{"id":1901,"date":"2009-01-12T08:37:05","date_gmt":"2009-01-12T06:37:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1901"},"modified":"2009-09-02T10:19:22","modified_gmt":"2009-09-02T08:19:22","slug":"bestandige-ehe-ist-und-bleibt-hauptgrundlage-fur-elternschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=1901","title":{"rendered":"Best\u00e4ndige Ehe ist und bleibt Hauptgrundlage f\u00fcr Elternschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Best\u00e4ndige Ehe ist und bleibt Hauptgrundlage f\u00fcr Elternschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Partnerschaftliche Lebensformen sind in den vergangenen Jahrzehnten vielf\u00e4ltiger geworden: Vor allem in der j\u00fcngeren Generation leben Paare nicht mehr nur in einer Ehe, sondern auch in nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften und Partnerschaften ohne gemeinsamen Haushalt (\u201eliving-apart-together\u201c) zusammen. Aus diesem Grund reicht der Familienstand allein als Kriterium f\u00fcr die famili\u00e4re Lebenslage von Frauen (und M\u00e4nnern) nicht mehr aus. F\u00fcr die Sonderauswertung des Mikrozensus \u201eGeburten in Deutschland? des Statistischen Bundesamts wurde deshalb sowohl nach dem Familienstand als auch nach dem Bestehen einer Partnerschaft gefragt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ergebnisse zeigen erneut, dass der Familienstand im Blick auf Kinder und Geburten wichtiger ist als nur eine Partnerschaft. Fast neun von zehn (86 Prozent) der verheirateten Frauen im Alter von 35-49 Jahren hatten mindestens ein Kind. Auch von den geschiedenen bzw. verwitweten Frauen in diesem Alter waren 83 Prozent M\u00fctter. Von den ledigen Frauen in diesem Alter waren dies nur 34 Prozent. Betrachtet man Partnerschaften an sich unabh\u00e4ngig von der offiziellen Bindung, sind die Unterschiede geringer: Hier haben 80 Prozent der Frauen mit Partner im Alter zwischen 35 und 49 Jahren Kinder. Aber nur 57 Prozent der Frauen, die aktuell keinen Partner haben, sind M\u00fctter (1). Mehr als zwei Drittel dieser M\u00fctter ohne Partner sind geschieden, verwitwet oder leben getrennt (2). Insgesamt haben gut neunzig Prozent der M\u00fctter in Deutschland einmal eine Ehe geschlossen. In der Regel sind diese Ehen auch dauerhaft: Mindestens 75 Prozent aller M\u00fctter leben in einer bestehenden Ehe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Anteil der ledigen M\u00fctter ist auch in den j\u00fcngeren Altersgruppen eher gering: Unter den 30- bis 49-J\u00e4hrigen M\u00fcttern liegt er bei acht Prozent. Der vom Statistischen Bundesamt ver\u00f6ffentlichte Bericht \u201eGeburten und Kinderlosigkeit in Deutschland\u201c stellt fest, \u201eda\u00df die meisten Frauen in Deutschland in traditionellen Familienverh\u00e4ltnissen leben\u201c (3). Zwar bleiben zunehmend mehr Frauen und M\u00e4nner ledig (und kinderlos). Aus der Sicht derjenigen, die sich f\u00fcr Kinder entscheiden, hat die Ehe aber, so der Familiensoziologe Hans Bertram in einem Gutachten f\u00fcr das Bundesfamilienministerium, noch eine \u201e\u00fcberragende Bedeutung\u201c (4). In der Tat: Wie die amtliche Statistik zeigt, gr\u00fcnden mehr als 80 Prozent aller Familien mit zwei und sogar etwa 85 Prozent aller Familien mit drei und mehr Kindern in Deutschland auf eine Ehe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Anteil nicht-ehelicher Lebensgemeinschaften an den Familien mit mehreren Kindern liegt unter f\u00fcnf Prozent. Etwas gr\u00f6\u00dfer ist der Anteil der Alleinerziehenden mit 11-15 Prozent. Einen deutlich gr\u00f6\u00dferen Anteil von fast 29 Prozent haben die Alleinerziehenden dagegen an den Familien mit einem Kind. Die meisten Alleinerziehenden sind geschieden oder leben verheiratet getrennt, haben also einmal eine Ehe geschlossen (5). Die amtliche Statistik zeigt: Eheschlie\u00dfung und Elternschaft sind in Deutschland eng miteinander verbunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(1) Vgl.: Statistisches Bundesamt: Geburten und Kinderlosigkeit in Deutschland, Bericht \u00fcber die Sondererhebung 2006, \u201eGeburten in Deutschland?, Wiesbaden 2006, S. 59-60.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(2) Ebd., S. 26.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(3) Ebd., S. 25.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(4) Hans Bertram: Die Mehrkinderfamilie in Deutschland. Zur demographischen Bedeutung der Familie mit drei und mehr Kindern und ihrer \u00f6konomischen Situation. Expertise f\u00fcr das Kompetenzzentrum f\u00fcr familienbezogene Leistungen im Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend, S. 46.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(5) Vgl.: Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Alleinerziehende in Deutschland, Potenziale, Lebenssituationen und Unterst\u00fctzungsbedarfe, Monitor Familienforschung, Ausgabe 15, Jahrgang 2008, S. 6.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Best\u00e4ndige Ehe ist und bleibt Hauptgrundlage f\u00fcr Elternschaft Partnerschaftliche Lebensformen sind in den vergangenen Jahrzehnten vielf\u00e4ltiger geworden: Vor allem in der j\u00fcngeren Generation leben Paare nicht mehr nur in einer Ehe, sondern auch in nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften und Partnerschaften ohne gemeinsamen Haushalt (\u201eliving-apart-together\u201c) zusammen. 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