{"id":18993,"date":"2022-06-17T16:52:47","date_gmt":"2022-06-17T14:52:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18993"},"modified":"2022-06-17T16:52:47","modified_gmt":"2022-06-17T14:52:47","slug":"predigt-ueber-1-koenige-171-16-das-wort-des-herrn-drei-botschaften-an-das-volk-gottes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18993","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber 1 K\u00f6nige 17,1-16: Das Wort des Herrn &#8211; Drei Botschaften an das Volk Gottes"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn. 2 Da kam das Wort des HERRN zu ihm: 3 Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der zum Jordan flie\u00dft. 4 Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen. 5 Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan flie\u00dft. 6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7 Und es geschah nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande. 8 Da kam das Wort des HERRN zu ihm: 9 Mach dich auf und geh nach Sarepta, das zu Sidon geh\u00f6rt, und bleibe dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich versorge. 10 Und er machte sich auf und ging nach Sarepta. Und als er an das Tor der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gef\u00e4\u00df, dass ich trinke! 11 Und als sie hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brot mit! 12 Sie sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Ich habe nichts Gebackenes, nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig \u00d6l im Krug. Und siehe, ich habe ein Scheit Holz oder zwei aufgelesen und gehe heim und will&#8217;s mir und meinem Sohn zubereiten, dass wir essen \u2013 und sterben. 13 Elia sprach zu ihr: F\u00fcrchte dich nicht! Geh hin und mach&#8217;s, wie du gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe mir&#8217;s heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas backen. 14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem \u00d6lkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden. 15 Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er a\u00df und sie auch und ihr Sohn Tag um Tag. 16 Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem \u00d6lkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch Elia. (1 K\u00f6nige 17,1-16)<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">wir befinden uns im K\u00f6nigreich von Ahab, er regierte Nordisrael von 871 bis 852 vor Christus. Er lebte wie viele andere israelische K\u00f6nige in der S\u00fcnde Jerobeams, das hei\u00dft er lie\u00df im S\u00fcden und im Norden seines Reiches jeweils ein goldenes Kalb aufstellen, damit sollten die Menschen davon abgebracht werden, hin zu den von Gott angeordneten Festen und Gottesdiensten nach Jerusalem zu ziehen. Die Menschen sollten es leicht haben und in ihrer N\u00e4he anbeten k\u00f6nnen. Aber mit diesen menschgemachten G\u00f6tzenbildern vers\u00fcndigte sich Ahab gegen den lebendigen Gott und HErrn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ob diese S\u00fcnde nicht schon genug w\u00e4re, so nahm Ahab auch noch eine Frau aus fremdem Volk. Isebel, die Tochter des ph\u00f6nizischen K\u00f6nigs, diese hing dem Baals- und Ascherakult an. Sie war eine b\u00f6se G\u00f6tzendienerin, die ihren Mann immer wieder gegen Gott, den HErrn, aufstachelte. Im neutestamentlichen Buch der Offenbarung steht Isebel stellvertretend f\u00fcr die gottfeindliche Verf\u00fchrerin in der Kirche Jesu, so hei\u00dft es \u00fcber die Gemeinde in Thyatira (Offb2,20): <strong>Aber ich habe gegen dich, dass du Isebel duldest, diese Frau, die sagt, sie sei eine Prophetin, und lehrt und verf\u00fchrt meine Knechte, Hurerei zu treiben und G\u00f6tzenopfer zu essen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend dieser Regierungszeit von Ahab sandte Gott zwei vollm\u00e4chtige Propheten, wie sie Israel bis dahin noch nicht gesehen hatte: Elia und Elisa. F\u00fcr das Volk Israel ging es um den Entscheidungskampf: Jahwe oder Baal?!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zentrum dieses Entscheidungskampfes steht das \u201e<u>Wort des HErrn<\/u>\u201c. Allein in unserem Predigtabschnitt hei\u00dft es siebenmal \u201espricht der HErr\u201c bzw. \u201eWort des HErrn\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde,<br \/>\nin drei Abschnitten schauen wir uns dies genauer an:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Das \u201eWort des HErrn\u201c geschieht zur Gerichtsandrohung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elia wurde von Gott gesandt, damit Ahab und ganz Israel nochmals die Chance haben, Bu\u00dfe zu tun und umzukehren zu dem lebendigen Gott. Nur so k\u00f6nnen sie dem gerechten Strafhandeln Gottes und ihrer v\u00f6lligen Vernichtung entgehen. Aber so weit sind wir hier noch nicht. Unser Abschnitt beginnt: <strong>Und es sprach Elia \u2026 zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Menschen damals haben noch verstanden, dass eine solch eintretende, lebensbedrohende D\u00fcrre nicht eine schicksalshafte Naturkatastrophe ist. Es l\u00e4sst den lebendigen Gott, den Sch\u00f6pfer Himmels und der Ehren, nicht kalt, wenn sein auserw\u00e4hltes Volk den Regen- und Fruchtbarkeitsgott Baal anbetet. Durch die D\u00fcrre sollten die Menschen erkennen, dass sie auf dem Holzweg sind, dass Fruchtbarkeit und Segen allein von Gott kommt. Deshalb ist die Gerichtsandrohung Gottes das Angebot seiner Gnade. Gott sucht in dieser Katastrophe sein Volk heim, um es wieder auf den rechten Weg zu bringen. Und wenn es auch die n\u00e4chsten Jahre \u00fcberhaupt nicht regnen sollte, so ist es doch noch immer besser, durch dieses Gericht Gottes zur Bu\u00dfe und Rettung zu gelangen, als ohne Gericht durch die eigene S\u00fcnde auf ewig verloren zu gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber was geht das uns an? Die meisten Menschen bei uns glauben nicht an Regen- und Wetterg\u00f6tter. Und doch hat auch der aufgekl\u00e4rte Mensch des 21. Jahrhunderts seine G\u00f6tzen. Und in seinem Individualismus und Pluralismus mehr als alle Generationen zuvor. Und er hat auch einen Oberg\u00f6tzen. Der moderne, humanistische Mensch hat l\u00e4ngst Gott, den HErrn, aus dem Zentrum ger\u00fcckt und sich selbst auf den Thron gesetzt. Der moderne, humanistische Mensch betet sich selbst an. Seine eigene Macht und Herrlichkeit, \u00fcber der nichts mehr steht. Seine Eigenst\u00e4ndigkeit und Selbstbestimmung \u00fcber der nichts mehr stehen darf. Seine Erkenntnis und seine Wissenschaft, wo von er alles abh\u00e4ngig macht und mit der er alles selbst zu schaffen glaubt. Sein eigenes Leben und seine eigene Gesundheit sind ihm zum G\u00f6tzen geworden, dem er alles unterordnet und opfert. Der Mensch lebt \u00fcber seinen Verh\u00e4ltnissen und in seiner \u00dcbersch\u00e4tzung und Selbstverliebtheit ist er blind und taub geworden f\u00fcr Gottes Reden und Handeln, gegen\u00fcber dem Sch\u00f6pfer Himmels und der Erden. Aber solange der Mensch in den Ereignissen dieser Welt &#8211; sei es D\u00fcrre, \u00dcberschwemmung oder Pandemie &#8211; und auch in den eigenen Lebensumst\u00e4nden nicht mehr Gottes Gerichtsandrohung vernehmen kann und will, solange wird er auch keine Bu\u00dfe tun und von seinem G\u00f6tzendienst umkehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><u>Wer das Wort des HErrn als Gerichtsandrohung und Bu\u00dfruf nicht mehr h\u00f6ren kann, der kann es auch als Wort der Gnade und des Heils nicht mehr empfangen<\/u>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Das \u201eWort des HErrn\u201c geschieht zur Versorgung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem Elia die Gerichtsandrohung verk\u00fcndet hatte, folgte die schwere Zeit. Da kam das \u201eWort des HErrn\u201c erneut zu ihm. Elia sollte weggehen und sich an einem kleinen Bach verbergen. Dort hatte er Wasser zum Trinken und Gott schickte Raben zu seiner Versorgung. Diese V\u00f6gel, die nicht nur bei Alfred Hitchcock, sondern auch in bestimmten Situationen sehr aggressiv sein k\u00f6nnen, diese Tiere bringen dem Elia nun Brot und Fleisch. Der HErr tut Wunder und versorgt die Seinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und als auch der Bach vertrocknete, geschah erneut das \u201eWort des HErrn\u201c und schickte den Elia nach Zarpat zu einer Witwe. Das ist doppelt au\u00dfergew\u00f6hnlich. Zarpat liegt im Feindesland, in der N\u00e4he von Sidon, dem Heimatort der Isebel. Elia wird also in die H\u00f6hle des L\u00f6wen geschickt. Die Lage zum Entscheidungskampf zwischen Jahwe und Baal spitzt sich also zu. Und nun beauftragt Gott ausgerechnet eine arme Witwe, die selbst nichts mehr hat und mit ihrem Sohn sterben will aus lauter Verzweiflung. Diese Witwe wird beauftragt, den Elia zu versorgen. Und wieder handelt Gott durch ein Wunder. Ihr Mehltopf und ihr \u00d6lkurg werden nicht leer. Es wird nichts mangeln, bis der HErr wieder regnen l\u00e4sst auf Erden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Glaube ist immer auch eine Herausforderung. Eine Herausforderung auf das \u201eWort des HErrn\u201c zu vertrauen. Es geht dabei nicht nur um die \u00dcbernahme eines bestimmten Glaubens<u>inhaltes<\/u>, wie zum Beispiel der 10 Gebote. Es geht auch um die Bereitschaft, sein Leben durch das \u201eWort des HErrn\u201c bestimmen zu lassen. Das bedarf einer Entscheidung. Das geht nicht ohne Risiko und ohne Einsatz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtig ist, dass wir Gottes Reden und Wirken wahrnehmen, auch in unserem pers\u00f6nlichen Leben. Dass wir uns entscheiden, diesem HErrn zu vertrauen. Elia macht das. Er vertraut sich dem lebendigen Vater im Himmel an. Er ist unterwegs im Auftrag des Herrn! Und Gott versorgt ihn! Gott versorgt die Seinen. Auch in den Katastrophen deines Lebens und dieser Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Das \u201eWort des HErrn\u201c geschieht als Zuspruch<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant ist aber nicht nur das Vertrauen des Elia in seinen HErrn, der ihn versorgt, zun\u00e4chst am K\u00f6nigshof, dann am Bach und dann im Feindesland. Gott bewahrt und versorgt auch die Witwe, eine Frau, die gar nicht zum Volk Israel geh\u00f6rt. So spricht sie in Vers 12 distanziert zu Elia: \u201e<strong>So wahr der HErr, <em><u>dein<\/u><\/em> Gott, lebt!<\/strong>\u201c Und dennoch vertraut diese Witwe dem Wort des Elia, der zu ihr spricht \u201e<strong>F\u00fcrchte dich nicht!<\/strong>\u201c Dieser Zuspruch geschieht oft, wenn ein Engel oder Bote Gottes unerwartet erscheint und das \u201eWort des HErrn\u201c auszurichten hat, so auch mehrfach in der Geburtsgeschichte Jesu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und auch f\u00fcr unser Gemeindegr\u00fcndungprojekt gilt dieser Zuspruch Jesu, aus Lukas 12,32: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.\u201c Entscheidend ist, dass wir auf das \u201eWort des Herrn\u201c vertrauen, dass wir alle immer wieder Bu\u00dfe tun und im Gebet alles bewegen und empfangen. Und dass wir nicht den f\u00fcr uns selbst leichten Weg w\u00e4hlen, sondern bereit sind, mit der Waffenr\u00fcstung Gottes (Eph. 6) standhaft zu sein, Anfechtungen zu begegnen und in Freude das Evangelium leben und verk\u00fcndigen. Ahab hat den Menschen weite Wege ersparen wollen, wir haben nun in der Gr\u00fcndungsphase uns f\u00fcr die zwei Gottesdienstort Kandel und Niederhorbach entschieden. H\u00fcten wir uns davon, nur den nahen, leichten Weg gehen zu wollen. Gottesdienst ist Opfer. Gott dient uns mit seinem Opfer von Golgatha, will uns Sonntag f\u00fcr Sonntag mit seinem Heil begegnen und uns st\u00e4rken. Gottesdienst ist aber auch unser Opfer. Wir opfern Christus unseren Dank f\u00fcr sein Heil. Wir opfern mit unserer Hingabe, mit unserer Zeit, unserer Kraft, unserem Geld und vielem anderen. Gemeinde zu gr\u00fcnden und zu leben ist mit Opfer und Kampf verbunden. Deshalb der Zuspruch Jesu: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Glaubensgeschwister,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch Gottes Zuspruch wird auch diese arme Witwe bewahrt, vor Hunger und Tod. Warum? Wodurch konnte das geschehen? Weil die Witwe nicht nur das Wort Gottes h\u00f6rte, sondern gehorchte und im Gehorsam handelte. In Vers 15 hei\u00dft es von ihr: <strong>Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gottes Wort, sein Zuspruch, seine Gnade sind da und gehen unserem Glauben immer voraus. Der Glaube des Menschen ist nicht die Bedingung f\u00fcr das Heilshandeln Gottes, sondern im Glauben verwirklicht es sich. Elia und die Witwe werden nicht bewahrt und versorgt, <em><u>weil<\/u><\/em> sie glauben, sondern <em><u>indem<\/u><\/em> sie glauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir k\u00f6nnen hier bei Elia und der Witwe viel f\u00fcr unser Leben lernen. Wir lernen, dass der Glaube nichts Aalglattes ist. Glaube l\u00e4uft nicht runter wie Ol. Glaube ist nichts Abgehobenes und kein Schweben auf Wolke 7. Glaube geschieht im H\u00f6ren auf das \u201eWort des HErrn\u201c und im Gehorsam darauf. Im Gehorsam ganz gleich, was geschieht. Und so ist Glaube immer wieder eine Herausforderung. Glaube durchlebt auch Verunsicherungen, sei es durch einen ausgetrockneten Bach oder durch den vor Hunger totgeweihten Sohn der Witwe, der ja eigentlich ihre Lebensversicherung ist. Glaube ist Vertrauen in Gott. Glaube muss sich den Lebensereignissen stellen und sich in dieser Welt bew\u00e4hren, auch um zu wachsen und zu reifen. Glaube f\u00fchrt durch mancherlei Anfechtungen. Aber der Glaube wei\u00df, <u>alles wird gut<\/u>. \u201eDenen, die Gott lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen\u201c, wie Paulus im R\u00f6merbrief schreibt (8,28).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Br\u00fcder und Schwestern,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">diesen Satz \u201ealles wird gut!\u201c, den d\u00fcrft ihr aber nur Menschen zusprechen, die in einer lebendigen Beziehung mit Christus sind. Warum? Weil dieser Zuspruch nur wahr ist in der Gnade unseres HErrn Jesus Christus, die \u00fcber das Gericht Gottes triumphiert. Und diesen Sieg der Gnade hat uns Christus errungen durch seinen Opfertod am Kreuz auf Golgatha. Dort hat er sein unschuldiges, reines Blut vergossen, um uns reinzuwaschen von unserer S\u00fcnde. Wer sein Leben auf Christi Blut und Gerechtigkeit baut, der lebt in der Gnade und nicht mehr unter dem Gericht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solange jemand aber noch ohne Christus lebt, lebt er unter dem Gericht. Vor diesem gerechten Gericht Gottes kann ohne das Blut Jesu kein Mensch bestehen, weil er ohne Vers\u00fchnung, ohne Vergebung dasteht. Deshalb ist der Satz \u201ealles wird gut\u201c f\u00fcr Menschen ohne Christus die gr\u00f6\u00dfte L\u00fcge. Dieser Satz mag sie zwar vielleicht psychologisch etwas tr\u00f6sten, aber geistlich betrachtet, im Hinblick auf Tod, J\u00fcngstes Gericht und die Ewigkeit ist er eine L\u00fcge, die den Menschen betr\u00fcgt. Diese L\u00fcge raubt ihm auch die Chance zur Umkehr, um sein Leben Jesus Christus anzuvertrauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u201eWort des HErrn\u201c geschieht:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Zur Gerichtsandrohung als Bu\u00dfruf<\/li>\n<li>Zur Versorgung in schwerer Zeit<\/li>\n<li>Als Zuspruch ruft es zum Gehorsam<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses \u201eWort des HErrn\u201c geschieht auch heute. Er spricht zu Dir! Er ruft auch Dich auf zu bekennen, was wir vorhin gesungen haben: \u201e<em>Das Blut Jesu l\u00e4sst mich gerecht vor dir stehn, es hat alle Schuld ges\u00fchnt. Die Gnade hat \u00fcber Gericht triumphiert, und nun bin ich frei in dir.<\/em>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenig sp\u00e4ter beim Entscheidungskampf auf dem Berg Karmel (1K\u00f6n18) trat Elia vor das Volk und sprach: <strong>Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist\u2019s aber Baal, so wandelt ihm nach.<\/strong> \u2013 \u201eWort des HErrn\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfr. Ulrich J. Hauck, Predigt 7. Sonntag nach Trinitatis, Prot. Kirche Niederhorbach, 18.07.2021<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn. 2 Da kam das Wort des HERRN zu ihm: 3 Geh weg von hier und wende dich nach [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":480,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18993"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/480"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18993"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18993\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18994,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18993\/revisions\/18994"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18993"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18993"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18993"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}