{"id":18877,"date":"2022-05-13T13:58:23","date_gmt":"2022-05-13T11:58:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18877"},"modified":"2022-05-13T13:58:54","modified_gmt":"2022-05-13T11:58:54","slug":"cantate-die-wichtigste-frage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18877","title":{"rendered":"Cantate: Die wichtigste Frage."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Lateiner kennt sich ja aus: Cantare hei\u00dft ja \u201asingen\u2018. Ein Gottesdienst, in dem flei\u00dfig gesungen wird ist ja etwas Feines. Ein richtiger Ohrenschmaus. Richtig, deswegen sind sie ja gekommen und heute morgen schon so fr\u00fch aufgestanden. Aber warum ist denn solch ein GD im Jahreskreis dem Singen gewidmet? Diese Frage ist wichtig, warum singen die Christen \u00fcberhaupt? Sie werden sagen: o, wenn es mir gut geht, dann tr\u00e4ller ich ein Liedchen, wenn ich vom Arzt eine gute Nachricht erhalten habe, dann posaune ich es aus, bin ich bei der n\u00e4chsten Tariferh\u00f6hung mit dabei, dann zwitschern die Alten wie die Jungen. Ja wenn uns allzu Gutes widerf\u00e4hrt, dann haben wir auch einen guten Grund zu singen und fr\u00f6hlich zu sein und Gott zu loben und zu danken.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber wieso singen die Christen? Da stirbt Jesus elendiglich am Kreuz; ist das ein Grund zum Singen? Wenn er wenigstens etwas auf dem Kerbholz gehabt h\u00e4tte, dann k\u00f6nnte man ein Jubellied anstimmen: Endlich ist Ruhe! Und jetzt ist Kantate in Philippi, nat\u00fcrlich nicht in einem alten Gotteshaus. Die Musikfreunde dieser r\u00f6mischen Kunstmetropole gehen dazu auch nicht in einen Konzertsaal der Bremer Glocke. Dieses Kantate findet im Gef\u00e4ngnis statt. Diese geistliche Musik schallt aus vergitterten Fenstern, durch Zelleng\u00e4nge und schwedische Gardinen. Kantate im Knast, so k\u00f6nnte eine \ufb02ott aufgemachte Zeitungs\u00fcberschrift lauten. Und weil diese Auff\u00fchrung in Philippi solchen Eindruck hinterlie\u00df, wurde sie immer wieder notvollen Situationen gesungen. Weil es so viel Gef\u00e4ngnisse gibt, in denen wir leben und leiden, deshalb tun wir gut daran, auf diese Kantate zu h\u00f6ren, was dieses Kantate f\u00fcr Auswirkungen hatte. Da wollen wir heute genau hinh\u00f6ren, was das auch mit unserer Predigtreihe zu tun hat.<\/p>\n<p><strong>1. Gefangen und doch frei!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte Ihnen einen Mann vorstellen, dem ein solcher Schreck gewaltig in die Knochen gefahren ist. Lukas berichtet von ihm in der Apostelgeschichte, in 16. Kapitel. Obwohl er einen anst\u00e4ndigen, einen ehrbaren Beruf hat. Niemand kann ihm einen fragw\u00fcrdigen Lebenswandel vorwerfen. Er ist Beamter im r\u00f6mischen Weltreich. Und das ist schon was. Er arbeitet als Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter, als Chef einer Justizvollzugsanstalt in Philippi. Seltsame Gefangene hat er in dieser Nacht. Er wei\u00df gar nicht so richtig, was ihnen vorgeworfen wird. Ein paar Leuten haben sie offensichtlich ihre dunklen Gesch\u00e4fte verdorben. Es ist zum Aufruhr gekommen, von Unruhestiftung war die Rede, davon, dass diese Leute Sitten einf\u00fchren wollten, von denen sich r\u00f6mische B\u00fcrger fernzuhalten h\u00e4tten. Die Beamten, die \u00fcber den Fall zu entscheiden hatten, haben sie auspeitschen lassen und sie dann ins Gef\u00e4ngnis gesteckt. In sein Gef\u00e4ngnis. Und dann haben sie ihm noch gesagt, er sei f\u00fcr sie verantwortlich. Er solle gef\u00e4lligst gut auf sie aufpassen. Irgend etwas stimme nicht mit diesen Leuten. (siehe Skizze unten: Gef\u00e4ngnis)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, irgend etwas stimmt nicht mit diesen Leuten. Er hat sie in die hinterste Zelle gesteckt, wo es dunkel, kalt und feucht ist, wo den meisten Gefangenen die Knie schlottern vor K\u00e4lte und Angst. Als Zugabe hat er ihre F\u00fc\u00dfe noch in den Holzblock geschlossen, so dass sie sich nicht mehr bewegen k\u00f6nnen. Und dann war die T\u00fcr zu!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gef\u00e4ngnis in Philippi ist es Nacht. L\u00e4ngst sind die Lichter gel\u00f6scht. Es geht auf Mitternacht zu. Da werden die H\u00e4ftlinge pl\u00f6tzlich geweckt. Wegen einem Ger\u00e4usch fahren sie aus dem Schlaf hoch und richten sich auf ihren Pritschen auf. Was war das f\u00fcr ein ungew\u00f6hnlicher Ton in diesem Zellenbau? Das Hallen der Schritte, das Drehen der Schl\u00fcssel, das Klirren der Ketten, das Knarren der T\u00fcren, das Br\u00fcllen der W\u00e4chter, das Klatschen der Peitschen, das St\u00f6hnen der \u00c4rmsten, das alles war ihnen wohl vertraut, aber was ist das? Singen von M\u00e4nnern? Das muss von drau\u00dfen kommen: feuchtfr\u00f6hliche Sp\u00e4theimkehrer von der Kneipe. Das muss von droben kommen: weinselige Aufpasser beim Kartenspiel. Nein! der Gesang kommt von drinnen. Ein Duett wird gesungen. Was f\u00fcr ein Wohlklang geht durch die R\u00e4ume. Ein Nachtkonzert erf\u00fcllt den Trakt. Auch wenn ihre Sperrsitze hinter abgesperrten T\u00fcren nicht die beste Akustik bieten, so tut ihnen dieses Lob Gottes wohl. Das Loblied hat immer st\u00e4rkenden Charakter. Der Lobgesang hat immer einen tr\u00f6stenden Aspekt. Der Lobpreis ist die Arznei f\u00fcr die kranke Seele. Bei Paulus und Silas ist das Gotteslob festgeschrieben. Nat\u00fcrlich schmerzt die Behandlung durch den Mob auf der Stra\u00dfe; ihre R\u00fccken waren eine einzige Wunde. Nat\u00fcrlich dr\u00fcckt die versch\u00e4rfte Haft im Bunker; ihre F\u00fc\u00dfe waren schmerzhaft gep\ufb02ockt. Aber weil die beiden Apostel sich jetzt nicht nach vorne oder hinten, sondern nur nach oben orientieren, sind sie des Lobes voll.<\/p>\n<p><strong>2. Frei und doch verloren!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er kann schlecht schlafen in dieser Nacht, unser Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter. Irgendwie ahnt er, dass etwas passieren wird. Er war ja von der harten Sorte als pensionierter Soldat. Pl\u00f6tzlich ein gewaltiges Erdbeben. Balken bersten, Steine brechen, T\u00fcren krachen auf. Sofort ist er aus dem Bett. Er wei\u00df: \u201eWenn die Gefangenen weg sind, dann geht es mir dreckig. Ich bin f\u00fcr die Gefangenen verantwortlich. Wenn sie fliehen sitz ich selber da, wohin ich meine Delinquenten gesteckt habe.\u201c Und seine dunkelsten Ahnungen werden best\u00e4tigt. Die T\u00fcren sind alle offen. Da gibt es nur eins: Er nimmt sein Schwert und will sich t\u00f6ten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da h\u00f6rt er pl\u00f6tzlich die Stimme eines seiner Gefangenen, der mit klarer Stimme ruft: \u201eTu dir nichts an, wir sind noch alle hier.\u201c Das gibt es doch nicht, das kann es doch nicht wahr sein. Welcher Gefangene w\u00fcrde nicht fliehen, wenn er die Gelegenheit dazu h\u00e4tte? Das m\u00fcssen Wesen aus einer anderen Welt sein. Jetzt ihn packt das schiere Entsetzen.\u00a0 Der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter f\u00e4llt zitternd auf seine Knie. Und er fragt: \u201eWas muss ich tun, um gerettet zu werden?\u201c (Skizze: 3 M\u00e4nner) Eine seltsame Frage in dieser Situation. Rettung hatten doch die anderen n\u00f6tig, seine Gefangenen. Paulus und Silas. Und nicht er, der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter. Die hatten Schlimmes zu erwarten, er doch nicht. Es war doch alles gut geworden. Keiner der Gefangenen war weg. Er musste keine Angst haben, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Und doch bricht diese seltsame Frage aus ihm heraus: \u201eWas muss ich tun, um gerettet zu werden?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich glaube, ihm war in einem Augenblick klargeworden: gefangen sind nicht meine Gefangenen, gefangen und verloren bin ich. Meine Gefangenen sind in Wirklichkeit frei. Wer in der hintersten Zelle, eingesperrt in den Block, singen kann, wer Gott loben und preisen kann, der muss frei sein, unendlich frei. Und wer zitternd ein Gef\u00e4ngnis zu bewachen hat, wer Angst haben muss vor Erdbeben und Vorgesetzten, der ist in Wirklichkeit gefangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was muss ich tun, um gerettet zu werden, um frei zu werden, um genauso frei zu werden wie ihr? Denn ihr, ihr seid doch im Grunde viel besser dran als ich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was muss ich tun um gerettet zu werden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn jemand einen b\u00f6sen Autounfall erlebt, fragt er genauso. Was muss ich tun um gerettet zu werden? Dann aber nichts wie ins Krankenhaus, da flicken sie dich wieder zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn jemand am Ertrinken ist, fragt er nicht mehr, was muss ich tun, dass ich gerettet werde, das fragen f\u00fcr ihn andere und werfen den Rettungsring.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der fr\u00fchere Evangelist Julius Dammann sagte einmal: \u201eIch f\u00fcrchte kein Wort in der Bibel so, wie das Wort ,verloren\u2018.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter wusste: \u201eIch bin verloren,\u201c und jetzt fordert Gott Rechenschaft und ich kann nicht auf eins antworten. Da kann ich noch so eine wei\u00dfe Weste haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr viele ist Gott doch so etwas wie ein \u00fcberirdischer Punktesammler, der vielleicht zu Weihnachten mahnende Briefe verschickt, etwa so: \u201ePunktekonto ist unterschritten. Im letzten Jahr hat es leider nicht gereicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott ist Einer, vor dem man sich zu h\u00fcten hat. Einer, der meilenweit \u00fcber einem steht. Einer, mit dem man besser nicht allzu viel zu tun bekommt, bei dem man nur den K\u00fcrzeren ziehen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist Gott aber so? Ist Gott so etwas wie ein \u00fcberirdischer Punktesammler der peinlich genau darauf achtet, dass wir auch ja genug Umsatz bringen? Ist Gott einer, vor dem man sich im Grunde h\u00fcten muss? Zun\u00e4chst einmal: Ja! Denn wenn man es genau nimmt, und Gott nimmt es genau, dann gen\u00fcgen unsere Leistungen nie und nimmer seinen Erwartungen. Die Diagnose, die Paulus im R\u00f6merbrief stellt, gilt doch bis heute: \u201eDa ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. . .\u00a0 da ist keiner, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer . . . sie sind allesamt S\u00fcnder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Luther sagt im kleinen Katechismus: ich bin ein verlorener und verdammter Mensch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum? Seit Adam und Eva autonom sein wollten, ohne Gott leben wollten, sind wir wie sie auf dem highway to hell, auf der Autobahn in die H\u00f6lle. (Skizze: Minuszeichen)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bsp. Du willst mit dem Zug nach Stuttgart, steigst aber in den Zug nach Hamburg. Du kannst die tolle Gegend bestaunen, wirst aber nie am Ziel ankommen. Seit dem S\u00fcndenfall sitzen wir im falschen Zug und sind jenseits von Eden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer sich Gottes Wort aussetzt, merkt, das der S\u00fcndenfall Trennung von Gott bewirkt, der kann sich nicht mehr edel, hilfreich und gut vorkommen, der sp\u00fcrt etwas von dem, was Karl Barth den \u201eunendlichen qualitativen Unterschied\u201c zwischen Gott und Menschen genannt hat. Der entdeckt: Meine Leistungen gen\u00fcgen ja nie und nimmer seinen Erwartungen. Das f\u00e4ngt ja schon beim ersten Gebot an: \u201eIch bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen G\u00f6tter neben mir haben.\u201c Was sind denn G\u00f6tter? Martin Luther sagt: \u201eWoran du dein Herz h\u00e4ngst, das ist dein Gott.\u201c Und da f\u00e4llt mir doch unendlich vieles ein. Vieles, woran ich mein Herz h\u00e4nge, vieles, was ich festhalten m\u00f6chte mit aller Kraft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bibel gibt diesem unendlichen qualitativen Unterschied einen Namen, der nicht mehr allzu popul\u00e4r ist heute: S\u00fcnde. Wir zwei passen nicht zusammen, du heiliger und gerechter Gott und ich erb\u00e4rmlicher, erbarmungsw\u00fcrdiger Mensch, ewig verloren. Dein Anspruch und meine Leistung, das passt nicht zusammen. Kaufleute w\u00fcrden heute sagen: \u201eDas rechnet sich nicht.\u201c Verloren, ewig verloren.<\/p>\n<p><strong>3. Verloren und doch gerettet.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wei\u00df nicht, welche Antwort der Kerkermeister erwartet hat in dieser Situation. Die Antwort jedenfalls, die Paulus und Silas ihm geben, muss ihn noch mehr verwirrt haben: \u201eGlaube an den Herrn Jesus, so wirst du und deine Angeh\u00f6rigen gerettet.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist aber jetzt \u201aGlaube\u2018?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um das zu erkl\u00e4ren, habe ich hier mal ein chin. Schriftzeichen. Daran m\u00f6chte ich ihnen etwas erkl\u00e4ren. Die chin. Schriftzeichen sind vielfach aus mehreren Elementen zusammengef\u00fcgt und ergeben so den Sinn. (Skizze: Chin. Zeichen)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir fangen einmal mit diesen 3 Strichlein hier an. Der untere Strich ist die Erde, ist ja klar, auf ihr stehen wir ja. Der obere, das ist der Himmel da oben und etwas was dazwischen ist, etwas was zwischen Himmel und Erde ist, das sind schlicht und einfach Worte. Das was zwischen Himmel und Erde ist, das sind Worte und diese Worte, die kommen nat\u00fcrlich woher. Hierf\u00fcr haben wir hier unten dieses K\u00e4stchen. Die Worte, die kommen aus einem Mund. Und in diesem Fall kommen sie aus dem Munde eines eines anderen, also nicht aus dem eigenen. Worte die aus dem Munde eines anderen kommen, und mit diesen Worten aus dem Munde eines anderen, da geschieht etwas. Jetzt erlauben sie mir, dass ich ein bisschen aushole und aus dem Strich hier mal ein wenig etwas anderes mache. Da macht jemand mit den Worten aus dem Munde eines anderen etwas. Stellen sie sich vor dieses M\u00e4nnchen hier n\u00e4hme statt den Worten aus dem Munde eines anderen einen Stuhl, und der st\u00fctzt sich da drauf. Was meinen sie was passieren w\u00fcrde, wenn ich den Stuhl wegnehmen w\u00fcrde? Dann w\u00fcrde der gute Mann auf die Nase fallen. Der st\u00fctzt sich mit seinem ganzen Dasein auf diesen Stuhl; Glauben hei\u00dft nichts anderes, als sich mit allem was ich habe auf das Wort aus dem Munde Jesu zu st\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, gibt es denn so etwas? Da ist einer zutiefst entsetzt, weil er vielleicht zum ersten mal in seinem Leben sp\u00fcrt, wie unfrei, wie gefangen er ist, zutiefst entsetzt, weil er zum ersten mal mit der Welt Gottes konfrontiert wird. Da erwartet er nun vielleicht auf die Frage: Was muss ich tun! Die Antwort: Du musst noch mehr opfern! Aber Paulus sagt: Glaube an den Herrn Jesus und du wirst gerettet! Vielleicht hat er gedacht: Du musst Dich religi\u00f6s mehr ins Zeug legen, aber Paulus sagt: Glaube an den Herrn Jesus und du wirst gerettet! Vielleicht schaut er Paulus und Silas mit offenem Mund und geweiteten Augen an und wartet auf das, was jetzt noch kommt. Aber es kommt nichts mehr. Paulus hat gesagt: Glaube an den Herrn Jesus und du wirst gerettet!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, aber, soll das denn alles sein? So einfach ist das, sich retten zu lassen? (Skizze: +)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So einfach ist das, mit Gott ins Reine zu kommen? So einfach, weil es f\u00fcr Gott so schwer war. Gott hat es seinen Sohn gekostet. Jesus wurde ausgelacht, verspottet, geschlagen, angespuckt, angep\u00f6belt, gefoltert, ans Kreuz genagelt, starb einen grausamen Erstickungstod, damit das nun so einfach ist, mit Gott ins Reine zu kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kerkermeister hat nicht argumentiert: Ich hab doch gar nichts gegen Gott gemacht, er hat nicht diskutiert: Mensch, das mit Jesus, kann das alles sein? Und er hat nicht lamentiert: O, was werde meine Nachbarn jetzt denken, wenn ich fromm werde. Er hat ganz einfach sein Leben Jesus anvertraut! Er hat vielleicht proklamiert: Herr Jesus, ich will gerettet werden. Ich bekenne dir meine S\u00fcnden. Ich brauche dich. Dir soll mein Leben geh\u00f6ren. Ich \u00fcbergebe es dir. (Skizze: Spruchband)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wirst du gerettet, indem du dich auf Jesus verl\u00e4sst, indem du aufh\u00f6rst, dich alleine retten zu wollen! Es gibt nur einen Weg zum Leben, nur einen Weg zur Wahrheit, nur einen Weg zur Freude und zur Freiheit, und das ist Jesus Christus. Sich auf ihn verlassen, einzig und allein auf ihn vertrauen. So geschieht Rettung durch Jesus heute. So einfach ist das Evangelium.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt hat der Kerkermeister auch seinen Cantate-Sonntag gehabt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Luther hat schon damals in der Pest, die ganze Landstriche entv\u00f6lkert hat, die 2G Regel verk\u00fcndet: Der Gerechte wird aus Glauben leben! Hast Du dich auch schon retten lassen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen<\/p>\n<p><em>Pr\u00e4dikant Thomas Karker, Sonntag Cantate, 15.5.2022<\/em><\/p>\n<p>Skizze:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-18878\" src=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Bild1.jpg\" alt=\"\" width=\"643\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Bild1.jpg 643w, https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Bild1-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 643px) 100vw, 643px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Lateiner kennt sich ja aus: Cantare hei\u00dft ja \u201asingen\u2018. Ein Gottesdienst, in dem flei\u00dfig gesungen wird ist ja etwas Feines. Ein richtiger Ohrenschmaus. Richtig, deswegen sind sie ja gekommen und heute morgen schon so fr\u00fch aufgestanden. 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