{"id":19149,"date":"2022-09-02T11:13:24","date_gmt":"2022-09-02T09:13:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19149"},"modified":"2022-09-02T11:16:28","modified_gmt":"2022-09-02T09:16:28","slug":"prof-manfred-seitz-2003-einige-grundgedanken-zur-einschaetzung-der-lage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19149","title":{"rendered":"Prof. Manfred Seitz 2003: Grundgedanken zur Einsch\u00e4tzung der Lage"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Aus:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Landau, Rudolf \/ Seitz, Manfred (Hg.): Theologie f\u00fcr die Kirche. Beitr\u00e4ge zum christlichen Glauben, Leben und Handeln, Stuttgart: Calwer Verlag 2003, S. 74\u201377.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einige Grundgedanken zur Einsch\u00e4tzung der Lage<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e\u2026 \u201a auf die hin die kirchliche Arbeit in den n\u00e4chsten Jahren entworfen werden muss. Sie dienen dem Dialog, \u201eder mit den M\u00e4chten der Zeit vom urchristlichen Parusiegeheimnis (Wiederkunft des Herrn) her gef\u00fchrt wird\u201c (Paul Sch\u00fctz).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>I. Die Menschheit in der S\u00e4kularit\u00e4t<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist unm\u00f6glich, in unserem Rahmen ein gen\u00fcgendes Bild von ihr zu entwerfen. Es ist vielleicht auch gar nicht n\u00f6tig f\u00fcr den, der mit jenem das Innerste aufw\u00fchlenden Erbarmen Jesu (Mt 9,36) die Orientierungslosigkeit der Menschen sieht, die Verg\u00f6tzung der Dinge, den Glauben an sich selbst und das Verfallen an neue Heilslehren. Will man aber die Arbeit der Kirche planen, ist es erforderlich, den Blick zu sch\u00e4rfen und einige Merkmale der Welt in der S\u00e4kularit\u00e4t aufzuzeigen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Wir werden in den n\u00e4chsten Jahrzehnten vermutlich das Fortschreiten einer begonnenen gesellschaftlichen Ver\u00e4nderung miterleben. Wir werden Zeugen und Mitbetroffene einer geistigen Revolution umfassenden Ausma\u00dfes sein. Spiel und Arbeit gehen ineinander \u00fcber. Der Aush\u00f6hlungsprozess traditioneller Werte vollendet sich. An die Stelle bisheriger Bindungen wie Familie, Sitte, Pflichtbewusstsein, Arbeitswille, Triebverzicht treten neue Ma\u00dfst\u00e4be und Normen: Selbstverwirklichung, Konsumdenken, bewusstes Au\u00dfenseitertum mit nihilistischen und anarchistischen Anschauungen; treten aber auch bewusste \u00dcbernahme von Verantwortung und intensivere, vor allem psychologische Reflexion zwischenmenschlicher Beziehungen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"2\">\n<li>Im Zusammenhang damit ver\u00e4ndert sich in eingreifender Weise das menschliche Bewusstsein. Mit einem Wort kann sie dahingehend zusammengefasst werden, dass sich der Mensch von \u00fcberkommenen Ordnungen, Denkschemata und Verhaltensweisen l\u00f6st und an die Dinge unvoreingenommener herantritt; jedenfalls nicht so, wie er es gelernt hat. Er tut es, wie man jetzt schon bemerken kann, mit einem daherschie\u00dfenden Selbstbewusstsein, hinter dem sich bei genauerer Betrachtung eine gro\u00dfe Labilit\u00e4t verbirgt.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"3\">\n<li>Ein weiteres Kennzeichen dieser Welt, in der wir leben, ist ihre Mobilit\u00e4t. Und zwar zun\u00e4chst eine \u00e4u\u00dfere, an die wir uns bereits zu gew\u00f6hnen beginnen. In wenigen Stunden verm\u00f6gen wir heute Entfernungen zu durchmessen, die fr\u00fcher eine Zeitspanne von Monaten und Jahren erforderten. Die Welt, der Erdball schrumpft zusammen und wird zur Provinz. Es wird also in Zukunft provinzielles Denken im Weltma\u00dfstab geben. Wir m\u00fcssen uns aber auch auf eine innere Mobilit\u00e4t einstellen, die wir bereits mit der Umwertung aller Werte angedeutet haben. Derartige Ver\u00e4nderungen sind Zeichen eines Aufbruchs &#8211; und zwar eines Aufbruchs in eine bedrohliche Zukunft hinein. Es ist deshalb keineswegs verwunderlich, wenn man bei allem Desinteresse Kirche und Christen doch hier und da fragt, was ihre Botschaft angesichts dieser Umw\u00e4lzungen zu leisten vermag.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"4\">\n<li>Ein weiteres Merkmal ist die \u00dcberschwemmung des Menschen mit Information. Die Information reicht bis in den Weltraum hinaus. Ein Gang in die Buchhandlung kann heute zum Alptraum werden. Ein Menschenleben reicht nicht mehr aus, selbst das, was nur dem eigenen Beruf zugeordnet ist, zu lesen. Das schlechte Gewissen, \u00fcber dieses oder jenes nicht gen\u00fcgend informiert zu sein, wird dr\u00e4ngender. Das Nichtinformiertsein wird bereits zur Waffe unter den Menschen: Gleichzeitig muss aber das Ged\u00e4chtnis bestimmte Inhalte verdr\u00e4ngen, um neue aufnehmen zu k\u00f6nnen. Immunit\u00e4t gegen\u00fcber Information wird eines der Probleme sein, vor denen wir k\u00fcnftig stehen, und es bedarf nur des einfachen Hinweises, dass davon Verk\u00fcndigung und Zeugnis der Kirche nicht unber\u00fchrt bleiben.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"5\">\n<li>Auch an den Vorgang der Demokratisierung gilt es zu denken. Er geh\u00f6rt der Sache nach wohl, im Blick auf seine politischen Implikationen jedoch nur sehr gepr\u00fcft in die Kirche. Unter Demokratisierung verstehen wir, dass der Kreis der Mitverantwortlichen und Mitsprechenden gr\u00f6\u00dfer und eine Durchsichtigkeit und Kontrollierbarkeit aller wesentlichen Entscheidungen erreicht wird. Hand in Hand damit geht allerdings die l\u00e4ngst offenkundig gewordene Gefahr, dass jeder bei jedem mitredet und bei nichts verantwortlich zeichnet.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"6\">\n<li>Die Kontinente und ihre Bewohner r\u00fccken zusammen. Die undurchsichtige Verflochtenheit der politischen Sph\u00e4ren, Nachrichtengebung, Technik und Verkehr f\u00fchren dazu, dass jede lokale Unruhe potenziell zur Weltunruhe werden kann. Es ist infolgedessen damit zu rechnen, dass der Erdball und unser eigenes Land in absehbarer Zeit nicht mehr zur Ruhe kommen. Geistige Str\u00f6mungen und popularisierte philosophisch-weltanschauliche Str\u00f6mungen werden durch die genannten Kan\u00e4le die Menschen wie Seuchen ergreifen und sie zu Millionen hinnehmen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"7\">\n<li>Dies alles wird dazu f\u00fchren, dass sich der Menschen ausnahmslos eine noch nie gekannte Ratlosigkeit bem\u00e4chtigt. Die Probleme sozialer und individueller Art entwickeln sich so schnell, dass sich jeder Mensch an irgendeiner Stelle hoffnungslos antiquiert vorkommt. Er wird immer st\u00e4rker als einzelner und als Gruppe auf Rat und Hilfe angewiesen sein, um sich zurechtzufinden. Das wird weiterhin zu einer Bedeutungszunahme der Psychologie f\u00fchren. Wird sie die Ratlosigkeit des Menschen bew\u00e4ltigen helfen und erstatten oder zu einem Instrument raffinierter Manipulation sich entwickeln?<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesen wenigen Punkten sei, wenn auch nur in andeutender Weise, die Zeitlage beschrieben, die Gesamtsituation, die die Situation des christlichen Zeugnisses im einzelnen umschlie\u00dft. Es wird vermutlich eine Zeit der Kirche in der Minderheit und in der Diaspora mit neuem Sinn und neuen Segnungen sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>II. Versuch der Elementarisierung<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir machen in unserer Zeit die Erfahrung des abwesenden Gottes \u2026 In der Welt wird er nicht mehr gefunden. Der Mensch ist allein. Damit ist etwas geschehen, was es zuvor in der Geschichte nicht gab. In dem Augenblick, da der Mensch zum ersten Mal die ganze Erde als eine besitzt, wird er sich bewusst, dass er allein ist. Wie verh\u00e4lt sich der Mensch in der neuen Leere der Welt?\u201c (P. Sch\u00fctz, Parusia. GW 3, 27).<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Er verg\u00f6tzt die Dinge (Weltanschaulicher Materialismus). &#8211; Er strebt intensiv nach materiellen G\u00fctern und stellt sie im \u00dcberma\u00df, mehr als er braucht, her. Sie sollen ihm eine gesicherte Existenz in einer zwar nicht l\u00fcckenlos kontrollierbaren, aber radikal durchschaubaren und geheimnislosen Welt erm\u00f6glichen. Dadurch beherrschen sie ihn. Statt ihre Vielzahl zu verringern vielleicht wird er dazu gezwungen \u2013 sieht er in ihrem Nutzen f\u00fcr ihn selbst einen H\u00f6chstwert, ohne damit eine gemeinschaftserhaltende Ethik zu verbinden. Weithin wird auch alles Wirkliche, selbst auf den ersten Blick immateriell erscheinende Ereignisse, von materiellen Vorg\u00e4ngen abgeleitet. So kommt es zu einer Lebenshaltung, die das \u201eHaben\u201c und das Verf\u00fcgenk\u00f6nnen \u00fcber die Dinge \u00fcberbewertet, ja verg\u00f6tzt und das \u201eSein\u201c, die moralischen und spirituellen Gesichtspunkte verleugnet bzw. vergisst.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"2\">\n<li>Er glaubt an sich selbst (Psychologischer und soziologischer Narzissmus). Der in einer verglichen mit fr\u00fcheren Jahren &#8211; unerh\u00f6rten Weise befreite Mensch der westlichen Industriegesellschaft, der \u00fcberall hinreisen, sich \u00fcber alles informieren und sich \u201ealles\u201c leisten kann, f\u00fchlt sich gefangen, entt\u00e4uscht, \u201efrustriert\u201c. Er zieht sich in eine neu entdeckte Innerlichkeit und auf sich selbst zur\u00fcck, staatsverdrossen und antiinstitutionell, Theorien und Aktionen hinter sich lassend und doch zugleich zu blitzartig aufflammender Gewalt bereit. Es ist der Erfahrungshunger, der Hunger nach authentisch gelebtem Leben, der ihn aus einer rational und intellektualistisch sich gebenden Welt mit ihren Sachzw\u00e4ngen dahin treibt. Ist die Gestalt des Narziss, der \u00fcber eine noch unber\u00fchrte Quelle gebeugt sein Spiegelbild selbstverliebt betrachtet, ein Symbol, das den Massentypus am Ende des Jahrhunderts zureichend beschreibt? Hat er eine Entsprechung in der \u201e<em>bedienten Gemeinde<\/em>\u201c (der Pfarrer bedient, die Gemeinde verzehrt), in der \u201e<em>sprachlosen Gemeinde<\/em>\u201c (aktiv im Leben, sprachlos im Glauben) und in der \u201e<em>b\u00fcrgerlichen Gemeinde<\/em>\u201c (Einb\u00fcrgerung als einzige Pflicht, alles andere sind Anspr\u00fcche)?<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"3\">\n<li>Er verf\u00e4llt neuen Heilslehren (Religi\u00f6ser und ideologischer Pluralismus). \u2013 Neue Untersuchungen haben gezeigt: Die Preisgabe von Normen und Werten, und das damit verbundene Herausgehen aus geistigen Orientierungssystemen, seien sie politischer, weltanschaulicher oder kirchlicher Art, f\u00fchrten zu sichtlicher Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr neue religi\u00f6se und ideologische Heilslehren. Der Mensch kann ohne ein geistiges Zuhause nicht sein und ist auf die Suche nach Sinn angelegt. Verl\u00e4sst er das eine Haus, kann er ohne ein anderes nicht bleiben. Insbesondere sind es radikale Gesellschaftsutopien, amerikanisches Modeverhalten auch im Ethischen und fern\u00f6stliche Meditationspraktiken, die den in der Masse vereinsamten und mit sich und der Welt unzufriedenen Menschen anziehen und einfangen.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>III. Leitlinien f\u00fcr die kirchliche Planung<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leitlinien sind Markierungen zur Abgrenzung einer bestimmten Fahrbahn von einer anderen. Um Leitlinien f\u00fcr die kirchliche Planung zu gewinnen, m\u00fcssen die Herausforderungen in noch gr\u00f6\u00dferer Vereinfachung wiederholt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kirche wird herausgefordert:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>durch die Verfl\u00fcchtigung des Glaubens in einer rational erkl\u00e4rten Welt;<\/li>\n<li>durch die subjektive Meinung, die sich der objektiven Repr\u00e4sentanz von Glaubenswahrheiten entgegenstellt, vor allem, wenn diese nicht gemeindlich gest\u00fctzt sind;<\/li>\n<li>durch die Banalisierung des Religi\u00f6sen in leicht vermittelbare Praktiken.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Leitlinien, um diesen Herausforderungen zu begegnen, lauten dann:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die Kirche muss mit Konfrontation (Christliches Menschenbild, kirchliche Gesellschaftskritik und Bewahrung des Gottesdienstes als Gegen\u00fcber) und Evangelisation (Herausrufen aus distanzierter Kirchlichkeit und neuem Unglauben in verbindliche Christusgemeinschaft) arbeiten; eine nat\u00fcrliche, unaufdringliche und realit\u00e4tsbewusste Glaubenssprache finden, nicht bei Abgrenzungen stehen bleiben, sondern den Kontakt gerade mit den getrennten Gruppen suchen und mit Umgetriebenen sprechen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"2\">\n<li>Die Kirche muss, da die vorhandenen Gemeinden zum Zeugnis nicht ger\u00fcstet und von nur geringer missionarischer Kraft sind, christliche Kerngruppen oder Basisgemeinschaften bilden. In diesen Gemeinschaften erfolgt eine ausdr\u00fcckliche Hinwendung zu den Fundamenten des Glaubens, um sie mitten in der Welt zu leben und werbend zu vertreten.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 80px;\">Ihre Bestimmungen sind im Einzelnen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 80px;\">a) Glaubenswachstum durch neues Lesen der Bibel und gemeinsames Gebet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 80px;\">b) Entstehung und F\u00f6rderung von Gemeinschaft in der Kirchengemeinde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 80px;\">c) Erneuerung der Sendung und christlicher Praxis im weltlichen Leben.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"3\">\n<li>Die Kirche muss sich, da ein Christentum, das nur Gedanke oder Gef\u00fchl ist, der Wind verweht, um einen gestalteten Glauben bem\u00fchen. Nur Gestalt kann mit Gestaltetem, kann mit Dingen und Verhaltensweisen konkurrieren. Dieser Gestaltglaube oder die neue Praxis sind auf Gott und auf die Menschen gerichtete Werke des Glaubens; Gott gegen\u00fcber als H\u00f6ren, Beten und Zusammensein; den Menschen gegen\u00fcber als Bekennen und als auf den Feldern des Privaten, Beruflichen, \u00d6ffentlichen und Politischen geschehendes Tun des Rechten, das seine Richtung und sein Recht aus der unabl\u00e4ssigen Begegnung mit der Bibel in der Gemeinde findet.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was die Kirche der Erfahrung des abwesenden Gottes entgegenzusetzen und dem Menschen in seiner kosmischen Vereinsamung zu geben hat, ist eine Anwesenheit, die in der urchristlichen Predigt den Namen \u201eParusia\u201c empfing. \u201eEs ist eine dynamische Gr\u00f6\u00dfe, ein Anwesen, das ankommt, von vorne her, eine Zukunft, die Gegenwart ist und dennoch Zukunft bleibt\u201c (Paul Sch\u00fctz). Christus liegt vor uns. Er kommt auf uns zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus: Landau, Rudolf \/ Seitz, Manfred (Hg.): Theologie f\u00fcr die Kirche. Beitr\u00e4ge zum christlichen Glauben, Leben und Handeln, Stuttgart: Calwer Verlag 2003, S. 74\u201377. Einige Grundgedanken zur Einsch\u00e4tzung der Lage \u201e\u2026 \u201a auf die hin die kirchliche Arbeit in den n\u00e4chsten Jahren entworfen werden muss. 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