein Gericht sie vernichten k\u00f6nnte. Doch die Welt ist viel fragiler, als wir denken. Damals ging die Menschheit unter, weil die Elemente durcheinander kamen. Himmel und Erde brachten \u00fcber die, die Gott strafen wollte, die Flut. \u201eAus Wasser und durch Wasser\u201c, schreibt Petrus, hatte die Welt damals Bestand, aber eben nicht durch sich selbst, sondern durch Gottes Wort. Sie ist nicht ewig, wie die griechische Philosophie dachte, sondern sie hat einen Anfang und ein Ende. Und wenn Gott sagt, es sollte sich \u00e4ndern, so verlassen die Wasser ihre Grenzen und \u00fcberfluten einfach alles.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Flut garantierte Gottes Wort:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde steht, soll nicht aufh\u00f6ren Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.&#8220; (1.Mose 8,21b\u201322)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Und ich richte meinen Bund so mit euch auf, da\u00df hinfort nicht mehr alles Fleisch ausgerottet werden soll durch die Wasser der Sintflut und hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe.&#8220; (1. Mose 9,11)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darin hat er nicht gesagt, er w\u00fcrde der Erde eine ewige Bestandsgarantie geben. Aber er hat gesagt, da\u00df sie nicht mehr durch Wasser verw\u00fcstet werden w\u00fcrde. Bei den anstehenden letzten Gerichten wird sie vielmehr durch Feuer verw\u00fcstet werden. Ja: Solange die Erde steht, werden Saat und Ernte nicht aufh\u00f6ren. Aber Petrus f\u00fchrt weiter und sagt: Die Erde wird einmal nicht mehr stehen. Sie ist aufgespart durch dasselbe Wort f\u00fcr das Feuer:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;So werden auch jetzt Himmel und Erde durch dasselbe Wort aufgespart f\u00fcr das Feuer, bewahrt f\u00fcr den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen.&#8220; (V. 7)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht durch Wasser, sondern durch Feuer wird die Welt vergehen. Gottes Wort hat die Welt ins Dasein gerufen, Gottes Wort hat die Menschheit zur Zeit Noahs durch Wasser gerichtet, Gottes Wort wird, wenn die letzte Posaune erschallt und das Zeichen des Menschensohnes von Osten bis Westen, weltweit, sichtbar ist, alles Irdische verbrennen lassen. \u201eDurch dasselbe Wort aufgespart f\u00fcr das Feuer\u201c!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die Zukunft. Die unentrinnbare Verg\u00e4nglichkeit. Wer\u2019s glaubt, wird furchtlos und bereit sein. Wer\u2019s nicht glaubt, wird sich zu Tode erschrecken, wird sich f\u00fcrchten, wo nichts zu f\u00fcrchten ist, und sich w\u00fcnschen, die Berge m\u00f6gen auf ihn fallen, wie dann die K\u00f6nige und die bedeutenden Leute und die Reichen ebenso wie die Sklaven klagen werden, alle, die die rote Linie verachtet haben (Offb 6,16\u201317). Es kommt gewi\u00df. Seien wir nicht \u00fcberrascht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darauf wendet sich Petrus wieder zur gl\u00e4ubigen Gemeinde:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, da\u00df ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.&#8220; (V. 8)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Petrus hat dieses Wort aus Psalm 90 gesch\u00f6pft und in beide Richtungen gewendet. Ich denke, der Sinn ist klar: Gottes Sicht auf die Zeit ist eine andere als die unsrige: Der eine Aspekt dehnt die Zeit: Ein Tag ist vor dem Herrn wie 1000 Jahre. Es gibt also Tage, die so bedeutend sind wie sonst 1000 belanglose Jahre. Die zentralen Daten der Heilsgeschichte: Kreuz, Auferstehung, Himmelfahrt und Wiederkunft Christi \u2013 das sind alles Tage, an denen sich das Schicksal aller \u00fcbrigen Tage entscheidet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und daraus folgt der andere Aspekt, der die Zeit verk\u00fcrzt: 1000 Jahre sind vor ihm wie ein Tag. Hinsichtlich der L\u00e4nge wie hinsichtlich des Gewichts der Zeit hat Gott seine eigene Vorstellung. Darum sollten wir es gerade nicht als Infragestellung der Wiederkunft Jesu verstehen. Aber als was dann? Die Antwort gibt V. 9:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Der Herr verz\u00f6gert nicht die Verhei\u00dfung, wie es einige f\u00fcr eine Verz\u00f6gerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, da\u00df jemand verloren werde, sondern da\u00df jedermann zur Bu\u00dfe finde.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein gro\u00dfartiger Grund! Also keine Verz\u00f6gerung! Das ist eine ganz andere Einstellung als die der Sp\u00f6tter. Wir d\u00fcrfen nicht von einer Verz\u00f6gerung sprechen, weil Gott uns eine ganz andere Einstellung zur Zeit gibt. Gott kann nicht zu sp\u00e4t kommen! Er ist nicht saumselig in der Erf\u00fcllung seiner Verhei\u00dfungen. Die Zeit richtet sich nach ihm und nicht umgekehrt! Er wartet noch, damit alle, die daf\u00fcr bestimmt sind, selig werden, und alle, die noch wackeln, gewi\u00df werden! Das ist Gnade! Denn h\u00e4tte der Herr nicht die Tage verk\u00fcrzt, w\u00fcrde kein Mensch selig werden, aber um der Auserw\u00e4hlten willen werden die schwierigen Tage der Bedr\u00e4ngnis verk\u00fcrzt (Mt 24,22). Werner de Boor: \u201eGerade der J\u00fcnger Jesu d\u00fcrfte doch ein tiefes Erbarmen mit denen haben, die zu verderben drohen, und sich von daher an Gottes gro\u00dfm\u00fctigem Warten freuen, das vielleicht auch er selbst n\u00f6tig hat.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>Vers 10: &#8222;Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit gro\u00dfem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden nicht mehr zu finden sein.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir leben im Atomzeitalter. F\u00fcr uns sind die Urgewalten, die durch Gottes Wort in den Elementen enthalten sind, noch bekannter und plausibler als f\u00fcr die Menschen des ersten Jahrhunderts. Wir wissen heute, da\u00df es den neben bekannten Aggregatzust\u00e4nden fest, fl\u00fcssig und gasf\u00f6rmig noch einen vierten gibt, n\u00e4mlich das Plasma. Das tritt auf in Blitzen und in der Sonne. Man staune: Fast 100% der gesamten sichtbaren Materie im Universum befindet sich im Plasmazustand: die Sonne und alle leuchtenden Sterne, dazu viel von der Materie im Weltraum zwischen den Himmelsk\u00f6rpern. Wenn die Elemente wie in der Sonne mehrere Millionen Grad hei\u00df werden, werden auch die Atomkerne instabil und k\u00f6nnen fusionieren bzw. ihre H\u00fcllen abgeben. Dieser unglaublich hei\u00dfe Vorgang in der Sonne gibt uns W\u00e4rme und Licht. Doch kommt man dem zu nahe, vergeht man. Man kann nicht direkt in die Sonne schauen, sonst erblindet man. Geistlich gedeutet: Nur wer reinen Herzens ist, kann Gott schauen, sagt Jesus am Beginn der Bergpredigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Elemente werden vor Hitze schmelzen\u201c, schreibt Petrus prophetisch. Das Wesen Gottes selbst ist hei\u00df vor Heiligkeit. Wenn Gott kommt, bzw. wenn Jesus wiederkommt, wird alles S\u00fcndhafte, was sich auf Erden angesammelt hat, verbrennen und die Erde mit ihr. Die Vernichtung reicht bis in die innersten Bestandteile und Grundlagen des Weltbestandes hinein und hinunter. Durch Gottes Wort wird alles im Dasein gehalten, aber durch Gottes Wort wird alles Dasein auch sein Urteil finden. Das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, zeigt noch mehr Einzelheiten davon als Petrus hier. F\u00fcr unseren Text kommt es auf das Ergebnis an: Alle Ungerechtigkeit wird ihr Ende finden, alle Gerechtigkeit ihren Lohn. Die Braut Christi wird mit reinem Leinen, mit der Gerechtigkeit ihres Herrn \u00fcberkleidet und geschm\u00fcckt vor ihn gestellt. Sie wird auf ihrem Angesicht seine Herrlichkeit spiegeln und seinen Namen tragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ihre Hoffnung. Und mit den Versen 11 und 13 kommt Petrus zum Zielpunkt: Diese herrliche Hoffnung, die wir haben, kann uns nicht gleichg\u00fcltig lassen. Sie wird uns vielmehr durch und durch erneuern; <strong>das ist die Anwendung des Ergebnisses:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Wenn nun das alles so zergehen wird, wie m\u00fc\u00dft ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, 12 die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt (\u03c0\u03c1\u03bf\u03c3\u03b4\u03bf\u03ba\u1ff6\u03bd\u03c4\u03b1\u03c2 \u03ba\u03b1\u1f76 \u03c3\u03c0\u03b5\u03cd\u03b4\u03bf\u03bd\u03c4\u03b1\u03c2 \u03c4\u1f74\u03bd \u03c0\u03b1\u03c1\u03bf\u03c5\u03c3\u03af\u03b1\u03bd \u03c4\u1fc6\u03c2 \u03c4\u03bf\u1fe6 \u03b8\u03b5\u03bf\u1fe6 \u1f21\u03bc\u03ad\u03c1\u03b1\u03c2; Luther 1984: erstrebt, Wortwurzel: \u201esich sputen\u201c, sich beeilen), wenn die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen. 13 Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verhei\u00dfung, in denen Gerechtigkeit wohnt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie m\u00fc\u00dft ihr dann dastehen in heiligem Wandel \u2026 \u201eIhr sollt heilig sein, denn ich bin heilig\u201c, hatte Petrus in seinem ersten Brief aus dem Alten Testament zitiert (1. Petr 1,15 aus 3. Mose 19,2; vgl. 11,44). Auch die Aussicht auf den gro\u00dfen Weltenbrand hat er \u00fcbrigens schon aus dem Alten Testament gezogen und nicht selbst erfunden. Die Propheten Jesaja, Joel, Sacharja und Maleachi hatten dies angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>Psalm 50,3:<\/em><br \/>\n<em>Unser Gott kommt und schweiget nicht.<\/em><br \/>\n<em>Fressendes Feuer geht vor ihm her<\/em><br \/>\n<em>und um ihn her ein gewaltiges Wetter.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war nicht neu, die Bibelleser haben es immer gewu\u00dft! Leider haben sich nur wenige warnen lassen, sondern Menschenmeinungen gef\u00fcrchtet, die vor Gott nichts gelten, und die Gottesmeinung verachtet, aus der ihnen neues Leben zugekommen w\u00e4re. Dann aber ist es zu sp\u00e4t. Das Leben hier ist die Ankleidekammer f\u00fcr die Ewigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWie m\u00fc\u00dft ihr dann dastehen in heiligem Wandel\u201c: Was Petrus uns hier \u00fcber die letzten Tage der Erde sagt, wird erst durch die Johannesoffenbarung erg\u00e4nzt. Petrus gibt keinen vollst\u00e4ndigen Fahrplan der Endereignisse. Ihm kommt es vielmehr auf den Effekt f\u00fcr uns an: Wie m\u00fc\u00dft ihr dann, wenn ihr das wi\u00dft, was f\u00fcr ein Weltenbrand bevorsteht, was f\u00fcr ein heiliger Gott auf euch sieht, heilig dastehen. Es ist ein gro\u00dfer Antrieb, sich so zu verhalten, als w\u00e4re Christus schon um die Ecke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zum Schlu\u00df noch ein positives und ein abschreckendes Beispiel.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt heute Gruppen, die auch eine Dringlichkeit empfinden und unser Handeln danach ausrichten wollen. Sie kennen Gottes Wort nicht, und meinen aus ganz anderen Gr\u00fcnden, da\u00df es mit der Welt bald zu Ende geht. Sie denken, es h\u00e4nge vor allem vom Menschen ab, wie sich das Klima entwickelt, und wollen alle zwingen, sich ebenso zu verhalten. Sie hei\u00dfen \u201eLetzte Generation\u201c, \u201eFridays for Future\u201c-Bewegung, und die extremsten Vertreter nennen sich \u201eExtinction rebellion\u201c (Aufstand gegen die Ausl\u00f6schung). Sie f\u00fcrchten, wo nichts zu f\u00fcrchten ist, und die \u201eletzte Generation\u201c hat die christliche Heilserwartung umgedreht. Sie predigen eine direkte Schuldzurechnung: \u201eIhr habt es angerichtet! Euretwegen sind wir die Letzte Generation!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit ihren Klebe-Aktionen behindern sie den Stra\u00dfen- und Luftverkehr, die Freitagsdemos verzichten auf Physik-Unterricht und glauben den Vertretern der gr\u00fcnen Industrie die Alleinschuld des CO2 an der Erw\u00e4rmung nach dem Ende der letzten kleinen Eiszeit. Schaut man genauer hin, zeigt sich, da\u00df ihre starke \u00dcberzeugung mehr ein soziales Ph\u00e4nomen ist, ein Gruppendruck, als eine wissenschaftliche Kenntnis. Wenn man einzelne junge Leute dazu interviewt, kommen peinliche Statements heraus \u2013 sie laufen einfach mit, weil es hip ist. Und nach der letzten Klebe-Aktion setzten sich ihrer zwei ins Flugzeug und machten erstmal Urlaub auf Bali. \u201eKognitive Dissonanz\u201c \u2013 postmodern eben, aber in den Medien mit gewaltigem moralischen Druck r\u00fcbergebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solche Widerspr\u00fcche bemerkt Petrus aber auch bei Christen. Sie wissen doch auch, da\u00df es dringlich ist, sie wissen, wer kommt und was kommt, und sollten sich danach richten. Und trotzdem leben sie oft anders!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum noch ein positives Beispiel: Der schwedisch-amerikanische Erweckungsprediger Fredrik Franson. Er lebte von 1852 bis 1908. Er mobilisierte Menschen f\u00fcr Mission, \u00fcberlegte, wie man strategisch vorgehen sollte. Er bereiste mehr als f\u00fcnfzig L\u00e4nder, allein und mit den bescheidenen Mitteln des 19. Jahrhunderts. Aber er gr\u00fcndete zahlreiche Gemeinden, 15 Glaubensmissionen und vier Gemeindeverb\u00e4nde. Mein fr\u00fcherer Kollegen und Missionslehrer am Theologischen Seminar St. <em>Chrischona Hans Ulrich Reifler, hat in seinem Ruhestand \u00fcber diesen Fredrik Franson eine Doktorarbeit geschrieben. Denn er wollte eben diese Frage kl\u00e4ren:<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>\u201eWie erkl\u00e4rt sich, dass ein einzelner reisender Evangelist im 19. Jahrhundert in 22 Jahren f\u00fcnfzehn Missionsgesellschaften und vier evangelische Gemeindeverb\u00e4nde gr\u00fcnden konnte, die selbst nach 125 Jahren, wenngleich in unterschiedlichen Rechtsformen, und teils in Fusion mit anderen Missions- und Gemeindeverb\u00e4nden, noch wirksam sind?\u201c (S. 39)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und seine Hauptantwort lautete: Weil Franson die Wiederkunft Christi st\u00e4ndig vor Augen hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>\u201eFransons Naherwartung der Wiederkunft Jesu Christi war ein entscheidendes Motiv seines missionarischen Handelns. Zur Umsetzung dieser Vision gr\u00fcndete er neue Glaubensmissionen, um so in kurzer Zeit m\u00f6glichst viele Missionarinnen und Missionare in unerreichte Gebiete zu entsenden. Was die Eschatologie [die Lehre von der Endzeit] betrifft, stehen meines Erachtens die Einzelgemeinden, Missionsgesellschaften und theologischen Ausbildungsst\u00e4tten in der Pflicht einer n\u00fcchternen biblischen Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi wieder vermehrt Raum zu geben in Verk\u00fcndigung und Lehre. Dar\u00fcber hinaus ist ihnen methodische Flexibilit\u00e4t und Offenheit zu w\u00fcnschen, um eine neue Generation von missionsinteressierten Christen f\u00fcr die Weltmission zu gewinnen. Eine solide theologische Ausbildung und anthropologische Sensibilit\u00e4t f\u00fcr fremde Kulturen und Religionen bleibt auch im 21. Jahrhundert eine grundlegende Voraussetzung f\u00fcr einen nachhaltigen Missionsdienst.\u201c (S. 438)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir nichts f\u00fcrchten au\u00dfer Gott, wenn uns sein Wort die rote Linie ist, dann werden auch wir geistlich fruchtbar sein und unseren N\u00e4chsten ein \u201eF\u00fcrchte dich nicht!\u201c zurufen k\u00f6nnen, das sie zur rechten Gottesfurcht leitet. Denn eine Kirche, die nicht mehr das Gericht erwartet, kann nicht tapfer widerstehen, wenn ihre heilige Moral umgebogen wird in eine neue Gesundheitsreligion, eine neue Klimareligion und in eine neue Genderreligion. Wie biegsam die Moral der Welt ist, haben wir letzte Woche gesehen, als sich die Partei der Friedensbewegten, die die Friedenstaube im Logo haben, vor kurzem keine Waffen in Kriegsgebiete liefern wollte, die n\u00e4chste Eskalationsstufe im Ukraine-Konflikt anfeuerte. Wie biegsam die Moral einer Kirche ohne Gerichtserwartung ist, haben wir ebenfalls an dem gesehen, was sie schon alles als N\u00e4chstenliebe ausgegeben hat \u2013 von der Genderreligion bis zur Panzersegnung. Sie f\u00fcrchten, wo nichts zu f\u00fcrchten ist, und sind haltlos, wo sie fest sein sollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was Petrus in seinem Abschiedsbrief schreibt, stimmt genau \u00fcberein mit seiner Predigt bald nach Pfingsten. Die Apostelgeschichte hat es in Kapitel 3 aufbewahrt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Gott aber hat erf\u00fcllt, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verk\u00fcndigt hat: da\u00df sein Christus leiden soll-te. 19 So tut nun Bu\u00dfe und bekehrt euch, da\u00df eure S\u00fcnden getilgt werden, 20 damit die Zeit der Erquickung komme von dem Angesicht des Herrn und er den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus. 21 Ihn mu\u00df der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird\u201c: das ist die Geduld Gottes, der wir die Gelegenheit zu unserer Heiligung und schlie\u00dflich unsere Rettung verdanken.<br \/>\nAmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pastor Dr. Stefan Felber, Predigt am 5.2.2023, Sonntag Septuagesim\u00e4, Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes in D\u00fcshorn<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde, \u201ewir Deutschen\u201c, so sagte der alte Reichskanzler Otto von Bismarck im 19. Jahrhundert, \u201ewir Deutschen f\u00fcrchten Gott, aber sonst nichts in der Welt.\u201c Ein stolzer Satz, dem man noch manche \u00e4hnliche an die Seite stellen k\u00f6nnte, etwa von Konrad Adenauer, dem ersten deutschen Kanzler nach 1945. Also, Bismarck: Gott f\u00fcrchten, aber sonst nichts [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":207,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,35,12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19659"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/207"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19659"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19659\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19667,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19659\/revisions\/19667"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}