{"id":19234,"date":"2022-09-30T16:00:28","date_gmt":"2022-09-30T14:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19234"},"modified":"2022-09-30T13:03:52","modified_gmt":"2022-09-30T11:03:52","slug":"predigt-zu-jesaja-121-6-gottes-trost-in-zeiten-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19234","title":{"rendered":"Predigt zu Jesaja 12,1-6: Gottes Trost in Krisenzeiten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde!<em> \u201eZu der Zeit wirst du sagen \u2026\u201c<\/em> mit diesen Worten beginnt die Botschaft Gottes durch den Propheten Jesaja.<em> &#8222;Zu der Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HERR, dass du bist zornig gewesen \u00fcber mich und dein Zorn sich gewendet hat und du mich tr\u00f6stest.&#8220;<\/em> Wenn wir diesen Satz einmal leise nachsprechen, werden wir ein Unbehagen sp\u00fcren! Wir werden uns fragen: Ich soll Gott danken, weil er zornig auf uns war? Hier noch einmal dieser Satz: <em>&#8222;Ich danke dir, HERR, dass du bist zornig gewesen \u00fcber mich und dein Zorn sich gewendet hat und du mich tr\u00f6stest.&#8220;<\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie kann das Volk Israel dazu finden, Gott f\u00fcr seinen Zorn zu danken?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir befinden uns im 8. vorchristlichen Jahrhundert. Israel ist geteilt in das Nord- und das S\u00fcdreich. Der Prophet Jesaja wendet sich hier im Auftrag Gottes gegen das Nordreich, weil die Menschen dort vom wahren Glauben an den einen Gott abgefallen sind und sich G\u00f6tzenbilder geschaffen hatten. Dazu hatten sie in der politischen Bedr\u00e4ngnis nicht auf Gott vertraut, sondern ihr Heil in politischen B\u00fcndnissen mit heidnischen Nachbarv\u00f6lkern gesucht. Sie hatten Gott nicht mehr vor Augen und nicht mehr im Sinn. In ihrer Selbstherrlichkeit meinten sie, alles selbst zu schaffen. Und sie waren unbu\u00dffertig und nicht bereit umzukehren. H\u00f6ren wir kurz hinein, was Jesaja drei Kapitel zuvor feststellt: <strong>Aber das Volk kehrt nicht um \u2026 und fragt nicht nach dem HERRN Zebaoth. \u2026 Die Leiter dieses Volks sind Verf\u00fchrer, und die sich leiten lassen, sind verloren. \u2026 Die Bosheit lodert wie Feuer; das verzehrt Dornen und Disteln und z\u00fcndet den dichten Wald an und gibt hohen Rauch.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diese schlimme Situation hinein, ruft Jesaja dann diese Botschaft: <strong>Zu der Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HERR, dass du bist zornig gewesen \u00fcber mich und dein Zorn sich gewendet hat und du mich tr\u00f6stest.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es beginnt mit den Worten: \u201eZu der Zeit\u201c oder \u201eAn jenem Tage\u201c. Dies ist also ein prophetischer Blick in die Zukunft. Es ist die Schau auf eine heilvolle Zeit, noch mitten in dunkelster Stunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDer Glaube ist ein Vogel, der singt, auch wenn die Nacht noch dunkel ist\u201c,<\/em> so hei\u00dft es in einem indischen Sprichwort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ja das Besondere am Glauben, dass Gott alle seine Verhei\u00dfungen wahr macht. So war das bereits zu der Zeit als Gott mit Abraham einen Bund geschlossen hat. Und ebenso ist es auch im neuen Bund so, den Gott durch seinen Sohn Jesus Christus aufgerichtet hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so schaute der Prophet Jesaja die Zukunft und die sich erf\u00fcllende Verhei\u00dfung Gottes und konnte deshalb in dunkelster Stunde Gott loben und preisen und all sein Vertrauen auf den HErrn setzen: <strong>Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und f\u00fcrchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine St\u00e4rke und mein Psalm und ist mein Heil. Ihr werdet mit Freuden Wasser sch\u00f6pfen aus den Heilsbrunnen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr Lieben, dieses \u201eDanklied der Erl\u00f6sten\u201c steht unmittelbar nach der gro\u00dfen Weissagung des kommenden Messias und seines Friedensreiches. Lest zuhause einmal diese wunderbaren Kapitel 11 und Kapitel 12 im Zusammenhang und ihr werdet die tiefe Hoffnungsfreude sp\u00fcren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und auch als Christen d\u00fcrfen wir Gott loben, indem wir die Dinge vom Ende her betrachten. Wir d\u00fcrfen in unserem Leben immer wieder die Glaubenserfahrung machen, wir d\u00fcrfen und k\u00f6nnen Gott loben in schweren Zeiten und Stunden, n\u00e4mlich im Hinschauen auf Gottes Verhei\u00dfungen und deren kommende Erf\u00fcllung. Und das umso mehr, da wir den Heilsbrunnen Jesus Christus kennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paul Gerhardt, der so freuden- und hoffnungsvolle Lieder wie \u201e<em>Du, meine Seele singe<\/em>\u201c oder auch \u201e<em>Geh aus mein Herz und suche Freud<\/em>\u201c gedichtet hat, der tat dies in den Dunkelheiten seines Lebens. Es war die Zeit des 30-j\u00e4hrigen Krieges. Er selbst war gerade 11 Jahre alt, als der Krieg ausbrach. Mit 12 Jahren verlor er seinen Vater, mit 14 Jahren seine Mutter. In seiner Ehe musste er mehrere seiner Kinder zu Grabe tragen. Paul Gerhardt, der Leben und Sterben in enger Verbindung erlebt, kann sich auch nach 30 Jahren Krieg, nach Zerst\u00f6rung und Seuchen, nach Toten und Verletzten, nach Not und Entbehrungen, noch an der Sch\u00f6nheit der Sch\u00f6pfung Gottes erfreuen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Schau an der sch\u00f6nen G\u00e4rten Zier<\/em>\u201c, fordert er uns auf. Und in \u201e<em>Du, meine Seele singe<\/em>\u201c hei\u00dft es: \u201e<em>Hier sind die starken Kr\u00e4fte, die unersch\u00f6pfte Macht; das weisen die Gesch\u00e4fte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer der Fisch unz\u00e4hlge Herde im gro\u00dfen wilden Meer.<\/em>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er erfreut sich an den B\u00e4umen, die voller Laub stehen, an den bl\u00fchenden Blumen, am Zwitschern der V\u00f6gel, die ihre Jungen speisen, an den Bienen, die Honig produzieren, am Getreide, das auf den Feldern w\u00e4chst. In allem, was die Sch\u00f6pfung uns zu bieten hat, sieht er Zeichen von Gottes G\u00fcte. Solange das alles w\u00e4chst und gedeiht, gibt es in diesem irdischen Leben noch genug Grund zur Freude. All dies l\u00e4sst hoffen, dass das Leben \u2013 auch angesichts der Not, der Kriegsfolgen und des Todes \u2013 noch weitergeht und auf Ewigkeit angelegt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sind die Verhei\u00dfungen Gottes und seine zugesagten Erf\u00fcllungen nicht auch das Geheimnis jenes Lobes, das der Apostel Paulus ausgerechnet im Gef\u00e4ngnis mitten in der Nacht anstimmte? Ging es ihm gut, f\u00fchlte er sich wohl? Nein \u2013 im Gegenteil. Sein R\u00fccken war wund von den Peitschenhieben, seine F\u00fc\u00dfe waren in den Marterstock gespannt. Ihn plagte der Gedanke, was aus den neu gegr\u00fcndeten Gemeinden werden sollte. Aber er lobte Jesus Christus statt zu jammern. Er biss nicht die Z\u00e4hne zusammen und sagte sich: Da musst du durch! Nein, er lobte Jesus Christus und begann zu singen. Warum, liebe Gemeinde? Mit welcher Kraft und Zuversicht vertraute er auf Christus? Was f\u00fcr ein Glaube brachte ihm Zuversicht und St\u00e4rke in solch einer trostlosen Situation? Paulus wusste, dass er in all den physischen und psychischen Qualen auch in dem finsteren Loch des Gef\u00e4ngnisses nicht allein war. Er wusste sich gehalten von der Liebe und Gnade Jesu Christi: Christus wird mich nicht verlassen, er schenkt mir seine Kraft und wird mich nicht in Hoffnungslosigkeit st\u00fcrzen. Der Apostel war davon \u00fcberzeugt: Es hilft, Jesus Christus gerade auch in ausweglosen Augenblicken zu loben. Das hilft den Blick f\u00fcr Christus zu \u00f6ffnen, selbst, wenn wir am Ende aller Wege und Sackgassen angekommen scheinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wodurch war Paulus so glaubensgewiss? Dem Paulus war der von den Toten auferstandene und verherrlichte Christus vor den Stadttoren von Damaskus selbst begegnet und dadurch wurde sein Leben in Christus verwurzelt. Die Botschaft von der Auferstehung der Toten und die Verhei\u00dfung der kommenden Heilszeit mit einem neuen Himmel und einer neuen Erde, das gibt Kraft zum Lob Gottes, mitten in den Niederungen dieser Welt und deines Lebens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb schrieb Paulus auch an die Gemeinde in Thessalonich (1. Thess 4,16ff), was Gott ihm offenbart hatte: <strong>Denn er selbst, der HErr, wird, wenn der Befehl ert\u00f6nt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und \u00fcbrig bleiben, zugleich mit ihnen entr\u00fcckt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tr\u00f6stet euch mit diesen Worten untereinander.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Perspektive und dieser Glaubensgewissheit gelingt es auch uns, zu Gott zu sprechen: <strong>Ich danke dir, HERR, dass du bist zornig gewesen \u00fcber mich und dein Zorn sich gewendet hat und du mich tr\u00f6stest.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, Jesaja spricht auch vom Zorn Gottes. Gott wird bis heute zornig \u00fcber den Ungehorsam der Menschen. Machen wir uns bitte kein falsches Bild von Gott. Die Bibel spricht auch vom z\u00fcrnenden Gott, der S\u00fcnde und Unrecht nicht duldet. Ebenso l\u00e4sst Gott sich auch nicht abschieben in den Himmel oder gar f\u00fcr tot erkl\u00e4ren. Er wird nicht akzeptieren, dass wir unser Leben, unser Zusammenleben und unsere Welt gestalten und pr\u00e4gen, als gebe es ihn nicht. Es ist f\u00fcr ihn ein absolutes \u00c4rgernis, wenn wir uns \u00fcber ihn erheben und wenn wir leben, denken und handeln, ohne seine Gegenwart, Allmacht und Herrlichkeit anzuerkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Menschen im Nordreich Israel sind damals nicht umgekehrt zu Gott und mussten dann die schlimmen Folgen ihres Ungehorsams und Glaubensabfalls tragen. Sie wurden von den Assyrern besiegt, verschleppt und das Nordreich wurde ausgel\u00f6scht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie ist das heute? In unserem Volk? In unserer Kirche? Bei dir pers\u00f6nlich?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir leben ja, nach vielen Jahren des Friedens und der Freiheit, jetzt wieder in einer Krisenzeit. Klimakrise, Coronakrise, Energiekrise, Ukrainekrise sind in aller Munde. Sind wir der Meinung, das alles h\u00e4tte mit Gott nichts zu tun? Wie ist das mit dem Glaubensabfall in unserem Volk? Und wie ist der Glaubenspegel in den Kirchen selbst? Hat man da in den vergangenen Jahrzehnten nicht fast alle Wahrheiten des Glaubensbekenntnisses abger\u00e4umt? Ist nicht die Sch\u00f6pfungsordnung Gottes, gerade auch in Bezug auf Mann-und-Frau-Sein, auf Ehe und Familie, als nicht mehr g\u00fcltig erkl\u00e4rt worden? Mit dem Argument, man wolle keinerlei Lebensform diskriminieren, erkl\u00e4rt man sich f\u00fcr bunt und divers. Man meint es besser zu wissen, als es im Sch\u00f6pfungsbericht und den Geboten Gottes geschrieben steht. Selbst \u00fcber Jesus Christus und die Apostel erhebt man sich, mit dem Argument, ihnen fehlten noch die richtigen Erkenntnisse. Spricht aber die lebenssch\u00e4digende und lebenszerst\u00f6rende Realit\u00e4t nicht eine andere Sprache. Wie viel Leid wird angerichtet, wenn M\u00e4nner und Frauen ihre vorgegebene Identit\u00e4t nicht mehr finden? Oder wenn sie nicht mehr im gottgewollten Eheb\u00fcndnis, sich die Treue versprechen und halten, bis der Tod sie scheidet? Wie viele Kinder leiden unter der Scheidung ihrer Eltern? Und warum sind die psychologischen Praxen \u00fcberf\u00fcllt mit Kindern und Jugendlichen, die in ihrer Entwicklung mit den bunten und diversen Lebens-Vorbildern nicht mehr zurechtkommen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und gestern war in Berlin der Marsch des Lebens. 4.000 Menschen haben sich f\u00fcr den Schutz ungeborener Kinder und altgeworderner Menschen eingesetzt. Meint jemand, Gott ist nicht zornig, dass allein in Deutschland j\u00e4hrlich \u00fcber 100.000 Kinder im Mutterleib abgetrieben werden? Und zugleich beklagen wir einen riesigen Fachkr\u00e4ftemangel von 3,5 Millionen Menschen. Es fehlen uns genau die Anzahl der Kinder, die wir seit den 90er Jahren get\u00f6tet haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle Gebote Gottes werden mit F\u00fc\u00dfen getreten! Gottes Zorn liegt \u00fcber Europa, \u00fcber unserem Volk, \u00fcber unseren Kirchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, wir leben in einer Krisenzeit. Das griechische Wort \u201ekrisis\u201c bedeutet Gericht. Und im Gericht werden Urteile gef\u00e4llt, da werden Entscheidungen getroffen. Wie stehen wir da in Gottes Gericht? Wir die V\u00f6lker in Europa, wir als Volk, wir als Kirchen? Gottes Gericht und sein Zorn fordern uns heraus, uns dazu zu verhalten. Wir haben zu entscheiden, ob wir wieder umkehren wollen zu dem einen Gott, der sich in Jesus Christus geoffenbart hat? Sind wir bereit umzukehren von mancherlei G\u00f6tzen, fremden Religionen und falschen Wegen? Sind wir bereit, Bu\u00dfe zu tun \u00fcber unseren Ungehorsam gegen Gottes Wort, damit unsere S\u00fcnden getilgt werden? (Mk 1,15; Apg 3,19)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir das tun, dann ist jede Krise tats\u00e4chlich auch eine Chance.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Krise fordert Entscheidung. Nur wenn wir die richtige Entscheidung treffen, werden wir auch wieder auf dem richtigen Weg unterwegs sein und Orientierung f\u00fcr das Leben gewinnen. Wie Christus selbst gesagt hat: <strong>\u201eIch bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wie ist das in deinem pers\u00f6nlichen Leben? Hast du gerade Krisenzeit? Bist du niedergeschlagen? Hat Du Leid? Bist Du krank?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da empfiehlt uns Gottes Wort in Jakobus 5,13ff: <strong>Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen. Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die \u00c4ltesten der Gemeinde, dass sie \u00fcber ihm beten und ihn salben mit \u00d6l in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er S\u00fcnden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure S\u00fcnden und betet f\u00fcreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Elia war ein schwacher Mensch wie wir; und er betete ein Gebet, dass es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate. Und er betete abermals, und der Himmel gab den Regen und die Erde brachte ihre Frucht.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Volk, als Kirche und jeder pers\u00f6nlich, in allen Lebensphasen, gerade auch in den schwierigen, sollen wir auf Gott schauen und auf sein Wort h\u00f6ren. Wir d\u00fcrfen in allen Krisen Trost und Hoffnung sch\u00f6pfen, indem wir zu Gott umkehren und im Gehorsam nach seinem Wort leben. Deshalb lasst uns als Gemeinde Jesu gerade dieses Gebet nach Jakobus miteinander halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und im Hinblick auf seine Treue, seine Liebe, Gnade und Barmherzigkeit d\u00fcrfen wir auch immer mehr lernen, Gott f\u00fcr alles in unserem Leben zu danken. Denn es gilt seine Verhei\u00dfung, dass<strong> denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies immer mehr zu verinnerlichen, ist eine lebenslange Schule. Und wenn mir eine schwer erkrankte Glaubensschwester davon erz\u00e4hlt, dass sie beschlossen hat, ihre Krankheit und ihre Schmerzen von der kommenden Auferstehungsfeier im Jahr 2023 her zu betrachten, so hat sie genau das verstanden, was Jesaja in seinem prophetischen Wort getan hat. Von den Verhei\u00dfungen Gottes her alles betrachten. Im Licht des Ostermorgens, in der Herrlichkeit der Auferstehung unser Leben betrachten, das gibt uns Trost, Hoffnung und Freude in allem Leide.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und weil Gott alle seine Verhei\u00dfungen erf\u00fcllen wird, d\u00fcrfen wir jetzt schon einstimmen in das Lob Gottes, das der Prophet seinem Volk an den Horizont gemalt hat:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Und ihr werdet sagen zu der Zeit: Danket dem HERRN, rufet an seinen Namen!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Machet kund unter den V\u00f6lkern sein Tun, verk\u00fcndiget, wie sein Name so hoch ist!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lobsinget dem HERRN, denn er hat sich herrlich bewiesen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Solches sei kund in allen Landen!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jauchze und r\u00fchme, du Tochter Zion; denn der Heilige Israels ist gro\u00df bei dir!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfarrer Ulrich J. Hauck, Predigt zu Jesaja 12, 1-6 am Sonntag nach Trinitatis \u2013 18.09.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde! \u201eZu der Zeit wirst du sagen \u2026\u201c mit diesen Worten beginnt die Botschaft Gottes durch den Propheten Jesaja. &#8222;Zu der Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HERR, dass du bist zornig gewesen \u00fcber mich und dein Zorn sich gewendet hat und du mich tr\u00f6stest.&#8220; Wenn wir diesen Satz einmal leise nachsprechen, werden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":480,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19234"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/480"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19234"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19234\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19236,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19234\/revisions\/19236"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}