{"id":19010,"date":"2022-06-24T14:37:00","date_gmt":"2022-06-24T12:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19010"},"modified":"2022-06-24T14:38:23","modified_gmt":"2022-06-24T12:38:23","slug":"predigt-ueber-joh-118-wer-ist-gott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=19010","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Joh 1,18: Wer ist Gott?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es um Gott geht, dann ist es \u00fcberaus wichtig zu wissen, mit wem habe ich es denn auf der andren Seite zu tun. Ist Gott vertrauensw\u00fcrdig? Es geht ja nicht darum, wie er aussieht, sondern wer tritt mir hier gegen\u00fcber? Gott wird uns in der Bibel mit drei Namen vorgestellt: Der Jesusname, der Tr\u00f6stername (Heiliger Geist) und der Vatername. Und gerade mit dem Vaternamen, wollen wir uns heute n\u00e4her besch\u00e4ftigen. Der Predigttext steht in Joh. 1,18: &#8222;Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Scho\u00df ist, der hat ihn uns verk\u00fcndigt.&#8220;<!--more--><strong><em><br \/>\n<\/em><br \/>\n1. Unsere Vater-Erinnerungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vater gleicht heute eher einem Schreckgespenst, einem blinden Fleck, er ist der T\u00f6lpel, der Narr, der allenfalls Mitleid erregt, aber keine Bewunderung oder Vertrauen verdient. Schulb\u00fccher spiegeln \u00fcbrigens dieses negative Bild von einem Vater wieder. Die moderne Literatur ersetzt den Begriff Vater h\u00e4ufig mit Erzeuger und gipfelt nicht selten in blindem Hass gegen alles was Vater hei\u00dft, bis \u00fcber den Tod hinaus. Vgl. Peter H\u00e4rtling (Buch &#8218;Die V\u00e4ter&#8216;). Er schreibt dort: \u201eSeit \u00fcber 30 Jahren tot, verdirbt er mir immer noch mein Leben!\u201c Furchtbar ist das! Hass, Emp\u00f6rung, Auflehnung, Bitterkeit. Der Vater scheint nicht nur \u00fcberfl\u00fcssig, sondern ein Hindernis auf dem Weg zur freien Entfaltung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Seelsorge: Gl\u00e4ubiger Mensch hatte Schwierigkeiten beim \u201aVater unser\u2018. Er konnte den Namen \u201aVater\u2018 (Unser Vater im Himmel) nicht aussprechen, weil er st\u00e4ndig dann seinen eigenen Vater vor Augen hatte. Es krampfte sich dabei alles in ihm zusammen. Solche Verbitterung war in ihm, dass er dann nicht mehr beten konnte. Ehe und Familie sind heute mehr denn je im Schussfeld und ist frontalen Angriffen ausgesetzt: Medien, Literatur, Parteien, New Age,\u2026 Die Keimzelle von Staat, Kirche und Gesellschaft wird langsam zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Vaterbild ist heute vielfach zerst\u00f6rt. Es gibt heute ja viele verzerrte Vaterbilder und viele wissen gar nicht mehr, was ein Vater wirklich ist.\u00a0 Bei einer Begegnung mit einem Leitungsmitglied einer Bremer Schule sagte mir dieser: Es w\u00e4ren in seiner Schule h\u00f6chstens in den Klassen noch jeweils 2-3 intakte Familien. Das soll nicht hei\u00dfen, dass es auch heute nicht noch intakte und gute Familienstrukturen gibt. Aber bei einer Scheidungsrate von 40% und mehr haben wir vorgezeichnet, was f\u00fcr Auswirkungen dies mit sich bringen wird f\u00fcr unsere Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtig: Das Bild, was wir von unserem Vater haben, projizieren wir automatisch auch auf Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heutige Vaterbilder:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Vielleicht war da ein autorit\u00e4rer Vater unter dem man gelitten hat, dort wo nur alles im scharfen Befehlston ablief. Jede Kleinigkeit wurde gema\u00dfregelt, aggressiv, lieblos, entw\u00fcrdigend. Dann kommt einem Gott wie ein b\u00f6ser Hausmeister vor,&#8230;<\/li>\n<li>Vielleicht hatte aber dein Vater gar kein Format, die Mutter sprach vielleicht nur abwertend und geringsch\u00e4tzig: &#8218;Armes W\u00fcrstchen&#8216;. Ja dann reden die Kinder auch schnell so und er kann ihnen keine Orientierung geben.<br \/>\nGott wird dann gering geachtet: &#8218;Der kann ja sowieso nichts&#8216;.<\/li>\n<li>Vielleicht leidet jemand unter dem Albtraum der sexuellen Verf\u00fchrung seines Vaters. Furchtbar, Hass, Verbitterung bleiben, unf\u00e4hig Beziehungen einzugehen&#8230;Der abwesende Vater.<\/li>\n<li>Vielleicht hast Du von deinem Vater aber immer nur das eine kleine S\u00e4tzchen geh\u00f6rt: &#8218;Lass mich in Ruhe!&#8216;. Apathisch, unbeteiligt, entzieht er sich der Familie (Bsp. 8 Jahre in der Familie nicht geredet)<br \/>\nDa braucht man sich nicht zu wundern, wenn man denkt: &#8218;Gott k\u00fcmmert sich nicht um mich, dem bin ich egal!&#8216;<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entwicklungspsychologie hat uns gezeigt, wie wichtig der m\u00e4nnliche Gegen\u00fcber f\u00fcr die Entwicklung eines Kindes ist. Ohne Vater, ohne wirklich erlebten und geliebten Vater, erleben Kinder zentrale Defizite, die manchmal nur schwer auszugleichen sind. Vater als Tor zur Welt, Vater als Dritter; Vater als Wertevermittler; Vater als Geschlechtsrollenvorbild (Jungen + M\u00e4dchen); Ersatzv\u00e4ter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon auf Erden ist der Vater der k\u00f6stlichste Name. Das Gr\u00f6\u00dfte, was in menschlichen Verh\u00e4ltnissen ein Mensch nach Gottes Ordnung sein kann, ist Vater. Darum auch nennen sich Staatsoberh\u00e4upter, wenn sie geehrt sein wollen, V\u00e4ter des Volks. Darum hei\u00dfen wir die Gestalten im grauen Altertume, die uns die Bibel zeigt: Erzv\u00e4ter. Und wir sehen, dass Abraham, der Freund Gottes, ja \u201eVater vieler V\u00f6lker\u201c hie\u00df. Ja, gehen wir in unser eignes Leben zur\u00fcck, so bemerken wir, dass unser ganzes Sprechen mit diesem Worte anf\u00e4ngt, dass das Wort \u201ePapa\u201c oder, was ja im Wesen dasselbe sagen will, \u201eMama,\u201c das erste Wort eines Kleinkindes ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus zeigt uns den Vater! Von dieser Warte aus wollen wir uns ein St\u00fcck weit zeigen lassen, wie Gott wirklich ist und wie wir uns ihm anvertrauen k\u00f6nnen. Hier liegt der eigentliche Schl\u00fcssel zu jeder tiefgreifenden Erneuerung im Verh\u00e4ltnis der Generationen.<\/p>\n<p><strong>2. Jesu Vater-Darstellung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits in der Bergpredigt lehrt Jesus seine J\u00fcnger, wie sie Gott anreden sollen: \u201eVater unser im Himmel.\u201c Das ist nun der Name, den Jesus Gott belegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Joh. 1,18: Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Scho\u00df ist, der hat ihn uns verk\u00fcndigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen es in vielen Bibelstellen, welchen Stellenwert seine Beziehung zu seinem himmlischen Vater hat:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon als zw\u00f6lfj\u00e4hriger Knabe im Tempel sprach Er zu seiner irdischen Mutter: \u201eMuss ich nicht sein in dem, das meines Vaters ist?\u201c (Luk. 2,49)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend seines Erdenlebens ist sein Leben gekennzeichnet davon den Willen seines Vaters zu tun: \u201eDer Vater l\u00e4sst mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gef\u00e4llt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vater hat ihm alles anvertraut: \u201eDer Vater hat den Sohn lieb, und hat ihm alles in seine Hand gegeben. Der Sohn kann nichts von ihm selber tun, denn was er siehet den Vater tun.\u201c (Joh. 3,35)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den schwersten Stunden seines Lebens, unter vielen K\u00e4mpfen in Gethsemane seufzte Er: \u201eMein Vater, ists m\u00f6glich, so gehe dieser Kelch von mir, doch nicht, wie ich will, sondern wie Du willst. (Matth. 26,39) Zuletzt war sein erstes Wort am Kreuz: \u201eVater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun\u201c (Luk. 23,34) und sein letztes: \u201eVater, in Deine H\u00e4nde befehle ich meinen Geist\u201c (Luk. 23,46)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und jetzt fragt Philippus Jesus: Zeige uns den Vater!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1 Ich habe deinen Namen den Menschen kundgetan! (Joh. 17,6)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er meint den gro\u00dfen Vater Namen Gottes. Jesus sprach zu Juden, die den Vaternamen eigentlich ja noch nicht kannten. Sie kannten den Heiligen Gott, den gerechten Gott, Jesus macht uns den Vaternamen kund. Warum?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil er gekommen war um uns den Weg zum Vater freizumachen: Ich bin die T\u00fcr, der Weg zu Gott (Joh. 10,10, 14,6). Nach der Auferstehung sagt er: Ich fahre auf zu meinem und zu eurem Vater. Den Vater des Herrn Jesus d\u00fcrfen wir uns einmal so richtig vor Augen stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2 Der Vater selbst hat euch lieb (Joh. 16,26.27)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ein richtiger Geburtstagstext: Der Vater selbst hat euch lieb! Das sagt Jesus zu seinen J\u00fcngern. Kann das jeder von uns sagen, dass wir Gottes Kinder sind? Von Natur sind wir es nicht. Wir werden es durch Zeugung und Wiedergeburt (vgl. Joh. 1,12). Jesus sagt: Ihr m\u00fcsst wiedergeboren werden! Nicht \u201eihr k\u00f6nnt\u201c oder \u201evielleicht.\u201c Ich muss Jesus in mein Herz aufnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Niemand kann dir die Gotteskindschaft verweigern. Dann gilt aber: Der Vater selbst hat euch lieb. Das ist eine Therapie gegen alle Minderwertigkeitskomplexe hierzu geh\u00f6rt auch Jes. 43,4 Der Vater selbst hat euch lieb. In der Seelsorge erlebt man oft eine Scheu sein Leben ganz an Jesus auszuliefern. Man ist lieber vorsichtig. Aber was steht dahinter? Misstrauen. Es k\u00f6nnte ja sein?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man meint man w\u00fcsste es besser als Gott und glaubt nicht an die absolute vollkommene Liebe. Mein Gott hat mich lieb und in seinem Planen (Beruf, Partner) liegt immer das allerbeste. Vertrauen wir doch dem rechten Vater. Und wenn es etwas Besseres g\u00e4be als diesen Weg, den du gehst, dann h\u00e4tte er einen anderen gew\u00e4hlt. Dies l\u00e4sst uns v\u00f6llig vertrauen und mich ganz ihm hingeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3 Mein Vater ist gr\u00f6\u00dfer als alles: (Joh. 10,29f)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vater und ich sind eins, niemand kann euch aus meiner Hand rei\u00dfen. Joh. 10,29f der Vater ist gr\u00f6\u00dfer als alles<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; ewige Geborgenheit<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; das ist eine wunderbare Therapie gegen alle Schwierigkeiten in mir und um mich herum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich solch ein Vater habe, was soll mir dann noch Schaden? Warum sind die Berge, Schwierigkeiten oft so gro\u00df? Wir verlieren den Vater aus den Augen. Und selbst da gibt es dieses Wort zu sagen Lukas 15,18: Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schwierigkeiten, mit den Dingen, die st\u00e4rker sind als wir selber. Da ist einer, der gr\u00f6\u00dfer ist als alles, n\u00e4mlich mein Vater. Und dieser Vater hat gesagt, es ist alles bereit. Er hat das, was du in deiner Not und Machtlosigkeit n\u00f6tig hast, ich will alles Erdr\u00fcckende nehmen und es an sein Herz legen. Hier hast du meine&#8230; Nun wird Er mit dem fertig werden. Dann werden wir wie der verlorene Sohn Erfahrungen mit dem Vater machen. Ich will mich aufmachen lohnt sich jedes Mal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die Therapie gegen alle Schwierigkeiten in mir und um mir um mich herum. Wie geborgen k\u00f6nnen wir sein bei solch einem Vater.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.4 Der Vater wei\u00df was ihr braucht, ehe ihr ihn bittet. (Mt. 6,8)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Augustinus: das menschliche Herz kommt nicht zur Ruhe bis ist die Ruhe in Gott findet. Diesen Vers haben wir 2x im Mt-Ev: Der Vater wei\u00df was ihr bed\u00fcrfte ehe ihr ihn bittet. Das ist eine Therapie gegen Sorgen. Der Vater wei\u00df, was du an Kraft brauchst. Ich will mich aufmachen und komme mit meinen Sorgen zu dir Vater. Komm mit den Sorgen, der Kraftlosigkeit, der Zukunftsangst, um den Arbeitsplatz. Es gibt so viele Sorgen, die wir uns selbst machen. Welche Krankheit kann ich kriegen, u.s.w. Der Vater wei\u00df was ich brauche. Das geht auch noch in eine andere Richtung n\u00e4mlich in die Richtung der Erziehung. Mein Vater ist auch der beste P\u00e4dagoge, er ist irgend welche p\u00e4dagogischen Richtungen gab. Er wei\u00df, wann er mir Verzicht, Leid auflegen muss, zu meinem Heil, dass ich aufwache f\u00fcr die ewigen Dinge. Der Vater wei\u00df was ich brauche, wo ich einen Menschen brauche, oder er mich eine Weile von einem Menschen trennen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hebr\u00e4er 12 darf bei der Vaterschaft nicht vergessen werden. Wer seinem Kind alles zul\u00e4sst, im alles laufen l\u00e4sst, der macht es zum Verbrecher und erzieht es nicht zum Leben. Das Leben legt Verzichte auf, ob wir es wollen oder nicht. Er ist der rechte Vater, zum rechten Augenblick das Richtige. G\u00e4be es etwas besseres dann h\u00e4tte er es ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.5 Er ist der Vater der Barmherzigkeit und allen Trostes (2. Kor. 1,3)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott hat immer Gedanken des Heiles \u00fcber uns. (Ein Freund mit 19 Jahren gestorben). Therapie gegen allen Schmerz dort will ich mir bei meinen Vater den Trost holen.<\/p>\n<p><strong>3. Meine Vater-Beziehung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wem gelten jetzt die ganzen Verhei\u00dfungen, die wir \u00fcber den Vater geh\u00f6rt haben? Sie gelten seinen Kindern. Luther sagt: \u201eGott will uns damit locken, dass wir glauben sollen, Er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, auf dass wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen, wie die lieben Kinder ihren lieben Vater!\u201c Versteht es nicht falsch, nur als Christen d\u00fcrfen und k\u00f6nnen wir Gott als \u201aVater\u2018 anreden! Wir sind zwar alle Gesch\u00f6pfe Gottes, das ist ohne Zweifel richtig, aber wir sind deswegen noch nicht alle Kinder Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4ren wir heute noch, was wir damals nach der Sch\u00f6pfung waren, vollkommen und rein: ja, dann k\u00f6nnten auch wir noch Gott unsern Vater nennen. Aber die S\u00fcnde hat das Band der Herzen zerrissen, die S\u00fcnde hat uns Gott entfremdet, und so k\u00f6nnen wir Gott nicht mehr mit dem vertrauten \u201eVater\u201c anreden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vater \u2013 Kind \u2013 Name deutet auf ein tieferes Verh\u00e4ltnis, auf die innigste Verwandtschaft des Wesens hin. In das Kindesrecht wieder eingesetzt, wird der Mensch erst wieder durch Jesus. \u201eGott hat uns verordnet zur Kindschaft gegen Ihn selbst durch Jesus Christus (Eph. 1,5)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Luther nennt es einen hohen Berg, \u00fcber den wir zuerst steigen m\u00fcssen. \u201eWie viel Ihn aber aufnahmen, denen gab Er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben.\u201c (Joh. 1,12.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bist du schon \u00fcber diesen Berg gestiegen? Hast Du dich aufgemacht aus den tiefen T\u00e4lern der S\u00fcnde und bist nach Golgatha zu der Gnadenh\u00f6he gekommen und hast wie der verlorene Sohn gesagt: \u201eVater! Ich habe ges\u00fcndigt gegen den Himmel und vor Dir!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er ist nur Vater seiner Kinder, die an Ihn glauben, Ihn suchen, Ihn lieben, an Ihm h\u00e4ngen, Ihm vertrauen, Ihm gehorchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDeshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herr Jesus Christus nach dem jede Vaterschaft im Himmel und auf Erden genannt wird.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pr\u00e4dikant Thomas Karker, Bremen, Predigt f\u00fcr den 26.6.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es um Gott geht, dann ist es \u00fcberaus wichtig zu wissen, mit wem habe ich es denn auf der andren Seite zu tun. Ist Gott vertrauensw\u00fcrdig? 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