{"id":18784,"date":"2022-03-29T10:24:50","date_gmt":"2022-03-29T08:24:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18784"},"modified":"2022-03-29T10:24:50","modified_gmt":"2022-03-29T08:24:50","slug":"im-gespraech-wolfgang-wilke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=18784","title":{"rendered":"Im Gespr\u00e4ch: Wolfgang Wilke"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wolfgang Wilke hat an der Au\u00dfenhandelsfachschule in K\u00f6ln studiert. Anschlie\u00dfend absolvierte er ein Kombistudium in Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Jura. Er war Langj\u00e4hriger Leiter der Exportabteilung eines mittelst\u00e4ndischen Pharmaunternehmens und gleichzeitig 20 Jahre Vorsitzender des CVJM, Christlicher Verein Junger Menschen in K\u00f6ln-S\u00fcd. Gr\u00fcndungsmitglied des Gemeindehilfsbund, Bruderratsmitglied und von 1999 bis 2021 Schatzmeister des Gemeindehilfsbundes. <\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0b630b;\"><strong>Du warst mit deiner Frau am 31. Oktober 1992 in der Glaubenshalle des Geistlichen R\u00fcstzentrums in Krelingen, als der Gemeindehilfsbund (damals Gemeindenotbund) von Pastor Heinrich Kemner ins Leben gerufen wurde. Was hat dich damals bewogen, als Vorsitzender eures CVJM in K\u00f6ln nach Krelingen zu kommen? Welche besonderen Erinnerungen hast du noch an diesen Tag?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich 1978 das Amt des Vorsitzenden unseres CVJM K\u00f6ln-S\u00fcd \u00fcbernommen hatte, suchten wir nach einer guten geistlichen Orientierung. Von einer Freundin wurde uns das Geistliche R\u00fcstzentrum Krelingen empfohlen, das wir als unsere geistliche Tankstelle entdeckten und sch\u00e4tzen lernten. Anfang der 1980er Jahre waren meine Frau und ich \u00f6fters zu Freizeiten in Krelingen. So waren wir z.B. zweimal zur 14-t\u00e4gigen Gemeindebibelschule in Krelingen; das war hochinteressant und glaubensst\u00e4rkend. Deine Vortr\u00e4ge \u00fcber die \u201eFrankfurter Schule\u201c haben uns beiden f\u00fcr viele Entwicklungen in Politik und Kirche die Augen ge\u00f6ffnet. Die Reformationsfeier und Gr\u00fcndung des Gemeindehilfsbundes am 31.10.1992 durch Pastor Heinrich Kemner in der riesigen, fast vollen Glaubenshalle hat meine Frau und mich tief beeindruckt. Vor allem, als Heinrich Kemner dieses Projekt unter den bis heute wirkenden Segen Gottes stellte. F\u00fcr mich wurde sofort klar, an diesem wichtigen und notwendigen Projekt will und muss ich unbedingt mitwirken. So meldete ich mich sofort, wie viele andere, als Mitglied des Gemeindehilfsbundes an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0b630b;\"><strong>Seit 1999 bist du Schatzmeister und Vorstandsmitglied des Gemeindehilfsbundes. Anfang 2000 hat sich der Bruderrat nach deinen Vorschl\u00e4gen eine Finanzordnung gegeben. Mit blo\u00dfen Zahlen hast du dich nie begn\u00fcgt, sondern hast uns immer wieder den Blick ge\u00f6ffnet f\u00fcr die innere Entwicklung des Finanzwesens in Staat und Gesellschaft. Vor genau 10 Jahren hast du uns einmal geschrieben: \u201eDie Abh\u00e4ngigkeit vom Geld wird immer gr\u00f6\u00dfer, ganze Gesellschaftsschichten h\u00e4ngen am staatlichen Sozial-Tropf, ohne den sie nicht \u00fcberleben k\u00f6nnten. Wenn das Alter der Menschen weiter so ansteigt bzw. anh\u00e4lt, wird die Altersarmut immer gr\u00f6\u00dfer, weil das in den jetzigen Strukturen und Formen nicht mehr finanzierbar sein wird. \u00dcber die Abh\u00e4ngigkeit werden die Menschen dann auch manipuliert und, wenn n\u00f6tig, gef\u00fcgig gemacht.\u201c Hat sich diese Prognose best\u00e4tigt?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist nicht zu \u00fcbersehen, dass, verst\u00e4rkt durch die Corona-Pandemie, die Altersarmut immer gr\u00f6\u00dfere Kreise zieht. Viele kleine und mittelst\u00e4ndische Existenzen sind in den letzten beiden Jahren verlorengegangen und auch die Privat-Insolvenzen haben dramatisch zugenommen. Damit steigen die staatlichen Sozialleistungen, und wir m\u00fcssen uns die Frage stellen: Wie und wovon will unser Staat das bezahlen? Wenn ich sehe, was an staatlicher Hilfeleistung f\u00fcr die gesch\u00e4digten Hochwasser-Opfer bereitgestellt wurde oder mit welchen Summen die durch die staatlich verordneten Restriktionen w\u00e4hrend der letzten beiden Corona-Jahre gesch\u00e4digte Wirtschaft gest\u00fctzt werden soll, bleibt die bange Frage: Wer soll das bezahlen? Das bleibt f\u00fcr die christlichen Spendenwerke sicher nicht ohne Auswirkung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0b630b;\"><strong>Dein Leben war immer wieder durch Krankheitsphasen gepr\u00e4gt. Dabei hast du auch besondere geistliche Erfahrungen gesammelt. Welches Fazit kannst du den Aufbruch-Lesern mitgeben?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Krankheiten sind oft ein gro\u00dfer Einschnitt in die Lebensplanung und ein wirksames Erziehungsmittel Gottes. Bei mir war das so. Ich war von Gott abgedriftet und k\u00fcmmerte mich nur noch um mich und meine pers\u00f6nlichen Belange. Mein geistliches Leben war fast ausgetrocknet und ich befand mich auf dem breiten Weg des Mainstreams in den Abgrund. Aber Gott, mein gn\u00e4diger und barmherziger Vater im Himmel, griff ein und brachte mich durch meine schwere Krankheit zur Besinnung und wieder zur\u00fcck in die echte Lebensbeziehung zu IHM. Ich habe am eigenen Leibe erlebt, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen m\u00fcssen. Krankheiten k\u00f6nnen, wenn Gott uns davon geheilt hat, aber auch zur Glaubensst\u00e4rkung und zum Glaubenszeugnis werden. Beides habe ich erlebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0b630b;\"><strong>Du hast als junger Mann eine lange Glaubenskrise durchgemacht. Wodurch bist du in sie hineingeraten und wie hast du wieder aus ihr herausgefunden?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es fing ja wunderbar an. Auf einer Silvesterfreizeit unseres CVJM 1952\/53, drei Monate vor meiner Konfirmation, durfte ich durch Gottes gro\u00dfe Gnade Jesus Christus als meinen HERRN und Heiland, Retter und Erl\u00f6ser annehmen und erlebte eine echte Wiedergeburt. Eine ungeahnte, tiefe Freude breitete sich in meinem Herzen aus, die mich auch heute noch erf\u00fcllt, sobald ich daran denke, dass ich Jesus geh\u00f6re und bei IHM eine ewige Heimat habe. Paulus sagt: \u201eIst jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.\u201c Ich war erf\u00fcllt von dem Wunsch, Jesus, meinem HERRN, zu geh\u00f6ren und IHM als Missionar oder als Pfarrer zu dienen. Leider konnte ich das nicht verwirklichen, da mich die wirtschaftliche Situation unserer Familie Anfang der 50er Jahre zwang, die Schule zu verlassen und als Hilfsarbeiter Geld zu verdienen, um die Familie zu unterst\u00fctzen. Aber ich wurde Mitarbeiter in unserem CVJM und habe voll Freude das Evangelium von Jesus Christus verk\u00fcndigt. Doch als ich meine Lehre als Gro\u00df- und Au\u00dfenhandelskaufmann abgeschlossen hatte und das erste eigene Geld verdiente, fand ich gro\u00dfen Gefallen an den Freuden dieser Welt. Leider beeinflusste mich damals die \u201eGott-ist-tot-Theologie\u201c und es war unter meinen Freunden niemand, der mir den Glauben zurechtr\u00fccken und mich wieder auf den biblischen Weg f\u00fchren konnte. So driftete ich v\u00f6llig ab, ging sonntags morgens mit meiner Frau Tennis spielen statt in den Gottesdienst und hatte nur hochfliegende Pl\u00e4ne f\u00fcr Karriere und Geld. Als ich gerade mein nebenberufliches Kombi-Studium BWL, VWL und Jura absolviert hatte, griff Gott mit harter Hand ein. Er schickte mir eine ernste Krankheit, die mich jahrelang au\u00dfer Gefecht setzte. Doch nach 15 Jahren rief Jesus mich auf einer CVJM-Freizeit wieder zur\u00fcck. Pl\u00f6tzlich erf\u00fcllte mich wieder eine solche Freude im Herzen, dass ich mit meiner Frau einen Hauskreis er\u00f6ffnete, den wir 45 Jahre lang mit Freude durchf\u00fchren durften. Nachdem ich so krank war, dass ich meinte, sterben zu m\u00fcssen, betete ich zum HERRN, ER m\u00f6ge mich heilen und ich wolle mich jetzt nicht mehr um meine Karriere k\u00fcmmern, sondern nur noch IHM dienen und Seine wunderbare Rettungsbotschaft verk\u00fcndigen. Ich bereinigte mein Leben und bat IHN um Vergebung aller meiner Schuld.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daraufhin machte ER mir ein besonderes Gnadengeschenk: Er schenkte mir vollkommene Heilung, in der Firma wurde ich Prokurist, erhielt eine Gehaltserh\u00f6hung und einen Dienstwagen. Wie gn\u00e4dig ist Gott, wenn wir uns IHM ganz zuwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0b630b;\"><strong>Du blickst zusammen mit deiner Frau Christine auf 53 Ehejahre zur\u00fcck. Mir ist aufgefallen, dass ihr oft zu zweit unterwegs seid und dass Christine dein Engagement im Gemeindehilfsbund bis jetzt nach Kr\u00e4ften unterst\u00fctzt hat. Was ist das Geheimnis eurer gl\u00fccklichen Ehe?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine gl\u00fcckliche Ehe ist ein besonderes Geschenk Gottes. Die Wahl des Ehepartners ist eine der ganz wichtigen Entscheidungen im Leben, denn sie ist ausschlaggebend f\u00fcr den Lebensverlauf beider Ehepartner. Ich habe mich deshalb kurz nach meiner Lebens\u00fcbergabe an Jesus entschlossen, diese wichtige Entscheidung nicht in die eigene Hand zu nehmen, sondern meinem HERRN zu \u00fcberlassen. Ich bat Jesus: \u201eIch m\u00f6chte, dass Du, HERR, mir die richtige Frau aussuchst. Aussehen m\u00f6gen die ja alle ganz nett, aber wie sie sich entwickeln werden, das wei\u00df ich nicht, aber Du, HERR, Du wei\u00dft das. Ich mache jetzt mit Dir einen Vertrag: Ich k\u00fcmmere mich um Deine Sachen und mache Jugendarbeit und verk\u00fcndige Dein Evangelium, und Du k\u00fcmmerst Dich um meine Sachen und sorgst daf\u00fcr, dass ich die richtige Frau bekomme.\u201c Das hat ER wirklich gemacht und hat mir diese wunderbare Frau zur Seite gestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben uns gleich nach der Hochzeit vorgenommen, an einem Strang zu ziehen, vergebungsbereit zu sein und die Sonne nicht \u00fcber unserem Zorn untergehen zu lassen. Ohne gegenseitige Vergebungsbereitschaft ist eine gute, gl\u00fcckliche Ehe auf Dauer nicht m\u00f6glich. Wir bitten Gott auch weiterhin, dass ER uns tiefe Liebe f\u00fcreinander in unsere Herzen senken m\u00f6chte. Wichtig in einer Ehe ist auch eine intensive Kommunikation untereinander. Wir hatten immer gen\u00fcgend Gespr\u00e4chsstoff durch verschiedene T\u00e4tigkeitsbereiche in unterschiedlichen Berufen, meine Frau in der Kirche als Gemeindeamtsleiterin und ich in der Wirtschaft als Exportkaufmann und beide ehrenamtlich in CVJM und Gemeindearbeit. Alle Dinge besprechen wir gemeinsam. Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass wir miteinander beten und alle unsere Anliegen und F\u00fcrbitten vor Gott bringen k\u00f6nnen. Meine Frau ist mir die ganz gro\u00dfe St\u00fctze an meiner Seite, die mich ber\u00e4t, mir den R\u00fccken st\u00e4rkt und ohne die ich vieles nicht tun k\u00f6nnte bzw. nicht h\u00e4tte tun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0b630b;\"><strong>Dein urspr\u00fcnglicher Wunsch, Pfarrer oder Missionar zu werden, hat sich nicht erf\u00fcllt. Schlie\u00dflich bist du aber Pr\u00e4dikant in der Rheinischen Landeskirche und ein begeisterter Prediger geworden, der mit 83 Jahren noch gern auf die Kanzel geht. Du siehst die Fehlentwicklungen in der EKD sehr deutlich, hast aber trotzdem viele Jahre aufopferungsvoll in eurer Kirchengemeinde mitgearbeitet. Wie passt das zusammen?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ein besonderes Geschenk Jesu, meines HERRN, dass ER meinen Wunsch, IHM durch die Verk\u00fcndigung Seiner wunderbaren Rettungsbotschaft zu dienen, trotz der widrigen Umst\u00e4nde erm\u00f6glicht hat. Ich sehe sehr wohl, auf welchen Abwegen sich die EKD befindet, und bedauere sehr, dass sie nicht bereit ist, umzukehren und ihrem eigentlichen Auftrag gerecht zu werden, das Wort Gottes biblisch korrekt zu verk\u00fcndigen und selbst zu praktizieren. Aber wir sind eine Richtungsgemeinde und eine der zwei geistlichen Oasen in der Gro\u00dfstadt K\u00f6ln. Von acht Presbytern sind sechs gl\u00e4ubige Mitglieder unseres CVJM K\u00f6ln-S\u00fcd. Solange ich also in unserer Ortsgemeinde das Evangelium noch klar und unangefochten predigen darf, will ich gerne in ihr wirken, solange Jesus mir die n\u00f6tige Kraft dazu gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0b630b;\"><strong>Seit 1975 leitest du mit Christine euren Hauskreis. Da hat sich bestimmt ein gro\u00dfer Erfahrungsschatz angesammelt, den ich gern noch ein wenig anzapfen will. Viele Christen in der Landeskirche, die mit der gesamtkirchlichen Entwicklung oder auch mit der Gemeindepredigt nicht zufrieden bzw. nicht einverstanden sind, ziehen sich aus der Kirchengemeinde zur\u00fcck und verstehen ihren Hauskreis als Ersatzgemeinde. Etliche verlassen die Landeskirche und schlie\u00dfen sich freien Gemeinden an. Wie siehst du diese Entwicklung? Unter welchen Bedingungen kann ein Hauskreis eine Ersatzgemeinde sein?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben uns von Anfang an als missionarischen Hauskreis verstanden und wollten gezielt Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus f\u00fchren, was ER, zu unserer gro\u00dfen Freude, in vielen F\u00e4llen auch wirklich gelingen lie\u00df. Vielen Teilnehmern war die Predigt in ihren jeweiligen Gemeinden nicht intensiv und ausreichend und sie suchten Erg\u00e4nzung, Hilfestellung, Austausch und Korrektiv. Im Hauskreis verk\u00fcndigten wir das Wort Gottes, feierten das Abendmahl und hatten Gemeinschaft untereinander. F\u00fcr viele war es ihre geistliche Tankstelle. Wir arbeiteten auch immer darauf hin, den Hauskreis zu teilen und andere zu motivieren, einen eigenen Hauskreis zu gr\u00fcnden, was auch manches Mal gelungen ist. Auf unseren Freizeiten, in unserer CVJM-Bildungsst\u00e4tte in K\u00f6ttingen bei K\u00f6ln, feierten wir dann jeweils ganz normal den typischen evangelischen Gottesdienst mit gemeinsamem Abendmahl durch von der Landeskirche ordinierte Pr\u00e4dikanten. F\u00fcr manchen war es vor\u00fcbergehend sicher ein St\u00fcck Ersatzgemeinde. Wir hatten das Wort Gottes, die Feier des Abendmahles und wir hatten Gemeinschaft miteinander.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0b630b;\"><strong>Im Sommer dieses Jahres wird Pfr. Dr. Stefan Felber die Leitung des Gemeindehilfsbundes \u00fcbernehmen. Du bist von Anfang an Mitglied des Gemeindehilfsbundes und hast in deiner verantwortlichen Position viele H\u00f6hen und Tiefen unserer Arbeit kennengelernt. Was m\u00f6chtest du gern meinem Nachfolger mit auf den Weg geben? <\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den \u00fcber 20 Jahren, in denen ich als Mitglied im Bruderrat t\u00e4tig war, ist mir angenehm aufgefallen, welch geistliche Gemeinschaft wir zusammen hatten und mit welcher Einm\u00fctigkeit wir die anstehenden und oft schwierigen Entscheidungen getroffen und getragen haben. Das ist zum einen ein besonderes Geschenk Gottes. Zum anderen verdanken wir es dir, lieber Joachim, denn du hast den Bruderrat durch deinen unerm\u00fcdlichen Einsatz, deine theologische Kompetenz und deine Art, mit Menschen umzugehen, gepr\u00e4gt und daf\u00fcr gesorgt, dass das so m\u00f6glich war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Dr. Stefan Felber als deinem Nachfolger w\u00fcnsche und erhoffe ich, dass es ihm mit Gottes Hilfe gelingen m\u00f6ge, in dieser geistlich und politisch best\u00e4ndig schwieriger werdenden Zeit den Gemeindehilfsbund um alle Klippen herum und durch alle Stromschnellen hindurchzuf\u00fchren. Dazu ist auch ein im Worte Gottes fest verankerter Bruderrat wichtig, der geschlossen hinter ihm und den Zielen des Gemeindehilfsbundes steht und diese mit vollem Einsatz verteidigt und unterst\u00fctzt. Lieber Stefan, deine theologische Fachkompetenz m\u00f6ge es dir erm\u00f6glichen, den kirchlichen Fehlentwicklungen, Irrlehren und Angriffen die Stirn zu bieten und den verunsicherten Gl\u00e4ubigen durch Gottes unfehlbares Wort Hilfe und Wegweisung zu geben. Ich w\u00fcnsche dir, dass Gott dich in allen Dingen lenken, leiten, beh\u00fcten und bewahren und dir die n\u00f6tige Kraft und das Durchhalteverm\u00f6gen geben m\u00f6ge. ER segne dich und setze dich zum Segen f\u00fcr den Gemeindehilfsbund, f\u00fcr die Gemeinde Jesu und f\u00fcr viele Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0b630b;\"><strong>Du bist sehr an der endgeschichtlichen Botschaft der Bibel interessiert. Siehst du in der Gesamtentwicklung der Welt Anzeichen f\u00fcr die baldige Wiederkunft Jesu, und wenn ja, welche Anzeichen sind das und wo sind sie biblisch angek\u00fcndigt?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit knapp 40 Jahren besch\u00e4ftige ich mich mit der Frage: Was berichtet die Bibel \u00fcber die Endzeit und welche Anzeichen sind bereits sichtbar. Zweimal haben wir in unserem Hauskreis bereits die Offenbarung studiert. F\u00fcr mich ist Israel der Zeiger auf der Weltenuhr Gottes und eines der wichtigsten Anzeichen f\u00fcr die Wiederkunft Jesu, denn ER holt Sein Volk aus \u00fcber 100 L\u00e4ndern weltweit aus der Verbannung zur\u00fcck (Hosea 3,4-5). Jesus spricht in seiner Endzeitrede am \u00d6lberg von Kriegen und Kriegsgeschrei und davon, dass sich ein Volk gegen das andere erhebt. In der Zeit seit dem Ersten Weltkrieg gab es so viele und so gro\u00dfe Kriege weltweit und so viel Aufruhr und Terror wie noch nie in der Weltgeschichte. Jesus spricht von Hungersnot, Erdbeben, Pestilenz d.h. Pandemie, Erkalten der Liebe, weltweite Verfolgung von Juden und Christen &#8211; all das geschieht bereits zu unseren Lebzeiten. Eine Pandemie des Ausma\u00dfes von Covid-19 mit einem derart weltweiten Einfluss in unserer Wirtschaft und unserem Alltagsleben hat es in der Weise noch nie gegeben. Mit z. Zt. 360 Millionen verfolgten und bedr\u00e4ngten Christen weltweit hat die von Jesus angek\u00fcndigte Verfolgung inzwischen eine H\u00f6he erreicht, die ein Mehrfaches der damaligen Weltbev\u00f6lkerung ausmacht. Dass die Liebe erkaltet, k\u00f6nnen wir unschwer \u00fcberall in den Medien und unserer Umgebung wahrnehmen. Die Offenbarung spricht von einer Zeit der Unterdr\u00fcckung und Kontrolle. China zeigt uns, wie das geht. Es gibt dort schon mehr als 600 Millionen \u00dcberwachungskameras, die alles auf Schritt und Tritt \u00fcberwachen. Hier in K\u00f6ln gibt es allein im Bereich des Doms und am Hauptbahnhof mehr als 50 \u00dcberwachungskameras. Wenn man die Menschen absolut kontrollieren und manipulieren will, muss man das Bargeld abschaffen. In Schweden und in den Niederlanden ist das schon weit fortgeschritten. Die Ank\u00fcndigung des Welteinheitsstaates ist bereits in Vorbereitung, wie es u.a. aus den Ausf\u00fchrungen des Weltwirtschaftsforums in Davos (siehe das Buch \u201eThe Great Reset, Der gro\u00dfe Umbruch\u201c) hervorgeht. Die in der Johannesoffenbarung angek\u00fcndigte Geheimzahl 666, ohne die niemand kaufen oder verkaufen kann, ist in Riesenschritten in Vorbereitung. In vielen Dingen unseres Alltags erhalten wir jetzt schon nur mit einer entsprechenden PIN oder Geheimzahl Zugang. Ich sehe also schon eine ganze Reihe von Anzeichen, dass Jesus, unser HERR, in nicht allzu ferner Zukunft wiederkommen wird. Wir leben bereits in den Wehen der neuen Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0b630b;\"><strong>Die Arbeit des Gemeindehilfsbundes wird zu hundert Prozent von Spenden getragen. Als Schatzmeister hast du die Entwicklung der Spenden f\u00fcr den Verein und f\u00fcr die Stiftung fast ein Vierteljahrhundert beobachtet und zusammen mit unserem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Johann Hesse verwaltet. Als bisheriger Leiter des Gemeindehilfsbundes danke ich dir auch an dieser Stelle herzlich f\u00fcr deinen vorbildlichen Einsatz. Dein Amt hast du mittlerweile an unser Bruderratsmitglied Uwe J\u00fcrgens abgegeben. Hier hast du jetzt Gelegenheit, ein Abschiedswort an unsere Spendergemeinde zu richten.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich danke Gott, dass ER den Gemeindehilfsbund mit Mitgliedern und Freunden gesegnet hat, die mit ihren Spenden treu daf\u00fcr sorgen, dass die so wichtige Arbeit des Gemeindehilfsbundes bisher \u00fcberhaupt m\u00f6glich war. Jedes Jahr war ich, bei der Erstellung des Finanzberichtes, erneut freudig \u00fcberrascht, dass Sie uns mit Ihrer Spende die Mittel an die Hand gegeben haben, damit wir die notwendigen Aufgaben auch alle durchf\u00fchren konnten. In unserer finanziell unsicheren Zeit ist die beste Geldanlage die auf der \u201eHimmelsbank\u201c zum Bau des Reiches Gottes mit einer Rendite f\u00fcr die Ewigkeit. Das m\u00f6chte ich Ihnen empfehlen. Mit Ihrer Spende sind Sie ja bereits dabei. Gott segne Sie auf Ihrem weiteren Lebensweg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Fragen stellte Pastor Dr. Joachim Cochlovius.<\/em><\/p>\n<p><em>Aus: Aufbruch &#8211; Informationen des Gemeindehilfsbundes (M\u00e4rz 2022)<\/em><\/p>\n<p><em>Die aktuelle Ausgabe des Aufbruchs kann <a href=\"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Aufbruch_M\u00e4rz_2022.pdf\">hier<\/a> heruntergeladen werden. Wenn Sie den Aufbruch kostenlos abonnieren m\u00f6chten, schreiben Sie bitte an <a href=\"mailto:info@gemeindehilfsbund.de\">info@gemeindehilfsbund.de<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolfgang Wilke hat an der Au\u00dfenhandelsfachschule in K\u00f6ln studiert. Anschlie\u00dfend absolvierte er ein Kombistudium in Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Jura. 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